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Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern

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yasar: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Heute auf "t-online" gefunden:




Short-Attacke

Große Hedge Fonds erwarten Euro-Crash

Erschienen am 26.02.2010 | Frank Lansky

Die Finanzprobleme von Griechenland schwächen die europäische Gemeinschaftswährung


Einige der größten Hedge Fonds der Welt setzen nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) auf einen Euro-Verfall (siehe Euro-Dollar-Kurs ). Auf einem exklusiven Dinner in Manhattan Anfang Februar hätten sich mehrere Vermögensverwalter extrem pessimistisch zum Euro geäußert: Griechenland sei erst der Anfang der Krise, früher oder später werde die europäische Währung auf Parität zum Dollar rutschen. Zu den Teilnehmern des Gedanken-Austausches gehörten Manager von Soros Fund Management, SAC Capital Advisors und Greenlight Capital. Obwohl es bislang keinen Beleg über konkrete Absprachen gibt, erweckt das Treffen den Eindruck einer koordinierten Attacke auf den Euro.


Hedge Fonds glauben an Euro-Dollar-Parität

Der Tenor des Treffens in New York: Die Turbulenzen im Euroraum böten eine einzigartige Trading-Chance, die sich nur einmal im ganzen Berufsleben biete – einen sogenannten "Career Trade". "Das ist eine Gelegenheit, eine Menge Geld zu machen“, zitiert das Blatt Hans Hufschmid, ehemals Top-Manager beim Investmenthaus Salomon Brothers, der heute bei GlobeOp Financial Services SA arbeitet. Der Euro stand im Dezember noch bei rund 1,52 Dollar, er war zuletzt bis auf 1,35 Dollar abgerutscht.

Risikofreudige Investoren

Hedge Fonds sind Investoren, die sowohl an steigenden (long) als auch an fallenden Kursen (short) verdienen und aufgrund ihres Sitzes in Steueroasen weitgehend unreguliert sind. Durch Kreditaufnahme und den Handel in Derivaten können sie mit einer kleinen Menge an Eigenkapital große Mengen an Kapital bewegen. Mit einem Hebel von zwanzig lässt sich beispielsweise ein Gewinn von hundert Prozent erzielen, wenn das Investment um fünf Prozent in die gewünschte Richtung steigt.
Griechenland ist erst der Anfang
Gastgeber des Treffens sei eine kleine Investmentbank gewesen. An dem von Monness, Crespi, Hardt & Co. veranstalteten Dinner vom 8. Februar referierten dem Bericht zufolge drei Portfolio-Manager über die europäische Schuldenkrise. Donald Morgan, der Chef des Hegde Fonds Brigade Capital, nannte die griechischen Schulden nur einen der ersten kippenden Domino-Steine. Früher oder später werde die Krise auch auf US-Firmen, Gemeinden und auf US-Staatsanleihen übergreifen. Einhorn gehörte laut WSJ zu den ersten Skeptikern von Lehman Brothers, er setzt derzeit wegen der Inflationsgefahr auf Gold .

Es gibt keine gute Lösung
SAC-Manager Aaron Cowen beurteilte alle möglichen Lösungen für die Griechenland-Krise als negativ für den Euro. Schon vorigen Monat hatte George Soros, der mit seinem Fonds rund 27 Milliarden Dollar verwaltet, die Europäische Union gewarnt, dass der Euro zerbrechen werde, falls die EU ihre Finanzen nicht in den Griff bekomme. Soros ging im Jahr 1992 eine Short-Wette auf den Verfall des britischen Pfundes ein, die ihm damals rund eine Milliarde Dollar eingebracht haben soll. Großbritannien versuchte damals erfolglos das Pfund zu stützen.

Höhere Short-Nachfrage nach dem Treffen
Zwar sei es unmöglich, den von den Hedge Fonds ausgelösten Abwärtsdruck auf den Euro genauer zu beziffern, schreibt das "Wall Street Journal" weiter. Doch hätten die Deals der Euro-Bären zusätzlichen Druck auf den Euro ausgeübt – und somit auf die Europäische Union. Genau in der Woche des Treffens sei die Anzahl von Short-Kontrakten auf den Euro an der Chicago Mercantile Exchange (CME) auf den höchsten Wert seit Einführung der Gemeinschaftswährung geklettert, zitiert die Zeitung die Währungsstrategen von Morgan Stanley .

Gedankenaustausch oder konkrete Absprache?
Bislang gebe es von der Finanzaufsicht noch keine Anzeichen für ein illegales Verhalten. Das Blatt verglich die Transaktionen aber mit Finanz-Attacken auf Lehman Brothers: Ende 2008 hätten wichtige Fondsmanager wie David Einhorn, das ist der Chef von Greenlight Capital – auch er nahm an dem Euro-Treffen im Februar teil – auf den Preisverfall von Wertpapieren von Lehman gewettet und damit den Niedergang der Bank beschleunigt.

Wette auf den Bond-Crash
Schon Ende vorigen Jahres hätten Hedge Fonds in großem Stil Credit Default Swaps (CDS) gekauft, mit denen sich der Wertverfall von Staatsanleihen aus Portugal, Italien, Griechenland und Spanien absichern lässt, erläuterte das "WSJ" weiter. Beispielsweise habe der Hedge Fonds Paulson & Co. – er verwaltet 32 Milliarden Dollar – große Mengen an CDS ins Depot gelegt, weil er von einem Wertverlust griechischer Staatsanleihen ausging. Höhere CDS-Preise gelten als Vorboten eines Staatsbankrotts. Seit Dezember habe sich der Preis dieser CDS im Schnitt verdoppelt. Allerdings gehe Paulson mittlerweile nicht mehr von einem Bankrott aus, er habe Positionen geschlossen.

WestLB glaubt nicht an Euro-Absturz
Die Experten der WestLB teilten im Gespräche mit t-online.de die pessimistische Einschätzung der Hedge Fonds nicht. Volkswirt Arnd Schäfer glaubt nicht an die Parität – derzeit werde lediglich die Überbewertung des Euro aus den vergangenen Monaten abgebaut. Auf Sicht von zwölf Monaten sieht er den Euro in einer Spannweite von 1,30 bis 1,40 Dollar. Ferner geht er nicht von einem Staatsbankrott Griechenlands aus – die EU werde alle notwendigen Maßnahmen treffen, um dies zu verhindern. Zum einen könnten große Länder mit guter Bonität als Bürgen für neue griechische Staatsanleihen auftreten. Ferner biete sich die Auflage eines Euro-Bonds oder die gemeinsame bilaterale Emission von Staatsanleihen an. Außerdem könne immer noch der Internationale Währungsfonds zu Hilfe kommen.

Euro zu groß für Attacke
Ansonsten sei eine konzertierte Attacke auf den Euro nahezu unmöglich, konstatierte Torge Middendorf, Devisen-Experte bei der WestLB. Die europäische Währung sei einfach zu groß, um sie selbst mit Massen an Geld nachhaltig in die eine oder andere Richtung zu treiben. Laut "WSJ" werden an jedem Tag rund 1200 Milliarden Dollar in Euro-Trades umgesetzt.




Wenn ich mich richtig erinnere waren es die o.g. "Hedge-Fonds" die vor einigen Jahren die Währung von Thailand ins Bodenlose stürzen ließen.

Aber dass von diesen Fonds für uns nichts Gutes zu erwarten ist, dürfte auf der Hand liegen.

Und dass die WestLB nicht an einen Absturz des Euro glaubt, beunruhigt mich eher mehr als weniger.

Gruß

Peter
Anzeige: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
farmerj: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
weißt du, wer solch einen Blödsinn macht, wie die Euro-Währungsmacher und einen Vertrag aufsetzt, dass man überführte Betrüger wie Griechenland nicht aus der Währungsunion werfen kann, der ist selber schuld.

Nur schade, dass es wir alle wieder ausbaden werden...

aber wie wir ja von den griechischen Politikern diese Woche gelernt haben, haben wir Deutschen Nazis ja noch all das viiiieeeeeeeeeeele Gold von den Griechen, das wir ihnen damals gestohlen haben...... :D
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
yasar hat folgendes geschrieben::

Aber dass von diesen Fonds für uns nichts Gutes zu erwarten ist, dürfte auf der Hand liegen.
Und dass die WestLB nicht an einen Absturz des Euro glaubt, beunruhigt mich eher mehr als weniger.
Gruß
Peter


Wo steht das, dass kein Land ausgeschlossen werden kann? Quelle?

Hedge Funds sind nicht die Verursacher, die nützen nur Schwächen aus die andere verursachen. Das ist in einer freien Wirtschaft legitim.
Aber wenn Politiker, so wie derzeit in Europa, einen Mist nach dem anderen bauen dann findet sich immer ein Sack auf den man drauf hauen kann.
Zuerst Zoff Deutschland mit der schweiz.
Jetzt Zoff Deutschland mit Griechenland. Alles nur Zufall oder werden die Medien wie immer für gewisse Zwecke benützt? Ablenkungsmanöver?

Dann noch die schweiz Zoff mit Libyen oder der Zollboykott der EU Israelischer Waren aus den besetzten Palästinsergebieten, daraus dann Zoff mit Israel und...und...und!!!

Soll DAS vielleicht Vertrauen in den EURO erzeugen????
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Rider hat folgendes geschrieben::
yasar hat folgendes geschrieben::

Aber dass von diesen Fonds für uns nichts Gutes zu erwarten ist, dürfte auf der Hand liegen.
Und dass die WestLB nicht an einen Absturz des Euro glaubt, beunruhigt mich eher mehr als weniger.
Gruß
Peter


farmerj hat folgendes geschrieben::
weißt du, wer solch einen Blödsinn macht, wie die Euro-Währungsmacher und einen Vertrag aufsetzt, dass man überführte Betrüger wie Griechenland nicht aus der Währungsunion werfen kann, der ist selber schuld.


Wo steht das, dass kein Land ausgeschlossen werden kann? Quelle?

Hedge Funds sind nicht die Verursacher, die nützen nur Schwächen aus die andere verursachen. Das ist in einer freien Wirtschaft legitim.
Aber wenn Politiker, so wie derzeit in Europa, einen Mist nach dem anderen bauen dann findet sich immer ein Sack auf den man drauf hauen kann.
Zuerst Zoff Deutschland mit der schweiz.
Jetzt Zoff Deutschland mit Griechenland. Alles nur Zufall oder werden die Medien wie immer für gewisse Zwecke benützt? Ablenkungsmanöver?

Dann noch die schweiz Zoff mit Libyen oder der Zollboykott der EU Israelischer Waren aus den besetzten Palästinsergebieten, daraus dann Zoff mit Israel und...und...und!!!

Soll DAS vielleicht Vertrauen in den EURO erzeugen????
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
[quote="Rider"][quote="Rider"]
yasar hat folgendes geschrieben::

Aber dass von diesen Fonds für uns nichts Gutes zu erwarten ist, dürfte auf der Hand liegen.
Und dass die WestLB nicht an einen Absturz des Euro glaubt, beunruhigt mich eher mehr als weniger.
Gruß
Peter


farmerj hat folgendes geschrieben::
weißt du, wer solch einen Blödsinn macht, wie die Euro-Währungsmacher und einen Vertrag aufsetzt, dass man überführte Betrüger wie Griechenland nicht aus der Währungsunion werfen kann, der ist selber schuld.


Wo steht das, dass kein Land ausgeschlossen werden kann? Quelle?

Hedge Funds sind nicht die Verursacher, die nützen nur Schwächen aus die andere verursachen. Das ist in einer freien Wirtschaft legitim.
Aber wenn Politiker, so wie derzeit in Europa, einen Mist nach dem anderen bauen dann findet sich immer ein Sack auf den man drauf hauen kann.
Zuerst Zoff Deutschland mit der schweiz.
Jetzt Zoff Deutschland mit Griechenland. Alles nur Zufall oder werden die Medien wie immer für gewisse Zwecke benützt? Ablenkungsmanöver?

Dann noch die schweiz Zoff mit Libyen oder der Zollboykott der EU Israelischer Waren aus den besetzten Palästinsergebieten, daraus dann Zoff mit Israel und...und...und!!!

Soll DAS vielleicht Vertrauen in den EURO erzeugen????
farmerj: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
@ rider

natürlich kann ich dir nicht den originalen Vertrag vorlegen...aber vlt. tuts ja auch das:

- --> Link

- --> Link

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und extra für dich hier noch der Link zum angesprochenen Wachstums- und Stabilitätspakt:

- --> Link
kintzi: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Hallo,neben den bekannten Nachteilen auch Vorteil: wenn der € weiter fällt, steigen unsere Exportchancen, was zumindest der exportierenden Wirtschaft gut tut u. damit uns allen. Gruss Richi
farmerj: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
kintzi hat folgendes geschrieben::
Hallo,neben den bekannten Nachteilen auch Vorteil: wenn der € weiter fällt, steigen unsere Exportchancen, was zumindest der exportierenden Wirtschaft gut tut u. damit uns allen. Gruss Richi


Also aus beruflicher Erfahrung kann ich dazu nur eines sagen:

mittlerweile häufen sich sowohl deutsche Firmen, als auch innereuropäische Firmen die uns beliefern, die ihre Rechnungen nicht mehr in Euro, sondern in USD stellen.................

und dann siehts natürlich auch mit den Produktionskosten nicht mehr ganz so gut aus....und dann bringt auch der evtl. steigende Export nichts mehr, weil nix oder nur wenig übrig bleibt......
meier923: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
kintzi hat folgendes geschrieben::
Hallo,neben den bekannten Nachteilen auch Vorteil: wenn der € weiter fällt, steigen unsere Exportchancen, was zumindest der exportierenden Wirtschaft gut tut u. damit uns allen. Gruss Richi


das ist die andere Seite der Medalie,denn wir sind ein Exportland ,das darf man nicht vergessen
:!:
yasar: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Rider hat folgendes geschrieben::
...Hedge Funds sind nicht die Verursacher, die nützen nur Schwächen aus die andere verursachen. Das ist in einer freien Wirtschaft legitim....


Ich denke, daß diese Einschätzung sachlich und vielleicht auch juristisch richtig ist.




Auf der anderen Seite ist diese Art des Umgangs mit - nicht nur finanziellen Problemen - für mich ein Stück weit die Ursache unseres Niedergangs

- wenn alles, was nicht explizit verboten ist, legitim ist, werden wir uns in Zukunft noch mehr mit Abzockern und Betrügern auf verschiedensten Ebenen rumschlagen müssen, von der sozialen Verwahrlosung ganz zu schweigen

- wenn doch "nur" Schwächen ausgenutzt werden, heißt das, daß wir immer mehr Zeit und Lebensenergie dafür aufbringen müssen, nicht schwach zu sein um damit - um Himmelswillen - keinen "Starken" zu provozieren unsere Schwäche auszunutzen

- und nur weil o.g. Hedge Fonds vielleicht (!) ein Elend nicht verursacht haben, ist es trotzdem nicht legitim sich daran zu bereichern und andere noch mehr ins Unglück zu stürzen, damit die eigene Profitrate stimmt

Heute gefunden:



Finanzaufsicht jagt Euro-Spekulanten

Erschienen am 02.03.2010 | Financial Times Deutschland

Hedge Fonds haben den Euro in die Zange genommen - nun ermittelt die Finanzaufsicht

Die Spekulationsgeschäfte im Zusammenhang mit der griechischen Schuldenkrise sind zum Fall für die deutsche Finanzaufsicht geworden. Die Aufsichtsbehörde BaFin untersucht derzeit, inwieweit spekulative Anleger wie Hedge Fonds die Krise in Athen mit Wetten verschärft haben. Bislang hat die BaFin keine eindeutigen Ergebnisse zu Tage gefördert, doch die Prüfung durch die Aufsicht ist eine Warnung an Finanzjongleure. Euro-Gruppenchef Juncker will ihnen gar die "Folterinstrumente" zeigen.
Griechenland-Geschäfte in der Kritik Wie ein Sprecher der Behörde bestätigte, hat die BaFin die Umsätze im Handel mit Kreditausfallversicherungen auf griechische Staatsanleihen analysiert. Die umstrittenen Griechenland-Geschäfte geraten derzeit immer stärker in die Kritik. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte am Montag, Spekulation zulasten des Euro (siehe Euro-Dollar-Kurs ) schade allen Ländern der Euro-Zone. Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, drohte Marktakteuren mit "Folterwerkzeugen", sollte Griechenland von Spekulanten weiter in die Enge getrieben werden.
Bislang keine Ergebnisse der Ermittlungen Wie es aus informierten Kreisen hieß, haben die Untersuchungen der deutschen Finanzaufsicht bislang keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Allerdings würden BaFin und Bundesfinanzministerium das undurchsichtige Marktgeschehen weiter genau beobachten. Von einer Entwarnung für die Spekulanten könne daher noch keine Rede sein, hieß es.
Hohe Chancen bei geringem Risiko Mit Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) können Investoren auf steigende Risikoprämien von Staaten wie Griechenland wetten. Diese Instrumente sind besonders heikel, weil sie Investoren mit einem vergleichsweise geringen Einsatz erlauben, auf eine steigende Ausfallwahrscheinlichkeit zu setzen. Weil Anleger für solche Geschäfte nicht entsprechend Staatspapiere halten müssen, gehen sie dabei oft geringe Risiken ein.
Spekulationen verschärfen griechische Schuldenkrise Im Extremfall könnten Spekulanten die EU zu einer Rettung Griechenlands treiben. Experten zufolge haben die CDS-Geschäfte den Anstieg der Renditen griechischer Staatsanleihen verstärkt. Damit sind auch die Zinskosten für den griechischen Staat zu stark gestiegen. Die verteuerte Kapitalaufnahme verstärkt wiederum die Schuldenkrise des Landes.
Harter Sparkurs in Griechenland Griechenland erklärte sich am Montag zu mehr Einsparungen bereit, um das Haushaltsdefizit wie geplant 2010 um vier Punkte auf unter neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken. "Wir werden alles Nötige tun, um das Defizit zu reduzieren, einschließlich neuer Maßnahmen", sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou nach einem Gespräch mit EU-Währungskommissar Olli Rehn. Rehn forderte die griechische Regierung auf, zusätzliche Maßnahmen schon in den kommenden Tagen zu verkünden. Ministerpräsident Giorgos Papandreou sagte in einer im Fernsehen ausgestrahlten Rede, die Bürger seien bereit, trotz aller Lasten das Land zu retten: "Die Krise unseres Landes beschränkt sich nicht auf unser Haushaltsproblem. Das ist nur die Spitze des Eisbergs."


Gruß

Peter
Harry13: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Noch was zum Thema,

pro Jahr zahlt jeder Bürger in GR durchschnittlich 1355 Euro Bestechungsgeld. Laut Transparency Internernational ist das sogar nur die Spitze des Eisbergs.

Griechenlands Wirtschaft und Gesellschaft bleiben trotz Wirtschaftskrise fest im Griff der Korruption. Das geht aus einer neuen Untersuchung von Transparency International (TI) Griechenland für das Jahr 2009 hervor, die WELT ONLINE vorliegt. Dem Bericht der weltweit gegen Korruption kämpfenden Organisation zufolge zahlten Griechen im vergangenen Jahr durchschnittlich 1355 Euro Bestechungsgeld, wenn sie die Ausstellung eines Führer- oder Fahrzeugscheins beschleunigen, eine Baugenehmigung kaufen, schneller in ein öffentliches Krankenhaus aufgenommen oder die Ergebnisse einer Steuerprüfung manipulieren wollten. 2008 lag das durchschnittliche Bestechungsgeld bei 1374 Euro


LG
Horst
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
yasar hat folgendes geschrieben::

Auf der anderen Seite ist diese Art des Umgangs mit - nicht nur finanziellen Problemen - für mich ein Stück weit die Ursache unseres Niedergangs

- wenn alles, was nicht explizit verboten ist, legitim ist, werden wir uns in Zukunft noch mehr mit Abzockern und Betrügern auf verschiedensten Ebenen rumschlagen müssen, von der sozialen Verwahrlosung ganz zu schweigen

- wenn doch "nur" Schwächen ausgenutzt werden, heißt das, daß wir immer mehr Zeit und Lebensenergie dafür aufbringen müssen, nicht schwach zu sein um damit - um Himmelswillen - keinen "Starken" zu provozieren unsere Schwäche auszunutzen


Das ist leider schon lange so, an das Gute glauben doch nur noch wir kleinen Würstchen. Grundwerte wie Anständigkeit, Zuverlässigkeit oder "das tut man nicht" usw. gibt es doch nur noch in homöpathischen Dosen. LEIDER!
Daran sind doch in der Geschichte alle großen Kulturen gescheitert. Machen wir uns also nichts vor, auch wir werden irgendwann scheitern. LEIDER

yasar hat folgendes geschrieben::
Die umstrittenen Griechenland-Geschäfte geraten derzeit immer stärker in die Kritik. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte am Montag, Spekulation zulasten des Euro (siehe Euro-Dollar-Kurs ) schade allen Ländern der Euro-Zone. Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, drohte Marktakteuren mit "Folterwerkzeugen", sollte Griechenland von Spekulanten weiter in die Enge getrieben werden.
Bislang keine Ergebnisse der Ermittlungen Wie es aus informierten Kreisen hieß, haben die Untersuchungen der deutschen Finanzaufsicht bislang keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Allerdings würden BaFin und Bundesfinanzministerium das undurchsichtige Marktgeschehen weiter genau beobachten. Von einer Entwarnung für die Spekulanten könne daher noch keine Rede sein, hieß es.


Bitte nicht böse sein, aber darüber kann ich nur lachen. Eina Bafin die selber mehr Dreck am Stecken hat als gut für deutsche Bürger ist - Stichwort die Argentinien Pleite und wie die deutsche Justiz incl. der Bafin mit ihren Bürgern umgeht und erfolgreiche Gerichtsurteile einfach ignoriert - kann nur unwissenden Menschen dieses Märchen auftischen.

D unter Anschela hat bis jetzt schon 45 Milliarden Euros in Form von griechischen Staatsanleihen gekauft und wird noch weiter kaufen. Genau damit steigen die Zinsen die Greece für diese Schulden auch an DEUTSCHLAND zahlen muss. Nachfrage steigert bekanntlich den Wert, in diesem Fall sind es die Zinsen, einer Ware und wenn jetzt die Hedge Jungs genau dies ausnützen, muss man "Folterwerkzeuge" auf den Markt werfen. :)
DAS schaue ich mir erste Reihe Fußfrei gerne an wie das funktionieren soll. Ich kann darüber nur lachen, wenngleich ich insgeheim auch hoffe, dass sowas funktionieren wird. Allein mir fehlt der Glaube.
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
kintzi hat folgendes geschrieben::
Hallo,neben den bekannten Nachteilen auch Vorteil: wenn der € weiter fällt, steigen unsere Exportchancen, was zumindest der exportierenden Wirtschaft gut tut u. damit uns allen. Gruss Richi


Das wird zwar gerne so gesagt - ist aber nicht UNBEDINGT so.
1. Es ist deswegen noch nicht garantiert, dass die Länder, die viel bei uns kaufen, auch in der lage sind zu bezahlen
2. Muß man natürlich berücksichtigen, in welchen Währungspaaren der Eur stark ist und in welchen nicht.
3. Einfluss nehmen zum Beispiel auch Sicherungsgeschäfte - sprich, wie sich die Industrie gegen Währungsausfälle absichert, bzw. was sie wählt um sich abzusichern (eine andere Währung oder Gold etc etc)

Seit Erholung des Dax ist auch der EUR/USD gestiegen und nicht gefallen
Die stärke eines Landes oder Ländergemeinschaft wird im groben auch an der Stärke Ihrer Währung gemessen.

Eine Divergenz zwischen EUR und Dax auszunutzen macht nur kurzfristig Sinn.
Gast: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
Rider hat folgendes geschrieben::

D unter Anschela hat bis jetzt schon 45 Milliarden Euros in Form von griechischen Staatsanleihen gekauft und wird noch weiter kaufen. Genau damit steigen die Zinsen die Greece für diese Schulden auch an DEUTSCHLAND zahlen muss. Nachfrage steigert bekanntlich den Wert, in diesem Fall sind es die Zinsen, einer Ware und wenn jetzt die Hedge Jungs genau dies ausnützen, muss man "Folterwerkzeuge" auf den Markt werfen.


Genauso ist es. Das ist auch das, was ich im anderen Thread ansprach. Dadurch lenkt man das Schicksal Griechenlands. Desdo mehr Nachfrage nach Staatsanleihen es gibt, desdo mehr steigen die Zinsen für Griechenland und desdo weniger Chancen haben die Griechen, ihre Schulden bzw. wenigstens die Zinsen zu bezahlten.
Die , die die Stattsanleihen kaufen, kaufen sich ein Land, denn mit jeder Anleihe begibt sich Griechenland immer weiter in die Abhängikeit der Käufer.
In wie weit das ggf. sogar seitens dritter gewünscht und/oder geplant ist, wird man nie rauskriegen.
cojo: "Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern"
[quote="campin.gpit
In wie weit das ggf. sogar seitens dritter gewünscht und/oder geplant ist, wird man nie rauskriegen.[/quote]

ich glaube es gibt keine Verschwörungen sondern nur Dummheit, Arroganz, Rückscihtslosigkeit und Machtgeilheit.
Das macht aus jeder misslichen Lage ohne den Einsatz von Vernuft einen katastrophalen Selbstläufer.

Denn nicht nur der Euro hat nicht mehr seinen Gegenwert, sondern auch das Pfund, der Dollar, der Yen und die anderen Währungen die sich daran orientieren.
Ob nun Grichenland oder Kalifornien, der Kollaps des Weltfinanzsystems hat schon längst begonnen.
Eventuell haben wir die Chance für eine Verbesserung der misslichen Lage deren Ausgangspunkt 30 Jahre zurückliegt, wenn das System den Geist aufgiebt.

Gruß Jörg
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