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Schlafen im Alkoven während der Fahrt

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rspicken: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Hallo,

wir hatten jetzt im Urlaub eine Diskussion darüber mit verschiedenen Meinungen:

1. Schlafen im alkoven während der Fahrt ist verboten - basta!
2. Schlafen im alkoven während der Fahrt ist erlaubt
3. Schlafen im alkoven während der Fahrt ist erlaubt, solange der Schläfer gesichert ist (Netz bzw. Gitter ist vorhanden)

Was ist denn nun wirklich rechtsverbindlich?

:?: :?:
Anzeige: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
mauimeyer: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Schlafen im alkoven ist verboten. Personen dürfen nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen sitzen. diese sind in Fahrtrichtung mit Gurten ausgestattet, entgegen der Fahrtrichtung ggf. auch ohne.
Da gibt es kein vertun.
jeebee1: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Servus,

während der Fahrt muss man einen Sitzplatz mit Sicherheitsgurt
belegen und natürlich auch angeschnallt sein, alles andere ist
meiner Meinung nicht rechtens.

Grüße aus`m Süden 8)

Gerhard
dokabastler: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Ja, das glaub ich auch...und außerdem kann man sich im alkoven eigentlich nicht sichern.....
das windige Netz schützt höchstens gegen das runterfallen ins Mobil hinein durch Bewegung im Schlaf...beim Aufprallunfall haut es Dich aus dem Alkovenfenster nach vorne auf die Straße oder es quetscht Dich an die Wand........

Auch bei anderweitigem Crash ist man auf gesicherten Sitzen sicher besser aufgehoben als oben in der Kammer

Auch wenns erlaubt wäre und es sicher praktiziert wird....diejenigen die schon einen Unfall hatten mit personen im alkoven, die bereuen sicher, daß sich jemand drin aufhielt.


günter
FrankM: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
dokabastler hat folgendes geschrieben::
....diejenigen die schon einen Unfall hatten mit personen im alkoven, die bereuen sicher, daß sich jemand drin aufhielt.


Gibt es die wirklich? Nein, meine ich jetzt ernsthaft. Über Unfälle mit Womos hört und sieht man ohnehin nichts und dann noch Personen im alkoven....

Wieviele Womo-Besitzer haben überhaupt schon echte Vollbremsungen machen müssen? Und was ist euch dann ins Genick geflogen? Der fernseher? Geschirr?

Interessiert mich wirklich, weil ich überlege immer noch ob ein ABS nötig ist und den Mehrpreis wert ist.

Gruß

Frank
suelzlaber: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Hallo Frankie,
ich finde auch dass man gar nicht in Gefahrensituationen kommt weil man so langsam fährt. Ich klemme mich meistens hinter einen Laster und schwimme mit und komme völlig entspannt am Ziel an. Und dauert auch nicht viel länger als wenn ich alles gebe.
Gut dass das keine Sicherheit ist ist mir auch klar. 30 Jahre geht es gut und dann....
Ich habe jedenfalls für mich beschlossen dass ich diesen Wahn mit der ganzen Sicherheitstechnik nicht mehr mitmache. Mit einem Tempolimit für alle gewinnt man viel mehr Sicherheit.
Die meisten die so viel Sicherheitstechnik an Bord haben fahren auch viel risikofreudiger.
Wenn ich den Vorschlag des Tempolimits beim ADAC oder so bringe werde ich bestimmt geteert und gefedert :roll:
Tipsel: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Wir haben einmal mit unsrem VW-Bus eine Vollbremsung gemacht, da gabs nix zum zumfliegen. Ich denke, dass man mit einem Womo umsichtiger und vorausschauender fährt, weil man weiß, wie schwer das Teil ist.

Bei den Bildern von Unfällen, die ich bisher im internet gesehen habe, ists relativ egal, wo im Aufbau sich jemand angeschnallt oder unangeschnallt evtl. befunden haben könnte. Da war vom Aufbau nicht mehr viel zu sehen. Waren aber wohl extra spektakuläre Unfälle, da die bilder ja sonst langweilig wären.

Aber bei einem normalen Zusammenstoß mit ca. 40 kmh möchte ich nicht im alkoven liegen, die Gurte hinten gibts wohl nicht aus Jux, sonderm machen bestimmt Sinn.
Gast: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Home > ReiseService > Camping > ADAC Camping-Nachrichten > Meldungen

Deutschland: Schlafender Passagier bei Wohnmobil-Unfall schwer verletzt (08/1998)

Schlafender Passagier schwer verletzt

Bereits in den 70-er Jahren hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass "ein einsichtiger, verantwortungsbewusster Fahrer angeschnallt fahren muss, um sich nicht einem Mitverschuldensvorwurf auszusetzen". Diese bewährte Verhaltensregel gilt in gleicher Weise auch für Passagiere im Wohnmobil.

In einem erst kürzlich veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (Az. 9 U 174/95) war einem Beifahrer, der sich während der Fahrt zum Schlafen auf die Liegefläche eines Wohnmobils gelegt hatte, eine Mithaftung für seine schweren Unfallverletzungen angelastet worden.

Auf einer Urlaubsreise nach Norwegen war das Fahrzeug in der Nähe des Polarkreises - wohl wegen Übermüdung des Fahrers - von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Motorcaravan erlitt Totalschaden, der im Wohnteil schlafende Passagier ist seitdem querschnittsgelähmt.

Das OLG Hamm hielt dem Verletzten vor, durch das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts habe er "die Sorgfalt außer acht gelassen, die ein verständiger Mensch anwenden würde, um sich vor Schaden zu bewahren".

Dieser Sorgfaltsverstoß habe seine schweren Verletzungen mitverursacht. Sein Verschuldensanteil wurde mit 1/5 bewertet. Demzufolge musste er sich einen Abzug von 20 % des ihm zugesprochenen Schmerzensgeld in Höhe von 350.000 DM gefallen lassen.
berni01: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Tipsel hat folgendes geschrieben::

Aber bei einem normalen Zusammenstoß mit ca. 40 kmh möchte ich nicht im alkoven liegen, die Gurte hinten gibts wohl nicht aus Jux, sonderm machen bestimmt Sinn.


Das ist meiner Meinung nach der springende Punkt: nicht die Vollbremsung ist das Problem, da, denke ich, passiert nicht viel, da bleibt alles an seinem Platz. Ein Aufprall ist das Problem, eine Verzögerung von vielleicht 80km/h auf Null im Millisekundenbereich.
Gast: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Damit man mal eine Vorstellung hat, welche Kräfte bei einem Unfall wirken:

Zum Nachdenken

Da die Feuerwehren zumeist sehr unmittelbar mit dem Schrecken und Leiden eines Vekehrsunfalles konfrontiert werden, möchte ich an dieser Stelle über die gesamte Dramatik und auch die Grausamkeit eines Unfalles berichten. Leider entfallen 48 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit; bei einem Drittel aller Fälle ist Alkohol im Spiel. An einem Freitag ereignen sich statistisch gesehen die meisten Unfälle mit Sachschäden, "todsicher" - im traurigsten Sinne des Wortes - ist man an einem Samstag zwischen 15 und 21 Uhr unterwegs. Der "Hauptdarsteller" heißt Friedrich, doch genauso gut könnte er anders heißen - vielleicht genauso wie ...?

Sekunde Null...

Friedrich fährt 90 km/h. Sein Auto wiegt 1.200 kg. Bei diesem Tempo stecken im Auto 38.226 kg Translationsenergie (nach vorne in Fahrtrichtung strebende Wucht). Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Höhe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Friedrich tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

Sekunde 0,1...

Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln. Der Wagen hat etwa 5 km/h an Fahrt verloren. Friedrich fühlt sich deutlich nach vorne gedrängt. Neben seinem gewicht, das mit 70 kg im polster sitzt, hat er nun auch ein gewicht nach vorne von 170 kg. Friedrich macht die Beine steif, um dieser Neuigkeit im wörtlichen Sinn entgegenzutreten. Und er drückt gegen das Lenkrad, damit es ihn nicht aus dem Sitz hebt. Mit den Beinen stemmt er rund 156 kg ab, mit den Armen stemmt er auch so 30 bis 35 kg. Er hätte nie geglaubt, dass er so stark ist, aber es gelang ihm, noch sitzen zu bleiben.Da kommt der zweite harte Stoß. Noch ehe er sich besinnen kann, ist sie vorbei, die

Sekunde 0,2...

Die etwas härteren Teile des Fahrzeuges, Radaufhängung und Kühler, sind soeben am Baum angekommen; die Verbindungen mit dem Wagen reißen ab, denn der übrige Wagen fährt noch sehr schnell, insbesondere hinten mit dem Kofferraum.Friedrich fühlt jetzt einen mächtigen Schlag auf den Beinen, denn der Teil des Wagens, gegen den er sich mit den Füßen stemmt, wurde soeben auf etwa 60 km/h abgebremst. Mit den Beinen stemmt er 350 bis 420 kg ab. Wollte er jetzt noch sitzen bleiben, müsste er mit den Armen 220 kg am Lenkrad abstemmen, aber das schafft er doch nicht.Seine Kniegelenke geben nach, sie brechen einfach knirschend oder springen aus dem Gelenk. Und deutlich spürbare Gewalt zieht ihn mit seinem gewicht von rund 140 kg auf einer Kreisbahn nach oben in die Ecke der Sonnenblende. Alles in allem verteilt Friedrich zurzeit insgesamt 413 kg Eigengewicht auf seine Gliedmaßen

Sekunde 0,3...

Friedrich hat jetzt ein etwas leichteres Schicksal: Er ist mit Fliegen beschäftigt, er ist noch unterwegs zu den Hindernissen. Seine gebrochenen Knie kleben am Armaturenbrett, mit den Händen hält er fest das Lenkrad, das sich unter seinem Griff elastisch biegt, und ihn um weitere 5 km/h abbbremst.

Sekunde 0,4...

Friedrich ist noch immer unterwegs, sein Becken stößt gegen den Lenkradkranz. Friedrich ist in diesem Moment nur etwa 100 kg schwer. Die Lenksäule biegt sich unmerklich nach oben. Da kommt der furchtbare Moment, indem der schwerste und stabilste Teil des Wagens, der Motor, an den Baum kracht.

Sekunde 0,5...

ist soeben vorbei. Motor und Friedrich stehen still. Nur der Kofferraum fährt noch mit 50 oder 60 km/h. Die Seitenwände des Wagens überholen sich selbst. Die Hinterräder bäumen sich hoch auf, zwei drei Meter hoch. Aber der Wagen interessiert uns jetzt nicht: Was ist mit Friedrich in dieser Zeit passiert? Friedrich kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein gewicht wuchs auf 973 kg an. Mit dieser erbarmungslosen Gewalt wurde er auf die Lenksäule geschleudert. Das Lenkrad, an dem er sich noch immer fest hielt, brach unter dieser Stoßkraft zusammen wie ein morsches Brezel. Mit der Kraft von rund 870 bis 920 kg (je nach Stärke des Volants) dringt die Lenksäule als stumpfe Lanze in seine Brust. Gleichzeitig rammt der Kopf mit einem betäubenden Schlag die Windschutzscheibe. Hätte sich Friedrich nicht mit so übermenschlicher Kraft am Lenkrad fest gehalten, dann würde er vielleicht auch 1.300 kg schwer geworden sein, in diesem Moment. Und dabei wären ihm die festgeschnürten Schuhe von den Füßen geflogen.Noch eine oder zwei Zehntelsekunden, dann ist Friedrich tot.Nach sieben Zehntelsekunden steht der Wagen still. Das Unglück ist vorbei. Sagen sie einmal "einundzwanzig" das ist eine Sekunde. Und nun sagen sie "zwanzig":

Das ist die Zeit in die Ewigkeit für Friedrich gewesen...
Eddy: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Cruiser hat das hier vollkommen richtig beschrieben, ein Unfall ist schon heikel ,wenn man ordnungsgemäß angeschnallt ist.

Allerdings ungesichert im alkoven liegen und dann in einen Chrash verwickelt zu werden, das grenzt an Selbstmord. Obwohl wir natürlich auch einmal schnell nach hinten huschen um etwas zu trinken zu holen. :oops: :oops:

Wir werden uns bessern.

Gruß Eddy
Janka: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Hallo Zusammen,

@Cruiser
super geschrieben.
Zum Schlafen im alkoven setzte ich den Tread den ich vor einiger Zeit schon mal reingesetzt hatte.
Autobahn A 4 Düren köln , ein Womo fährt fasst ungebremst auf einen LKW. Folge 1 totes Kind im Alter von 6 Jahren, beide Eltern schwer verletzt, das Kind lag im alkoven und wurde aus diesem herausgeschleudert gegen den LKW. Der Vater des Kindes wurde zu 9 Monten auf Bewährung verurteilt wegen fahrlässiger Tötung.
Meiner Meinung nach zu wenig, wer so etwas riskiert begeht dies vorsätzlich.
Ich war mit der Feuerwehr vor Ort.
Unfälle mit Wohnmobilen sind an und für sich nicht so selten besonders hier im Dürener Raum wo die meist befahrene BAB 4 köln -Aachen Richtung Niederlande/Belgien liegt.
Schwere Verletztung ziehen sich auch Insassen zu die ungesichert am Tisch sitzen. Im Falle eines Unfalls wird immer der Fahrer angeklagt.

Gruss Bernd
Beduin: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
Vollbremsung musste ich mal vor Unzeiten mit meinem Bedford machen, da hat mir einer die Vorfahrt genommen :evil:
Das war so heftig das es (glaube ich) die Bremsscheiben zerbrochen hat.

Ich habe mir auch eine seeeeehr defensive Fahrweise angeeignet.
Auch hinter nen Laster und gut isss :)
Zumal ich ja nicht nur mit meiner "Dummheit" rechnen muss, sondern auch mit der "Dummheit" der anderen Leuten :?
laichy: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
3 Fragen an die (zurecht) Sicherheitsbewußten:

1) Wer von Euch hat kinder, bei denen nach etwa 2 Stunden Fahrt die Quengeltoleranzschwelle erreicht ist?
2) Wer von Euch ist selbst im Kindersitz auf der Rückbank und/oder angeschnallt groß geworden?
3) Wer von Euch fährt ein motorisiertes Zweirad?

Nur so...
:gruebel:
berni01: "Schlafen im Alkoven während der Fahrt"
laichy hat folgendes geschrieben::
3 Fragen an die (zurecht) Sicherheitsbewußten:

1) Wer von Euch hat kinder, bei denen nach etwa 2 Stunden Fahrt die Quengeltoleranzschwelle erreicht ist?
2) Wer von Euch ist selbst im Kindersitz auf der Rückbank und/oder angeschnallt groß geworden?
3) Wer von Euch fährt ein motorisiertes Zweirad?

Nur so...


Ich glaube nicht, daß hier irgendjemand irgendwem irgendwelche Gesetze vorbeten will oder schulmeisterlich den Zeigefinger heben. Man sollte sich nur über die Konsequenzen im Klaren sein.

Wieviele haben als Beifahrer ihr Kleinkind auf dem Schoß sitzen???

Nur so...
:gruebel:
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