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Erdbeben auf Haiti

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conga: "Erdbeben auf Haiti"
Tragischerweise hat Weltcamper wahrscheinlich garnicht so unrecht. Langfristig muss man viele Arten der (Entwicklungs)hilfe hinterfragen, denn meist führt sie in die Abhängigkeit wie es in Haiti zu befürchten steht:
Spiegel-online: --> Link
oder den Leuten wird vieles hingestellt, aber schlichtweg nicht beigebracht, wie man sich selbst helfen kann
oder es führt dazu, dass "Hungergebiete" (Äthiopien) oder Gefahrengebiete (Bangladesh Überflutungsgebiete) überhaupt dauerhaft besiedelt werden, weil ja immer wieder genau dorthin die Hilfe kommt.
Es taucht ja auch von Entwicklungshelfern häufig die Frage auf: "was nutzt es, wenn ich huete 1000 Leute vor dem Hungertod bewahre, wenn dann in ein paar Jahren 10.000 dafür sterben?"
Klar, in Haiti herrscht im Augenblick eine grausame Notlage, in der es unmenschlich wäre, nicht zu helfen. Aber es sieht danach aus, dass es in Richtung eines typischen Entwicklungslandes gesteuert wird.
Das Thema ist nicht unproblematisch.
Anzeige: "Erdbeben auf Haiti"
weltcamper: "Erdbeben auf Haiti"
Du hast Recht Wolfgang und ich wünsche mir auch das so vielen wie möglich da geholfen wird.
Aber vor dem Beben hat sich kein Mensch für Haiti interessiert.
Da starben täglich Leute.
Wie auch in vielen anderen Ländern ohne Beben.

Ich wollte nur damit sagen, daß sich da wieder viele Leute reich machen.
Staaten kaufen sich da ein um Aufträge zu kriegen.

Spendenbereitschaft auch aus diesem Forum find ich Klasse.
farmerj: "Erdbeben auf Haiti"
@ weltcamper

prinzipiell hast du vollkommen recht...........

aber das wurde auch von den Staaten schon angesprochen, dass - und das hört sich jetzt vlt. blöd an - die Katastrophe sich langfristig sogar positiv für Haiti auswirken könnte.
Und zwar eben durch die ganze AUfmerksamkeit, die ganzen Spenden, dass damit nämlich eine Infrastruktur aufgebaut werden kann, die dieses Land schon lange nötig gehabt hätte, durch Hilfe die dieses Land ebenfalls schon lange nötig gehabt hätte, aber eben nie bekommen hat.

Das ist wohl die Ironie an der ganzen Sache.

Was anderes, was mich aber am allermeisten wütend gemacht hat, ist, wie lange es gedauert hat, bzw. noch dauert bis diese Hilfe bei den Menschen ankommt.
Wenn es darum geht zigtausend Soldaten incl. aller Infrastruktur wie Kriegsmaschinerie, Waffen, etc. zu einem Kriegsherd zubefordern, das geht innerhalb von zwei, drei Tagen.......und hier ??
Nach einer Woche kriegen die das immer noch nicht geregelt........
oldie2002: "Erdbeben auf Haiti"
erstaunlich ist, dass immer noch soviel gespendet wird:

--> Link
farmerj: "Erdbeben auf Haiti"
oldie2002 hat folgendes geschrieben::
erstaunlich ist, dass immer noch soviel gespendet wird:

--> Link


Ich finde trotzdem, dass man spenden sollte...nur eben genau drauf achten WO und an WEN man spendet.....

es kann und darf nicht sein, dass uns die Gier einzelner, das Leid hunderttausender ingnorieren lässt.......

so, jetzt bin ich wohl wieder ein "Gutmensch"..ist mir aber egal
eisloewe62: "Erdbeben auf Haiti"
farmerj hat folgendes geschrieben::
@ weltcamper
Was anderes, was mich aber am allermeisten wütend gemacht hat, ist, wie lange es gedauert hat, bzw. noch dauert bis diese Hilfe bei den Menschen ankommt.
Wenn es darum geht zigtausend Soldaten incl. aller Infrastruktur wie Kriegsmaschinerie, Waffen, etc. zu einem Kriegsherd zubefordern, das geht innerhalb von zwei, drei Tagen.......und hier ??
Nach einer Woche kriegen die das immer noch nicht geregelt........


Der Vergleich hinkt doch aber. Auf Kriege bereiten sich die Menschen vor! Seit Jahrhunderten schon haben wir eine ausgefeilte Strategie entwickelt, technische Spitzenleistungen werden oft zunächst im/fürs Militär entwickelt. Das klingt makaber, abe res ist leider so.

Krisenmanagement bei Naturkatastrophen scheint ungleich schwieriger. Der Tsunami hat in de rFolge zu Vorwarnsystemen geführt, die Erdbebenvorhersage ist offenbar ungleichschwieriger.
Wenn du aber wie in Haiti den einzigen Hafen,den einzigen Flugplatz nicht mehr hast, wenn du allein 18h von der Dom.Rep. benötigst, wenn die UN als Koordinator selbst zerstört ist, die Regierung in Teilen nicht mehr existiert, dann ist das doch der Super-Gau, oder?

Als wir in dresden die Elebflut hatten, konnten sich die Menschen in bestimmten Grenzen *vorbereiten*. Es gab in Sachsne-Anhalt Hausbesitzer, dei montierten ALLES ab und sicherten ihre Häuser. In dresden verloren Menschen ihre Papaiere, weil diese in den untersten Schubladen ihrer Erdgeschoßwohnungne klagerten und sie nicht auf die Idee kamen, diese Dinge in Sicherheit zu bringen. Bayerische Feuerwehrleute saßen nichtstuend auf den Sammelplätzen, weil die Org. nicht funktionierte.
Ich war selbst in Pirna zu Aufräumarbeiten. Wir erfuhren dann, dass wir in einem Abrisshaus Schlamm schaufelten, während in anderen Ortsteilen Rentner sich selbst überlassen waren. Es wurde einfach nicht koordiniert, in Deutschland.

Das macht einen wütend, ohne Frage. Und es ist kein Vergleich zu dem,was sich in Haiti abspielt.

Farmerj, du kannst auch nicht mit 10.000 Leuten oder mehr dort hingehen, die müssen ja dann auch versorgt werden, irgendwo schlafen.

Es geht eigentlich nur, wenn unter den Überlebenden eine Art Lebenswille
greift, sie beginne, selber die Lebensmittel zu verteilen, Zeltstädte zu bauen, sich an de rBeräumung der Schäden zu beteiligen, später dann di eHäuser aufbauen, di eInfrastruktur n Gang bringen. Das alles, obwohl sie Angehörige verloren haben und eigentlich denken: Warum noch weitermachen.
Ich würde den Vergleich zu Kriegen nicht ziehen, höchstens so, dass nach Kriegen die Menschen bereit waren, etwas Neues zu schaffen und aufzubauen.
Ich bin zu jung und froh, nie einenKrieg erlebt zu haben, ich kann es nur aus den Erzählungen meine rgroßeltern entnehmen 8meine Großväter waren in 2 Weltkriegen).
guenterp_de: "Erdbeben auf Haiti"
eisloewe62 hat folgendes geschrieben::

Es geht eigentlich nur, wenn unter den Überlebenden eine Art Lebenswille
greift, sie beginne, selber die Lebensmittel zu verteilen, Zeltstädte zu bauen, sich an de rBeräumung der Schäden zu beteiligen, später dann di eHäuser aufbauen, di eInfrastruktur n Gang bringen. Das alles, obwohl sie Angehörige verloren haben und eigentlich denken: Warum noch weitermachen.


Genau das ist der Punkt,aber wenn man die Berichte sieht dann laufen bzw fahren die ziellos durch die Stadt.

Jeder hat zwei Hände und kann somit einen Stein beiseite räumen
weltcamper: "Erdbeben auf Haiti"
Sorry das ich das Thema nochmal hoch bring.
Aber mir geht die ZDF Gala Show voll auf die Nerven.
Wieder ne Show und alle klatschen.

:roll:
WomoKindi: "Erdbeben auf Haiti"
Da wird halt Quote gemacht, geht doch mit Katastrophen immer noch am besten. ;)

zT.
Hilfe zur Selbsthilfe wäre richtig, alles Andere verschlimmert dort auf Dauer nur alles.
WMÜ: "Erdbeben auf Haiti"
Eben ein Nachbeben von 6,1


Wahhhnnnnnnnsinnnnn, hört das Elend da nicht auf???????
bigpit: "Erdbeben auf Haiti"
Ich denke jetzt nicht nur mit Schrecken an die Menschen die dort leben, sondern auch an die jenigen, die als Helfer da runter sind.

Unvorstellbares Leid & Elend müssen diese Helfer sehen und verkraften.
Sie müssen ohnmächtig und ohne Möglichkeit der Hilfe zusehen, bzw, zuhören, wie Hilfeschreie unter den Trümmern leiser weden, bis sie dann verstummen.
Dazu dann der Gestank der Verwesung, an die Gefahr an Seele, Leib und Leben, an die schlimmen Anblicke der getöteten Menschen garnicht erst zu denken.
Bei uns ist jetzt winter. Wir vergessen, wenn wir im Fernsehen die Berichte anschauen, dass es da unten jetzt um die 35°C hat und das bei den Temperaturen 10.000de oder gar 100.000de Leichen unter den Trümmern liegen..
Jetzt fehlen nur noch tropische Regengüsse wie die dort unten üblich sind, um die Katastrophe noch schlimmer zu machen.
Wie die das in den Griff bekommen wollen weiß ich auch nicht.
Am besten man würde die am schlimmsten betroffenen Gebiete zu einem riesen Friedhof machen und die Stadt daneben komplett neu aufbauen.

Was passiert den alternativ. Die Menschen bauen zwischen den Trümmern und Krankheitsherden Ihre Häuser und Hütten wieder genauso instabil auf, wie vorher. Es wird wieder mit minderwertigem Material gebaut, wieder wird es Betrug und Bereicherung geben und beim nächsten Erdbeeben liegt wieder alles platt.
Ich sehe da ein nahezu unlösbares Problem.

Am meisten zu leiden haben werden wieder die ärmsten der armen und die kinder.

Jede Spende bei den großen und anerkannten Hilfsorganisationen macht wohl Sinn. Auch kann ein Gebet, an welchen Gott auch immer man glaubt, oder ein Gedenken für die Betroffenen und für die Helfer nicht schaden.

Wir spenden über den Arbeitgeber meiner Frau. Dieser Konzern legt auf jeder Mitarbeiterspende noch mal das selbe obendrauf.
eisloewe62: "Erdbeben auf Haiti"
oldie2002 hat folgendes geschrieben::
erstaunlich ist, dass immer noch soviel gespendet wird:

--> Link


Ich finde es sehr schade, dass eine Zeitung mit so einer unklaren Aussage daherkommt.

Die Frage: Cui bono?
Die Antwort: Der Auflage dieses Blattes, denn Menschen gieren nach Skandalmeldungen.
Da wird gleich mal das seriöse DZI mit genannt. Und schwupps, schon überlegen weider einige, ob denn dieses Gütesiegel einen Wert hat.
Die Katastrophe hat eben viele Ebenen.
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