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Reisebericht Südpolen von Görlitz bis Tarnow 1, 2, 3, 4, 5


Julia10 am 15 Jul 2015 15:29:59

Bereits im letzten Sommer begeisterten mich die polnische Ostsee und die Masuren. Freundliche, hilfsbereite Menschen, unberührte Natur, Kulturschätze und Orte , von denen ich nicht einmal ansatzweise auch nur eine Ahnung hatte, machten den Urlaub zum Erlebnis.
Siehe --> Link

Es kann nur noch besser werden, dachte ich so und bereiste ich, nach längerer Vorbereitung im Sommer 2015 den südlichen Teil Polens, ausgehend von Görlitz, an der Grenze entlang gen Osten bis nach Tarnow. Insgesamt 3400 Kilometer und leider nur 250 Kilometer mit dem Fahrrad, es war zu heiß, die Höhenunterschiede und Steigungen mörderisch.

Hier in Kurzform meine Reiseroute:
Pirna, Görlitz/Zgorzelec, Jelenia Gora/ehemales Hirschberg, Karpacz, Klodzko/ehmals Glaz
Nysa/ ehem. Neiße, Glubczyce/ehem. Löbschütz, Wadowice (Salzbergwerk), Zakopane
Tarnow (von hier aus auf die Route der Holzkirchen), Krakow ehem. Karakau
Wroclaw ehem. Breslau, Javor Friedenskirche.










Es fällt mir noch immer schwer, die polnischen Ortsnamen zu schreiben. „Cuzyzc“ usw. gehen mir nicht so leicht von der Hand. Also, falls ich mal Ortsnamen nicht korrekt geschrieben habe, es ist keine Absicht.

Wenn es Euch interessiert, lade ich gerne zur „Nachlese“ ein. Mögt Ihr, „alte Gemäuer“, Kirchen, bunte, wunderschöne Marktplätze, bunte Märkte, hohe Berge, Holzkirchen, endlose Weiten, ohne Menschen zu treffen?

Es wird ein Reisebericht in mehreren Etappen, dauert also etwas, bis er komplett eingestellt sein wird.

Dann kann es jetzt losgehen?

Freie Fahrt :!:



Sommerferienbeginn in NRW: Am Samstagmorgen fahre ich los in der Gewissheit, dass ich, wegen der angesagten Reisewelle und den damit verbundenen Staus, nur kurze Strecken fahren werde und häufig Rast mache, bzw. unterwegs übernachte.
Aber, ich komme gut voran, kaum Betrieb auf den Autobahnen, bin teilweise auf weiter Flur alleine und fahre, mit kleinen Pausen, bis Pirna durch.

Auf einem Rastplatz treffe ich dieses Wohnwagengespann inclusive Familie an. Familienfoto auf dem WOWA und die komplette Familie mach gerade Pause. :)



Pirna ist sehenswert und als ich am späten Nachmittag ankomme, zieht sich der Himmel dunkel zu.





Mit der kleinen Fähre, die vom Stellplatz aus übersetzt, fahre ich über die Elbe, mit Blick auf die Stadt und das Schloss.





Ein kleiner Rundgang durch Pirna geht noch.



Was mag das für eine Anstalt sein :?:




Enge Gassen, hohe Häuser in der Altstadt.




Kleine, nette Geschäfte in den Seitenstraßen.



Die Stadtkirche mit einem Bleiverglasten Eingangsbereich.



Ein kurzer Blick in die Kirche wird uns noch gewährt, dann schließt sich die Tür für heute.



Ein dicker Platzregen beendet meinen Rundgang durch Pirna.



Zu Fuß geht es über die Elbbrücke zurück zum Stellplatz (der Fährmann hat Feierabend).







Stellplatz Pirna
--> Link

Am späten Abend noch ein Blick auf und über die Elbe. Es hat sich noch ein Ehepaar mit einem Kastenwagen eingefunden, so bin ich in dieser Nacht nicht alleine auf dem Stellplatz.







Am nächsten Morgen geht es in Richtung Görlitz :)

Fortsetzung folgt :!:

Julia

Julia10 am 15 Jul 2015 18:03:35

Nach einem kleinen Frühstück mit mallorkinischer Organgenmarmelade :) starte ich früh am Morgen.



Allein, allein auf der Autobahn :) Ich genieße die Fahrt auf eine teilweise neuen Autobahn :!:



Das Morgenlicht verzaubert die Landschaft.




Die Parkplatzssuche in Görlitz gestaltet sich recht schwierig. Ich lande auf dem Marktplatz, der sonntagsmorgens zu unchristlicher Zeit noch völlig leer ist. So parke ich in der guten Stube von Görlitz, kostenlos am Sonntag, versteht sich.



Bunte, in Pastelltönen angemalte Bürger und Kaufmannshäuser, stehen um den Marktplatz.




Ein Restaurant lockt Besucher, nach einem ausgiebigen Spaziergang, zur Einkehr.



Unter Steinbögen hindurch begeht man die engen Gassen.







Politische Entscheidungen nach dem Krieg machten Görlitz zu einer geteilten Stadt, recht und links der Neiße, Görlitz und Zgorzelec. Heute kann man diese geschichtsträchtige Brücke einfach überqueren. Macht mir immer noch ein eigenartiges Gefühl.

Ein Blick auf Görlitz von Polen aus gesehen.



Entlang der Neiße sind auf polnischer Seite einige Häuserreihen restauriert worden, an sonsten wirkt die Stadt sehr trostlos.



Ein Restaurant unterhalb der Brücke erinnert an die Zeiten, in denen nicht jeder diese nicht Jeder überschreiten durfte.



Trockenen Fußes ist es möglich, Teile der die Innenstadt anzuschauen.



Kellergewölbe dienen als Geschäftsräume, Gaststätten usw.







Historische Stadtführungen, mit ebensolchen, gekleideten Stadtführern, lassen die wechselvolle Geschichte der Stadt lebendig werden.



Die Kirche am Marktplatz.



Ich möchte hier nicht zu viel von Görlitz berichten, denn mein Ziel ist Polen.

Nach dem Grenzübertritt, den man nicht mehr spürt, oder direkt wahrnimmt, fahre ich an der tschechischen Grenze entlang nach Bogatynia früher Reichenau.



Fortsetzung folgt:

Julia

Anne42 am 15 Jul 2015 18:55:35

Julia, wie wunderbar, freu mich sehr auf die Fortsetzung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

nuvamic am 15 Jul 2015 18:57:33

Dafür, dass du über Zeitmangel klagst, geht es ganz schön schnell vorwärts. Tut uns Lesern natürlich gut (wir sind ja neugierig) - aber lass dich nicht stressen. Wir genießen das Mitreisen in jedem Tempo... :D

eijden am 15 Jul 2015 19:07:17

Hallo Julia,
was für schöne Bilder! Wieder einmal richtig interessant, Dein Reisebericht. Ich bin auch schon ganz gespannt auf die Fortsetzung....
Ich wünsche Dir noch weiter eine gute Fahrt und viele interessante Eindrücke :daumen2:

leoline am 15 Jul 2015 20:07:23

Wie schön, dass du dir doch die Zeit nimmst, einen Reisebericht über dieses interessante Land zu schreiben!
Ich werde dich natürlich virtuell von Anfang bis Ende begleiten!

sensei am 15 Jul 2015 21:07:21

Hallo Julia,

Danke fürs virtuelle mitnehmen, freue mich schon auf die weiteren Reiseberichte.



Wolfgang

motorrad758 am 15 Jul 2015 22:53:56

Schöner Reisebericht
Danke :ja:

Helmchen am 15 Jul 2015 23:26:35

Hallo Julia,
ich liebe solche Art Reiseberichte. Das machst Du sehr schön. Tolle Bilder noch dazu.

inga am 16 Jul 2015 07:43:33

Hallo Julia,

vielen lieben Dank für diesen tollen Reisebericht und deine schönen Aufnahmen.Immer schön zu lesen und mit dir mitzureisen

Liebe Inga

ToMTuR.de am 16 Jul 2015 08:49:25

Guten Morgen Julia,

ich freue mich sehr über Deinen interessanten Bericht und die schönen Fotos, die Gegend steht bei uns auch noch auf der Liste. :)

VG Harriet

soletti1 am 16 Jul 2015 08:52:45

Hallo Julia

danke das du Dir wieder die Mühe machst einen Reisebericht über dieses doch eher unbekannte Land zu machen.

Bis jetzt sehr schön beschrieben mit schönen Bildern, freu mich schon auf die Fortsetzung des Berichtes :ja: .

Julia10 am 16 Jul 2015 10:20:16

Freue mich über Eure Rückmeldungen und mache dann mal weiter:

Ich bin wieder ganz allein auf weiter Flur, manchmal dauert es ca 15 Minuten, bis ein Auto in Sicht kommt.
Wie Ihr seht, sind die Straßen hier hervorragend. Kleinere oder Seitenstraßen dagegen sind oft mit Schlaglöchern übersät.



Diese Grenzregion wirkt sehr ärmlich. Weit auseinaderliegende Ortschaften, Häuser, die schon lange werder Farbe noch mit Errungenschaften unserer Zivilisation ausgerüstet sind. So richt es in der Mittagszeit (obwohl 34 Grad im Schatten) intensiv nach Braunkohle. Man scheint hier auch auf kohlebeheizten Herden zu kochen.














Am Wegesrand immer wieder riesige Blumenfelder.










das ehemalige Seidenberg

Ein hübscher kleiner Marktplatz.



Von der ehemals evangelischen Kirche steht noch der Kirchturm.

Übrigens, in vielen Bereichen findet man Informationen auch in deutscher Sprache. Es gibt aber auch Gegenden, in denen weder Informationen noch Führungen usw. in Deutsch angeboten werden.







Einige wenige zerstörte Grabmale von ehemalig deutschen Bewohnern liegen neben dem Kirchturm.






Vom Michaelisberg schweift der Blick über grüne Landschaften









Fortsetzung folgt :!: .

Julia

Julia10 am 16 Jul 2015 12:41:54

Löwnmäulchen in allen Farben sind in den kleinen Gärten hinter Maschendrahtzäunen zu bewundern.











Ein kleines Stück fahre ich durch Tschechien. Auch hier könnte man sich länger aufhalten, denn es gibt viel zu sehen.

Mein Navi jagdt mich durch sehr enge und steile Straßen, so das ich manchmal Sorge habe, stecken zu bleiben.
Die Aussichten auf Burgen und Schlösser ist jedoch grandios.







Um wenigstens hin und wieder eine Orientierung zu haben, wo ich mich gerade aufhalte (mit Hinweisschildern geht man hier recht sparsam um) fotografiere ich die wenigen, die oft versteckt stehen.





Am späten Nachmittag komme ich in Jelenia Gora, dem ehemaligen Hirschberg an und quartiere mich hier ein.

--> Link

An der Rezeption spricht man deutsch, alles weitere entnehmt bitte dem Link.




Die für diese Gegend typischen Holzbalkone sind teilweise liebevoll restauriert.



















Ein großer Teil dieser Gegend ist stark katholisch geprägt. Bereits am frühen Morgen, sobald die Kirchen und Kapellen geöffnet werden, kommen Gläubige zur stillen Andacht. Kniend auf dem Steinfußboden oder in den Kirchenbänken, beten und bittensie andächtig. Wer keine Zeit für einen Kirchenbesuch hat, bekreuzigt sich im Vorbeigehen.







Der Durchgang zur Fußgängerzone







In fast allen Straßen stehen Händler, die frisches Obst und Gemüse verkaufen. Hier nehme ich die ersten Kirschen mit. Dicke, schwarze Kirschen, das Kili zu 10 Zloty.

Kühle Laubengänge führen um den gesamten Marktplatz, bei inzwischen 35 Grad willkommene Schattenspender.




Das Touristikbüro ist in einer alten Straßenbahn stilvoll untergebracht.













Fortsetzung folgt :!:

Julia

Aretousa am 16 Jul 2015 13:02:54

Hallo Julia, ich bin jetzt auch eingestiegen und freue mich auf die Weiterfahrt. Danke schon mal.

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