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| kalimera: "Türkei 2007"
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Türkei wird für viele immer interessanter.
Auch wir waren 2007 in der Türkei.
Um die Wintertage ein wenig zu verkürzen, wollen wir
unseren Reisebericht in die Türkei hier einmal einstellen.
Den Teil in Griechenland lassen wir aus.
Hoffentlich wir er nicht zu kompliziert und zu langweilig.
Ich versuche einfach mal mein Glück.
Samstag,05. Mai 2007

Mit dem Fahrrad Richtung Türkei
Wir wollen nun so bald wie möglich in die Türkei einreisen. Diesen Radfahrer
hatten wir schon einmal überholt. Er hat wohl auch die Türkei als Ziel. Und
was ist er für ein Landmann?? Ein Franzose. (Wir sahen die kleine Trikolore an
seiner Satteltasche.) Wir tanken ein letztesmal vor der Grenze den billigen
griechischen Diesel für 0,93 EUR. Die Tankstellenleute sind sehr herzlich und
laden uns auf einen Kaffee ein. Wir tanken auch wasser nach, waschen die
Felgen, und dann geht es in das Abenteuer Türkei

Passkontrolle an der türkischen Grenze
An der Grenze haben wir mehrere Kontrollen zu überwinden. Der erste Zöllner
fragt, ob wir ein motorrad dabei hätten. Nachdem wir bejahen, wundert er sich,
wo wir es denn hätten? Wir zeigen ihm unsere garage und er fängt zu lachen an.
Er verweist uns nun an die Passkontrolle. Hier bekommen wir unsere
Einreisestempel in den Pass. Dann geht es zur Zollkontrolle. Hier werden
Wohnmobil und Motorroller in den Pass eingetragen. Danach geht zur vierten
Stelle, der abstempelt, dass wir die Zollkontrolle ordnungsgemäß durchlaufen
haben. Der fünfte und letzte dann kontrolliert, ob all seine Vorgänger alle
Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt haben. Zum Glück ist wenig an der Grenze
los. Man stelle sich den Zeitaufwand vor. So haben wir ca. 1 Stunde gebraucht

Türkei, wir kommen
Im ersten Ort besorgen wir uns am Geldautomaten türkisches Geld, können aber
momentan nicht erkennen, welchen Kurs wir bekommen. Die Straßen sind recht
breit und bis auf ein paar Kleinigkeiten gut zu befahren.

Hafen von Gelibolu
In Gelibolu angekommen, entschließen wir uns, auch zu übernachten. Hier
rettete der Offizier Mustafa Kemal im Ersten Weltkrieg Istanbul und damit die
Türken vor dem Zugriff der Alliierten. Das hat die Stadt am Nordostausgang der
Dardanellen-Meerenge berühmt gemacht. Heute beherbergt der Ort einen
geschäftigen Fährhafen, und nur in der Hochsaison sind die Sandstrände
dichtbevölkert.

Eine gewaltige Brise geht in unsere Nasen
An der Meerenge herrscht heut starker Wind und die Gischt peitscht an
die Kaimauer. Am Hafen ist ein geschäftiges Treiben und wir fühlen uns
so mittendrin ganz wohl. Die Auslagen der Restaurants locken mit
reichlich Fisch. Und so kehren wir ein. Die Vorspeisen sagen uns ganz
besonders zu. Abends übernachten wir am Leuchtturm, der sich an der
Steilküste befindet. Wir haben einen herrlichen Blick von hier oben auf
die Dardanellen

erster Kontakt mit der türkischen Küche
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| Eddy: "Türkei 2007"
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Prima, das sind Reiseziele , die nicht jeder anfährt.
Bitte mehr.
Gruß Eddy
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Sonntag,06. Mai 2007

Auf Wiedersehen Europa
Wir nehmen in Eceabat die Fähre zum asiatischen Teil der Türkei, weil es von
hier aus die günstigste Überfahrt zur türkischen Ägäisküste ist. Auf dem
wasser herrscht reger Schiffsverkehr, denn die Dardanellen-Meerenge ist die
Zufahrt nach Istanbul und weiter zum Schwarzen Meer. Das Ticket kostet 26,50
YTL. Es dauert keine 20 Minuten, und schon legen wir in Canakkale an.

Überquerung der Dardanellen-Meerenge
Die Hafenstadt Canakkale bewacht den Zugang zu den Dardanellen. Überhaupt ist
das Militär in dieser Region sehr stark präsent

In den Straßen von Canakkale
Der Bummel durch das Straßengewirr gefällt uns sehr. Überall kleine Geschäfte
und es duftet überall sehr lecker nach Essen. Insbesondere die Mezeler
(verschiedenste Vorspeisen) in den Auslagen sehen sehr verlockend aus. Bei
einer der Bäckereien steht die Tür auf und schwupp, macht Herbert ein Foto.
Der Bäcker kommt und will uns ganz überschwenglich seine Backstube zeigen. Der
Raum besteht eigentlich nur aus einem Steinofen und einem Tisch in der Mitte,
worauf der Teig ausgerollt wird.

Eine Bäckerei

Geparkt hatten wir in einer der Seitenstraßen. Als wir zurückkommen, hat sich
ein Gemüsehändler direkt vor unser Wohnmobil gestellt. Er will uns zu einem
Gemüsekauf überreden. Da wir aber noch genügend Vorräte haben, müssen wir
dankend ablehnen.
 Von Gemüsehändlern zugeparkt
Wir fahren weiter Richtung Troja. An den Straßen winken uns oft die
Bauern und Hirten zu. Dort angekommen, müssen wir eine Schranke
passieren und erst einmal 27 YTL Eintritt zahlen. Im nachhinein ist es
wieder eine Ansammlung von Steinen, wie wir es von Griechenland her
kennen. Wir Kulturbanausen können damit wenig anfangen. Das Trojanische
Pferd ist am Eingang aufgebaut und man kann in das fast haushohe
hölzerne Pferd hineinsteigen und sich vorstellen, wie die griechischen
Krieger so ins belagerte Troja gelangten

das Trojanische Pferd
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| Beduin: "Türkei 2007"
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Supi, hast mir eine grosse Freude gemacht :)
Ich war mit meinem T2 und meinen beiden Kindern 1996 das erste und letzte mal da unten und will unbedingt wieder hin, aber bitte nicht mehr im Hochsommer
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Montag,07. Mai 2007
 Blick auf Ayvalik
Beim Einkaufen treffen wir ein Paar aus Bayern, die uns fragen, ob wir von
Süden kommen. Wir bemerken, dass wir Öl verlieren. Also werden wir irgendwann
eine Mercedes Werkstatt finden müssen. Mittlerweile sind die Straßen auch
nicht mehr gut. Sie haben einen komischen Belag, der im Wohnmobil ein endloses
Gerappel verursacht. Obwohl kein einziges Schlagloch zu sehen ist
 Hafen von Ayvalik
Am späten Vormittag erreichen wir Ayvalik. Wir halten an der Dolmus-Station
etwas außerhalb, und gehen aber dann doch zu Fuß in die Stadt. Es ist sehr
lebhaft hier, insbesondere auf dem Basar. Von einem alten Mann kaufen wir 2
Simit, diese Sesamkringel, von denen Annette schon eine ganze Zeit schwärmte

dichtes Gedränge auf dem Basar
Die Fußgängerzone wurde gerade neu gepflastert, es wird einmal sehr schick
aussehen. Lange Strände mit Buchten und Inseln machen Ayvalik zum
meistbesuchten Badeort an der Ägäisküste nördlich von Foca
 Straßenarbeiter machen Pause

Sicht vom Aussichtspunkt Seytan Sofrasi (Teufelstisch)
Wir fahren über einen Damm auf die Alibey-Insel. Vom Aussichtspunkt können wir
die Inseln überblicken und sehen Buchten, wo wir für die nächsten Tage
ungestört sein können. Wir kämpfen uns über schlechte Straßen zu einer kleinen
Bucht, wo wir für uns allein stehen. In ca. 2 km Entfernung ist der kleine Ort
Salimsakli, wo wir einkaufen können.
 stellplatz für uns allein N39°16.355 E026°36.980
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Mittwoch,09. Mai 2007

Auf dem Weg ins Dorf
Nach dem Frühstück rappeln wir uns auf, um ins Dorf zu gehen. Am Busplatz
vorbeikommend, sehen wir, wie zwei Männer ein Schaf am Boden halten.
Interessiert gehen wir näher und erleben die Schlachtung eines Schafes
zwischen den Bussen. Eine große Blutlache bildet sich auf dem Asphalt. Nach
einer Weile wird es unter einen Baum in den Schatten zum Ausbluten gelegt.

Busfahrer schlachten ein Schaf

Das Blut fließt auf den Asphalt

im Schatten blutet es aus
Im Dorf gibt es zwei kleine Läden. Der Besitzer ist sehr freundlich und hilft
beim Einpacken der Ware. Die Preise sind billig und die Tomaten ganz frisch.
Dann schauen wir uns noch ein wenig in den Straßen um. Es ist sehr wenig los,
wir sind fast die einzigen

beladen geht es zurück
Zurück nehmen wir die Straße, während wir auf dem Hinweg am Strand
entlanggingen. Herbert legt die Flossen bereit und will damit hinausschwimmen.
Annette traut sich heute nicht hinein und macht stattdessen ein paar Fotos.
Dann sitzen wir auf den Felsen, lassen die Füße ins wasser baumeln, erzählen
uns was und sind gespannt, was uns in der
Türkei alles erwarten wird.

Herbert probiert die Ägäis
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Donnerstag,10. Mai 2007

Wassertanken an der Minibus-Station
Heute reisen wir weiter. An der Busstation fragen wir, ob wir wasser tanken
können. Natürlich können wir, sehr überschwenglich und wortreich sind sie uns
behilflich. Es ist geradezu amüsant, welch ein Tumult ausbricht. Auch werden
wir auf einen Tee eingeladen. Wir hätten auch unser Wohnmobil dort waschen
können.

Badebucht bei Dikili
Es geht Richtung Izmir. Dann biegen wir nach Dikili ab, und in Dikili
nehmen wir dann die Küstenstraße. Sehr kurvenreich und auf schlechten
Straßen haben wir dafür aber herrliche Blicke auf die Buchten und das
Meer. Es ist sehr heiß heute. Überall finden wir Häuseranlagen, die wie
aus dem nichts entstanden sind. Wir fragen uns, ob sie wohl jemals
bewohnt sind

Bauten einer Tourismus-Kooperative

Schafe als Blumenvasen?
In Candarli halten wir wieder an und schauen uns in den Straßen um. Der
Gemüsemarkt gefällt uns. Es sieht alles sehr beschaulich aus im Ort.

Gemüsemarkt in Candarli
Irgendwann sind wir hungrig, bzw. riecht alles zu verführerisch, als dass wir
nicht irgendwo einkehren würden. Das wasser kommt in einem Joghurtbecher mit
Silberdeckel. Sehr komisch. Das Essen schmeckt wie immer in der Türkei sehr
gut. Später gehen wir dann noch ins internet Café und lesen ein wenig die
deutschen Zeitungen online, da wir in den letzten Tagen kaum Fernsehempfang
haben und die Nachrichten nicht mehr verfolgen können. Unser Videotext geht
somit auch nicht mehr.

Eine kleine Zwischenmahlzeit

im internet-Café

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| kalimera: "Türkei 2007"
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Freitag,11. Mai 2007

Blick aus unserem Schlafzimmerfenster am Morgen
Nicht nur, dass wir diesen schönen Blick vom Bett aus haben, wird Herbert nun
morgens immer mit Günaydin geweckt. Das heißt nicht etwa Ich liebe dich,
sondern schlicht Guten Morgen. Wir stehen sehr früh auf und fahren um 6:30 Uhr
weiter. Vor Izmir kommen wir in den morgendlichen Berufsverkehr. Von weitem
sehen wir den Smog, der die Stadt wie eine Glocke bedeckt. Wir wollen die
Stadt Izmir mit seinen 2,2 Mio. Einwohnern sobald als möglich hinter uns
lassen und nehmen die Autobahn zur Halbinsel Cesme. Die Autobahngebühren für
die 70 km betragen gerade mal 1,75 YTL (knapp 1 EUR).

Bäckerei in Cesme
In der Umgebung von Cesme gibt es viele Sandstrände. Fragt sich nur, ob wir
irgendwo für uns allein stehen können. Zuerst einmal schauen wir uns die Stadt
Cesme an. An der Burg entlang gehen wir in die Altstadt und schauen rein aus
Neugier in einen Teppichladen. Danach fragen wir in der Tourist Information,
wo die besten Strände sind. Uns werden aber nur die öffentlichen Strände
gesagt, und so gehen wir selbst auf Entdeckungsfahrt

einer der Sandstrände auf Cesme
Es ist erschreckend, wieviel Betonburgen, die nicht bewohnt sind, überall in
der Wildnis verbaut wurden. Manche Anlagen mit bis zu 50 identischen Häuschen
sind schon wieder am Verfallen, bevor sie jemals fertiggestellt wurden. Wir
haben den Luxus, uns am Nachmittag aufs Bett zu legen. Danach fahren wir
wieder in die Stadt

ein Anruf nach Europa
In der Post kaufen wir eine Telefonkarte für Deutschland, weil wir hier in der
Türkei keinen Telefonempfang mehr haben. Annette muss ihre Freundin anrufen,
die ja unsere Wohnung und Post hütet, ob alles in Ordnung ist.

Die Festung von Cesme
Nachdem es dunkel ist, bummeln wir noch ein wenig im Yachthafen herum. Es ist
noch wenig los. Generell kommen hier wohl auch eher nur Izmirer Leute für die
Ferien her.
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Samstag,12. Mai 2007

Unsere rollende Ferienwohnung wird gebadet
Wir verlassen Cesme und tanken unterwegs. Wieder zeigt sich die Freundlichkeit
der Türken. Er bietet uns einen Tee an und schlägt uns vor, unser Wohnmobil zu
waschen, weil es doch mittlerweile sehr verstaubt ist. Gern nehmen wir das
Angebot an. Die Wäsche ist kostenlos, wir geben dann dem Wäscher ein kleines
Bakschisch von 10 Lira. Dabei fragen wir auch noch, ob er sich mal die Ursache
unseres Ölverlusts anschauen kann. Er sagt, es sei sehr geringfügig und wir
könnten beruhigt weiterfahren.

Sheraton-Strand bei Ilica
In Ilica schauen wir uns einmal den Sheraton Strand an. Sehr schön und breit,
aber nichts für Wohnmobilisten. Herbert schlägt vor, auf der anderen Seite der
Halbinsel einmal nach einem schönen Strand zu schauen

Frühstück auf der Strandmauer
Hinter Alacati wundern wir uns über die sehr gut ausgebaute Küstenstraße. 2 km
hinter einem Yachthafen sehen wir eine herrliche Bucht. In dieser Bucht wurde
irgendwann einmal angefangen, eine Bar oder dergleichen zu bauen. Wir sehen
Überreste des Fundaments.

Eine traumhaft schöne Bucht nur für uns N38°14.369
E026° 22.381
Sofort ist uns klar, dass wir hier für ein paar Tage bleiben wollen. Nach
Wochen des Weißbrots haben wir einmal wieder Appetit auf Vollkornbrot.
Schwupps, sind generator und Backautomat ausgepackt und es kann beginnen. Dem
Vollkornbrot zum Abend steht nichts mehr im Wege.

selbstgebackenes Brot
Welch ein Genuss. Frisch von Annettes Bäckerei, nur mit Tomaten und Zwiebeln.
Ganz spartanisch

Auf unserer Ferienterrasse beim Abendessen
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Mittwoch,16. Mai 2007

Diese Ampel zeigt die Sekunden der Rot- bzw. Grünphase
Wir schlafen sehr lange, arbeiten am Reisebericht und kommen gar nicht in
Gang. Heute haben wir Bodrum auf dem Plan. Oft finden wir an großen Kreuzungen
Anzeigen für die Restdauer der Rot- bzw. Grünphasen in Sekunden. Wenn Annette
etwas aus dem kühlschrank holt, sagt ihr Herbert, du brauchst dich nicht zu
beeilen, du hast noch 27 Sekunden.

bäuerliche Einkehr am Bafa Gölü See
Am Bafa Gölü See wollen wir eine Kleinigkeit essen. Endlich kommt eine kleine
gartenähnliche Einkehr. Nach ein paar türkischen Begrüßungsfloskeln zeigt man
uns das einzige Gericht, was sie anzubieten haben. Wir willigen ein und setzen
uns.

Türkisch Pizza mit Lauch, Dill und Käse gefüllt
Es gibt eine Art Pizza aus dem Steinofen, gefüllt mit Brennesseln oder Lauch,
und Dill und Schafskäse. Dazu gibt es in Kaffeetassen für Annette Ayran (eine
Art Buttermilch) und für Herbert Cola. Besteck gibt es keines. Als Nachtisch
wird uns eine Untertasse mit Erdbeeren gereicht, von der wir uns eine Erdbeere
nehmen dürfen.

Die Pizza wird auf offenem Feuer gebacken
Trotz der wirklichen Einfachheit fühlen wir uns wohl und hoffen, noch weitere
solcher Erlebnisse auf unserer Reise vorzufinden. Das Ehepaar ist sehr
freundlich, und obwohl sie beide nur türkisch sprechen, können wir uns mit
Annettes Türkischkenntnissen gut verständigen.

Waschgelegenheit nach dem Essen mit Fingern

Esel als Verkehrsteilnehmer
Das ganze Land ist voller Fotomotive, kaum dass wir die Kamera einmal aus der
Hand legen können. An Bodrum vorbei fahren wir nach Turgutreis. Nach einiger
Suche finden wir am Ende des Yachthafens einen Parkplatz mit Blick aufs
wasser. Wir stehen direkt am Eingang zu einem sehr gepflegten Park, mit Blick
über das wasser zur Insel Kos.

Blick von unserem Platz für die Nacht in Turgutreis
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Donnerstag,17. Mai 2007

Blick auf Turgutreis
Die Gepflegtheit der Stadt gefällt uns so gut, dass wir uns entschließen,
einen weiteren Tag hier zu verbringen. Die Marina und Promenade sind sehr
mondän, sehr schick. In den Sommermonaten ist hier sicher der Teufel los

der schicke Yachthafen
Es wird immer heißer, sodass wir gegen Mittag wieder zurückgehen. Am Eingang
zum Park wird ein großes Banner von Atatürk angebracht, auch hören wir laute
Musik aus dem Park. Plötzlich kommt ein Pickup Truck mit 6 oder 7 Männern, die
wie Schafe auf der Ladefläche hocken.

Eine Ladung Prominenz
Schnell ist Herbert mit der Kamera dabei und fragt, ob er sie fotografieren
dürfe. Freundlich willigen sie ein und stellen sich für ein Foto zusammen.
Herbert versucht, ihnen klarzumachen, dass die Sonne genau entgegengesetzt
steht. Also gehen die Herrschaften bereitwillig mit ihm durch das Tor in den
Park und das Foto kann geschossen werden.

Die Herren posieren für uns

sehr schöne Parkanlage

ein türkisches Picknick neben unserem Wohnmobil

Abendstimmung im Yachthafen
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Freitag,18. Mai 2007

Burg von Bodrum
Wir fahren zurück nach Bodrum. Die Straße dorthin ist sagenhaft schlecht, weil
wir nicht die Hauptstraße nehmen. Einen Badeplatz werden wir wohl hier in der
'Touristenhochburg nicht finden. Zwischen zwei Buchten bauten im frühen 15.
Jh. die Johanniterritter ihre Burg und nannten sie (nach dem Schutzheiligen
St. Peter) Petronium, daraus wurde der Name Bodrum.

Wir kurven ein wenig durch die Stadt, bis wir etwas oberhalb einen Parkplatz
unter Bäumen finden. Von dort ist es recht nah zum Hafen. Nirgends haben wir
bisher so viele schöne und mondäne Segelschiffe aus Holz (Zweimaster) gesehen,
die man auch chartern kann. Hier sind nicht so wie in St. Tropez die
Motoryachten, sondern diese Segelyachten der Mittelpunkt

Holzsegelschiffe zum Chartern
Von Bodrum aus gehen die Fähren zur Insel Kos. Auch hier hören und sehen wir
wieder viele Engländer. Der Häuserstil erinnert uns an denjenigen der
griechischen Inseln. Alles weiß gekalkt und allerliebst. Die Blumenpracht
kommt richtig zur Geltung. Es scheint aber auch ein Ort der Reichen zu sein.
Für uns hat Bodrum nichts besonders interessantes zu bieten und so fahren wir
weiter

Es geht in die Berge. Die Straße wird schlecht und es geht immer bergan. Unser
Kühlwasser wird bedrohlich heiß, sodass wir eine Pause einlegen müssen.
Draußen sind es 35 Grad. Dadurch, dass die Straßen etwas schlecht sind, sind
wir auch ein wenig genervt, das Gerappel auf den Straßen macht uns mürbe und
wir sind es leid.& Irgendwann sehen wir ein Hinweisschild &Akyaka Plajler&.
Annette weiß, dass Plajler Strände heißt, und so biegen wir ab. Zum Abschluss
des Tages finden wir denn doch noch einen herrlichen Platz in einer Bucht
direkt am wasser

Unser stellplatz in Akyaka Plajler N37°03.094& E028°18.670
Nach 6 Wochen fern der Heimat und einiger Zeit ohne Fernsehen mit der
Tagesschau haben wir großen Appetit auf die& deutsche Sprache. Wir
schließen unseren iPod an und hören alte Schlager, den Auftakt macht Caterina
Valente mit "Sag mir Quando, sag mir wann". Uralte Sachen aus den 50er und
60er Jahren, so richtig trutschig, wie Annette immer sagt. Wir werden
richtiggehend sentimental. Und zwischen kühlschrank und Abwäsche tanzen wir
sogar bei den flotteren Stücken

Unsere Ferienwohnung ist überall
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Samstag,19. Mai 2007

Der Tag beginnt mit einem solchen Anblick
Auf der Weiterfahrt kommt wieder ein Stück vierspuriger Straße. Wir sehen
einen Türken, der von der Fahrbahnmitte eine größere Schildkröte (von etwa 30
cm) wegträgt. Ihre Beine strampeln in der Luft. Wir freuen uns über diese
liebe Geste und Umsicht des Mannes. Überhaupt haben wir jetzt schon manche
Schildkröte gesehen.

Buchten bei Göcek
Von der Straße sieht man herrliche Buchten. Leider für unser Wohnmobil
unerreichbar. Nach langer Zeit haben wir einmal wieder ein ausgiebiges
Frühstück, auf einem Rastplatz bei Göcek.

Blick von Fethiye auf die Berge
Trotz ihrer etwa 50.000 Einwohner wirkt die Stadt Fethiye nicht so riesig. Die
Hotels sind alle außerhalb. Wir können direkt an der Promenade parken. Im
Hafen werden Touren angeboten für eine Zwölf-Insel-Fahrt. Es ist eine Rundtour
von Badeplatz zu Badeplatz, Faulenzen in schönster Form

Wer wird hier wohl der Sampiyon
Bei einer Teestube unter Bäumen schauen wir den Männern bei einem Spiel
über die Schulter. Es ähnelt stark unserem Rommé. Hier wird aber mit
Steinen gespielt. Schnell werden Stühle gerückt, und zwei Atemzüge
später halten wir auch schon ein Teeglas in der Hand. Wir bleiben eine
Weile sitzen und verfolgen das Geschehen

Ein Bücherstand in vielen Sprachen
Und wer hätte es gedacht (außer uns selbst): Auf der Promenade finden
wir doch tatsächlich einen Bücherstand mit gebrauchten internationalen
Büchern. Wir stöbern ein wenig und kaufen dann 3 Bücher. Zurück an Bord
kocht Herbert einen Lammbraten mit grünen Bohnen. Er lässt es 2 Stunden
brutzeln. Es schmeckt uns sehr, aber danach sind wir so faul, dass wir
keine Lust verspüren, die Hafenpromenade zu verlassen. Also entschließen
wir uns, hier zu bleiben und zu übernachten.

Übernachtung an der Hafenpromenade von Fethiye
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Sonntag,20. Mai 2007

morgens in Fethiye
Der Tag fängt gut an. Morgens um 5 Uhr beginnt der Singsang und Allah wird in
allen Tonlagen gepriesen (vom Tonband, versteht sich). Und wir liegen im Bett
und wollen noch nicht aufwachen, zumal unsere Schlafzimmeruhr erst 4 Uhr
anzeigt, denn wir haben sie nicht umgestellt. ER ist der Allahgrößte,
das wissen wir nun, aber mein Gott, fünfmal am Tag, als wären wir dement.</p>

Fitness-Center an der Promenade von Fethiye
Herbert will noch eine Fontäne fotografieren, und dabei sieht er, wie sich ein
paar Türkinnen an Fitnessgeräten zu schaffen machen, in ihren Pluderröcken und
mit Kopftüchern. Es ist ein sehr erstaunlicher Anblick für uns, zumal die
Geräte direkt an der Uferpromenade stehen.

Blick auf Kalkan
Es ist sehr heiß und wir haben gar keine rechte Lust zum fahren. In Kalkan
erblicken wir wieder das Meer und der Ort sieht von oben sehr schön aus. Durch
sehr enge Gassen winden wir uns hinunter zum Hafen. Plötzlich geht es nicht
mehr weiter. Vor uns parkt ein LKW und wir kommen nicht daran vorbei. Nach 10
Minuten und etlichem Hupen hinter uns wird der Fahrer ausfindig gemacht und
wir können endlich weiter. Unten am Hafen fragen wir uns, wie wir jemals diese
steilen Gassen wieder hinaufkommen sollen.

Eine kleine Erfrischung N 36°15.736 E 029°24.733
Beim Durchwandern des Ortes finden wir dann noch 2 Franzosen, die mit
ihren Wohnmobilen etwas abseits vom Hafen stehen. Wir gehen zurück und
stellen unser Wohnmobil dazu. Endlich holen wir die Melone aus dem
kühlschrank, die wir schon 2 Tage vorher gekauft hatten. Es gefällt uns
gut hier, und wir werden wohl morgen auch noch hier bleiben

unsere Abendterrasse
Abends hören wir eine Höllenmaschine. Ein Pickup fährt mit einer Art generator
auf der Ladefläche und versprüht eine Nebelwolke. Wir nehmen an, dass es sich
um einen Insektenvernichter handelt, denn Mücken gibt es hier kaum. Generell
haben wir hier in der Türkei mit wenig Ungeziefer zu kämpfen.

Insektenvernichter besprühen den Ort
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| kalimera: "Türkei 2007"
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Montag,21. Mai 2007
Etwa 50 Meter von uns befindet sich eine terrassierte Badeplattform, über die
man sehr gut ins wasser steigen kann. Wir sind erstaunt, wie warm das wasser
hier ist, gegenüber unserem letzten Sprung ins Meer. Wir nehmen unsere Flossen
und schwimmen weit hinaus.
Nachmittags bummeln wir wieder durch die Gassen. Kalkan, das früher ein
Fischerdorf war, ist mit seinen weißgekalkten Häusern und
blütenduftenden Terrassen ein malerisch schöner Ferienort geworden.
Alles ist für den englischen Tourismus eingerichtet. Die Preise sind
sogar in Pfund angegeben

In den Gassen von Kalkan


es geht ganz schön bergan
Allmorgendlich sammeln Boote die Touristen ein, um sie zu kleinen Badebuchten
und Stränden zu fahren. Abends wird sich dann in den kleinen Tavernen
vergnügt. Diesen Ort würden wir als Geheimtip empfehlen. Schade nur, dass der
Flughafentransfer von Bodrum sehr langwierig ist. Ein Kellner erzählt uns von
ca. 6 Stunden

Hafen von Kalkan
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