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Verwarnung

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karlfried: "Verwarnung"
Hallo zusammen,
ich brauche euren Rat.

Ganz sicher wurde dieses Thema schon mal behandelt aber ich frage trotzdem noch einmal nach.

Wir waren bis vor 14 Tagen 9 Wochen in Skandinavien, so auch in Norwegen und
ich habe heute ein Schreiben von EPC plc aus London bekommen, sie fordern von mir ein Verwarnungsgeld über 43,05 €.

Hier die Rechnungsaufstellung:

Verwarnungsgeld: 39,74 €
Ein Fahrzeug auf gebührenpflichtiger Strasse benutzen: 3,31 €
zusammen: 43,05 €

Ich habe mich bevor wir nach Norwegen fuhren im internet erkundigt, wie das mit der Straßenmaut ist, man schrieb, dass man entweder einen Autopass benötigt oder aber einfach durch die Mautstationen durchfährt und die Rechnung später per Post aus London plus einer Bearbeitungsgebühr erhält.

Ich bin durch alle Mautstationen durchgefahren und wollte dann die Gebühren plus Bearbeitungsgebühren bezahlen wenn die Rechnung aus London kommt, ich bin aber nicht bereit ein Verwarnungsgeld zu bezahlen.

Meine Frage ist nun, welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie soll ich mich verhalten, Norwegen ist kein EU-Land dürfen die hier überhaupt Verwarnungsgeld einziehen?

Ich will mich keinesfalls vor dem Bezahlen der Maut drücken aber warum bekommen wir ein Verwarnung?

Gruß Karlfried
Anzeige: "Verwarnung"
bimola: "Verwarnung"
Wir sind im vorigen Jahr in Oslo durch die Mautstation gefahren, uns war nicht an der nächsten Tanke klar, dass wir bezahlen konnten, sollten, durften. Wir haben auch mit einer Rechnung aus London gerechnet, aber bis heute ist nix passiert.
Erkundige dich doch mal im Norwegenforum. Ihr seid bestimmt nicht die einzigen "Opfer".
walter7149: "Verwarnung"
Hallo Karlfried,
fotografier oder scanne doch mal die rechnung ein und send mir eine KN,
vieleicht kann ich dir weiterhelfen und es ist vieleicht bloß ein mißverständnis,
denn das höre ich jetzt das erste mal
LowCostDriver: "Verwarnung"
Na, das hört sich ja gar nicht gut an!
Ich war im Sommer ja auch in Norwegen unterwegs und bin an 2 auf 3 Mautstellen vorbei gekommen.
Bis jetzt haben wir noch keine Post bekommen.
Na, ich bin mal gespannt...

Gruß
Björn
Gast: "Verwarnung"
Hallo,

also so langsam wissen wir, warum wir weder in Österrreisch, der schweiz, England oder Skandinavien unterwegs sind...in Deutschland,Luxemburg, Holland, Belgien, frankreich und Spanien gibt es so viel zu sehen und zu erleben und die Maut ist klar..mir zumindest, und in Holland, Luxemburg oder Belgien und in diesem unserem Lande gibts noch keine Maut denn wir fahren nur mautfreie Strecken und hatten noch nie Abzocke:D

..und..was ich nicht weiß,(wie toll doch diese Länder sind) macht mich nicht heiß 8)
bimola: "Verwarnung"
Hi Björn, da schick ich doch mal eben einen Gruß um die Ecke übers Feld:razz:
Übringens: schöne homepage!

Wenn Ihr durch die Osloer Mautstellen gefahren seid, droht wohl keine Rechnung. Dort kann man nämlich nicht direkt an der Mautstelle bezahlen, sondern nur an der nächsten Tanke, da gibt es eine Zahlstelle. Und da so einige Norwegenbesucher das nicht sofort schnallen und die Maut niedrig ist, wird es auch nicht weiter ins Ausland verfolgt.
LowCostDriver: "Verwarnung"
Nee, nicht bei Oslo.
Ich meine bei Bergen und bei Kristianstad.
Waren aber alles Maustellen, wo auf Schildern stand, dass man einfach durchfahren soll, bzw. automatisch ohne Mauthäuschen funktioniert (sogar auf deutsch).
Erst viel später haben wir gesehen, dass es hierfür auch Zahlstellen gibt, da war aber schon die (ich glaub!) 3- Tagesfrist zum Bezahlen rum...
Nun, wenn Post kommt, werden wir berichten.
karlfried: "Verwarnung"
Hallo zusammen,
ich weiß nun mehr, ich habe einen Bericht vom ADAC gefunden, den sollten sich die Norwegenfahrer sehr gut durchlesen.


Die ruppige Jagd auf Bußgeld-Sünder
Nachrichten, 21.04.2008, Gerd Niewerth
Brüssel. Der ADAC warnt vor unseriösen Praktiken von Inkasso-Büros im Ausland. Dafür gebe es „keine rechtliche Grundlage in Deutschland“.
Wenn private Inkasso-Büros Jagd auf Park- und Mautsünder in ganz Europa machen, geht es mitunter sehr ruppig zu. Sie verlangen unerschämt hohe Bußgelder und drohen mit Gerichtsverfahren oder sogar mit der Einschränkung der Kreditwürdigkeit.
Zu den Marktführern in Europa zählt die britische Gesellschaft „Euro Parking Collection“ (EPC), die Kritiker als „Raubritter“ anprangern. „Die Zahlungsaufforderungen von EPC führen zu großer Verunsicherung bei deutschen Autofahrern“, sagt ADAC-Verkehrsjurist Michael Nissen, der zugleich deutlich macht: „Die Vollstreckung der Forderungen ist in Deutschland nicht möglich.“
Ein typischer Fall trug sich jüngst in Norwegen zu. Betroffen ist ein ADAC-Mitglied, das von EPC als Mautpreller eingestuft und im Auftrag der norwegischen Mautgesellschaft zur Zahlung von 40 Euro Bußgeld aufgefordert wurde. Das Dreiste daran: Der Autofahrer hatte die Maut bezahlt und die Quittung über zwei Euro sogar aufbewahrt. Zwar legte er gegen den „Bußgeldbescheid“ Widerspruch ein, doch dieser wurde ohne Begründung abgelehnt. Stattdessen erhielt er eine weitere Zahlungsaufforderung, diesmal über 60 Euro. Wer die Einsprüche letzten Endes bearbeitet – EPC oder der norwegische Auftraggeber – bleibt schleierhaft.
Florierendes Geschäft
Seit der Gründung vor zehn Jahren hat „Euro Parking Collection" ein weit verzweigtes Inkasso-Netz über Europa ausgeworfen. Die Briten arbeiten für Kommunen in Belgien, dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen, schweden, Spanien und kroatien. Neben der Unternehmenszentrale im Londoner East End unterhält EPC eine Beschwerdestelle in Belgien. Die Bußgeld-Jagd für ausländische Kommunen ist ein florierendes Geschäft. Auch immer mehr deutsche Anwaltskanzleien versuchen daran zu verdienen.
Umstritten ist aus Sicht vieler Verkehrsjuristen das Verhalten des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg. Wird die Bundesbehörde wegen eines Parkvergehens im Ausland angeschrieben, rückt sie umgehend die Daten des gesuchten Fahrzeughalters heraus – auch gegenüber privaten Geldeintreibern wie EPC. „Das Kraftfahrtbundesamt muss so handeln, weil ein berechtigtes Interesse vorliegt“, sagt Michael Nissen.
Auch wenn sich die Inkasso-Büros zunehmend einen seriösen Anstrich geben, indem sie sich als „Verwaltungshelfer“ ausgeben und deutsche Autofahrer sogar in ihrer Muttersprache anschreiben, steht der ADAC den Praktiken der Branche weiterhin kritisch gegenüber. „EPC und andere spielen mit falschen Tatsachen, indem sie auf ein nicht existentes Vollstreckungsrecht verweisen“, sagt der Verkehrsjurist. Nach deutschem Recht gehört das Eintreiben von Bußgeldern nicht in die Hände privater Firmen, es ist eine staatliche Hoheitsaufgabe. Indem EPC auffällig oft mit amtlichen Begriffen wie „Strafmandat“, „Bußgeld“ und „Aktenzeichen“ operiert , will es sich aber ein seriöses Behörden-Image verpassen.
Mitunter beschleicht ADAC-Mann Nissen der schlimme Verdacht, dass ausländische Autofahrer von besonders geschäftstüchtigen Gemeinden regelrecht abgezockt werden: „Ich glaube nicht, dass ungarische Autofahrer für ein Knöllchen am Plattensee ebenfalls 60 Euro bezahlen müssen.“
Auch wenn sich ausländische Zahlungsaufforderungen in Deutschland nicht vollstrecken lassen, rät der ADAC keinesfalls dazu, Knöllchen nicht zu bezahlen. Wer zum Beispiel ein Ferienhaus in Norwegen sein Eigen nennt, sollte berechtigte Bußgelder auf jeden Fall zahlen. Sonst kommt das „dicke Ende“ bei der nächsten Einreise.
karlfried: "Verwarnung"
Hallo Walter,
erst mal herzlichen Dank für dein Angebot aber nach dem ich den Bericht vom ADAC gelesen habe werde den Brief von EPC in den Papierkorb werfen und alle nachfolgende ebenso.

Gruß Karlfried
walter7149: "Verwarnung"
dann hast du aber trotzdem die maut geprellt,
indem du die für dich angeblich bequemste aber für die mautgesellschaft
unbequemste bezahlungsmethode gewählt hast,haben weitere beteiligte
die möglichkeit erhalten dich ungerechtfertigt abzuzocken
LowCostDriver: "Verwarnung"
Ich denke auch, dass man die Maut in jedem Fall zahlen sollte.
Deren Forderung ist ja unstrittig, wenn du wirklich dort entlang gefahren bist.

Das Verwarngeld würde ich aber hinterfragen und um Mitteilung bitten, auf welcher Basis sich dieses gründet.
sigi-Wolfgang: "Verwarnung"
In Oslo haben wir gehört, daß alle Norwegen die Maut bezahlen müßten aber die Ausländer nicht, darum sind sie sehr sauer.
karlfried: "Verwarnung"
Also noch einmal:
Ich bin gerne bereit die Maut zu bezahlen wenn ich ein anständige Rechnung bekomme aber ich reagiere nicht auf einen Brief in dem ein privates Inkassobüro eine Verwarnung ausspricht und sich damit bereichern will.

Mir haben Land und Leute so gut gefallen, dass ich es schäbig finden würde wen ich mich um das Bezahlen der Maud drücken wollte.

Ich zitiere noch einmal den ADAC:
„EPC und andere spielen mit falschen Tatsachen, indem sie auf ein nicht existentes Vollstreckungsrecht verweisen“, sagt der Verkehrsjurist. Nach deutschem Recht gehört das Eintreiben von Bußgeldern nicht in die Hände privater Firmen, es ist eine staatliche Hoheitsaufgabe. Indem EPC auffällig oft mit amtlichen Begriffen wie „Strafmandat“, „Bußgeld“ und „Aktenzeichen“ operiert , will es sich aber ein seriöses Behörden-Image verpassen.
willi_chic: "Verwarnung"
karlfried hat folgendes geschrieben::
Ich bin gerne bereit die Maut zu bezahlen wenn ich ein anständige Rechnung bekomme....

glaubst Du wirklich daran daß Du je eine anständige Rechnung bekommst?

wenn Du Dich (wie selbst gesagt) nicht vor der Maut drücken willst überweist Du jetzt die 3,31€ und damit basta.

übrigends haben wir die letzte Mautrechnung aus Norwegen erst 5 1/2 Monate nach Durchfahrt bekommen, ohne Verwarnung

grüße klaus
LowCostDriver: "Verwarnung"
willi_chic hat folgendes geschrieben::

übrigends haben wir die letzte Mautrechnung aus Norwegen erst 5 1/2 Monate nach Durchfahrt bekommen, ohne Verwarnung


Na, wenn das bei mir auch so lange dauert, habe ich ja ein nettes finanzielles polster durch das zinslose Darlehen
:D
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