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Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

alles, was Fähren erfordert (Sizilien, Korsika, Mallorca usw)

Gogolo: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Wir sind kaum von unserer letzten Frühjahrsreise zurück und schon beginnen die Vorbereitungen für die Reise zu unserer Lieblingsinsel Island. Bevor die eigentlichen Reiseberichte darüber bei euch „eintrudeln“ ist es sicher zweckmäßig, sich ein paar Gedanken über diese - für viele – unbekannte „Insel aus Feuer und Eis“ im nördlichen Atlantik zu machen. Auch um zu verstehen, warum es uns immer wieder dort hin zieht – aber das werden euch während der Reise dann auch die Bilder vermitteln.

Diese Reise läuft unter dem Motto:


Das GOGOLOBIL unterwegs: in ISLAND 2012
Von Mitte Juni bis Mitte September 2012


Je näher der Abfahrtszeitpunkt kommt, desto mehr scharrt schon das Gogolobil ungeduldig mit seinen 4 Allradreifen (die 2 Reservereifen scharren auch schon mit) – so ganz nach dem Motto: komm, lass mich die Allradpisten spüren, die Wasserdurchfahrten erleben, die Lavafelder durchqueren, auf den Aschestraßen den Staub aufwirbeln, usw. …. Ein wenig allradfahren hat das Gogolobil ja schon letztes Jahr auf unserer siebenmonatigen Asienreise geprobt, aber Island, und insbesondere das dortige Hochland, ist schon ein ganz anderes Kaliber. Das Fahrzeug ist bei Iveco und bei Bimobil zwischenzeitlich wieder auf „Vordermann“ gebracht worden und technisch total in Ordnung. Und auch die Frühjahrsreise hat das Gogolobil gut überstanden – es waren ja auch keine technischen oder fahrerischen Schwierigkeiten zu bewältigen. Jetzt wird gerade das Gogolobil umgerüstet von Winter-/Straßenbetrieb auf Geländebetrieb. D.h. die Winterreifen werden gegen die Geländereifen gewechselt, der 2. Reservereifen kommt hinten drauf, der Unterfahrschutz mit der Anhängerkupplung wird getauscht gegen den Geländeunterfahrschutz. Außerdem ist noch bei Iveco die große Inspektion fällig. Auch um die eigene Gesundheit muss ich mich vorher noch kümmern und diverse Vor- und Nachsorgeuntersuchungen über mich ergehen lassen – bisheriges Ergebnis: alles OK.

Und für mich ist es die 9. Islandreise – für Gogoline die 8. Reise auf die Insel. Meine erste Reise war (allein) mit einer organisierten Tour (1982), dann nur noch zusammen mit Gogoline mit Motorrad, Flugzeug, im Winter, einige male mit unserem Hanomag und mit einem Schiff. Island lässt uns nicht mehr los – wie haben den sogenannten Islandvirus in uns. Ein altes Sprichwort sagt: einmal Island – immer Island, oder nie wieder Island.

Es ist nun der zweite Anlauf, mit dem neuen Gogolobil nach Island zu fahren. Vor zwei Jahren, im Jahre 2010 hatten wir es schon einmal geplant, aber zwei Wochen vor der Abfahrt musste ich leider in die Intensivstation des Krankenhauses und mir wurde eine neue Herzklappe eingesetzt. Eine Reise nach Island war für 2010 damit ausgeschlossen. Dafür fuhren wir dann sofort nach Abschluss meiner Reha für drei Monate nach Skandinavien. Das war auch sehr schön.

Aber jetzt ist es dann endlich ist es so weit, das Gogolobil wird mit Wasser aufgetankt und alles sauber gemacht. Der isländische Staub- und Aschewind wird diese Mühen zwar schnell wieder zunichte machen, aber meine Gogoline mag es einfach so schön blitzeblank. Und deren Wille ist mir Befehl!!!

Vor der Abfahrt muss noch genügend Gas gebunkert werden, denn wir werden jetzt volle drei Monate unterwegs sein und meine Gastankflasche kann ich in Island mangels LPG-Tankstellen nicht nachfüllen. Da ich manchmal bei schlechtem Wetter (und das ist in Island öfters der Fall) auch heizen muss, gehe ich mal davon aus, dass wir mit einer Flasche rund 3, maximal 4 Wochen reichen werde. Also sind im Gasflaschenkasten zwei volle Flaschen und in den Stauräumen des Gogolobils eine weitere volle Flasche verstaut – insgesamt 33kg Gas, das müsste (wenn es nicht zuuu kalt wird) möglicherweise für den gesamten Aufenthalt auf Island reichen. Ich habe noch eine Adresse in Reykjavik, wo es „angeblich“ möglich sein soll, dass man deutsche graue Gasflaschen tauschen oder füllen kann. GPL oder LPG ist in Island unbekannt. Ansonsten habe ich mir einen Adapterschlauch mitgenommen um ggf. auch isländische Gasflaschen an mein System anschließen zu können.

Also zwei Reservereifen auf Felge, 2 Abschleppbänder bis 20to (eines davon ist ein sog. „dynamisches“ Abschleppband, dehnbar ähnlich einem Bungeeseil), Spaten, Navi mit Islandkarten (dazu später mehr) sowie althergebrachte Landkarten für mein „Bionavi“, genannt Gogoline, sind an Bord. Sandbleche nehme ich keine mit, denn wo ich mit Allrad, Untersetzung und drei Differentialsperren hängen bleibe, da nützen mir auch keine Sandbleche mehr. Im Übrigen ist Island auch nicht die Sahara und auch sonst keine „Wildnis“! Und richtiges offroadfahren ist in Island wegen der empfindlichen Flora ohnehin verboten – es reichen schon die Onroadpisten um den Schweiß auf die Stirne des Fahrers zu treiben. Dazu später mehr.

Unsere Route auf Island ist noch unklar, denn wir lassen uns im Großen und Ganzen vom Wetter leiten. Die nachstehende Islandkarte befindet sich auch als Aufkleber auf der Seite meines Gogolobils – allerdings stark vergrößert und in bester Qualität. Auch hier wird dann während der Reise die gefahrene Route mit grellem Nagellack eingetragen – wie schon bei unserer Asienreise.

Bild

Bereits an Bord ist Verpflegung. Allerdings sagen die isländischen Bestimmungen, dass pro Person nicht mehr als 3kg Lebensmittel eingeführt werden dürfen, wobei Frischfleisch, unpasteurisierte Wurst, Käse, Milch und Eier ohnehin verboten sind. Naja, ein paar Stangen Salami, einige Stücke Geräuchertes und Parmesankäse (alles gut eingeschweißt) habe ich in den unergründlichen Tiefen des Gogolobils gut versteckt in der Hoffnung, dass die Zöllner es nicht finden. Mann/frau kann sich gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn nach einiger Zeit die Lust auf ein paar Scheiben guter Wurst aufkommt, denn in Island ist der Geschmack und schon das Aussehen von Wurst sehr gewöhnungsbedürftig – und das auf die Dauer unseres dreimonatigen Aufenthalts auf Island! Und da ist es wunderbar, wenn sich in irgendeinem Fach noch eine Salami befindet. Auch ein Spaghettigericht ohne frisch geriebenen Parmesan ist für uns unvorstellbar – das Zeugs aus den Packerln ist einfach grausam. Wir haben daher jetzt nicht auf die 3kg-Regelung geachtet und einfach das eingepackt, auf das wir bei einem dreimonatigen Aufenthalt nicht verzichten möchten. Das hat nichts mit Sparsamkeit zu tun, denn Island ist schon ein wenig teuer, sondern es gibt halt da oben auf der Insel nicht alles an gewohnten Spezialitäten zu kaufen. Mann/frau kann zwar vieles – fast alles - erwerben, aber einiges ist doch unbekannt. So möchten wir z.B. nicht auf unsere Kaffeemarke und unsere Tees verzichten. Auch müssen unbedingt mit: Dosen(!)Bier, Wein, etwas Hochprozentiges, Essiggurken, süßer Senf, meine Küchengewürze, Polenta, Schwarzbrotmischungen zum selbstbacken, diverse Marmeladen, Schokolade, Tees, Gebäck, Grillsaucen, Suppen, Sauerkraut, italienische Pasta, ein paar Konserven udgl. Da wir das zulässige Gewicht von 3kg/Person für Lebensmittel übersteigen, werde ich beim Zoll das Ganze deklarieren und halt entsprechend Zoll zahlen. Wenn es an den Zollgebühren scheitern sollte, dann hätten wir uns Island als Ziel nicht auswählen dürfen! Die Zollgebühren liegen voraussichtlich in der Größenordnung von rund 250 Kronen (1,60€) pro kg.

Dann werden Wäsche und Kleidung sauber verstaut. Und zwar brauchen wir etwas für warme und kalte Tage, für trockene und nasse Spaziergänge und Wanderungen. Auch Gummistiefel und Rucksäcke dürfen nicht vergessen werden. Und natürlich ein paar Regenschirme – allerdings sind Goretex-Jacken und Hosen und/oder Ponchos viel praktischer, da man die Hände frei hat und in Island bei dem ständigen Wind der Regen unter den Regenschirm geblasen wird.

Keinesfalls fehlen darf der Laptop, der Foto- und Videoapparat mit viel Speicherkarten und Filmmaterial. Ebenso wichtig ist ein gutes Fernglas für die bevorstehenden und sicherlich grandiosen Tierbeobachtungen.

Die schon bewährte und vorbereitete Ausrüstungsliste ist lang und wird Stück für Stück abgearbeitet. Mann/frau denkt gar nicht, was alles notwendig ist (z.B. Haarschneidegerät) – einschließlich der Frage nach evlt. Ersatzteilen, obwohl es in Reykjavik eine Iveco-Werkstätte gibt. Wenn man aber in der Pampa, im Hochland, festsitzt, dann muss man sich zumindest provisorisch zu helfen wissen.

Dieser Reisebericht wird anders als alle meine bisherigen Berichte, ich werde einen Mix aus Reisebericht und geografischen Schwerpunkten machen. Daher ist es notwendig, sich vorab ein wenig mit der für viele Leute unbekannten Insel Island zu beschäftigen. Es kommen jetzt in Kürze nach und nach allgemeine Vorabinformationen bevor die eigentliche Reise beginnt und die Berichte und Bilder eingestellt werden.


Habe die Ehre

Gogolo

Lancelot: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Gogolo hat geschrieben:Und deren Wille ist mir Befehl!!!


:gruebel:

Wie bei uns ... :razz:

(setze schon mal Lesezeichen :) )

nuvamic: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Meldung aus meinem Inneren: Fieber steigt! *g*

Find ich klasse - DANKE, dass ihr uns alle mitnehmt!

Wenn ich so was (ansatzweise) vorhab, versuch ich auch immer, mehr über mein Ziel zu erfahren. Ein etwas ungewöhnlicherer Weg ist u.a. auch Musik, Kunst und Literatur kennenzulernen.

Kennst du z.B. den hier? --> Link
Kleine Warnung noch - ist eher nix für ängstliche und phantasievolle Gemüter...

Anne42: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

hallo Gogolo, ich freue mich ungeheuer auf eure Reise.Jahrelang, habe ich davon geträumt einen Hochlandritt auf den geliebten Islandpferden zumachen, viele Bücher über dieses Land,regelrecht verschlungen. Leider hab ich mir diesen Traum nicht erfüllen können, aber um so mehr freue ich mich auf deine Berichte.

Gogolo: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

nuvamic hat geschrieben:Kennst du z.B. den hier? --> Link
Kleine Warnung noch - ist eher nix für ängstliche und phantasievolle Gemüter...


Die Krimis von Arnaldur Indriðason haben wir als eBook dabei (6 Stück). Klar kennen wir den Autor, wir lieben Islandkrimis. Eine gute isländische Autorin ist auch Yrsa Sigurdardóttir. Auch von ihr haben wir eBook mit an Bord. Insgesamt sind über 30 eBooks dabei, das muss für drei Monate reichen...


Habe die Ehre

Gogolo

stephan: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Es geht wieder los!!!!!!!!!

:dance2: :daumen2: :kette: :klatschen:

Hoffentlich gibt es da überall Internet!!!!

Mensch bin ich schon aufgeregt!!!

So eine Reise macht man ja nicht alle Tage!!!

Gogolo: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Anne42 hat geschrieben:hallo Gogolo, ich freue mich ungeheuer auf eure Reise.Jahrelang, habe ich davon geträumt einen Hochlandritt auf den geliebten Islandpferden zumachen, viele Bücher über dieses Land,regelrecht verschlungen. Leider hab ich mir diesen Traum nicht erfüllen können, aber um so mehr freue ich mich auf deine Berichte.



Die armen kleinen Islandpferde würden bei meinem Gewicht wohl ziemlich stöhnen und ich würde sie nur unnötig quälen.


Habe die ehre

Gogolo

carbonunit: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,

auf Island war ich im Sommer 2001, war glaube ich die letzte Saison der alten Norröna, mit noch zwei Einzelfahrern. Auch ohne Allrad sind wir ordentlich rumgekommen: Ringstraße, Dettifoss, Reykjavik (mit Flug nach Grönland), Snaeffels Jökull, Landmannalaugar und die Westfjorde, dazu zwei Tage durchs Hochland auf der (damals?) einzigen Straße durchs Hochland, die man ohne Allrad fahren konnte.
Menno... ich will mit...
Lesezeichen ist schon gesetzt.
Viel Spaß und immer eine handbreit Luft unter dem Differential!

Gruß
CarbonUnit

markgraefin: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,
wenn ich euch schon nicht persönlich kennenlernen durfte, so freue ich mich sehr auf eure Berichte.

Was die "kleinen" Islandpferde angeht: Ein kräftiger Islandwallach oder Hengst schafft lässig seine 130 kilo und so viel wiegst du ganz sicher nicht!

Du wirst sehen, es gibt eine Menge Isländer (Menschen) die durchaus mit einem üppigen Gewicht ihre Pferde im Pass über die Wiesen jagen.

Es gibt kaum was Traumhafteres (für mich :D) als auf einem Isi im Tölt oder Pass im Wind zu reiten. Träum....

Egal, nicht jeder mag Pferde....

Ich freue mich jedenfalls auf die tollen Bilder von Island und deine Berichte dazu.

Gruß
Markgräfin

haballes: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

:) Feine Reiseidee.

Kommt gut in die Hufe und statt Ansichtskarten schreibt ihr bitte ins Forum.

hast29: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,

wir wünschen dir für Island alles alles gute.

Bei unserer Tour auf Sardinien haben wir öfters an dich und dein Womo gedacht :-), die Straßen ans Meer waren nix für unsere schicke Emma...:-(

Wir freuen uns auf deinen Reisebericht....

ENTDECKER: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,

wir wünschen Euch "und uns virtuell" :D eine schöne Reise. Bin schon richtig gespannt auf die Berichte im Forum.
Sind zwar selbst unterwegs in Norge, aber neben der EM wird schon Freiraum für Berichte-lesen sein. Also immer eine Handvoll Platz zwischen dem Gogolobil und den Bodenwellen.

Gruß
Christian

P.S. Am Samstag sind wir in Rosenheim (Fa. Klepper) Faltboot abholen.

CKgroupie: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,
ich freue mich auch schon ganz besonders auf Deinen Reisebericht! Island fand ich auch schon immer faszinierend (bin auch Islandpferdereiterin) und da würde ich für mein Leben gerne selbst mal hinreisen!

PAPLE: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,
Euch schon mal viel Spaß auf Island. Wir werden immer mal auf Euren Bericht schauen, starten wir doch im Juli ebenso zu unserer Islandtour, allerdings unserer "Ersten" und nur mit einem "normalen " Wohnmobil. Daher können wir Eure Vorfreude nur zu gut nachempfinden.
Grüßt also schon mal die Insel von uns, und vielleicht sieht man sich ja spätestens auf der Rückreise an Bord der "Norröna".
Viele Grüße
PAPLE

nordlicht03: Das Gogolobil unterwegs: in ISLAND 2012

Hallo Gogolo,
seit eurer Asienreise freue ich mich schon auf die Teilhabe an Island.
Als "Pausenfüller" habt ihr ja fleissig aus Mitteleuropa berichtet :)

Ich wünsche euch eine tolle Reise mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen und vor allen Dingen: Gesundheit!

Ist schon unter Favoriten abgelegt :D


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