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Lastenheft für neues WoMo

alles, was nicht in die anderen Foren passt

carbonunit: Lastenheft für neues WoMo

Hallo zusammen,

im Laufe der nächsten Zeit (ein oder zwei Jahre) plane ich, im WoMo ganzjährig zu leben und zu Arbeiten, wobei arbeiten aus Tippen am Laptop bestehen wird.
Erstmal muss mein 15 jahre alter Kastenwagen dafür reichen, aber ich denke seit einer Weile über ein neues Auto nach. Dass ich Kompromisse machen muss, weiß ich auch, nur welche ich machen will, weiß ich noch nicht.

Also erst Mal was ich so alles gerne hätte:
Ein festes Bett ohne täglichen Bettenbau.
Sitzgruppe an der man auch gut arbeiten kann.
Sofa an der Sitzgruppe zum Füße hochlegen beim Glotze gucken, Lesen oder Dösen.
Sitzgruppe zum Bett umbaubar für gelegentlich mitfahrende Freunde (Einzelpersonen, die für vielleicht eine Woche mitfahren).
Heckgarage für ein bis zwei Fahrräder/Pedelecs und das nötige Campinggerödel.
Stauraum für einen Ein-Personen-Haushalt der Winters wie Sommers laufen muss.
Batteriekapazität, um im Sommerhalbjahr mit Solar ca. fünf Tage autark zu bleiben, auch ohne Fahren oder der Platz, um diese Batteriekapazität nachzurüsten.
Ein großer Gastank (mehr als in 2x 11kg reinpasst) oder der Platz, um den nachzurüsten.
Minimum 100 Liter Frisch und Abwasser, gerne mehr, aber alles frostsicher, also innerhalb der Kabine mit eventuell der Möglichkeit zum Beheizen.
Warmwasserheizung, wenn möglich mit Wärmetauscher zum Motor.
Duschen ohne Wasserschlacht und Umbau des halben Autos.

Mir ist klar, dass es bei allen diesen Wünschen mit 3,5t eng wird. Ich habe den alten grauen Lappen, bis 7,5t könnten wir also gehen.
Ein Leistungsgewicht von maximal 40kg/PS wäre nicht schlecht. Schneller als 100 km/h darf ich dann sowieso nicht mehr, aber ich will nicht am Berg allen im Weg rumstehen.
Heckantrieb wäre schön. Natürlich weiß ich, dass es dann keinen Alko-Tiefrahmen geben kann, dass das Auto höher sein wird, wenn auch ein Zwischenboden gewünscht ist und dass es mehr bewegliche Teile gibt wie Kardanwelle oder das Hinterachsdifferential. Auch eine Garantie, nicht steckenzubleiben gibt es damit nicht. Aber mit Sperrdifferential und Zwillingsreifen sind die Chancen besser, als mit Frontantrieb, sich von der nassen Wiese wieder zu verabschieden.
Außerdem erlaubt eine nicht angetriebene Vorderachse einen kleineren Wendekreis. Das kann bei einem Auto von 7-8m Länge schon mal wichtig werden.
Auch habe ich noch nicht von einem frontgetrieben LKW mit 7,5t ZGG gehört.
Mit meinem 3,5t Sprinter fahre ich gerne auch mal kleine, nicht ganz staubfreie Straßen. Darauf will ich nicht ganz verzichten.
Was technischen Schnick-Schnack der letzten Jahre angeht, bin ich nicht verwöhnt. Ein ordentliches Fünfgang-Getriebe und ein Tempomat, dazu ansehnliches Drehmoment, würden mir erst Mal reichen.
Aber wenn schon ein neu(er)es Auto, dann auch mit grüner Umweltplakette oder der Chance, diese mit geringen Investitionen zu erwerben.

Kommen wir zum Aufbau: Das Ganze soll ein bequemes Wohnen auch im deutschen Winter ermöglichen ohne dass ich täglich Gas nachkaufen muss. Ein Alkoven hätte dabei für mich den Vorteil, dass ich das Fahrerhaus mit einer festen, isolierten Wand abtrennen kann.
Ob meine Arbeit später ein Überwintern im sonnigen Süden erlaubt, muss sich erst zeigen. Auch dann schadet ja ein gut isoliertes Mobil nicht. Wo die Wärme nicht so leicht rauskommt, da kommt sie auch nicht so leicht rein.
Nachteil des Alkoven wäre die größere Höhe und die zerklüftete Front, was dem günstigen Verbrauch wohl nicht so entgegen kommt.
Ein Teilintegrierter (ohne Hubbett) ist wahrscheinlich schlechter zu isolieren, vor allem im Bereich des Fahrerhauses. Weil die Sitze in die Einrichtung mit einbezogen sind, wird das mit der Trennwand kaum funktionieren.
In einigen Inegrierten habe ich letztens Probe gesessen und fand den Ausblick nach vorne sehr unübersichtlich. Die Frontscheibe ist ewig weit weg, die A-Säule ist ordentlich dick. Natürlich gewöhnt man sich an alles, aber das normale Fahrerhaus wäre mir lieber, auch wenn darin weniger Platz ist, als im Integrierten.
Im Moment tendiere ich zum Alkoven mit Stockbetten hinten, die sich ggf. zu Stauraum umbauen lassen.

Es wird wohl auf einen Gebrauchten im Alter von ein paar Jahren hinauslaufen. So etwa 30 bis 40 kiloEuro wären dafür verfügbar.
Richtig Angst habe ich vor Schicksalsschlägen wie Torf in den Wänden oder im Boden, sowie Alufraß. In manchen Postings hier kommt es mir so vor, als wäre das bei einigen Aufbauten unabwendbar, weil entweder die Kabine nicht ordentlich verarbeitet ist oder die Verbindungstechnik das Wasser zum Eindringen geradezu einlädt.
Die italienischen Wingamms haben mir wegen der Gfk-Kabine aus einem Stück immer sehr gut gefallen, die sind aber etwas zu klein für meine oben beschriebenen Zwecke.
Hehn-Mobile sehen nach solider deutscher Handwerkskunst ohne Schnörkel aus.
Bei Bürstner, Dethleffs, Hymer, Eura und so weiter blicke ich noch nicht richtig durch.
Was könnt ihr mir raten?
Wie muss eine verrottungsfeste Kabine aussehen und wer baut sowas?
Neue Grundrissvarianten finde ich auch immer wieder spannend.

Gruß
CarbonUnit

Acki: Lastenheft für neues WoMo

Ich denke da mal an den : Phoenix 7500 RSL --> Link
(nur halt jetzt schon einen Gebrauchten zu diesem gewünschten Preis finden ... )

wolfherm: Lastenheft für neues WoMo

Dann schau auch mal nach Wochner-Alkoven.

garagenspanner: Lastenheft für neues WoMo

--> Link

der ist leider auch (siehe Phoenix) weit ausserhalb des genannten Budgets.
hat aber sogar den 120L Gastank , und die Couch und und und :) :)

Wobei mein Favorit ist der Wochner Mujaro 470BE , den wird es aber wohl
sobald nicht als Gebrauchtfahrzeug geben....

Gruss
Jan

surfbusalex: Lastenheft für neues WoMo

Wie wäre es mit sowas: --> Link

etwas günstiger sind die Profila zu bekommen.

Grüße Alex

schnupp: Lastenheft für neues WoMo

Wie wäre es denn mit einem AlPa?

Gruß Schnupp

Acki: Lastenheft für neues WoMo

schnupp hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einem AlPa?

Gruß Schnupp


Meinst Du "Alpha"?
Komisch, was da kommt, wenn man den Herstellerlink hier verfolgt : --> Link :gruebel:

Die von uns erwähnten Dinger sind halt wirklich alle in einer höheren Preiskategorie, aber vielleicht muss man hier halt auch anders denken, wenn das Wohnmobil die Wohnung ersetzen soll ... :!: :?:

schnupp: Lastenheft für neues WoMo

Nein, ich meinte AlPa
--> Link

Gruß Kitty


Und ja, ich glaube schon, daß man, wenn man wenig Kompromisse machen will, auf Langlebigkeit, Haltbarkeit, Wertigkeit und vorallem Funktionsfähigkeit achten sollte. Ob es dies bei den oben genannten "Premium"- Herstellern gibt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Oder eben selber bauen, da weiß man vielleicht eher, was man hat.
Aber um sich zu orientieren und mal eine Richtung zu bekommen, hilft sowieso nur ansehen, mit Leuten reden, die so einen Lebensstil führen und immer wieder sich schlau machen

macagi: Lastenheft für neues WoMo

Unser Grundriss erfüllt eigentlich deine Anforderungen, wobei unser Fahrzeug keinen Doppelboden hat. Ich nutze es selbst ab und an als rollendes Büro.

Mit Doppelboden, gleicher Grundriss: Hymer B 654

--> Link
(wobei der blöderweise kein Hubbett hat)

Tip: Im Hubbett schlafen, mitsamt Bettzeugs hochmachen. Festbett als Sofa nutzen.
--> sehr viel Nutzfläche tagsüber.

Ist natürlich ein Integrierter.....

carbonunit: Lastenheft für neues WoMo

:tach:

:dankeschoen: für eure Vorschläge.
So ein Wochner sieht schon sehr solide aus. Es geht ja bei mir nicht um "die schönsten Wochen des Jahres" sondern Dauereinsatz, Tag und Nacht, bei jedem Wetter.
Wie baut denn z.B. Eura die Kabine? Auch mit Gfk oder doch wieder mit Alu außen, Hartschaum und Hozlatten innen?
Der AlPa siehtt auch interessant aus. Dazu dann gleich die selbe Frage: Wie baut Dethleffs die Kabinen?
Wochner erklärt es ja sehr schön.
Auf den Webseiten der Hersteller werden sie alle sagen "Unsere Kabinen sind dicht!" Aber stimmt das auch noch nach 10 oder 15 Jahren?
Auch wenn ich in so manchen Großserienmodellen herum geistere und die Möbelbeschläge anfasse: Das fühlt sich leicht mal an, als würde es nur von 12 bis Mittag halten, Türgriffe am Bad z.B.
Da wird anscheinend mit windigem Leichtbau irgendwie versucht, unter der 3,5t Marke zu bleiben. Gegen Leichtbau habe ich nichts, wenn es trotzdem stabil ist.

Was ich noch vergessen habe, ist der Backofen. Ich liiieebe Pizza.

Schnupp / Kitty hat geschrieben:Und ja, ich glaube schon, daß man, wenn man wenig Kompromisse machen will, auf Langlebigkeit, Haltbarkeit, Wertigkeit und vorallem Funktionsfähigkeit achten sollte. Ob es dies bei den oben genannten "Premium"- Herstellern gibt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Oder eben selber bauen, da weiß man vielleicht eher, was man hat.
Aber um sich zu orientieren und mal eine Richtung zu bekommen, hilft sowieso nur ansehen, mit Leuten reden, die so einen Lebensstil führen und immer wieder sich schlau machen

So sehe ich das auch. Ich hab ja auch noch Zeit. Aber wenn die Gelegenheit auf dem Gebrauchtmarkt auftaucht, möchte ich ungefähr wissen und beurteilen können, was ich da vor mir habe.
Neu mag ich nicht mehr, auch wenns einfacher ist, alle Wünsche reinzukriegen. Aber den Wertverlust sollen diesmal andere für mich vorfinanzieren.

Ich könnte mir auch vorstellen, mir eine Kabine nach meinen Wünschen bauen zu lassen und für die alle zehn Jahre eine neue Basis zu suchen. Neuer Hilfsrahmen, Kabine drauf, Durchgang schneiden - fertig. Klar, das ist im Einzelfall aufwendiger, aber so ungefähr läuft das ja ab.
Hat jemand hier so ein Mobil?

Gruß
CarbonUnit

Lancelot: Lastenheft für neues WoMo

carbonunit hat geschrieben:Ich könnte mir auch vorstellen, mir eine Kabine nach meinen Wünschen bauen zu lassen und für die alle zehn Jahre eine neue Basis zu suchen. Neuer Hilfsrahmen, Kabine drauf, Durchgang schneiden - fertig.


:gruebel:

Könnte sein, daß Du das (den Aufwand) ein wenig optimistisch siehst :razz:

Die Fa. Riepert macht z.B. sowas : --> Link

Kannst ja mal nachfragen, was sowas kostet und an welchen Aufbauten das auch Sinn macht ...

Und: bei einem Budget von 30-40 k€ kriegst Du wahrscheinlich keine ausgebaute Kabine bei einem Individualschneider.

Eher würde ich schon raten, einen guten Gebrauchten (eines hochwertigen Herstellers) zu kaufen, den dann einige Jährchen fahren und dann ... mal drüber nachdenken, ob ein Chassis-Tausch auch wirklich Sinn macht.

Acki: Lastenheft für neues WoMo

schnupp hat geschrieben:Nein, ich meinte AlPa
--> Link


Den kannst Du schon mal vergessen : Detleffs Holz-Bau - Nichts mit "Verrottungsfrei"!

carbonunit: Lastenheft für neues WoMo

@Wolfgang:
Wahrscheinlich hast du recht, was den Preis einer neuen Individualkabine angeht.
Aber gebraucht geht das ja auch. Der hier macht es gerade:
--> Link
Gekauft hat er einen Iveco mit GfK Kabine. Jetzt steht die Kabine auf einem Vario. Weil ich LEDs beim ihm kaufen will, werden wir uns hoffentlich bald mal treffen.
Natürlich muss in der Kabine möglichst alles drin sein, damit es nicht das Pizzastück-Phänomen beim Trennen gibt: Zig Käsefäden verbinden die Kabine noch mit dem Fahrgestell. Alles was zum WoMo gebraucht wird, muss in der Kabine drin sein, dann gibts nur noch ein paar Anschlüsse zur Basis: Strom, ev. Warmwasser zum Kühler um Motorabwärme zum Heizen zu nutzen.
Ich hoffe ja auf eine gebrauchte Bocklet-Kabine...

@Acki: Also Dethleffs baut schon mal nicht holzfrei. Gilt das für alle Modelle von denen?
Wie stehts mit den anderen großen, also Bürstner, Eura, Hymer?

Laikas haben mir auch gefallen, aber beim Studieren ihrer Modelle habe ich den Eindruck, dass sie heftig mit der 3,5t Grenze ringen, man also ständig am Rande der Überladung balancieren wird. Das ist nix für mich, da habe ich gerne mehr Reserven.
Auch LMC macht offensiv Werbung damit, dass jedes ihrer Autos unter 3,5t bleibt. Das finde ich ja im Prinzip ok, nur bei WoMos von 7m Länge oder mehr spielt die Physik da nicht so richtig mit.

Die Hehns finde ich auch interessant. Die sehen unspektakulär, aber solide und durchdacht aus. Wer kann was dazu sagen, auch wie die Kabinen gebaut sind?

Gruß
CarbonUnit

traveller-71: Lastenheft für neues WoMo

Hi,

carbonunit hat geschrieben:Die Hehns finde ich auch interessant. Die sehen unspektakulär, aber solide und durchdacht aus. Wer kann was dazu sagen, auch wie die Kabinen gebaut sind?


der user "andwein" aus dem Forum hier hat sich bei Hehn ein Womo nach Wunsch bauen lassen. Weitere Infos findest Du über folgenden Link
--> Link

Ansonsten würde ich ihn einfach mal anschreiben.

Lancelot: Lastenheft für neues WoMo

carbonunit hat geschrieben:Ich hoffe ja auf eine gebrauchte Bocklet-Kabine...


toi toi toi :!:

(Aber die findest Du wirklich "selten" :( , jedenfalls "bezahlbar")

ICH würde nach N&B Clou oder Flair, Phoenix oder Concorde schauen ... oder eben nach einer Individualkabine/Fahrzeug (gilt das gleiche wie für Bocklet) ... jedenfalls was hochwertiges mit Doppelboden. In diesem Zwischenboden ist die gesamte Technik untergebracht, somit auch "einigermaßen" leicht tauschbar ...

Bewundere jeden, der sich so ein Projekt zutraut :)


Standplatten Wintereinlagerung
Sonnenliege wie in Südeuropa üblich
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