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motorradtraeger

Reisemobil-Blog "Die fünf Hermänner"
Eigentlich haben wir dieses Blog erstmal nur erstellt, um selber die Übersicht über unsere Fahrten zu behalten :D

Es wird primär um die Ausritte mit unserem Bimobil gehen, mal sehen was sonst noch dazu kommt.

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Natürlich werden die Beiträge tendenziös, subjektiv und nicht übertragbar sein; als wohnmobilierende Familie mit 3 Kindern hat man halt so seine eigenen Ansichten und Präferenzen...

Bis denn,

Tinduck (Uwe)
Tinduck
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18.05.-25.05.2018: Canterbury / London

permanenter Linkvon Tinduck am 16 Jul 2018 07:24:34

Da wir ja schon von den ganzen langen Wochenenden im Mai wegen diverser Termine nix hatten (immerhin ist der Garten jetzt wieder takko...), planten wir für Pfingsten eine etwas längere Fahrt. Frohen Mutes buchten wir ab Dünkirchen eine Fähre nach Dover am 19.05. morgens, zurück am 27.05. morgens.
Doch flugs schlug der nächste Termin zu - Kadersichtung für den Ältesten, und zack war der Urlaub zwei Tage kürzer... also zurück am Freitag morgen.

Wir quälten uns also am Freitag Nachmittag in Richtung Dünkirchen. Mein Navi schlug ernsthaft die A40 vor, weil dort noch am wenigsten Stau war, nur so 10 km... so war es dann auch. Eindhoven und Antwerpen waren auch ziemlich verstopft, und so kamen wir erst gegen 21:30 am Fährterminal in Dünkirchen an. Dort kann man aber zum Glück direkt am Fahrkartenverkauf auf dem Parkplatz nächtigen, von daher mussten wir nicht erst noch nen Stellplatz suchen.
Die Nacht war ziemlich unruhig, weil natürlich alle 2 h ne Fähre abfährt und dementsprechend das hin und her auf dem Parkplatz wieder losgeht, aber naja.

Morgens um 06:45 reihten wir uns zur Zollkontrolle ein. Die Franzosen wollten nur die Pässe sehen, die Briten warfen einen kurzen Blick ins Mobil, hatten auf den Doppelboden aber schon keinen Bock (oder keine Ahnung)... da hätte ich locker 10 Flüchtlinge mit rüberschaffen können :-)
Weiter gings an den ausgebrannten Resten eines Womos vorbei (keine Ahnung, warum das da lag, es waren nur noch die Metallteile über) aufs untere Deck der Fähre und dann ab hoch ins Restaurant, damit man da noch nen Platz bekommt.

Die Überfahrt war wolkig, aber ruhig, und pünktlich zur Ankunft in Dover schien die Sonne punktuell auf die Kreidefelsen. Hello Britain!

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Wir kuddelmuddelten uns aus dem Fährterminal raus (nach ein paar Fragen einiger netter britischer Beamter "... is this YOUR motorcaravan? Where are you going?") und fuhren in Richtung Canterbury, was ja wirklich nur ein Katzensprung ist. Am Park&Ride-Parkplatz an der New Dover Road fanden wir auf dem Womo-Stellplatz ein Plätzchen, richteten uns kurz ein und auf ging es mit dem Gratis-Shuttlebus rein nach Canterbury, was auch nur 10 Minuten dauerte.

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Dort fingen wir erstmal (eingebettet in einen ausführlichen, dreistündigen Stadtspaziergang) fleissig Glumandas (Pokemon-Event :-) ), schossen einige schöne Fotos und speisten hinterher in einem netten kleinen Restaurant bestes englisches Junk Food (Chicken Chips, Hamburger (alles hausgemacht) und dazu Pommes und Baked Beans).
Hinterher gingen wir noch vom historischen Viertel (mit Kathedrale und Kings School) in den moderneren Einkaufsteil, deckten uns mit einigen Vorräten ein und fuhren dann mit dem Shuttlebus zurück zur New Dover Road.

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Am nächsten Morgen brachen wir dann nach dem Frühstück nach einem kurzen Stop und sehr vollen Einkaufswagen bei Aldi Canterbury auf in Richtung Nord-London, da wir auf dem Lee Valley Campsite (der einzige Campingplatz in der Umgebung, der ausserhalb der LEZ liegt) einen Platz reserviert haben. Der Weg dorthin führt zwar durch die LEZ, ist aber auf dem Motorway erlaubt. Man darf nur nicht abfahren...
Also gings am Dartford Crossing unter der Themse durch (die Formalitäten hatte ich schon von zuhause aus online geregelt) und kurze Zeit später kamen wir nach einem schönen Baustellenstau auf der Landstrasse am Lee Valley Campsite an. Dort war auch alles schon mustergültig vorbereitet, wir wurden erwartet und konnten sofort unsere Parzelle beziehen, obwohl es noch nicht 14:00 war. NATÜRLICH bekamen wir eine Einweisung, in welche Richtung die Tür zu weisen hatte (das lieben die Engländer ja) und stellten uns vorschriftsmäßig auf. Dabei hatten wir noch das Glück, eine Eckparzelle mit viel mehr Platz als üblich zu erwischen.

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Wir richteten uns erstmal gemütlich ein, die Kinder erkundeten den Campingplatz (No ball games please!) und es gab Mittagessen. Eine halbe Stunde danach schnappte ich mir unseren Ältesten und wir joggten einmal um das King George Reservoir in der Nähe, ca. 9 km Strecke. Er braucht noch etwas Kondition für die Kadersichtung :-)

Die Umgebung fand ich etwas zwiespältig. Das Lee Valley (mit dem River Lee) wird als tolles Naherholungsgebiet angepriesen, und es gibt dort auch wirklich schnucklige Eckchen.
Allerdings finde ich, dass Kraftwerke und Schwerindustrie mit Erholung nicht viel zu tun haben und der River Lee fliesst in einem nicht sehr romantischen Betonbett durch das Tal.
Aber was will man so nah an London schon erwarten...

Am nächsten Morgen kauften wir für meine Frau und mich ein Daytime Ticket (15 Pounds für beide Zusammen), die Kinder sind noch umsonst, und enterten an der direkt am Campingplatz gelegenen Endstelle der Buslinie den Doppeldecker-Bus (natürlich oben vorn). Die halbe Stunde fahrt zur Endstelle der Victoria Line (Walthamstow Central) war sehr kurzweilig, und nach weiteren 20 Minuten Fahrt mit der Tube wechselten wir noch einmal kurz die Linie und stiegen dann direkt am Big Ben aus. Der ist natürlich mal wieder komplett eingerüstet... aber immerhin kann man von der Brücke aus ja auch prima die Houses of Parliament und das London Eye sehen.

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Weiter gings zur Westminster Abbey (nur von aussen, 500 m Schlange...) und auf dem gegenüberliegenden Square gabs erstmal einen Snack. Danach liefen wir in Richtung Trafalgar Square, schauten uns auf dem Weg noch den Amtssitz des Premierministers (schwer bewacht) und die Horse Guard an und pausierten kurz bei der Nelson Column. Dann gings die Mall runter zum Buckingham Palace, wo wir noch eine Schülerin aus der momentanen Klasse meiner Frau samt Familie trafen (die Welt ist klein). Da gerade kein Wachwechsel war, gabs nicht viel zu sehen, und so gingen wir durch den Green Park in Richtung Picadilly Circus. Erst musste aber noch unser Kurzer das Canada Monument genauer erkunden und legte sich natürlich in dem flachen, fliessenden Wasser auf den Allerwertesten. Pitschnass... na ja, es war ja nicht so kalt, und so fanden wir in der Nähe des Picadilly Circus ein Outdoor-Geschäft, in dem wir den Kleinen neu einkleiden konnten. Ganz zufällig hatten sie da auch noch superleichte Lauf-Shirts, und so bekamen Falk und ich eins davon, die Gelegenheit war günstig.
Dann noch schnell gegenüber ins Sport-Kaufhaus, für Falk Joggingschuhe kaufen (die normalen Turnschuhe sind dafür nicht so der Knaller). Schwerer Fehler, mit den neuen Schuhen ist er mir bei unserem nächsten Lauf fast davongelaufen :-) .

Dann hatten wir auch so langsam genug und enterten am Picadilly Circus die Tube ('Mind the gap') und fuhren zurück zum Campingplatz. Dort gings dann an die Grillvorbereitungen.
Währenddessen sprach uns eine Frau auf die Dreifachstockbetten an, und das Gespräch entwickelte sich zu einem gemeinsamen Grillen :-) Die Familie hat auch 3 Kinder, die ganze Banditenbande machte dann den CP unsicher und wir konnten uns in Ruhe bei einigen Bierchen unterhalten.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück wieder los nach London rein, heute stand der Tower of London auf der Liste. Wir fingen an der St. Pauls Cathedral an und gingen über die Millenium Bridge rüber ans Südufer der Themse. Von dort aus spazierten wir ganz gemütlich in Richtung Tower Bridge und nahmen bei bestem Wetter die Eindrücke auf, die sich uns boten. Es war viel los, massenweise Schulklassen und Reisegruppen.
Ich muss sagen, das Südufer zwischen Tate Modern und der Tower Bridge hat sich sehr gemacht, ist jetzt echt sehenswerter als vor einigen Jahren.

Nach dem Überqueren der Tower Bridge sahen wir die ziemlich langen Schlangen an den Eingängen des Tower of London, blickten auf die Uhr und entschieden, dass es vielleicht besser wäre, morgen in den Tower zu gehen und dazu etwas früher da zu sein. Also fuhren wir zurück per Tube und Bus und genossen den Spätnachmittag und Abend auf dem Campingplatz, allerdings noch mit einem weiteren Läufchen um das King George Wasserreservoir zusammen mit unserem Ältesten, bei dem ich ihn mit den neuen Joggingschuhen permanent bremsen musste, damit er sich nicht zu früh verausgabt.

Am nächsten Tag kauften wir dann wieder die Day Tickets und stellten uns an die Bushaltestelle. Es füllte sich langsam, der Termin für den ersten Bus verstrich. Der für den zweiten auch...
Mal per SMS den nächsten Bus angefragt, sollte in 10 Minuten kommen. Kam aber nicht. Irgendwann fragte dann der Eigentümer des CPs bei London Transport nach und siehe da, zwei Haltestellen weiter gab es einen Unfall, die Strasse war gesperrt, und deshalb wendete der Bus schon dort und kam nicht bis zu unserer Endhaltestelle. Brummel... also erstmal zum Mobil und abwarten. Leider fuhren die Busse erst gegen 13:00 wieder, was uns deutlich zu spät war, weshalb wir uns dem Müßiggang hingaben und auf dem CP blieben.

Am Donnerstag fuhren wir dann zurück nach Dover und wollten dort auf dem Stellplatz übernachten, um dann am Freitag morgen um 06:00 die Fähre zurück aufs Festland zu nehmen. Aber erstmal zu Aldi in Dover. Schön eingekauft und nen Mittagssnack noch auf dem Parkplatz eingenommen, und dann ab zum Stellplatz am Hafen. Nur.... da ist kein Stellplatz mehr, nur ne riesige Baustelle! Ein Parkhaus wird dort gebaut, schade um den Stellplatz. Wir haben kurz überlegt, uns den anderen SP an der Maison de Dieu nochmal anzuschauen, aber das Navi führte uns einmal um Dover rum, so dass wir fast schon wieder in Canterbury waren, und da sind wir dann auch wieder hingefahren. Ein ruhiger Nachmittag, 11 km joggen mit Falk, und dann alle früh ins Bett.

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Dann hiess es früh aufstehen (4:00), um die Fähre um 06:00 rechtzeitig zu erreichen. Verkehr war um diese Zeit natürlich noch nicht, und so waren wir dann auch die ersten in der Womo-Schlange.
Fix rauf auf die Fähre und erstmal ins Bordrestaurant, englisches Frühstück. Bis auf die Würstchen wirklich gut :-)
So kamen wir dann auch rechtzeitig in Dünkirchen an und konnten uns auf die Autobahn machen. Diesmal war der Stau noch vor Antwerpen, wegen einer langen Baustelle... aber wir waren ja noch im Urlaubsmodus, von daher kein Problem. Wiederankunft in Dortmund gegen 14:00 und erstmal durchschnaufen.

bis denn,

Uwe

When you‘re ripping and riding and you‘re coming on strong, you start slipping and sliding and it all goes wrong. (Dire Straits, The Bug) :wall:
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