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Das Gogolobil unterwegs: ins unbekannte Europa 2015 1, 2, 3, 4, 5 ... 13


Gogolo am 29 Mai 2015 19:08:58

Im unbekannten Europa unterwegs? Neugierig geworden, was und wo das ist? Dann weiterlesen!

Alles läuft dieses mal unter dem Motto: „der Weg ist das Ziel“, wenn wir die gesamte Donau von der Quelle bis zur Mündung ins Schwarze Meer begleiten. Aufgrund unserer ausgefallenen Südamerikareise (wegen der Fährproblematik der Überfahrt) musste ein würdiger Reise-Ersatz gesucht werden und das war gar nicht so einfach. Zum einen sollte es ein Ziel sein, wo nicht alle hinfahren, zum anderen sollte der Weg auch außergewöhnlich interessante und schöne Stellen haben. Auch soll die Reise nicht nur ein paar Wochen dauern, sondern 4-5 Monate. Und das glauben wir, mit dieser Reise gefunden zu haben, die unter dem Motto läuft: „Ins unbekannte Europa“. Zumindest für uns ist dieser Teil größtenteils unbekannt.

Die Donau ist 2857km lang (2811 km ohne Breg) und hat ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen. Sie durchquert drei große Beckenlandschaften: das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die Pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Walachische Tiefland (Unterlauf). Die trennenden Gebirge durchschneidet sie in Engtälern, deren bekannteste Abschnitte der Donaudurchbruch bei Beuron, die Wachau, das Durchbruchstal vom Marchfeld und das Eiserne Tor sind. Der Strom mündet dann über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer. Dabei fließt sie durch zehn Anrainerstaaten, die wir möglichst alle bereisen wollen: Deutschland, Österreich, Slowakei (Slovenská republika), Ungarn (Magyarország), Serbien (????????? ??????), Rumänien (România), Kroatien (Republika Hrvatska ), Bulgarien (????????? ????????), Moldawien (Republica Moldova) und die Ukraine (???????). In Moldawien wollen wir auch noch ins autonome Gebiet Transnistrien (?????????????) fahren – Ukraine und Transnistrien nur dann, wenn es die politischen Verhältnisse zulassen. Auch die zahlreichen Neben- und Zuflüsse der Donau (es sind über 32 Stück) wollen wir auf unserer Tour nicht gänzlich auslassen. Für die Rückreise vom Donaudelta nach Hause gibt es zwei mögliche Varianten: die erste Variante wird uns über Griechenland (???????? ??????????), Albanien (Republika e Shqipërisë), Mazedonien (????????? ??????????), vielleicht auch Kosovo (??????), Montenegro (???? ????/Crna Gora), Bosnien/Herzegowina (Bosna i Hercegovina/????? ? ???????????), Kroatien (Republika Hrvatska), Slowenien (Slovenija), nach Italien (Repubblica Italiana) und Österreich führen. Die zweite Variante würde uns über Moldawien/Transnistrien (Republica Moldova/?????????????) in die Ukraine (???????) und von dort über Polen und Tschechien nach Hause führen. Alle Routen sind für uns neu und sicher spannend. Unsere Lust und Laune sowie die politische Lage werden unsere Route beeinflussen. Gottseidank brauchen wir nirgends Visa, aber es sind halt einige politisch nicht unbedenkliche Staaten mit dabei. Und ein unnötiges Risiko werden wir sicher nicht eingehen.

Je nach Rückreiseroute werden wir voraussichtlich bis zu 20 Staaten bereisen. Für die geschätzten 8000 Reisekilometer nehmen wir uns von der zweiten Maihälfte bis Ende September, also rund viereinhalb Monate, Zeit. Die Tagesetappen sollen so kurz wie möglich und so weit wie nötig sein, aber normalerweise nicht 200km überschreiten. Auch sind einige mehrtägige Stopps eingeplant um die Gegend und die zehn an der Donau liegenden Naturparks und Reservate zu besichtigen. Am Schwarzen Meer ist eine längere Pause geplant, sofern es die Mückensituation zulässt.

Vielleicht schaffen wir auch nicht die ganze Tour, denn wenn es uns unterwegs irgendwo ganz besonders gefällt, dann bleiben wir dort auch für längere Zeit. Lassen wir es auf uns zukommen...

Übernachten werden wir gemischt: teils auf Campingplätzen, teils auf Stellplätzen (wenn vorhanden) und teils in freier Natur. Campingplätze werden wir dann anfahren, wenn wir vorhaben, irgendwo mehrere Tage zu stehen und Ausflüge mit unseren Pedelecs oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen.

Der Natur und den Menschen entlang der Reiseroute gilt unser Hauptaugenmerk, nicht den großen Städten und den Museen. Die Feinplanung der Route und für die Sehenswürdigkeiten erfolgt ad hoc und von Tag zu Tag – wir sind dadurch sehr flexibel, gerade wenn das Wetter nicht so mitspielt wie wir es gerne haben wollen. Die Informationen für die Reise und die Besichtigungen werden wir in erster Linie dazu jeweils aktuell aus dem Internet abrufen – durch die EuropaSIM haben wir fast in allen Ländern einen günstigen Zugriff auf das Internet. Das Kartenmaterial ist schon auf unseren zwei Navis heruntergeladen. Für die Donauroute haben wir die Reiseführer von DuMont „Donau“ und Merian „Donau“ die Kultur-Highlights von der Quelle bis zur Mündung.

Soweit die Grobplanung im Vorfeld unserer Reise. Wir sind neugierig, was dann im Endeffekt daraus wird. Eine sture Festlegung auf eine bestimmte Route gibt es nicht!

Nach Rückkehr von unserer Toskana-Reise am 08.05.2015 hatten wir nur einen relativ kleinen Zeitraum (ca. 14 Tage) bis zu dieser Reise zur Verfügung, denn wir wollten so schnell wie möglich wieder unterwegs sein (das Reisen macht halt so großen Spaß!). Und in dieser Zeit wurde einiges erledigt: ein paar Arztbesuche zum durchchecken waren notwendig (die Termine wurden üblicherweise bereits während der vorherigen Reise per eMail vereinbart), das Gogolobil musste zum TÜV und die marderbedingte Leckage des Kühlwassers abgestellt werden. Auch hat das Fahrzeug neue Verbraucher-Batterien und eine neue Rückfahrkamera erhalten. Und dann hatte ich noch einen halbrunden Geburtstag – und zu diesem Anlass mache ich mir selbst ein Geschenk: ich tauschte die Plastikfenster des Gogolobils gegen Echtglasfenster der Fa. Vanglas aus. Vorteil: bessere Isolierung, Kratzfestigkeit und Tönung gegen Sonneneinstrahlung. Nachteil: höheres Gewicht, aber dies stört mich nicht. Die Fenster habe ich beim Hersteller auf dem Hinweg zur Quelle der Donau einbauen lassen.

Nachdem das Gogolobil wieder aufgetankt, gewaschen, eingeräumt und die Vorräte aufgefüllt wurden ging es los. Zunächst zur Fa. Vanglas (--> Link) in Spiegelberg bzw. Großerlach (BW) um dort die neuen Fenster einbauen zu lassen.

Fenster vorher (alt):






Fenster nachher (neu):







Wir haben einen Termin für 17 Uhr und war es für die Männer von Vanglas ein leichtes, die bestellten Fenster schnell und unkompliziert auszuwechseln. Man könnte dies möglicherweise auch selbst machen – nur die Fenster des Gogolobils sind auf über 3m Höhe an der Oberkante gemessen. Und so eine hohe Arbeitsbühne habe ich leider nicht. Und bei dem großen Fenster haben gleich vier Personen Hand angelegt um das Fenster richtig einzuhängen. Übernachtet haben wir gleich in der Nähe absolut ruhig mit schöner Aussicht in einem Gebiet, das als Bauland ausgeschrieben ist und wo erst Sackstraßen, aber keine Bebauung vorhanden waren.

Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück fuhren wir von Spiegelberg aus in Richtung Süden zur Donauquelle der Breg. Dieser Punkt stellt den eigentlichen Beginn unserer Reise dar. Völlig unspektakulär ist diese Quelle und niemand denkt, dass daraus so ein riesiger Fluss wird, der fast ganz Europa durchquert.







Bei Donaueschingen fließen Brigach und Breg zur Donau zusammen. Von den beiden Quellflüssen ist die etwas südlicher und höher entspringende Breg nach allen gewässerkundlichen Merkmalen der etwas größere Fluss.






Übrigens: Die Kilometer der Donau und ihres gesamten Flusssystems werden flussaufwärts gezählt, was sonst unüblich ist. Auch alle Nebengewässer haben ihren Nullpunkt an ihrer Mündung. Wir beginnen also unsere Donau-Reise bei Fluss-Kilometer 2811.


Daneben gilt sinnbildlich der Quelltopf des Donaubachs in der Nähe der Vereinigung beider Quellflüsse traditionell als Donauquelle („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“). Wir fahren daher nach Donaueschingen zu diesem Quelltopf. Leider wurden wir enttäuscht, denn der Qulltopf befindet sich gerade in umfangreichen Restaurationsarbeiten. So war nicht viel davon zu sehen. Trotzdem ein Bild:






Auch sonst ist Donaueschingen ein recht schöner Ort mit einem tollen Schlosspark:








Donaueschingen hat auch einen Stellplatz (kostenlos – Kurtaxe ist zu bezahlen), den wir gerne nutzen. Die Kurtaxe ist günstig: 1€/Tag/Nase und berechtigt uns zu freier Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten Schwarzwald! Das nutzen wir natürlich und werden am nächsten Tag mit der Bahn eine Panoramafahrt durchs Höllental (über Neustadt, Hinterzarten) nach Freiburg und zurück machen. Daher bleiben wir zwei Nächte am Stellplatz in Donaueschingen.


Darüber dann mehr im nächsten Reisebericht.


Bis dahin viele in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 29 Mai 2015 19:40:42

Wenn jemand von euch einen guten Tipp (Besichtigung, Gaststätte, u.ä.) entlang der geplanten Strecke hat - dann bitte her damit. Bin dafür sehr dankbar und empfänglich, da die Etappen "ad hoc" geplant werden.


Habe die Ehre

Gogolo

bk999 am 29 Mai 2015 20:29:21

Hallo Gogolo,

da habt ihr euch wirklich eine schöne Reise ausgedacht. Bin fast ein wenig neidisch.
Wenn ihr jetzt in "Eschingen" seid, dann kommt ihr bald zur Donauversickerung, über Tuttlingen, Mühlheim, Fridingen nach Beuron. Tuttlingen ist "Medizintechnik-Hochburg". Früher hiessen die Betriebe noch Fabrik für Chirugische Instrumente (Aesculap, Karl Storz usw.). Sonst finde ich Tuttlingen nicht so spannend. Es gibt ein Termalbad "tuwas" und dort ist auch ein Stellplatz. Schön finde ich den Dorfkern von Mühlheim. Der ist ein Abstecher wert, da man sonst eigentlich unspektakulär an der Altstadt vorbei fährt. Zwischen Fridingen und Beuron kommst du an der Gaststätte Berghaus Knopfmacher vorbei. Das Restaurant ist nicht übel - vor allem solltet ihr von hier zum Knopfmacherfelsen laufen (vielleicht 1 km). Hier werdet ihr mit einem grandiosen Ausblick auf Donau(durchbruch) und Schloss Bronnen belohnt. Zwischen Beuron und Laiz wird es manchmal eng aber da hast du sicher schon andere Situationen gemeistert. Gaststättentechnisch kannst du eigentlich nichts falsch machen. Ich war jedenfalls nie wirklich enttäuscht. Im Donautal kann man prima radfahren ... die Wege sind gut ausgeschildert. Und ich denke du findest in der Gegend auch Plätze zum frei stehen.

Gute Reise wünsche ich Euch

Burkhard

macagi am 29 Mai 2015 22:00:41

Gratuliere! Schöne Tour!

Zwischen Beuron und SIG gibt es oben an den Felsen ein paar Cafés mit Aussicht. Das Kloster Beuron hat einen Laden.

In Scheer gibt es einen italienischen Markt mit allem aus Italien was das Herz begehrt.
Etwas weiter gibt es oberhalb der Donau die keltische Kultstätte Heuneburg. In Riedlingen gibt es ein Steakhaus vor dem immer viele Autos stehen - war aber selbst noch nicht drin. Einen Tick südlich davon liegt Bad Saulgau mit SP am Thermalbad. Das Restaurant im Bad ist nicht schlecht.

Oberschwabentypisches gibt es übrigens in jeder Gaststätte .

Barock hätte es in Zwiefalten im Münster, ein paar km nördlich. Ach ja, das Hohenzollern Schloß in SIG ist auch ganz nett, mit Kutschenausstellung.

belvenfish am 29 Mai 2015 23:03:22

Viel Spass bei der Reise,
auf Deine neuen Fenster könnte ich fast neidisch werden, das sieht richtig gut aus!

Ach, ehe ichs vergesse, schau mal auf deine grüne Versicherungskarte, früher gabs da im Ostblock immer Ausschlüsse, so wie "Mazedonien" nie versichert und so Scherze.

, Gernot

Aretousa am 30 Mai 2015 08:12:33

Alles Gute, viel Spaß und eine ganze Menge neue Eindrücke wünsche ich euch für eure neue Fahrt. Ich werde sie auf jeden Fall gespannt verfolgen.

kedi3001 am 30 Mai 2015 08:13:55

Lieber Gogolo,

das wird ja wirklich mal eine interessante Route.
Wir freuen uns jetzt schon auf Deine tollen Berichte und wünschen Euch viele schöne Erlebnisse und eine gute Fahrt.

Liebe aus dem bayerischen Oberland
Conny

lisunenergy am 30 Mai 2015 10:18:43

Gute Reise auch von mir . Albanien ist noch ein wirklich ursprüngliches Land . Wer auf diese Menschen zugeht wird viel positives erleben. Ich kenne kein anderes Land wo Reichtum und Armut so extrem sind. Das besste Essen findet man in Restaurants,die von außen eher unscheinbar und für Touristen nicht zu finden sind. Sehr schön ist der Süden des Landes. Falls ihr mit der Sprache Probleme habt meldet Euch per KN . Manchmal hilft es .


lisunenergy am 30 Mai 2015 10:35:24

Ach vergessen : Internet ist fast überall offen . Somit kann man viele Bilder und Nachrichten kostenlos verschicken.

bl550 am 30 Mai 2015 11:08:04

Hallo Gogolo
Vielen Dank für die ersten Bilder eurer Reise. Wir hoffen auf mehr!!! Bezüglich der Fenster. Hast du bei der Firma Vanglas auch Schiebefenster gesehen? Auf der Homepage heißt es :" wir empfehlen aus optischen und Kostengründen den Umbau auf Austellfenstern."

Lancelot am 30 Mai 2015 11:28:22

Sehr schöne Tour :klatschen:
Kleinere Teile/Abschnitte davon haben wir auch schon bereist.

Laßt keins der Klöster aus, die sich wie auf einer Perlenschnur aufgereiht an der Donau entlang etabliert haben. Hmm .. ja, schon auch wegen der teils richtig schön-schweren Barockkirchen und deren prächtiger Ausstattung. Aber auch wegen der üblicherweise deftigen und besonders wohlschmeckenden Gastronomie. Die Nonnen und Mönche waren halt nie Kostverächter 8) . Kloster Beuron und Zwiefalten sind mir da am Oberlauf der Donau in besonders guter Erinnerung.

Ähnliches gilt für die schönen Städtchen : laßt keinesfalls Riedlingen/Do aus - schöner SP direkt am Fluß, nur über die Brücke rein in die sehenswerte Altstadt, essen im Gasthof Engel.

Gute Reise :!:
Und immer schön berichten ... wir wollen auch "mit" .. :)

nuvamic am 30 Mai 2015 12:16:55

Lancelot hat geschrieben:Ähnliches gilt für die schönen Städtchen : laßt keinesfalls Riedlingen/Do aus - schöner SP direkt am Fluß, nur über die Brücke rein in die sehenswerte Altstadt, essen im Gasthof Engel.

Wenn ich suche, finde ich in Riedlingen-Daugendorf einen Gasthof Engel - meinste den oder gibt es noch einen direkt in Riedlingen?

ToMTuR.de am 30 Mai 2015 13:20:53

Was für eine schöne Tour, da fahre ich doch gerne mit... :)

Die neuen Fenster sehen wirklich super aus, wir haben das Vanglas auch immer noch auf dem Zettel. Allerdings gäbe es da eine der benötigten Fenstergrössen (noch) nicht. Wir werden sehen.

Allzeit gute Fahrt!

LG Harriet

Lancelot am 30 Mai 2015 13:24:06

nuvamic hat geschrieben: ... Gasthof Engel - meinste den ..


HIRSCH :!:
(immer wenn ich "Engel" sage, meine ich natürlich "Hirsch" ... :oops: :oops: :oops: )
Gasthof Hirsch :!:
Sorry !



dylan08 am 30 Mai 2015 13:37:45

Freue mich auch schon auf die weiteren Berichte. Die Planung klingt super interessant.
Und die Fenster gefallen mir von aussen auch richtig gut. Da werde ich nächste Woche nochmal telefonieren müssen.
Bin mal auf die weiteren Praxiserfahrungen gespannt.

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