Türkei_2009: Black-Sea-Tour
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Am 07.06.2009 fuhren wir weiter Richtung Osten. Über Gerze und Yakakent kamen wir nach Bafra. Bafra liegt in einem fruchtbaren Schwemmland-Gebiet, hier wird Tabak und bekömmlicher Reis angebaut. Ab hier treten die Berge in den Hintergrund und – ab hier beginnt der „Black-Sea-Highway“. Er ist ab hier durchgehend bis zur georgischen Grenze. Es war ein richtig neues Fahrgefühl. Wir fuhren weiter auf dem Highway durch Samsun. Samsun, die größte Stadt der türkischen Schwarzmeerküste, ist ein Industrie- und Handelszentrum, geprägt durch den großen Handelshafen. Die Stadtdurchfahrt machte keine Probleme. Über Terme kamen wir nach Ünye. Eigentlich wollten wir hier ein paar Tage bleiben, machte es doch auf uns einen sympatischen Eindruck. Aber bei der Besichtigung des Campingplatzes haben wir uns dann anders entschieden. Der Platz liegt zwar direkt am Meer, ist aber klein und der Highway führt knapp oberhalb des Platzes vorbei. Wir entschlossen uns deshalb noch weiter zu fahren. Ab Ünye beginnt die Türkische Haselnussküste. Rechts der Straße findet man riesige Haselnussplantagen. Über Ordu kamen wir dann nach Bulancak (393 km), wo wir auf dem verkehrsgünstigen Otopark ein Plätzchen fanden (N 40° 56.357´ E 38° 13.772´). Auch diese Stadt lebt vom Haselnussanbau.
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Weitere bilder bis Bulancak
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Am 08.06.2009 ging´s weiter in die Nähe von Trabzon. Über Giresun, Tirebolu, Görele und durch Trabzon kamen wir nach Macka, einem idealen Ausgangspunkt zur Besichtigung des Sumela-Klosters (179 km). Das feuchte subtropische Klima der östlichen Schwarzmeerküste lässt den großflächigen Anbau von Haselnüssen, Tabak und Tee zu, was dieser Region zu Arbeit und damit zu einem gewissen Wohlstand verholfen hat. Bei Tirebolu machten wir eine Teepause und hatten die Möglichkeit, eine kleine Teefabrik zu besichtigen. Wir fuhren dann durch Trabzon Richtung Süden in das beginnende Pontische Gebirge. Kurz nach Macka in Richtung Sumela-Kloster fanden wir einen einfachen kleinen Campingplatz mit Restaurant (N 40° 56.357´ E 39° 36.970´). Mit dem Scooter besichtigten wir dann bei regnerischem Wetter das Sumela-Kloster. Dieses Kloster ist sicherlich eine der Attraktionen im östlichen Anatolien. Das Kloster liegt in einem wildromantischen Nationalpark auf ca. 1200 m Höhe. Die Fassade des Klosters wurde in die Nische einer schwindelig-steil abfallenden Felswand erbaut. Die Ruinen im Inneren des Klosters strahlen die Schönheit einer vergangenen christlich-orthodoxen Epoche aus. Den Campingplatz umgab eine tolle Berglandschaft.
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Weitere bilder zu Macka und Sumela
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Am 10.06.2009 fuhren wir noch einmal zurück nach Trabzon (26 km). Leider gibt es hier keinen Campingplatz. So stellten wir uns im Stadtzentrum auf einen zentral gelegenen Otopark mit Blick auf den Hafen und das Meer. Es war heiß, 38° und über 80% Luftfeuchtigkeit. Trabzon ist die bedeutendste Hafenstadt der östlichen Mittelmeerregion. Jeweils einmal täglich verkehren Fähren über das Schwarze Meer ins russische Sotschi und ins georgische Batumi. Trabzon ist auch die kulturhistorisch interessanteste Stadt der Schwarzmeerküste. Nach der Besetzung Konstantinopels durch die Byzantiner errichteten Kreuzfahrer das Kaiserreich Trapezunt. Kirchen und Klöster sind Zeugnisse dieser Zeit. Abseits der geschäftigen Unterstadt kommt man über bergauf führende Straßen und Gassen ins Zentrum. Hier überrascht Trabzon mit Vierteln von fast ländlicher Idylle, mit orientalischer Enge bis hin zu moderner Ausgelassenheit. Von der großen Vergangenheit erzählen alte Kirchen, zu Ruinen verfallen oder als Moscheen genutzt, und Mauerreste der Zitadelle. Kulturhistorisches Highlight der Stadt im subtropischen Klima ist die byzantinische Kirche Hagia Sophia, ein Kuppelbau aus dem 13. Jh. Trabzon besitzt ein recht ursprüngliches Basarviertel und einen Park mit schönen Teegärten und schattenspendenden Bäumen.
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Weitere bilder von Trabzon
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| MobilIveco: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Ich freue mich jeden Tag auf die neuen bilder. Hoffentlich können wir auch bald wieder länger Urlaub machen und dieses tolle Land nochmal besuchen. (Der letzte Besuch mit dem Womo liegt nun schon 20 Jahre zurück)
Zwischendurch waren wir mal mit dem Flugzeug in Istambul. Dort sind uns viele russische (oder Georgische/kasachisch....) Kleinhändler aufgefallen die dort einkauften und dann riiiiiesen Bündel schnürten die auf Schiffe oder Autobusse verladen wurden.
Ich habe mir immer gedacht, den Bussen möchte ich unterwegs mit dem Womo nicht begegnen. Gibt's die noch?
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| Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Hallo Mobilveco,
werde mich bemühen, jeden Tag neue bilder mit entsprechendem Text ins Forum zu stellen. Wenn es mal nicht klappt, kannst du ja meinen Bericht vom letzten Jahr "Türkei_2008" lesen. Das war natürlich eine ganz andere, aber auch interessante Reise.
Händler und Einkäufer findet man natürlich an der ganzen Strecke. Die ersten hatten wir schon in Mengen getroffen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die ganzen Transportstücke in den Bussen untergebracht werden. Genau so interessant ist ja auch die Geschichte mit den Truckern. Die laden ja ihre Fahrzeuge auch bis zum Maximum. Und dann überholten die noch auf den Straßen, schauten ins Mobil, lachten und freuten sich und der Daumen ging hoch. Wir fanden auch in dieser Region Schwarzmeerküste sehr viele Menschen mit Herz und Humor.
Gruß udoti
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| MobilIveco: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
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Den kenne ich doch schon! (Neid geh' weg)
Wir sind damals über den Autoput/Istambul/Ankara nach Adana.
Dann die Mittelmeerküste runter bis Bodrum/Kusadasi und wieder zurück nach Antalya (mit den üblichen Schlenkern Kapadokien/Pamukale).
Von Antalya sind wir dann zurück geflogen und und haben den Wagen unter Zollverschluss stehen lassen. Mein Schwager hat dann zwei Wochen später den Wagen abgeholt und ist zurückgefahren.
Das ganze war zwar ein ziemlicher Organisationsaufwand, hat sich aber gelohnt. Wir hatten 5 mein Schwager 3 Wochen.
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Am 11.06.2009 wollten wir dem heißen Trabzon entfliehen. Uns wurde ein Hochplateau im Kackar-Gebirge empfohlen. Wir träumten von frischer Bergluft, Berghütten und reizvollen Wanderungen. Als wir unser Auto heil im Zick-Zack-Kurs die Ausfahrt des Otoparks hinunter gefahren hatten, waren wir erleichtert und fuhren dann immer auf dem Highway über Arsin, Arakli, Of am Rande von Rize vorbei. Rize, das Zentrum des noch jungen türkischen Teeanbaus, hat außer Teeplantagen, die terassenförmig bis ca. 500 m ansteigen, und Ansammlungen von hohen Apartementsblocks nicht viel zu bieten. Rund um das Zentrum qualmen die Schlote von großen Teefabriken. In der Ferne baute sich schon das KacKar-Gebirge mit seinem 3.932 m hohen, stets schneebedeckten Gipfel des Kackar Dagi auf. Wir fuhren weiter über Cayeli und Pazar bis kurz vor Ardesen. Hier bogen wir dann rechts ab Richtung Berge, immer am Gebirgsfluß Firtina mit seinen prächtigen Forellen und einigen Forellenlokalen entlang. Wir durchfuhren das Untere Firtina-Tal bis Camlihemsin. Die enge Hauptdurchgangsstraße wir gesäumt von grauen Fassaden. Da wir nichts einkaufen mußten fuhren wir gleich weiter. Nun kamen wir ins Obere Firtina-Tal mit seinen hoch in den Hängen klebenden Streusiedlungen, zu den Materialien mit einfache, handgetriebene n Seilbahnen von der Straße aus befördert werden. Über die Teerstraße erreichen wir in 1.300 m das Bergdorf Ayder. Wir trafen hier eine Schar von einheimischen und ausländischen Touristen. Für einen kurzen Moment konnten wir die überwältigende Bergwelt bewundern. Allerdings – für Wohnmobile ist dieser Flecken nicht geeignet. Wir fanden keinen einzigen ebenen Platz zum Parken. Dafür fanden wir sehr viele Pensionen. Das Wetter zog zu, wir fühlten uns hier nicht so wohl, sollten wir doch in einer Pension für 75 TL übernachten. So zogen wir es vor, wieder zurück ins Untere Firtina-Tal zu fahren, bei einem guten Forellen-Restaurant zu essen und dann dort zu übernachten ( 191 km, N 41° 08.080´ E 41° 01.385´).
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Weitere bilder von der Fahrt nach Ayder
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Am 12.06.2009 beim Frühstück wurde entschieden, nicht weiter nach Hopa in die Nähe der georgischen Grenze zu fahren. Wir waren jetzt knapp 4 Wochen unterwegs und sehnten uns nach Sonne, beach und holiday. Dafür gab es an der ganzen Schwarzmeerkküste nur einen einzigen Platz: Marti Camp in Sinop an der Akliman-beach. Wir wollten die Strecke zurück mit einer Übernachtung fahren. Geeignet und machbar als Etapenziel erschien uns das Gebiet um Samsun. So fuhren wir über Rize, Trabzon, Tirebolo, Giresun, Ordu, Ünye und Terme in ein Gebiet zwischen Carsamba und Tekkeköy. Hier übernachteten wir an einer Shell-Tankstelle auf einem Restaurantparkplatz (433 km, N 41° 13.056´ E 36° 37.814´). Nach einem guten Essen ging´s ins Bett – geträumt wurde von Sinop, das wir noch in guter Erinnerung hatten.
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Weitere bilder von der Etappe bis in die Nähe von Samsun
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Am 13.06.2009 erreichen wir zur Mittagszeit Sinop, hier im speziellen Marti-Camping. Wir wählten diesmal die Süd-Umfahrung von Samsun. Bis Bafra eine angenehme Fahrt. Doch die letzten 40 km von Bafra nach Sinop waren wieder eine Katastrophe und erforderten Durchhaltevermögen. Auf dem Campingplatz hatten wir Glück, daß trotz guter Belegung mit 4 Wohnmobilen (zwei aus Deutschland) noch ein so idealer Platz für uns frei war. Schnell war Strom angeschlossen, Stühle, Bänke und Schirme bereitgestellt, bei herrlichstem Wetter. Es waren beste Bedingungen für die kommenden holidays.
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Das Zentrum von Sinop, das um den geschützten Fischerhafen im Schatten wuchtiger Befestigungsanlagen liegt, ist noch immer eine beschauliche, jugendliche Stadt mit altem Erbe. Die Halbinsel von Sinop ist seit der Bronzezeit besiedelt, geschätzt durch den sichersten Naturhafen der türkischen Schwarzmeerküste. In den Jahrhunderten, egal ob unter Persern, Römern, Byzantinern oder den pontischen Königen, entwickelte sich Sinop zu einer wichtigen und blühenden Handelsstadt. Hier wurden zwei bekannte Männer der Antike geboren, 413 v. Chr. Der Philosoph Diogenes, 132 v. Chr. Der pontische König Mithradates VI.
Der syrische Baumeister Abu Ali sicherte im 13. Jh. Den wichtigen Hafen von Sinop. Der Wall um die Stadt war 25 bis 30 m hoch, die Mauern drei Meter dick und insgesamt knapp 2.000 m lang. Die besterhaltenen Teile der Stadtmauer sind am Hafen zu finden.
1877 richteten die Osmanen ein Gefängnis ein, das bis 1999 genutzt wurde. Dieses Gefängnismuseum erschüttert durch seine Wirklichkeit, da an dem Gefängnis seit seiner Aufgabe so gut wie nichts geändert wurde.
Die Alaaddin-Moschee ist die bedeutendste Gebetsstätte von Sinop und wurde um 1270 erbaut. Der Innenhof ist sehenswert.
Die Balatlar-Kirche ist eine Kirchenruine, von Gräsern und Bäumen überwuchert. Sie steht auf dem Fundament eines römischen Tempels und war Teil eines byzantinischen Palastes.
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