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Irland III

permanenter Linkvon gnarz18 am 14 Sep 2019 09:03:36


Laut Wetter-Info soll es im Westen von Irland richtig schön sein, nur doof, dass wir uns im Osten befinden. Aber da wir keine Lust mehr auf Regen haben, fahren wir wieder quer über die Insel bis nach Sligo. Und tatsächlich ist das Wetter hier schön und es scheint sogar die Sonne. Wir bekommen noch einen Platz auf dem Greenlands Caravan and Camping Park am Rosses Point und gehen nach dem Duschen ins nahe Dorf zum Essen.

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Abends werden wir dann noch mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt. Wir schlafen diesmal mal etwas länger und begeben uns um kurz vor zehn wieder auf den Wild Atlantic Way. Der Weg ist durch ein blaues Schild mit einer Welle und der Himmelsrichtung (N/S) gekennzeichnet und somit ohne Probleme zu finden. Wir machen einen kurzen Abstecher zur Rosserk Friary, die malerisch an einem kleinen Meeresarm liegt und fahren weiter zum Downpatrick Head.

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Hier ist dann auch mal endlich ein wenig mehr Bewegung im Wasser und man hat einen schönen Blick auf die angrenzenden Klippen. Es ist richtig schön warm und wir gönnen uns unterwegs ein Eis. Am späten Nachmittag erreichen wir den Blacksod Point mit dem gleichnamigen Lighthouse auf der Belmullet Halbinsel. Hier soll man laut Stellplatz-App gut für die Nacht stehen, aber uns gefällt es nicht. Die Aussicht ist zwar sehr schön, aber direkt am Leuchtturm ist auch gleichzeitig der Hafen und dort ist es uns zu betriebsam.

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Wir fahren um den ganzen Meeresarm herum und landen schließlich am malerischen und einsam gelegenen Doohoma Head. Wir sind das einzige Womo und stehen direkt am Strand. Ab und zu kommen ein paar Einheimische, gehen Schwimmen oder führen ihren Hund Gassi. Auch hier wird ein schöner Sonnenuntergang geboten.

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Am nächsten Morgen sind wir früh unterwegs und fahren immer an der Küste entlang Richtung Westport, unterwegs halten wir ein paar mal an schauen uns eine alte Abbey oder eine Kirche an.

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In Westport ist die Hölle los, aber warum auch immer haben wir wieder Glück und finden einen Parkplatz direkt an der Hauptstraße. Wir nutzen die Gelegenheit und laufen durch das betriebsame Städtchen. Nach gut einer Stunde machen wir uns wieder auf den Weg und fahren unterhalb des heiligen Berges der Iren, dem Croagh Patrick, bis nach Louisburgh. Hier geht eine kleine Straße ab ins Lost Valley und zum Silver Strand. Der Reisebeschreibung sagt über diesen Strand:

“Sie wollten schon immer mal einen Strand am Ende der Welt besuchen? Hier werden Sie ihn finden. Der Wild Atlantic Way führt auf dem Weg zum Silver Strand durch ein abgeschiedene Gegend und endet direkt am Parkplatz beim Strand. Dieser Traumstrand ist umgeben von einer weitläufigen Dünenlandschaft mit kleinen Tälern und Hügeln.”

Den müssen wir uns natürlich anschauen und fahren die 16km bis zum Strand. Leider regnet es und die Wolken hängen ziemlich tief, somit verliert der Strand einiges an Attraktivität.

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Aber einen guten Stellplatz würde der Strandparkplatz schon abgeben. Die Gegend ist recht einsam, genauso wie man sich Irland vorstellt. Nach einem kurzen Strandbesuch tingeln wir die Sackgasse wieder zurück bis zur Hauptstrasse und fahren am malerisch gelegenen Doo Lough entlang im Regen Richtung Clifden.

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Kurz vor Clifden biegen wir nach links zum Campingplatz ab und buchen uns dort für 25€ die Nacht ein. Da wir unsere Vorräte ein wenig aufstocken müssen, fahren wir allerdings nochmal los ins nahe Clifden, dort gibt es einen Lidl und Aldi und somit alles was man braucht. Das trubelige Örtchen kann auch mit einigen netten Geschäften aufwarten, ein Spaziergang bei eher tristem Wetter ist also eine gute Alternative. Nach dem Einkaufen suchen wir uns ein netten Pub und gehen Essen.
Silke ( Paula’s ehemalige Lehrerin ) schreibt eine SMS, dass sie die drei Berge ( Ben Nevis, Snowdon und Scafell Pike ) nun in der Tasche hätte und morgen nach Nordirland übersetzen würde. Sie ist uns also auf den Fersen! Um unseren Vorsprung auszubauen, festigt sich unser Vorhaben den höchsten Berg Irlands, den Carrauntoohil, zu bezwingen. Und da dieser sich im Süden der grünen Insel befindet, müssen wir jetzt langsam mal Gas geben, wir haben ja nicht unendlich Zeit.
Ich habe immer noch die Twelve Pins/Bens auf dem Plan stehen, beim letzten Mal konnte ich die Wanderung wegen schlechtem Wetter nicht machen. Aber vielleicht klappt es ja in diesem Urlaub und so fahren wir am nächsten Tag nur die paar Kilometer bis nach Roundstone. Leider ist das Wetter nicht so berauschend und so lümmeln wir uns den ganzen restlichen Tag im Womo herum.
Am nächsten Tag ist frühes Aufstehen angesagt und das Wetter sieht für die Wanderung recht vielversprechend aus. Aber als wir am Startpunkt ankommen, sind alle Berge schon wieder in Wolken gehüllt und es fängt an zu regnen.

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Auf schon wieder so eine Wasserschlacht wie am Slieve Donard habe ich keine Lust, außerdem soll die Navigation bei der Tour nicht ganz einfach sein.

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Da auch weit und breit kein anderer Wanderlustiger in Sicht ist, blase ich das Unterfangen auch diesmal ab und wir kriechen hinter einem Holländer mit Wohnwagen in einer endlosen Schlange bis nach Galway. Nicht nur ich frage mich, warum der Ars.. nicht mal links ranfährt und einen vorbei lässt. Aber manche Zeitgenossen haben ja in dieser Hinsicht echt die Ruhe weg.
In Galway steigen wir nur kurz mal aus, die Stadt ist überlaufen und es herrscht ein ziemliches Gedränge. Wir essen in einem der vielen Cafes ein Sandwich und fahren dann weiter durch den Burren. Eindeutig eine der interessantesten Gegenden Irlands - leider auch ziemlich gut besucht. Diese karge Steinwüste ist jedesmal wieder ein Erlebnis. Leider kann man auf der engen Straße nicht besonders gut halten, weil es einfach keine Haltebuchten gibt. Zum anderen nerven natürlich die ganzen Reisebusse, die über die schmale Straße donnern.

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wir treffen merkwürdige Tiere

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Dunguaire Castle

Das Wetter hat sich inzwischen einigermaßen gemacht und die Sonne kommt sogar ab und zu heraus. Für die Nacht stellen wir uns zusammen mit noch ein paar anderen Wohnmobilen bei den Bridges of Ross auf den Parkplatz. Wer Steilküste und Brandung mag, der ist hier genau richtig! Paula geht Krebse fangen und ich gehe fotografieren. Gegen Abend wird es dann deutlich windiger und wir stellen uns nochmal um, damit wir mit der Nase im Wind stehen. Man schläft einfach ruhiger, wenn das Womo nicht dauernd schaukelt als wäre man auf einem Schiff.

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Die Nacht war ruhig, die Stille wurde nur ab und zu durch starken Regen unterbrochen der auf unser Dach prasselte. Der Tag startet mit einem kurzen Abstecher zum Loop Head Lighthouse, auch hier stehen noch zwei Womos, die hier die Nacht verbracht haben.

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Wir laufen ein wenig um das Lighthouse herum und fahren dann immer an der Küste entlang an den Kilkee Cliffs vorbei bis nach Killarney.

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Hier machen wir dann Pause, gehen was essen und schauen in das ein oder andere Geschäft. Hier sind auf jeden Fall mehr Deutsche als im Norden von Irland unterwegs. Am einfachsten sind sie immer an ihren Jack Wolfskin Jacken und das sie immer ein wenig hektisch durch die Gegend rennen zu erkennen.
Killarney ist recht nett, viele bunte Häuser, jede Menge Pubs und auch ein paar interessante Geschäfte sind auf der Hauptstraße zu finden. Von Killarney ist es nicht weit zum Cronin’s Yard, einer Farm, von der es losgeht zum Carrauntohil. Mit 1039 Metern ist er der höchste Berg der Insel. Vor 25 Jahren waren Uschi und ich schon einmal hier, da war hier noch nichts. Nun gibt es einen kleinen CP mit Cafe und einen ziemlich großen Parkplatz, der die Masse an Besuchern aufnehmen kann. Der Parkplatz ist sehr gut gefüllt und wir finden noch ein einigermaßen geraden Plätzchen in der hinteren Ecke. Für zehn Euro dürfen wir uns für die Nacht auf den Platz stellen, entsorgen sollen wir über das Männer-WC (geht schon, aber hat natürlich Verbesserungspotential). Je später der Abend desto leerer wird der Parkplatz und um sieben Uhr sind wir alleine. Das Wetter für den morgigen Tag kann sich anscheinend nicht so richtig entscheiden. In der MET-Wetter-App schwankt das Wetter immer zwischen sonnig und regnerisch, wir warten es einfach ab.

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sehr schön wie die Bäume eine alte Trockenmauer besetzen

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Soooo schlecht sieht das Wetter am Morgen nicht aus und wie es aussieht, siegt bei meinen Schönwetterwanderinnen der Ehrgeiz beziehungsweise die Lust am Wettstreit. Ich verstehe meine Mädels ehrlich gesagt nicht immer, aber mir ist’s recht denn der Familienrat beschließt, den Carrauntoohil heute zu bezwingen.
Wie immer bei uns geht es früh los, wir sind zwar nicht die Ersten aber man ist noch relativ alleine unterwegs. Der Weg führt über einen breiten, leicht ansteigenden Fahrweg tief in ein Tal hinein.

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Das Wetter ist so lala und der Gipfel natürlich noch in Wolken. Außer ein paar Wanderern sieht man nur vereinzelt Schafe und eine kleine Herde Esel. Am Ende des Fahrweges kommt man an zwei Seen vorbei. Die Berge auf der linken und rechten Seite werden steiler und bieten eine tolle Kulissen.

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Überall kommt Wasser herunter, was vor den dunklen Wolken toll aussieht. Am Ende des Tales erreicht man die “Devil’s Ladder” - eine Scharte, die ihren Namen zu Recht trägt.

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Paula ist schon voraus gespurtet und da es anfängt zu regnen, wird sie ordentlich nass - ist ja klar, ihre Regenjacke und den Proviant dürfen natürlich ihre Eltern schleppen. Gute 300 Meter geht es diese steile Scharte hoch. Das Problem ist nur, dass sich der gesamte Weg bei Regen in einen Bach verwandelt. Es ist steil, nass und auch anstrengend hier hoch zu kommen.

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Nach gut einer Stunde erreicht man den Sattel, von hier geht es rechts weiter hoch zum Gipfel des Carrauntoohil. Es herrscht ein mächtiger Wind und gepaart mit Regen - ein bisschen Hagel ist auch noch dabei - ist das schon recht schmerzhaft auf der Haut. Vom Gipfel und unserer Tochter ist auch wegen Nebel nichts zu sehen und wir nehmen die letzten 400 Höhenmeter in Angriff. Wie beim Slieve Donard sieht man kein Ende und wir folgen dem Weg immer weiter in die Wolken hinein. Irgendwann sind wir dann doch oben und finden Paula, ziemlich nass und frierend in einer Steinkuhle.

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Gipfelglück

Während sie auf uns warten musste, hat sie Freundschaft mit einer netten Irin geschlossen. Die fand es recht lustig, dass eine 14-jährige ihre “alten” Eltern am Berg abhängt und hat unser Kind mit einem Fleecepullover und diversen Müsliriegeln beschenkt. Unbekannterweise auf diesem Wege: Danke dafür! Der Gipfel hat sogar ein richtiges Gipfelkreuz und ab und zu reissen die Wolken auf und wir erhaschen einen Blick auf die tief unter uns liegenden Seen und die uns umgebende Berglandschaft.

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Wir bleiben nicht lange auf dem Gipfel, es ist einfach zu kalt und beeilen uns wieder hinunter auf den Sattel zu kommen. Vor 25 Jahren waren wir hier vollkommen alleine, nur auf dem Rückweg haben wir damals am Sattel den Bergsteiger-begeisterten Politiker Heiner Geissler getroffen, der mit seinen wenig begeistert dreinschauenden Bodyguards den Berg hochschob. Nun ist hier richtig Betrieb. Neben vielen anderen Wanderern kommen uns zwei geführte Wandergruppen mit je gut 20 Menschen entgegen. Das macht die Devil’s Ladder nicht einfacher. Man muss dauernd warten und höllisch aufpassen, keine Steine loszutreten.

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Am Berg herrscht ein Hunde-Verbot, offiziell wegen dem Vieh. Wir sind uns aber sicher, dass in der Scharte Hunde nicht wirklich eine gute Idee sind und man aus schlechter Erfahrung heraus dieses “Verbot” ausspricht. Aber auch für Kinder ist dieser Weg nicht zu empfehlen. Vom Einstieg in den Sattel runter brauchen wir doch noch gut zwei Stunden bis wir wieder beim Auto sind und sind froh, die nassen Schuhe ausziehen zu können. Wenn man alle Berge, also Ben Nevis, Snowdon, Scafell Pike, Slieve Donard und Carrauntoohil vergleicht, muss man sagen: der republik-irische Berg ist am anstrengendsten. Nach so einer Tour hat man dann auch keine große Lust mehr auf Fahrerei und so verschlägt es uns zum Fossa Camping and Caravan Park nahe Killarney.

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Der Platz ist jetzt nicht unbedingt berauschend und liegt direkt an der Straße, aber für eine Nacht wird es schon gehen. Der Platz ist gepflegt, wenn auch in die Jahre gekommen. Und wir entdecken einen Trockenraum zum Aufhängen der nassen Klamotten - prima! Außerdem gibt es einen fußläufig zu erreichenden Pub, in dem wir abends etwas zu Essen kriegen und unseren Flüssigkeitshaushalt wieder ins Lot bringen können.
Wir schlafen am nächsten Morgen etwas länger, man muss sich ja auch mal selbst belohnen. So langsam müssen wir uns Richtung Osten nach Rosslare bewegen. Für heute haben wir uns den Ring of Beara vorgenommen, den haben wir als viel schöner und weniger überlaufen als den Ring of Kerry in Erinnerung.

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Die Strecke ist auch echt toll und Teil des Wild Atlantic Way. Es ist erstaunlich wenig Verkehr, so dass wir oft anhalten können.

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Natürlich fahren wir auch nochmal zum Healy Pass. Dieser ist inzwischen neu geteert worden und die Straße scheint auch verbreitert worden zu sein. Schade, ein Abenteuer weniger.

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In Bantry fahren wir auf den Stellplatz, der sich bei der Marina befindet

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Leider liegt dieser recht nah an der Straße und ist somit ein wenig laut. 10Euro werden für 24h fällig, aber mit Strom und V/E inklusive wohl kaum eine Beschwerde wert. Neben uns steht ein irisches Wohnmobil mit einer Alukiste auf dem Heckträger. In der kleinen Box haust ein ausgewachsener Schäferhund. Uns tut das Tier leid, es wird nur zu den Mahlzeiten aus der Kiste geholt und die Fahrt auf dem Heckträger muss für ein Tier doch die absolute Tortur sein.
Am nächsten Morgen geht es früh los zum Sheep’s Head Lighthouse.

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Über kleine Straßen und einen kleinen Pass geht es zuerst nach Kilcrohan, wo wir uns in einem kultigen Lebensmittelgeschäft einen Kaffee besorgen.

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Wir fahren weiter zum Leuchtturm. Die Straße ist auch Teil des WAW. Die letzten drei Kilometer sind für Womos allerdings verboten, meint zumindest ein nicht gerade offiziell aussehendes Schild am Strassenrand. Da uns kein Grund ersichtlich ist werten wir es als “freundlichen Hinweis”, ignorieren es einfach und fahren ohne Probleme bis zu einem Cafe von dem man dann in zwanzig Minuten bis zum Lighthouse laufen kann.

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Der Leuchtturm ist jetzt nicht gerade spektakulär, aber der einstündige Rundweg bietet tolle Aussichen auf die Küste und die benachbarten Halbinseln. Auf dem Rückweg passiert es dann. Mir kommt ein netter irischer Opa entgegen und ich sage noch zu Uschi: “Das passt nicht!” Und richtig es hat nicht gepasst. Ich habe ein Loch in der rechten Schürze und der ältere Mann eine kaputte Stoßstange.

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Die Schuldfrage lässt sich bei einer Single-Track Road ja immer nur schwer klären und so tauschen wir Adressen aus und machen ein paar Bilder. Es ist schon irgendwie erstaunlich, wir blockieren natürlich die Straße und die paar Autos, die sich angesammelt haben müssen nun ein paar Minuten warten. Die einzigen die meinen Hupen zu müssen, sind Deutsche. Der ältere Ire zeigt denen dann auch mit einer deutlichen Geste was er davon hält. Später wieder zurück in Deutschland einigen wir uns darauf, dass jeder seinen Schaden selbst trägt. Der Unfall ärgert mich, aber wir fahren nun schon so lange nach GB und noch nie ist was passiert. Da kann man den kleinen Schaden wohl akzeptieren. Den Rest des Tages verbringen wir mit Autofahren. Vom Südwesten geht es über gut zu befahrene Nationalstraßen in den Osten des Landes.

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Am frühen Abend erreichen wir den Hook Head. Hier stehen mindestens schon 10 Wohnmobile für die Nacht. Die Küste um den Hook Head hat landschaftlich schon einiges zu bieten. Zum Glück ist das Meer hier auch mal ein wenig wilder.

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Ich fotografiere und meine GG ergattert in der Zwischenzeit tatsächlich den Premiumplatz direkt am Leuchtturm mit tollem Blick auf’s Meer.

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Die Küste und der Leuchtturm sind schon ziemlich fotogen und so laufe eine ganze Weile durch die Gegend und mach das ein oder andere Foto.
Hier gibt es auch viele Blow Holes. Die ganze Küste ist mit Spalten und Höhlen durchzogen und wenn die Gezeiten stimmen, dann pfeift und flötet es aus der ein oder anderen Spalte. Unser letzter Tag in Irland bricht an und wir fahren nach Wexford.

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Silke hat inzwischen eine SMS geschickt, dass sie nun auch auf dem Slieve Donard war und ob man sich nicht irgendwo in Wales treffen solle. Wir statten also Wexford einen Besuch ab und fahren dann nach Rosslare in der Hoffnung die Abendfähre nehmen zu können. Aber die Umbuchungskosten sind uns dann einfach zu hoch und die Abfahrt-Ankunftszeit eher unkomfortabel. Und so wir bleiben bei der Morgenfähre. Um es am nächsten Tag nicht mehr all zu weit zur Fähre zu haben, buchen wir uns für die Nacht auf dem St. Margaret’s Beach Camping ein und unternehmen mit dem Rad noch eine kleine Tour über die Dörfer. Wir sind pünktlich um acht an der Fähre und vier Stunden später in Pembroke.

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auf dem Weg nach Pembroke

Wir haben mit Silke ausgemacht, das wir uns in der Nähe von Cardiff in dem kleinen Ort Pentyrch treffen. Der Treffpunkt ist jetzt nicht willkürlich gewählt, gibt es hier doch den den Garth Hill. Vergangenes Jahr im Herbst waren wir mit Silke und ihren Kindern an der Jurassic Coast und haben dort abends zusammen den Film “Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam” gesehen. Link. Und genau dieser Berg befindet sich oberhalb von Pentyrch. Kaum sind wir am ausgemachten Treffpunkt angekommen, trudelt auch schon Silke mit Kindern und Hund ein und nach großen Hallo kann der Aufstieg beginnen.

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diesmal mit Hund

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Wirklich hoch und anstrengend ist der Berg natürlich nicht, aber man hat eine super Aussicht auf Cardiff und Umgebung. Silke war natürlich auch am Giant’s Causeway und hat dort artig ihren “Eintritt” bezahlt. Das wurmt sie im Nachhinein natürlich schon mächtig, da sie und ihre Kinder weder Shop noch Cafe genutzt haben. Wir sind uns alle einig, dass das Wort Abzocke in diesem Zusammenhang genutzt werden darf. Den Abend verbringen wir dann im Pub mit dem Versuch für Silke und Kinder die noch schnell die Nachtfähre nach Calais zu buchen. Nach einiger Mühe funktioniert es dann auch, Fähre buchen auf dem Handy ist halt echter Mist! Silke macht sich also auf den Heimweg und wir fahren noch bis nach Pilning nördlich von Bristol. Beim Pub “The Plough” werden wir fündig. Zu unserer Verwunderung stehen schon gut und gerne 10 Wohnmobile auf dem Platz und wir zwängen uns wegen der fortgeschrittenen Stunde ausnahmsweise in eine Lücke zwischen zwei Mobile.

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Die nette Dame an der Theke meint: “kein Problem, wenn es nur für die eine Nacht wäre. Am nächsten Tag beginne hier beim Pub ein Country Festival, da wären sie vollkommen ausgebucht”. Die bereits angereisten Teilnehmer sitzen im Nachbarraum und grölen irgendwelche Country-Lieder mit, die auf einem Fernseher laufen. Ein wenig skurril das Ganze. Am nächsten Morgen machen wir uns früh aus dem Staub und sind noch vor Mittag in London auf dem Lee Valley Campsite in Sewardstone. Wir nehmen die Linie 215, die direkt beim Campingplatz abfährt und uns zur U-Bahn nach Walthamstow bringt. Eine knappe Stunde später sind wir am Big Ben. Paula wollte unbedingt noch mal nach London, um endlich mit dem London Eye zu fahren. Außerdem steht noch Madam Tussauds auf dem Programm. Wir laufen über die Westminster Bridge, wo mindestens 20 Hütchenspieler versuchen den Touris das Geld aus der Tasche zu ziehen, bis zum London Eye.

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