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Das Gogolobil unterwegs: ins unbekannte Europa 2015 1, 2, 3, 4, 5


Gogolo am 29 Mai 2015 19:08:58

Im unbekannten Europa unterwegs? Neugierig geworden, was und wo das ist? Dann weiterlesen!

Alles läuft dieses mal unter dem Motto: „der Weg ist das Ziel“, wenn wir die gesamte Donau von der Quelle bis zur Mündung ins Schwarze Meer begleiten. Aufgrund unserer ausgefallenen Südamerikareise (wegen der Fährproblematik der Überfahrt) musste ein würdiger Reise-Ersatz gesucht werden und das war gar nicht so einfach. Zum einen sollte es ein Ziel sein, wo nicht alle hinfahren, zum anderen sollte der Weg auch außergewöhnlich interessante und schöne Stellen haben. Auch soll die Reise nicht nur ein paar Wochen dauern, sondern 4-5 Monate. Und das glauben wir, mit dieser Reise gefunden zu haben, die unter dem Motto läuft: „Ins unbekannte Europa“. Zumindest für uns ist dieser Teil größtenteils unbekannt.

Die Donau ist 2857km lang (2811 km ohne Breg) und hat ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen. Sie durchquert drei große Beckenlandschaften: das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die Pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Walachische Tiefland (Unterlauf). Die trennenden Gebirge durchschneidet sie in Engtälern, deren bekannteste Abschnitte der Donaudurchbruch bei Beuron, die Wachau, das Durchbruchstal vom Marchfeld und das Eiserne Tor sind. Der Strom mündet dann über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer. Dabei fließt sie durch zehn Anrainerstaaten, die wir möglichst alle bereisen wollen: Deutschland, Österreich, Slowakei (Slovenská republika), Ungarn (Magyarország), Serbien (????????? ??????), Rumänien (România), Kroatien (Republika Hrvatska ), Bulgarien (????????? ????????), Moldawien (Republica Moldova) und die Ukraine (???????). In Moldawien wollen wir auch noch ins autonome Gebiet Transnistrien (?????????????) fahren – Ukraine und Transnistrien nur dann, wenn es die politischen Verhältnisse zulassen. Auch die zahlreichen Neben- und Zuflüsse der Donau (es sind über 32 Stück) wollen wir auf unserer Tour nicht gänzlich auslassen. Für die Rückreise vom Donaudelta nach Hause gibt es zwei mögliche Varianten: die erste Variante wird uns über Griechenland (???????? ??????????), Albanien (Republika e Shqipërisë), Mazedonien (????????? ??????????), vielleicht auch Kosovo (??????), Montenegro (???? ????/Crna Gora), Bosnien/Herzegowina (Bosna i Hercegovina/????? ? ???????????), Kroatien (Republika Hrvatska), Slowenien (Slovenija), nach Italien (Repubblica Italiana) und Österreich führen. Die zweite Variante würde uns über Moldawien/Transnistrien (Republica Moldova/?????????????) in die Ukraine (???????) und von dort über Polen und Tschechien nach Hause führen. Alle Routen sind für uns neu und sicher spannend. Unsere Lust und Laune sowie die politische Lage werden unsere Route beeinflussen. Gottseidank brauchen wir nirgends Visa, aber es sind halt einige politisch nicht unbedenkliche Staaten mit dabei. Und ein unnötiges Risiko werden wir sicher nicht eingehen.

Je nach Rückreiseroute werden wir voraussichtlich bis zu 20 Staaten bereisen. Für die geschätzten 8000 Reisekilometer nehmen wir uns von der zweiten Maihälfte bis Ende September, also rund viereinhalb Monate, Zeit. Die Tagesetappen sollen so kurz wie möglich und so weit wie nötig sein, aber normalerweise nicht 200km überschreiten. Auch sind einige mehrtägige Stopps eingeplant um die Gegend und die zehn an der Donau liegenden Naturparks und Reservate zu besichtigen. Am Schwarzen Meer ist eine längere Pause geplant, sofern es die Mückensituation zulässt.

Vielleicht schaffen wir auch nicht die ganze Tour, denn wenn es uns unterwegs irgendwo ganz besonders gefällt, dann bleiben wir dort auch für längere Zeit. Lassen wir es auf uns zukommen...

Übernachten werden wir gemischt: teils auf Campingplätzen, teils auf Stellplätzen (wenn vorhanden) und teils in freier Natur. Campingplätze werden wir dann anfahren, wenn wir vorhaben, irgendwo mehrere Tage zu stehen und Ausflüge mit unseren Pedelecs oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen.

Der Natur und den Menschen entlang der Reiseroute gilt unser Hauptaugenmerk, nicht den großen Städten und den Museen. Die Feinplanung der Route und für die Sehenswürdigkeiten erfolgt ad hoc und von Tag zu Tag – wir sind dadurch sehr flexibel, gerade wenn das Wetter nicht so mitspielt wie wir es gerne haben wollen. Die Informationen für die Reise und die Besichtigungen werden wir in erster Linie dazu jeweils aktuell aus dem Internet abrufen – durch die EuropaSIM haben wir fast in allen Ländern einen günstigen Zugriff auf das Internet. Das Kartenmaterial ist schon auf unseren zwei Navis heruntergeladen. Für die Donauroute haben wir die Reiseführer von DuMont „Donau“ und Merian „Donau“ die Kultur-Highlights von der Quelle bis zur Mündung.

Soweit die Grobplanung im Vorfeld unserer Reise. Wir sind neugierig, was dann im Endeffekt daraus wird. Eine sture Festlegung auf eine bestimmte Route gibt es nicht!

Nach Rückkehr von unserer Toskana-Reise am 08.05.2015 hatten wir nur einen relativ kleinen Zeitraum (ca. 14 Tage) bis zu dieser Reise zur Verfügung, denn wir wollten so schnell wie möglich wieder unterwegs sein (das Reisen macht halt so großen Spaß!). Und in dieser Zeit wurde einiges erledigt: ein paar Arztbesuche zum durchchecken waren notwendig (die Termine wurden üblicherweise bereits während der vorherigen Reise per eMail vereinbart), das Gogolobil musste zum TÜV und die marderbedingte Leckage des Kühlwassers abgestellt werden. Auch hat das Fahrzeug neue Verbraucher-Batterien und eine neue Rückfahrkamera erhalten. Und dann hatte ich noch einen halbrunden Geburtstag – und zu diesem Anlass mache ich mir selbst ein Geschenk: ich tauschte die Plastikfenster des Gogolobils gegen Echtglasfenster der Fa. Vanglas aus. Vorteil: bessere Isolierung, Kratzfestigkeit und Tönung gegen Sonneneinstrahlung. Nachteil: höheres Gewicht, aber dies stört mich nicht. Die Fenster habe ich beim Hersteller auf dem Hinweg zur Quelle der Donau einbauen lassen.

Nachdem das Gogolobil wieder aufgetankt, gewaschen, eingeräumt und die Vorräte aufgefüllt wurden ging es los. Zunächst zur Fa. Vanglas (--> Link) in Spiegelberg bzw. Großerlach (BW) um dort die neuen Fenster einbauen zu lassen.

Fenster vorher (alt):






Fenster nachher (neu):







Wir haben einen Termin für 17 Uhr und war es für die Männer von Vanglas ein leichtes, die bestellten Fenster schnell und unkompliziert auszuwechseln. Man könnte dies möglicherweise auch selbst machen – nur die Fenster des Gogolobils sind auf über 3m Höhe an der Oberkante gemessen. Und so eine hohe Arbeitsbühne habe ich leider nicht. Und bei dem großen Fenster haben gleich vier Personen Hand angelegt um das Fenster richtig einzuhängen. Übernachtet haben wir gleich in der Nähe absolut ruhig mit schöner Aussicht in einem Gebiet, das als Bauland ausgeschrieben ist und wo erst Sackstraßen, aber keine Bebauung vorhanden waren.

Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück fuhren wir von Spiegelberg aus in Richtung Süden zur Donauquelle der Breg. Dieser Punkt stellt den eigentlichen Beginn unserer Reise dar. Völlig unspektakulär ist diese Quelle und niemand denkt, dass daraus so ein riesiger Fluss wird, der fast ganz Europa durchquert.







Bei Donaueschingen fließen Brigach und Breg zur Donau zusammen. Von den beiden Quellflüssen ist die etwas südlicher und höher entspringende Breg nach allen gewässerkundlichen Merkmalen der etwas größere Fluss.






Übrigens: Die Kilometer der Donau und ihres gesamten Flusssystems werden flussaufwärts gezählt, was sonst unüblich ist. Auch alle Nebengewässer haben ihren Nullpunkt an ihrer Mündung. Wir beginnen also unsere Donau-Reise bei Fluss-Kilometer 2811.


Daneben gilt sinnbildlich der Quelltopf des Donaubachs in der Nähe der Vereinigung beider Quellflüsse traditionell als Donauquelle („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“). Wir fahren daher nach Donaueschingen zu diesem Quelltopf. Leider wurden wir enttäuscht, denn der Qulltopf befindet sich gerade in umfangreichen Restaurationsarbeiten. So war nicht viel davon zu sehen. Trotzdem ein Bild:






Auch sonst ist Donaueschingen ein recht schöner Ort mit einem tollen Schlosspark:








Donaueschingen hat auch einen Stellplatz (kostenlos – Kurtaxe ist zu bezahlen), den wir gerne nutzen. Die Kurtaxe ist günstig: 1€/Tag/Nase und berechtigt uns zu freier Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten Schwarzwald! Das nutzen wir natürlich und werden am nächsten Tag mit der Bahn eine Panoramafahrt durchs Höllental (über Neustadt, Hinterzarten) nach Freiburg und zurück machen. Daher bleiben wir zwei Nächte am Stellplatz in Donaueschingen.


Darüber dann mehr im nächsten Reisebericht.


Bis dahin viele in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 29 Mai 2015 19:40:42

Wenn jemand von euch einen guten Tipp (Besichtigung, Gaststätte, u.ä.) entlang der geplanten Strecke hat - dann bitte her damit. Bin dafür sehr dankbar und empfänglich, da die Etappen "ad hoc" geplant werden.


Habe die Ehre

Gogolo

bk999 am 29 Mai 2015 20:29:21

Hallo Gogolo,

da habt ihr euch wirklich eine schöne Reise ausgedacht. Bin fast ein wenig neidisch.
Wenn ihr jetzt in "Eschingen" seid, dann kommt ihr bald zur Donauversickerung, über Tuttlingen, Mühlheim, Fridingen nach Beuron. Tuttlingen ist "Medizintechnik-Hochburg". Früher hiessen die Betriebe noch Fabrik für Chirugische Instrumente (Aesculap, Karl Storz usw.). Sonst finde ich Tuttlingen nicht so spannend. Es gibt ein Termalbad "tuwas" und dort ist auch ein Stellplatz. Schön finde ich den Dorfkern von Mühlheim. Der ist ein Abstecher wert, da man sonst eigentlich unspektakulär an der Altstadt vorbei fährt. Zwischen Fridingen und Beuron kommst du an der Gaststätte Berghaus Knopfmacher vorbei. Das Restaurant ist nicht übel - vor allem solltet ihr von hier zum Knopfmacherfelsen laufen (vielleicht 1 km). Hier werdet ihr mit einem grandiosen Ausblick auf Donau(durchbruch) und Schloss Bronnen belohnt. Zwischen Beuron und Laiz wird es manchmal eng aber da hast du sicher schon andere Situationen gemeistert. Gaststättentechnisch kannst du eigentlich nichts falsch machen. Ich war jedenfalls nie wirklich enttäuscht. Im Donautal kann man prima radfahren ... die Wege sind gut ausgeschildert. Und ich denke du findest in der Gegend auch Plätze zum frei stehen.

Gute Reise wünsche ich Euch

Burkhard

macagi am 29 Mai 2015 22:00:41

Gratuliere! Schöne Tour!

Zwischen Beuron und SIG gibt es oben an den Felsen ein paar Cafés mit Aussicht. Das Kloster Beuron hat einen Laden.

In Scheer gibt es einen italienischen Markt mit allem aus Italien was das Herz begehrt.
Etwas weiter gibt es oberhalb der Donau die keltische Kultstätte Heuneburg. In Riedlingen gibt es ein Steakhaus vor dem immer viele Autos stehen - war aber selbst noch nicht drin. Einen Tick südlich davon liegt Bad Saulgau mit SP am Thermalbad. Das Restaurant im Bad ist nicht schlecht.

Oberschwabentypisches gibt es übrigens in jeder Gaststätte .

Barock hätte es in Zwiefalten im Münster, ein paar km nördlich. Ach ja, das Hohenzollern Schloß in SIG ist auch ganz nett, mit Kutschenausstellung.

belvenfish am 29 Mai 2015 23:03:22

Viel Spass bei der Reise,
auf Deine neuen Fenster könnte ich fast neidisch werden, das sieht richtig gut aus!

Ach, ehe ichs vergesse, schau mal auf deine grüne Versicherungskarte, früher gabs da im Ostblock immer Ausschlüsse, so wie "Mazedonien" nie versichert und so Scherze.

, Gernot

Aretousa am 30 Mai 2015 08:12:33

Alles Gute, viel Spaß und eine ganze Menge neue Eindrücke wünsche ich euch für eure neue Fahrt. Ich werde sie auf jeden Fall gespannt verfolgen.

kedi3001 am 30 Mai 2015 08:13:55

Lieber Gogolo,

das wird ja wirklich mal eine interessante Route.
Wir freuen uns jetzt schon auf Deine tollen Berichte und wünschen Euch viele schöne Erlebnisse und eine gute Fahrt.

Liebe aus dem bayerischen Oberland
Conny

lisunenergy am 30 Mai 2015 10:18:43

Gute Reise auch von mir . Albanien ist noch ein wirklich ursprüngliches Land . Wer auf diese Menschen zugeht wird viel positives erleben. Ich kenne kein anderes Land wo Reichtum und Armut so extrem sind. Das besste Essen findet man in Restaurants,die von außen eher unscheinbar und für Touristen nicht zu finden sind. Sehr schön ist der Süden des Landes. Falls ihr mit der Sprache Probleme habt meldet Euch per KN . Manchmal hilft es .


lisunenergy am 30 Mai 2015 10:35:24

Ach vergessen : Internet ist fast überall offen . Somit kann man viele Bilder und Nachrichten kostenlos verschicken.

bl550 am 30 Mai 2015 11:08:04

Hallo Gogolo
Vielen Dank für die ersten Bilder eurer Reise. Wir hoffen auf mehr!!! Bezüglich der Fenster. Hast du bei der Firma Vanglas auch Schiebefenster gesehen? Auf der Homepage heißt es :" wir empfehlen aus optischen und Kostengründen den Umbau auf Austellfenstern."

Lancelot am 30 Mai 2015 11:28:22

Sehr schöne Tour :klatschen:
Kleinere Teile/Abschnitte davon haben wir auch schon bereist.

Laßt keins der Klöster aus, die sich wie auf einer Perlenschnur aufgereiht an der Donau entlang etabliert haben. Hmm .. ja, schon auch wegen der teils richtig schön-schweren Barockkirchen und deren prächtiger Ausstattung. Aber auch wegen der üblicherweise deftigen und besonders wohlschmeckenden Gastronomie. Die Nonnen und Mönche waren halt nie Kostverächter 8) . Kloster Beuron und Zwiefalten sind mir da am Oberlauf der Donau in besonders guter Erinnerung.

Ähnliches gilt für die schönen Städtchen : laßt keinesfalls Riedlingen/Do aus - schöner SP direkt am Fluß, nur über die Brücke rein in die sehenswerte Altstadt, essen im Gasthof Engel.

Gute Reise :!:
Und immer schön berichten ... wir wollen auch "mit" .. :)

nuvamic am 30 Mai 2015 12:16:55

Lancelot hat geschrieben:Ähnliches gilt für die schönen Städtchen : laßt keinesfalls Riedlingen/Do aus - schöner SP direkt am Fluß, nur über die Brücke rein in die sehenswerte Altstadt, essen im Gasthof Engel.

Wenn ich suche, finde ich in Riedlingen-Daugendorf einen Gasthof Engel - meinste den oder gibt es noch einen direkt in Riedlingen?

ToMTuR.de am 30 Mai 2015 13:20:53

Was für eine schöne Tour, da fahre ich doch gerne mit... :)

Die neuen Fenster sehen wirklich super aus, wir haben das Vanglas auch immer noch auf dem Zettel. Allerdings gäbe es da eine der benötigten Fenstergrössen (noch) nicht. Wir werden sehen.

Allzeit gute Fahrt!

LG Harriet

Lancelot am 30 Mai 2015 13:24:06

nuvamic hat geschrieben: ... Gasthof Engel - meinste den ..


HIRSCH :!:
(immer wenn ich "Engel" sage, meine ich natürlich "Hirsch" ... :oops: :oops: :oops: )
Gasthof Hirsch :!:
Sorry !



dylan08 am 30 Mai 2015 13:37:45

Freue mich auch schon auf die weiteren Berichte. Die Planung klingt super interessant.
Und die Fenster gefallen mir von aussen auch richtig gut. Da werde ich nächste Woche nochmal telefonieren müssen.
Bin mal auf die weiteren Praxiserfahrungen gespannt.

19grisu63 am 30 Mai 2015 13:56:05

Sieht so aus, als hätten wir in den nächsten Monaten wieder viel von Dir zu lesen. Danke, dass Du uns mitreisen lässt.

Gogolo am 30 Mai 2015 14:48:50

So, jetzt muss ich mich mal zu den bisherigen Beiträgen äußern:

Hohenzollern Schloß in SIG sowie die keltische Kultstätte Heuneburg sind für morgen geplant. Beim Berghaus Knopfmacher mit der tollen Aussicht auf Beuron (im Kloster gab es nichts zu essen) waren wir heute. Auch das schöne Städchen Mühlheim haben wir uns angesehen. Riedingen/DO werden wir auch ansteuern.

Danke für die Tipps!!!

Zu den Vanglas-Fenstern: Schiebefenster habe ich keine gesehen - am besten dort mal anrufen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, die Passform ist perfekt und die Abdunkelung wie von uns gewünscht. Vielleicht würde es der eine oder andere zu dunkel finden, aber die Wäreeinstrahlung durch die Sonne wird dadurch doch ziemlich rduziert. Außerdem kann niemand mehr hereinschauen... Ich freue mich schon auf die erste Putzaktion, denn da kann nichts mehr verkratzen.


Habe die Ehre vom SP in Mengen

Gogolo

macagi am 30 Mai 2015 15:55:57

Gern geschehen.

Wolfgang meinte sicher in Zwiefalten die Brauereigaststätte der Klosterbrauerei? Ist direkt neben dem Münster.
Unweit von Zwiefalten (3km?) gibt es übrigens auch die Wimsener Höhle - ich persönlich war nie drin, mag keine Höhlen. Da fahren sogar Boote drin!

Ein schöner Aussichtspunkt (bei schönem Wetter) ist übrigens unweit von Riedlingen die Wallfahrtskirche auf dem Bussen (heiliger Berg Oberschwabens).

Weiter Richtung Ulm kenne ich mich nicht mehr gut aus..... Es gibt noch das Kloster Obermarchtal, weiss nicht ob man dort auch essen kann. In Ulm natürlich das Fischerviertel. Den Schwörmontag mit dem Fischerstechen auf der Donau werdet ihr wohl verpassen, ist erst am 20.7.

rkopka am 30 Mai 2015 16:39:12

Passend dazu gab es heute (wird sicher wiederholt) ein "Mit offenen Karten" auf Arte zum Thema "Die Donau".

RK

Beduin am 30 Mai 2015 16:47:32

macagi hat geschrieben: Wimsener Höhle - ich persönlich war nie drin, mag keine Höhlen. Da fahren sogar Boote drin!


Ich war schon drin --> Link (recht weit runter scrollen) uns fands sehr schön. --> Link
Im Herbst kommen die Christstollen rein, das sie nicht trocken werden. Gastronomie ist auch gut --> Link

Lancelot am 30 Mai 2015 17:03:01

macagi hat geschrieben: Wolfgang meinte sicher in Zwiefalten die Brauereigaststätte der Klosterbrauerei?


YEP :!: DA : --> Link
In Beuron nix zu essen .. :gruebel: Täusch ich mich da ... :nixweiss:

Lancelot am 30 Mai 2015 17:17:02

Nach Ulm - vor Donauwörth (beides sehr sehenswert) .. Günzburg NICHT auslassen :)
Hat uns auch sehr gut gefallen dort : --> Link

macagi am 30 Mai 2015 19:37:58

Noch ne Bemerkung bezüglich Essen:

Es gibt so ein paar (ober)schwäbische "Nationalgerichte":
- Kutteln (wer's mag)
- LSD (Linsen, "Soita" "Doigwaara") = Linsen mit Spätzle und Wiener.
- Zwiebelrostbraten

Insbesondere den Letzteren (eigentlich ein Edelgericht) würde ich mal zum Verzehr empfehlen. Ein Braten ist das auch nicht (der Name ist falsch), sonder ein kurzgebratenes Rindersteak, das je nach Qualität des Restaurants entweder supergut (Rumpsteak oder besser, ich mag's medium am Liebsten) ist, oder manchmal auch richtig schlecht. Serviert oft mit Käsespätzle (Lecker!) und immer mit viel kross gerösteten Zwiebeln. Die in Riedlingen oder Zwiefalten genannten Lokalitäten sollten guten Zwiebelrostbraten haben.

Die Rumtreiber am 30 Mai 2015 22:51:07

Eine tolle Reise habt Ihr Euch da vorgenommen. :respekt:
Ich hoffe wir können Euch wenigstens "lesend" begleiten.
Gute knitterfreie Fahrt bei bestem Wetter (damit die Bilder gut werden). :daumen2:

soletti1 am 31 Mai 2015 06:40:09

Schöne Reise habt ihr Euch da vorgenommen und toll ist natürlich wenn man so viel Zeit dazu zur Verfügung hat :ja: .

Freue mich schon auf die schönen Bilder und die Berichte, so könnte man das eine oder andere in Teilabschnitten auch mal in Angriff nehmen :wink: .

Danke für die Mühe die Reiseberichte hier ins Forum zu stellen :ja: .

walle183 am 31 Mai 2015 09:13:01

Moin Gogolo, wenn du schon auf der Heuneburg bist, wäre da in 15 km Entfernung noch die Sonnenhoftherme in Bad Saulgau mit einem wunderschön gelegenen Stellplatz davor. Bad Saulgau ist ebenfalls ein sehr schönes Städtchen mit vielen netten Restaurants und Cafe´s.
Weiterhin gute Reise.
Walle183

mk9 am 31 Mai 2015 13:30:39

Hallo Gogolo,

ich wünsche Euch eine schöne Reise. Hast Dir aber viel Mühe gegeben, als Du noch die Länder in kyrillischer Schrift bezeichnet hast.
Wie verständigt Ihr Euch in diesen Regionen ?

Drücke Euch beide Daumen für die Reise ins unbekannte Europa (was Reiseberichten betrifft ) .

Schöne vom linken Niederrhein
Manfred

trevor2 am 31 Mai 2015 18:22:25

Hallo Gogolo,

wir wünschen Euch auch eine gute Reise (knitterfrei und gesund!!!) mit vielen tollen Eindrücken aus all' den ganzen Ländern - seeeehr spannende Route!!! :ja:

In Rumänien und in Ungarn war ich vor zig Jahren mal und habe es landschaftlich als seeehr schön und abwechslungsreich (besonders Rumänien!) erlebt und viele nette Menschen dort getroffen.

Freu' mich schon auf Deinen weiteren Bericht und werde ihn mit Spannung verfolgen!

Euch weiterhin alles Gute!!! :)

Gogolo am 31 Mai 2015 22:03:58

mk9 hat geschrieben:Wie verständigt Ihr Euch in diesen Regionen ?




Selbstverständlich sprechen wir alle Sprachen, denen wir auf dieser Reise begegnen, absolut fliesend und perfekt :lol: :lol: :lol:

Spaß beiseite: ich habe eine geniale App auf meinem Smartphone und auf der habe die ganzen Sprachen dieser Reise offline abgespeichert und ich kann sogar ganze Sätze übersetzen lassen. Und für den Fall dass ich eine Internetverbindung habe, dann kann ich z.B. auch deutsch ins Mikrofon sprechen und die Übersetzung erscheint auf dem Bildschirm bzw. ich kann sie mir vorlesen lassen. Ferner hat die App noch die Funktion, dass ich einen Text mit der Kamera des Smartphons fotografiere und dann wir der Text umgewandelt. Einfach Genial.

Darüber hinaus kann ich noch perfekt bayrisch und deutsch, gut englisch und brauchbar italienisch sowie ein paar Brocken spanisch.


Habe die Ehre

Gogolo

nuvamic am 31 Mai 2015 22:13:49

Dir ist aber schon klar, dass du Richtung Osten und nicht Westen fahren willst? :D Sorry, die Vorlage war zu gut ;)

Im Ernst - hinter Österreich könnte es mit romanischen Sprachen und englisch eng werden (Ausnahme Rumänien natürlich). Wenn überhaupt englisch, dann nur bei der wirklich jungen Generation. Russisch wäre oft sinnvoller (auch wenn es nicht mehr jede/r kennen will) - aber da bin ich auch so gut wie blank. Hin und wieder geht tatsächlich deutsch, wenn man jemand deutschstämmiges erwischt - aber das sieht man niemand an der Nasenspitze an ;)

Und die gesamte slawische Sprachfamilie bringt mich wirklich ziemlich zur Verzweiflung... bis auf danke und guten Morgen ;)

Gast am 01 Jun 2015 06:20:42

Ich denke, Gogolo und seine Frau haben hier schon viele Male bewiesen, z.B. --> Link
daß sie sich auf ihren Reisen von solchen Lappalien wie der jeweiligen Landessprache
nicht abhalten ließen und lassen: :)

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen,
und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter,schlechte Kost
und dergleichen nicht niederschlagen lässt.
Adolf Freiherr v. Knigge (1752 - 1796)

xs650 am 01 Jun 2015 09:01:13

Hallo Gogolo,

das ist eine wunderschöne Tour, die ihr euch das ausgedacht habt, freue mich schon euch begleiten zu dürfen. Allerdings habe ich von Transnistrien üble Sachen gehört, mehrere 100$ "Einreisegebühr" wurden verlangt, ist aber nur Hörensagen.

Matthias

uschi-s am 01 Jun 2015 14:49:46

Eine schöne Tour habt ihr euch ausgesucht. Da gibt es wieder viel an verregneten Abenden zu lesen.

Gogolo am 01 Jun 2015 15:30:13

uschi-s hat geschrieben:Da gibt es wieder viel an verregneten Abenden zu lesen.



Auf unserer Tour sollte eigentlich immer die Sonne scheinen... - das habe ich so bestellt. Wenngleich heute ein Gewitter ist.


xs650 hat geschrieben:Allerdings habe ich von Transnistrien üble Sachen gehört, mehrere 100$ "Einreisegebühr" wurden verlangt, ist aber nur Hörensagen.


Wenn dem so ist, dann werde ich an der transnistrischen Grenze einfach wieder umdrehen! Wegelagerergebühren werde ich nicht bezahlen, zumindest nicht in dieser Höhe.


Habe die Ehre - aus Riedlingen

Gogolo

vosu99 am 01 Jun 2015 15:43:47

Wieder ein ganz toller Bericht,der so richtig Lust aufs Reisen macht.
Lieben Dank!

wwolter am 02 Jun 2015 17:54:17

Hallo Gogolo,
Dein neuer Reisebericht über die Donaureise ließ mich aufhorchen. Es gibt eine Menge Reiseberichte verschiedener Forumteilnehmer, die ich regelmäßig lese. So auch Deine. Vielen Dank dafür!
Hier meine vier Tips zu Moldawien:
1)Südliche Trajanswall (120km Länge) bei/in Vadul lui Isac, Moldawien, ein paar Kilometer nördlich von Colibasi (Nationalstraße 26). Bitte nicht beirren lassen von einigen Moldawier, die diese Anlage als Schutzwall gegen südliche Bedrohung sehen. Der Wall geht in nördlicher Richtung steil abwärts und diente somit dem Römischen Reich gegen Eindringlinge nördlicher Steppenvölker. Solltest Du den Hadrianswall zwischen Newcastle und Solway Firth (127km Länge) kennengelernt haben, wäre der Trajanswall am anderen Ende von Europa vielleicht interessant.
2)Bei der Gelegenheit ist es nicht weit zum einzigen Hafen Moldawiens (Giurgiule?ti) am nördlichen Donauarm und südlichste Spitze Moldawiens. Der zu Moldawien gehörende Uferstreifen hat lediglich eine Länge von 500m.
3)Für Weinliebhaber:
Zwei repräsentative Weinkeller: Cricova ( ca. 20 Autominuten nördlich vom Zentrum Kischinai), jedoch wegen häufiger „Regierungsbesuche“ selten öffentlich begehbar. Milesti Mici (ca. 20 Autominuten südlich vom Zentrum Kischinai). Der Besuch muss aber geplant werden, da das Befahren mit Eurem Gogomobil leider nicht möglich ist wegen der Fahrzeughöhe. Du hast bestimmt eine Idee, es lohnt sich wirklich (größte Weinsammlung der Welt). Über 60km Stollenlänge für Weinlagerung.
4)Klosterbesuche: Aus einer Vielzahl von Klöster zwei Empfehlungen:
Höhlenkloster Butuceni (--> Link), 60km nordöstlich von Kischinau. Solltest Du Interesse für alte ursprungliche Dörfer haben, hier ein Geheimtip: Ab dem Dorf Butuceni selbst (mit original moldawisches Bauernhaus) entlang des Räut bis zur Mündung in den Dnjestr. Man glaubt noch im Mittelalter zu sein und erwartet jeden Moment, dass der Große Stefan mit Gefolge um die Ecke kommt. Aber Achtung! Nur bei trockenem Wetter!
Dann das Kloster Capriana (ca. 40km von Kischinau entfernt). Eigentlich älteste Kloster Moldawiens, jedoch als staatliches Prestigeobjekt und der umfassenden Renovierungsarbeiten viel vom vergangenen Flair verlorengegangen.
Ich wünsche Euch viele schöne Erlebnisse! Kommt gesund wieder heim!
Wilhelm

zeus am 02 Jun 2015 18:31:07

Ja, tolle Reise. Auch von mir alles Gute und gute Fahrt. Ich freue mich auf Deine Berichte. :hallo:

gnarz18 am 02 Jun 2015 18:41:08

Sehr schöne Tour, bin gespannt wie es weitergeht.


Michael

Flatus am 02 Jun 2015 18:45:43

xs650 hat geschrieben:... Allerdings habe ich von Transnistrien üble Sachen gehört, mehrere 100$ "Einreisegebühr" wurden verlangt, ist aber nur Hörensagen.

Wir mussten bei der Einreise nichts bezahlen.

Flatus
.

nuvamic am 02 Jun 2015 20:07:03

Durch die Tipps, die hier ankommen, wird es noch interessanter. Das wird ne tolle Reise - inklusive der Hinweise von anderen... danke für das alles. 8)

Gogolo am 02 Jun 2015 21:46:29

Ich bedanke mich recht herzlich für alle bisherigen Tipps - und für die noch folgenden gleich im voraus :D :D :D

Auf Moldawien bin ich echt schon gespannt. Hoffentlich hält die politische Lage dort unten. Ich habe mir die wichtigen Punkte schon auf GoogleEarth sowie auf der angegebenen Website angesehen und abgespeichert - total interessant! Danke nochmals.


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 03 Jun 2015 16:32:51

Jetzt beginnt die eigentliche Fahrt der Donau entlang. Noch schnell Abwasser ablassen und Frischwasser bunkern, einkaufen und tanken, dann geht es los. Über Geisingen geht es als erstes nach Immendingen zur sogenannten Donauversickerung (auch Donauversinkung genannt). Die Donau verliert dabei den größten Teil ihres Wassers in dieser Versickerung, während der überwiegenden Zeit des Jahres sogar vollständig. Der Ausdruck Versinkung wird in der Literatur bevorzugt, weil das Wasser sich nicht im Erdreich verteilt (versickert), sondern in unterirdischen Hohlräumen abfließt. Das versinkende Donauwasser verschwindet in einem Karstwassersystem des Weißen Jura und tritt u.a. im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder aus.

Die Donau hat momentan relativ viel Wasser und versickert nicht ganz, wird aber merklich sichtbar kleiner und schmäler.





Zwischen Immendingen und Ertingen durchquert der Fluss den Naturpark Obere Donau, den ersten Naturpark auf unserer Reise. Wir durchqueren diese schöne Gegend bei leider bedecktem Himmel und fahren über Tuttlingen (wo am dortigen Wohnmobilstellplatz gerade ein Volksfest stattfindet, der Platz also gesperrt ist) zu dem schönen kleinen Städtchen Mühlheim a.d.Donau mit dem historischen Stadtkern und den schönen Fachwerkhäusern.








Nicht weit ist es mehr zum Kloster Beuron und schon vorher hat man vom Berghaus Knopfmacher einen tollen Blick auf das Flusstal und das Kloster. Die Speisekarte vom Berghaus Knopfmacher hat uns nicht vom Hocker gerissen und wir fahren gleich zum Kloster Beuron.








Die Erzabtei St. Martin zu Beuron ist ein seit 1863 bestehendes Benediktinerkloster im Oberen Donautal und Stammkloster der Beuroner Kongregation. Im Kloster selbst hat man leider nur Zutritt zur Kirche, der große und sicherlich sehr schöne Rest ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich obwohl gerade der Staat viel Geld (über 10 Mio. €) in die Renovierungsarbeiten seit 1989 gesteckt hat.

Auch hat dieses Kloster keine angeschlossene Gastwirtschaft, so dass wir bald wieder weiter fahren. Wir fahren durch das obere Donautal, wo sich der Fluss malerisch durch die Felsen zwängt und manchmal die Straße etwas eng wird. Auf dem Fluss sind viele Wasserwanderer mit ihren Booten und am Flussufer ist ein Jugendzeltlager neben dem anderen. Es sind halt Ferien.





In Sigmaringen sehen wir schon von weitem das riesige Schloss, das in den nächsten Tagen von uns besucht werden wird. Zu diesem Zweck fahren wir Richtung Süden nach Mengen, denn ein paar Kilometer weiter gibt es einen schönen Wohnmobilstellplatz bei den großen Seen um Mengen. Wir beschließen, dort zwei Nächte zu verbringen, da es hier sehr ruhig ist. Am nächsten Tag – das Wetter ist bedeckt, aber warm – fahren wir mit den Pedelecs eine schöne Runde über die Seenplatte gleich beim Stellplatz.


Das Schloss Sigmaringen, oberhalb der Donau gelegen, ist schon recht imposant. Aber wo dort mit dem Wohnmobil zur Besichtigung parken? Auf Google-Earth habe ich gleich in der Nähe einen großen Parkplatz beim Lidl ausgemacht, der dafür geeignet zu sein scheint. Am nächsten Tag fahren wir an diesen Platz – und siehe da: ein wunderbarer Platz (Parkscheibe: max. 2 Stunden ) um die Stadt zu besichtigen und einzukaufen. Das große und prächtige Hohenzollern-Schloss prägt das Stadtbild und besonders schön ist das Schloss vom anderen Ufer der Donau anzusehen. Hier ein paar Bilder der Stadt:












Bei der Rückkehr auf den Parkplatz stellte ich fest, dass meine Solaranlage nicht mehr lädt. Ich werde etwas nervös und suche schon entsprechende Werkstätten in Ulm aus dem Internet. Aber nachdem wir die paar Kilometer zu unseren nächsten Ziel, dem keltischen Freilichtmuseum in Heuneburg gefahren sind ist wie durch ein Wunder die Solaranlage wieder in Ordnung. Ich nehme an, dass die Ursache die übervollen neuen Batterien waren, die dem Solarladeregler „sagten“, dass momentan nicht mehr geladen werden soll. Wie dem auch sei: es funktioniert alles wieder so wie es soll.

Das Freilichtmuseum wäre sicher sehr toll – aber wir haben nicht bedacht, dass es Montag ist und normalerweise an den Montagen die Museen in Deutschland geschlossen haben. So standen wir vor verschlossenen Eingängen. Nachdem die Keltenstadt Heuneburg die älteste Stadt Deutschlands ist, wäre eine Besichtigung der Anlage sicher interessant gewesen. Die befestigte Kernanlage des frühkeltischen Fürstensitzes aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist etwa 300 Meter lang und bis zu 150 Meter breit. So gibt es nur ein Bild, das ich über den Zaun des Eingangs gemacht habe.





Bevor wir unser Tagesziel Riedlingen anfahren machen wir noch einen Abstecher zum Bussen. Der Bussen ist ein 767 Meter hoher Berg in Oberschwaben zwischen Unlingen und Uttenweiler, auf dessen Gemarkung er liegt. Er ist einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte Oberschwabens und ein hervorragender Aussichtsberg mit Blick bis zu den Alpen. Manchmal wird er als „Hausberg Oberschwabens“ oder „Der Heilige Berg Oberschwabens“ bezeichnet. Die Aussicht ist wirklich gut, aber von Westen her nähert sich eine Gewitterfront, so dass wir bald wieder vom Berg heruntergehen und mit dem Gogolobil nach Riedlingen zum dortigen Stellplatz unmittelbar an der Donau auf einem großen Parkplatz inmitten der Stadt fahren.









Wir wollen heute schwäbisch essen und folgen einer Empfehlung: zum „Gasthof Hirsch“ in Riedlingen, Lange Str. 17. Und es war (trotz – oder gerade wegen - Pächterwechsels im März 2015) eine sehr gute Empfehlung. Der
schwäbische Zwiebelrostbraten mit Spätzle war ein Gedicht, das Fleisch war super zart und die Sauce sehr schmackhaft.






Vorher besichtigten wir noch ausgiebig die Innenstadt von Riedlingen mit den beeindruckenden Fachwerkhäusern. Sehr auffallend ist, dass die Menschen hier ausgesprochen freundlich sind.










Gleich in der Nähe des Stellplatzes ist in Richtung Stadtmitte auch ein Bäcker. Am nächsten Morgen gibt es von dort frische Brötchen. Die dazu passende selbst gemachte Bauernbutter haben wir von einem Bauern am Stellplatz bei Mengen erworben, der dort seine Waren feilgeboten hat. Der neue Tag kann beginnen!

Und er beginnt mit schönem warmen Wetter, so dass die nur einstündige Fahrt über 55km nach Ulm das reinste Vergnügen ist. Wir machen aber noch einen Abstecher nach Blaubeuren zum sog. Blautopf. Den muss man gesehen haben. Der Blautopf in Blaubeuren ist die zweit-wasserreichste Karstquelle Deutschlands. Hier entspringt die Blau, die nach rund 22 km im Ulmer Stadtgebiet der Donau zufließt. Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers. Und tatsöächlic h ist das Wasser intensiv blau! Am Blautopf gibt es ein Hammerwerk, das vom Wasser der Quelle angetrieben wird.








In Ulm ist in der Nähe der Donau und des Stadions ein großer Wohnmobil-Stellplatz, von dem man unschwer zu Fuß, mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt kommt. Schön ist der Stellplatz nicht, aber er liegt in der Nähe der Donau und in die Stadt geht ein schöner Radweg dem Fluss entlang.

Wir fahren mit den Pedelecs am nächsten Tag ins Zentrum von Ulm und lassen die Räder am Metzgerturm stehen. Von dort ist es nicht weit zum gotischen Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, 161,53m hoch. Beeindruckend, was da für ein Bau vor über 500 Jahren begonnen hat. Nach den Plänen bei Baubeginn fasste das Münster mehr als doppelt so viele Menschen als damals Ulm Einwohner hatte. Wir gingen kreuz und quer durch die Stadt und waren am Ende auch im idyllischen Fischer- und Gerberviertel. Aber auch das gotische Schmuckstück der Stadt, das Rathaus mit der astronomischen Uhr aus dem 16. Jh. wäre durchaus sehenswert, wenn nicht ein Teil der Fassade gerade eingerüstet und renoviert wird.
















Wie es weiter geht, das steht dann im nächsten Bericht.


Bis dahin viele in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 05 Jun 2015 22:21:19

Der nächste Bericht wird noch etwas auf sich warten lassen, denn es ist viel zu heiß, sich im Fahrzeuginneren hinzusetzen und einen Reisebericht zu verfassen. Nachdem auf meinen letzten Bericht von euch keine großen Reaktionen erfolgten, denke ich, euch geht es nicht viel anders. Aber sobald es etwas kühler wird, setze ich mich wieder hin und schreibe...


Habe die Ehre

Gogolo

macagi am 06 Jun 2015 08:59:13

Doch, schön. Bilder die ich gut kenne!
Verkehrte Welt. Wir sind gerade an der fr. Atlantikküste, im Womo 23, draußen momentan 13 Grad.....war aber heiss, und soll es morgen wieder werden.

Neuburg/Donau nicht auslassen. Kostenloser SP direkt an der Donau.

pipo am 06 Jun 2015 20:34:08

Ach Gogolo, die meisten sind im verlängerten Wochenende und dann dazu noch dieses traumhafte Wetter :mrgreen:
Spätestens um Weihnachten herum hagelt es wieder positive Rückmeldungen :wink:

Mal wieder eine wunderschöne Ecke die ihr Euch ausgesucht habt :ja:
Apropo, weisst Du was mir an Deinen Berichten fehlt? Ein Google Maps Ausschnitt eurer jeweiligen Etappe :lach: :ja:

Herzliche an Gogoline und geniesst die Tour:D

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