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Türkei_2008

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Udoti: "Türkei_2008"
Hallo zusammen,

vom 31. August 2008 bis 07. Dezember 2008 waren wir in der Türkei on tour. Es war eine sehr abwechslungsreiche, spannende und problemlose Reise durch die verschiedensten Zivilisationen.

Hier zuerst einmal die Reiseroute als link aus Google maps:

--> Link

Blaue Pins bedeuten Hinreise, rote Pins bedeuten Rückreise.

Viel Spaß beim Lesen, Gruß udoti
Anzeige: "Türkei_2008"
Gast: "Türkei_2008"
Hallo udoti,

über deinen Link komm ich zu deiner Reiseroute nach google-maps. Aber wenn ich die Pins anklicke, kann ich nur eine Route berechnen und nichts lesen. Mache ich was falsch?
Udoti: "Türkei_2008"
Hallo Schimisbella,
diese Karte ist eine erste Info zur Reise. Die Pins geben im Moment nur den Ort der Übernachtung an und die Anzahl der Stationen. Bitte Doppelklick.
Gruß
Anne42: "Türkei_2008"
Hallo Udoti, hab deinen Reisebericht auch noch nicht gefunden, würde mich sehr interessieren?
Udoti: "Türkei_2008"
Hallo Anne42,
dies soll noch nicht ein Reisebericht sein. Hier geht es erst einmal um die Reiseroute. Die bisher bekannten Reiseberichte beziehen sich hauptsächlich auf die Mittelmeerküste. Wie Du aber sicherlich gesehen hast, führt unsere Route zuerst einmal durch Anatolien in den Südosten, genauer gesagt zum Nemrut Dagi und nach Sanli Urfa. Erst danach ging es auf dem Rückweg am Mittelmeer entlang nach Westen.
In der nächsten Zeit werde ich mit genaueren Daten und Bildern hier im Forum tätig.
Gruß
CKgroupie: "Türkei_2008"
Hallo Udoti,
da bin ich aber auch sehr gespannt auf Deinen Reisebericht! Ich hoffe, Du kannst uns bald schon Lesestoff geben!
Udoti: "Türkei_2008"
Hier beginnt jetzt unser Reisebericht.

Vorbemerkungen:

1. Fahrzeug:
Vor der Reise wurde das Fahrzeug ausgestattet mit:
3 Solarpanellen 85 Watt mit Zubehör, 1 wechselrichter 1500 Watt Dauer, einem wechselrichter 150 Watt, 3 Gelbatterien Typ G 140, AirCell für MB sprinter, 1 zusätzlichen Gasflasche (11kg Alu) zu den beiden vorhandenen 11 kg-Gasflaschen, 6 neuen reifen (Michelin Agilis) mit Metallventilen und Metallventilverlängerungen, Sicherheitsschlösser für die beiden Garagentüren und Aufbautür und Sicherungen für die Schiebefenster im Fahrerhaus.

2. Navigation
Wir benutzten ein Navi, ausgestattet mit dem Kartenmaterial City Navigator Europa NT v9 und WorldMap v4, einen Laptop mit wlan USB 2.0 Wireless Network Adapter, die Navi-Software Mapsource, ein internet-Telefon und die Telefon-Software.

3. Land und Leute
In vielen Nächten hatten wir davon geträumt, auf großer Fahrt zu sein. Die Wirklichkeit war dann noch viel schöner und spannender als all unsere Träume.

Die Straßen waren zum großen Teil keine Autobahnen mehr, es gab hin und wieder einmal Baustellen, aber im Großen und Ganzen ließ es sich bei entsprechendem Tempo und guter Tagesetappeneinteilung prima fahren. Im Speziellen war auf alle Truck-Fahrer immer Verlaß, auch was die Auskunftsbereitschaft und Tips anging.

In allen Ländern, im besonderen in der Türkei, trafen wir auf freundliche, aufgeschlossene, hilfsbereite und zutrauliche Menschen.

Erwähnenswert ist auch das Thema Übernachtung in der Türkei. Auch hier gab es auf der ganzen Reise keine Probleme, auch nicht in Zentral-Anatolien und Süd-Ost-Anatolien, wo es ja relativ wenig CP gibt. Überall findet man reelle Übernachtungsmöglichkeiten bei Tankstellen unf Restaurants an der Strecke oder auf Parkplätzen in den Orten. Das Tankstellennetz ist sehr gut ausgebaut, Bankomaten gibt es auch fast in allen Orten, das Zahlen mit der Maestro-Card ist an Tankstellen und in Supermärkten kein Problem.

Teil 1 (Österreich)
Am 31. August 2008 starteten wir unsere Reise, fuhren über münchen und Passau bis nach Ottensheim (435 km). Die Koordinaten des Stellplatzes hier führten uns in eine Siedlung, vielleicht 2 km vom eigentlichen Ziel entfernt. Wir übernachteten dann auf dem dem CP gegenüberliegenden Parkplatz des Restaurants „Hofmühle“, nach Absprache mit dem Wirt und einem kleinen Essen unter Kastanienbäumen (N 48.333605° E 14.16173°). Hier sind weitere 12 stellplätze geplant.

Am 01.09.08 ging´s durch Linz hindurch und dann an der Donau entlang nach Melk (138 km). Hier übernachteten wir auf dem oberen kostenlosen Stift-Parkplatz (N48.22897° E 15.33866°). Wir besichtigten die beeindruckende Klosteranlage der Benediktiner. Der Abend gehörte der Altstadt.

Am 02.09.08 fuhren wir weiter Richtung Ungarische Grenze. Wir übernachteten nochmals in Österreich in Großhöflein bei Eisenstadt (137 km). Der stellplatz nennt sich Schilfhütten. Er wird von einer netten türkischen Familie verwaltet, mit kleinem Pizza-Lokal (N47° 50.102´ E 16° 28.42`).

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Udoti: "Türkei_2008"
Teil 2 (Ungarn)
Am 03.09.08 war das Ziel die ungarische Hauptstadt Budapest. Über Sopron und Kapuvar kamen wir nahe Gyor auf die Autobahn nach Budapest. Dank unseres Navis erreichten wir den CP Orion trotz starkem Verkehr ohne große Probleme (N 47° 33.2530´ E 19° 4.1200´). Unter riesigen Schatten spendenden Bäumen war es nicht schwer, auf dem einfach CP einen stellplatz zu finden. Hier trafen wir dann auch Freunde, mit denen wir in den folgenden Tagen Budapest kulturell und kulinarisch unter die Lupe nahmen. Vom CM zur Metrostation waren es nur 15 Min. zu Fuß.

Am 07.09.08 trennten wir uns dann, es ging weiter Richtung Osten. Über Cegled, Szolnok, Kisujszallas und dann Richtung Oradea kamen wir nach Püspökladany, einem Ort, nahe der rumänischen Grenze. Wir übernachteten auf dem kleinen Arnyas Camping mit Thermalbad (261 km, N 47° 19´ 11.8´´ E 21° 6´ 1.8´´)

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JEFF und GITTE: "Türkei_2008"
Hallo Ihr Zwei,

da werden wir ja jede Menge zu lesen haben.
Freuen uns darauf.
Und erst auf die Fotos.

Hoffe wir treffen uns bald mal wieder!

Gruss Jeff und Gitte
Udoti: "Türkei_2008"
Teil 3 (Rumänien)
Am 08.09.08 fahren wir über Oradea (abenteurliche Ortsdurchfahrt) Richtung Cluj-Napoca. Ca. 20 km vorher übernachten wir auf dem gut ausgestatteten CP Eldorado (208 km, N 46° 46´ 3.6´´ E 23° 21´ 11.7´´). Es regnete.

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Udoti: "Türkei_2008"
Am 09.09.08 war das Ziel Sibiu, die „Stadt Europas“. 17 km außerhalb fanden wir den kleinen, einfachen aber schön gelegenen CP Ananas (209 km, N 45° 42´ 22.8´´ E 24° 6´ 20.1´´). Zu Fuß erreicht man ein nettes Eßlokal, mit dem Taxi kommt man preisgünstig und schnell nach Sibiu. Bei schönem Wetter relaxten wir ein paar Tage

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Udoti: "Türkei_2008"
Am 12.09.08 fuhren wir über Brasov nach Cheia. Hier liegt an der Hauptstraße der CP Camping Mos Martin (N 45° 27´ 14.7´´ E 25° 56´ 10,8´´). In Brasov fährt man Richtung Sacele, Maneciu und Ploiesti. Das erfordert etwas Aufmerksamkeit. In der Pension Dora verbrachten wir noch einen schönen Abend bei Zwetschgenschnaps, Krautwickeln mit Maisbrei, Krapfen mit Heidelbeeren und Sauerrahm, Whisky und Baily. Was für eine Gastfreundschaft.

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Udoti: "Türkei_2008"
Am 13.09.08 ging´s trotzdem weiter. In Ploiesti verließen wir die Karparten, fuhren durch herrliche Weingegend über Buzau nach Braila in der Walachei und an der Donau gelegen. Wir fanden einen einfachen CP im Motel Donaris (N 45° 12´ 53.5´´ E 27° 55´ 24.2´´). Im nahegelegenen Supermarkt wurde eingekauft, wir wussten ja nicht was im Donaudelta auf uns zukommt. Die Nacht war unruhig und etwas laut aber nicht unangenehm, im Motel feierte eine Hochzeitsgesellschaft die ganze Nacht mit einer einheimischen Band bei typischer Musik.

Am 14.09.08 ging´s etwas müde weiter. Bei der Durchfahrt durch Braila konnten wir sehen, dass die Stadt durch ihre geografische Lage und Geschichte sehr geprägt ist. Hinter Braila kam dann aus dem Navi immer wieder die Meldung „Bitte übersetzen“. Diese Meldung kannten wir bisher noch nicht. Nach einigen Kilometern wussten wir was gemeint war. Die Straße endete vor 2 großen Fähranlegestellen, eine für PKW und eine größere für LKW. In dieser Gegend gibt es keine andere Möglichkeit, die Donau zu überqueren. Die nächste Brücke ist ca. 200 km entfernt. So blieb uns keine andere Wahl hier überzusetzen. Auf der anderen Donauseite gings über Macin, dann nahe der Ukrainischen Grenze auf landschaftlich tollen Straßen nach Tulcea. Von hier aus folgten wir dem Straßenschild bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20-30 km/h zu unserem Zielort Murighiol (141 km, N 45° 2´ 37.7´´ E 29° 9´ 21.4´´). Dieser Ort ist interessant, wenn man per Fischerboot das Delta erkunden möchte. Dies hatten wir ja vor. Durch Zufall zeigte uns ein junger Mann eine kleine Pension (Bungalows) mit der Möglichkeit auch Wohnmobile (2-3) mit Stromanschluß abzustellen. Dieser Mann zeigte uns dann 2 Tage später eit einer 6-stündigen Bootsfahrt sehr naturverbunden Eindrücke des Donaudeltas, ein Highlight. Marktbesuch, ein typisches Fischessen (Wels mit Knoblauchsoße und Polenta) und eine Nacht mit stundenlangen Regengüssen wie aus Gießkannen gehörten zu den Erlebnissen dieser Tage.

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Udoti: "Türkei_2008"
Am 17.09.08 kamen wir dann endlich ans Schwarze Meer. Im Mamaia (Landzunge nördlich von Konstanza) fanden wir auf dem CP „S“ einen Platz direkt am Meer. Wir waren am weißen Strand und auf dem Platz die einzigen. Schaute man am Strand nach links, sah man die riesige Ölraffinerie in Navodari, schaute man nach rechts sah man Konstanza. Luft, Wind und wasser waren relativ kalt. An baden war nicht zu denken. So unternahmen wir ausgedehnte Strandspaziergänge. Mit überfüllten Maxitaxis fuhren wir dann für einen Euro nach Konstanza. Konstanza ist eine interessante historische Stadt mit Kirchen verschiedener Religionen (Moschee, gr. orth. Kirche, röm. kath. Kirche), einem archiologischen Museum, netten Cafes und im Hafen ein tolles Fischlokal.

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Udoti: "Türkei_2008"
Am 20.09.08 ging es von Mamaia durch Konstanza nach Vama Veche, dem südlichsten und letzten Ort Rumäniens, 2 km vor der bulgarischen Grenze. Ein interessanter kleiner Ort, der jedes Jahr im August Jazz- und Rockfans zum Stufstock-Festival anzieht. Jetzt macht der Ort eher einen etwas verlassenen Eindruck, einer Geisterstadt in Westernfilmen ähnelnd!? Einen stellplatz fanden wir in einem Privatgarten, wir wollten nicht auf den öffentlichen CP am Strand.

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