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Türkei_2009: Black-Sea-Tour

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Hallo Türkei-Fans,

vom 17. Mai 2009 bis 24.Juli 2009 waren wir wieder in der Türkei on tour. Diesmal war die Schwarzmeerküste unser Ziel. Auch diese Reise mit ihren 7511 Straßenkilometern war wieder sehr abwechslungsreich, spannend und verlief ohne jegliche Probleme. Selbst die Grenzkontrollen waren ok. Auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen war so wie im letzten Jahr beeindruckend.

Hier zuerst einmal die Reiseroute als Link aus Google maps:

--> Black-Sea-Tour

Die blauen Pins bedeuten die Übernachtungsplätze auf der Hinreise, die roten Pins bedeuten die Übernachtunsplätze auf der Rückreise. Die genauen GPS-Daten werde ich Euch dann im Bericht an der entsprechenden Stelle mitteilen.

Viel Spaß beim Lesen, Gruss udoti
Anzeige: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Lancelot: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Super :!: Wann geht´s los, wann geht´s los :?:

:) :)
eva b.: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Die Strecke sieht schon vielversprechend aus :gut:
Jetzt bin ich blitzgespannt auf den Bericht.
Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Hier beginnt jetzt unser Reisebericht.

Vorbemerkungen:

1. Fahrzeug:
Im letzten Jahr wurde unser Fahrzeug aufgerüstet mit:
3 Solarpanellen 85 Watt mit Zubehör, 1 wechselrichter 1500 Watt Dauer, einem wechselrichter 150 Watt, 3 Gelbatterien Typ G 140, AirCell für MB sprinter, 1 zusätzlichen Gasflasche (11kg Alu) zu den beiden vorhandenen 11 kg-Gasflaschen, 6 neuen reifen (Michelin Agilis) mit Metallventilen und Metallventilverlängerungen, Sicherheitsschlösser für die beiden Garagentüren und Aufbautür und Sicherungen für die Schiebefenster im Fahrerhaus.
Für diese Reise gönnten wir uns den Luxus, unseren roller (125 kg) mitzunehmen. Es stellte sich auch diesmal wieder heraus, daß das Mitschleppen dieses Teils seine wirklich nützlichen Seiten hat.

2. Navigation
Auch auf dieser Reise benutzten wir ein Navi, ausgestattet mit dem Kartenmaterial City Navigator Europa NT v9 und WorldMap v4, einen Laptop mit wlan USB 2.0 Wireless Network Adapter, die Navi-Software Mapsource, ein internet-Telefon und die Telefon-Software. Es zeigte sich auf dieser Reise wieder, daß W-Lan auf CP, SP und Rastplätzen immer mehr Verbreitung findet. Die internet-Verbindung dann im Zusammenhang mit einem internet-Telefon ist schon eine feine Sache.

3. Land und Leute
Diese Reise hatten wir auch wieder im Vorfeld geplant, die Übernachtungsziele und die Streckeneinteilung standen fest.

Die Straßen waren bis weit hinter Istanbul zum großen Teil ordentliche Autobahnen, auch in Ungarn, Serbien, Bulgarien (Ausnahme: Umfahrung Sofia) und der Türkei. Es gab wenig Baustellen, im Großen und Ganzen ließ es sich bei entsprechendem Tempo und guter Tagesetappeneinteilung prima fahren. Im Speziellen war auf alle Truck-Fahrer immer Verlaß, auch was die Auskunftsbereitschaft und Tips anging. Die Küstenstraße von Amasra bis Bafra ist traumhaft schön – aber kurvenreich und teilweise eng. 30 km/h sind oft das Maß der Dinge.

In allen Ländern, im besonderen in der Türkei, trafen wir auf freundliche, aufgeschlossene, hilfsbereite und zutrauliche Menschen.

Erwähnenswert ist auch das Thema Übernachtung in der Türkei. Auch hier gab es auf der ganzen Reise keine Probleme. Auch nicht an der Schwarzmeerküste, wo es ja relativ wenig CP gibt. Überall findet man reelle Übernachtungsmöglichkeiten bei Tankstellen und Restaurants an der Strecke oder auf bewachten Parkplätzen (Otopark) in den Orten. Das Tankstellennetz ist sehr gut ausgebaut, Bankomaten gibt es auch fast in allen Orten, das Zahlen mit der Maestro-Card ist an Tankstellen und in Supermärkten kein Problem.

Die Reise
Am 17. Mai 2009 starteten wir unsere Reise. Wir wollten in 5 Tagen in Istanbul sein. Wir wählten die klassische Balkanroute über Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien in die Türkei. Am 17. also fuhren wir über münchen, Passau, Linz, Amstetten bis nach Melk (564 km). Hier übernachteten wir wieder auf dem oberen kostenlosen Stift-Parkplatz (N 48° 13.748´ E 15° 20.331´). Der Platz ist bis ca. 18 Uhr gut besucht, danach wird es ruhig. Mit einbruch der Dunkelheit werden an der Ein- und Ausfahrt Strahler eingeschaltet und die Schranken geschlossen. Die Ausfahrt-Schranke öffnet sich automatisch.

Am 18.05.2009 fuhren wir weiter über Wien, Budapest Richtung Szeged (486 km). Wir fanden einen großen Trucker-Parkplatz bei Kistelek, Ausfahrt 140, (N 46° 27.708´ E 19° 55.950´). Dieser stellplatz ist routenmäßig interessant, ist man doch schnell an der H/SRB-Grenze und kann dann relativ bequem am nächsten Tag Serbien durchfahren. Es ist ein richtiger Truckerparkplatz, Essen ist gut, Toiletten sind sauber und der nächtliche Lärm durch ankommende LKW hält sich sehr in Grenzen.

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Am 19.05.2009 war das Ziel die bulgarische Grenzstadt Kalotina (564 km). Über Szeged (Grenze H/SRB), Subotica, Novi Sad, Beograd, Nis und durch die Schlucht von Pirot kamen wir auf bulgarischer Seite direkt nach der Grenze nach Kalotina. Die Abwicklung der Grenzformalitäten ging schnell und ohne Probleme. Auf einem Security-Parking übernachteten wir bei einem angenehmen Klima. Hier trafen wir auch auf das erste Womo dieser Reise. In dem kleinen Restaurant direkt neben dem Parkkplatz haben wir dann schön bulgarisch gegessen und uns ein Gläschen des hiesigen guten offenen Weines genehmigt.

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Am 20.05.2009 ging es weiter Richtung Osten. Über Sofia, Plovdiv und Dimitrovgrad fuhren wir nach Kapikule, dem türkischen Grenzort (373 km). Dieser Grenzübergang ist der größte in Europa und wurde neu renoviert. Tolles Bauwerk. Auch die Abfertigung für das Visum (Womo und roller) geht jetzt direkt vom Auto aus ohne Probleme. Beim roller wurde die grüne Versicherungskarte verlangt, die Türkei mußte aktiviert sein, nicht durchkreuzt. Kurz nach der Grenze übernachteten wir wieder auf einem Security-Parking (N 41° 42.727´ E 26° 22.444´). Hier gibt es auch gleich das erste richtige Köfte-Restaurant.

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hast29: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
...freue mich auf die Fortsetzung dieser Tour....
hermannk: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Hallo
Ein paar Fragen zu Euerer Reise:
1.Welchen Führer habt Ihr Bentzt?War er O.K.?
2.Wie waren die Temperaturen am Sch.Meer?
3.Wie hoch waren die Dieselpreise?
4.Kennt Ihr einen stellplatz oder Campingplatz in Istanbul?
Herzlichen Dank im voraus!
MFG Hermann
Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Hallo hermannk,

danke für Dein Interesse.

1. Als Reiseführer verwendeten wir so wie im letzten Jahr auch "Türkei"
vom Michael-Müller-Verlag, Autoren sind Bussmann und Tröger, ISDN
3-89953-326-7

2. Die Temperaturen schwankten mit einer Steigerung von West nach Ost.
ab Trabzon war es schon ziemlich subtropisch, d.h. 38° und 80 %
Luftfeuchtigkeit. Nicht umsonst gibt es hier soviel Tee-Plantagen. In
Sinop konnten wir ab Mitte Juni baden.

3. Der Dieselpreis ist nach wie vor ein Problem. Er liegt zwischen 1,60 und
1,80 €. Dafür ist der Sprit in Bulgarien sehr günstig.

4. Die Frage nach einem Campingplatz ist ein altes Thema. Londra-
Camping gibt es nicht mehr. Vergleiche hier bitte meinen Reisebericht
vom letzten Jahr "Türkei_2008" hier im Forum.

Gruß udoti
Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Am 21.05.2009 fuhren wir weiter nach Istanbul (288 km). Die Fahrt auf der Autobahn lief reibungslos und auch die Überquerung des Bosporus auf der „Seconde bridge“ war diesmal easy.

Schwerpunkt unseres 3. Istanbul-Besuches war diesmal der Stadtteil Beyoglu. Er wird als das Zentrum des westlich geprägten Istanbuls bezeichnet. Wir durchstreiften die Istiklal Caddesi, angeblich die beste Flaniermeile Istanbuls mit seinen Jugenstilhäusern, guten Geschäften, seiner typischen Tram, der ältesten Metro und der 1874-1876 erbauten Cite de Pera mit seiner Jugenstilfassade und der ersten mit Glas überdachten Passage. Ein Besuch auf dem 68 m hohen Galata-Turm ist obligatorisch. Von hier hat man herrliche Ausblicke auf Marmara-Meer, Bosporus, Goldenes Horn, Topkapi-Palast, Hagia Sophia, Blaue Moschee, und und und. Wirklich beeindruckend. Die restliche Zeit war mit Shopping und einem Ausflug am europäischen Ufer des Bosporus bis an die Mündung zum Schwarzen Meer beschäftigt.

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Am 25.05.2009 trennten wir uns von Istanbul. Am Marmara-Meer entlang fuhren wir auf der Autobahn Istanbul-Ankara über Gebze, Izmit, Adapazar, Düzce, Bolu bis zur Ausfahrt Yenicaga und von dort weiter bis zu unserem Zwischenstopp in Mengen (318 km). Mengen ist bekannt für seine gute Küche. Hier werden jedes Jahr die Köche-Champions-Meisterschaften ausgetragen. So übernachteten wir auf einem Restaurantparkplatz (N 40° 56.308´ E 32° 04.278´) und testeten am Abend die Küche – köstlich.

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Am 26.05.2009 ging´s von Mengen über Devrek, Caycuma und Bartin nach Amasra (131 km). Unser stellplatz war wieder einmal ein Otopark, direkt am Meer (N 41° 44.012´ E 32° 22.175´).
Allein schon aufgrund seiner Lage besitzt Amasra ein gewisses flair. Das kleine, auf einer Halbinsel gelegene Zentrum wird im Westen begrenzt vom kleinen Hafen, im Osten vom großen Hafen. Leider war es heute etwas kühl und zu dieser Zeit ist es mit dem Tourismus noch nicht so weit her, Teegärten und Fischlokale am Hafen waren geschlossen. Vereinzelt trafen wir auf Fischer und wenige geöffnete Andenkengeschäfte. Es blieb auch hier nur bei einem Zwischenstopp.

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Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Weitere bilder zu Amasra

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seklatt: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Hallo Udoti

Deine Türkei-Reiseberichte sind einfach traumhaft. Vielen Dank.

Wir haben letztes Jahr auch das Schwarzmeerküste bereist, sind aber bereits bei Adapazari die Küste eingeschlagen nach Karasu, von dort gings es weiter Richtung Osten. In Amasra haben wir genau auf dem gleichen Platz von Otopark gestanden, da hatten (es war Juni) die Kaffes offen, zuvor die Nacht jedoch oben auf dem Berg an der Abzweigung verbracht (herrlicher Blick auf Amasra). Weiterhin waren unsere Standorte Kurucasile,Cide,Doganyurt,Inebolu,Abana,Catalzeytin und Ayancik. Weiter sind wir wegen der schlechten Strassenverhältnisse nicht gefahren. Es ging dann über Kastamonu,Safranbolu weiter nach Izmir / Foca und hoch Richtung Dardanellen und über GR zurück.
Den süden des Landes haben wir schon mehrfach bereist, demnächst ist der Osten dran.
Schade dass sich sehr wenige trauen dorthin zu reisen, es ist wie Du auch immer erwähnst ein wunderschönes Land.
Viele Grüße
Seklatt
Udoti: "Türkei_2009: Black-Sea-Tour"
Eigentlich waren für Amasra 6 Tage eingeplant. Aber aufgrund der Situation entschlossen wir uns schon am 27.05.2009 aufzubrechen. Unser nächstes Ziel war Cakraz, nur 16 km von Amasra in östlicher Richtung entfernt. Hier stehen wir vor einer Pension direkt an der Beach (N 41° 46.826´ E 32° 29.059´), noch keine Touristen, fast alles ist noch geschlossen. Bei sonnigem Wetter und kühlem Wind verleben wir einen schönen Tag. Abends bei Sonnenuntergang aßen wir sehr gut in einem Restaurant über dem Meer. Es gab viel Salat, Cremes, Calamaris, Krabben, Fisch und Obst. Dazu tranken wir Raki.

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