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Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel

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Gast: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
lieber wolf,
danke für den tipp mit der software und die nette bemerkung. es war wirklich eine schweinearbeit. aber ich habe sie gerne gemacht, erstens weil ich sonst eh nur schnee schaufeln hätte müssen :wink: und zweitens ist es eine freude wenn man jemand der daran interessiert ist, eine kleine freude machen kann. schneckerl hat mich so lieb darum gebeten, dass ich einfach schwach werden musste.
es war aber auch für mich toll, da die ganzen erinnerungen wieder hoch kamen und ich die reise noch einmal gefahren bin. ich war heute wirklich in der türkei, syrien, jordanien und israel.
gibt es einen schöneren lohn?
danke und liebe grüße aus dem tief verschneiten tirol
rider

ps. der dritte und letzte teil ist fast fertig und morgen im netz. *freu*
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GoldenAisha: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Hallo Rider,

toll, Dein Reisebericht; ich freue mich besonders auf Teil 3, der ja wohl insbesondere Israel beinhalten wird. Ich freue mich deshalb so sehr, weil ich selbst 2 x da war und Israel als etwas wirklich "Besonderes" kennengelernt habe (außer den Einreiseformalitäten - die sind wirklich nichts "Besonderes" :D , da gebe ich Dir recht. Da musst Du mal alleine als Frau ein- und vor allem ausreisen - da kommst Du Dir vor wie ein Schwerverbrecher :eek: ) Bei Deinen Bildern kommen viele Erinnerungen auf (könntest Du vielleicht noch welche reinstellen? :) ). Wenn Du das für's Schneckerl machst, kannst Du auch noch ein paar für mich reinstellen :D :D .

LG
Solveig
Schnecke: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Hallo Rider!
:daumen2: :daumen2: So viel Arbeit hat sich gelohnt :top:

zwar sollte ich für heute ich PC endlich schließen - aber den Genuss deines Albums musste ich mir noch leisten. Super !

DANKE!

Gruß aus Bayern!

Schnecke
Gast: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
liebe solveig,
bei 48 fotos ist auch bestimmt für dich was passendes dabei, da bin ich mir sicher. ich vergess doch keine frau. :D nur mit brat pitt kann ich leider nicht dienen. außerdem befindest du dich hier in einem Womo forum. :wink:

mir ist nur irgendein fehler in der reihenfolge passiert, du musst unter den fotos nicht auf WEITER klicken sondern ZURÜCK, dann stimmt auch die richtung der reise, sorry.
gruß rider
Plaggehu: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Traumhafter Reisebericht, Rider !!!

Deine Einstellungen gegenüber den Europäern kann ich sehr gut nachvollziehen und unterstreichen, da ich selbst beruflich 3 Monate in Saudi-Arabien und insgesamt 11 Mal in der Türkei war. Die Gastfreundschaft dort ist nicht zu überbieten. So ist es einfach ein Erlebnis, wenn man z. B. von wildfremden, bettelarmen Leuten zum Essen eingeladen wird und dort vom Fussboden!!!, gegessen hat. Im darauffolgenden Jahr haben wir uns dann beim Hausherrn mit Tomatensamen und Kaffee aus Deutschland dafür bedankt.

Das letzte Mal dieses Jahr im April war ich jedoch etwas entäuscht von der immer größer werdenden Abzockerei in der Türkei.

Die Reise, die Du gemacht hast, wäre eigentlich mein Traum: ein echtes Abenteuer.
Doch hierfür fehlt mir erstens der Mut und zweitens die Ausrüstung. Doch Ostanatolien werde ich irgendwann noch wagen.

Gruß Uli
Gast: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
REISEBERICHT: Türkei-Syrien-Jordanien-Israel, Ende Februar bis Anfang April 1999

Teil 3 und ENDE

Dienstag 16.3.99: 66 KM EILAT (am Roten Meer) – TIMNA NATIONALPARK

Da wir heute nur ca. 30 KM vor uns haben lassen wir uns Zeit und gehen es ruhig an. Der Timna Park ist für seine alten Kupferminen aus der Bronzezeit bekannt. Die „Stollen“ sind so niedrig, dass die armen Menschen kriechend gearbeitet haben müssen. Es ist sehr interessant sich das anzusehen, außerdem ist es eine sehr schöne Gegend. Da der CP mit Jugendlichen belegt war suchten wir uns einen anderen Platz zum übernachten. Wir fanden dann auch schnell ein tolles Plätzchen am Fuße der „Salomon Säulen“ und am „Hathor Tempel“.

Mittwoch 17.3.: 304 KM Timna Park – Ein Gedi

Da auch diese Etappe recht kurz war und die Gegend am Toten Meer entlang eher eintönig ist, blinkten wir links und ab ging’s in die Negev Wüste. Es ist eigentlich wie immer sonnig, heiß aber klar. Leider ist diese Wüste nicht so einsam wie z.B. die Sahara. Es gehen die neuesten asphaltierten Straßen kreuz und quer durch. Auch Stromleitungen sieht man überall. Es wurde uns aber schnell klar warum das so ist. Es ist natürlich Militärgebiet wie alles in Israel. Die Kibuzzim müssen ja gebaut, versorgt und auch bewacht werden. Am Kraterrand eines riesigen erloschenen Vulkans gab es einen richtigen Touristenauflauf. Vermutlich waren Ferien.
Nach der Mittagsrast ging es wieder Richtung Totes Meer zurück. Wir fuhren an den Hotels von Ein Bogeg vorbei in denen sich die Touristen von den verschiedenen Hautkrankheiten im Salz“säure“wasser ;-) heilen ließen. Mir kam ein Tropfen auf die Zunge und ich glaubte sie brennt mir ein Loch rein. Man kann nicht mal schwimmen so stark ist der Auftrieb. An MASSADA, das der Israelischen Bundeshymne den Namen gab, fuhren wir vorbei da wir schon beim ersten Besuch in Israel auf dem Berg waren. Wir übernachteten beim Ferienzentrum Ein Gedi auf dem ruhigen Parkplatz.

Donnerstag 18.3.99: 170 KM EIN GEDI – HA’ON am See Genezareth

Bevor wir EIN GEDI verlassen machen wir noch eine Wanderung zu einem Wasserfall den es angeblich in einem nahen Wadi geben soll. Wir konnten es uns in dieser staubtrockenen und heißen Wüstengegend nicht vorstellen. Aber wir kamen nach einiger Zeit aus dem Staunen nicht heraus. Es wurde immer grüner, man merkte schon, dass es in der Nähe wasser geben muss. Als wir aber dann einen richtigen Wasserfall mit dem dazugehörigen Becken sahen gab es kein Halten mehr. Hosen runter und ab ins kühle herrliche Nass. Unsere Damen beneideten uns, aber selber Schuld wer so verklemmt ist. *g*. Sogar Steinböcke wanderten furchtlos umher. Tarzan hätte seine Freude daran gehabt. Wir wanderten noch bis zum Gipfel und dann zog es uns aber wieder zu unseren Womo’S, schließlich sind wir nicht auf Urlaub. ;-)
Dann fuhren wir nach QUMRAN, dem berühmten Fundort der alten Schriftrollen. Was waren wir aber enttäuscht als wir sahen was in der Zwischenzeit dort entstanden ist. Ein Riesensouvenirshop und BUSSE…BUSSE…BUSSE !!!!! Wir hatten das damals ganz allein für uns und durften sogar bis zu DER Fundhöhle wandern. Aber so ist es eigentlich überall, wo wir schon mal waren. Die Zeit bleibt leider nicht stehen.
Am See Genezareth haben wir einen netten CP direkt am See gefunden wo wir 3 Womo’S ganz allein standen. Es geht ein sehr warmer Wind. Vor dem Womo hat es um 20:00 Uhr noch 29 Grad. Um 22:00 machten wir noch einen „Schwumm“ im kühlen See und alberten glücklich und zufrieden herum.

Freitag 19.3.: 104 KM RUND UM DEN SEE GENEZARETH

Diese Rundfahrt war natürlich Pflicht, schließlich wollten wir doch auf den Spuren unserer Religion wandeln. Auch wenn man nicht gerade sehr katholisch ist, beschleicht einen ein sonderbares Gefühl. Die Schule hat scheinbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Endlich bekamen wir heute unsere ersten FALAFEL zu essen. Sie schmeckten vorzüglich. In KAPERNAUN schlenderten wir ein wenig herum, dann besuchten wir noch TIBERIAS und zurück an unser Platzerl am See. Jesus Geburtsstadt CAPERNAUM lag auch noch am Weg. Irgendwie macht sich aber eine eigenartige Stimmung breit. Sind wir nun doch schon 4 Wochen fast pausenlos unterwegs und ein gewisser Verschleiß machte sich bemerkbar. Die Aufnahmefähigkeit ließ auch nach. Na ja, was soll’s nehmen wir es halt gemütlicher. Am Abend als Belohnung wieder ein Glas Wein und die Welt sieht gleich rosiger aus.

Samstag 20.3. : 124 KM HA’ON – HORSHAT TAL (Golan)

Da ich doch ein politisch interessierter Mensch bin, musste ich natürlich auf die GOLAN HÖHEN.
Über Nacht hat es zugezogen und es wurde merklich kühler. Vom See geht es sofort aufwärts auf die Höhen.
Die für die Juden so wichtige Ausgrabung GAMLA ließen wir aus und sahen uns dafür KATSRIN und das nette TALMUT-Museumsdorf an. Plötzlich hören wir Donner und schon ging es los. Es war ein beeindruckendes Gewitter und es goss in Strömen. Wir fuhren noch der Golan Grenze zu Syrien durch einige drusische alte Dörfer entlang. Das Wetter ist aber so miserabel, dass wir eine geplante Wanderung auslassen und uns auf die Suche nach einem schönen wasser geschützten stellplatz machen. Ein CP hat noch geschlossen, aber gleich in der Nähe fanden wir dann UNSER Platzerl, an dem wir uns wohl fühlten.

Sonntag 21.3.: 114 KM HORSHAT TAL – ROSH HA NIKRA

Da es immer noch regnet beschließen wir aus den Bergen Richtung ZEFAT zu fahren. Diese Stadt interessiert uns, da sie sehr streng jüdisch ist. Aber es war so trostlos, dass wir nicht mal stehen blieben. Der Regen peitschte immer noch wie wild und so landeten wir wieder mal in einem netten beisl und taten uns wieder an FALAFEL gütlich. Je näher wir dem Mittelmeer kamen umso mehr ließ der Regen nach. Der Wind pfiff zwar immer noch aber es war wenigstens trocken. Der Libanesischen Grenze entlang ging es nach ROSH HA NIKRA. Wir tranken noch den obligaten Nachmittagskaffee und fuhren mit einer Seilbahn zu den Höhlen HINAB [!!!] Ja richtig gelesen, es ging hinab in das Reich Poseidons. Das Meer spülte die Kreidefelsen im Laufe der Geschichte aus und das wasser schoss durch die Gänge mit einem Getöse wie wenn 10 Düsenjäger gleichzeitig starten würden. Der Wind blies sicher mit Stärke 7 und das wasser spritzte fast bis zur Bergstation. Aber es wurde uns doch wieder mal warm ums Herz. UNSER Mittelmeer hat uns wieder und als wir so auf das Meer hinaus schauten dachten wir mit Wehmut und auch leichtem Schauer am Rücken an unsere Segeltour von Zypern nach Tel Aviv und das Libanesische Aufklärungsflugzeug das uns damals um 05:00 Uhr morgens abfangen wollte.
In einigen KM Entfernung fanden wir dann in einem Eukalyptuswald am Rande der Dünen einen wunderschönen Platz. Mit „Tiroler Käsnudeln“ und dem obligaten Glas Wein ließen wir den ereignisreichen Tag ausklingen.

Montag 22.3.: 108 KM ROSH HA NIKRA – MEGIDDO

Wir haben herrlich geschlafen, die Sonne scheint uns ins Gesicht und die Lebensgeister machten Luftsprünge. Nach einem Dünenspaziergang zogen wir weiter. An einer Tankstelle füllten wir wieder unseren wassertank auf, Luft in den reifen wurde kontrolliert und auch der Dieseltank bekam sein Futter. Das Mädel an der Tanke war supernett, lieb und hilfsbereit. Wir bekamen sogar noch einen KAFFEE „for the road“. Ein Einheimischer wollte wieder mal in das Womo schauen, wie schon so oft. So was kennt man auf der politischen „Insel“ Israel überhaupt nicht, die Leute staunen überall wo wir hinkommen. Wir kommen nach AKKO das eine sehr nette Hafenstadt mit einer sehenswerten Altstadt ist. Wir spazieren durch den Markt eigentlich müsste ich ja Basar sagen, da die Altstadt ein sehr arabisches flair hat. Die Marina war eher ungeschützt so dass die Schiffe ganz schön im wasser herumschaukelten. Wir haben uns natürlich frischen Fisch zugelegt und ich freute mich schon auf das abendliche Mahl. Dann fuhren wir über Regionalstraßen nach NAZARETH. Was wir dort sahen erschreckte uns echt. Zerschossene alte Häuser, dreckig, trostlos, ungemütlich mit böse dreinblickenden Menschen. Wir fuhren so schnell wir konnten durch dieses Chaos. Als wir in den Nationalpark MEGIDDO kamen stellten wir uns auf einen Busparkplatz grillten unseren Fisch und stiegen irgendwie enttäuscht in die Heia.

Dienstag 23.3.: 178 KM MEGIDDO – JERUSALEM

Morgens war es wieder total bewölkt und regnerisch. Wir starteten Richtung Jerusalem wollten aber über das Westjordanland über Jericho fahren, „da ich ja politisch interessiert bin“. ;-) Allerdings, als ich die trostlosen Plastikzeltstädte der Palästinenser sah, verging mir das Interesse bald. Trostlos kann ich nur sagen wie armselig diese Menschen hausen müssen. Dass dort Terroristen geboren werden wundert mich seither wirklich nicht mehr. Durch JERICHO fuhren wir ebenfalls nur durch ohne stehen zu bleiben. Erstens kannten wir es schon und zweitens waren da wieder diese feindseligen Blicke. An der Strasse stand aber dann noch so ein sauber aussehendes Teehaus(Container) mit zwei freundlich lachenden jungen Palästinensern, so dass wir einfach das Gefühl hatten wir sollten die ein paar Cent verdienen lassen. Es war dann auch sehr nett und das Gespräch sehr aufschlussreich. Von Jericho fuhren wir dann wieder querfeldein in das WADI KELT. Dort gab es an den Felswänden klebend das griech.-orthodoxe St. Georgskloster das wir uns unbedingt ansehen wollten. Der „Chef“ des Hauses führte uns überall herum und wir ließen natürlich auch eine Spende zurück nach dem er uns seinen Segen für die weitere Reise gegeben hatte. Der wirkte auch, da wir nur mit einem kleinen Schnitzer direkt bis ans ZIONSTOR in der Altstadt kamen. Wir wollten hier am Parkplatz, trotzdem es laut ist, eine Nacht verbringen, da das natürlich DER Superausgangspunkt für die morgige Altstadtbesichtigung war.


Mittwoch 24.3. : 10 KM JERUSALEM

Es war aber trotzdem eine angenehm ruhige Nacht direkt an der Altstadtmauer. Über die VIA DOLOROSA der Kreuzweg von CHRISTUS, das armenische Viertel, dem arabischen Viertel wo es auch böse Blicke gab, bis zur Klagemauer, Felsendom sahen wir uns alles an. Bei einem arabischen „Grabräuber“ erstanden wir dann in einer finsteren Ecke einen wunderschön geformten kleinen Krug aus Ton, den man eigentlich gar nicht beschreiben kann. Er ist nur ca. 8 cm hoch aber eine Form die einfach sagenhaft schön ist. DEN musste ich einfach haben. Anschließend fuhren wir aber zu unserem heutigen Platz (Treffpunkt) dem RAMAT RACHEL HOTEL CAMPING. Das Womo und wir mussten einfach wieder mal auf Vordermann gebracht werden. Das machten wir dann auch. Es war auch für uns endlich wieder eine richtige Hoteldusche gefragt. Freunde kamen dann auch noch auf ein Flascherl Vino Rosso vorbei und man beredete natürlich was jeder seit dem letzten Treffen so erlebt und gesehen hat.

Donnerstag 25.3.: 27 KM JERUSALEM

Es ist bewölkt heute und windig. Wir fuhren nach einem ausgiebigen Frühstück in die Neustadt und wie könnte es anders sein, selbstverständlich nach YAD VACHEM. Die Anlage war allerdings nicht so beeindruckend wie erwartet. Eher bescheiden, wie es sich für eine Gedenkstätte dieses Ausmaßes eigentlich ja auch geziemt. Dann sahen wir uns noch das Israel Museum, das einen eigenen Pavillon für QUMRAN hat und einen Teil des Archäologischen Museums an. Dafür bräuchte man aber einen eigenen ganzen Tag.
Dann ging es zur KNESSET das Parlament Israels. Wir kamen gerade recht zu einer Führung. Im Festsaal hingen sehr schöne Chagall Gobelins und man sah tolle moderne Mosaike. Draußen ist es inzwischen noch regnerischer und kühl geworden. Man merkt einfach dass man nicht auf Meereshöhe ist. Am Abend gab es im Hotel ein ganz tolles Buffet und ich schlug aus Herzenslust zu, es war ja auch teuer genug. ;-)

Freitag 26.3.: 133 KM JERUSALEM - CAESAREA

Die letzten zwei Tage bevor wir auf die Fähre gehen wollten wir noch geruhsam ausklingen lassen. Die Hoteldusche musste natürlich noch einmal gehörig genutzt werden und gegen 10:00 Uhr starteten wir Richtung TEL AVIV. Mit einem Einkaufsstopp haben wir die 50 km Autobahn bald hinter uns. Den geplanten Abstecher in das alte JAFFA ließen wir wegen der ständigen Staus in Richtung Hauptstadt ausfallen. Wir wollten es eigentlich nur unseren Freunden zeigen, aber die waren unter diesen Umständen auch dafür. Wir fuhren durch bis NATANYA. Das ist eine sympathische quirlige Stadt am Mittelmeer mit hübschen Fußgängerzonen. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel, Falafel und Kaffee ging es am Nachmittag nach CAESAREA. Dort fanden wir wieder einen ganz tollen Übernachtungsplatz direkt am Meer bei den Ausgrabungen die total unbewacht waren. Diese sahen wir uns natürlich in Ruhe ungestört an und wir fanden im „Schutt“ auch einige kleinere Fundstücke. Wie wir heute bei einem Anruf der Fährgesellschaft erfahren, hat die Fähre einen Tag Verspätung. Leider gab es dabei auch eine schlechte Nachricht, denn sie hatte entgegen den Aussagen des Unternehmens auch kein Camping an Bord.
Na ja, da waren wir schon etwas verärgert aber was soll’s, es ist nicht zu ändern.

Samstag 27.3. CAESAREA

Ein herrlich sonniger Tag begann wieder um die Ruinen am Meer genauer zu besichtigen. Die „Funde“ vom Vortag ließen in uns eine kleine Goldgräberstimmung aufkommen. In diesem „Schutt“ der Ausgrabungen lag immer wieder etwas das uns „gierig“ werden ließ. Einmal war es ein Stück antikes Glas (Byzantinisch vermutlich) dann wieder ein Tonscherben der vielleicht einmal zu einem Krug gehört hat usw. Auch eine korrodierte alte Münze stach mir ins Auge. Am Nachmittag tauchten auch andere Freunde wieder auf uns es gab ein nettes Treffen mit Plausch, Kaffee und Wein und Geschichten erzählen das bis 22:00 Uhr dauerte. Alle haben irgendwie mit der Reise schon abgeschlossen, in den Köpfen rief schon der heimatliche Herd.

Sonntag 28.3.: 114 KM CAESAREA – HAIFA

Der Tag begann irgendwie nicht so wie er sein sollte. Ich war nicht gut drauf, das Wetter wurde auch schlechter usw. Es macht mich manchmal etwas unruhig wenn es nicht nach Plan läuft. Jetzt mussten wir sozusagen einen zusätzlichen Tag „vertrödeln“. Das klingt zwar lächerlich aber nach 5 Wochen ist man doch nicht mehr so frisch und geistig beweglich wie zu Beginn einer Reise. Wir fuhren dann einfach in die KARMEL Berge um uns in der Weingegend Israels etwas umzusehen. Da entdeckten wir einen Weinkeller der Firma ROTHSCHILD. Dem statteten wir natürlich einen Besuch ab. Es war auch ganz interessant und wir verkosteten auch einige Tröpfchen des edlen Saftes. Wir kauften natürlich auch einige Fläschchen als Souvenir für unsere Lieben zu Hause und natürlich auch für uns. Auf dem Rückweg fuhren wir über Haifa nach ATLIT wo wir direkt am Strand stehen. Der Landwind pfeift um unser Womo aber er ist warm und wir können am Abend wieder draußen sitzen.

Montag 29.3.: 33 KM HAIFA

Nachdem es in der Nacht regnete ist es am Morgen schwül. Um 09:00 Uhr fahren wir nach HAIFA und besichtigen die Stadt und die bekannten Gärten der BAHAI Religion oder Sekte, wie immer man es nennen will. Diese Gärten sind eine Augenweide. So was von einer gepflegten riesigen Anlage direkt in der Stadt am steilen Hang habe ich noch nie gesehen. Da lag kein Blättchen irgendwo am Boden alles schnurgerade, kein Halm eines Unkrauts war zu sehen. Aber es ist ja auch kein Wunder, da die Jünger dieser „Religion“ alles angeblich kostenlos und freiwillig machen. Es waren auch überall junge Leute am Zupfen und kehren und ordnen. Nach dieser Augenpflege zog es uns Richtung Hafen, Richtung Fähre….mit einem Wort Richtung Heimat. Wir trafen dort auch so nach und nach unsere Freunde und allen ging es gleich. Die Stimmung war nicht mehr so fröhlich wie sonst. Das aufgezwungene Herumbummeln und den Tag verbringen war nicht so toll. Der Hafen war angeblich bestreikt worden, wie wir erfuhren aber um 22:00 Uhr soll es tatsächlich losgehen. Wir wären alle froh endlich Richtung Heimat auf See zu sein.


Dienstag/Mittwoch 30./31.3. AUF SEE

Das Wetter war sehr wechselhaft, das Schiff zwar nicht das Neueste aber die Kabinen doch geräumig. Der erste Zwischenstopp war dann auf Zypern im Hafen von LIMASSOL wo wir uns natürlich auch wieder gerne an unsere eigene Landung auf dieser Insel erinnerten. Wir lagen damals auch im Außenhafen der großen Schiffe in einem ruhigen Eck nur für eine Nacht, wo wir uns die Einreisformalitäten die in Zypern auch eher nervig sind erspart haben. Wir machten einen kleinen Landspaziergang um uns die Beine etwas zu vertreten. Der nächste Stopp war in RHODOS. Leider hat es da so geschüttet, dass wir den Hafenbereich nicht verließen und uns auch nur die Beine etwas vertraten.

Donnerstag 1.4.99 Ankunft in PIRÄUS/ATHEN – PATRAS

Bei Ankunft Sonnenschein und wir freuten uns schon wieder auf die Fahrt durch den PELOPONNES. Wieder einmal vorbei an grünen Wiesen, Bäumen, blühenden Sträuchern, im Hintergrund die noch schneebedeckten Berge und das türkisblaue Meer als Kontrast. Von PATRAS ging es dann mit der Minoan Lines nach venedig. Die Aretousa war wieder mit Camping an Bord. Das Schiff ist ausgestattet wie ein Luxusliner und war erst 1 Jahr alt mit allen Annehmlichkeiten. Die Nacht im Womo ist aber trotzdem angenehmer als in einem Luxusbett. ;-)

Freitag 2.4.99 AUF SEE

Das Schiff war so groß, dass man sich auf den 7 (sieben) Decks fast verlaufen konnte. Aber wir sind ja geeicht und fanden unsere Hütte immer wieder.

SO liebe Leute das war die Geschichte unserer ganz tollen und wunderbaren Reise in den Orient auf eigenen Rädern. Wir können nur jedem Abenteuerlustigen empfehlen einfach drauflos zu fahren. Es gibt so viel zu entdecken und zu erkunden und zu erleben, das vergisst man NIE mehr. Das sind Erinnerungen, vielleicht gelang es mir ein wenig die Freude am erlebten rüber zu bringen, die einem niemand mehr nehmen kann!

Danke, dass du so viel Interesse und Geduld hattest bis hierher durchzuhalten und zu Ende zu lesen.
Die Fotos zu diesem Bericht sind im „wohnmobilforum.de“ Album von RIDER zu finden. Vom ersten vergrößerten Bild bitte ZURÜCK klicken da mir ein Fehler unterlaufen ist den ich nicht mehr korrigieren kann und will. *g*

Immer eine gute Fahrt mit einer zufriedenen und glücklichen Heimkehr wünscht

Armin the Rider mit seiner weltbesten Copilotin Christine.
groovy: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Hallo Christine und Armin,
vielen Dank für den tollen Bericht.Welche Fremdsprachkentnisse waren für Eure Tour notwendig?

MfG Volker
Beduin: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
*Seufz* war das schön
Gast: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
hallo groovy,
also ich spreche echtes tirolerisch, anständiges deutsch kann man von einem westösi wirklich nicht verlangen. ;)
ich bin bei uns der mann fürs grobe, sprich technik und fahren zuständig.
mein weiberl ist für die intelli zuständig und wir kommen mit ihrem deutsch, franz. und englisch überall durch.
aber im ernst, mit engl. kommt man überall weiter. arabisch kann man nun wirklich nicht verlangen und ist auch nicht notwendig.

Allah as'salimak (gott schütze dich) *g*
rider :D
groovy: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Danke Ryder

MfG Volker
Gast: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
hallo uli/plaggehu,

was lese ich da von dir? MUT? zu was brauchst du da mut? mut brauchst du bei uns um eine straße zu überqueren aber doch nicht für so eine reise!!! da tut dir kein mensch was. da musst du eher aufpassen dass dir keiner was schenkt. das weißt du doch selber. was man natürlich im moment nicht machen kann das sind sicher die palästinensergebiete wie der gaza streifen etc.
AUSRÜSTUNG? was meinst du denn da? so wie deine kiste vor der türe steht, das reicht vollkommen, wenn alles in ordnung ist. wir haben keinen euro für spezielle ausrüstung ausgegeben. straßenkarten, reifen mit genug profil und ein lächeln im gesicht reicht vollauf. wenn du in die osttürkei fährst ist das nicht anders.
das einzige was ich für notfälle empfehlen würde wäre:
ein paar kugelschreiber, gasfeuerzeuge, ein paar süßigkeiten für kinder von hilfsbereiten menschen, aber bitte ja nicht nur so zum verteilen auf der straße! einfach nur zum DANKE sagen. sonst haben wir dort auch marokkanische verhältnisse, daran sind wir nämlich selber schuld.

danke fürs kompliment.
LG rider :oops:
Plaggehu: "Reisebericht: Türkei - Syrien - Jordanien - Israel"
Rider hat folgendes geschrieben::
hallo uli/plaggehu,

was lese ich da von dir? MUT? zu was brauchst du da mut? mut brauchst du bei uns um eine straße zu überqueren aber doch nicht für so eine reise!!! da tut dir kein mensch was. da musst du eher aufpassen dass dir keiner was schenkt. das weißt du doch selber. was man natürlich im moment nicht machen kann das sind sicher die palästinensergebiete wie der gaza streifen etc.
AUSRÜSTUNG? was meinst du denn da? so wie deine kiste vor der türe steht, das reicht vollkommen, wenn alles in ordnung ist. wir haben keinen euro für spezielle ausrüstung ausgegeben. straßenkarten, reifen mit genug profil und ein lächeln im gesicht reicht vollauf. wenn du in die osttürkei fährst ist das nicht anders.
das einzige was ich für notfälle empfehlen würde wäre:
ein paar kugelschreiber, gasfeuerzeuge, ein paar süßigkeiten für kinder von hilfsbereiten menschen, aber bitte ja nicht nur so zum verteilen auf der straße! einfach nur zum DANKE sagen. sonst haben wir dort auch marokkanische verhältnisse, daran sind wir nämlich selber schuld.

danke fürs kompliment.
LG rider :oops:


Hallo Rider,

ich denke schon, dass man für eine solche Reise etwas Mut braucht. Zumindest in heutigen Zeiten, wo der Iran Israel den Krieg erklärt und es im ja doch nicht so weit entfernten Irak auch nicht gerade ruhig zugeht, weil dort ein wildgewordener Cowboy wütet. Ich hoffe aber trotzdem, dass auch ich es irgendwann wage, diese Tour zu fahren. Ich würde dann evtl. aber noch weiter fahren über Nordafrika und rüber nach Portugal. So 3 Monate sollte man dann allerdings wohl dafür einplanen, um nicht in Stress zu geraten, den ich im Urlaub nicht brauchen kann.

Mit Ausrüstung meinte ich eigentlich im wesentlichen einen Allradantrieb, der einen sicher etwas unabhängiger macht und einen in die wirklich entlegenen Ecken kommen lässt.
Ansonsten gebe ich Dir völlig Recht, dass man auch im Problemfall nicht verloren ist. Die Araber handhaben es sicher so wie die Türken, die dir glatt aus einem Kotflügel einen Auspuff machen oder umgedreht. :D
wobei die Türken vielleicht noch etwas fleissiger sind als die Araber. Wie auch immer.
Nochmals ein Riesenkompliment an Dich für den Bericht, der mich wieder
einmal in meinem Vorhaben bestärkt.
Ich werde mir gleich einmal die bilder anschauen.

Bis bald und schönen Abend noch !

Gruß Uli
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