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Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hallo liebe Reisemobil-Gemeinde :-)
Ein kleiner Reisebericht, der einen Überblick geben soll über unsere Erlebnisse in frankreich im August/September 2011, gespickt mit vielen (wirklich vielen!) Bildern und Beschreibungen - ich hoffe, ich werde nicht zu ausführlich, lasst es mich wissen, wenn ich anstrengend werde:-)
Sommer 2011 in der Normandie - na ja, nicht ganz, denn viele unserer Ziele waren auch in anderen Regionen, Picardie, Champagne usw. Wir - das ist Alex, mein Partner und Freund und ich, Olli, 43 und Koch in einer kleinen Bar in Ostbayern. Fasziniert von dem Höhenflug der Gotik wollten wir viele gotische Kirchen und Kathedralen sehen (und fotografieren) und ansonsten uns einfach treiben lassen. Geplant war, am ersten Tag nach Bitburg in der Eifel zu fahren, wo wir einen sehr lieben Freund besuchen wollten, der uns unbedingt Luxembourg zeigen wollte, die Stadt in der er arbeitete. Danach sollte es über Amiens, nach Le Treport gehen, unserer ersten Station in der Normandie und vor allem am Meer. Wir hatten uns vor dem Urlaub noch einige andere Ziele gesteckt, die wir auf unserer Reise unbedingt besuchen wollten: Mont St. Michel, Cherbourg mit dem Cite de la Mer, die Landungsstrände, Lisieux, Rouen, Beauvais, Laon, Reims und das Cap de la Hague. Vorwegnehmen kann ich, das es mit Letzterem leider nicht geklappt hat - es sollte die einzige große Enttäuschung bleiben.
Keinen Plan hatten wir, wann und wie wir unsere Ziele erreichen - der Weg sollte das Ziel sein und wir nahmen uns vor, dort zu bleiben, wo es uns gefiel und wo es uns gerade hinführte, das grobe Raster stand schließlich.
Ausgestattet mit verschiedenen Reiseführern konnte doch eigentlich nichts schief gehen. Im Einzelnen:
- "Normandie" von Ralf Nestmeyer aus dem Michael-Müller-Verlag (extrem empfehlenswert!!),
- "frankreich Norden" aus dem Baedeker-Verlag (nicht so ausführlich im Einzelnen, dafür umfangreicher, da er nicht nur die Normandie behandelt und mit toller Nordfrankreich-Karte),
- "frankreich & Spanien im Reisemobil neu erleben" von PR0M0BIL (ganz nett, aber sehr undetailliert),
- "Normandie - weiße Klippen, quirlige Häfen" aus dem Dumont-Verlag (eigentlich ein Bildband, aber viele nützliche Informationen und Karten),
- ADAC-Stellplatzführer Deutschland/Europa 2011,
- "Reisemobil International Bord Atlas"
- DCC-Campingführer Europa von 2008,
- Karte "Normandie" von Michelin im Maßstab 1:200.000.
Den Rest erledigte mein Garmin Nüvifone.
Am Mittwoch ging es also los - Fahrräder, Klamotten, Schuhe, Geschirr, Besteck, Gasflaschen, Kameraausrüstung, Kanister, Betten, Kissen, Proviant, Getränke, Kaffee, Werkzeug, Taschenlampen, Kerzen, Laptop usw. mussten INS Wohnmobil, die Katzen AUS dem Wohnmobil. Auf gehts!
Tag 1: nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch unseren Freund Dennis verbrachten wir einen interessanten Tag in Luxembourg, einer trotz schlechten Wetters quirligen Stadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten. Wir beschränkten uns auf einen ausführlichen Spaziergang durch die bunten Strassen und Gassen und die Besichtigung der Kathedrale Notre-Dame de Luxembourg. Das Wetter war einfach zu mies, um ein echtes Sightseeing-Programm zu absolvieren, stattdessen besuchten wir noch das riesige Einkaufszentrum Auchan Kirchberg und fragten uns, warum es so eine gigantische Auswahl und Frische nicht oder nur selten in Bayern zu finden gibt. Unglaublich.
Am Abend ging es wieder zurück nach Bitburg, wo wir noch zusammen essen gingen. Wir verabschiedeten uns von Dennis und fuhren los - unsere Reise begann. Fortsetzung folgt...
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Tag 2: Im nahe gelegenen Echternach in Luxembourg übernachteten wir zum ersten Mal in unserem Womo, ein großer kostenloser Parkplatz etwas außerhalb diente als stellplatz, es waren bereits einige andere Wohnmobile vor Ort und obwohl der Platz nicht als offizieller stellplatz ausgeschildert war, gab es niemand, der sich daran störte. Eine ruhige Nacht und ein schöner Morgen folgten - und natürlich die Besichtigung des hübschen kleinen Ortes Echternach. Wir besuchten u.a. die kleine Pfarrkirche und die beeindruckende Basilika St. Willibrord. Noch schnell ein paar Fotos gemacht und weiter ging es, schließlich wollten wir so schnell wie möglich nach frankreich. Noch einmal günstig vollgetankt (Diesel 1,14 €), dafür ist Luxembourg ja bekannt, und es ging wieder weiter.
Über die Autobahn A4 ging es über ein kleines Stück Belgien in Richtung Charleville-Meziere, danach über kleine Nebenstraßen an kleinen Flüsschen vorbei durch pittoreske Dörfchen. Vive la France - endlich da ! Ein kleines Pique Nique in Autreppes an der Oise und weiter ging es über St. Quentin (mit beeindruckender, hoch über der Stadt thronender Basilika St.Quentin) nach Amiens, unserem heutigen Tagesziel.
Eine kurze Recherche im internet ergab keinen Treffer bei der Stellplatzsuche, aber die Information, daß eine Nacht auf dem Busparkplatz direkt am Ufer der Somme eine Übernachtung durchaus geduldet wird. Schon von weitem leuchtete das Ausgehviertel am Ufer der Somme und die Kathedrale von Amiens - wir blieben also am Busparkplatz und begannen noch am Abend mit der Erkundung der Stadt. Unser erstes Ziel war natürlich die Kathedrale Notre Dame. Der größte Sakralbau Frankreichs, ein wahnsinniges Bauwerk, das sprachlos macht, wenn man davor steht und sich der Dimensionen bewusst wird. U.a. war dieses Gotteshaus das Vorbild für den Kölner Dom !
Leider war die Kathedrale bereits geschlossen, aber im freundlichen Abendlicht wurde sie künstlich beleuchtet, ein erhabener Anblick und natürlich ein fantastisches Fotomotiv - ich wusste ja nicht, was noch passieren sollte.
Während ich also um die Kathedrale streifte und ein Bild nach dem anderen knipste, bauten junge Männer auf dem Vorplatz drei seltsame Boxen mit unterschiedlichen Flaggen auf (deutsch, französisch, englisch), ein älterer Herr unterhielt die auf den Stufen auf dem Vorplatz sitzenden Menschen mit einem Leierkasten. Je dunkler es wurde, desto mehr füllte sich der Vorplatz der Kathedrale mit Menschen, ein freundliches Stimmengewirr füllte den Platz und ich beobachtete die Szene fasziniert, bis plötzlich die seltsamen Boxen zum Leben erwachten und zu sprechen begannen.
In drei Sprachen wurde über die Stadt Amiens und seine fantastische Kathedrale informiert, untermalt von erhabener Musik und gregorianischen Chören - und dann ging es los: eine Illumination ! Ein Schauspiel, wie ich es noch nicht gesehen habe - und auch nie für möglich gehalten hätte, begann. Mit Strahlern wurde die Fassade der Kathedrale farbig ausgeleuchtet, jede einzelne der Figuren in den Portalen und an der Fassade erstrahlte in einer anderen Farbe, alles schien zum Leben zu erwachen und die ruhige Stimme des Sprechers und die sanfte Musik untermalte dieses unvergessliche Schauspiel auf wunderschöne Weise. Ich war einfach sprachlos und wie mir ging es auch den meisten anderen Menschen dort. Mittlerweile hielt es niemanden mehr auf seinem Platz auf den Stufen, die Leute versammelten sich vor den Portalen der Kathedrale und bewunderten den Augenblick, Tausende von Kamera-Blitzen ließen die Szene noch unwirklicher erscheinen und leises Stimmengewirr untermalte das Ganze. Fast eine Stunde dauerte das Schauspiel - traumhaft schöne Erinnerungen bleiben. Merci Amiens !
Nach einer kurzen Besichtigung der abendlich beleuchteten Stadt ging es zurück zum Busparkplatz, wo "Gerard" schon auf uns wartete. Bonne Nuit ! Fortsetzung folgt...
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| Illumination der Kathedrale |
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| Illumination der Kathedrale |
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| Spannung... was kommt denn da? |
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| Die herrliche Kathedrale von Amiens im Abendlicht |
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| St. Willibrord in Echternach |
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| St. Willibrord in Echternach |
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| Pfarrkirchlein in Echternach |
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| St. Willibrord in Echternach |
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Weiter geht es !
Tag 3: Die Nacht ging schnell vorbei, der sowieso nicht offizielle stellplatz erwies sich als etwas sehr laut, die Gendarmerie schien die ganze Nacht Großeinsätze zu fahren, es war sehr frisch und zu allem Übel begann es nach dem herrlichen Vorabend unerwartet auch noch zu regnen. Nur ein großer Bus stand noch auf dem Platz und es war kaum zu erwarten, daß wir ein Hindernis darstellen, ein weiteres Womo gesellte sich noch zu uns und wir begannen unsere Besichtigung von Amiens bei Tageslicht. Auf dem Weg zur Kathedrale noch schnell ein Cafe au Lait und ein paar Croissants in einer kleinen Brasserie, danach betraten wir Notre Dame - und waren erneut beeindruckt.
Dieser unglaubliche Drang nach Licht und Höhe, wie er nur in gotischen Bauwerken dermaßen dargestellt wurde, ist unbeschreiblich. Interessant ist hier auch der Fußboden - für Pilger, die - aus welchen Gründen auch immer - den Jakobsweg oder die Reise nach Jerusalem nicht mehr auf sich nehmen konnten, wurde die Möglichkeit geschaffen, eine Art Labyrinth auf dem ornamental hell und dunkel gekachelten Boden kniend und betend zu bewältigen, bis man in der Mitte des Labyrinthes ankam - eine reife Leistung, die mit dem Erlass von Sünden belohnt wurde. Ich kann nur jedem einen Besuch dieser hübschen Stadt und vor allem der Kathedrale nahe legen.
Wir besuchten noch das alte Fischerviertel Quartier Saint Leu, das - bestückt mit kleinen Häuschen, viele mit herrlichem Fachwerk - von kleinen Kanälen durchzogen ist. Dann verließen wir Amiens in Richtung Le Treport, unserem heutigen Tagesziel.
Nach kleinen Pausen kamen wir dort am ausgeschilderten stellplatz an und ergatterten auf dem gut besuchten Platz problemlos noch eine hübsche Nische. Ich erkundete das kleine Städtchen und den Nachbarort Mers-Les-Bains noch mit der Kamera - endlich Normandie, endlich der Geruch von Meer, kreischende Möwen, Fischerboote und der Duft der großen weiten Welt. Belohnt wurde ich durch eine umwerfende Lichtstimmung. Nach einbruch der Dunkelheit fuhr ich mit der kostenlosen Zahnradbahn auf die Anhöhe oberhalb der Stadt auf den Steilklippen, auch hier soll es einen Womo-stellplatz geben, mich interessierte aber der Blick auf die Unterstadt und die Weitsicht aufs Meer, soweit das die Dunkelheit noch zuließ. Über eine lange Treppe kam ich wieder nach unten und marschierte wieder zum stellplatz. Ein kleiner italienischer Abend mit Pasta Napoli und kleinen Campari-Soda-Fläschchen folgte - und eine ruhige, entspannte Nacht. Fortsetzung folgt...
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| Amiens, Quartier Saint Leu |
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| artischocce: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hei Olli,
ist echt nicht anstrengend dein Bericht.
Freue mich sehr drüber, in Le Treport war ich erst im Juni.
Erinnerungen werden wach :razz:
Bin gespannt wie es weiter geht!
Gruß Bettina
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| al: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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bis hierhin echt schön. vor allem amiens. in le treport war ich noch vor drei wochen.
komm, bitte, mach weiter.
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| zimtzicke: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Klasse, dein Einsteiger-Reisebericht! Glückwunsch! Bis jetzt ist's nicht langweilig. :D
Maggie
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hallo, guten Abend - danke für eure lieben Worte und das Lob !
Leider steht plötzlich die Möglichkeit, die bilder wie bisher in meine Beiträge einzubinden, nicht mehr zur Verfügung - deshalb habe ich sie etwas verkleinert und lade sie jetzt mit dem Bilderdienst hoch. Das führt aber dazu, daß mein Reisebericht noch etwas ausladender wird, als er eh schon ist. Aber bitte :razz:
Weiter geht es:
Tag 4: Es begann der Tag, an dem sich unter uns etwas zusammenbraute. Nach dem Frühstück sollte es weiter gehen, als Tagesziel hatten wir Etretat anvisiert und so packten wir nach einem kurzen Spaziergang nach Le Treport unsere Siebensachen, ver- und entsorgten noch einmal und fuhren los - aber plötzlich: undefinierbare Geräusche kamen aus dem getriebe unseres immerhin nun 24jährigen Gefährtes.
Gerard, wie wir ihn nannten, hatte scheinbar genug vom ständigen Auf und Ab an der Steilküste der Normandie, schon bevor es richtig losging. So ein Pech, aber was sollten wir machen? Da sich im Fahrbetrieb nichts geändert hatte - Gerard ließ sich nach wie vor tadellos schalten und kuppeln - beschlossen wir, unseren Urlaub nicht zu unterbrechen, sondern weiter zu fahren und uns im Notfall auf die Leistung unseres mit der KFZ-versicherung abgeschlossenen Schutzbriefes zu verlassen. Lediglich steile Bergfahrten wollte ich wenn möglich vermeiden und auch so schnell wie möglich in flachere Gefilde. Also ließen wir Etretat aus und beschlossen Honfleur als neues Etappenziel.
An Criel-sur-Mer, Dieppe, St.Valery-en-Caux vorbei ging es nach Fecamp, wo wir auf einem großen Parkplatz am Hafen, auf dem schon mehrere Mobile standen, stoppten um uns die Stadt anzusehen. Der Platz war kostenlos, bot eine Entsorgungsmöglichkeit und war auch offiziell als Übernachtungsplatz ausgewiesen - aber sehr uneben, schmutzig und laut. Keine Alternative, zumal sich in Fecamp sicher schönere Plätze finden lassen. Auf dem Bild ein Leidensgenosse, selbes Basisfahrzeug, anderer Aufbau...

In der Stadt sahen wir uns die Kirche St. Etienne an, ein gotisch-romanisches Kleinod und erklommen dann die etwas bergauf gelegene Abtei St. Trinite. Die Abtei war nicht zu besichtigen, aber die Kirche stand offen - ein barockes Portal, hinter dem sich eine wunderschöne, hochgotische und in ihren Ausmaßen überraschend große Kirche auftat - der bedeutendste Sakralbau an der Coted`Albatre, mit 127 Metern Länge eine der größten Kirchen Frankreichs (selbst Notre Dame de Paris ist nur 3 Meter länger) wie wir unserem Reiseführer entnehmen konnten.




Weiter ging es zum Palais Benedictine, ein in mehreren Stilen erbauter Palast, der zum Komplex der Destillerie gehört, in dem der Kräuterlikör Dom Benedictine hergestellt wird. Man kann das Ganze besichtigen und den Likör vor Ort verköstigen. Wir als Gastronome - wir führen eine kleine Cocktailbar in der oberbayerischen Provinz - ließen uns letzteres nicht entgehen, obwohl wir das Tröpfchen selbst im Programm haben - schließlich ist der Dom Benedictine ein unverzichtbarer Bestandteil des weltberühmten Singapore Sling.





Noch ein kurzer Abstecher ans Meer, ein Crepe an der Strandpromenade von Fecamp und wir starteten wieder. Weiter ging es mit unserem laut rasselnden Gerard über die Pont de Normandie nach Honfleur.

Der riesige kostenpflichtige stellplatz bietet eine gute Ausgangslage, um das bildhübsche Städtchen an der Seinemündung zu besichtigen. Trotz seiner Größe - bis zu 250 Mobile können hier stehen - konnten wir nur noch einen etwas glitschigen Platz ohne Strom ergattern, aber das war nicht schlimm - Honfleur leuchtete in der Dämmerung - ein kleiner Spaziergang und danach ging es eh ins Bett.







Fortsetzung folgt...
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Tag 5: Honfleur gilt als berühmteste Künstlerkolonie der Normandie, ein Städtchen mit vielen alten Fachwerkhäusern und dem "Vieux Bassin", dem alten Hafenbecken, das sicher eines DER Fotomotive der Normandie ist - nicht zu Unrecht, wie ich bereits am Abend davor feststellen durfte.


Dazu steht in Honfleur noch die größte Holzkirche Frankreichs. Wir verbrachten den Vormittag mit dem Besuch der vielen Attraktionen und bewunderten die herrlichen Bauten.

Besonders schön auch hier die Kirche Saint-Catherine mit Ihrem seperat stehenden Glockenturm. 1468 wurde sie in Holzbauweise errichtet und immer wieder erweitert, was ihr heute etwas seltsam anmutendes Aussehen erklärt - die Kirche hat zwei nebeneinander liegende Kirchenschiffe.









Nach dem Genuss einiger Kugeln Eis (Lakritze!) ging es zum stellplatz, unser Ziel heute - mal sehen, irgendwo ein schönes Plätzchen an den Sandstränden der Landungsküste, gerne auch mal ein Campingplatz. Klirrend und rasselnd setzten wir uns wieder in Bewegung, immer an der herrlichen Cote de Nacre entlang, bis wir am frühen Abend in Vierville-sur-Mer ankamen. Der dortige Campingplatz "Omaha Beach" wurde bereits in einem CP-Führer als besonders schön gepriesen, also steuerten wir ihn an - und wurden nicht enttäuscht! Ein unglaublich schöner Platz, direkt über dem herrlichen kilometerlangen Sandstrand wurde uns angeboten (d.h. wir konnten uns aussuchen, welchen Platz wir nehmen) - dazu noch umfassender Service eines 3-Sterne-Campingplatzes mit Pool und allem Drum und Dran für - ich glaube - so um die 15 € pro Tag - hier blieben wir erst mal, wir gönnten Gerard eine Pause und uns Erholung vom Damoklesschwert eines drohenden Getriebeschadens. Am Abend noch ein langer Spaziergang am Omaha Beach - kaum jemand spricht im Zusammenhang mit der tragischen Geschichte dieses Ortes von seiner Schönheit - uns kam dieser Umstand sehr gelegen, kaum Touristen Anfang September, herrliches Wetter - und Ruhe, Natur und Entspannung. Unsere Fahrräder sollten für die nächsten Tage unsere Fortbewegungsmittel sein. Gerard bleibt einfach mal stehen.




Fortsetzung folgt...
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| al: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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die katze ist super.
zum glück hat jeder seine blickwinkel, mit der er die welt sieht.
wir sind diese strecke in den letzten jahren schon oft gefahren, trotzdem habe ich soeben neue einblicke erhalten.
weitermachen.
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| userone: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hammer die Fotos. Weitermachen!
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hallo al,
die Katze gehörte mit mehreren Tieren zu einem Bettlertrupp, der sich vor der Kirche von Honfleur aufgebaut hatte. Alle diese Katzen litten offensichtlich an Katzenschnupfen und waren generell eher in einem bedauerlichen Zustand, dazu noch kurz angebunden. Dennoch sind es Katzen, verspielt, neugierig, frech. Wenn man mit Katzen zusammenlebt, wie ich, dann erweitert das immer die Sichtweise und den Blickwinkel - egal, wie sie auf den Bildern aussehen :wink: Ich liebe diese Tiere.
Es geht weiter :!:
Tag 6: Es gibt kaum etwas schöneres, als einen Morgen am Meer, blauer Himmel, kreischende Möwen, ein wunderschöner Ausblick, ein leckeres Frühstück mit Blick auf den ewig langen Sandstrand - herrlich.





Wir erkundeten das Hinterland, entdeckten Museen, die sich dem Tag der Landung der Alliierten verschrieben haben - ein, wenn nicht DAS Thema der Touristikbranche in diesem Landstrich - für mich durchaus interessant, aber in erster Linie genoss ich die Landschaft, die Ruhe, die Kühe, Pferde, Esel, Ziegen, die vielen kleinen asphaltierten Strasse, die Rennradfahren zum Genuss machten, das herrliche Wetter (22-24 Grad, blauer Himmel) und das etwas frische Meer. Ein einziges Mal stürzte ich mich in die Fluten - brrr.

Am Nachmittag besuchten wir den Amerikanischen Soldatenfriedhof bei Colleville-sur-Mer. Weltberühmt, nicht nur wegen der Eröffnungssequenz aus dem Hollywoodstreifen "Der Soldat James Ryan". Ein bedrückendes Symbol für die Grausamkeit des Krieges. 9238 weiße Marmorkreuze und 149 weiße Marmor-Davidsterne, akkurat in Reih und Glied, versehen mit den Namen der gefallenen Soldaten stehen im penibel gestutzten Rasen. Hier wird einem bewusst, was an diesem Ort 1944 passierte. Und heute ist es dieser Landstrich an Idylle kaum mehr zu übertreffen. Etwas surreal.



Fortsetzung folgt...
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| owtoeging: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Hallo Valerie, danke für Dein Lob :P
Morgen geht es weiter, ich wünsche Euch eine gute Nacht ! Viel Spaß beim schmökern,
lg
Olli
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| uschi-s: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Sehr schön geschrieben und tolle Fotos. Auch wir waren vor 3 Jahren an diese Küstenabschnitt und haben beschlossen, dass es nicht der letzte Besuch war. Ich warte auf die Fortsetzung, bin gespannt, ob Gerard durchgehalten hat.
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| fluilus: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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Ein prima Bericht und klasse bilder - bitte weitermachen!!
Danke & viele Grüße,
Harald
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| al: "Reisebericht 2011 - Normandie und Kathedralen Nordfrankreich"
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tust du uns auch noch verraten, mit welcher kamera du arbeitest?
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