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Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!

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Freetec 598: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
Hallo,

soeben in den Nachrichten:
Gaddafi ist seinen Verletzungen erlegen.
Wohin wird wohl Libyen gehen ?
Wird es auch im Chaos enden, wie der Irak ?
Den Freudenschüssen nach zu urteilen, ist die Bevölkerung
froh, diese Nachricht zu vernehmen.
Somit scheint er nicht nur in Libyen nicht sehr
beliebt gewesen zu sein.
Anzeige: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
anton-reiser: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
jetzt können die ausländischen interventionsmächte in aller ruhe, wie im irak, im kosovo und in afghanistan bereits geschehen, sämtliche profitablen unternehmen des befreiten landes an ihre heimatlichen wirtschaftsunternhemen ("invstoren") zu einem spottpreis weiterreichen.

anton
Campoverde: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
Anton,

toller Beitrag - ich glaube es bald nicht mehr, dass man im Forum solche
Schreiber findet!!!

Grüße
Heinz-Campoverde
al: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
anton-reiser hat folgendes geschrieben::
jetzt können die ausländischen interventionsmächte in aller ruhe, wie im irak, im kosovo und in afghanistan bereits geschehen, sämtliche profitablen unternehmen des befreiten landes an ihre heimatlichen wirtschaftsunternhemen ("invstoren") zu einem spottpreis weiterreichen.

anton


ist da nicht schon alles verschachert worden, als man den ehemals gepriesenen staatschef noch verfolgte. :twisted:
felix52: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
Campoverde hat folgendes geschrieben::
Anton,

toller Beitrag - ich glaube es bald nicht mehr, dass man im Forum solche
Schreiber findet!!!

Grüße
Heinz-Campoverde



Heinz,


:daumen2:
haballes: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
:( Schlimm an diesen ganzen Völkern finde ich immer diese Genugtuung, den ohnehin schon ausgeschalteten Diktator noch zu richten und sich damit auf gleiche Stufe zu stellen.

Und das man mit Waffen Freudenlöcher in die Luft schiesst, gibt mir immer zu denken. Ich glaube nicht, das sich diese Menschen großartig verändern werden. Zu hoffen ist es aber, wenigstens über Generationen.
creativi: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
haballes hat folgendes geschrieben::

Und das man mit Waffen Freudenlöcher in die Luft schiesst, gibt mir immer zu denken.


Mir auch. Wissen die denn gar nicht das man sich damit selbst töten kann wenn die Kugel wieder runterkommt?
tobi02: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
haballes hat folgendes geschrieben::
:( Schlimm an diesen ganzen Völkern finde ich immer diese Genugtuung, den ohnehin schon ausgeschalteten Diktator noch zu richten und sich damit auf gleiche Stufe zu stellen..


Ja. Wir im Abendland würden das nie tun. Wenn ich mich recht entsinne haben die Italiener seiner Zeit den Duce und seine Geliebte in Mailand an eine Laterne gehängt nach dem sie beide erschossen und todgeprügelt hatten - und zwar an den füssen nach oben.

Viel unangenehmer finde ich die Tatsache das auf allen Jubelbildern lauthals Allahu Akbar gerufen wird. Das lässt erahnen in welche Richtung das Land zukünftig gehen wird!
al: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
und das alles mit westlicher hilfe!


hach was sind unsere banken doch so uneigennützig.

und damit die banken nicht so alleine waren, haben wir denen auch noch militär geschickt.
Freetec 598: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
Hallo,

so richtig fürsorglich zu seinem Volk, wie hier in einem früheren Thread postuliert wurde, scheint er nicht immer gewesen zu sein:

--> Link
walter7149: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
Freetec 598 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

so richtig fürsorglich zu seinem Volk, wie hier in einem früheren Thread postuliert wurde, scheint er nicht immer gewesen zu sein:

--> Link


Habt ihr was anderes erwartet.Es wird noch einiges zu tage kommen aber bestimmt nicht alles.

Interessant an dem link ist der letzte satz:

" Die Freiheit ist da. Jetzt muss sie gestaltet werden. "

Von wem :?: :?: :?:
felix52: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
ich gebe es zu, die Physiognomie dieses Irren und sein Gewinsel stossen mich ab!
Die (sofern es sich bewahrheitet ), brutalen Machenschaften seiner Henker auch.
Grüße
Felix52
yasar: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
tobi02 hat folgendes geschrieben::
...Viel unangenehmer finde ich die Tatsache das auf allen Jubelbildern lauthals Allahu Akbar gerufen wird. Das lässt erahnen in welche Richtung das Land zukünftig gehen wird!


An wen wollten sie sich in den vergangenen Jahrzehnten der Diktatur denn wenden?

Das Einzige worauf sie doch noch hoffen konnten war, dass "Allah" diesen Verbrecher irgendwann bestrafen würde.

Sonst hat sich doch niemand wirklich dafür interessiert. Weder der Westen noch die damalige Sowjet-Union hatten irgendwelche Probleme mit der lybischen Diktatur. Und einige gute Geschäfte wurden nebenbei oft auch noch gemacht.

Was bleibt denn den Menschen noch übrig, wenn sie von der Welt im Stich gelassen werden?

Übrigens bekam ich das erste Mal in meinem Leben ein Gefühl für die wirkliche starke, einigende und überdauernde Kraft von Religion in polen!

Nein, nicht das wir uns mißverstehen, ich habe keinen Vertrag mit der katholischen Kirche.

Aber was ist denn z.B. den polen in den vielen Jahrzehnten, in denen die div. mächtigen Nachbarn polen aufteilen und/oder für immer auslöschen wollten wirklich geblieben. Richtig: Die Religion!
Ich kann die tiefe Frömmigkeit der polen nachvollziehen.


Jetzt können wir in Lybien, und einigen anderen Ländern nur noch hoffen, dass sie nicht den radikalen, islamistischen Rattenfängern folgen.

Aber als es noch - auch für den Westen - Zeit war, die gemäßigten, fortschrittlichen - auch religiösen - Kräfte zur unterstützen, hat der Westen dumm in die Luft geguckt.

Wer hier, kennt denn z.B. Nagib Mahfuz ?


Zitat:
Nagib Mahfuz


Nagib Mahfuz (arabisch ‏نجيب محفوظ ‎, DMG Naǧīb Maḥfūẓ, auch Nagib Machfus oder Naguib Mahfouz, engl. Nadjib Mahfus; * 11. Dezember 1911 in Kairo; † 30. August 2006 ebendort) war ein ägyptischer Schriftsteller. Er galt als einer der bedeutendsten Autoren seines Landes und als einer der führenden Intellektuellen der arabischen Welt. 1988 wurde er als erster arabischsprachiger Autor mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Leben und Werk

Nagib Mahfuz, Sohn eines Beamten, wurde nach Professor Nagib Pascha Mahfuz (1882–1974) benannt, einem berühmten koptischen Arzt, der seine Entbindung beaufsichtigte. Er wuchs in einem Kairoer Altstadtviertel auf, wie er es später in vielen seiner Romane schildern sollte. Nach der Schulzeit studierte er Philosophie und arbeitete seit den 1930er-Jahren als Beamter im ägyptischen Bildungsministerium.

Neben seiner Arbeit verfasste er Kurzgeschichten und veröffentlichte 1939 den ersten von drei Romanen über die Pharaonenzeit. Angesichts des halbkolonialen Status Ägyptens zur Zeit König Faruqs stellten diese historischen Romane den Versuch dar, mit ihrer Rückbesinnung auf eine große Vergangenheit die Identität der Ägypter in der Gegenwart zu stärken.

Mitte der Vierziger Jahre wandte er sich in realistischen Romanen zeitgenössischen Themen zu. Nach Die Midaq-Gasse wurde ihm mit seiner Kairoer Trilogie (Zwischen den Palästen, Palast der Sehnsucht und Zuckergässchen) die uneingeschränkte Anerkennung als führender Schriftsteller zuteil. In diesen drei Werken, die ihn weltweit berühmt machten, erzählt er die Geschichte einer Kairoer Kaufmannsfamilie über drei Generationen hinweg. Sie spürt den Wandlungsprozessen nach, welche die Gesellschaft während der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts aufgrund der Modernisierung und des Kontakts mit dem Westen durchläuft. Die Trilogie brachte Mahfuz den ägyptischen Staatspreis für Literatur ein.

Aufsehen ganz anderer Art verursachte Nagib Mahfuz 1959 mit seinem Roman Die kinder unseres Viertels, eine Parabel auf die Menschheitsgeschichte, in dem er Figuren auftreten lässt, die an Adam, Moses, Jesus und Mohammed erinnern. Nachdem die ersten Kapitel des Buches bereits in der regierungsamtlichen Zeitung Al Ahram erschienen waren, erzwangen Proteste konservativer islamischer Kreise die Einstellung des Vorabdrucks. Der komplette Roman konnte wegen der anhaltenden Empörung der streng Religiösen wegen angeblicher Gotteslästerung erst im Jahr 2006 auf Arabisch in Ägypten erscheinen. Bereits zuvor wurde er auf Englisch von der American University Press in Kairo und auf Arabisch im Libanon verlegt.

Neben Romanen, Kurzgeschichten und Essays verfasste Mahfuz auch Drehbücher. Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt, u.a. Qasr asch-Schauq Palast der Sehnsucht (1967) und As-sukkariyya Zuckergässchen (1972) mit Nour El-Sherif.

1994 wurde Nagib Mahfuz durch einen islamistischen Attentäter mit Messerstichen in den Hals angegriffen. Er überlebte schwerverletzt.

Im Sommer 2006 wurde bekannt, dass Mahfuz schwer erkrankt war. Am 30. August 2006 starb er in einem Kairoer Krankenhaus.

Politische Position, internationale Wirkung [Bearbeiten]
Kurz nach Verleihung des Nobelpreises wurde in Kairo für Mahfuz ein Denkmal aufgestellt. Es steht an einer verkehrsreichen Straße am westlichen Nilufer.

Wegen seiner Unterstützung des Friedensprozesses mit Israel wurde Mahfuz zum Ziel scharfer Kritik aus fundamentalistischen und arabisch-nationalistischen Kreisen. Die Verleihung des Nobelpreises im Jahr 1988 wurde von Islamisten als Provokation seitens des Westens empfunden. Ein radikaler Geistlicher, der heute in den USA wegen Terrorismus zu lebenslanger Haft verurteilte Omar Abdel-Rahman, verhängte in einer Fatwa ein Todesurteil über den Preisträger. Am 14. Oktober 1994, im Alter von 82 Jahren, wurde Mahfuz als Opfer eines Mordanschlags lebensgefährlich verletzt, so dass er unter Personenschutz leben musste....
(Quelle: Wikipedia, Hervorhebung durch mich)

Oder wer kennt hier den Afghanen Ahmed Sheikh Masoud? Und wie man ihn in Paris, als er um Unterstützung gegen die Taliban bat, hat abblitzen lassen?

Es gab genug Chancen dem islamischen Fundamentalismus das wasser, wenigstens ein Stück weit, abzugraben. Es wurde so gut wie keine genutzt!

Nicht in Libyen, nicht in Afghanistan, nicht in Ägypten etc. etc. etc.

Gruß

Peter
al: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
oder nehmen wir den riff-krieg. war auch in nordafrika. noch gar nicht so lange her (in den 20er jahren). hat garantiert keiner mehr im hinterkopf. warum auch. da haben ja auch nur spanier, franzosen und engländer gemordet. ach ja, deutsche giftgasexperten durften mithelfen.

alles wie heute, alles für die europäischen interessen.
nur.... geht das heute noch gut?
oder...drängen wir die leute nicht geradezu in eine bestimmte richtung?
aber... vielleicht ist das ja auch so gewollt!!!?
yasar: "Gaddafi seinen Verletzungen erlegen!"
al hat folgendes geschrieben::
...ach ja, deutsche giftgasexperten durften mithelfen...


Ich muss gestehen, ich kannte dieses düstere Kriegs-Kapitel nicht. Ich wusste auch nicht, dass Deutschland dort Gas eingesetzt hat.

Aber beim Recherchieren habe ich entdeckt, dass die Folgen des Giftgas-Einsatzes noch bis heute fortdauern.

Zitat:
...Der Einsatz von Senfgas (Lost) stellte einen Bruch der Haager Landkriegsordnung dar. Die Verseuchung mit Lost führte dazu, dass das Gebiet um Al-Hoceima auch heute noch die Lungenkrebsstatistik in marokko anführt. Der Sieg wurde um den Preis einer nachhaltigen Verseuchung weiter Gebiete errungen....
(Quelle: Wikipedia)


Mein Mitleid mit Gaddafi hält sich in engen Grenzen. Aber ich bedauere sehr, dass der libysche Start in eine andere Zukunft so begonnen hat.
AI fordert eine Untersuchung der Todesumstände, und das finde ich auch richtig.

Weitere Menschenrechtsverletzungen werden folgen. Die afrikanischen Söldner z.B., in Diensten Gaddafis, werden keine faire Verhandlung oder gar Prozesse erfahren.

Gruß

Peter
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