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willi_chic: "Elektroauto ?"
Schlagzeile der VDI-Nachrichten von heute:

wer Elektroautos für marktreif erklärt, handelt verantwortungslos

daraus seien einige Aussagen zitiert

-- bis zu einer breiten Elektrifizierung wird noch viel Zeit vergehen, alle die etwas anderes behaupten, kennen entweder den Stand der Technik nicht oder handeln aus welchen Gründen auch immer verantwortungslos

-- selbst in 2015 müssen Sie für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug der Golf-Klasse mit rund 8000 bis 12000 € für die batterie rechnen

-- in wenigen Jahren werde in der Golf-Klasse ein Diesel mit einem verbrauch von 3l/100km möglich sein

-- ein Elektroauto wäre heute in Deutschland bei gegebenem Energie-Mix in der gesamten CO2 Bilanz schlechter als ein sparsamer Diesel

-- Faktoren wie Lebensdauer der Batterien, Ölpreis oder eine "Fahrstromsteuer" sollte bedacht werden

-- Investitionen von bis zu 7000 € und Wartungskosten von 150 € jährlich für öffentliche Ladestationen stehen bei 2-3 Std. Ladezeit und und 3 Kunden nur 1200 € Jahresumsatz gegenüber

klaus
Anzeige: "Elektroauto ?"
cojo: "Elektroauto ?"
ja Klaus,

ein Elekroauto würde nur Sinn machen wenn die Energie für die Herstellung mindestens CO² neutral und relativ umweltschonend hergestellt wird. Das gleiche gilt natürlich auch für die Antriebsenergie.

Daher ist der Focus auf neue Antriebstechniken zwar wichtig aber zweitrangig nach dem Umbau der Primärenergieerzeugung.

Mit anderen Worten sollte die Kirche im Dorf gelassen werden, solange die meißten noch im Dorf wohnen.

Gruß Jörg
macagi: "Elektroauto ?"
Guten Morgen,

Nicht nur der VDI schreibt darüber:

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So was finde ich momentan viel interessanter, speziell für Womo Fahrer:

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macagi: "Elektroauto ?"
Hmmm, jetzt fehtl mir wieder der 'Edit' Knopf an der eben abgesandten Message.......

Was übrigens auch für Elektroautos spricht - aus Verbrauchersicht - ist der vermutlich weitaus geringere Wartungsbedarf der Technik.

Man bedenke: kein getriebe, keine Kolben, kein Ölwechsel, usw. Die Werkstätten bzw Händler dürften sich also NICHT freuen, also ein 'driver' in die eher konventionalle Richtung.
marlin 56c: "Elektroauto ?"
Na, da muss man doch mitreden, wenn man lieber macht, als zu schnacken:
"bis zu einer breiten Elektrifizierung wird noch viel Zeit vergehen, alle die etwas anderes behaupten, kennen entweder den Stand der Technik nicht oder handeln aus welchen Gründen auch immer verantwortungslos"
Verantwortungslos ist allenfalls, weiter auf Dinotechnik zu setzen und den Blick auf Entwicklungsmöglichkeiten mit Wortmüll zuzustellen.

"selbst in 2015 müssen Sie für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug der Golf-Klasse mit rund 8000 bis 12000 € für die batterie rechnen"
Stimmt vermutlich leider, und das je nach Fahrleistung mehrfach in der Lebensdauer eines durchschnittlich genutzten PKW. Speichertechnik ist der Knackpunkt beim E-Antrieb.

"in wenigen Jahren werde in der Golf-Klasse ein Diesel mit einem verbrauch von 3l/100km möglich sein"
Mein Audi 80 Avant TDI mit Uralttechnik schaft schon seit fast 20 Jahren unter 5 Liter, was also macht 3l/100km in einem Golf beindruckend?

"ein Elektroauto wäre heute in Deutschland bei gegebenem Energie-Mix in der gesamten CO2 Bilanz schlechter als ein sparsamer Diesel"
Mein City-El verbraucht auf 100 km für 1 € Strom aus einem Wasserkraftwerk in Norwegen...

"Faktoren wie Lebensdauer der Batterien, Ölpreis oder eine "Fahrstromsteuer" sollte bedacht werden"
Genau, denn wie wir alle wissen, wird der Ölpreis ja weiter sinken...

"Investitionen von bis zu 7000 € und Wartungskosten von 150 € jährlich für öffentliche Ladestationen stehen bei 2-3 Std. Ladezeit und und 3 Kunden nur 1200 € Jahresumsatz gegenüber"
Ich fahre dann schon mal ohne öffentliche Ladestationen, träume noch eine Weile von 2-3 Std. Ladezeit und trage die 1200 € derweil zu anderen Abnehmern von Penöken. Mein Pedelec mit 10 A, 26V Lition und 250 Watt Motor benötigt übrigens für eine Schnellladung 5-6 Stunden. So ein Akku kostet 200 €. Wer mag, kann ja mal auf 90 KW hochrechnen.

Grüße,

Christoph :D
willi_chic: "Elektroauto ?"
marlin 56c hat folgendes geschrieben::
Mein City-El verbraucht auf 100 km für 1 € Strom aus einem Wasserkraftwerk in Norwegen...

find ich echt lustig
glaubst Du wirklich wenn Du in köln ein Bier in den rhein kippst daß Du das in Düsseldorf wiederfindest?

grüße klaus
marlin 56c: "Elektroauto ?"
Na ja, die Kölner behaupten ja standhaft, der Schnee, der sich im Düsseldorfer wasser nachweisen lässt, kann nicht aus köln sein.
Und die radioaktiven Partikel in der Elbmarsch stammen auch nicht aus Brunsbüttel, sagen die Brunsbütteler. Der Größte Witz ist aber, dass der Ökostrom aus Norwegen billiger ist als der EON-Strom aus dem Normalen Mix. Der mit Abstand allergrößte Brüllwitz ist aber, dass der BUND eine Studie in Auftrag gegeben hat, die zum Ergebnis hat, dass meine CO2-Schleuder-Nachtspeicheröfen mit Abstand die preiswerteste Heizform darstellen, obwohl die EON gerade die Bezugspreise um 35% erhöht hat.
:D
marlin 56c: "Elektroauto ?"
Ernsthaft: Warum soll ich das Bier wiederfinden. Klar ist doch: Bier schmeckt nach was, wasser nicht. wasser mit Bier ist also besser, als ohne.
Natürlich trink auch ich lieber Bier ohne wasser. Drum kaufe ich mein Bier ja auch in Flens, wie den Ökostrom mit wasser... :D
Seekater: "Elektroauto ?"
marlin 56c hat folgendes geschrieben::
Na, da muss man doch mitreden, wenn man lieber macht, als zu schnacken:
(...)
Wer mag, kann ja mal auf 90 KW hochrechnen.


willi_chic hat folgendes geschrieben::
marlin 56c hat folgendes geschrieben::
Mein City-El verbraucht auf 100 km für 1 € Strom aus einem Wasserkraftwerk in Norwegen...

find ich echt lustig
glaubst Du wirklich wenn Du in köln ein Bier in den rhein kippst daß Du das in Düsseldorf wiederfindest?

grüße klaus


Lustig empfinde ich das auch, doch falsch ist daran erstmal nichts - auch wenn die in Christoph's Beitrag genannten Fahrzeuge "Pedelec Elektrofahrzeug" und ein "Elektro-Golf" schon Äpfel und Birnen sind.

Den ideellen Ansatz einen Stromvertrag mit einem Norwegischen Wasserkraftwerk (Versprechen) zu haben finde ich o.k., die Leute dort erhalten dadurch zumindest bares für Ihre 0-Emission-Anstrengungen, auch wenn das in Deutschland man nur glauben kann, wenn die Energie aus dem Verbundnetz herauskommt. Den Öko-Strom einfärben oder "wiederfinden" brauchen wir trotzdem nicht - sondern nur genügend viele die mitmachen. Doch es werden ja auch bei uns Offshore-Windparks gebaut.....

Zum Pedelec-Elektro-Golf-Vergleich:
Je geringer der Komfort (Elektrofahrrad) desto mehr läßt sich natürlich mit dem heutigen Stand der Stromspeicherung machen. Der VDI-Artikel geht dagegen vom heutigen PKW-Komfort aus. Unter dieser Voraussetzung stimmt der Artikel. Allerdings halte ich die Voraussetzung für falsch: Vieles des heutigen PKW-Standards benötigt man nicht wirklich, und es macht auch Spaß zu fahren, wenn keine "17" Stellmotoren in den Sitzen versteckt sind. Insofern ist der "Golf-Standard" nach meinem Empfinden die falsche Meßlatte.
Doch trotzdem ist der VDI-Artikel richtig: Denn auf Komfort verzichten kann nicht nur das Elektroauto, sondern auch der Verbrennungsantrieb. Mit 1 Liter Sprit kann man weit über 1.000 km fahren (Shell-Öko-Wettweberb) - natürlich mit 0 Komfort. Der Wettbewerb der beiden Systeme dürfte also tatsächlich noch länger anhalten. Und das ist auch gut so, denn das ermöglicht uns einen allmählichen Übergang zwischen den Systemen, wenn nicht der Massenmarkt wäre und alle sich am anderen orientieren.

Spannend dürfte somit die Komfortdiskussion werden: Auf wie wenig Komfort während der Fahrt sind wir bereit uns einzulassen. Und das fängt schon im nächsten winter (Heizung während der Fahrt) an spannend zu werden - Themen wie "Isolation der Fahrgastzelle" sind soweit ich weiß noch gar nicht wirklich besetzt. Zu selbstverständlich sind beständige PS-Steigerungen und das "Übliche" eines Automobils geworden. Für mich ist ein kleiner effizienter Motor wichtiger geworden, als eine Ausstattungstabelle. Mal sehen, wann die etablierte Kfz-Industrie das begreift. Je länger dieser Zustand anhält, desto mehr werde ich bereit sein im Komfort 'runter zu gehen. Ich fände es jedenfalls sehr schön, wenn die heutige Uniformität der Fahrzeuge etwas vielfältiger würde.


Jedenfalls gut zu wissen, daß der Elektroroller (für die Womo heckgarage ?) schon Realität ist. Danke für die Information.

Schöne Grüße
Seekater
Maxima: "Elektroauto ?"
Noch ein Kommentar zum Elektroauto und noch viel wichtiger, aber unbedingt dazu gehörig zur Infrastruktur.
Es wurde zwar viel gesagt über die Technik des Autos, nicht erwähnt aber wurde ein anderer ganz entscheidender Aspekt für die Entwicklung und später die Vermarktung von e-cars. Nämlich die Tatsache, dass in der ganzen Welt die Industriestaaten immense Summen in Form von Fördermitteln in die Erforschung und Realisierung von e-cars stecken und dem Aufbau der dazu gehörigen Infrastruktur (smart greds, Tankstellen, ....). Alleine diese Tatsache ist ein wesentlicher Impuls dafür, dass diese Technologie kommen wird. Alleine bleibt offen, in welcher zeitlichen Abfolge. Prognose: frühestens in ca. 10 Jahren, abgesehen von Kleinstserien und Feldversuchen.
Da ändert auch das 3-Liter-Auto nichts, denn, die Ölreserven gehen irgendwann zu Ende. Der Grund: die Erzeugung und die Verteilung von Energie in elektrischer Form dürfte auf unabsehbare Zeit unschlagbar sein.
LG
Maxima
Maxima: "Elektroauto ?"
Während in Deutschland marode und unzeitgemäße Unternehmen am Tropf hängen, wird in den USA in die Zukunft investiert.

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LG
Maxima
Maxima: "Elektroauto ?"
Ob es wirklich eine Investition in die Zukunft ist? Das wird sich erst noch zeigen müssen!
macagi: "Elektroauto ?"
man wird auf die Chinesen aufpassen müssen:

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Aufladen auf 60 bis 80% in 8 Minuten!

Scheint mir die erste richtige Anwendung von LiFe Akkus zu sein, mal abgesehen vom Modellbaubereich.
Maxima: "Elektroauto ?"
Man sollte alle Waren aus China boykottieren, solange die ihre Dichter und Denker einsperren! :twisted:
LG
Maxima
cojo: "Elektroauto ?"
macagi hat folgendes geschrieben::
man wird auf die Chinesen aufpassen müssen:

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Aufladen auf 60 bis 80% in 8 Minuten!

Scheint mir die erste richtige Anwendung von LiFe Akkus zu sein, mal abgesehen vom Modellbaubereich.


ja, ja dann ist das so wie bei den Händyakkus die sich dann auch mal ganz schön schnell entladen, nämlich explosiv.

Aber der Staat hat sich in den westlichen Ländern früher stark beteiligt am Aufbau des Eisenbahnnetzes, des Schnellstaßennetzes sogar heute noch maßgeblich, am Telefonnetz, am Stromnetz, am Tankstellennetz und natürlich an den Ausrüstungen der Netze.
Das sollten sich unsere, besser noch die europäischen Politiker zu Herzen nehmen, um die notwendige Umgestaltung der individuellen Infrastruktur zu bewältigen, auch wenn dadurch ein paar Konzerne pleite gehen würden.

Achso für so was war früher auch nie Geld da, aber es wurde trotzdem gemacht. Und jüngst hat es auch ganz gut in der grünen Energiepolitik geklappt, das hatten vor 10 Jahren nur Enthusiasten geglaubt.

Gruß Jörg
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