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Manuelles Nivellieren vereinfacht

Einerseits gehöre ich zu den Perfektionisten, die das Spiegelei zentral in der Pfanne und den Mageninhalt nachts nicht in der Speiseröhre haben wollen.
Andererseits habe ich bis anhin auf (elektrische) Hubstützen verzichtet und werde dies wohl auch weiterhin tun; ich hatte immer recht straffe Fahrgestelle, so dass auch das stehende Fahrzeug wenig schaukelte und beim MAN den Luxus einer Voll-Luftfederung, so dass vorne-hinten nivellieren schon mal kein Problem darstellte und ich nur einseitig Keile brauchte.

Da das herumrennen mit der Wasserwage mir schon lange ein Dorn im Auge war, suchte ich eine Vereinfachung. Früher waren ja noch Kinder hinten, die die Messung machen und durchgeben konnten. Alleine unterwegs wird es da aber aufwändiger ...

Es gibt bereits schöne Apps, in denen man die Fahrzeugmasse eingeben kann und die einem dann mitteilen, bei welchem Rad wieviel drunter muss, bzw. der Keil wie genutzt werden muss. Dies verlangt aber im Fahrerhaus eine plane Referenzfläche, auf der das Smartphone liegen muss. Auch nicht so einfach!

Es muss doch komfortabler gehen ...

Und so stiess ich bei meinen Recherchen auf LevelMatePRO, eine kleines Gerät, welches irgendwo an die Wand geschraubt wird und eine App auf dem Smartphone, welche Informationen, wie bei den vorher beschriebenen Anwendungen ausgibt. Dies aber völlig unabhängig von der Lage und Position des Smartphones!

s://logicbluetech/product/levelmatepro/

Die Installation und Kalibrierung bei vorher absolut perfekt hingestelltem Fahrzeug (etliches hin- und herlaufen und manövrieren war natürlich dazu notwendig ... ) erwies sich als sehr einfach und die nächsten Reisen werden zeigen, ob sich das Ganze gelohnt hat!

Carado A366 - unsere Gewichts- und Auflastungsgeschichte

Hallo zusammen,

zum Thema zGG und dessen Einhaltung bei 3,5t wurde und wird ja viel geschrieben. Mit meinem Beitrag möchte ich nun nicht den Finger in die eine oder andere Richtung heben, sondern lediglich berichten wie das Thema bei uns (bisher) abgelaufen ist. An manchen Stellen hole ich ein bisschen weiter aus, vielleicht ist der ein oder andere der das liest ja in einer ähnlichen Situation und tut sich dann leichter die Lage für sich zu beurteilen.

Es ging los in 2017, da hatten wir zum ersten mal überhaupt Kontakt mit einem Wohnmobil. In diesem Falle hatten wir eines für zwei Wochen gemietet – in Schottland. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung von all den Dingen die man zum Thema Gewicht beachten kann/soll/muss. Für uns war klar, dass uns der Vermieter (grosse Kette) schon informieren würde wenns da was zu wissen gäbe. Beim Auto macht man ja den Kofferraum auch bis Anschlag voll und schnallt sich ggf. sogar noch eine Dachbox drauf. Und im Wohnmobil gäbe es ja sooooo viel Platz/Stauraum… Da wir per Flugzeug ankamen war unser Gepäck tatsächlich auf das Nötigste reduziert und die Hunde waren auch nicht dabei, also kein Problem (nachträglich betrachtet).

Der Urlaub und die Reiseform gefiel uns allen in der Familie so gut, dass wir zwei Monate später selbst ein gebrauchtes Wohnmobil kauften. Zwei Monate klingt kurz, aber da ich vom Typ „ganz oder gar nicht“ bin, habe ich mich sehr sehr umfassend informiert worauf man achten muss, was man braucht usw. Tja und da war es nun: das Thema Gewicht. Meine Frau sah das von Anfang an etwas entspannter als ich. Wir haben beide noch den alten Führerschein, das hatte also keinen Einfluss auf die Entscheidung < oder > 3,5t. Durchaus zu berücksichtigen galt es aber, dass wir mit zwei Kindern und zwei großen Hunden unterwegs sein werden! Dafür war klar dass wir keine Radlerfamilie sind, die können also daheim bleiben. Da wir wegen der Kinder (keinesfalls in einem Bett, ohne Umbau also Stockbetten) und der Hunde (sichere und halbwegs bequeme Unterbringung) sehr spezielle Grundrissanforderungen hatten, stach schnell ein bestimmtes Alkovenmodell von Carado ins Auge – wir wollten nämlich auch nicht unbedingt über 7m Fzg-Länge kommen. Dabei sind die Carados ja auch noch sehr leicht im Vergleich zu anderen Anbietern. Damit hatten wir dann letztlich beschlossen: jetzt probieren wir das mit den 3,5t halt mal aus und schauen dann weiter. Beim Kauf unserer Ausrüstung hatte ich auch immer einen Blick auf die Gewichtsangabe der Ware, was uns bei der Auswahl aber letztlich nicht wirklich eingeschränkt hatte und teurer wurde es dadurch auch nicht.

Das erste was ich nach dem Kauf des gebrauchten Womos machte, war den Fahrradträger abzubauen. Obwohl der Stauraum insgesamt durch den Grundriss und die Nutzungsart im Vergleich zu anderen Womos sehr limitiert ist, haben wir eigentlich immer noch den ein oder anderen Hängeschrank frei und auch in die Garage passte immer noch was rein. Tatsächlich war es dann so, dass wir „in vollem Gerödel“ (allerdings mit nur wenig Wasser) auf die Waage sind: mit 3.560kg waren wir im für mich noch vertretbaren Bereich. Dummerweise hatte ich die Achsen nicht einzeln gewogen – auch hier ist meine Einschätzung jedoch, dass wir das Gewicht ungewöhnlich weit vorne haben im Vergleich zu anderen. Damit sollten wir gut dastehen, idR ist ja die Hinterachse das Problem.

Natürlich nutzen wir unser Womo so oft es geht. Beim Packen achten wir (also letztlich ich) sehr auf das Gewicht, bislang hat uns auf der Reise aber letztlich noch nie irgendwas gefehlt, das wir aus Gewichtsgründen nicht dabei gehabt hätten. Dennoch, die (bis heute regelmäßige) Diskussion mit meiner Frau dazu verläuft bei fast jeder Beladung idR ungefähr so:
Ich: Nein Schatz, das brauchen wir nicht, das Gewicht können wir uns sparen.
Sie: Aber es könnte ja sein dass wir es vielleicht doch brauchen. Jetzt tu halt nicht wegen jedem Gramm rum, fast alle anderen fahren ja auch auf 3,5t und sparen bestimmt nicht beim Einladen.
Ich: Und wenn alle anderen aus dem Fenster springen, tun wir das auch? (Ich glaube diesen abgedroschenen Spruch kennt wohl jeder)
Letztlich werden wir uns aber immer einig. Und was ich auch sonst sage: wenn ich alles wie daheim haben will, dann kann ich ja gleich dort bleiben.

Zuletzt nervten mich diese Gespräche aber immer mehr und ich hatte auch keine Lust mehr über jede Flasche Bier im Kühlschrank eine gedankliche Wiegebescheinigung zu erstellen. Darüber hinaus habe ich mich für die Zukunft in ein Modell verguckt, das etwas „luxuriöser“ ist – gleichzeitig natürlich auch schwerer. Darüber hinaus informiere ich mich über vieles zwar gerne ausführlich, mache dann aber auch meine eigenen Schlüsse bzw. Erfahrungen. Also habe ich mich bezüglich der für uns zu erwartenden Einschränkungen vertraut gemacht die uns erwarten wenn wir über 3,5t gehen würden.

Zunächst einmal ging es darum, wie wir auf welches zGG bei unserem Carado kommen und was dafür zu tun ist. Wie bei den meisten („nicht ganz so alten“) Ducatos auf light-Fahrwerk (welches ja leider meist üblich ist), ist eine Auflastung bei uns auf 3,85t mit einer „Herstellerbescheinigung“ ohne technischer Änderung möglich. Darüber hinaus benötigt an Eingriffe am Fahrwerk etc, das schied für uns dadurch schonmal aus. Ferner die Idee, dass wir ja wenns uns nicht taugt leicht wieder ablasten können bzw. fahren wir das Wohnmobil absehbar eh nicht bis zur Rente.

Gleichzeitig habe ich mir auch mal angeschaut, was die Auflastung ansonsten für Folgen hat und habe das für mich/uns individuell bewertet:
- an der Hinterachse gewinnt man nicht wirklich Gewichtsreserven = für uns ok, im Zweifel (wie oben beschrieben sind wir eh ungewöhnlich „frontlastig“) zahlen wir ggf. etwas Bußgeld, können aber nach vorne umladen.
- Autobahn DE 100km/h = stört mich nicht, bisher Tempomat bei Tacho 115, künftig bei Tacho 109
- Landstraße DE 80km/h = stört mich auch nicht, da zwei meiner Mitfahrer schnell einen sensiblen Magen bekommen, bin ich mit dem Schiff eh nicht so flott wenn hier und da eine Kurve auftaucht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßen wird mMn dadurch kaum geringer.
- Autobahn für uns relevantes Ausland meist 80km/h = DAS wird spannend, da habe ich durchaus Sorge dass mir die Füße einschlafen.
- Warnlampe mitführen = stört mich nicht, kann man auch so ggf. mal brauchen
- Ab dem 7. Jahr (bei uns der Fall) jährlich TÜV/HU = stört mich bedingt. Nur teilweise wegen dem Geld, sondern vielmehr weil es jedes Jahr aufs Neue organisatorischen Aufwand bedeutet
- Überholverbot = wer dem >3,5t-Thema nicht in irgendeiner Form im täglichen Leben ausgesetzt ist, der wird (als PKW-Fahrer) die Überholverbotsschilder auf Autobahnen nicht so wahrnehmen. Ich habe mal darauf geachtet, davon gibt’s doch ziemlich viel. Das kann also ggf. mancherorts störend werden in Deutschland, ist aber auch eine Frage wie man damit umgeht. Abgesehen ist die Geschwindigkeitsbeschränkung im Ausland eh auf Lkw-Niveau, daher erübrigt sich das im fließenden Verkehr weitestgehend.
- Durch- und Zufahrtsverbote = bis zuletzt hätte ich ja behauptet dass es sowas kaum gibt, bzw. nur für „echte“ Lkw, also > 7,5t. Tatsächlich habe ich beim letzten Österreichtrip aber einige Straßen gesehen, die für >3,5t nicht zugelassen waren. Natürlich fragt sich wie oft man solch einer Einschränkung begegnet bzw. gehe ich davon aus dass es dafür dann in der Praxis auch eine Lösung gibt.

Das für uns wesentlichste Thema ist die Maut. In Deutschland fällt ja auch aufgelastet keine an, allerdings benötigt man beispielsweise in Österreich und Slowenien ja entsprechende Boxen und wird bemautet. Da wir südlich von München wohnen, ist der Preis durch Österreich für uns dadurch um ein Vielfaches teurer. Wenn wir innerhalb Österreichs Urlaub machen, zählt die Strecke natürlich schon zur Freizeit und Landstraße sowie gelegentliche Autobahn sind kein Thema. Im Juni fahren wir aber z.B. für eine Woche nach Kroatien. Da wir Arbeitnehmer mit bedingtem Urlaubsanspruch sind, können wir leider nicht ganz so entspannt über Tage anreisen, sondern ziehen den Weg auf einen Rutsch durch. Auch zusätzliche Stunden sind schon zu viel, das wollen wir Kindern und Hunden nicht antun. Also geht’s auf der Autobahn durch. Da wird’s dann schon happig. Die nächsten Ziele liegen aber in Schweden und Deutschland, von daher verteilt sich der Mehraufwand dann aufs Jahr gesehen.

Natürlich hatte ich über die Vorgehensweise zur Auflastung schon viel gelesen. Dennoch bin ich der Typ, der Dinge dann auch gerne selbst probiert, damit ich mir ein eigenes Bild aus der Erfahrung heraus machen kann und dann auch „fundiert mitreden“ kann.

Zunächst schrieb ich also den Hersteller des Womos an (Carado = Capron) um „naiv nachzufragen“, ob ich von dort die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Auflastung bekäme. Mit zwei Arbeitstagen fiel die Antwortzeit erstaunlich schnell aus. Die Antwort fiel inhaltlich allerding wie erwartet aus: bitte über den nächsten Händler bestellen. Also habe ich an jenen eine Email geschrieben und bekam ebenfalls am zweiten Werktag die Info, dass die Unterlagen nebst Typenschild bestellt wurden – der Preis: schlappe 250,- EUR.

Während der Wartezeit habe ich meine Versicherung angeschrieben, was sich denn hier durch die Auflastung auf 3,85t ohne technischer Änderung verändert. Antwort: können wir so nicht sagen, bitte reichen Sie die entsprechenden Unterlagen ein.

Weil´s grad so schön war, habe ich auch eine Email an die hiesige Zulassungsstelle geschickt, dass ich auflasten will ohne technischer Änderung und ob ich mit der Bescheinigung direkt zur Zulassungsstelle kommen kann oder ob ich wirklich vorher zur Prüfstelle (TÜV oÄ) muss. Die Antwort kam noch am selben Tag (!!!): um eine Aussage treffen zu können bräuchte man vorher die Herstellerbescheinigung.

Na dann mal weiter mit den Vorbereitungen dachte ich mir und bin los um mir eine Go Box für Österreich zu besorgen. Wir wohnen ja südlich von München und zur Autobahnraststätte mit Vertrieb kann ich entspannt zu Fuß gehen ohne mich zu überanstrengen. Dem Herrn hinterm Tresen fiel immerhin auf, dass der Fzg-Schein ja auf 3,5t lautet und wissend winkte er ab, dass ich mit einer normalen Vignette auskomme. Den Begriff der Auflastung kannte er nicht, aber ich konnte ihm letztlich klar machen, dass ich einfach diese Box will und er sich keine Sorgen machen muss. Dann wollte er wissen wo ich hin fahre – damit ich ihm den Betrag zur Aufladung geben kann der für diese Strecke anfällt. Daraufhin gab ich nochmals den Erklärbär, dass ich noch kein konkretes Ziel habe, sondern einfach diese Box brauche um dann in Österreich wann auch immer, wo auch immer, auf der Autobahn fahren zu können. Letztlich habe ich es dann geschafft: ich habe gefragt was der initiale Mindestaufladebetrag ist. Eben jenen (75,- EUR) habe ich dann gezahlt, mir die Box und Unterlagen geben lassen – zusammen mit dem Hinweis dass ich noch den Nachweis zur Emissionsklasse bei der Asfinag einrichen muss – und zog nach einer gefühlten Ewigkeit von dannen. Daheim habe ich dann online ein Konto im Asfinagportal eingerichtet und den Kfz-Schein hochgeladen – mit dem Hinweis, dass ich demnächst auflaste. Im Anschluss wollte ich dann von pre-paid auf post-pay per Kreditkarte umstellen. Dafür habe ich nach einigem Suchen im Portal online auch ein Formular gefunden und dieses entsprechend ausgefüllt eingereicht. Die Antwort kam nach wenigen Tagen: das geht nur für Österreichische Karten, ich muss bei pre-paid bleiben.

Gut drei Wochen nach Bestellung erhielt ich vom Händler die Nachricht, dass die Unterlagen von Capron eingetroffen sind. Noch in der gleichen Woche holte ich diese ab. Was man für 250,- Euro geboten bekommt ist dabei eher enttäuschend: einen DIN A4 Zettel mit der Aussage dass das eigene Fahrzeug mit entsprechender Fahrgestellnr. ohne technischer Änderung auf 3,85t aufgelastet werden kann und einen Aufkleber mit den geänderten Gewichten. Aber gut, immerhin hatte ich was ich wollte.

Soweit ich mich inzwischen belesen hatte, Da ohnehin in zwei Wochen u.A. TÜV- und Gasprüfung anstand und wir dafür schon einen Termin in der Werkstatt hatten, habe ich den Auftrag einfach erweitert um das Thema Auflastung. Gleichzeitig habe ich schonmal online einen Termin bei der Zulassungsstelle für die Eintragung reserviert.

Da wir im Juni durch Slowenien fahren, habe ich inzwischen auch schonmal online ein Konto bei DARS eingerichtet und eine Box bestellt. Auch hier musste ich die ZLB I (Fzg-Schein) hochladen. Die Reaktion aus Slowenien kam binnen zwei Arbeitstage per email: das Womo ist <3,5t und daher brauche ich keine Box. Auf meinen Hinweis zur Auflastung nächste Woche und dass wir im Folgemonat durch Slowenien fahren war die Antwort, dass mir die Box schonmal zugeschickt wird, ich aber bitte die aktualisierte ZLB I nachreichen soll (in der Folgewoche erhielt ich am Donnerstag eine persönliche Erinnerung dass ich das noch nicht gemacht habe – Termin auf der Zulassungsstelle war aber erst am Folgetag). Auch hier muss die Box mit Guthaben aufgeladen werden, was ich online per Kreditkarte machen wollte. Egal wie schnell oder langsam ich war, immer wieder erhielt ich eine timeout-Fehlermeldung. Also habe ich mich an DARS gewandt was ich nun tun soll. Die Antwort: Wir wissen dass das mit InternetExplorer oft nicht funktioniert, bitte verwenden sie Firefox oder Chrome. Dass ich auf meinem Rechner mit der aktuellen Firefoxversion im Netz bin habe ich nicht geantwortet… stattdessen ging ich dann mit dem Tablet via Chrome rein und dann klappte es.

Mittlerweile war dann auch der Tag des „TÜV-Termins“ erreicht, die Werkstatt macht das mit der GTÜ. Die Bestätigung für die Auflastung ist letztlich nur ein Standardausdruck wo das was der Hersteller bestätigt wiederum bestätigt wird. Dies kostet dann nochmals 30,- Euro.

Nachdem die TÜV-Plakette natürlich nochmal auf 2 Jahre ausgestellt wurde, aufgrund des Womo-Alters und der Auflastung dann aber nur noch 1 Jahr relevant wären, habe ich neben den Unterlagen auch das Nummernschild mit Plakette mit zur Zulassungsstelle genommen. Dass ich sicherheitshalber die ZLB II (Kfz-Brief) dabei hatte war mein Glück. Da dort keine Gewichte eingetragen sind hätte ich nicht gedacht dass man diesen benötigt. Allerdings änderte sich Punkt 17 von „K“ auf „A“ und somit musste ein neuer ausgestellt werden. Die nette Dame am Schalter stellte mir indes die ZLB I mit dem zuletzt erworbenen TÜV-Prüftermin in zwei Jahren aus. Die Kosten der Zulassungsstelle lagen bei 15,50 EUR, Zeitaufwand für mich dort keine 10 Minuten.

Die Gesamtkosten für die Auflastung beliefen sich in unserem Fall also auf 250,- + 30,- + 15,50 = 295,50 Euro (die Mautboxen sind hierbei natürlich nicht berücksichtigt).

So, das war nun doch so einiges an Text, vielleicht hat´s dem ein oder anderen was gebracht. Wie unsere Erfahrungen mit der Auflastung sind werde ich bestimmt mal an anderer Stelle berichten. Nur 5 Stunden nach Auflastung geht’s nun auch bald los zum ersten Test nach Österreich (diesen Ausflug hatten wir aber eh geplant).

Viele

Andi

Regenwasseraufbereitung vom Wohnmobildach

Hallo alle zusammen, ich habe da seit Tagen so eine Idee im Kopf. Aber bevor ich diese hier vorstelle, will ich nur kurz erläutern warum mich dieses Thema so interessiert. Ich war jetzt im Frühjahr in Österreich mehrere Tage in den Bergen. Leider gibt es da kaum offizielle Stellplätze mit Wasserversorgung und schon gar nicht in der Natur. Eine Solaranlage habe ich mir schon gegönnt, aber leider geht mir regelmäßig das Wasser aus.An den Tankstellen muß man oft betteln und einem wird öfter nur widerwillig etwas Wasser spendiert. Diese Abhängigkeit nervt mich extrem.Nun zu meiner Idee / Projekt. Ich möchte meine Dachfläche nutzen um Regenwasser zu sammeln. Die Aluprofile seitlich stehen ca. 2 cm über der Dachfläche sodass seitlich und nach vorn (Alkoven)kein Wasser weglaufen kann. Hinten möchte ich den Ablauf auch mit einem Profil über die gesamte Breite verhindern. Ich habe mir eine kleine Pumpe mit Wassersensor gebaut.Diese pumpt ab einem Wasserstand von ca.0,4 mm Wasser in einen 50 Litertank, auf dem Dach. Die Pumpe schaltet unter 0,4 mm wieder automatisch aus.In einem kleinen Praxistest schaltete sie immer wieder kurz ein und saugte sobald Wasser zur Verfügung stand alles vom Dach. Es ist also nicht so, das mir das Wasser regelmäßig 2 cm auf dem Dach steht. Aus dem 50 Liter Dachtank läuft das Wasser über einen schön verlegten Schlauch über einen Wasserfilter (Porengröße 0,2 mm) in einen kleinen Wasserverteiler, von den drei parallel angeschlossene Sawyer Wasserfilter( Porengröße 0,1 Micron ) das Wasser in meinen Frischwasser Tank befördern. Weiterhin möchte ich einen Zweiten Schlauch vom Dachtank ziehen, dieser soll oberhalb der Markise bis an deren Ende verlaufen und als Überlauf dienen.Bei Regenmangel soll auch die Möglichkeit bestehen über diesen Schlauch mittels einer kleinen Tauchpumpe den Dachtank mit Wasser z.B.aus einem Bach oder See zu füllen. Aus dem Dachtank kann dann das Wasser durch die Filter in den Frischwassertank laufen. Ursprünglich wollte ich direkt mit einer Tauchpumpe über einen Sawyer Wasserfilter den Frischwassertank zum Beispiel an einem Bach füllen, aber der Durchsatz des Filters ist dafür zu gering und das Füllen würde ewig dauern.Mit dem Dachtank kann man relativ schnell weiterfahren und das Wasser kann mit Hilfe der Schwerkraft in den Frischwassertank laufen. Die Anlage ist noch nicht mobtiert, daher kann ich noch nicht mit Fotos dienen. Bitte schreibt mir Eure Meinungen oder Bedenken bezüglich dieser Art der Wassergewinnung. Noch ein Hinweis, ich nutze das Wasser im Womo nur als Brauchwasser daher habe ich eine Aktivkohle Filterstufe nicht berücksichtigt.Die Sawyer Wasserfilter liefern aber Bakterien freies Wasser.Noch eine Info zum Abwasser: Abwasser mit Spülmittel oder sonstigen Verunreinigungen landet bei mir in zwei 20 Litern Kanistern.In den eingebauten Abwassertank landet nur Wasser vom Duschen und Händewaschen und das ohne jegliche Zusätze.Das mache ich sehr konsequent, da ich so das Wasser einfach in die Natur entlassen kann.(Bitte keinen Aufschrei deswegen, das ist das selbe als wenn ich in einem See bade um mich zu reinigen, was ich übrigens auch gern mal mache. Seife brauch ich nicht jeden Tag.)

So jetzt bin ich gespannt auf Eure Antworten.

Spannungsproblem mit dem Boiler

Guten Morgen, ich brauche mal die Hilfe der Elektrospezialisten.
Ich habe einen Truma Boiler, der im Grunde funktioniert, aber oftmals auf Störung geht, wenn andere Verbraucher, insbesondere die Wasserpumpe in Betrieb genommen werden.
Die Versorgung läuft autark über Solar, die Batterie liefert entsprechend zwischen 12,3 und 14,8 V.
Da scheint das Problem zu liegen, ist die Spannung niedriger, so bei 12,5V festgestellt, schaltet der Boiler wohl aus Sicherheitsgründen ab und geht auf Störung. Bei Inbetriebnahme der Pumpe fällt die Spannung um ca. 0,5 Volt, die Pumpe zieht so ca. 6 Amp.
Meine Idee wäre nun, einen Kondensator einzusetzen, der die Spannung auf 13 V stabilisiert.
Ist das der richtige Ansatz?
Wenn ja, welches Bauteil wäre empfehlenswert und wäre es richtig, dies unmittelbar vor den Boiler zu verbauen?
Ich bin wahrlich kein Experte, habe versucht, mich durch diverse Foren zu arbeiten, aber da werden so viele Fachbegriffe durch die Gegend geworfen, da bin ich dann am Limit.
Ich bräuchte eine technisch sichere Lösung, die ich einfach dazwischen schalten kann.
Ich glaube, ein Stepup Wandler wäre die richtige Lösung, wenn er die 13 V hält (bei anliegender niedriger Spannung) und bei anliegender höherer Spannung diese einfach durchlässt.
Liege ich damit halbwegs richtig?
Danke für Eure Hilfe,
LG Frasulist

Chausson Welcome98 Probleme mit beiden Sicherheitsrelais

Liebe Forumsgemeinde!
Ich wende mich an euch mit der Hoffnung auf Unterstützung bei dem aufgetretenen Problem.
Wie schon in der Titelzeile ersichlich, habe ich einen Chausson Welcome98 BJ.2011. Ich habe am Anfang 2018 die bestehende Aufbaubatterie (ursprünglich 90A) gegen eine LiFePo4 (200A) ausgetauscht und auch elektrisch etwas erweitert. Ich hatte das ganze Jahr über keine Probleme mi der Elektrik.
Im Spätherbst beim Einwintern fiel mir jedoch auf, dass die Starterbatterie recht entleert war. Zugegebenermaßen hatte ich das WoMo ein Monat vor Einwinterung nicht mehr bewegt.
Vor 2 Wochen habe ich nun das WoMo wieder reaktiviert. Ferner habe ich in der letzten Zeit recht intensiv den Stromlaufplan meines Chaussis studiert. Dieser hat neben dem CBE 300TS und dem CBE PC150 auch 2 Sicherheitsrelais. Eines für die Starterbatterie und eines für die Aufbaubatterie.
Da, dadurch eine Leitung durchgehend von Starter zur Aufbaubatterie bestehtm dachte ich mir wenn ich die 50A Sicherung des 1. Relais (Starterbatterie) entferne, kann die Starterbatterie nicht mehr leergesaugt werden.
Gesagt, getan. Nur habe ich mir dadurch ein Problem eingehandelt: Ich kann zwar auf dem Steuergerät (PC150) alle Knöpfe drücken und sie funktionieren auch (Statuslampen leuchten) jedoch funktioniert das Einschalten der inneren Belauchtung fallweise nicht mehr. (Ein häufiges Ein und Ausschalten des Systems auf der PC150 Anzeigetafel hilft da nach einiger Zeit und es wird dann wieder hell).
Wenn nun wieder Strom da ist und ich versuche die Dieselheizung zu starten ist der Strom (sobald die Dieselpumpe startet) weg.
Wenn ich aber die 50A Sicherung im 1. Relais wieder reingeben funktioniert alles (Heizung funktioniert, Lichter funktionieren wieder).
Wie kann ich das 1. Relais de-aktivieren ohne das es zu sochen Problemen kommt?

Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!
Armin

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