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Meldepflicht


sommer2015 am 20 Jul 2015 17:54:28

Hallo Zusammen,
ich habe meine Wohnung gekündigt, möchte mal 1-2 Jahre nur unterwegs sein.
Bei Bekannten wollte ich mich polizeilich, also auf dem Amt, anmelden.
Nun sagte mein Bekannter, dass ich dann auch Müllgebühren zu bezahlen hätte. Das wäre so bei seiner Nichte gewesen, die dort mal für 2 Jahre im Keller ein Zimmer bewohnt hatte, da sie in der Ausbildung war.
Postalisch wäre das kein Problem, einfach den Namen an den Briefkasten.
Gibt es hier Reisende, die diese Situation kennen und nun nur noch im Wohnmobil leben?
Was gibt es zu tun, zu beachten?

Liebe

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wolfherm am 20 Jul 2015 17:58:44

Bei uns gehört die Mülltonne zum Haus und nicht zu bestimmten Personen. Aber vielleicht ist das bei euch anders geregelt.

Lancelot am 20 Jul 2015 18:01:29

sommer2015 hat geschrieben: Nun sagte mein Bekannter, dass ich dann auch Müllgebühren zu bezahlen hätte.


Kenn´s auch nur so, daß die kommunalen Abgaben der Grundstückseigner berechnet kriegt.
Der wird dann - je nach Mietvertrag mit den Bewohnern - die Kosten dafür umlegen ...

1976Winnebago am 20 Jul 2015 18:13:17

Hallo, bei uns (Kommune in NRW) gehört die Mülltonne auch zum Haus, unabhängig von der Zahl der Bewohner. Man kann die Größe (120 oder 240 Liter), und den Abholrythmus wählen, ob 4, oder 8-wöchentlich.
Hier würde zumindest mülltechnisch kein Aufhebens über eine weitere Person gemacht.
, Matthias

ganderker am 20 Jul 2015 18:15:25

sommer2015 hat geschrieben:Bei Bekannten wollte ich mich polizeilich, also auf dem Amt, anmelden.
Nun sagte mein Bekannter, dass ich dann auch Müllgebühren zu bezahlen hätte.



Leider weiß ich nicht, wo du wohnst, aber bei unserem Landkreis ist es auch so. Abgleich alle 12 Wochen mit dem Melderegister, dann muss der Grst.Eigentümer mehr Grundgebühr für Müll bezahlen, wenn jemand zusätzlich im Haus wohnt.

Ganzalleinunterhalter am 20 Jul 2015 18:25:51

Bei uns richten sich die Müllgebühren auch nach den gemeldeten Personen im Hause.
Hätte da einige Treads für Dich, die das Tema dauerhaft im Womo behandeln:
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kaiuwe am 20 Jul 2015 19:29:58

Hallo,
bei uns richtet sich der Müll auch nach den Personen. 20 Liter pro Person und Woche MÜSSEN bezahlt werden, egal ob man soviel hat oder nicht.
Als mein Sohn 500km weit weg gezogen ist und bei uns nur noch als "Zweitwohnsitz" gemeldet war wurde meine Müll-Reduzierung abgelehnt. Erst nach Abmeldung wurde es akzeptiert. Mich wunderte nur, dass die Wirtschaftsbetriebe direkten Datenzugriff auf das Meldeamt hatten.


Kai-Uwe

wolfherm am 20 Jul 2015 19:51:33

Amtshilfe....

Verratnix am 20 Jul 2015 20:12:04

Eine Melderegisterauskunft bekommt jeder, auch Privatpersonen.

eaglesandhorses am 20 Jul 2015 22:19:09

Such dir halt einen anderen Bekannten in dessen Kommune es nicht so gehandhabt wird.
Bei uns ist es zb auch nicht der Fall und wir zahlen nur die schwarze Tonne nach Größe und nix für Bio, Papier ect.
Das kann jede Stadt/Kommune selbst festlegen. Es gibt zb auch welche, da werden die Tonnen gewogen.

gotthilf am 20 Jul 2015 23:45:59

Bei uns geht es auch nach Anzahl der gemeldeten
Personen. Egal ob da oder nicht. Das ist ja nicht die Welt was da jetzt anfällt. Hauptsache gemeldet!
MfG
Gotthilf

dylan08 am 21 Jul 2015 13:32:28

Was allerdings auch sein kann, das eine bestimmte Menge Abfall pro Person gerechnet wird. Bei uns 20 Liter/Person
Ist bei uns so. Wir teilen uns die Mülltonnen mit dem Nachbarn. Kurzzeitig waren mal insgesamt 5 statt 4 Personen für den "Müll" gemeldet.
Da kam sofort die Aufforderung das wir eine 120 Liter Tonne ordern sollen.

Mal auf der Gemeinde nachfragen. Wenn es nur als Meldeadresse genutzt wird gibts vielleicht eine Ausnahme. Wir haben für 3 Monate eine
Ausnahme vereinbart, da die 5. Person nicht bei uns gewohnt hat.

Mover am 21 Jul 2015 16:23:41

Verhandeln kann helfen. Unsere Müllgebühr wurde um 50% reduziert, weil wir glaubhaft machen konnten, dass wir mindestens ein halbes Jahr auf Achse sind.

Ich kenne es aber auch, wenn z.B. Mieter ausziehen, dass die Gebühr bleibt. Außer dem Grundausleeren entstehen natürlich weniger Kosten, weil der Tonneninhalt gewogen wird.

bernhardm am 22 Jul 2015 19:50:31

Das kann sehr individuell sein. Bei uns zahlt der Bewohner pro Haushalt, nicht der Eigentümer (leer stehende Immobilien zahlen keine Müllgebühren). Die Preise richten sich nach Behältergröße, eine gewisses Verhältnis von Personenanzahl zu Behältergröße wird vorausgesetzt. Jede Leerung kostet extra, ebenso Biomüll. Müllgemeinschaften zahlen fast so viel wie die beteiligten Haushalte getrennt bezahlen würden. Daten kommen vom Einwohnermeldeamt, Verhandeln ist nicht möglich (nur Abmelden, aber irgendwo muss man seinen Wohnsitz ja melden, sonst hat man als Sesshafter noch ganz andere Probleme).

Das Argument "ich bin da gemeldet, wohne aber nicht dort" würde ich gegenüber Behörden sparsam einsetzen, denn das kann schnell ein Verstoß gegen die Meldepflicht sein (dürfte jedoch bei 6 Monaten Abwesenheit im Urlaub, Montagetätigkeit etc. nicht der Fall sein).

Pilger am 29 Jul 2015 17:56:00

Soweit ich das recherchiert habe, gibt es (entgegen der allgemeinen Auffassung) in Deutschland KEINE generelle Meldepflicht. Laut Meldegesetz bist du verpflichtet, dich beim Einwohnermeldeamt anzumelden, WENN DU EINE WOHNUNG BEZIEHST, und zwar nur dann. Da ein Wohnmobil aber (zumindest solange es nicht dauerhaft fest am selben Platz steht) nicht als Wohnung gilt, bist du folglich auch nicht verpflichtet, eine Meldeadresse zu haben. Im Gegenteil, es ist sogar letztlich strafbar oder zumindest eine Ordnungswidrigkeit, wo gemeldet zu sei, wo man nicht wohnt.
Allerdings: Man muss dann zumindest, soweit ich weiß, eine sogenannte "ladungsfähige Postadresse" haben (ich glaube, so heißt das ...), ladungsfähig bzgl. eventueller Gerichtssachen u.ä., also, sprich: eine feste Postadresse must du haben, aber keine Meldeadresse. Insofern dürfte sich dann auch die Diskussion um die Müllgebühren erledigen.
Zu bedenken ist jedoch, dass viele Behörden-Dinge, z.B. KFZ anmelden etc. sehr viel komplizierter werden, wenn man keine Meldeadresse hat. Komplizierter, weil viele Behörden nicht wissen bzw. nicht wissen wollen, dass sie, wenn deine Postadresse in Ihrem Bezirk liegt, zuständig sind, auch wenn keine Meldeadresse vorliegt.

Soweit mein Kenntnisstand (ohne Gewähr!), recherchiert vor 2 Jahren, als ich selbst komplett ins Wohnmobil gezogen bin.

und gutes Gelingen!
Pilger

DigiMik am 30 Jul 2015 03:09:58

ät Pilger:
So isses...
Bei der Ladungsfähigen Anschrift sollte es dort auch eine Vertrauensperson geben, die die laufende Post erledigt und ggf. tätig wird. Immer dann, wenn Fristen einzuhalten sind.
Und dies sollte auch vertraglich festgelegt werden, eben wegen evtl. Fristen (z.B. Ordnungswidrigkeiten). Dieser Person obliegt es auch, ob die Fristen eingehalten werden und ist ggf. schadensersatzpflichtig.
Macht man das nicht, kann es zumindest in bestimmten Fällen teuer werden. Hat man keine Vertrauensperson, die diesen Dienst übernimmt, gibt es auch Anwälte, die diesen Service übernehmen, kostet allerdings...

LG vom Mikesch

Pilger am 30 Jul 2015 21:08:06

Hey DigiMik,

das ist schön, das mal von jemandem bestätigt zu bekommen. Hatte mir das damals nur aus diversen Quellen im Netz zusammengelesen, und mir auf die mehr oder weniger durchgehend herrschende Unklarheit dann letztlich diesen Reim gemacht.

,
Pilger

schnatterente am 31 Jul 2015 12:14:13

Wir haben bei uns auf dem Landratsamt schon zwei mal einen eigenhändigen Antrag auf Müllgebührenbefreiung gestellt, da wir viel im Ausland sind - ohne Probleme wurde diese Gebühr ausgesetzt. Das läuft dann immer ein paar Jahre bis wieder einen Bescheid rausgeschickt wid. Es gibt auch einige Landratsämter, welche direkt PDF-Vordrucke zur Verfügung stellen, einfach mal danach suchen. Die Müllgebührpauschale wäre aber bei uns zu zweit auch nicht die Welt gewesen (um die 40-45€ pro Jahr).

eragon am 31 Jul 2015 13:46:53

Guten Tag,

mit dem gleichen Thema gab es hier im Forum schon einen Thread, müßte mal jemand suchen der sich damit auskennt.

Man kann sich bei der Gemeinde abmelden und ins Ausland ziehen, ohne daß man da schon weiß wo man bleibt und gibt eine Adresse an wo die eventuelle Post hingeht, z.b. " A " wohnt bei " B " und das funktionierte bei mir 3 Jahre ohne einen festen Wohnsitz in Deutschland !

eragon

schnatterente am 31 Jul 2015 21:16:56

eragon hat geschrieben:und das funktionierte bei mir 3 Jahre ohne einen festen Wohnsitz in Deutschland !

Wo hast du dann dein Womo gemeldet?

eragon am 31 Jul 2015 22:55:03

schnatterente hat geschrieben: und das funktionierte bei mir 3 Jahre ohne einen festen Wohnsitz in Deutschland !

Wo hast du dann dein Womo gemeldet?


Guten Tag,

das habe ich so gelassen wie es immer war :) Steuern wurden abgebucht und Versicherung auch, da hat sich keiner für irgendwas interessiert. Im Ausweis oder Fahrzeugschein wird ja nix geändert.

eragon

sommer2015 am 01 Aug 2015 00:58:09

Ein Dankeschön an Alle, auch für die Links (Ganzalleinunterhalter).

Ich habe es nun geregelt!

Es gibt einen Unterschied zwischen Stadt und Land (hier bei mir jedenfalls).
Im Moment wohne ich im Landkreis. Ich wollte mich aber bei meiner Freundin in der Stadt anmelden.
Und das war die Schwierigkeit, von der ich hier schrieb.

Ich bleibe nun hier. (Hier, wo ich gerade wohne, also in der Straße).
D.h. ich melde mich bei Freunden an, die nur zwei Häuser entfernt wohnen.
Ihre Mülltonne fasst 120 l, und da die sie nur zu zweit sind, bin ich locker mit drin (in ihrem Haushalt).
Hier im Landkreis zählen 10 l pro Person.
Also keine Grundgebühr von soundsovielte Euros (hier! im Jahr um die 40 €).

Abmeldung/Ummeldung
Heute ist es so, wenn man seine Wohnung kündigt, dann zieht man ja "normalerweise" irgendwo neu ein. Dort geht man zum Amt und meldet sich an. Damit bekommt das Amt des "alten" Wohnsitzes eine Abmeldung. Aber nur dann!
Wenn man weggeht, ohne sich irgendwo anders neu anzumelden!!! (Das geht also nicht.)

Das Amt, wo man bislang wohnte, kann keine Abmeldung vornehmen.
Denn du musst mitteilen wo du bleibst, sonst giltst du ja alles "verschollen".

Ja wo gehst du denn jetzt hin?
Wenn man nun sagt, dass man ofW ist, also "ohne festen Wohnsitz", dann ist das nicht gerade optimal, es ist sozusagen "gar nichts".
Und welche Konsequenzen hat das? Finanzamt. Steuer etc... ?!
Also, besser ist, man ist irgendwo angemeldet.

Was mich angeht!
ICH hatte/habe keine Lust, (und sah es auch nicht ein), für etwas zu zahlen, das ich nicht brauche....sprich Müllgebühren und die dazu gehörige Grundgebühr.
Aber nun habe ich das, was ich wollte.
Eine Meldeadresse, eine Postadresse, ich kann mein Kennzeichen behalten.

Wie gut, dass man FREUNDE hat.

In diesem Sinne...

Nochmals "Danke" für Eure Worte, für Eure Tips.

Liebe
Sigrid

tobi02 am 02 Aug 2015 09:24:42

Nur mal so aus Interesse - was macht man dann eigentlich wenn man die Möglichkeiten nicht hat sich irgendwo "mitzumelden".

Nur einen "Briefkasten" mieten ist ind D meines Wissens illegal. Gartenlaube geht auch nicht weil für dauerhaften Wohnsitz nicht vorgesehen und ebenfalls illegal ist. Bleibt ja nur für möglichst wenig Geld irgendwo eine Wohnung zu mieten.
Entweder muss man sich also irgendwo in einer "Ruine" auf dem platten Land für 50€ in Mc-Pomm einmieten oder man sucht sich eine WG in seiner Heimatstadt in der man sich für kleines Geld melden kann. Die Frage ist halt ob man den Bewohnern soweit vertraut eventuell auflaufende Post nicht selbst zu lesen oder als Zündmaterial für den Heimischen Ofen zu nutzen.

Oder gibt es noch andere praktikable Möglichkeiten. Ohne festen Wohnsitz geht in D leider gar nicht. Ich schätze damit bekommt man nicht einmal einen Handyvertrag.

Pilger am 07 Aug 2015 15:22:38

ät tobi02: wie gesagt, du bist nicht verpflichtet, eine Meldeadresse zu haben, solange du keine Wohnung bewohnst. Einfach "nur" eine Postadresse zu haben, geht also rein melderechtlich bzw. juristisch wohl schon. Wenn man niemanden hat, an den man sich per c/o die Post schicken lassen kann, bleibt vermutlich nur, sich die Post an eine soziale Einrichtung für Menschen ohne festen Wohnsitz schicken zu lassen, was ich persönlich wegen der damit verbundenen Stigmatisierung nicht machen würde.

ät sommer2015: bist du sicher, dass das stimmt, dass man am Amt des bisherigen Wohnsitzes keine Abmeldung vornehmen kann? Auf der Homepage des hiesigen KVR kann man ein Formular speziell für die "Abmeldung" ausdrucken. In der Ausfüllanleitung heißt es: "Abmelden müssen Sie sich (...) dann, wenn Sie aus einer Wohnung ausziehen und keine neue Wohnung im Inland beziehen. In diesem Fall ist der ausgefüllte und unterschriebene Meldeschein der Meldebehörde unverzüglich nach dem Auszug aus der Wohnung zuzuleiten". Also mir scheint, dass das durchaus möglich bzw. eigentlich sogar vorgeschrieben ist.

Für mich stellt sich bloß die Frage nach den Konsequenzen, d.h.: gibt es Behörden oder andere staatliche Stellen, denen meine Abmeldung von der Meldebehörde automatisch gemeldet wird? Wenn ja: welche? Und was für Konsequenzen hat das?

Kennt sich da jemand aus??


Pilger

buschdie am 07 Aug 2015 16:38:20

Datenabgleich.Gewerbebetrieb, Kfz Zulassungsstelle,Pass und Meldewesen bundesweit.
ohne Wohnsitz in Deutschland geht gar nix kein Bankkonto kein Kfz zulassen kein Amtlichen Angelegenheiten Regeln.zb.Pass verlängern oder so da musst man dann auf ein Konsulat zb Frankreich
.Wirst dann auch von den Ämtern behandelt wie ein Illegaler.Einzige was Funktioniert ist Finanzamt denen ist es egal Postfach reicht da auch wobei ein Postfach bekommst eigentlich auch nur mit Wohnanschrift ist alles im grauen Bereich Fakt ist in Deutschland ist Meldepflicht und Kommst der nicht nach wird es unangenehm und Teuer
hast Du Deine Wohnung aufgegeben und keine neue Meldeadresse so kann es ebenfalls sehr teuer werden wenn das die Zulassungsstelle mitbekommt,Zwangsstillegung und Bußgeldbescheid.

rorei am 07 Aug 2015 17:11:42

Wie macht es denn das "Fahrende Volk" in Deutschland, sind die 20 SUV's mit Weipert-Wohnwagen alle bei der Oma
in Bochum gemeldet? oder gibt es für die Sonderbestimmungen.
Roland

buschdie am 07 Aug 2015 18:12:07

Wenn Du Schausteller meinst die haben einen Wohnsitz innerhalb Deutschlands.Wenn Du Gypsy meinst auch und wenn 50 davon in einer Wohnung gemeldet sind.
Das ist ein Auszug aus einem Anderen Forum der es den Punkt bringt"jemand, der nur im Womo lebt, und damit auch noch ständig auf Achse ist, nie an einem festen Ort ist, der ist doch für den Staat bzw. seine Helfershelfer (Polizei, Gerichtsvollzieher) gar nicht greifbar, der kann doch gar nicht gefunden werden um ihn einzusperren, oder seinen Besitz zu beschlagnahmen (Pfändung ect.), oder dem kann man doch gar keine offiziellen Drohbriefe (Bußgeldbescheide ect.) schicken. Und NUR DARUM gehts doch am Ende, sonst nichts!!!"

wolfherm am 07 Aug 2015 18:21:29

Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung....

--> Link

Dazu gibt es noch Verwaltungsvorschriften. Viel Spaß beim Lesen......

ganderker am 07 Aug 2015 18:51:01

wolfherm hat geschrieben:Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung....


schade, dass du jetzt schon mit diesem ultimativen Link rüberkommst :D

es hatten sich doch gerade einige warmgelaufen :D

wolfherm am 07 Aug 2015 19:00:41

Wer da mal reinschaut, wird ganz schnell feststellen, dass das Melderecht nicht mit wenigen Worten erklärbar ist. Wenn ich vor der Frage stehen würde, wäre die vorsichtige Lektüre der Vorschriften mein Mittel der Wahl ....und dann würde ich in meinem Heimatort die Meldebehörde aufsuchen und die restlichen offenen Punkte mit denen abklären.

Und dann hätte ich sicherlich eine belastbarere Antwort.....

Pilger am 09 Aug 2015 21:28:09

Zumindest hat sich in der Neufassung des Meldegesetzes hinsichtlich dieser Punkte nichts geändert:
1. Wer eine Wohnung bezieht, muss sich anmelden.
2. Wohnmobil gilt nicht als Wohnung, sofern es bewegt wird.
3. Wer aus seiner Wohnung auszieht und keine neue bezieht, muss sich abmelden.
4. Sich wo anzumelden, wo man nicht wohnt, ist eine Ordnungswidrigkeit, Bußgeld bis 1000 Euro.

Bestätigt mich in meiner Auffassung, dass wir, die wir ausschließlich im Wohnmobil wohnen, eigentlich nirgends gemeldet sein DÜRFEN.

Leider kann ich die Quelle nicht mehr finden, in welcher steht, dass die Ämter und Behörden etc. sich auch dann kümmern müssen, wenn keine Meldeadresse existiert, sondern nur eine ladungsfähige Postadresse, die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt.

fmkberlin am 10 Aug 2015 02:40:37

Hallo,
mein Schwager lebt seit 2 Jahren in seinem Wohnmobil. Er hat sich damals ordentlich beim Meldeamt abgemeldet. In seinem Personalausweis ist das auch eingetragen. Ich weiß nicht mehr genau, wie das dort geschrieben steht und möchte deshalb hier nichts Falsches sagen. Habe es aber selbst gelesen. Als Postadresse (Nicht als Meldeadresse) hat er die von seiner getrennt lebenden Ehefrau (Weiß nicht ob das relevant ist, oder vielleicht auch jede andere natürliche Person möglich ist). Gerichtsstand, Arbeitsamt usw. gelten für diese Adresse.

aus Berlin
Frank

Pilger am 10 Aug 2015 13:57:43

Danke, Frank, für die Mitteilung dieses persönlichen Erfahrungswertes. Wenn auch "second hand" :) . Falls du dazu noch mehr erfahren solltest, würde es mich interessieren.

Was den Vorschlag von wolfherm betrifft, sich direkt beim Einwohnermeldeamt zu erkundigen, so weiß ich nicht genau, wie das umsetzbar wäre. Ich kann ja schlecht dort reinspazieren und meine Lage schildern, die ja, wie das Gesetz sagt, mit Bußgeld bis 1000.- Euro belegt werden kann. Selbst mit entsprechend indirekten Fragen hätte ich etwas Sorge, dabei die sprichwörtlichen schlafenden Hunde zu wecken...

Außerdem vermute ich stark, dass die Sachbearbeiterin Frau X von solch exotischen Fragestellungen nicht wirklich eine Ahnung hat.

Ist hier nicht zufällig ein Rechtsanwalt unterwegs, der sich auskennt ... :) ?


Pilger

Mover am 10 Aug 2015 15:02:34

Wie lange muss ich an einem festen Wohnsitz wohnen/übernachten?
Darf ich nicht Urlaub machen, so viel ich will?

Allerdings: wer länger als ein halbes Jahr in Spanien bleibt, muss z.B. sein Auto ummelden. Steuer & Versicherung sind dort billiger.
Ob es für einen sinnvoll ist, weiß ich nicht.

brawo1 am 10 Aug 2015 15:14:13

Hallo Pilger,

mach doch nicht so ein Problem daraus. Geh zum Einwohnermeldeamt, schildere deine Situation und die werden dir schon mitteilen, was möglich ist. Ich bin überzeugt, dass man dir dort einen Weg aufzeigen wird und den Kopf wird man dir auch nicht abreißen. Also, nur Mut.

fmkberlin am 10 Aug 2015 16:16:49

Hallo Pilger,
ich werde mich vorrausichtlich in der nächsten Woche mit meinem Schwager am Kummerower See treffen. (Meesiger)
Wenn Du möchtest kann ich ihn ja mit ein paar Fragen belästigen. Es scheint aber nur zu funktionieren,
wenn Du als Postadresse eine Vertrauensperson hast, die auch Deine Post öffnen darf. Da geht es, wie schon
weiter oben geschrieben, um Termine und Fristen.

au Berlin
Frank

wolfherm am 10 Aug 2015 17:19:13

Pilger,

selbst wenn nicht jeder Sachbearbeiter alle Sonderregeln kennen sollte, gibt es in den Meldeämtern aber auch "Spezialisten", die sich mit absonderlichen Fragen beschäftigen.

PS: Du könntest auch einen Rechtsanwalt als Postadresse benennen und ihn mit der Wahrnehmung deiner Amtsgeschäfte betrauen. Hat vor Jahren mal ein Verwandter von mir gemacht. Kostet aber auch Geld.

sabmatt am 11 Aug 2015 13:48:18

Melderecht ist Bundesrecht und von allen anderen Gesetzen lösgelöst.
Das soll soviel heißen wie, es gilt in jedem Bundesland und egal ob in der Stadt oder im letzten Kuhdorf.
Von allen anderen Gesetzen gelöst bedeutet, daß ich mich in jedem Wohnraum anmelden kann, egal ob er den baulichen, hygienischen oder sonstigen anderen Vorschriften genügt. Mit Wohnraum sind mit dem Boden verbundene Räume gemeint, also keine WoMos!

Das hat mit einer ladungsfähigen Anschrift nichts zu tun, diese ist melderechtlich allein das Problem des Bürgers wie er zu erreichen ist.

Das wohnen im WoMo muß da also irgendwie reinpassen.
Meines erachtens gibt es drei Möglichkeiten:
- umziehen zu Kindern, Verwandten, Freunden, usw. (mit dem Problem Müllgebühr)
- abmelden ohne festen Wohnsitz (Ich glaube die letzte Meldeadresse kann auf dem Ausweis verbleiben, um Diskriminierungen bei Kontrollen auszuschließen)
- abmelden ins Ausland (Dann verbleibt die letzte deutsche Adresse auf dem PA/Pass. Hat den Nachteil, daß dann das jeweilige Deutsche Konsulat für die Ausstellung neuer Ausweise zuständig ist.)

Nachfragen im Meldeamt ist nicht die schlechteste Idee.

TysonTravel am 12 Aug 2015 18:08:26

Der Mülleimer ist hier bei uns einem Grundstück / Wohnunh zugeordnet, nicht einer Person. Es gibt ja auch Mehrfamilienhäuser mit weniger Mülltonnen als Hausbewohnern

wolfherm am 12 Aug 2015 18:09:46

TysonTravel hat geschrieben:Der Mülleimer ist hier bei uns einem Grundstück / Wohnunh zugeordnet, nicht einer Person. Es gibt ja auch Mehrfamilienhäuser mit weniger Mülltonnen als Hausbewohnern



Wo ist hier! Fülle doch mal dein Profil aus.......

Pilger am 15 Aug 2015 10:59:05

Hi Frank,

ja, sehr gerne, das würde mich interessieren.


Pilger

Pilger am 15 Aug 2015 11:28:14

brawo1 hat geschrieben:Hallo Pilger,

mach doch nicht so ein Problem daraus. (...) Ich bin überzeugt, dass man dir dort einen Weg aufzeigen wird und den Kopf wird man dir auch nicht abreißen.


Da musste ich mit unseren lieben Ordnungshütern und Ordnungsämtern leider schon andere Erfahrungen machen. Deshalb die Vorsicht.

tonicek am 04 Feb 2019 19:57:15

wolfherm hat geschrieben:Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung....
--> Link

Toll! Der Ling geht aber nicht - wat denn nu ?

pipo am 04 Feb 2019 20:43:38

tonicek hat geschrieben:Toll! Der Ling geht aber nicht - wat denn nu ?

Nach 3 1/2 Jahren kann das schonmal vorkommen.
Wie wäre es mit selber suchen oder Du sagst uns was Du suchst? :nixweiss:

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