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Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009

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Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Jetzt bin ich nach über 4 Wochen wieder zurück und werde hier so nach und nach meinen Reisebericht über die erste große Urlaubsfahrt mit dem Gogolobil hier einstellen:

31.07.2009

Der Tag ist bewölkt und es ist noch einiges zu tun. Das Gogolobil ist noch mit Kleidung und frischen Lebensmitteln einzuräumen (die müssen erst noch besorgt werden) und auch noch aufzutanken. Gogoline kommt um 12:30 Uhr von der Arbeit – es ist schon alles fix und fertig, das Gogolobil scharrt schon mit dem Profil auf dem Asphalt. Die Abfahrt ist dann um kurz nach 13 Uhr von Rosenheim.

Zunächst läuft alles noch problemlos, aber schon ab münchen sind auch in Richtung Norden schon Staus auf Antenne Bayern angekündigt. Diese treffen auch zuverlässig ein. Den schlimmsten Stau erleben wir aber vom Vogtländer Dreieck bis nach Plauen – dort stehen wir zwei Stunden rum bzw. es geht nur im Schneckengang. Grund eine Baustelle, die die Fahrbahn auf eine Spur verengt. Warum aber dann der Stau so ist, dass mann/frau oftmals mehrere Minuten auf der Stelle steht, ist uns nicht ersichtlich. Kurz und gut – wir sind genervt und fahren dann auf die Raststätte Vogtland wo wir etwas zu abend essen (gute Soljanka und Sülze mit Bratkartoffeln). Die Übernachtung findet auch auf dem Rastplatz statt. Es ist zwar laut, aber ich schlafe trotzdem tief und fest.

Heutiges Fahrpensum: 393 km


01.08.2009

Nach einem gemütlichen Frühstück – es ist schließlich Samstag, und da gibt es immer ein gutes Frühstück – fahren wir weiter. A propos „gutes Frühstück“: wir haben eingefrorene Brezen und Körnersemmeln von zu hause mit dabei und die werden im Gasbackofen super knusprig aufgebacken; dazu natürlich Kaffee, Saft, weichgekochtes Ei, diverse Wurstsorten, Fleisch- und Fischsalat sowie Marmelade und Honig.

Um ca. 9 Uhr fahren wir weiter. Ursprünglich wollten wir gestern noch dresden erreichen, was aber aufgrund des Staus nicht möglich war – heute fahren wir daran vorbei und beschließen diese Stadt ein anders mal eingehend zu besichtigen. Wir wollen heute noch den Spreewald erreichen. Auch auf dieser Fahrt geraten wir in einen Stau kurz vor Lübbenau. Allerdings ist dieser kürzer und wir können an der nächsten Ausfahrt ausfahren und Lübbenau über die Landstasse gut erreichen und kommen noch vor der Mittagspause am „Schlosspark Camping Lübbenau“ an und erhalten einen schönen Platz.

Ziemlich bald kommen wieder einige Leute am Gogolobil vorbei und bestaunen das Gefährt. Manche trauen sich auch, etwas zu fragen. Die meisten schauen aber das Gogolobil nur von Ferne an (als ob wir so aussehen würden, dass wir bei jeder Frage gleich beissen….). Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang über den Schlosspark in die Altstadt von Lübbenau. Dort findet heute ein Hafenfest statt und am Fährhafen spielt eine Kapelle volkstümliche Musik – die Touris tanzen dazu. Wir verkneifen uns dies, kaufen statt dessen ein paar Gläser Spreewälder Gurken und sitzen uns in ein Cafe und essen Plinsen zum Kaffee.

Erst sehr spät wird es etwas kühler. In der Nacht findet pünktlich um Mitternacht ein Feuerwerk statt –wir bleiben aber in unseren Betten.


Es geht bald weiter....
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kompakt: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Freu, freu, freu! :)
Das Gogolobil in Aktion!!!
Und bei Euch würde ich gerne mal mitfrühstücken (bis auf den Fischsalat, brrr), hört sich total lecker an. :)
Jetzt freu ich mich auf die Fortsetzung.....
Anne42: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
hallo Gogolo, freue mich schon auf den Bericht und die hoffentlich viele Fotos :razz:
Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Es geht weiter, aber vorher noch zum Fischsalat: den liebe ich zum Frühstück seit wir in Skandinavien waren, und dort gibt es besonders guten Fischsalat oder Heringe in Zwiebeltunke.

Aber jetzt:

02.08.2008

Heute hat meine Gogoline Geburtstag und ich richte den Frühstückstisch im Freien her. Um 10 Uhr beginnt eine rund vierstündige Spreewald-Kahntour. Obwohl es ca. 33 Grad warm/heiß wird ist es auf den Spreewaldkanälen und auf dem Kahn angenehm kühl. Wir fahren auch abseits der üblichen Kurztouren und erleben den Spreewald in seiner vollen Pracht. Jens, der Kahnführer erzählt sehr viel informatives über die Gegend und über Fauna und Flora des Spreewaldes. Es ist eine sehr schöne Gegend und wir werden, wenn wir mal eine richtige „Deutschlandtour“ machen, sicher länger im Spreewald bleiben und auch mit dem Fahrrad die nähere und weitere Umgebung erkunden. Heute ist es aber viel zu heiß dazu.


Nachmittag sitzen bzw. liegen wir im Schatten, denn alleine vom denken fangen wir schon an zu schwitzen. Ein guter, starker Espresso tut das seinige dazu, dass wir noch mehr schwitzen. Für den Abend sind Gewitter und eine starke Abkühlung vorher gesagt. Die hält uns aber nicht auf, in die Orangerie des Schlosses von Lübbenau zum Abendessen zu gehen. Wir setzen uns im Freien unter die Bäume und beobachten während des Menüs ständig den Himmel, denn wir müssen ja auch den Weg wieder zurück gehen, was bei einem Unwetter nicht gerade prickelnd ist. Aber der Himmel meint es gut mit uns und lässt uns trocken zum Gogolobil zurückkehren.

Erst in der Nacht fängt es zu regnen an und es kühlt auf angenehme Temperaturen ab.




03.08.2009

Wir stehen zeitig auf, denn seit zwei Tagen „spinnt“ die klimaanlage, d.h. die Kühlung funktioniert nicht mehr richtig. Nach einer anfänglichen Kühlleistung kommt aus den Düsen nur noch ungekühlte Luft – wahrscheinlich fehlt Kältemittel im Kühlkreislauf. Ich möchte daher auf dem Weg nach polen noch eine iveco-Vertragswerkstätte aufsuchen. Die erste Werkstätte, die wir anfahren, hat aber im Juni ihre Pforten als iveco-Werkstatt geschlossen. Wir werden auf eine große Werkstätte nach der polnischen Grenze vertröstet. Dort wird uns aber sehr freundlich weitergeholfen und die klimaanlage mit einem neuen Kältemittel gefüllt und die Anlage auf ein eventuelles Leck untersucht (aber nichts gefunden). Beinahe hätte es mit der garantie Schwierigkeiten gegeben, denn das Gogolobil war bei iveco noch nicht registriert und ich habe meine Garantieunterlagen noch nicht bekommen. Der dortige Werkstattleiter hat aber kurzerhand bei bimobil in Deutschland angerufen und unbürokratisch die Sache für mich geregelt. Nach einer guten Stunde können wir weiterfahren. Nach dem Urlaub muss ich mich gleich um das offizielle garantie- und Servicebuch kümmern!

Auf der gesamten Strecke bis Stettin regnet es. Auch als wir am dortigen Campingplatz ankommen hört es zwischenzeitlich kurz auf und fängt nach dem Abendessen (es gibt Nudeln mit Gemüse) wieder heftig an. Die Lust, Stettin näher zu besichtigen, ist auf Null gesunken. Entweder ist es zu heiß etwas zu unternehmen oder es regnet. Bis jetzt haben wir unsere Räder „umsonst“ mitgenommen. Auch die Nordic-Walking-Stöcke sind noch unbenutzt im Keller des Gogolobils. Wenigstens ist hier auf dem Campingplatz ein offenes wlan, was ich bei dem Sch….-wetter auch reichlich ausnutze.


Es geht bald weiter...

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Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Und schon geht die Fahrt weiter:


04.08.2009

Wir fahren weiter. Die nächste Station ist Danzig (Gdansk). Es regnet immer wieder, aber es reißt auch manchmal auf – ein ideales Fahrwetter, denn wir müssen heute „Strecke machen“ (es sind rund 350km nach Danzig). Dabei sind die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich. Zunächst ist die Straße recht gut, aber je weiter wir nach Osten und aufs Land kommen, desto holpriger wird die Sache. Pilzsammler bieten auf der Straße ihre Beute an. Ebenso gibt es an den Straßenrändern Blaubeeren und Honig zu kaufen. Wir halten gleich bei der ersten Stelle an, wo zwei Mädchen die Pilze verkaufen. Wir kaufen dort Steinpilze, Pfifferlinge und ein Glas Honig (insgesamt für 8 Euro). Da ich aber meinen Kragen nicht voll bekomme, erstehen wir am Nachmittag nochmals Rotkappen (500g), Steinpilze (1kg) und Pfifferlinge (1kg) für ebenfalls rund 8 Euro.

Am späten Nachmittag kommen wir am Campingplatz (ausgesucht aus dem ADAC-Führer) bei Danzig (Sopot) an und stellen fest, dass der Platz schon fast voll ist. In ein letztes Plätzchen parke ich mit dem Gogolobil ein, dann wird ein schönes Schwammerlgemüse gemacht und mit einer zwischenzeitlich aufgetauten Semmelknödelrolle verspeist. Anschließend gehen wir an den Strand, denn die Ostsee ist nur durch einen Radfahrweg vom Campingplatz getrennt. Meine Gogoline mag doch soooo gerne Strandspaziergänge. Dabei testen wir gleich unsere neuen Strandschuhe.


Bald geht es wieder weiter...

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naty64: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Klasse Fotos, es macht immer wieder Spaß, Deine Berichte zu lesen. Danke dafür!
Die Strandschuhe sind ja klasse :)
Die bilder vom Spreewald erinnern mich an unseren Urlaub, der leider schon vorbei ist.
Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
05.08.2009

Wir brechen zeitig auf, denn wir besichtigen Danzig. Zwar ist es zur Stadt nicht weit, aber mit den Parkplätzen wird es wohl so eine Sache sein. Am Anfang muss ich in einer engen Straße wenden (mit dem Gogolobil kein Problem) und gleich am ersten bewachten Parkplatz werden wir auch noch wegen der Größe des Fahrzeugs abgewiesen. Aber ich finde gleich in der Nähe einen schönen öffentlichen Parkplatz. Der ist zwar nicht bewacht, aber ich ergreife alle dafür vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen, damit uns das Gogolobil nicht entwendet werden kann. Dann besichtigen wir die Altstadt mit ihren schönen Patrizierhäusern und kaufen uns – weil wir Durst bekommen – eine Cola.

Wir fahren nach der Besichtigung von Danzig nach Malbork. Dort befindet sich ein Weltkulturerbe der UNESCO, die Marienburg, die größte aus Backsteinen errichtete Festung Europas bzw. das weltweit größte Backsteinschloss. Wir bleiben aber nicht lange und schauen uns die Burg nur von außen an, denn es stehen ein paar hundert Leute vor der Ticketausgabe für die Schlossbesichtigung….

Anschließend geht es weiter. Ich möchte unbedingt einen Punkt anfahren, den ich aus dem internet habe, und zwar zu einer Schiffshebeanlage mit einem Schrägaufzug am oberländischen Kanal bei Elblag. Aber nicht direkt in Elblag, sondern ziemlich außerhalb bei Jelonki, wo man recht schön beobachten kann, wenn die Schiffchen mit Wasserkraft über die schräge Ebene gezogen werden. Unglücklicherweise verlasse ich mich auf die mitgeteilten Geo-Daten und werde vom Navi über enge Dörfer und Felder gelotst – bis es nicht mehr weitergeht. Also umdrehen! Die Straßen sind abenteuerlich und sehr eng und schon mache ich ins Gogolobil den ersten Kratzer durch einen hohen Strauch in ein fenster. Schöne Schei…! Das muss ich dann zuhause versuchen wieder auszupolieren. Ich navigiere nunmehr nach Orten in der Nähe des Ziels und weil ich ohnehin tanken muss kaufe ich gleich eine Landkarte für mein Bionavi. Schließlich erreichen wir doch noch das Ziel. Ich hätte mich schon geärgert, wenn ich dies nicht erreicht hätte.

Wir stehen unmittelbar an einem schönen Platz direkt am Schrägaufzug und warten auf die Schiffchen, die morgen Vormittag kommen sollen.



Morgen geht es weiter.....

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kompakt: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Ärger Dich nicht über den Kratzer, auf den Touren, die Du planst, kommen bestimmt noch mehr dazu. :wink:
Und jeder Kratzer ist eine Erinnerung!
Die Festung ist wunderschön, sie sieht auf den Fotos aus, wie gemalt. :)
Tipsel: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Kratzer am Womo sind wie Narben bei Kindern und bezeugen aktives Leben. Auch Kindern tun die Kratzer weh, aber selbst im hohen Alter erinnern sie uns an tolle Erlebnisse. Lass sie dran.

Wir haben sogar immer die Fliegen am alkoven drangelassen, denn daran hat man gesehen, dass wir nicht nur aufm CP rumgestanden haben :D :D :D

Bin gespannt, wie es weitergeht.
lexa36: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Nicht mehr ärgern wegen den kleinen Kratzern, er werden nicht die letzten sein.

Sondern sich an dem schönen Wohnmobil, und dem schönen Urlaub erfreuen :!:
uschi-s: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Auch wir haben einen richtig tiefen Kratzer (kann man fast nicht mehr so bezeichnen) und wissen nicht, wie er drangekommen ist. Natürlich ärgert man sich darüber und ich überlege, wie wir ihn wieder wegbekommen. Mit Polieren ist das nicht getan. Aber tiefer Kratzer in Alu? Muss mal schauen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Ihr habt recht - der erste Kratzer tut noch weh. Und wenn ich mir vorstelle, was auf meinen Reisen nolch Kratzer reinkommen werden, dann ist der erste kratzer gleich nicht mehr so schlimm. Aber jetzt geht es wieder weiter:


06.08.2009

Und die Schiffchen kommen gegen 10 Uhr. Aber zunächst besichtigen wir noch das Maschinenhaus in dem nur mit Wasserkraft die Schiffe auf einer Plattform über den Schrägaufstieg gezogen werden. Das Ganze funktioniert schon seit über 100 Jahren und kommt vollständig ohne Strom aus! Ich bin echt begeistert. So etwas gefällt mir wesentlich besser als eine Besichtigungstour in einem alten Schloss. Auch meiner Gogoline gefällt das sehr.

Wir fahren dann weiter. Heute ist die Fahrtstrecke nicht übermäßig lange (nur ca. 180 km), wir sollten unser Zwischenziel in den Masuren gegen 14 Uhr erreichen – so die Prognose des Navi. Dort wollen wir uns nach einem ruhigen Campingplatz umsehen, den wir dann auch auf der Rückfahrt nutzen wollen. Die Vorgaben sind: Platz am wasser, Ruhe und etwas abseits der Hauptstraße. Auch müssen wir noch Ent- und Versorgen – es ist zwar noch nicht knapp, aber wir wissen nicht, was da noch auf uns zukommt.

Und wir finden diesen Campingplatz auf der Strecke zwischen Mragowo und Mikolajki bei Jora Wlk (21° 30’ 05 O, 53° 52’ 04 N). Er nennt sich Camping Christian und wird von einem Deutschen geleitet, der eine Polin zur Ehefrau hat. Der Platz ist einfach, aber sehr schön gelegen. Wir werden heute Abend dort etwas essen. Auch frische Pilze hat uns der Schwager des Campingplatzbesitzers verkauft. Die gibt es morgen als Pilzpfanne mit Eiern zum Frühstück.

Am Abend essen wir Pirogen, das sind so Teigtaschen aus Kartoffelteig, gefüllt mit Hackfleisch (die gibt es auch mit Blaubeerfüllung). Und weil meine Augen größer sind als mein Magen, bestelle ich vorher noch eine Suppe, wie sie hier in polen so üblich ist, mit Kraut und Fleisch drin. Suppe und Pirogen kommen zeitgleich an den Tisch, dazu noch je einen Salat. Wir sind anschließend pappsatt. Am Gogolobil zurück, bleiben wir noch lange draußen bei einem schönen Wein sitzen und beobachten die Sterne und den Vollmond.


07.08.2009

Heute spannen wir etwas aus und machen einen Ruhetag, damit wir erst nach dem Wochenende auf der Kurischen Nehrung (Litauen) ankommen – diese möchte ich unbedingt sehen, wenn möglich mit wenig Wochenendtouristen. Bis dahin sind aber noch 2-3 Fahrtage.

Das Wetter ist unverändert sehr gut: vormittags strahlend blauer Himmel, nachmittags kommen einzelne Cumuluswolken auf aber es bleibt trocken. Die Temperaturen erreichen schon 30-32 Grad. Nach einem guten Frühstück mit der erwähnten Pilzpfanne fahren wir mit den Fahrrädern (Gogoline dachte schon, dass diese gar nicht mehr zum Einsatz kommen….) am See entlang nach Mikolajki. Das sind hin und zurück nur 22km, aber zunächst geht es über tiefe Sandstraßen mit Wellblechpisten in Kiefernwäldern immer am See entlang über einzelne Feriensiedlungen zu diesem Ort. Wir sind erstaunt, dass wir doch so nahe an Mikolajki dran sind. Der Ort, der als „Ballermann“ der Masurischen Seen bekannt ist, gefällt uns gar nicht. Da sind wir viel lieber auf unserem einfachen aber schnuckeligen Campingplatz in schöner, ruhiger Umgebung. Deshalb halten wir uns auch nicht lange in diesem Touristenort auf und fahren alsbald wieder zurück.

Am Nachmittag plane ich schon die morgige Fahrtstrecke, denn wir werden polen verlassen und nach Litauen einreisen. Meine Gogoline erweist sich wieder als Bedenkenträgerin: ob das doch sicher ist, ob wir dort auch stellplätze finden, ob wir auch ent- und versorgen können,… Mich zieht es aber weiter um etwas Neues zu sehen und zu entdecken. Ich hoffe, ich habe die Bedenken ausräumen können.

Heute Abend gibt es warme Kartoffeln mit Butter, Käse und Wurst, dazu kühles Bier.



Die nächsten Tage folgen gleich...

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Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
08.08.2009

Nach einem letzten Supermarkt-Einkauf und Tankstopp in polen erweist sich die Einreise nach Litauen als problemlos. Wir fahren allerdings nicht über die „große Grenze“ bei Suwalki, sondern auf einer schönen Alleestraße über den Grenzübergang bei Ogrodniki, da dieser wegmäßig günstiger für die Fahrt nach Vilnius ist. An der polnischen Grenze steht niemand, die Gebäude sind verwaist. Nach 200m kommt die litauische Grenze, dort sitzen zwar zwei Zöllner auf einer Bank, aber niemand macht anstalten aufzustehen und unsere Ausweise zu kontrollieren. Gelangweilt winken sie uns durch.

Die Straßen in Litauen sind hervorragend – zumindest die Hauptstraßen. Topfeben geht es durch Wälder und an schönen Seen vorbei und auch hier stehen immer wieder Leute am Straßenrand und wollen Pfifferlinge und Blaubeeren für kleines Geld verkaufen. Manche jüngere Frauen verkaufen sich auch selbst... Und nach einer schönen Fahrt bei wunderbaren Wetter erreichen wir am Nachmittag die Hauptstadt Vilnius. Das Navi führt uns zwar zur richtigen Straße – nur ist diese in drei Sektoren aufgeteilt und das kennt das Navi natürlich nicht. Fazit: der Stadtcampingplatz von Vilnius ist vorerst nicht zu finden. Wir fragen und fragen, aber keiner kann uns so richtig den Weg nennen. Erst bei einer Tankstelle treffe ich zwei Männer, die mir weiterhelfen können. Zunächst ist aber der eine ganz begeistert vom Gogolobil und bittet um Erlaubnis, einige Fotos machen zu dürfen um sie in das litauische Offroad-Internetforum einzustellen. Er kriecht förmlich unter das Fahrzeug um die Technik zu fotografieren.

Nach einer Viertelstunde, in der uns wegen dem Fahrzeug Löcher in den Bauch gefragt werden, fährt der andere Litauer mit seinem Pkw uns voraus und lotst uns bis unmittelbar zum Eingang des Campingplatzes. Das ist eine sehr freundliche erste Begegnung mit der
Bevölkerung Litauens. Die zweite freundliche Begegnung ist gleich auf dem Campingplatz durch den dortigen Platzwart, denn wir haben bislang noch keine Gelegenheit, Geld in die Landeswährung umzutauschen. Er meint, dass das kein Problem sei, gibt uns zwei Tickets für eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und sagt, dass wir das alles dann morgen bequem zahlen können, wenn wir in der Stadt Geld getauscht haben.

Der Campingplatz selbst ist ein ehemaliger Parkplatz der Sog. Litexpo und hat einen dementsprechenden Charme eines asphaltierten Platzes ohne Rasen. Allerdings geht gleich in der Nähe des Campingplatzes der Bus Nr. 16 direkt ins Zentrum von Vilnius. Wir fahren in die Stadt, steigen an der Endstation Bahnhof aus und lassen uns nach kurzem Fußweg sogleich vom pastellfarbenen Charme dieser Stadt begeistern. Die Altstadt mit ihren vielen Kirchen (überwiegend orthodoxe Kirchen) ist wunderschön restauriert und hat im Abendlicht einen tollen Glanz, den ich versuche auf den Fotos einzufangen. In einer der Kirche ist gerade ein schönes Konzert mit wunderschönen Stimmen - wir verweilen hier etwas. Anschließen gehen wir noch die ganze Altstadt ab und essen dann noch in einem Lokal die landestypischen Kartoffelvariationen (schmecken sehr gut). Leider geht offensichtlich bei der Bestellung etwas schief, denn wir bestellen noch als Vorspeise gekochte Scampi in Chilisauce – die Bedienung bringt dann Vorspeise und Hauptspeise zur gleichen Zeit. Auch dauert es ewig, bis endlich das Essen kommt.

Die Rückfahrt zum Campingplatz und die dortige Nacht sind problemlos. Zwar steht auf dem Campingplatz noch eine Horde italienischer Womos, aber nach kurzer Zeit herrscht auch dort vor den Fahrzeugen Ruhe.


Der nächste Tag kommt auch gleich...

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Gogolo: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
09.08.2009

Da wir ja schon am Vorabend die Stadt eingehend besichtigt hatten, können wir heute gleich weiterfahren. Zuvor fragt uns aber noch ein italienisches Ehepaar über unser Gogolobil aus. Dem Italiener hat es insbesondere unser „Freisitz“ angetan und er sagt immer: „bella, bellissima“.

Wir machen aber zunächst noch einen Ausflug nach Trakai, das mit vielen bunten Holzhäusern und die auf einer Insel gelegene, backsteinerne und im gotischen Baustil erbaute „Salos pilis“ (Inselburg). Wir verzichten aber auf eine Besichtigung der Burggemächer sondern erfreuen uns an der schönen Umgebung, da das Wetter immer noch herrlich ist.

Weiter geht es dann auf die rund 200km Fahrt nach Klaipeda um auf der kurischen Nehrung ein paar Tage zu verbringen. Ich beschließe ferner, die noch auf einer Exel-Datei von mir täglich penibel ausgefüllte Statistik über gefahrende Kilometer, Dieselverbrauch, Übernachtungskosten, usw. ab sofort nicht mehr weiter zu führen, denn ich bin ja im Urlaub und nicht beim Statistischen Landesamt beschäftigt. Und was mich wie viel kostet, ist mir solange egal, wie genug Geld da ist.

Gegen 15 Uhr kommen wir in Klaipeda an. Die Fahrt dorthin ist ohne besondere Höhen und Tiefen, denn es führt eine Art Autobahn dorthin. Den tempomat auf ca. 90 km/h eingestellt brauche ich nur noch das Steuer festhalten und gerade aus lenken, denn auch die Straße hat fast keine Kurven. Den Fährhaven habe ich im Navi einprogrammiert. Ich glaube, das Navi mag mich nicht, denn es führt mich zunächst zum Frachtterminal außerhalb der Stadt. Erst nach mehrmaligen fragen von Passanten komme ich zum richtigen Fährterminal auf die kurische Nehrung. Dabei wäre es sooo einfach gewesen, wenn ich nur das andere Terminal im Navi eingegeben hätte (es standen zwei Terminals zur Auswahl….). Das Auf- und Abfahren von der Fähre ist für das Gogolobil ein Kinderspiel, denn im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugen brauche ich nicht auf die notwendige Bodenfreiheit zu achten. Zu beobachten sind viele Wochenendausflügler, die in einem endlos langen Stau auf die Rückfahrt mit der Fähre warten müssen. Bewusst haben wir die Anreise auf die Nehrung auf den Sonntagabend gelegt, um diesen Wochenendurlaubern aus dem Weg zu gehen. Zum Campingplatz in Nida sind nach der Zahlung einer Umweltabgabe für die Straßenbenutzung noch rund 50km zu fahren, die Straße ist manchmal etwas eng und wellig und ich muss auf die Bäume achten, deren Äste in die Straße hineinragen. Freies Übernachten ist auf der kurischen Nehrung nicht möglich, da das gesamte Gebiet unter Naturschutz steht.

Wir können uns auf dem Campingplatz einen stellplatz unter Birken und Föhren mit kleinem Rasenteil aussuchen. Da noch genügend Zeit ist, machen wir einen Abendspaziergang zur mit 60m höchsten Wandersanddüne Europas mit einem schönen Blick auf Nida und das Haff in der Abendsonne.

Im Gefrierschrank habe ich noch ein Karottencremesüppchen mit Ingwer und Zimt von zuhause. Dazu ein Baguette und einen gemischten Salat. Anschließend wird der Tag noch mit einem Glas Rotwein beendet.


So, eine jetzt wieder eine kleine Pause bei den Berichten....

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CKgroupie: "Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009"
Klasse, ein Bericht vom Gogolobil!
Tolle bilder, Gogolo und ein sehr interessanter Bericht. Ich freue mich schon auf mehr!
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