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Reisebericht 20 Tage Schweden
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Hallo und guten Morgen allen Campern, Wohnmobilfahrern und Schwedenfreunden
Ich möchte einen Bericht unseres Urlaubs verfassen und damit all jene bestärken, die wie wir ABSOLUTE Neulinge in Sachen Wohnmobil/Camping sind.
Als erstes möchte ich mich bedanken bei den vielen Nutzern hier, die mir Tipps gaben und und wirklich sehr geholfen haben. Natürlich läuft dann trotzdem nicht alles glatt, gibt es das ein oder andere Problemchen. Es trübt aber den Urlaub in keinster Weise, sorgt sogar für einiges an Erkenntnissen, die man gewöhnlich nicht einplant. Davon später mehr.
Zur Einstimmung einige Fakten unserer Reise:
Teilnehmer:
Tochter (17 Jahre)
Sohn (13 Jahre)
Frau und ich (48 Jahre)
Mobil: ein Mietmobil (cristall A 531, alkoven und Doppelstockbetten längs)
Reisezeit: 11.-30.juli 2010
Reiseroute:
dresden - Sassnitz - Trelleborg - Ystad - Getnö Gard - Eksjö - Vimmerby - Källbukten - Söderköping - Stockholm - Vaxholm - Uppsala - Hjälmaren (Läppe) - Berg - Borensberg - Karlsborg - Sjötorp - Uddevala - CP Solvik - Vällsnäs (Bolmen) - Malmö - Trelleborg - Sassnitz - dresden
Gefahrene Km: ca. 3.800 (incl. 1000 kmAn/Abreise dresden-Sassnitz)
Highlights aus unserer Sicht:
Die CP GetnöGard , Läppe, Kallbukten, Solvik, Vällsnäs
Stockholm, Uppsala, Eksjö, Malmö
der Göta-Kanal
Eigentlich alles, aber das lag natürlich auch an dem phantastischen Wetter, welches wir hatten. Temperaturen zwischen 20 und 27 °C, nur 2 Regentage, davon verbrachten wir einen im Mobil, um an die Westküste zu gelangen. teilweise Postkartenhimmel, traumhafte Sonnenuntergänge am Hjälmaren, Asnen und Vänern. Stockholm von seiner schönsten Seite
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| Anzeige: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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So, hier der Versuch, 2 bilder anzuhängen
Leider ist wohl meine gewählte Auflösung für einige bilder zu groß :( --> nächster Versuch
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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So, ich fange mal mit dem Bericht an.
Gerade für Mieter und Neulinge ist sicher ein nicht unwichtiger Teil die Reiseplanung/Vorbereitung. Es gibt Anfänger, die mieten Samstag Mittag und versuchen dann, die Abendfähre zu bekommen. Unseres wäre das nicht und es sollte sich sehr schnell zeigen, dass eine gute Vorbereitung auch für Anfänger machbar ist.
Kartenmaterial, Navi-POIs, CP-Karte und Katalog im vorfeld organisiert.
Für die Ernährungszubereitung kaufte ich einen Billig-grill, der vollkommen ausreichend war. Ferner leisteten wir uns eine Bodum und das war eine gute Entscheidung.
3 Gasflammen (eine defekt) + grill, mehr braucht man nicht, um eine 4köpfige Familie 3 Wochen lang mit abwechslungsreicher Kost zu versorgen. Wir hatten letztlich zu viel Nudeln, Reis, Käse, Wurst gekauft.
Ich empfehle jedem, die Supermarktkette ICA. Sehr sauber, sehr gutes Sortiment, immer auch gute Angebote.
Wer Alkohol benötigt, der kaufe es in Deutschland. Wir nahemn Weinballons mit, und ich kaufte an der Fähre noch eine Palette Bier (sehr zu empfehlen der scandlines-shop in Muckran!)
Am 10.7. dann das Mobil geholt und den Nachmittag mit dem Beladen verbracht. Dieses Wochenende war allerdings der reinste Horror, Temperaturen weit über 30°C, da fällt jede Arbeit schwer.
Sohnemann richtete sich bereits auf dem heimischen Grundstück ein und weihte das Feriendomizil ein.
Abfahrt dann am frühen Sonntagmorgen, unsere komplizierte Grundstücksausfahrt gemeistert und ab gings. Locker, entspannt, nach ca. 100km kehrt eine Art *Gefühl* für das Mobil ein. Meine Bedenken, wie sich so eine Kiste fährt, lösten sich in Luft auf.
Über die A13, A10, A11, A20 ging es nach Prora (rügen). Gegen Mittag waren wir am Ziel der 1.Etappe.
Die Fähre hatten wir für Montagmorgen gebucht, dafür gab es 2 Gründe: 1. Das Endspiel der Fußball-WM
2. Wir wollten uns Binz / Prora anschauen.
Übernachtungsplatz war die Wohnmobiloase in Prora. dort gab es im großen Festzelt Fußball und Wernesgrüner, also PERFEKT!
Ein entspanntes Schlafen war nicht möglich, es war heiß und die 1.Nacht in *neuen* Betten ist gewöhnungsbedürftig.
Relativ zeitig verließen wir die Oase und schifften uns auf die Fähre nach Trelleborg ein.
Fahrt vorbei an den Kreidefelsen und später dann noch 'ne Mütze Schlaf nachgeholt.
Mittags kamen wir in Trelleborg an, reisten aber sofort weiter. In einem kleinen Bogen fuhren wir nach Ystad, machten einen kleinen Stadtbummel. Für mich als Wallander-Fan ein Muss, weitere Plätze berühmter schwedischer Krimiautoren sollten folgen. Ystad ist eine nette Kleinstadt, schöne alte Kirche, Marktplatz und eine Altstadt. Ferner auch ein Hafengelände, auf dem man auch übernachten darf. Auf der Fahrt hatten wir aber bereits westlich Ystads einige Mobile am Strand gesehen und dorthin begaben wir uns dann auch (Koordinaten 55.424816,13.786594).
Der Platz wurde von schweden frequentiert, der Strand ist ein Hundestrand und als *Bonbon* liegt am Rande ein Tierfriedhof (naja).
V/E gibt es nicht, aber das brauchten wir am 1.Tag auch nicht.
Wir waren in schweden! Eine Frage nach der anderen zum Mobil löste sich.
Nach einer wesentlich entspannteren Nacht fuhren wir gut erholt am Dienstag, d.13.7. Richtung Asnen.
bilder reiche ich nach.
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| pipo: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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| eisloewe62 hat folgendes geschrieben:: |
Eigentlich alles, aber das lag natürlich auch an dem phantastischen Wetter, welches wir hatten. |
Oha wenn das meine Frau ließt, dann bin ich reif :roll:
Wir wollten ja auch fast zur gleichen Zeit nach schweden.
Nach einem winter voller Planungen und Ideen haben wir uns dann doch für die Wärme entschieden.
Aber nächstes Jahr ist schweden dran :D
Der Bericht macht absolut Lust auf mehr :!: :!: :D
Spart nicht mit Details :wink:
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Leider habe ich den verregneten Samstag dann mit Fotobuch erstellen verbracht und dann nicht mehr die Muße, hier fortzufahren. Es dauert daher etwas, aber ich werde es tun.
Vielleicht zum Wetter: Wir hatten in schweden ein ganz anderes Temperaturgefühl als hier. Selbst Temperaturen um ca. 22°C empfanden wir als warm. Wir haben IMMER im Freien gesessen, und das war bei 4 Personen dann auch gut. Jeder hatte seinen Freiraum, so etwas wie ein *Lager*-Koller kam nie auf.
So wurde es bei uns einer der schönsten Familienurlaube der letzten Jahre.
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| womo-klaus: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Hallo eisloewe62,
sehr schöner Anfang Deines Reiseberichtes. Freue mich schon auf mehr....
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Hier kommen erstmal die Fotos unserer ersten Urlaubstage
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Hier einige bilder von der Fährüberfahrt, Ystad und unserem stellplatz direkt an der Ostsee
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Oops, das wichtigste im Forum fast vergessen. Unser Platz, direkt an der Ostsee, V/E nö, psst, gepullert haben wir in die See,
Kosten 0 SEK
Hundestrand, allerdings fährt dort auch die Eisenbahn, aber für eine Nacht ist es trotzdem o.k.
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Wir beschlossen, zunächst einen Campingplatz anzufahren, der in vielen Berichten, insbesondere von Familien mit Kindern, eine hervorragende Bewertung bekommt: Der Naturcampingplatz Getnö Gard.
Unser Vorhaben war, in schweden möglichst wenig auf den frequentierten Europastraßen zu fahren, eher ruhigere Straßen zu nutzen.
Von Ystad aus fuhren wir die Nr. 19 nordwärts. Kurz vor Tomelilla ein Schreck. Linkerhand ein CP, der rappelvoll war, riesengroß, in praller Sonne. Ja, Juli und die schweden verreisen gern mit Wohnwagen ...
Unsere Route führte uns an Ahus vorbei, dann ein kurzes Stück die E22 und von Brömölla nach Olofström. es war ein entspanntes Fahren, hügelige Landschaft, Wälder, Seen, Sonennschein. Über Fridafors war das Tagesziel bald erreicht. Zum Naturcamp führt eine ca. 10km enge Straße, rechts See, links See. Uns war klar, hier bleiben wir.
am CheckIn bezahlten wir die Campingmarke und dann wurde ein sehr schöner, üppig bemessener Platz bezogen. Wir buchten 2 Nächte und verbrachten einen herrlichen Tag mit Paddeln, Baden und Regeneration nach dem heißen Wochenanfang. Der Platz war fest in ausländischer Hand, Deutsche und Holländer, wahrscheinlich setzen Schwedn andere Prioritäten, aber auch das erfuhren wir noch.
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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So, ich setze mal fort.
Eigentlich, folgt man den Beschreibungen erfahrener schweden-Urlauber, hatten wir mit Getnö-Gard schon DEN ultimativen Campingplatz besucht. Und das Wetter war dermaßen schön, am Liebsten wären wir länger geblieben. ABER, unser Urlaub sollte eine Rundreise durchs südliche schweden werden und das setzten wir auch um. Getnö-Gard ist aber durchaus eine Camping-Option für einen längeren Zeitraum.
Am Do, d. 15.7. verließen wir Getnö-Gard Richtung Norden. Zunächst fuhren wir aber nach Ljungby (Laganland), denn das schwedische Wappentier wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ein schöner Elchpark auf der Must du gesehen haben - Liste :D, und einige stattliche Tiere geschossen (aufs Foto), weiter ging es nach Norden. Tagesziel war die kleine Garnisionsstadt Eksjö, welche durch ein Ensemble sehr gut restaurierter Holzhäuser besticht.
Auf der Fahrt hielten wir am Nydala Kloster und machten erstmals Bekanntschaft mit einem der vielen schwedischen Cafés, welches sich hier in einem angrenzenden Gut befand. Muss man erlebt haben, diese altmodisch anmutenden Cafés, Sammeltassen und lecker gebackener Kuchen.
In Eksjö checkten wir 1 Nacht auf dem CP ein und machten noch einen ausgiebigen Spaziergang in die Altstadt.
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| 13norge: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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...hier fehlen aber noch ein paar Tage...
Mach doch bitte mal weiter mit Deinem Bericht... bettel
8)
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| Anne42: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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freu mich schon sehr auf die Fortsetzung
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Sorry, tut mir leid, aber so ist das, wenn man nicht über einer Sache bleibt.
Hier jetzt erstmal die bilder von unserer Fahrt vom Asnen nach Eksjö
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| eisloewe62: "Reisebericht 20 Tage Schweden"
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Am 16.07. wollten wir Richtung Nord/Osten fahren. Erstes Ziel sollte Vimmerby sein. Ich mache es kurz: Wir ersparten uns die umgerechnet 130€ Eintritt für das Astrid-Lindgren-Land und fuhren stattdessen mit einer Eisenbahn auf Rädern in den Ort. Dieser hat einen sehr schönen Marktplatz und kleine Gassen laden zum Bummeln ein.
Nach dem Aufenthalt fuhren wir dann zur E22.
An dieser Stelle eine Bemerkung zum Tanken in schweden: Es ist etwas anders als bei uns, viele Tankstellen bestehen aus reinen Selbstbedienungsanlagen. Man fahre an eine Tanksäule, gebe die Kreditkarte in den Automaten ein, wähle den gewünschten Betrag und schalte die Zapfsäule durch Eingabe der PIN frei. Dann begebe man sich zur Zapfsäule und betanke das Mobil. Anschließend begebe man sich wieder zum Automaten und ziehe die Quittung. So die Theorie, mit etwas Glück kann man das Menu sogar auf Englisch ändern.
Nach unserem 1.Tankstopp fuhren wir Richtung Tyrislöt an der Ostküste.
Dank Navi lernten wir eine schwedische Schotterpiste kennen, die hatte was von Rallyepiste. Härtetest fürs Mobil und die Gläser und Tassen. Es blieb alles heile, trotzdem mieden wir in Zukunft die ganz kleinen Straßen. Der CP direkt am Meer war ausgebucht, aber auf Kallbuktens CP fanden wir reichlich Platz. Wir beschlossen, einen Ruhetag einzulegen.
Am Samstag früh trauten wir dann unseren Augen kaum: Schwedische Dauercamper mit elektrischer Heckenschere und Rasentrimmer, das hatte etwas von deutschen Laubenpiepern. Wir nahmen es eher belustigt war und ließen ansonsten einfach alle Viere gerade sein. Bei Spaziergängen, Grillen und einem ausgiebigen Kartenspielabend urlaubten wir.
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