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Die Orkney Inseln im Winter II

permanenter Linkvon gnarz18 am 18 Jan 2020 10:53:38


Die Ausdünstungen sind auf jeden Fall gewaltig und eine beachtliche Rauchsäule markiert die wahrscheinliche Position des Ba’. Nach einer weiteren halben Stunde hat der Spieler mit dem Ba’ es geschafft, sich unbemerkt an den Rand des Pulks zu schummeln und rennt mit dem Ba’ auf den Platz vor der Kathedrale. Ein Teil der Traube folgt ihm schreiend, ein anderer Teil verbleibt vor dem Geschäft kleben - bis auch der Letzte merkt, dass der Ba’ fort ist.

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vor der Kirche geht es weiter..

Der Ausreisser ist von seinen Verfolgern schnell wieder eingefangen und die Schieberei geht vor der Kirche weiter. Inzwischen fängt es an zu dämmern und die Schaufensterbeleuchtung geht an. Auch sind so langsam die ersten Ausfallerscheinungen zu beobachten, manch ein Spieler sitzt außerhalb und übergibt sich. Wahrscheinlich ist der Druck auf die Innereien im Inneren der Traube ziemlich heftig. Nach drei Stunden sind die Mannschaften immer noch jeweils eine halbe Meile von ihren Toren entfernt als plötzlich die Menge auseinander platzt und drei kleinere Gruppen in verschiedenen kleinen Gassen verschwinden. Die Verwirrung ist sowohl bei den Zuschauern als auch bei den zurückgebliebenen Spielern relativ groß und es dauert eine Weile, bis wir die richtige Traube mit dem Ba’ wiedergefunden haben.

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ein bisschen kuscheln

Nach und nach trudeln dann auch wieder die anderen Mitspieler ein. Die neue Traube hat sich in einem abgesperrten Hinterhof festgesetzt. Was natürlich ziemlich doof ist, da drei Seiten durch Mauern und die vierte durch Balken begrenzt wird. Zudem gibt es wohl auch einen Verletzten und der herbeigerufene Sanitäter muss über die Mauer klettern, um zu seinem Patienten zu kommen.

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drücken, drücken, drücken, erinnert ein wenig an Pinguine

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man hat den Hinterhof für sich entdeckt

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der Sani muss über die Mauer

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der Ba ist weg, schnell hinterher...

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das Spielfeld ist die ganze Stadt

Auf dem gleichen Weg wird der Verletzte dann auch geborgen. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis die Spieler sich aus dieser Situation befreit haben. Plötzlich kommt die Menge in Schwung und bewegt sich schnell vom Innenhof weg - um sich dann 50m weiter an einem Wohnhaus festzusetzen. Dort gehen dann eine Regenrinne und ein stabiler Balken zu Bruch. Der Druck, den so ca. 300 Menschen aufbringen können, ist offensichtlich gewaltig. Es folgen noch ein paar Spielstationen und Ausbruchsversuche, bis sich der Ba’ aus der Gruppe löst, der Spieler die Beine in die Hand nimmt und zu seinem Tor spurtet.

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von oben sieht man besser...wo ist der Ba?

Der Ba’ wird im Hafenbecken versenkt und die Doonies haben gewonnen. Die Uppies ziehen mit gesenkten Köpfen ab, während die Gewinner die nächste Kneipe ansteuern - man ist ja schließlich in Schottland. Und schließlich muss der Flüssigkeitshaushalt nach diesem Schweißtreibenden Spiel wieder auf Vordermann gebracht werden. Im Ganzen hat das Spiel über 6 Stunden gedauert. Wir sind auch froh, dass das Spiel endlich ein Ende gefunden hat, weil so langsam wird es ziemlich schattig und wir sind froh wieder ins Warme zu kommen. Für die Nacht fahren wir nach Birsay und stellen uns dort auf den Parkplatz.

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unser Platz in Birsay

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es ist Flut am Brough of Birsay

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Die Nacht war ruhig und wir schlafen etwas länger, 6 Stunden in der Kälte stehend dem Spiel zu folgen ist ja schon anstrengend. Es ist windiger geworden und das Wetter scheint sich zu verschlechtern. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir nach Yesnaby und laufen die paar Minuten bis zum Yesnaby Castle, einer markanten Felsformation.

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altes Haus bei Yesnaby

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Yesnaby Castle

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Der Weg dauert nicht lange und man hat einen grandiosen Blick auf die Küste. Leider kommt der Wind aus südöstlicher Richtung, sodass wir kaum Wellen haben, ein richtiger Sturm wäre hier genau das Richtige. Nach gut einer Stunde sind wir wieder beim Auto und fahren zum Broch of Gurness.

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Broch of Gurness

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Im Sommer kostet der Besuch Eintritt, jetzt im Winter ist die kleine Hütte am Eingang unbesetzt und man kann kostenlos auf das Gelände. Besonders gut erhalten ist der Broch nicht, aber die Info-Tafel zeigt ziemlich gut wie die Anlage mal ausgesehen hat. Inzwischen hat es angefangen zu regnen und es soll auch noch recht stürmisch werden. Da wir morgen uns mal den Süden anschauen wollen, fahren wir auf die Deerness-Halbinsel und stellen uns mit der Schnauze in den Wind auf den Wander-Parkplatz vom Mull Head.

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am Steinkreis vorbei zum Mull Head

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in Orkney gibt es kaum Single Tracks, meist gut ausgebaute zweispurige Straßen

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Parkplatz am Mull Head

Die Nacht wird dann auch recht stürmisch und wir werden gut durchgeschüttelt. Der nächste Morgen startet mit einem schönen Sonnenaufgang und wir gehen die wenigen Meter vom Parkplatz bis zum Gloup, eine 40 Meter lange und 25 Meter tiefe eingestürzte Meereshöhle.

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Gloup

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Danach geht es über die Churchill Barriers auf die südlichen Inseln. Die Barriers wurden, wie der Name vermuten läßt, von Winston Churchill im zweiten Weltkrieg errichtet, um die englische Flotte besser vor der deutschen Marine zu schützen. Heute verbinden die vier Dämme die Hauptinsel Mainland mit den Inseln Burray und South Ronaldsay. Das Wetter hat sich dramatisch verschlechtert.

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Sturm an den Barriers

Es ist relativ warm und der Wind peitscht den Regen und die Wellen über die Barriers. Unser erstes Ziel, die “Italian Chapel”, hat leider geschlossen. Diese kleine Kirche wurde von italienischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg erbaut. Sie besteht aus zwei Nissenhütten, die miteinander verbunden wurden. Im Inneren ist sie kunstvoll bemalt und wurde inzwischen in die schottische Denkmalliste aufgenommen.

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Italian Chapel

So richtig viel kann man bei dem Wetter hier im Süden nicht anfangen, wir verschieben die geplante Küstenwanderung und fahren nach Stenness ins Visitor Center von dem man dann mit einem Bus nach Maes Howe, der berühmten Megalithanlage aus Jungsteinzeit gefahren wird. Da die nächste Führung erst in zwei Stunden ansteht, fahren wir weiter nach Skara Brae, einer jungsteinzeitlichen Siedlung an der Westküste von Mainland.

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Wind messen und hoffen...

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Hier laufen dann auch wirklich mal ein paar Touristen rum. Der Eintritt ist für uns als Historic Scotland Mitglieder frei. Die Anlage ist schon sehenswert, aber bei dem Wetter macht es nicht so wirklich Spaß. Eine etwas frustrierte HS-Mitarbeiterin steht mitten in der Siedlung im Regen und hält einen Windmesser in die Luft - in der Hoffnung, dass der Wind die magische Grenze von 40mph überschreitet und sie die Außenanlage sperren kann. Da sie bisher aber nur eine einzelne Böe mit 41mph gemessen hat, muss sie weiter im Regen stehen und auf stärkeren Wind hoffen ( die Außenanlage wird bei starkem Wind übrigens gesperrt, damit die Besucher nicht von einer Böe überrascht werden und in eins der Häuser stürzen; vor 10 Jahren durfte man noch durch die Siedlung laufen und in einzelne Häuser hineingehen, heute verläuft der Pfad durch die Anlage so, dass man die Häuser nur noch oben bestaunen kann - Schade, aber das wird wohl zur Erhaltung der Anlage seine Gründe haben ). Wir bleiben auch nur kurz im Außenbereich der Anlage und gehen anschließend lieber in dem den Visitor Center angeschlossenen Cafe etwas trinken. Pünktlich sind wir wieder in Stenness am Visitor Center und ein Bus bringt uns die 800 Meter weiter zum Parkplatz von Maes Howe. Es gab wohl einige Unfälle an diesem direkt an einer viel und schnell befahrenen Straße liegenden Parkplatz und deshalb hat man sich für den Shuttlebus entschieden und den Parkplatz und das früher dort befindliche Visitor Center geschlossen. Nun wird man, wie früher in der Grundschule von zwei Personen aus dem Bus und über die Strasse geleitet. Irgendwie typisch britisch. Praktischer “Nebeneffekt” bei dieser Lösung ist , dass man die Besucherströme viel besser steuern kann. Mittlerweile darf man nämlich ins Innere von Maes Howe nur noch mit einer geführten Tour und das Fotografieren ist verboten. Warum auch immer!? Unsere Führerin ist taub und aufgrund ihrer Behinderung relativ schwer zu verstehen, aber sie macht das Ganze sehr engagiert und unterhaltsam. Natürlich bietet sie uns Deutschsprachigen Flyer als Übersetzungshilfe an, aber da wir ja nicht zum ersten Mal hier sind, versuchen wir ihr lieber ohne zu folgen. Sie zeigt und erklärt uns die Runen und den bekannten Orkney-Drachen. Nach gut einer Stunde bringt uns der Bus dann wieder zurück zum Visitor Center. Von Stenness ist es nicht mehr weit bis nach Stromness, der zweiten etwas größeren Orte auf den Orkneys. Hier legt auch die Fähre von Scrabster an und es gibt einen außerordentlich schön gelegen CP, der leider jetzt im Winter geschlossen hat.

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Stromness, Fährhafen der Northlink

Aber man kann sich gut auf den öffentlichen Parkplatz vor den CP stellen. Da dieser Parkplatz am Ende einer Sackgasse liegt, ist er wenig frequentiert und sehr ruhig. Die Tür zur Entsorge hat der CP-Betreiber offen gelassen, das Wasser ist auch nicht abgestellt und so nutzen wir die Gelegenheit, unsere Toilette zu entsorgen. Wir stellen uns wieder günstig in den Wind und gehen abends in Stromness essen. Es sind wenig bis gar keine Menschen zu sehen und die engen Gassen von Stromness wirken verlassen.

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die Straßen in Stromness sind sehr eng

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Am nächsten Morgen gehen wir nochmal kurz zum Einkaufen nach Stromness, aber außer dem Post-Office und dem Coop haben alle Geschäfte geschlossen. Für uns reicht das Angebot und wir fahren in den Süden von Mainland zum Atelier von Sheila Fleet, wie schon erwähnt eine der bekannten Juweliere der Orkneys. Die Designerin betreibt ihr Atelier in einer geschmackvoll umgebauten kleinen Kirchen mit angeschlossenem Cafe. Die Schmuckstücke sind recht schön und thematisieren die neolithische und keltische Geschichte der Orkneys.

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auf dem Weg zu Sheila Fleet, im Hintergrund die Insel Hoy

Natürlich dürfen maritime Motive und die Aurora Borealis nicht fehlen. Auch das angeschlossene Cafe ist durchaus zu empfehlen und erstaunlich gut besucht. Wir fahren weiter in den Süden zum Grab Tomb of the Eagle und dem relativ neu eröffnetem Grab Tomb of the Otters.

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es gibt ziemlich viele alte Wassermühlen in Orkney

Leider haben beide Sehenswürdigkeiten geschlossen und ich ärgere mich ein wenig darüber, dass man das nicht vorher schon kenntlich macht. Da sind die Gräber kilometerweit vorher ausgeschildert und erst nachdem man mit dem Wohnmobil über die doch teils schmalen Sträßchen gefahren ist, hängt am Eingang dann ein Schild “closed”. Kann man nicht die Hinweisschilder einfach für die Dauer der saisonal-bedingten Schließung durch einen z.B. roten Klebestreifen abkleben. Das Gleiche gilt meiner Meinung auch für Lokale und CPs. Da fährt man an einem Schild vorbei “Cafe open, Food served all day” und wenn man dann die zwei Kilometer zum Cafe gefahren ist, prangt ein kleiner handgeschriebener Zettel an der Tür “ Sorry we are closed”. Und das nur weil der Betreiber nicht in der Lage ist das Schild wegzuräumen bzw. durchzustreichen. Die Gräber sind also diesmal ein Reinfall und so fahren wir nach St. Margaret's Hope, stellen uns dort auf den Parkplatz im Hafen und gehen die paar Meter in den Ort. Auch dort prangt am Pub das Schild “Food served from 5pm-21pm”. Auf Nachfrage gibt es jetzt im Winter natürlich kein Essen … aber die Wirtin weiß immerhin, wo es etwas für uns gibt. Wir fahren ca. 4 Meilen zurück nach Burray Village, wo wir im gut besuchten Sands Hotel tatsächlich ein wirklich leckeres Essen serviert bekommen. Für die Nacht stellen wir uns wieder in den Hafen von St. Margaret's Hope, da unsere Fähre zurück auf das schottische Festland schon um kurz vor 8Uhr geht.

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weihnachtliches St. Margaret's Hope

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Alfred liegt schon am Pier

Zum Glück ohne Frühstück geht’s am nächsten Morgen auf die Fähre, denn die Überfahrt ist ein wenig ruppig. Der ein oder andere Passagier und sogar einer der Köche aus dem Schiffs-Kiosk lässt sich das Frühstück nochmals durch den Kopf gehen.
Wieder auf festem schottischen Boden fahren wir zum Dunnet Head, wo wir erstmal am nördlichsten Festlandpunkt und Leuchtturm gemütlich frühstücken.

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Dunnet Head, im Hintergrund die Orkneys

Danach geht es nach Thurso zum Tanken und zum Auffüllen des Kühlschranks im örtlichen Lidl. Das Wetter ist lausig, inzwischen hat es angefangen zu regnen und starke Windböen machen das Fahren nicht gerade zum Vergnügen. Von Thurso an folgen wir der A836 immer der Küste entlang bis nach Tongue, wo wir auf die A838 wechseln, die uns bis nach Durness führt. Hier stellen wir uns auf den CP Sango Sands, unserer Meinung nach mit einer der schönsten CPs in Schottland. Der CP hat zwar offiziell geschlossen, aber für 9 Pfund gibt es Strom, Frischwasser und man kann entsorgen.

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immer wieder schön, Sango Sands

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Gut und gerne 20 Wohnmobile tummeln sich auf dem Platz, da könnte man eigentlich auch die Sanitärhäuser öffnen. Aber 180 Pfund/Tag für’s quasi Nichtstun kassieren ist ja auch nicht schlecht. Man muss nur einmal am Tag zum Kassieren vorbei kommen und hat sonst kaum Arbeit mit dem Platz. Man muss keine Toiletten reinigen, man muss keinen Rasen mähen und hat auch sonst eigentlich relativ wenig Arbeit mit dem Platz. Am Abend und in der Nacht regnet es in Strömen bei kräftigem Sturm. Wir stehen nicht so ganz optimal und werden deshalb gut durchgeschüttelt. Da der örtliche Shop und der Pub geschlossen haben, setzen wir keinen Fuß vor die Tür. Zum Glück bessert sich das Wetter am nächsten Tag und es kommt sogar die Sonne raus. Wir fahren nach Balnakeil und laufen ein wenig über den riesigen Sandstrand. Ein Besuch der kleinen Kirche darf natürlich nicht fehlen.

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Balnakeil

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Wir folgen der Route 500 Richtung Süden.

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lange und einsame Single Tracks

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ein Kollege :)

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tolle Motive an der Route 500

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Paula braucht neue Kaugummis, wir biegen von der A838 ab in Richtung Kinlochbervie. Zwei Tage vor dem Urlaub hat sie ihr Blechgestell aus dem Gesicht bekommen und hat sich nach zwei Jahren Abstinenz vorgenommen, keine wache Minute im Urlaub ohne Kaugummi zu verbringen. In Kinlochbervie finden wir den gut versteckten Spar und kaufen dann jede Menge Kaugummis, wobei die Kassiererin des kleinen Laden uns anscheinend für nicht mehr so ganz normal hält. Wir fahren weiter und machen in Oldshoremore halt.

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Eine kleine ziemlich steile Straße führt zu einem riesigen Sandstrand. Leider erwischt uns eine Hagelschauer mitten auf dem Strand, so dass wir mächtig nass werden. Aber von der Landschaft her ein toller Platz. Da wir auf großartig Fahren keine Lust mehr haben und es langsam auch schon wieder dunkel wird, stellen wir uns in Balchrick ans Pier. Am Pier gibt es einen kleinen Parkplatz und nach und nach gesellen sich noch zwei Womos dazu - und das im Winter!

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noch sind wir alleine

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und dann ist der kleine Parkplatz auch schon voll, eng ist es

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Sonnenuntergang am Pier in Balchrick

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Mit drei Autos ist der Platz dann auch voll und man steht dann schon ein wenig eng beieinander, dafür aber direkt am Wasser.

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Sonnenaufgang in Kinlochbervie

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weiter auf der Route500

Nach einer ruhigen Nacht geht es am nächsten Morgen wieder zurück auf die A838 und wir folgen der Straße bis nach Laxford Bridge, hier biegen wir auf die A894 ab. In der Nähe von Unapool biegen wir dann auf die B869 ab. Die Straße wird enger und mit bis zu 25% auch recht steil. Für Autos über 7.92 Meter ist die Straße gesperrt, wobei es wahrscheinlich natürlich auch bei längeren Autos funktionieren würde. Die Route 500 ist natürlich schon eine Fahrt wert, es geht durch wilde Moorlandschaften, durch mystische Wälder und durch atemberaubende Seen -und Berglandschaften.
Und da diese Straße ab und an auch mal Thema im Forum ist, hier ein paar Bilder von der Route500.

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weite Moorlandschaften

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mystische Wälder

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steile Straßen

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Berglandschaften

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Hindernisse

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schön an der Küste entlang

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mit engen Kurven

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die Straße ist ein Auf un Ab

Es gibt aber ein/zwei direkt an Felsen vorbei führende Kurven, die recht eng sind. Zudem kann ein zu großer Überhang hinten bei der ein oder anderen Bodenwelle zu Problemen führen. Das zumindest berichtete ein Frankia-Fahrer in Achiltibuie, der einen Schaden an seinem Heck betrauert. Die Strecke ist auf jeden Fall absolut fahrenswert, zumal extrem wenig Verkehr herrscht ( zumindest im Winter … im Sommer sieht das evtl. anders aus ). Was uns natürlich schon auffällt ist, dass Schottland im Winter immer mehr Freunde findet, sind wir vor fünf Jahren noch keinem Womo begegnet sind es inzwischen schon recht viele. Auch auf den CPs ist im Winter, sofern sie geöffnet haben, eine Menge Betrieb.
Es geht an schönen Seen vorbei.

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die Sonne geht recht früh unter

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Summer Isles

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der CP in Althandu

Nach einer ziemlichen Gurkerei über die enge Straße kommen wir kurz vor Lochinver auf die A837 und nehmen hinter dem kleinen Ort die namenlose Straße nach Achiltibuie. 5 Meilen von Achiltibuie im kleinen Örtchen Althandu haben wir sowohl einen Platz auf dem CP als auch einen Tisch im nahen Pub für den heutigen Silvesterabend gebucht. Auch dieser CP ist sehr gut besucht, auch hier stehen locker über 20 Wohnmobile oder Wohnwagen auf dem Platz. Auch im Pub wäre ohne Vorbuchung kein Tisch mehr zu bekommen gewesen. Die Zeit bis Mitternacht ist natürlich lange, wenn es schon um kurz vor vier dunkel ist, aber das Essen ist ziemlich gut, danach gibt’s noch einen Film und schon haben wir 2020!

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Bei leichtem Nieselregen fahren wir über Ullapool bis nach Inverness. In Ullapool haben alle Geschäfte und Tankstellen geschlossen, sodass wir mit fast leerem Tank Inverness erreichen.

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Ardmair, kurz vor Ullapool

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Hier finden wir dann auch endlich eine geöffnete Tankstelle. Wir halten uns nicht lange auf und fahren durch die Cairngorms ( auf den Gipfeln liegt sogar noch ein wenig Schnee ) bis nach Melrose. In all den Jahren, in denen wir nun schon nach Schottland fahren, haben wir es nie geschafft, auf dem CP in Melrose einen Platz zu bekommen. Doch diesmal haben wir Glück und erwischen den letzten freien Platz.

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Melrose Abbey

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CP in Melrose

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Am nächsten Morgen laufen wir die paar Meter in den Ort und hoffen, dass wir in die Abbey kommen. Aber leider hat diese auch am 2 Januar geschlossen, wie auch alle Geschäfte in Melrose.
Über Jedburgh verlassen wir Schottland, wobei der Zustand der Fahnen an der Grenze ziemlich gut die Situation im Königreich widerspiegelt.

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Überhaupt ist uns in England ein aufsteigender Nationalismus aufgefallen. Viele Plastiktüten sind mit dem Union Jack bedruckt, an den LKW stehen Parolen wie “we deliver british goods”, in den Schaufenstern hängen Sprüche wie “Buy british washing machines” usw. usw..

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1 Kommentar 777 mal betrachtet
Kommentare

RE: Die Orkney Inseln im Winter II

permanenter Linkvon Anne42 am 29 Jan 2020 23:01:41

Ich kann mich gar nicht satt sehen an diesen wunderbaren Bildern.
schöne Grüße
Anne
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