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ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!

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frankiafred: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Moin yasar,
wenn du dich beleidigt gefühlt haben solltest,so tut es mir es leid.Es war nicht meine Absicht hier jemanden zu beleidigen :) .Nichts desto totz nehme ich keines meiner Worte zurück.Als ein Mensch ohne Diskussionskultur (muß mal nachschlagen was eine gute Diskussion ausmacht) der intellektuell nicht sehr hoch anzusiedeln ist (ergo:ein Blödmann ist :wink: ),kam mir selbstverständlich SOFORT in den Sinn,auf den täglichen Wahnsinn bei uns zu verweisen.Man liest und hört (aus gutem Grund) wenig darüber.Ich (und man kann durchaus anderer Meinung sein) finde es einfach pervers,daß man die "großen Themen" so vernachlässigt,der kleine hund,die kleine Katze,der kleine Vogel usw. so präsent sind in den Medien (Quote etc..).Mein Beitrag soll auch nicht Quälereien an Stieren,Katzen,Hunden,Vögeln was auch immer relativieren - immer schlimm und verachtenswert :!: Nur die Maßstäbe sollten im Auge behalten werden.Ja,und eine eigene Meinung darf man doch vertreten,oder? DAS ist für mich Diskussionskultur (wenn auch hier manchmal schwer zu vermitteln).
Es Grüßt Dich Fred
Anzeige: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
yasar: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Servus frankiafred,

es ehrt Dich, daß Du - scheinbar - deeskalieren willst, ohne natürlich (!) irgendetwas zurückzunehmen :D :D :D

Ein (!) Merkmal einer Disskussionskultur ist für mich dem Gegenüber ehren- und ernsthafte Motive zu unterstellen. Und egal was meine Motive, nach Deiner Meinung, für diesen thread sein könnten, in dem Zusammenhang den Begriff "Verlogenheit" zu verwenden ist unpassend, unverschämt und arrogant.

Ich nehme Dir ernsthaft ab, daß Dein Interesse und Dein Engagement wirklich der gequälten Kreatur gilt. Da möchte ich nix relativieren oder kritisieren.

Sich aber hinzustellen und zu propagieren, was Betroffenheit auslösen darf und was nicht, was "verlogen" ist was nicht, ist mehr als anmaßend.


Ich bin nicht in der Lage zu beurteilen ob das Grauen in deutschen Hühnerfabriken, oder in französischen Stopflebermastanstalten, oder dänischen Schweinebetrieben größer ist.

Ich kann auch nicht sagen, ob das Quälen eines 500 - Kilo-Stieres genauso viel Schmerzen verursacht wie das elendige Zusammenpferchen von 250 Hühnern a 2 Kilo, oder von 2500 Garnelen a 200 Gramm.


Wenn Du das kannst, dann bist Du mir einiges voraus. Und ich bin immer noch bereit jeden Tag was dazu zu lernen.
Mit welchen Parametern näherst Du Dich diesem Grauen der gequälten Kreaturen, um nicht selber das Gefühl von "Verlogenheit" zu entwickeln?! Kilo, Stückzahl, Anzahl der Beine, Dauer des Todeskampfes, Lautstärke der Schreie, Menge des Adrenalin-Ausstosses..... ????

Bin gespannt auf Deine Antwort!

Schönen abend und Gruß

Peter
frankiafred: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Moin yasar,
ehrlich gesagt habe ich mir über deine Motive zu dem Thema keine Gedanken gemacht (hatte beim Schreiben nicht mal mehr im Sinn,daß du Threadstarter bist).Und um es ein letztes mal zu sagen:alle die hier gegen den Stierkampf schrieben haben meiner unmaßgeblichen Meinung nach Recht.Auch habe ich mich meinen Beiträgen nicht als moralische Instanz dargestellt,die drüber befindet was Betroffenheit auslöst und was nicht.Ich wollte lediglich meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen,daß große Teile der Bevölkerung den "kleinen" Themen große Beachtung schenken,während sie bei den "großen" (und das tun sie,sonst wäre das Angebot nicht so groß) wegschauen.Meine Beiträge sind allgemein zu sehen.Ich hatte niemand spezielles im Sinn.
Vielleicht war in meinem Beitrag die Vokabel "Verlogen" unglücklich gewählt.Ich empfinde es aber so :( .Mir ist auch klar,daß es wirklich Menschen gibt die sich tatsächlich keine Gedanken machen wo ihr täglich Fleisch produziert wird.Ein sehr großer Teil der Bevölkerung hat aber zumindest eine Ahnung davon,tut aber nichts dagegen (was sehr einfach ist - Abstimmung an der Fleischtheke - kauf ich nicht) weil das die Preise in die Höhe treibt.Denn ab und an greifen die Medien diese Themen dann doch auf.Du fragst nach Parametern.Will ich dir gern nennen (immer im Bewußtsein dessen,daß es nun wirklich pervers ist das Leid der Tiere an "meßberarem" festzumachen - Tierquälerei ist IMMER schlecht).Ich nehme das Beispiel des Stieres.Der Stier hatte ein relativ langes,relativ unbeschwertes Leben (Ausnahmen Bestätigen die Regel).Das dürfte allgemein bekannt sein.Er wurde artgerecht gehalten.Über seinen barbarischen Tod und die Sinnlosigkeit des Stierkampfes sind wir uns gewiss einig.
Wenn ich mir jetzt aber eine z.B. eine Pute in der Industriellen Agrarproduktion ansehe so muß man doch quantitative und qualitative Unterschiede sehen (ich schrieb es schon:pervers,und dennoch muß man es sagen).Bei der Pute handelt es sich nicht selten um eine sogenannte Qualzucht.Diesem Tier wurde eine extrem überdimensionierte Brust angezüchtet.Dieses Tier macht keine einzige "normale" Bewegung in seinem Leben (welches glücklicherweise sehr kurz ist).Dieses Tier quält sich sein ganzes Leben.Und das Millionenfach.Es gäbe unzählige Beispiele (sprengt hier den Rahmen).Kümmert aber kaum einen - wollen viele auch garnicht hören.Hauptsache das Fleisch ist günstig.Den Preis dafür zahlt die Kreatur.Das macht für mich den Unterschied (ohne das ich mit dieser Aussage das Quälen von z.B. Stieren in irgendeiner Form kleinmachen will :!: :!: ).Ich gehöre zu den Leuten,die versuchen erst mal vor der eigenen Haustür zu kehren.So,sehe ich das.Hoffentlich konnte ich einige unklarheiten beseitigen.Wenn du noch Fragen hast bin ich gern bereit diese zu beantworten.
Es Grüßt Dich Fred
euraklaus: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
ich war in aix morts mal auf einem stierkampf...............

da mussten mutige jungs dem stier eine zwischen den hörnern befestigte blume abnehmen ...
das tier wurde weder geschlagen , gereitzt oder verletzt , und konnte nach 15 minuten unverletzt wieder raus ...

der stierkampf um den es hier ging war meines wissens ebenfalls solch eine unblutige variante,,,die man meinetwegen immernoch als unnötige tierquälerei einschätzen kann ....aber wenn ich dann hier lese, wie man die menschlichen opfer ja kinder angeht , dann entsetzt mich das mehr .

klaus
webline: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Hi Peter,

dann wollen wir mal ;)

Du hast den Thread doch offensichtlich mit "Endlich" überschrieben, weil in Deinen Augen endlich die Gerechtigkeit ihren Raum gefunden hat.

yasar hat folgendes geschrieben::
in Zukunft ... würde ich vorschlagen, daß die Barrieren zwischen Arena und Zuschauer stark verkleinert werden, daß so etwas häufiger vorkommen könnte


Und an genau dieser Art von "Gerechtigkeit" hast Du so viel Gefallen gefunden, dass Du dahinter eine Strategie aufbaust: nicht einmal soll es passieren, sondern am besten so oft, bis es keine Stierkämpfe in dieser Art mehr gibt. Genau das ist der Kern Deiner Aussage.

Auf die "Art" kommt es aber anscheinend an. Einen aufgeputschten Stier in eine Arena zu jagen und dann lustige Saltos über seinen Rücken zu schlagen - das gefällt Dir und einigen anderen Gegnern der martialischen Variante gut.
Ich versuche das gerade zu verstehen - wo da die Grenzen sind um es entweder als "ganz schlimm und ekelhaft" oder als "lustiges Spektakel" anzusehen. Blut scheint wichtig zu sein. Der Stier findet beiden Varianten richtig doof.

Aber, das hat bigpit direkt auf den Punkt gebracht: die Aufregen hängt an den Zuschauern, die sich an den Qualen der Tiere ergötzen (ich glaube, die ergötzen sich an etwas, was mit einem ganz bestimmten Männlichkeitsbild zu tun hat und weniger an den Qualen - aber das ist hier wurscht).
Tiere zu qäulen ist nicht das Schlimme - die Voyeure sind hier offensichtlich das Ziel des Zorns. Ich versuche nur, das zu verstehen.

Noch mal zum Blut - ich vermute, der Stier hat ein relativ gutes Leben, bis er in die Arena kommt und dort entweder abgestochen wird oder Männern über seinen Rücken hüpfen (auch dann wird er anschließend geschlachtet). Panik hat er in beiden Fällen - die Zuschauerzahl unterscheidet sich auch nicht - aber in dem zweiten Fall fehlt das Blut.

yasar hat folgendes geschrieben::
Ich gebe aber zu, daß ich mich schon seit vielen Jahren dabei ertappe, wie ich den Stieren die Daumen drücke, daß sie - "ENDLICH" - ihre Peiniger erwischen....


"erwischen" ist natürlich relativ - aber Du willst doch nicht abstreiten, dass Du damit Gewalt gegen den Torero meinst?!

yasar hat folgendes geschrieben::
Trotzdem muß ich Dich enttäuschen. Ich wünsche niemandem (!) auch nur eine Deiner aufgezählten Grausamkeiten. Keinem Torero und auch keinem anderen Tierquäler.


Ich bin nicht enttäuscht, wenn hier keine vorchristliche Gewaltphantasie zum Tragen kommt und ich mich vertan habe. Aber Deine Aussagen sind doch sehr, sehr eindeutig - wenn auch etwas "verpackt".
Diesmal soll wieder Blut fließen - aber der "Peiniger" soll es sein. Sterben - nein - hast Du nie gesagt, aber wie und wo willst Du eine Grenze ziehen?

Was bedeutet denn konkret "endlich den Peiniger erwischen"? Was konkret ist die Folge Deiner Forderung nach einer Verkleinerung der Barrieren zwischen Arena und Zuschauer? Ganz plastisch - praktisch? Nix zwischen den Zeilen? Was bedeuten diese Forderungen?
Die Antwort gibst Du selber: "...weil das Pack auf den Rängen zwar gerne Blut sieht, aber - feige wie sie nun mal sind - doch bitte nicht das eigene".

Deine Aussage "Ich wünsche niemandem (!) auch nur eine Deiner aufgezählten Grausamkeiten" widerspricht Deinen anderen Aussagen. Also: wenn schon, dann bitte nicht versuchen, anschließend wieder die moralische Kurve zu kriegen. Sonst wird die Diskussion sehr schwierig. Wörter wie "Kollateralschaden" hören sich zwar harmlos an, die Taten dahinter sind es aber nicht und dann sollte man auch "zivile Opfer" sagen.

yasar hat folgendes geschrieben::
Die kinder, die verletzt wurden, tun mir ausnahmslos alle sehr leid !!!


Ab welcher Altersgrenze sind die Verletzungen der Zuschauer denn für Dich der gerechte Preis?
yasar: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Guten morgen zusammen,

kann - mal wieder - nicht gleich auf Angesprochenes antworten, werde das aber noch nachholen.

Möchte nur kurz festhalten, daß ich die Art und Weise wie man hier miteinander umgeht im großen Ganzen, und unter besonderer Berücksichtigung des sehr emotional besetzten Themas, als z.g.T. sehr konstruktiv empfinde.

Eigentlich hatte ich befürchtet, daß dieser thread nicht lange existiert. Auch weil man einige meiner Äußerungen bestimmt nicht als "unprovokativ" :wink: bezeichnen kann.

Gruß

Peter
Poldi: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
@frankiafred, ich glaube, wenn das Wort nicht -verlogen-, sondern -inkonsequent- gelautet hätte, wäre die selbe Meinung zum Ausdruck gekommen, ohne dass sich Peter hätte beleidigt fühlen müssen. :denk:

Ich stimme Dir zu, Peter - das Diskussionsniveau ist trotz Kontroverse erstaunlich gut. :gut:

Gruß Poldi
yasar: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
frankiafred hat folgendes geschrieben::
Moin yasar,
ehrlich gesagt habe ich mir über deine Motive zu dem Thema keine Gedanken gemacht (hatte beim Schreiben nicht mal mehr im Sinn,daß du Threadstarter bist).Und um es ein letztes mal zu sagen:alle die hier gegen den Stierkampf schrieben haben meiner unmaßgeblichen Meinung nach Recht.Auch habe ich mich meinen Beiträgen nicht als moralische Instanz dargestellt,die drüber befindet was Betroffenheit auslöst und was nicht.Ich wollte lediglich meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen,daß große Teile der Bevölkerung den "kleinen" Themen große Beachtung schenken,während sie bei den "großen" (und das tun sie,sonst wäre das Angebot nicht so groß) wegschauen.Meine Beiträge sind allgemein zu sehen.Ich hatte niemand spezielles im Sinn.
Vielleicht war in meinem Beitrag die Vokabel "Verlogen" unglücklich gewählt.Ich empfinde es aber so :( .Mir ist auch klar,daß es wirklich Menschen gibt die sich tatsächlich keine Gedanken machen wo ihr täglich Fleisch produziert wird.Ein sehr großer Teil der Bevölkerung hat aber zumindest eine Ahnung davon,tut aber nichts dagegen (was sehr einfach ist - Abstimmung an der Fleischtheke - kauf ich nicht) weil das die Preise in die Höhe treibt.Denn ab und an greifen die Medien diese Themen dann doch auf.Du fragst nach Parametern.Will ich dir gern nennen (immer im Bewußtsein dessen,daß es nun wirklich pervers ist das Leid der Tiere an "meßberarem" festzumachen - Tierquälerei ist IMMER schlecht).Ich nehme das Beispiel des Stieres.Der Stier hatte ein relativ langes,relativ unbeschwertes Leben (Ausnahmen Bestätigen die Regel).Das dürfte allgemein bekannt sein.Er wurde artgerecht gehalten.Über seinen barbarischen Tod und die Sinnlosigkeit des Stierkampfes sind wir uns gewiss einig.
Wenn ich mir jetzt aber eine z.B. eine Pute in der Industriellen Agrarproduktion ansehe so muß man doch quantitative und qualitative Unterschiede sehen (ich schrieb es schon:pervers,und dennoch muß man es sagen).Bei der Pute handelt es sich nicht selten um eine sogenannte Qualzucht.Diesem Tier wurde eine extrem überdimensionierte Brust angezüchtet.Dieses Tier macht keine einzige "normale" Bewegung in seinem Leben (welches glücklicherweise sehr kurz ist).Dieses Tier quält sich sein ganzes Leben.Und das Millionenfach.Es gäbe unzählige Beispiele (sprengt hier den Rahmen).Kümmert aber kaum einen - wollen viele auch garnicht hören.Hauptsache das Fleisch ist günstig.Den Preis dafür zahlt die Kreatur.Das macht für mich den Unterschied (ohne das ich mit dieser Aussage das Quälen von z.B. Stieren in irgendeiner Form kleinmachen will :!: :!: ).Ich gehöre zu den Leuten,die versuchen erst mal vor der eigenen Haustür zu kehren.So,sehe ich das.Hoffentlich konnte ich einige unklarheiten beseitigen.Wenn du noch Fragen hast bin ich gern bereit diese zu beantworten.
Es Grüßt Dich Fred


Servus frankiafred,

Poldi hat es - mal wieder - hervorragend zusammengefasst :P

Das eine Wort war und ist nicht passend, darauf habe ich geantwortet und von mir aus, ist das jetzt auch um die Ecke. :wink:
Ich denke Du hast mit Deinen Betrachtungen auch nicht Unrecht, aber ich bin z.B. jemand der nicht nur versucht "vor der eigenen Haustüre zu kehren".

Wann ich z.B. das letzte Mal - das von Dir angesprochene - Putenfleisch gegessen habe, weiß ich gar nicht mehr. Ich vermute in den 80ern.

Und spätestens, seit ich weiß, daß vielen Mast-Küken mit einem glühenden Draht die vordere Schnabelspitze abgetrennt wird, damit sie sich später nicht gegenseitig totpicken, hole ich -wenn überhaupt - nur noch Hühner vom Bauernhof (nicht für 2,95 €!).
Wenn übrigens beim Abtrennen der Schnabelspitze nicht ganz genau "gearbeitet" wird, kann es sein, daß innerviertes Gewebe verletzt wird, mit der Folge, daß die Hühner, nach dem Glühdraht, jedesmal (!) wenn sie picken große Schmerzen haben. Wenn man morbide veranlagt wäre könnte man hochrechnen, wie oft ein verstümmeltes Huhn in seinem Leben pickt und Schmerzen erleiden muß, damit es eben so billig im Laden liegen kann. Aber wenn ich ehrlich bin, will ich das gar nicht wissen....

Die Liste von entsetzlichen Grausamkeiten ließe sich beliebig verlängern.

Fangen wir damit an diese Liste kleiner werden zu lassen, und vergeuden wir dabei unsere Kraft und Zeit nicht damit uns gegenseitig zu diffamieren.

Solltest Du einen thread über Massen-Tierhaltung eröffnen, werde ich mich bemühen mit Herzblut dabei zu sein :wink:

Schönen Abend

Peter
yasar: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Hallo Detlef,

will Dir ausführlicher antworten, aber das wird wahrscheinlich erst nächste Woche was.

Stimme mit praktisch keiner Deiner Ausführungen überein.
Außer (!) mit Deiner Meinung über die "Salto"-Stiere. Auch diese Form des Umgangs ist nicht unproblematisch, da hast Du Recht, und ich habe mich da vergaloppiert.
Es ist zwar allemal anstrebenswerter als das was in Spanien passiert, aber trotzdem kein Grund....

Gruß

Peter
yasar: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Fast vergessen:

"...Schon vor dem Vorfall hatte der Stier während der Vorstellung zwei Mal versucht, die Absperrungen zu durchbrechen, wobei er sich ein Horn abbrach..."
(Welt online, 19.8.2010)

Es war übrigens kein Stierkampf bei dem der Stier getötet werden sollte sondern ein "Recortadores", wo wohl versucht wird dem Stier auszuweichen, aber man versucht in seiner Nähe zu bleiben.

Die Person die einen solchen Stier, nach 2 Ausbruchsversuchen trotzdem weiter in der Arena lässt wird vermutlich seit letzter Woche schlecht schlafen.

Gruß

Peter
webline: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
yasar hat folgendes geschrieben::
will Dir ausführlicher antworten, aber das wird wahrscheinlich erst nächste Woche was.

Hallo Peter,

keine Hektik - das Thema läuft uns ja nicht weg :razz:

Ich bin ganz besonders auf die konkreten Beschreibungen gespannt, wie Du Dir das "Erwischen" vorstellst oder wie Du die damit verbundene Gewalt als gerechtfertigtes Mittel zum Zweck begründest...

Also - bis später!
peterhubertus: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
yasar hat folgendes geschrieben::
... Servus frankiafred, ... Solltest Du einen thread über Massen-Tierhaltung eröffnen, werde ich mich bemühen mit Herzblut dabei zu sein :wink: ...

auch ich wäre gelegentlich dabei, möchte den Thread aber nicht eröffnen, weil m.E. eine gewisse "Verpflichtung" damit verbunden ist, konsequent dabei zu bleiben - und dafür habe ich nicht immer die Zeit.

Aber das Thema gibt eine Menge her und könnte in diesem riesigen Forum sogar etwas bewirken.

(Ohne Häme: Diejenigen, die im weitesten Sinne ihr Geld damit verdienen, sei es als Produzent ("Züchter"), oder als Verkäufer, werden allerdings nicht so recht Gefallen an diesem Thema haben).

Schön wäre es, nicht zu emotional im Umgang mit denjenigen zu werden, die anderer Meinung sind. Dann müßte das Thema auch nicht so schnell geschlossen werden . . .
Maxima: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
peterhubertus hat folgendes geschrieben::
Über das Thema gibt eine Menge her und könnte in diesem riesigen Forum sogar etwas bewirken.

(Ohne Häme: Diejenigen, die im weitesten Sinne ihr Geld damit verdienen, sei es als Produzent ("Züchter"), oder als Verkäufer, werden allerdings nicht so recht Gefallen an diesem Thema haben).

Schön wäre es, nicht zu emotional im Umgang mit denjenigen zu werden, die anderer Meinung sind. Dann müßte das Thema auch nicht so schnell geschlossen werden . . .


Wir hatten schon einmal eine Diskussion über Massentierhaltungen.
http://www.wohnmobilforum.de/w-t47139,start,105.html
Ich finde es auch gut, wenn über diese Thematik diskutiert wird. Vielleicht gelingt es dadurch ein wenig Bewußtsein und Achtsamkeit für die Not und das Leid der Tiere in diesen fürchterlichen Massenzuchtbetrieben zu schaffen. Wir Verbraucher haben die Macht diese unsäglichen Betriebe zu minimieren oder gar abzuschaffen.
Dabei geht es gar nicht darum das essen von Fleisch zu ächten oder zu verbieten, es geht vielmehr um Qualität vor Quantität für Tier und Mensch.
Poldi: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Ich möchte aber noch etwas zum Ausgangsthema loswerden.
Ich erlaube mir, zumindest aktiven Tierquälern das zu wünschen, was man unter Verursacherprinzip als gerechte Strafe verstehen kann.
Ein Torrero ist ein Tierquäler, weil er dem Stier mit Widerhaken versehene Lanzen (ich weiß nicht wie man diese perversen Dinger sonst nennt) in den Nacken stößt, um ihn bis zur ohnmächtigen Wut zu treiben.
Der Stier hat keine anderen Waffen als seine Hörner, seine Hufe und seine Kraft, der Torrero hat seine List, seine Wendigkeit, die schon erwähnten Stangen für den Stiernacken und als versicherung noch Helfer, die das wütende Tier ablenken wenn es mal brenzlig wird.
Ich weiß nicht, was man noch aufzählen muss.

Es gibt im Land dieser stolzen Gockel noch eine Gepflogenheit, nämlich die der Jäger, die ihren zur Jagd untauglich gewordenen hund im Wald aufhängen, damit er qualvoll stirbt. Das mag eine im Aberglauben oder wo auch immer zu suchende Tradition der Jäger sein - es ist an Abscheulichkeit nicht zu überbieten.
Fazit: Was könnte gerechter sein, als dass der hund in seiner Not als letzte Tat seinen Herrn kräftig genug ins Gemächte beißt?
Und - könnte man Tierfreunden, zu denen ich auch gehöre, angesichts eines solchen Vorfalls nicht einfach eine gewisse Genugtuung nachsehen, ohne sie gleich alttestamentarischer Verbohrtheit zu bezichtigen?

Gruß Poldi


P.S. Ich habe zwar noch nicht davon gehört, dass ein hund seinem Herrn derartiges angetan hätte, aber als Möglichkeit hat es was.
webline: "ENDLCH! Stier"kampf"-Zuschauer in Panik!"
Hallo Poldi,

gut geschrieben und durchaus nachvollziehbar. Aus meiner Sicht gibt es zwei Probleme bei Deinem Ansatz: das Ziehen von Grenzen wird sehr, sehr schwierig und, das sehe ich schon sehr grundsätzlich so, Gewalt, egal in welcher Form, löst nie ein Problem.
Wann ist man Tierquäler genug oder was muss man einen Tier antun, damit eine Bestrafung rechtfertigt? Wie schwer darf eine Verletzung sein, damit sie "gerecht" ist? Soll man aktiv diese Art der Strafe unterstützen und ermöglichen (Geländer abbauen...)? Wo fängst Du an und wo hörst Du auf?
Ist das Konzept von einer körperlichen Züchtigung als "Strafe" nicht doch sehr, sehr nah daran, was letztendlich den kulturellen Unterbau für den Stierkampf bildet?
Wenn der hund den Jäger ins Gemächt beißt, wird dieser dann beim nächsten hund anders handeln oder einfach besser aufpassen - der Stärkere ist er ja auf jeden Fall. Wird er an einer anderen Kreatur Rache nehmen? Da er ja den Biß in die eigenen Weichteile als ungerecht empfindet, wird er da nicht danach streben, dass jemand für diese Tat bestraft wird? Ganz subjektiv betrachtet hat er ja nix falsch gemacht.
Schwierig - oder?
Ich bin fest davon überzeugt, dass man mit spontanen (und durchaus nachvollziehbaren) Reaktionen in Richtung: Rache, Auge und Auge... nicht wirklich eine Veränderung herbei führen kann. Im Gegenteil.
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