| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Hallo Wohnmobil- und Reisefreunde,
Ich möchte Euch ein einschneidendes Erlebnis, welches wir letzte Woche Donnerstag hatten nicht vorenthalten.
Wir wurden von einem Trickdieb bestohlen, und die Story ist wirklich schon fast unglaublich.
Eigentlich habe ich meine Geldbörse immer am Mann, sprich, in der Hosentasche vorne. Da ich aber eine Kamera dabei hatte, habe ich diese anstelle des Geldes in die Hosentasche gesteckt. Das Portemonaie hatte ich in meiner Jackentasche deponiert und den Reisverschluß geschlossen. Die Jacke hing hinter mir über dem Stuhl. Während wir lustig mit Freunden in einer netten Brauerei beisammensaßen setzte sich, uns gegenüber, an unseren Tisch, ein nicht gerade vertrauenswürdig aussehender Mann, welcher uns immerzu fixierte. Dadurch veranlaßt, habe ich mal eben nachgefühlt, ob das Portemonaie noch dort war, wo ich es hingesteckt hatte.
Als wir hinterher versuchten den Vorgang zu erklären, war wohl das provokante Sichunsgegenübersetzen einzig der Tatsache geschuldet, zu ergründen, wo ich das Geld deponiert hatte.
Wie meine Frau mitbekam, saß dann nämlich kurze Zeit später, besagter Typ, direkt hinter mir. Eine dicke Felljacke hatte er über dem Arm, die ihm noch auf den Boden fiel. Er hing sie dann direkt neben meinen Stuhl auf seine Rückenlehne.
Zwischendurch mußte ich auf die toilette und meine Frau mit den beiden Freunden blieben sitzen. Als ich zurückkam, saß unsere Freundin alleine dort und die beiden anderen waren ebenfalls zur toilette gegangen. Der befremdliche Gast war verschwunden.
Da mir der Tag von unseren Freunden zu meinem Geburtstag geschenkt worden war und ich auch nicht zahlen mußte, fiel mir erst hinterher auf, als ich noch ein Bier ausgeben wollte, dass von den ursprünglich 300,-€, die ich mitgenommen hatte, nur noch 100,-€ im Portemonaie waren.
Nun ja, zuerst denkst man dann ja, dass man doch nicht so viel Geld mitgenommen hat, oder in den frühen Morgenstunden, als man um 5 Uhr aufgestanden war, noch nicht Herr seiner Sinne war. Aber Pustekuchen. Zu Hause angekommen, haben wir natürlich direkt Kassensturz gemacht und alles nachgerechnet. Wir haben getestet, wie das Geld evtl. aus dem Portemonaie fallen könnte. Was aber nicht möglich war. Lange nach Mitternacht sind wir dann erst hinter den vermutlichen Trick gestiegen.
Die Leute klauen nicht mehr die gesamte Geldbörse, sondern nur noch einen Teil des Geldes. Hierdurch kommst Du erst gar nicht auf die Idee Opfer eines Trickbetruges geworden zu sein. Erst einmal glaubst Du ja, dass alle Diebe die komplette Börse stehlen und dann nicht auch noch den Reisverschluß wieder verschließen. Auf die Idee zur Polizei zu gehen ebenfalls nicht. Erst zu Hause kannst Du einen klaren Gedanken fassen, wenn Du alle Eventualitäten ausgeschlossen hast, überkommt Dich eine ohnmächtige Wut, dass jetzt jemand Dein sauerverdientes Geld besitzt ohne sich dafür sonderlich angestrengt zu haben. Wir haben jetzt den Vorgang so rekonstruiert, dass der Bursche sich, nachdem er wußte, wo sich das Geld befindet, hinter mich setzte, die Jacke auf den Boden fallen ließ, diese dann aufgehoben hat um sie über die Lehne seines Stuhles zu hängen und dabei schon die rechte Seite meiner Jacke unter seine gesteckt hat. Dann hat er so getan, als ob er sich etwas aus seiner Jacke nähme. Gleichzeitig hat er aber meine Jacke geöffnet, das Geld herausgenommen um dann in Ruhe das Weite zu suchen.
Wenn ich nicht selber der Betroffene wäre, könnte ich die Dreistigkeit schon fast bewundern.
Wir sind ja vielgereiste Leute und sicherlich nicht leichtfertig, aber das jemand so dreist sein könnte, haben wir nicht gedacht.
Nun ja, jetzt ist man mal wieder um eine Lebenserfahrung reicher und um 200,-€ ärmer. Eine teure Erfahrung.
Ich denke mal, dass es so manch anderem auch schon passiert ist, er sich aber vielleicht immer noch fragt, wo er das Geld verloren hat.
Jetzt, zur Weihnachtszeit sind die Diebe halt vermehrt unterwegs und mit neuen Tricks auf Beutefang.
Also Augen auf!!!
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| Anzeige: "Bestohlen in Brugge (B)"
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Ich glaube, meinen optimistischen Spruch, "Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt" muß ich noch mal überdenken.
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| Verratnix: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Ich kann mir nur schwer vorstellen daß ein Dieb freiwillig auf 100€ verzichtet,wenn er schon mal die Finger in deiner Geldbörse hat...
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| trebla: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Kannste froh sein, dass er Dir den 100er noch gelassen hat und nicht die gesamte Geldbörsen nebst Scheckkarten usw. hat mitgehen lassen.
Der Dieb war noch nicht richtig durchgekocht.
gruss trebla
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| Lancelot: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Also ob das so war ...
Hab noch nie von einem Trickdieb gehört, der nicht ALLES nimmt UND sich dem Risiko aussetzt, beim "durchwühlen" der Brieftasche erwischt zu werden ... das muß da "zack-zack" gehen ...
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Aber das ist ja gerade das Perfide bei der Sache. Du fährst erst mal nach Hause, rufst keine Polizei und machst keinen Aufstand. Letztlich macht es ja die Masse. Die Wahrscheinlichkeit aufzufallen ist dadurch wesentlich geringer. Du kannst mir glauben, dass ich das Geld wirklich dabei hatte als wir losfuhren und es keine andere Möglichkeit gibt es verloren zu haben. Ich habe das Portemonaie erst nach dem Besuch des Restaurants aus der verschlossenen Tasche genommen.
Mit Deiner skeptischen Antwort, die ich durchaus verstehe, werden die Diebe nur bestätigt.
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| dieter2: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Das ist natürlich Pech.
Aber so richtig bedauern kann ich Dich auch nicht.
Ich käme nie,absolut nie, auf die Idee meine Geldbörse in eine Jacke auf den Stuhl zu hängen.
Gerade wieder in tv gesehen wie leichtsinnig Leute auf den Weihnachtsmärkten mit ihren Taschen umgehen.
Reporter haben in kürzester Zeit reichlich Beute gemacht.Natürlich nur zum Test.
Gruss Dieter
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Hallo Trebla,
nee, nee, Scheckkarten hatte ich vorsorglich nicht mitgenommen. Lediglich Impfpass und Personalausweis hatte ich drin. Und natürlich das Geld.
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Dieter2, Du hast auf jeden Fall recht. Nur weil ich die Kamera sonst in die Seitentasche hätte stecken müssen, habe ich es vorgezogen die Geldbörse in der Jacke zu lassen. Reisverschlüsse, so habe ich bisher gedacht, sind ein wirksamer Schutz. Wie sich herausgestellt hatte, war das ein Trugschluß.
Das passiert mir mit Sicherheit nicht mehr.
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| fuzzy: "Bestohlen in Brugge (B)"
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So unglaublich die Story ist , et nit nix wat et nit gitt :roll:
Beileid :!:
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| Ingo.L: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Tut mir leid das es dich erwischt hat, aber zum Glück wars nur Geld. Hätte schlimmer kommen können, Papiere, Karten etc.
Aber vielleicht kann ich das ja wieder etwas erheitern:
Ein Mann ruft Sonntags in seiner Stammkneipe an:
Kann es sein, dass ich gestern 500€ bei dir versoffen habe ?
Ja, hast du !
Gott sei Dank, ich dachte schon, ich wäre beklaut worden :D
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Hi fuzzy,
evver et hät fast emmer joot jejange. Diesmal leider nicht!
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| Lancelot: "Bestohlen in Brugge (B)"
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| Tausendsassa hat folgendes geschrieben:: |
Du kannst mir glauben, dass ich das Geld wirklich dabei hatte als wir losfuhren und es keine andere Möglichkeit gibt es verloren zu haben. |
Ich wollte damit ja keinesfalls ausdrücken, daß Du uns hier "Märchen erzählst" :)
Aber wie gesagt: nie gehört :!:
Und versetz Dich mal in die Lage des Diebs: da hast Du schon mal mühsam ausgeknobelt, wo die Brieftasche ist, dann einen günstigen Moment abgewartet, dann geklaut ... und dann in aller Ruhe aufmachen, reinschauen, 2/3 rausnehmen, den Rest stecken lassen und wieder zurück in die Jackentasche :?:
Niemals ! Ein Dieb hätte mit der kompletten Brieftasche erst mal das Weite gesucht ... was juckt´s den, wenn da hinterher Trara ist, da ist der längst weg ODER (noch wahrscheinlicher) hat die Beute bereits einem total unauffälligem Komplizen zugespielt, so daß er selbst im Fall einer Festnahme/Festhalten keine Beweise mehr an sich trägt ...
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Danke Ingo L.,
ich wäre wirklich froh, wenn ich das Geld versoffen, oder einem anderen guten Zweck hätte zukommen lassen.
Vielleicht war es ja ein armer Dieb, der noch jung war und die Kohle für Oma und Opa brauchte. (hihi) Siehst Du es klappt doch. Danke!!!
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| Tausendsassa: "Bestohlen in Brugge (B)"
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Hallo Lancelot,
das Problem für den Dieb bestünde lediglich darin, beim nächsten Mal vielleicht erkannt zu werden, wenn es eine Personenbeschreibung gäbe. Wir haben ihn ja deutlich im Blickfeld gehabt. Zu Hause angekommen erstattest Du ja keine Anzeige mehr und der Kerl kann weitermachen im gleichen Stil und gleichen Umfeld.
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