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Reisebericht 20 Tage Schweden

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eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
So, hier die bilder.
Dann ging es nach Stockholm, einem, wenn nicht DEM Höhepunkt unserer Reise.

-- Fortsetzung folgt --
Anzeige: "Reisebericht 20 Tage Schweden"

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Anne42: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
also dann auf nach Stockholm, freu mich schon drauf :razz:
chrralf: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
Hallo nach dresden!

Ich freue mich riesig für Euch, dass Euer schweden Urlaub so ein Erfolg war. Nach den Mühen der Vorbereitung, die Ihr Euch gemacht habt, habt Ihr das aber auch verdient! :wink:

Ich bin schon gespannt, wie der Bericht weiter geht!

Hat Euch denn der Womo Virus schon gepackt? :D Wenn ja, für weitere Tips und Tricks (vielleicht für die nächste Reise Richtung Norwegen :wink:) stehen die User hier im Forum, und ich speziell, gerne wieder zu Verfügung!

Viele Grüße

Christian
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
Hallo Christian,
ich beantworte mal diese Frage zuerst:
Virus eher nicht, weil ich z.B. sehr gerne in die Berge fahre und dort möchte ich die Bequemlichkeit und den Komfort einer Ferienwohnung nicht missen.
Ich bin eher jemand, der verschieden Reiseformen ausprobiert.
ABER: Sollte ich mal genügend Geld für eine Amerikareise haben, dann wäre eine Wohnmobilreise eine Option.

Am 18.07. verließen wir den CP Kallbukten und starteten gen Stockholm. Zunächst machten wir einen Halt in Söderköping, um uns den Göta-Kanal anzuschauen. Dazu muss ich sagen, dass ich ein begeisterter Leser schwedischer Krimis bin. Sjöwall Wahlöö, Mankell, Nesser sind meine absoluten Lieblingsautoren und die 10 Bände um Kommissar Martin Beck sind für mich nach wie vor das Beste, was ich jemals gelesen habe.
"Die Tote im Göta-Kanal" haben wir nicht gesehen, aber dieses Bauwerk hat uns sofort gefangen genommen. Ich kann dies schwer beschreiben, im Verlauf unserer Reise sollte der Kanal noch eine Rolle spielen.

Anschließend machten wir *Strecke* und fuhren über die E4 nach Stockholm. In Stockholm wollten wir 2-3 Tage bleiben.
Etwas beschwerlich war die CP-Suche. Der 1.CP war der oft empfohlene, aber irgendwie sehr steril und öde CP Bredang. Da er uns nicht gefiel, fuhren wir zum CP Vaxholm, ein Tipp unseres Vermieters. Leider war der CP überfüllt und so sind wir schließlich nach Rosjobaden gefahren, wo wir zuvor tel. reserviert hatten. Ich muss sagen, dass ich dies als eine der wenigen unangenehmen Seiten empfand, die Suche nach einem CP in Stockholm in der Hochsaison. Eine Vorreservierung ist hier empfehlenswert.

--> Link

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eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
19.-21.7. Stockholm

Zunächst möchte ich erwähnen, dass uns Stockholm von seiner Bilderbuchseite empfing. Strahlend blauer Himmel, ca. 25°C.
Wir fuhren vom CP mit Bus/U-Bahn direkt nach Gamla Stam und bummelten durch die Altstadtgassen. Ich finde es immer schön, eine unbekannte Stadt ohne einen festgelegten Zeitplan zu durchstreifen, sich auch *treiben zu lassen*. An der Ostseite Gamla Stans werben zahlreiche Stadtrundfahrtboote um Gäste. Wir entschlossen uns kurzerhand, eine ca. 1stündige Fahrt mit einem Hopp-On Hopp-Off Boot zu machen. Wir wählten die preiswerte Variante, bei der man einfach auf dem Boot bleibt. Auf der Fahrt hat man phantastische Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten Stockholms. Nach dieser beeindruckenden Rundfahrt stärkten wir uns in einem kleinen Restaurant und wieder konnten die Frauen dem phantastischen Kuchen nicht wiederstehen ;)
Anschließend bummelten wir noch durch einige Geschäfte und Straßen dieser sehr lebendigen Stadt.

Der 20.7. begann mit der Suche nach einem Zahnarzt, da sich Sohnemann ein Inlay ausgebissen hatte. Diese Suche nahm ca, 2h in Anspruch, wir bekamen einen Termin für den folgenden Tag.

Was tun?
Glück im Unglück, wir fuhren erneut nach Vaxholm, bekamen einen Platz und wanderten ca. 3km entlang zum Hafen. Dort kauften wir Tickets und fuhren mit einem Linienboot durch die inneren Schären nach Grinda. Grinda ist eine sehr beliebte Ausflugsschäre und wir verbrachten dort paar richtig entspannte Stunden. Eine Fahrt durch den Schärengarten kann ich jedem empfehlen, beeindruckende Ausblicke auf Inseln, Inselchen, viele dienen als Feriendomizile der schweden.

Nach diesen 2 Tagen Stockholm/Schären, starten wir Richtung Uppsala, vorher aber wurde unserem Sohn das Inlay fachgerecht eingesetzt.
Zahnarzt = Tandläkere = TOP-Behandlung und wurde von der IKK zu 100% übernommen.
So, jetzt kommen erstmal die Stockholm-Fotos.
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
Stockholm-Fotos

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eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
Vaxholm und Schärengarten

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eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
21.7. - 22.7.

Wenn man wie wir eine Rundreise plant, hält man sich entweder an einen strengen Zeitplan ODER man improvisiert. Ursprünglich wollten wir bis Orsa fahren und selbst einen Abstecher nach Norwegen an den Femund hatte ich im Visier. Aber dies hätte einige überlange Fahrten bedeutet und im Laufe der Reise wurde es uns wichtiger, einige Plätze etwas ruhiger anzugehen. Ausserdem wollten wir noch an die Westküste und zum Göta-Kanal.

Und so beschlossen wir, der nördlichste Punkt würde Uppsala sein, von dort sollte es westlich an den Hjälmaren von dann gen Süden nach Berg und entlang des Götakanals zum Vänern gehen. Ein Entschluß, den wir nicht bereuen sollten.

Doch zunächst zogen wir den Bogen über Uppsala mit seiner beeindruckenden Universität und der größten nordischen Domkirche. Auf dem Weg suchten wir einen Insider-Tipp des Marco-Polo-Reiseführers auf. Die Marco-Polo gehören bei uns zur Standard-Reiselektüre und der Tipp führte uns zu Linnés Alterssitz in der Nähe von Uppsala.

Dort gibt es einen schönen Garten, Café und Museum.
Anschließend fuhren wir nach Uppsala, besichtigten AudiMax und Domkirche.

Danach bogen wir über die Str. 55 und dei E18 gen Südwesten legten noch ein gehöriges Stück weg zurück. Ziel war ein CP am Hjälmaren.
Tel. reservierten wir vor (wir lernten! und dies beruhigt) und fuhren eine eine recht eintönige Strecke zu einem der 5 größten Seen Schwedens. Der CP in Lappe sollte zu einem der schönsten Aufenthalte werden. Sehr gepflegte Sanitäranlagen, ein schöner Strand, herrliche Wälder zum Blaubeerensammeln. Da wir ohnehin einen Wäschetag einlegen mussten, blieben wir 2 Nächte und damit bin ich beim Bergfest unserer Reise angekommen.
Unserer Tochter spendierten wir eine 24h INet-Rate, es wurde gegrillt, entspannt, eben einfach --> gecampt und Urlaub gemacht. Wie üblich auf schwedischen CP, gabs 'ne Partie Minigolf.

--- wird fortgesetzt ---
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
Leider komme ich momentan nicht dazu, die bilder zu laden. Damit der Bericht aber endlich zu einem Abschluß kommt, werde ich zunächst unsere Reise schildern. Die Fotos vom 2.Teil unseres Urlaubs liefere ich nach.

23.7.
Nach dem Ruhe/Waschtag setzten wir unsere Fahrt gen süden fort. Ziel war der Götakanal. zunächst besuchten wir in Vingäker eines der sehr beliebten Outlet-Stores. Unser Eindruck ist, dass wohl die schweden sehr gern in diesen Geschäften einkaufen, wir fanden es eher wie eine Ansammlung meherer Kaufhäuser. Einen schönen Winteranorak für Sohnemann im Gepäck, fuhren wir dann Richtung Linköping, wobei wir dies auf absoluten Nebenstraßen unternahmen. Das war nicht immer nach dem Geschmack der Passagiere, denn die Straßen waren kurvenreich, z.T. hüglig und Proteste der Tochter so vorprogrammiert.
Gegen Mittag erreichten wir Berg und besichtigten ausgiebig die Schleusentreppen. Wir setzten die Fahrt dann entlang des Kanals fort. Es hat eine unglaublich beruhigende Wirkung, an den Schleusen den Schiffsverkehr zu beobachten. Das alte Götakanal-Hotell in Borensberg oder die Schleusentreppe in Motala, das sind bleibende Eindrücke. Übrigens, "Die Tote im Göta-Kanal" beginnt an der Schleuse Motala.
Wir übernachteten in Borensberg auf einem großen Platz, an dem zahlreiche Bootswagen lagen. Spätabends baute neben uns ein Päärchen ein Zelt auf. Sie waren mit einem Tandem unterwegs. Wer den Götakanal besucht, sollte sich überlegen, eine Radtour entlang des Kanals zu unternehmen. Ausleiher sind ausreichend vor Ort.
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
24.7.
Fahrt um den Vättern zum Vänern
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir den Kanal bis zu seinem Ziel in Sjötorp *verfolgen*. Von Motala aus fuhren wir gen Norden um den Vättern herum zunächst nach Karlsborg an der Westküste. Karlsborg wird bestimmt durch die Festung Karlsborg. Anschließend fuhren wir zur ältesten Schleuse des Götakanals nach Forsvik. Neben der Schleuse befindet sich ein hervorragendes Café. Im Garten sitzend kann man stundenlang den Booten und em Schleusenbetrieb zuschauen. Wir fuhren nach einer ausgiebigen Pause weiter nach Sjötorp und hier endete unser Besuch des Götakanals.
Auch ein halbes Jahr später sind diese Tage das wohl eindrucksvollste an diesem sehr schönen Land. Und ein Urlaubswunsch ist es, einmal eine Schiffsfahrt auf dem Kanal auf einem der alten Passagierschiffe zu buchen. Leider bekamen wir diese nicht zu Gesicht.

Auf Askeviks Camping buchten wir eine Nacht. Das Wetter schlug um, es wurde windig und kühl und begann zu regnen.
Der nächste Tag sollte der wettermäßig schlechteste werden.
25.7.
Wir entschlossen uns, die Strecke Sjötorp-Sotenäs (ca. 230 km) zu fahren. Aufgrund des Dauerregens verzichteten wir auf Besuche von Städten/Orten.
Sotenäs ist im Sommer hoffnungslos überlaufen, CP sind wirklich zum Bersten voll. Offenbar galt für uns der Spruch. "Dumm hat Schwein", denn wir bekamen auf einem der schönsten CP der Westküste (wohl auch einer der teuersten) einen richtig schöenen Platz (Solvik Camping). Und als wäre dies noch nicht genug, klarte es gegen Abend auf und so hatte dieser Tag einen phantastischen Abschluß.
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
26./27.7.
-SMÖGEN-
Mehr muss man wohl gar nicht erwähnen. Schwedenkenner preisen diesen Ort aufgrund seiner Exponiertheit, der vielen Yachten, der Schärenküste und vieler Café's.
Es ist ein Touristenort, Wohnmobilisten stehen dicht an dicht im Hafengebiet.
Wir hatten unseren Paltz in Solvik sicher und wollten ursprünglich zu Fuß das Gebiet erkunden. Dei Entfernung und z.T. fehlenden Wege ließen uns umdenken und wir machten eine Rundtour mit dem Mobil (Smögen, Lysekil).
An dem Tag herrschte Postkartenwetter, einfach unglaublich schön. An der Brücke nach Smögen mussten wir unbedingt einige Fotos *schießen*, auch hier sehr viele Wohnmobile.

Da wir sowohl die Schären vor Stockholm als auch die Westküste besucht hatten, fällt ein Vergleich sehr schwer. Sicher, spektakulärer sind die Schären nördlich Göteborgs, aber mir persönlich gefiel die Bootstour an der Ostküste einen Tick besser. Es mag daran gelegen haben, dass die Westküste wirklich sehr überlaufen wirkte.

Tja, so langsam neigte sich der Urlaub dem Ende entgegen. Wir wollten noch einmal eine etwas ruhigere Zeit an einem see in südschweden verbringen und entschlossen uns, Göteborg *ausfallen* zu lassen.

27.-29.7.
Am 27. brachen wir *die Zelte* in Solvik ab und fuhren auf der E6 gen Süden. An Göteborg vorbei war unser letztes Ziel Unnaryd am Unnen.
Ein sehr schöner CP, sehr ruhig gelegen, nach den vielen Erlebnissen der richtige Ort, um noch 2 Tage Erholung pur zu genießen.
Auch der letzte Versuch, endlich mal einen Fisch zu angeln, schlug fehl. Irgendwie wollte es nicht klappen, aber das ging wohl diesen Juli einigen so.

Am 29.7. fuhren wir nach Trelleborg, stoppten aber vorher noch in Malmö und schauten uns den Turning Torso und die Öresundbrücke an.
Malmö selbst hätten wir gern etwas ausführlicher besucht, aber unsere feste Fährbuchung wollten wir nicht gefährden.

Mit der 17:00- Fähre setzten wir nach Sassnitz über und kamen gegen Abend in Muckran an. Wir wollten gern noch ein Stück fahren, im Nachhinein kein guter Gedanke. Denn in Sassnitz waren alle Plätze des wohl einzigen SP belegt. Nach einigem Umherirren bekamen wir dann den Tipp einer Tankstellenbesitzerin, auf einem P&R Platz direkt unter der Rügendammbrücke zu stehen.
Dies war auch ganz o.k., allerdings weckten uns frühmorgens laute Huipsignale von rückkehrenden LKWs, die in de rNähe ihr Depot hatten.

Frishce Brötchen gekauft und dann ging es die 450km heimwärts. Dei erste Rast, ein Frühstück und der Rest der Heimfahrt nach dresden war Wehmut, Erzählungen und die Gewissheit, einen phantastisch schönen Urlaub erlebt zu haben.

--- Ende des Berichts ---
... bis auf die Fotos
eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
... Nach dem Urlaub ...
Am Samstag, den 31.7. gaben wir das Wohnmobil ab. Leider hatte ich einen Schaden am Tisch verursacht, die Hälfte der Kaution war futsch. Den in Deutschland verregneten August nutzte ich auch, um ein Fotobuch des Urlaubs zu erstellen.

Tja, ein Wohnmobilist werde ich wohl eher nicht, aber viele meiner Freudne beneiden mich. Jeder sagt, dass mache ich auch mal und dann? Dann ist das wie mit vielen Dingen, irgendwann denkt man wehmütig zurück.
Wir haben es gemacht, haben uns als Neulinge eine relativ weite Reiseroute incl. Fährüberfahrt ausgesucht.
Ich kann sagen, es hat sich gelohnt, es funktioniert OHNE Probleme.
Einige meiner Tipps (wohlgemerkt für Neulinge!) sind:
- gründliche Planung, insbesondere über Ver/Entsorgung informieren, Übernachtungsplätze sind wichtig. Auch Vorabinformationen zu Fähren und eine ungefähre Reiseroute sind nie verkehrt.
- In schweden eine CampingCardScandinavia besorgen bewährte sich. Es gab dazu das CP-Verzeichnis und ALLE CP konnte ich auch im Garmin als poi einspielen. wir haben dann öfter im Verlauf unserer Fahrt bei CP angerufen und für denselben Tag vorgebucht.
Ausserdem hatte ich noch eine kostenlose Karte der Raststätten sowie eine gute und trotzdem preiswerte Autokarte von Südschweden.
- Wer wie wir nicht unbedingt Camper ist und wem die kleinen Sanitärzellen zu eng sind oder wer aus Gründen der Sicherheit lieber auf CP übernachtet, für den ist schweden eine Option, nein, ein IDEALES Reiseland. Auf CP bekommt man meist 100qm, oft hatten wir auch mehr Platz. Lediglich in stockholm und in Solvik mussten wir etwas *kuscheln*.
- Autofahren in schweden ist STRESSFREI! Tempolimit und rücksichtsvolle Fahrweise, das war auffallend. Das ist wichtig, denn wer wie wir ein Mobil mietet, wird dies als wohltuend empfinden.

- Wir haben einen Bilderbuchsommer erwischt! ---> und etwas Bleibendes daraus gemacht!

VIEL SPAß ALLEN, die mit dem Wohnmobil 2011 schweden besuchen oder die sich wo auch immer aufhalten werden.
Für weitere Informationen könnt ihr gerne auch meine E-Mail eisloewe62 at web punkt de nutzen, da ich nur ab und an im Wohnmobilforum lese..

Macht*s gut und besten Dank nochmal für viele Tipps.

Und eine Bildergalerei kommt noch, versprochen...
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