aqua
fleig

BILLIGER ATOMSTROM?Jetzt erstmal 43 Mrd. € für Tepco

top
    Heute «» Gehen Sie zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6
bärnd: "BILLIGER ATOMSTROM?Jetzt erstmal 43 Mrd. € für Tepco"
inpraxi hat folgendes geschrieben::
MobilIveco hat folgendes geschrieben::
Tja, immer weiter hoffen, daß eine Katastrophe die ca. 16000 Menschenleben gekostet hat auch noch ein paar Opfer des Atomstroms kostet (denn bisher gab's je noch keines)


weiter hoffen?

wie darf man denn das verstehen oder ist es so, dass du gegen deine Signatur verstoßen hast?


Man, den Satz hab ich mir die ganze Woche verkniffen!
Anzeige: "BILLIGER ATOMSTROM?Jetzt erstmal 43 Mrd. € für Tepco"
cojo: "BILLIGER ATOMSTROM?Jetzt erstmal 43 Mrd. € für Tepco"
mal abgesehen von der Verteilung von Verlusten einer Firma auf die Allgemeinheit.
Japan hat zur Zeit KEINEN REAKTOR AM NETZ :!:

--> Link
Und das wo mal Japans-Strom zu mehr als 60 Prozent aus Atomenergie stammte!
Klar das die Strom und Energieträger in Massen inportieren müssen.
Aber es geht ohne Atomstrom, das wurde bisher für unmöglich gehalten.

Eventeull schaffen die Japaner die Energiewende viel eher als wir Deutschen, obwohl die eigentlich hinterherhinken. Aber Not macht erfinderisch und fleißig!

Gruß Jörg
yasar: "BILLIGER ATOMSTROM?Jetzt erstmal 43 Mrd. € für Tepco"
Ich weiß ja nicht, ob dieser tröd auch gleich zugemacht wird, aber Folgendes ist auch sehr interessant.

Selbst wenn wir sichere Endlagestätten für den Atommüll hätten, ist damit nix gelöst.....

Aber lest selbst


Zitat:
Wie sagen wir es unseren Nachfahren

Der Anruf kam ohne Ankündigung, wie in einem Thriller: Eine Vertreterin der Regierung meldete sich, man müsse reden. Das war Anfang der Achtzigerjahre, Ronald Reagan hatte gerade die Macht übernommen. Thomas Sebeok, Professor für Semiotik an der Universität in Indiana, in Fachkreisen berühmt für seine Forschung über Symbole und Zeichen, fragte sich, was die Regierung von einem Wissenschaftler wie ihm wollte...

...Man wolle von ihm wissen, wie man vor Atommüll warnt, sodass es auch spätere Generationen noch verstehen - in Hunderten, Tausenden, ja sogar Zehntausenden Jahren...

...Dass diese Frage nicht allein technischer, sondern auch philosophischer Natur ist, zeigte der Semiotiker Thomas Sebeok bereits lange vor Fukushima...

...Das Isotop Plutonium-239 etwa, das in den Reaktoren häufig produziert wird, strahlt mehr als 24.000 Jahre, bis es den Punkt erreicht, an dem die Hälfte seiner Atomkerne zerfallen sind. Plutonium - 242 hat eine Halbwertzeit von 375.000 Jahren. Jod-129 eine von 16.000.000 Jahren. Alle drei Stoffe sind im Atommüll enthalten. Alle drei Stoffe schädigen Leib und Leben.
Aufgabe von Sebeok und seinem Expertenstab war es , ein Warnsystem zu entwickeln, das noch in ferner Zukunft über die Lage und die Gefahren von Atommüll informiert. ...

... " Ich fragte: Wie weit voraus sollen wir denn denken? Die Antwortaus Washington lautete: 10.000 Jahre."
10.000 Jahre sind eine Zeitspanne ist eine Zeitspanne, die sich leichter in die Vergangenheit denken läßt als in die Zukunft. Bis Christi Geburt: 2000 Jahre. Stonhenge: 4800 Jahre. Die Pyramiden von Gizeh: 5000 Jahre. Die Anfänge der ersten Hochkultur des Menschen, die Sumerer: 6000 Jahre. Jungsteinzeit: 10.000 Jahre - damals wurden die ersten Menschen sesshaft. Damit ist die Dauer der Halbwertzeit von Plutonium -239 noch nicht einmal zur Hälfte erreicht.

Thomas Sebeok stellt die nächste Frage: Welche Sprache für das Warnsystem vorgesehen sei. ...


..." Keiner weiß doch zum Beispiel, welche Sprachen die jenigen sprechen werden, die in 5.000 Jahren an dem Ort leben, den wir heute Nevada nennen." ...
Er bekam 9 Monate, um eine Lösung zu finden, die 10.000 Jahre überdauern sollte. ...

...Expertenstab ...

…Sie entwickelten Pläne, über Endlagern ein atomares Stonehenge aus beschrifteten Stelen zu errichten. Aus diesem Vorschlag entstand später eine Schule, die Architektur als Warnung einsetzen wollte: Felder aus meterhohen, sich kreuzenden Stacheln und Klingen aus Stein, umgeben von Schildern in 7 Sprachen, um Archäologen der Zukunft die Entschlüsselung zu erleichtern oder sollte eine Warnung nicht besser in Bildern übermittelt werden? Ein Comic-Strip wurde entworfen, auf dem ein Männchen sich am Boden windet, nachdem ein Endlager aufgebrochen ist.
Vorschläge wie diese waren der Anfang des Forschungszweigs „Atomsemiotik“: eine winzige der Wissenschaft, die sich dem Atommüll als Kommunikationsproblem widmet. …

… Ein Experte schlug vor einen künstlichen Mond in den Weltraum zu schießen, der dort, entfernt von allen Wendungen der Erdengeschichte, als Datenbank des Atommülls dienen sollte – eine extreme Lösung für das grundlegende Problem, überhaupt ein Medium für die Botschaft zu finden, das langlebig genug ist. Der polnische Philosoph Stanislaw Lem plädierte dafür eine „Atomblume“ zu züchten, die nur in der Nähe von radioaktivem Abfall gedeiht – eine sich selbst fortpflanzende Botschaft. Auf die Spitze getrieben wurde diese biologische Lösung mit dem Vorschlag, Strahlenkatzen zu züchten, deren Fell unter radioaktiver Strahlung die Farbe wechselt. …

… Nun wanderten auch Geisteswissenschaftler an diesen Grenzen des menschlichen Vorstellungsvermögens. Wer wie Thomas Sebeok von dieser Reise zurückkehrte, der wusste: Atommüll ist nicht nur ein technisches Problem. Ein Atommüll ist auch eine philosophische Frage.
Sebeok sah die Annahmen der Semiotik bestätigt: Es gibt keine Sprache- auch keine Bildsprache-, die außerhalb ihres Kontextes verstanden werden kann. Aus sich selbst heraus erschließt sich die Bedeutung von Zeichen nie. Sebeok zog eine radikale Schlussfolgerung: Wenn es unmöglich ist, ein Zeichen zu finden das noch in 10.000 Jahren vor Atommüll warnt, muß die Lösung sein, einen kulturellen Kontext zu schaffen, der diesen Zeitraum überdauert. Ein Vorbild fand Sebeok in der katholischen Kirche: Seit 2.000 Jahren tragen deren Priester die Botschaft Christi durch die Zeit. …

… Spezialisten wie Physiker oder Ärzte für Strahlenerkrankung in einer Art religiöser Bruderschaft zu versammeln …

… Die Atompriesterschaft.
„Ein Fehler“ stellte er rückblickend fest. Schon die Mitglieder seines Expertenstabs lachten ihn aus. …

… Aber war nicht bereits die Vorstellung absurd, Atommüll lagern zu können, über eine Million Jahre oder mehr? Die Suche nach einem Symbol, das auf alle Zeit vor der Gefahr von Atommüll warnt, wurde zu einem Symbol für die Gefahr der Atomkraft an sich. … So führt das Atomzeitalter auch nach 30 Jahren Forschung in die immer gleiche Sackgasse: Wir häufen einen stetig wachsenden Müllberg an und finden nicht einmal die Worte um künftige Generationen davor zu warnen.


(Quelle: SZ Magazin, 3. März 2012, Seite 24; Autoren Alexandra Lau und Roland Schulz sind mit dem alten Warnschild für radioaktiven Abfall aufgewachsen – und hielten es für eindeutig. Von wegen, lernten sie während ihrer Recherche, kinder halten das Symbol häufig für einen Propeller)




Und vielleicht kann der tröd ja weitergehen, wenn sich alle(!) benehmen





:wink:
Neues Thema starten « oder » Hier antworten
Hier klicken um aktuelle Wohnmobil-Angebote bei zu finden!  
Griechenland- €- Die Heuschrecken sitzen in den Startlöchern
Kampf dem Klimawandel !
Ähnliche Beiträge
Hilfe, hat jemand eine Gasflasche für uns? Jetzt? Eichstaedt
Hallo erstmal... :-)
Erst LMC5900 jetzt....
jetzt mit fahrbarem Untersatz
Kassette voll und jetzt
Jetzt stell ich mich auch mal vor
Wohnmobilhersteller Datenbank
Wohnmobil 1 ansehen
Wohnmobil 2 ansehen


 
Händler Suche |  Wiki |  Annoncen |  Hersteller


Alle Rechte vorbehalten ©2003-2012   Nutzungsbedingungen / AGB    Kontakt