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Markise nachrüsten oder mitbestellen Eura Mobil

Hallo zusammen,
wir haben uns dazu entschlossen uns voraussichtlich ein Eura Mobil IL 720QF zuzulegen.
Jetzt stellt sich die Frage ob wir die Markise mitbestellen oder nachrüsten lassen. Der Händler sagte, lieber mitbestellen, bei Eura sind die Markisen ab Werk angeklebt und man muss dann keine Löcher durch die Seitenwand bohren. Allerdings macht es preislich eben Unterschied von 1590€ ab Werk gegen ca. 900 + Einbau aus dem Zubehör. Noch krasser wird dann der Unterschied bei einer Sat Anlage. Spricht etwas gegen die Nachrüstung?

Hymer Camp Swing 544 Bj 1996 Elektrikprobleme

Moin moin,

ich bin seit ein paar Monaten Besitzer eines Hymer Camp Swing 544.
alles hat problemlos funktioniert. Bis zu diesem Wochenende.
Über das Bedienpanel im Wohnraum kann ich mir nicht mehr den Ladezustand der Wohnraumbatterie und die Wasserstände ansehen, Starterbatterie zeigt er aber noch an.
Es ist das Panel 106 siehe Bild.

="s://.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Hymer-Panel-106_109942_1eb9.JPG" alt="image" />

und das ganze läuft über den Elektroblock EBL 104-2.

="s://.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/EBL-104-2_109942_cc99.JPG" alt="image" />

Alle Sicherungen am EBL schon gecheckt, alle intakt.
Hat evtl. jemand ne Idee woran es liegen könnte bzw wo ich anfangen soll.

Vielen Danke
Halli

Die Elektrik und wie man es besser nicht machen sollte

Nachdem ich mir letzte Woche ein Wohnmobil gekauft habe (Pilote R660 auf Peugot-Basis), wollte ich als erstes der Elektrik auf den Grund gehen. Denn es waren viel zu viele 230V-Steckdosen an Bord und dann auch noch die Falschen (französische). Ich dachte mir, eine Zuleitung, eine zum Kühlschrank und eine zum Ladegerät reichen aus. Vielleicht noch eine in der Küche.

Also raus mit dem Elektroblock. Nachdem ich die selbstverständlich rundgedrehten Schrauben entfernt hatte, ging das Gezerre los. Immer wieder verkantet das Ding. Nach 2 Tagen immer wieder probieren hatte ich ihn raus. Vorteilhaft ist, daß der Block an 2 Kabelbindern hängt und so die Anschlüsse das Gewicht nicht tragen müssen. Dahinter sah ich, was ich erwartet hatte: eine Isolierbandorgie, mehrere Leitungen zusammengedreht und mit Isolierband zusammengehalten, sowohl aus der 230V-Seite als auch auf der 12V-Seite. Offene Lüsterklemmen und abgeschnittene Leitungen gab es auch reichlich.

[album]26667[/album]
[album]26668[/album]
[album]26669[/album]

Als gelernter Elektriker konnte ich so etwas natürlich nicht durchgehen lassen. Das Isobandgewurschtel war schnell besetigt. Ich wollte jetzt wissen, wo die Einspeisung herkommt. Links daneben im Kleiderschrank kamen die Leitungen her. sämtliche Abdeckungen abgeschraubt und siehe, was da zum Vorschein kam.
gallery/image.php?album_id=3878&image_id=26670[album]26670[/album]

Da hätte es doch fast einen Kabelbrand gegeben. Zur Erläuterung: das stückweise rote ist die ehemalige teilweise weggebrannte Isolierung, das grüne ist der eigentliche Leiter, völlig hart und ausgeglüht. Mal sehen, wo das herkommt/ hinführt. Die linke rote Leitung sieht ähnlich aus, auch hier klebt die Isolierung am Nachbarkabel.

Eine ganz andere Überraschung erlebte ich, als ich die Schränke inspizierte: In einem Schrank war auf dem Boden eine Geldkassette verschraubt, Schlüssel paßte auch einer, leider war sie leer.

Viele
Bernhard

Manuelles Nivellieren vereinfacht

Einerseits gehöre ich zu den Perfektionisten, die das Spiegelei zentral in der Pfanne und den Mageninhalt nachts nicht in der Speiseröhre haben wollen.
Andererseits habe ich bis anhin auf (elektrische) Hubstützen verzichtet und werde dies wohl auch weiterhin tun; ich hatte immer recht straffe Fahrgestelle, so dass auch das stehende Fahrzeug wenig schaukelte und beim MAN den Luxus einer Voll-Luftfederung, so dass vorne-hinten nivellieren schon mal kein Problem darstellte und ich nur einseitig Keile brauchte.

Da das herumrennen mit der Wasserwage mir schon lange ein Dorn im Auge war, suchte ich eine Vereinfachung. Früher waren ja noch Kinder hinten, die die Messung machen und durchgeben konnten. Alleine unterwegs wird es da aber aufwändiger ...

Es gibt bereits schöne Apps, in denen man die Fahrzeugmasse eingeben kann und die einem dann mitteilen, bei welchem Rad wieviel drunter muss, bzw. der Keil wie genutzt werden muss. Dies verlangt aber im Fahrerhaus eine plane Referenzfläche, auf der das Smartphone liegen muss. Auch nicht so einfach!

Es muss doch komfortabler gehen ...

Und so stiess ich bei meinen Recherchen auf LevelMatePRO, eine kleines Gerät, welches irgendwo an die Wand geschraubt wird und eine App auf dem Smartphone, welche Informationen, wie bei den vorher beschriebenen Anwendungen ausgibt. Dies aber völlig unabhängig von der Lage und Position des Smartphones!

s://logicbluetech/product/levelmatepro/

Die Installation und Kalibrierung bei vorher absolut perfekt hingestelltem Fahrzeug (etliches hin- und herlaufen und manövrieren war natürlich dazu notwendig ... ) erwies sich als sehr einfach und die nächsten Reisen werden zeigen, ob sich das Ganze gelohnt hat!

Carado A366 - unsere Gewichts- und Auflastungsgeschichte

Hallo zusammen,

zum Thema zGG und dessen Einhaltung bei 3,5t wurde und wird ja viel geschrieben. Mit meinem Beitrag möchte ich nun nicht den Finger in die eine oder andere Richtung heben, sondern lediglich berichten wie das Thema bei uns (bisher) abgelaufen ist. An manchen Stellen hole ich ein bisschen weiter aus, vielleicht ist der ein oder andere der das liest ja in einer ähnlichen Situation und tut sich dann leichter die Lage für sich zu beurteilen.

Es ging los in 2017, da hatten wir zum ersten mal überhaupt Kontakt mit einem Wohnmobil. In diesem Falle hatten wir eines für zwei Wochen gemietet – in Schottland. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung von all den Dingen die man zum Thema Gewicht beachten kann/soll/muss. Für uns war klar, dass uns der Vermieter (grosse Kette) schon informieren würde wenns da was zu wissen gäbe. Beim Auto macht man ja den Kofferraum auch bis Anschlag voll und schnallt sich ggf. sogar noch eine Dachbox drauf. Und im Wohnmobil gäbe es ja sooooo viel Platz/Stauraum… Da wir per Flugzeug ankamen war unser Gepäck tatsächlich auf das Nötigste reduziert und die Hunde waren auch nicht dabei, also kein Problem (nachträglich betrachtet).

Der Urlaub und die Reiseform gefiel uns allen in der Familie so gut, dass wir zwei Monate später selbst ein gebrauchtes Wohnmobil kauften. Zwei Monate klingt kurz, aber da ich vom Typ „ganz oder gar nicht“ bin, habe ich mich sehr sehr umfassend informiert worauf man achten muss, was man braucht usw. Tja und da war es nun: das Thema Gewicht. Meine Frau sah das von Anfang an etwas entspannter als ich. Wir haben beide noch den alten Führerschein, das hatte also keinen Einfluss auf die Entscheidung < oder > 3,5t. Durchaus zu berücksichtigen galt es aber, dass wir mit zwei Kindern und zwei großen Hunden unterwegs sein werden! Dafür war klar dass wir keine Radlerfamilie sind, die können also daheim bleiben. Da wir wegen der Kinder (keinesfalls in einem Bett, ohne Umbau also Stockbetten) und der Hunde (sichere und halbwegs bequeme Unterbringung) sehr spezielle Grundrissanforderungen hatten, stach schnell ein bestimmtes Alkovenmodell von Carado ins Auge – wir wollten nämlich auch nicht unbedingt über 7m Fzg-Länge kommen. Dabei sind die Carados ja auch noch sehr leicht im Vergleich zu anderen Anbietern. Damit hatten wir dann letztlich beschlossen: jetzt probieren wir das mit den 3,5t halt mal aus und schauen dann weiter. Beim Kauf unserer Ausrüstung hatte ich auch immer einen Blick auf die Gewichtsangabe der Ware, was uns bei der Auswahl aber letztlich nicht wirklich eingeschränkt hatte und teurer wurde es dadurch auch nicht.

Das erste was ich nach dem Kauf des gebrauchten Womos machte, war den Fahrradträger abzubauen. Obwohl der Stauraum insgesamt durch den Grundriss und die Nutzungsart im Vergleich zu anderen Womos sehr limitiert ist, haben wir eigentlich immer noch den ein oder anderen Hängeschrank frei und auch in die Garage passte immer noch was rein. Tatsächlich war es dann so, dass wir „in vollem Gerödel“ (allerdings mit nur wenig Wasser) auf die Waage sind: mit 3.560kg waren wir im für mich noch vertretbaren Bereich. Dummerweise hatte ich die Achsen nicht einzeln gewogen – auch hier ist meine Einschätzung jedoch, dass wir das Gewicht ungewöhnlich weit vorne haben im Vergleich zu anderen. Damit sollten wir gut dastehen, idR ist ja die Hinterachse das Problem.

Natürlich nutzen wir unser Womo so oft es geht. Beim Packen achten wir (also letztlich ich) sehr auf das Gewicht, bislang hat uns auf der Reise aber letztlich noch nie irgendwas gefehlt, das wir aus Gewichtsgründen nicht dabei gehabt hätten. Dennoch, die (bis heute regelmäßige) Diskussion mit meiner Frau dazu verläuft bei fast jeder Beladung idR ungefähr so:
Ich: Nein Schatz, das brauchen wir nicht, das Gewicht können wir uns sparen.
Sie: Aber es könnte ja sein dass wir es vielleicht doch brauchen. Jetzt tu halt nicht wegen jedem Gramm rum, fast alle anderen fahren ja auch auf 3,5t und sparen bestimmt nicht beim Einladen.
Ich: Und wenn alle anderen aus dem Fenster springen, tun wir das auch? (Ich glaube diesen abgedroschenen Spruch kennt wohl jeder)
Letztlich werden wir uns aber immer einig. Und was ich auch sonst sage: wenn ich alles wie daheim haben will, dann kann ich ja gleich dort bleiben.

Zuletzt nervten mich diese Gespräche aber immer mehr und ich hatte auch keine Lust mehr über jede Flasche Bier im Kühlschrank eine gedankliche Wiegebescheinigung zu erstellen. Darüber hinaus habe ich mich für die Zukunft in ein Modell verguckt, das etwas „luxuriöser“ ist – gleichzeitig natürlich auch schwerer. Darüber hinaus informiere ich mich über vieles zwar gerne ausführlich, mache dann aber auch meine eigenen Schlüsse bzw. Erfahrungen. Also habe ich mich bezüglich der für uns zu erwartenden Einschränkungen vertraut gemacht die uns erwarten wenn wir über 3,5t gehen würden.

Zunächst einmal ging es darum, wie wir auf welches zGG bei unserem Carado kommen und was dafür zu tun ist. Wie bei den meisten („nicht ganz so alten“) Ducatos auf light-Fahrwerk (welches ja leider meist üblich ist), ist eine Auflastung bei uns auf 3,85t mit einer „Herstellerbescheinigung“ ohne technischer Änderung möglich. Darüber hinaus benötigt an Eingriffe am Fahrwerk etc, das schied für uns dadurch schonmal aus. Ferner die Idee, dass wir ja wenns uns nicht taugt leicht wieder ablasten können bzw. fahren wir das Wohnmobil absehbar eh nicht bis zur Rente.

Gleichzeitig habe ich mir auch mal angeschaut, was die Auflastung ansonsten für Folgen hat und habe das für mich/uns individuell bewertet:
- an der Hinterachse gewinnt man nicht wirklich Gewichtsreserven = für uns ok, im Zweifel (wie oben beschrieben sind wir eh ungewöhnlich „frontlastig“) zahlen wir ggf. etwas Bußgeld, können aber nach vorne umladen.
- Autobahn DE 100km/h = stört mich nicht, bisher Tempomat bei Tacho 115, künftig bei Tacho 109
- Landstraße DE 80km/h = stört mich auch nicht, da zwei meiner Mitfahrer schnell einen sensiblen Magen bekommen, bin ich mit dem Schiff eh nicht so flott wenn hier und da eine Kurve auftaucht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßen wird mMn dadurch kaum geringer.
- Autobahn für uns relevantes Ausland meist 80km/h = DAS wird spannend, da habe ich durchaus Sorge dass mir die Füße einschlafen.
- Warnlampe mitführen = stört mich nicht, kann man auch so ggf. mal brauchen
- Ab dem 7. Jahr (bei uns der Fall) jährlich TÜV/HU = stört mich bedingt. Nur teilweise wegen dem Geld, sondern vielmehr weil es jedes Jahr aufs Neue organisatorischen Aufwand bedeutet
- Überholverbot = wer dem >3,5t-Thema nicht in irgendeiner Form im täglichen Leben ausgesetzt ist, der wird (als PKW-Fahrer) die Überholverbotsschilder auf Autobahnen nicht so wahrnehmen. Ich habe mal darauf geachtet, davon gibt’s doch ziemlich viel. Das kann also ggf. mancherorts störend werden in Deutschland, ist aber auch eine Frage wie man damit umgeht. Abgesehen ist die Geschwindigkeitsbeschränkung im Ausland eh auf Lkw-Niveau, daher erübrigt sich das im fließenden Verkehr weitestgehend.
- Durch- und Zufahrtsverbote = bis zuletzt hätte ich ja behauptet dass es sowas kaum gibt, bzw. nur für „echte“ Lkw, also > 7,5t. Tatsächlich habe ich beim letzten Österreichtrip aber einige Straßen gesehen, die für >3,5t nicht zugelassen waren. Natürlich fragt sich wie oft man solch einer Einschränkung begegnet bzw. gehe ich davon aus dass es dafür dann in der Praxis auch eine Lösung gibt.

Das für uns wesentlichste Thema ist die Maut. In Deutschland fällt ja auch aufgelastet keine an, allerdings benötigt man beispielsweise in Österreich und Slowenien ja entsprechende Boxen und wird bemautet. Da wir südlich von München wohnen, ist der Preis durch Österreich für uns dadurch um ein Vielfaches teurer. Wenn wir innerhalb Österreichs Urlaub machen, zählt die Strecke natürlich schon zur Freizeit und Landstraße sowie gelegentliche Autobahn sind kein Thema. Im Juni fahren wir aber z.B. für eine Woche nach Kroatien. Da wir Arbeitnehmer mit bedingtem Urlaubsanspruch sind, können wir leider nicht ganz so entspannt über Tage anreisen, sondern ziehen den Weg auf einen Rutsch durch. Auch zusätzliche Stunden sind schon zu viel, das wollen wir Kindern und Hunden nicht antun. Also geht’s auf der Autobahn durch. Da wird’s dann schon happig. Die nächsten Ziele liegen aber in Schweden und Deutschland, von daher verteilt sich der Mehraufwand dann aufs Jahr gesehen.

Natürlich hatte ich über die Vorgehensweise zur Auflastung schon viel gelesen. Dennoch bin ich der Typ, der Dinge dann auch gerne selbst probiert, damit ich mir ein eigenes Bild aus der Erfahrung heraus machen kann und dann auch „fundiert mitreden“ kann.

Zunächst schrieb ich also den Hersteller des Womos an (Carado = Capron) um „naiv nachzufragen“, ob ich von dort die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Auflastung bekäme. Mit zwei Arbeitstagen fiel die Antwortzeit erstaunlich schnell aus. Die Antwort fiel inhaltlich allerding wie erwartet aus: bitte über den nächsten Händler bestellen. Also habe ich an jenen eine Email geschrieben und bekam ebenfalls am zweiten Werktag die Info, dass die Unterlagen nebst Typenschild bestellt wurden – der Preis: schlappe 250,- EUR.

Während der Wartezeit habe ich meine Versicherung angeschrieben, was sich denn hier durch die Auflastung auf 3,85t ohne technischer Änderung verändert. Antwort: können wir so nicht sagen, bitte reichen Sie die entsprechenden Unterlagen ein.

Weil´s grad so schön war, habe ich auch eine Email an die hiesige Zulassungsstelle geschickt, dass ich auflasten will ohne technischer Änderung und ob ich mit der Bescheinigung direkt zur Zulassungsstelle kommen kann oder ob ich wirklich vorher zur Prüfstelle (TÜV oÄ) muss. Die Antwort kam noch am selben Tag (!!!): um eine Aussage treffen zu können bräuchte man vorher die Herstellerbescheinigung.

Na dann mal weiter mit den Vorbereitungen dachte ich mir und bin los um mir eine Go Box für Österreich zu besorgen. Wir wohnen ja südlich von München und zur Autobahnraststätte mit Vertrieb kann ich entspannt zu Fuß gehen ohne mich zu überanstrengen. Dem Herrn hinterm Tresen fiel immerhin auf, dass der Fzg-Schein ja auf 3,5t lautet und wissend winkte er ab, dass ich mit einer normalen Vignette auskomme. Den Begriff der Auflastung kannte er nicht, aber ich konnte ihm letztlich klar machen, dass ich einfach diese Box will und er sich keine Sorgen machen muss. Dann wollte er wissen wo ich hin fahre – damit ich ihm den Betrag zur Aufladung geben kann der für diese Strecke anfällt. Daraufhin gab ich nochmals den Erklärbär, dass ich noch kein konkretes Ziel habe, sondern einfach diese Box brauche um dann in Österreich wann auch immer, wo auch immer, auf der Autobahn fahren zu können. Letztlich habe ich es dann geschafft: ich habe gefragt was der initiale Mindestaufladebetrag ist. Eben jenen (75,- EUR) habe ich dann gezahlt, mir die Box und Unterlagen geben lassen – zusammen mit dem Hinweis dass ich noch den Nachweis zur Emissionsklasse bei der Asfinag einrichen muss – und zog nach einer gefühlten Ewigkeit von dannen. Daheim habe ich dann online ein Konto im Asfinagportal eingerichtet und den Kfz-Schein hochgeladen – mit dem Hinweis, dass ich demnächst auflaste. Im Anschluss wollte ich dann von pre-paid auf post-pay per Kreditkarte umstellen. Dafür habe ich nach einigem Suchen im Portal online auch ein Formular gefunden und dieses entsprechend ausgefüllt eingereicht. Die Antwort kam nach wenigen Tagen: das geht nur für Österreichische Karten, ich muss bei pre-paid bleiben.

Gut drei Wochen nach Bestellung erhielt ich vom Händler die Nachricht, dass die Unterlagen von Capron eingetroffen sind. Noch in der gleichen Woche holte ich diese ab. Was man für 250,- Euro geboten bekommt ist dabei eher enttäuschend: einen DIN A4 Zettel mit der Aussage dass das eigene Fahrzeug mit entsprechender Fahrgestellnr. ohne technischer Änderung auf 3,85t aufgelastet werden kann und einen Aufkleber mit den geänderten Gewichten. Aber gut, immerhin hatte ich was ich wollte.

Soweit ich mich inzwischen belesen hatte, Da ohnehin in zwei Wochen u.A. TÜV- und Gasprüfung anstand und wir dafür schon einen Termin in der Werkstatt hatten, habe ich den Auftrag einfach erweitert um das Thema Auflastung. Gleichzeitig habe ich schonmal online einen Termin bei der Zulassungsstelle für die Eintragung reserviert.

Da wir im Juni durch Slowenien fahren, habe ich inzwischen auch schonmal online ein Konto bei DARS eingerichtet und eine Box bestellt. Auch hier musste ich die ZLB I (Fzg-Schein) hochladen. Die Reaktion aus Slowenien kam binnen zwei Arbeitstage per email: das Womo ist <3,5t und daher brauche ich keine Box. Auf meinen Hinweis zur Auflastung nächste Woche und dass wir im Folgemonat durch Slowenien fahren war die Antwort, dass mir die Box schonmal zugeschickt wird, ich aber bitte die aktualisierte ZLB I nachreichen soll (in der Folgewoche erhielt ich am Donnerstag eine persönliche Erinnerung dass ich das noch nicht gemacht habe – Termin auf der Zulassungsstelle war aber erst am Folgetag). Auch hier muss die Box mit Guthaben aufgeladen werden, was ich online per Kreditkarte machen wollte. Egal wie schnell oder langsam ich war, immer wieder erhielt ich eine timeout-Fehlermeldung. Also habe ich mich an DARS gewandt was ich nun tun soll. Die Antwort: Wir wissen dass das mit InternetExplorer oft nicht funktioniert, bitte verwenden sie Firefox oder Chrome. Dass ich auf meinem Rechner mit der aktuellen Firefoxversion im Netz bin habe ich nicht geantwortet… stattdessen ging ich dann mit dem Tablet via Chrome rein und dann klappte es.

Mittlerweile war dann auch der Tag des „TÜV-Termins“ erreicht, die Werkstatt macht das mit der GTÜ. Die Bestätigung für die Auflastung ist letztlich nur ein Standardausdruck wo das was der Hersteller bestätigt wiederum bestätigt wird. Dies kostet dann nochmals 30,- Euro.

Nachdem die TÜV-Plakette natürlich nochmal auf 2 Jahre ausgestellt wurde, aufgrund des Womo-Alters und der Auflastung dann aber nur noch 1 Jahr relevant wären, habe ich neben den Unterlagen auch das Nummernschild mit Plakette mit zur Zulassungsstelle genommen. Dass ich sicherheitshalber die ZLB II (Kfz-Brief) dabei hatte war mein Glück. Da dort keine Gewichte eingetragen sind hätte ich nicht gedacht dass man diesen benötigt. Allerdings änderte sich Punkt 17 von „K“ auf „A“ und somit musste ein neuer ausgestellt werden. Die nette Dame am Schalter stellte mir indes die ZLB I mit dem zuletzt erworbenen TÜV-Prüftermin in zwei Jahren aus. Die Kosten der Zulassungsstelle lagen bei 15,50 EUR, Zeitaufwand für mich dort keine 10 Minuten.

Die Gesamtkosten für die Auflastung beliefen sich in unserem Fall also auf 250,- + 30,- + 15,50 = 295,50 Euro (die Mautboxen sind hierbei natürlich nicht berücksichtigt).

So, das war nun doch so einiges an Text, vielleicht hat´s dem ein oder anderen was gebracht. Wie unsere Erfahrungen mit der Auflastung sind werde ich bestimmt mal an anderer Stelle berichten. Nur 5 Stunden nach Auflastung geht’s nun auch bald los zum ersten Test nach Österreich (diesen Ausflug hatten wir aber eh geplant).

Viele

Andi

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