Ich habe alle gefragt, ob einer mit will. Jedem aber auch gleich zu verstehen gegeben, dass er nicht unbedingt mit muss und siehe da....ich fahr allein. So wars geplant :D
Die Tour wollte ich an Christels „über Ostern in den Elsass“ anlehnen, mit Schwerpunkt auf die Störche. Nie hatte ich bisher Störche in Freiheit gesehen, das geht doch nicht. Also los:
Ich habe mein Wohnmobil also mit zur Arbeit genommen, um dann Mittwoch Mittag von dort aus zu starten. Das verhindert auf jeden Fall, dass noch ein Familienmitglied zusteigen kann. :twisted:
Die Fahrt war angenehm. Keine Staus bis Straßbourg. Dort hat es auch nur ein paar Minuten gedauert. Das war ja schon mal ein schöner Start. Ich bin dann bis Mittelbergheim gefahren um dort auf dem Parkplatz vor dem Friedhof zu nächtigen. Das war auch echt super.
Wir waren mit 2 Mobilen. Es war bis Mitternacht laut, denn die einheimische Jugend traf sich dort oben. Mir scheint, das passiert regelmäßig. Lässt sich aber gut mit leben.


Angekommen war ich der Meinung, Bewegung tut gut. Also hab ich mein Rad geschnappt und bin die kurze aber heftige Strecke nach Barr runter gefahren.


oh mein Gott, schlimmer gehts nimmer :eek:

Und wieder rauf

Am nächsten Morgen

huch da hat wer vergessen, den Mond über Tag wegzupacken
gehe ich zur nächtlichen Nachbarschaft

uiii wo scheint denn da die Sonne durch

nach 20 Liter Wasserklau auf dem Friedhof geht’s dann weiter.
Erstes Etappenziel die Burg Koenigsbourg. Die muss sein.

Morgenstimmung

kein Wunder, dass ich keine finde. Die sind alle gemeuchelt :eek:


ich bin natürlich rein

Da ich doch recht früh am Morgen dran war ( Wer mich kennt, weiss, dass ich gerne gegen 6.30 aktiv werde ) gehörte ich zu den ersten in der Burg. Das macht das fotografieren echt einfacher. Flugs noch an einer Gruppe vorbeigedrückt und schon war ich an der Spitze des Staus.


nicht gemütlich das Bett


Weiter geht’s. Nächste Etappe soll sein Ribeauville, der Störche wegen.
Vorbei komme ich an Bergheim.

Hallo? Sieht so gar nicht nach zu Hause aus. In R. stell ich mich auf den Stellplatz hintendurch, kram unverzüglich mein Fahrrad raus und dreh erst mal ne Runde zurück nach Bergheim. Das will ich mir doch genauer ansehen.
Ein wirklich schöner Ort.




auch ein verstecktes Rad

was war zuerst? Straße oder Haus? Egal hauptsache es passt
Dann retour, denn ich such immer noch nach den Massen von Störchen. Bisher war ich da etwas glücklos.
Also ab ins Städtchen. Sehr schön


Und da haben wir es. Das erste Storchennest



wenn schon nicht so viele echte Störche, dann vielleicht diese hier?

Weiter geht’s. Da geht noch mehr. Dachte ich. Aber es kam nix. Also hab ich mich kurz entschlossen aufgemacht Richtung Hunawir. Dort gibt es einen Storchen- und Otterpark. Da werd ich doch diese Viecher finden.
Ich düs also mit dem Rad los und siehe da, auf einmal sehe ich weitere Nester. Ausserhalb des Stadtkerns. Super.


so eine Wohnung unmittelbar neben der Sirene hat was. Fragt sich nur was :lach:
Trotzdem fahr ich in den Park und das war schon toll.

Storchenbabys aller möglichen Geburtsdaten können da besichtigt werden


und die alten sind total gelassen dabei


natürlich gibt es in dem Park noch viel mehr zu sehen. Aber das sprengt den Rahmen. Auch eine Tiershow, die aber meiner Meinung nach genausogut wegfallen könnte. Für Kinder jedoch sicherlich schön

zurück in Ribeauville dann dieses Prachtexemplar, der dann anschließend den Verkehr lahmlegte

Stauverursacher
Am Abend dann das Problem. Die Sat-Schüssel fährt zwar aus, dreht aber nicht. Verdammt.
Was tun? Forumshilfe war leider nicht. Ich hab dann Schmiermittel gekauft und bin dann raufgeklettert und hab alle Gelenke, wo ich drankam, geschmiert. Gewartet, noch mal versucht. Shitkram, tuts nicht. Also geguckt, wie stehen die Schüsseln bei den anderen.
Jou passt. Wohnmobil drehen und neuer Versuch. Und siehe da, es reichte. Ich konnte fernsehen. Frau muß auch mal Glück haben. Problem zwar nicht gelöst, aber immerhin verschoben.
Tag 3 ich fahre nach Turckheim und wähle die Route über die Berge. Einfach nur geil.
Kintzheim

Vorbei gehts am Lac Blanc


Und mittendrin auch mein erster Soldatenfriedhof. Auch nicht schlecht. Schnell anhalten und fotografieren. Damit hab ich gar nicht gerechnet.






und weiter gehts


Ich tucker gemütlich bis Munster weiter und gucke mir den Stellplatz an. Ach eigentlich hab ich keine Lust auf Stadt. Fahr einfach weiter bis ich in Turckheim lande. Stellplatz ist schnell gefunden am Kanal. Ich pack wieder mein Rad raus und guck mich um.



Irgendwie reicht es mir dann auch schon, so viel Ort isses ja nicht.
Also was tun, in meiner Unrast. Weiterfahren. Und lande schließlich in Equisheim. Dort stell ich mich auf den Parkplatz am Friedhof, richte mich häuslich ein und guck, was macht das Fernsehn? Siehe da, die Schüssel dreht, mault zwar, aber dreht. Abend gerettet
Also Fahrrad raus und ab die Post. Alles angucken. Tatsächlich auch hier wieder die Störche.
Das ist schon was tolles. Wenn auch nicht in den Ausmaßen, wie ich gedacht hatte, so habe ich doch einige recht nah gesehen







Am nächsten Morgen mache ich mich wieder auf, durch die Vogesen so langsam Richtung Norden aufzubrechen. Ich fahr gemütlich rauf auf 1200 Meter. Schnell ging auch nicht, denn es ist Samstag und Gott und die Welt unterwegs. Vor allem Rennräder
Und netterweise gibt’s noch ein „Geher“-Rennen. Mit Polizeiabsperrungen und Begleitfahrzeugen usw. Da wird die Fahrt zum wahren Vergnügen. Ich werde aber noch mal wieder kommen. Dann aber mit Motorrad.



Übernachtet hab ich dann in Kehl. Eigentlich wollte ich nach Straßbourg, aber der Platz war so was von miserabel, dass ich nach 10 min entschieden habe, auf die andere Rheinseite zu fahren. Der Straßbourger war nicht kostenlos, der war „billig“!!!

der Weisstannenturm

da muss ich mal hoch




Am Sonntag heißt es dann nach ausschlafen und gemütlich frühstücken, ab nach Hause
Früh genug um jeglichen Stau aus dem Wege zu gehen.
Bis zum Herbst in Frankreich!

