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Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Reisebericht polen – 17.7. – 18. 8. 2008

Mit diesem Bericht möchte ich diejenigen unter Euch, die noch nie in polen waren (und das werden wohl angesichts der wenigen deutschen Womos, die wir in polen gesehen haben, etliche sein), animieren, dieses interessante und schöne Land einmal kennen zu lernen. Der Bericht ist doch recht lang geworden, da ich ihn bereits unterwegs, wo ich genug Zeit hatte, geschrieben habe und es über polen auch viel zu erzählen und zu zeigen gibt. Trotzdem soll der Bericht keine exakte Dokumentation unserer Reise sein. Deshalb habe ich etliche Einzelheiten und viele Fotos weglassen. Bevor ich morgen wieder arbeiten muss, nutze ich noch schnell die Gelegenheit, den Bericht ins Forum zu stellen.

Vorab einige Hinweise zu polen für Noch-Nicht-Dortgewesene :
• In polen gibt es so gut wie keine offiziellen stellplätze, so wie wir sie aus Deutschland, frankreich oder Italien kennen.

• Die Alternative ist zum einen Freistehen, was überall in polen zumindest geduldet wird, soweit es nicht mit irgendeiner Art „Camping“ verbunden ist (wozu auch schon zwei draußen stehende Stühle zählen). Da wir bei dem hochsommerlichen Wetter, das wir die ganze Fahrt über hatten, lieber draußen als drinnen sitzen wollten, haben wir weitgehend auf das Freistehen verzichtet. Zahlreiche Plätze zum Freistehen im Norden nennt übrigens das Buch aus dem Womo-Verlag. Für den Süden Polens gibt es leider bisher noch keinen Band aus dieser Reihe.

• Die weitere Alternative sind Campingplätze. Diese befinden sich in der Regel - in der masurischen und der pommerschen Seenplatte eigentlich immer - an einem See (In polen soll es angeblich etwa 10.000 Seen geben; andere haben angeblich sogar 30.000 gezählt. Aber was ist schon genau ein See und was noch keiner?). Soweit wir Campingplätze kennen gelernt haben, waren sie alle ordentlich, aber einfach (und deshalb aus unserer Sicht gerade sympathisch). Geschäft, Restaurant, Spielplatz, Swimmingpool, womöglich Abendprogramm usw. findet man dort also nicht, auch nicht parzellierte Plätze (Ausnahme in Posen) oder Dauercamper. Manche dieser Plätze nennen sich auch einfach nur Zeltplätze. Dieser Begriff ist im Grunde auch insoweit angebracht, als die polen – noch (?) - in allererster Linie zelten und weniger Urlaub mit Wohnwagen und noch viel weniger mit Wohnmobilen machen. Auf Wohnmobile sind die meisten Campingplatz auch noch nicht so richtig eingerichtet. Einen Wasserhahn, an den man einen Schlauch anschließen kann, oder einen Bodeneinlass für das Grauwasser kennen viele noch nicht. Da muss man eben zu Kanne und Eimer greifen. Wir haben die Campingplätze übrigens trotz Hochsaison meist fast leer oder nur mäßig belegt vorgefunden, so dass wir jeglichen Platz hatten, uns auszubreiten. Anders wird es offensichtlich an der Ostsee sein, was man so hört und liest (und weswegen wir die Ostsee auch vermieden haben). Anders ist es auch, wenn eine geführte Womo-Tour mit über 20 Fahrzeugen den Platz zum Etappenziel erklärt hat, was wir zweimal erlebt haben. Dann kann man sogar den ganzen Abend dem Gesang deutscher Volkslieder aus über 40 Kehlen lauschen. Campingplätze sind - wie vieles anderes auch - im Vergleich zu Deutschland sehr preisgünstig (aber dennoch mit recht unterschiedlichem Preisniveau. So haben wir z.B. in Masuren auf einem schönen Platz unmittelbar an einem See ganze 10 Zloty (3 €) gezahlt, woanders dagegen meist 30 - 40 Sloty (9 – 12 €), in Posen sogar 64 Sloty (19,2 €). Eine gute - wenn auch nicht vollständige - Übersicht über zahlreiche Plätze mit Fotos kann man kostenlos vom Polnischen Fremdenverkehrsamt in berlin erhalten. Dieses veröffentlicht auch im internet vollständigere Übersichten zu den einzelnen Gebieten Polens.

• In allen größeren Städten gibt es übrigens ganz zentral im Innenstadtbereich Parkplätze, die rund um die Uhr bewacht werden, auf denen man auch - manchmal aber nur mit Ohropax - übernachten und von denen aus man sorglos einen Altstadt-Bummel unternehmen kann.

• Ver- und Entsorgungseinrichtungen, wie wir sie kennen, gibt es in polen nicht. Man muss beim Freistehen also gegen Gebühr die Einrichtungen der Campingplätze benutzen oder Tankstellen bemühen, bei denen die Ver- und Entsorgung, wie wir im Womo-Führer gelesen haben, meist kostenlos ist, wenn man dort tankt, ansonsten wohl gegen eine Gebühr möglich ist. An der Ost-West-Autobahn im Süden haben wir bemerkt, dass sich auf nahezu auf jedem Rastplatz eine Entsorgungsstation für Busse befindet, die unproblematisch auch von Womos genutzt werden kann (Hinweise auf die Stationen gibt es deutlich auf Schildern an der Autobahn selbst).

• Zum Thema Gas : Wer meint, mit seinen beiden Gasflaschen nicht auszukommen, sollte nur eine mitnehmen. Da die polnischen Flaschen mit den deutschen Anschlüssen kompatibel sind, sollte man dann bei der Einreise in polen an einer Tankstelle (fast an jeder möglich) eine polnische Flasche kaufen, diese entsprechend oft gegen eine volle umtauschen und dann bei der Ausreise wieder verkaufen.

• Dass der Spruch „Kaum in polen, schon bestohlen“ zumindest heute keinen Realitätsgehalt mehr hat, da es polen nicht unsicherer ist als etwa frankreich, Spanien oder Italien, ist hier im Forum schon häufiger betont worden. Wir haben in polen auch keine entsprechenden negativen Erfahrungen gemacht oder davon gehört. Wenn man sich doch Sorgen macht, sollte man eben nicht frei stehen und stattdessen die sehr preiswerten Campingplätze und in den Großstädten die bewachten Parkplätze nutzen (die zudem oft auch die einzige Möglichkeit bieten, mit einem Womo im Altstadtbereich zu parken).

• Auch die Aussage, dass die Straßen in polen die reine Katastrophe sind, gehört der Geschichte an. Wir sind in polen etwa 1.500 km, zum erheblichen Teil auf Nebenstrecken, gefahren. Unser Urteil : Die Autobahnstrecken sind sehr gut. Im übrigen kann man keine allgemein gültigen Aussagen machen, zumal überall in polen Straßen saniert und neu gebaut werden (weswegen unser Navi etliche Male einen Nervenzusammenbruch erlitt, wenn wir auf einer Straße fuhren, meist Autobahn oder Schnellstraße, die es nicht kannte.) Die Landstraßen 1. Ordnung (auf den Karten rot gekennzeichnet) sind weit überwiegend gut, manche sogar sehr gut. Ältere Hauptstraßen weisen allerdings häufig Spurrillen, wo man aber trotzdem 90 km/h – bei Regen nur 80 km/h - fahren kann. Sind sie stark geflickt, muss man schon einmal auf 70 km/h runter gehen. Da man aber eh nicht in besonderer Eile ist, ist das ja kein Problem. Die Landstraßen 2. Ordnung (gelb) sind fast durchweg befriedigend, manchmal auch gut zu fahren. Ist das mal nicht der Fall, gilt auch hier das Rezept „Reduzierung auf 70 km/h“. Nur auf den weiß gekennzeichneten Landstraßen 3. Ordnung kann man schon einmal – muss man aber nicht - in eine bunte Mischung aus Schlaglöchern geraten. Also entweder meidet man diese Straßen oder man bewegt sich auf ihnen eben notfalls, falls man denn einmal in ein solch schlechtes Stück gerät, eine Zeitlang langsam voran. Nach einiger Zeit wird es immer wieder besser. Kopfsteinpflaster wie auf manchen deutschen Dorfstraßen haben wir in polen übrigens - außer in dem Innenstadtbereichen von Breslau und Stettin - nie erlebt. Schlussfolgerung von allem : Auf jeden Fall wäre der Straßenzustand in polen überhaupt kein Argument, nicht dorthin zu fahren.

• Zur Frage der Verständigung : Die jungen polen können meistens (nicht immer!) etwas Englisch, die älteren manchmal etwas Deutsch, weniger dagegen Englisch. Ansonsten kennt jeder Pole die Zeichensprache. Ansonsten sollte man wegen der Höflichkeit doch einige polnische Worte kennen, also die für „guten Tag, auf Wiedersehen, danke, bitte“ („Dzien dobry, Do widzenia, dziekuje, prosze“). Ein weiterer Ausdruck ist auch wichtig : „Nie rozumiem pana“ (Ich verstehe Sie nicht). Einige weitere findet man in jedem Reiseführer. Ansonsten sind einem möglichen Bemühen, sich etwas mehr auf polnisch auszudrücken zu wollen, schnell Grenzen gesetzt. So schön polen und so nett seine Bewohner auch sind, die polnische Sprache ist einfach schrecklich. Wenn Ihr etwa versuchen wolltet, auf einem Campingplatz auf Polnisch nach einem Stromanschluss zu fragen, müsstet Ihr schon „przylaczenie do sieci elektrycznej“ sagen. Oder schaut Euch zum Beispiel mal die folgenden Schilder an. Also besser ist es wohl, man versucht nicht erst, Polnisch zu lernen und bleibt bei Deutsch, Englisch oder Zeichensprache. Zur Ergänzung bieten sich ein deutsch-polnisches Wörterbuch und ein dünner Sprachführer an, nicht, dass man das alles lernt, was da drin steht, sondern um notfalls mit dem Finger auf einen gerade benötigtes Wort oder einen Satz zu zeigen oder zu versuchen, ihn abzulesen.
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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Das Wetter auf unserer Reise : Die ersten Tage hat es neben Sonne auch mal einen Schauer oder ein Gewitter gegeben. Aber danach fast nur noch Sonne bei hochsommerlichen Temperaturen. Nach drei Wochen ereilt uns in Krakau für einen Tag der erste richtige Dauerregen und nach vier Wochen war nur noch Regen angesagt. Aber da war das Ende unseres Urlaubs sowieso schon fast da. Ich habe gehört, dass es in Südpolen, Tschechien und Österreich im August ein Unwetter gegeben hat. Gespürt haben wir davon aber nichts. Entweder waren wir vorher oder nachher im Süden Polens.

Zu unserer Route : Wir wollen fünf Wochen in polen bleiben. Weil mein Bruder und meine Schwägerin in den ersten zehn Tagen, in denen sie uns begleiten, unbedingt Danzig und die Masuren kennenlernen wollen, fangen wir die Reise auch so an : Von Swienemünde aus nach Danzig. Von dort über Marienburg und Allenstein bis zur Masurischen Seenplatte. Danach geht es in Richtung Süden : nach Warschau, Kazimierz Dolny, Lublin, Zamosc, Sandomierz und Niedzika (am Rande der Karpaten). Von dort aus fahren wir nordöstlich nach Krakau, Breslau, Posen, Thorn und Stettin.

Anmerkung Moderator/Administrator von Dirk:
Karte gelöscht, Urheberrecht beachten!
WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Donnerstag, 17., Freitag 18. Juli : Los geht es von Hamburg über lübeck nach usedom. Dort überqueren wir die Grenze und setzen in dem angrenzenden Swienemünde nach einer halben Stunde Wartezeit - kostenlos - über die Swina über. Wir fahren jetzt nicht die polnische Ostseeküste entlang, weil wir häufiger gehört und gelesen haben, dass es dort im Juli und im August brechend voll sein soll. Also geht die Fahrt über Swienemünde auf der gut befahrbaren Bundesstraße 6 über Koszalin in Richtung Danzig. In Slawno biegen wir in Richtung Polanow ab und bleiben in Krag. Dort gibt es an einem idyllischen kleinen See ein wunderschönes Schloss aus dem 14. Jahrhundert, das heute als Hotel geführt wird. Wir können auf dem Hotelparkplatz übernachten, wenn wir in dem Hotel zu Abend essen.

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Sonnabend, 19. Juli : Heute morgen fahren wir ein kleines Stück bis Warcino. Dort besichtigen wir den einstigen Wohnsitz von Bismarck. Das Hauptgebäude, heute eine Forstschule, ist umgeben von einem netten Park mit einem idyllischen Teich.

Weiter geht die Fahrt nach Bytow, einer kleinen Stadt, deren Wahrzeichen eine gotische Burg des Deutschen Ordens aus dem 14. Jahrhundert ist. Für die Weiterfahrt wählen wir die Straße 228, die sicherlich nicht so gut zu fahren ist wie die Alternative, die Bundesstraße 20, aber dafür ständig durch Wälder und an malerischen Seen entlang führt.

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Am Nachmittag sind wir in Danzig/Gdansk, der Königin der Ostsee“, einer bedeutenden Hafenstadt mit heute 460.000 Einwohnern. Wir steuern einen Parkplatz an, der sich nahe der Altstadt befindet und rund um die Uhr – gegen 50 Sloty (15 €) pro Tag – bewacht wird (GPS-Daten im Womo-Führer). Auf geht es in die Altstadt. Wir sind begeistert nicht nur über ihre Lebhaftigkeit, sondern vor allem über ihre Schönheit, die umso mehr beeindruckt, wenn man weiß, dass Danzig 1945 – durch alliierte Luftangriffe und Sprengungen durch die Rote Armee – total zerstört war und die Altstadt danach in mühevoller Kleinarbeit originalgetreu wieder aufgebaut worden ist.

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Freetec 598: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Hallo wolfgang ,
danke für deinen schönen und realistischen bericht .
kann alle deine angaben vollkommen bestätigen.
wir fahren schon seit bald 30 jahren in die masuren(bin in lötzen 1949 geboren) u.waren auch schon in anderen teilen polens und haben immer nur die besten erfahrungen mit land und leuten gemacht.kann leider auch nur noch die wörter , die man in jedem fremden land kennen sollte.
liebe grüße
peter
WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Sonntag, 20. Juli : Heute Morgen entschließen uns mutig, die etwa 200 Stufen hoch auf die Aussichtsplattform des Rathausturms zu klettern. Die Anstrengung lohnt sich : Von hier oben haben wir eine grandiose Sicht über ganz Danzig.
Danach schlendern wir durch die malerische Mariacka (Frauengasse), in der unzählige Geschäfte Bernsteinschmuck anbieten, und bewundern die Kostümierung zweier Frauen, die sich gegen kleines Entgelt gerne fotografieren lassen.

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
P.S. : Wenn ich sechs bilder einstelle, erscheint das letzte immer am Anfang. Ansonsten ist die Reihenfolge aber richtig. Wo ist das Problem ?

Weiter geht es zum Artushof, ein außen und innen prächtiges Gebäude, das in seiner Geschichte Sitz der Bruderschaften, Konzertsaal und Börse war.

Nun geht es in die Marienkirche, die mit ihren 105 m Länge und 68 m Breite schon von außen gewaltig ist (siehe bereits oben) und deshalb im 14. Jahrhundert auch die größte Bachsteinkirche Europas war. Von innen wirkt sie völlig anders, wenn auch gewaltig : Ein breites, hohes und langes Kirchenschiff, in dem bis zu 25.000 Menschen Platz finden, ganz in Weiß gehalten, mit einigen alten Altären, die nach der Plünderung durch die Rote Armee wieder zurück gekommen sind, und einer 14 m hohen Astronomischen Uhr aus dem 15. Jahrhundert.

Weiter schlendern wir an der Mottlau/Motlawa entlang, bewundern das alte Krantor aus dem 15. Jh. und sehen dem bunten Treiben am Ufer zu.

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Montag, 21. Juli : Heute fahren wir zur etwa 60 km entfernten Marienburg, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden ist. Es ist die weltweit größte Backsteinburg. Gegründet wurde sie im 13. Jh. vom Deutschen Orden und war im 14. Jh. ihr Hauptsitz. Anfang des 15. Jh. kam sie nach der militärischen Niederlage des Ordens zu polen und wurde ständig erweitert. Im 17. Jh. wurde sie durch die schweden zerstört. 1772 fiel sie an Preußen. Im 20. Jh. begann man mit der Restaurierung der ehemaligen Ordensburg, was durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg wieder zunichte gemacht wurde. Danach wurde sie wieder aufgebaut und zeigt sich heute fast in der ganzen Pracht des 14. Jh.

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Gast: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Hallo Wolfgang,

genaus so etwas habe ich gesucht - Kompliment

Ich gehöre nämlich auch zu den Personen die gerne nach polen reisen wollen aber sich nicht wirklich trauen :oops:
Man kennt wirklich noch die alten Horrorgeschichte und stellt sich wer weiss was vor, aber das ist ja mal ein Reisebericht vom Allerfeinsten.

Ich hoffe Du stellst hier alle Tage rein und hast uns hier nicht nur reinschnuppern lassen :wink:

Ich freue mich jetzt schon drauf und warte gespannt!

Viele Grüße
Sandra
WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
weiter Marienburg :

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Dienstag, 22. Juli : Heute fahren wir über Elblag/Elbing in Richtung Süden. Auf der E 77 biegen wir ab und fahren nach Buczyniec, einem kleinen Dorf, das an dem Oberländischen Kanal liegt. Dieser Kanal ist einzigartig in Europa. Seit 1860 überwindet er mit fünf schiefen Ebenen einen Höhenunterschied von 100 m, was ansonsten mit Schleusen erfolgen würde. Alle Boote und kleinen Ausflugsschiffe, die auf dem Kanal fahren, werden auf hölzernen Gestellen, die mit Stahlseilen auf Schienen gezogen werden, auf den schiefen Ebenen hochgezogen. Der Antrieb erfolgt ausschließlich mittels Wasserkraft eines Schaufelrades, das durch unterirdische Rohre mit Druckwasser bewegt wird. Die Kraft wird über die Seile von große Umlenkrädern weiter geleitet.

Weiter geht es über Ostroda/Osterode nach Stebark/Tannenberg. Dort gibt es ein Denkmal und ein Museum, die an den dort errungenen Sieg der polen und Litauer über den Deutschen Orden 1410 erinnern, ein auch für das heutige polen bedeutsames Ereignis.

Wir bleiben heute auf einem Campingplatz in der Nähe von Olsztyn/Allenstein, wo wir einen wunderschönen Blick auf einen tiefer gelegenen See genießen.

Mittwoch, 23. Juli : Nachdem eine geführte Gruppe von Womos den Platz verlassen hat, sind wir nahezu alleine dort. Wegen des schönen Wetters und des traumhaften Stellplatzes entscheiden wir, hier noch einen Tag zu bleiben. Und wir bereuen es nicht. Den ganzen Tag sitzen wir in der Sonne, baden, gehen spazieren und essen. So ein Tag muss auch einmal sein.

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bertiboa: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Vielen Dank für den schönen Reisebericht. Ist wirklich ein schönes Land mit tollen Landschaften,
lg
Berti
WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Pardon! Manchmal kommen die bilder in der richtigen Reihenfolge, manchmal - wie eben - aber auch nicht (obwohl sie in der Vorschau richtig zu sehen sind).

Donnerstag, 24. Juli : Wir besichtigen Olsztyn/Allenstein. Interessant ist hier vor allem eine große Burg aus dem 14. Jh.

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WoRo1: "Reisebericht Polen 17.7. - 18.8.2008"
Weiter geht es nach Swieta Lipka/Heiligelinde. Der kleine Ort wird beherrscht von einer barocken Wallfahrtkirche aus dem 17. Jh., die überladen ausgestattet ist, u.a. mit einer gewaltigen Orgel, die mit allerlei Figuren geschmückt ist, die sich beim Spiel der Orgel bewegen. Ein entsprechendes kurzes Orgelkonzert bekommen wir auch geboten, bei dem es dem Organisten aber offenkundig weniger um den Wohlklang geht als darum zu zeigen, was die Orgel so alles leisten kann.

Auf geht es 40 km weiter zu dem für die folgende Nacht anvisierten Campingplatz. Er befindet sich in der Nähe von Gizycko/Lötzen genau in der Mitte der masurischen Seenplatte an dem Dargin-See. Der Preis für einen Tag incl. Strom 10 Sloty (3,30 €). Billiger geht es wirklich nicht.

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