aqua
cw

Reisebericht: Wohnmobiltour Fränkische Seen und Altmühltal 1, 2, 3


frankjasper8 am 24 Jul 2015 23:19:16

Es ist Sommer in Deutschland und es ist ein ganz besonderer Sommer. Ich habe, wie so viele Andere hier im Forum, die ersten Juli-Tage für eine 13-Tage-Tour ins nördliche und mittlere Bayernland genutzt. Dabei machte ich Station am Main, an den Fänkischen Seen und an der Altmühl. Meine Eindrücke möchte ich Euch hier auch diesmal wieder schildern.

1. Tag: Dienstag, 30. Juni - Von der Leine an den Main

Meine Reise begann am Morgen gegen 08:30 Uhr, nachdem ich mich zuhause von den Eltern verabschiedet hatte. Nach fünf Wochen Wohnmobilabstinenz saß ich wieder hinterm Steuer des Ducato. Ich hatte Uuuuuurlaaaaub! :D
Ich startete den Motor und die 128 Pferdchen unter der Motorhaube zogen kräftig am Geschirr; die Reise beginnt. :)

Ich hatte im Vorfeld der Reise nicht so viel geplant, nur die grobe Richtung sollte das Altmühltal sein. So schlug ich die Südroute ein. Meistens wenn ich nach Süden fahre, nehme ich die Route vom Autobahndreieck "Drammetal" über die Bundesstrasse 27 über Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Bebra und Bad Hersfeld nach Fulda zur A 7. Diese Strecke wählte ich auch diesmal. So braucht sich der arme Ducato nicht auf der Autobahn durch die Kasseler Berge quälen und der Fahrer braucht nicht nur stur auf die Autobahn zu starren sondern kann mal links und rechts aus dem Seitenfenster schauen, denn die Landschaft hier lohnt einen Blick. Und als erstes Reisesouvenier nahm ich mir ein Kilo leckere Witzenhäuser Kirschen mit, denn hier im schönen Werratal werden Kirschen angebaut und auf den Parkplätzen gibt es einige Stände, wo man sie kaufen kann.
Auf der Bundesstrasse 27 muß man allerdings aufpassen, dort stehen einige dieser komischen Fotoapparate, die von armen Autofahrern gern mal ein kostenpflichtiges Foto machen. :D Aber als alter Hase und Kenner dieser Strecke nehme ich jedesmal rechtzeitig den Fuß vom Gaspedal. :D
Nach rund drei Stunden Fahrt erreichte ich bei Fulda wieder die A 7 und fuhr nun auf die "Bahn" und am nächsten Parkplatz gleich wieder runter. Es war Zeit für die Mittagspause



Mit Blick auf eine hier ansässige Speditionsfirma



gab es heute aus der Bordküche des Bürstner Solano ein leckeres Nudelgericht in Schinken-Sahne-Sauce...



Zum Nachtisch wurden die Witzenhäuser Kirschen probiert und für sehr gut befunden.

Nach der Pause und der Abwäsche ging die Reise auf der Autobahn A 7 weiter durch die Rhön bis zum Dreieck "Schweinfurt/Werneck". Hier bog ich auf die A 70 ab, um an Schweinfurt vorbei zu meinem ersten Etappenort Haßfurt zu gelangen. Haßfurt bietet uns Wohnmobilisten einen ruhigen Stellplatz direkt am Main...



Ich frage mich beim Blick auf das Schild, wer hier auf wen achten soll. Sollen die Radfahrer langsam fahren, weil die Wohnmobilisten dort umher laufen oder sollen die Mobilfahrer aufpassen und deshalb langsam fahren?
Na egal, jedenfalls ist es ein schöner Platz; es gibt noch ausreichend freie Stromanschlüsse. Auch ein WC-Häuschen mit Duschen ist vor Ort



Nach der etwa 5-stündigen Fahrt machte ich erst einmal eine Pause in der Sonne und später am Abend einen Bummel durch Haßfurt und ging zuerst zur Mainbrücke. Von dort blickte ich in Richtung Stellplatz



Der Womo-Stellplatz liegt unter den Bäumen versteckt am linken Bildrand an den PKW- und Bus-Parkplatz angrenzend.
Im kleinen Hafenbecken auf der anderen Brückenseite lag ein Flußkreuzfahrtschiff



Nein, es lag nicht, es setzte sich gerade in Bewegung



Durch eine enge Gasse kam ich dann zum Brückenturm.



Hier führte einst die Mainbrücke aus der Stadt auf die andere Flußseite



Eine sehenswerte Stadt lag mir vor den Füßen...



Das "obere Tor" oder Bamberger Tor genannt mit der heutigen Stadthalle, ehemals eine Zehntscheune





Schöne Fachwerkhäuser prägen das Strassenbild...








Schön anzusehen ist auch das "Alte Rathaus" und das nicht nur wegen dem blauen Sommerhimmel :)




So, das soll erst einmal als Einstimmung auf Haßfurt genügen, im nächsten Teil des Berichtes gibt es mehr Bilder von dort. Auf dem Rückweg zum Stellplatz am Main entlang schipperte ein weiteres Flußkreuzfahrtschiff vorbei...



Damit ging der erste Tag in Haßfurt auf dem Stellplatz zuende.

Tagesstrecke: 290 Kilometer

-> Stellplatzdaten: GPS-Koordinaten N 50°01´49 O 10°30´04
Anfahrtadresse: Ringstraße
Kosten: 6,- € / 24 Std - Strom 1,- € / 24 Std - Dusche 1,- € (ca. 6 Minuten)
WC und Entsorgung incl. - Frischwasser 1,- € ca 80 Ltr

Für die nächsten Tage war Schwitz-Wetter mit Temperaturen über der 30-Grad-Marke angekündigt :)

Fortsetzung folgt :)

frankjasper8 am 25 Jul 2015 14:51:19

Weiter geht`s... :)

2. Tag: Mittwoch, 01. Juli 2015 - Vom Main zum Rothsee

Die erste Nacht dieser Reise lag hinter mir und am Morgen ging ich zum nächstgelegenen Bäcker im Ort und kaufte Brötchen. Und als ich später dann im Wohnmobil saß und frühstückte, da kam ein Bäckerwagen auf den Stellplatz gefahren. Aber da war ich schon fertig mit meinen Brötchen.
Bevor die Reise weiterging, schaute ich mich noch einmal im Ort um, die Digi-Cam natürlich wieder dabei :D , hier noch eine Auswahl einiger Fotos.
Zuerst ein paar Bilder von der Ritterkapelle:













Auch von Innen habe ich mir die Ritterkapelle mal angeschaut, obwohl ich nicht unbedingt ein Kirchgänger bin. :wink:





Gleich nebendran steht das Gebäude des ehemaligen Bürgerspitals







Die kleine Kirche links neben dem Gebäude ist die "Heilig-Geist-Kapelle"



Und hier noch ein Foto der ev.-luth. Christuskirche





durch die schöne Altstadt ging ich dann zurück zum Mobilstellplatz



Gegen 11:00 Uhr setzte ich die Fahrt fort und fuhr von Haßfurt zunächst durch die Orte Knetzgau und Sand nach Eltmann zur Autobahn A 70 in Richtung Bamberg. Auf der A 73 ging es dann südwärts und bei Buttenheim bog ich von der Autobahn auf eine Landstrasse ab. Eigentlich wollte ich durch das Wiesenttal nach Pottenstein, aber bei Ebermannstadt war die Straße durch das Wiesenttal gesperrt und auf der Umleitungsstrecke hatte ich wohl ein Schild nicht gesehen. Jedenfalls war ich irgendwie schon fast in Bayreuth und mein Navi mußte mir helfen, den rechten Weg wiederzufinden. Mit technischer Hilfe fand ich dann auch schnell den Weg. Pottenstein hatte ich nun zwar nicht gesehen, aber egal!
Die Navi-Tusse lotste mich zur Autobahn A 9 und dann über Nürnberg zum Rothsee bei Hilpoltstein, wo ich auf dem Stellplatz am Seezentrum Heuberg mein Lager für die nächsten 2 Übernachtungen aufschlagen wollte. Nach einer Pause in der Sonne vor dem Mobil machte ich dann eine Radtour am Main-Donau-Kanal entlang.



Wie bei den meisten Kanälen dürfen hier die Versorgungs- und Betriebswege beiderseits des Kanals von Radfahrern und Wanderern genutzt werden.



Hinten sieht man die Schleuse Hilpoltstein. Und hier war ich dann am Wendepunkt der Kanalfahrt, die Kanalbrücke bei Michelbach.



Zurück am Stellplatz zeigte mein Kilometerzähler am Rad 22 Kilometer an.
Nach dem Abendessen radelte ich dann noch eine Runde um den Rothsee und auch noch ein Stück am Kanal entlang zum Hafen von Roth, wo dieses schone Bild mit Abendstimmung entstand.



Die Sonne verabschiedete sich für diesen Tag, damit ging ein heißer Sommertag zuende, über der Schleuse Eckertsmühlen hielt der Mond bereits seine Wacht. :)



Zurück beim Wohnmobil waren noch einmal 20 Radl-Kilometer zu verbuchen und um 21:30 stand das Aussenthermometer immer noch bei 27 °C. Bis Mitternacht saß ich noch vor oder im Wohnmobil, wir hatten Vollmond.

Tagesstrecke: 188 Kilometer
Gesammtstrecke: 480 Kilometer

Stellplatz am Rothsee:
-> GPS-Koordinaten N 49°12´34 O 11°11´08
Gebühr: 8,- € / 24 Std (Automat mit Münzgeld oder EC-Karte) Strom: 0,50 €/kwh (Automat nimmt auch 1,- oder 2,- € Münzen), V+E incl. an der Anlage am Pkw-Parkplatz

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 25 Jul 2015 17:03:11

Tag 3: Donnerstag, der 02. Juli 2015 - Hilpoltstein

Noch ist es erträglich warm am Morgen. Es soll aber wieder ein superwarmer Tag werden und die Wetterfrösche sollten Recht behalten. :D
Gegen 10:00 nahm ich das Rad und radelte in den Ort Hilpoltstein, dessen Zentrum so etwa 4 Kilometer vom Rothsee entfern ist. Hilpoltstein, eine Kleinstadt mit Resten der Stadtmauer, einer Burganlage und einer schönen Altstadt. Bei einem Ortsrundgang schaute ich mir das alles an.


^Hier der einzige noch erhaltene Stadtturm, der Döderleinsturm, benannt nach einem Arzt, der in Hilpoltstein während des 30-jährigen Krieges als Chirurg arbeitete.


Hier links am Haus entlang führt der Aufgang zur Burganlage





Leider war der Zugang zur Burg nicht möglich, die Tür war zugesperrt und man konnte nur außen um das Gelände herumgehen. Es muß aber eine große Burg gewesen sein, wie diese Tafel verrät.



Im Ort dann noch sehenswerte schöne Gebäude







Einige Erklärungen und Infos zu Hilpoltstein sind auf der Hausseite --> Link nachzulesen, da spare ich mir hier die Erläuterungen. --> Link

Hier im Brauereigasthof "Zum Schwarzen Roß" ist auch ein Museum untergebracht.



Es wurde langsam Zeit, an das Mittagessen zu denken und in einem Café-Bistro wurde ich fündig. Ein erfrischendes Getränk



eine Russen-Halbe, Weizenbier mit Zitronenlimo gemischt und ein leckeres



mit Mozzarella überbackenes Schnitzel mit Pommes-Frites und ein gesunder Salatteller dazu...



Ja, so konnte man das anstrengende Urlauberleben aushalten :D

Jetzt noch ein paar Fotos aus Hilpoltstein von schönen Fachwerkhäusern...







Am Nachmittag radelte ich dann zurück zum Stellplatz am Rothsee, dabei konnte ich von der Brücke über dem Kanal auf den zweiten Stellplatz in dieser Region blicken...



Dieser SP liegt direkt am Main-Donau-Kanal etwa 200 m von meinem Platz am Seezentrum entfernt. Es war wieder sehr, sehr warm und ich erholte mich am Stellplatz.



Später radelte ich dann noch einmal um den Rothsee herum, auf dem Rad weht wenigstens noch ein kleines Lüftchen bei 34 °C (in Worten: vierunddreißig Grad!)







Ich war nicht allein...



eine muntere Gänseschar hatte sich auf einer Wiese am Ufer versammelt. :D



Und hier am Badebereich beim Seezentrum Heuberg waren auch am späten Abend noch die Menschen am und im Wasser und suchten die Erfrischung. Auf den letzten Metern der Radrunde ging mir, bzw. meinem Rad noch die Luft auf dem Hinterreifen aus, also mußte ich noch ein kurzes Stück schieben bis zum Stellplatz.



Auch an diesem Abend dauerte es noch lange, bis es sich mal auf eine erträgliche Temperatur abkühlte.


Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 25 Jul 2015 22:22:53

4. Tag: Freitag, 03. Juli 2015 - Vom Rothsee zum kleinen Brombachsee

Auch dieser Tag begann warm und sonnig und um 07:30 Uhr waren es bereits 24 °C. Ich richtete das Wohnmobil zu Weiterfahrt her. An der Ver- und Entsorgungsanlage leerte ich noch die WC-Casette und ließ das Brauchwasser ab. Das Frischwasser reichte noch; allein braucht man ja nicht soviel Wasser. :wink:
Vom Rothsee fuhr ich bei Wärme und Sonnenschein mit dem Wohnmobil ein paar Kilometer durch die Gegend, bei geöffnetem Seitenfenster kühlte wenigstens der Fahrtwind. :D
In einem Ort namens Georgensgmünd (nie vorher gehört) erledigte ich ein paar Einkäufe wie Mineralwasser und Saft, denn die 12 Literflaschen Mineralwasser von zuhause waren bei dieser Hitze schon fast aufgebraucht und reichten nicht übers Wochenende. Auch das Wohnmobil vergaß ich nicht und spendierte eine frische Füllung Dieselkraftstoff. Dann fuhr ich auf Umwegen weiter zum kleinen Brombachsee und dort auf den Stellplatz an der Badehalbinsel bei Absberg. --> Link


Dieser Platz bietet etwa 200 Stellflächen an, z.T. unter Bäumen aber auch auf schattenloser Wiese. Einige Plätze sind in Terrassen angelegt. Auch hier blieb ich für 2 Nächte und nutzte vor allen Dingen den Badestrand unterhalb des Ortes Absberg.

Bei den wirklich saunahaften Temperaturen war dieses der beste Aufenthaltsort :D und außerdem gab es in nächster Umgebung auf dem Stellplatz alles was man braucht. Eine Pizzeria, ein Imbiss und ein Restaurant waren auf dem Gelände verteilt - was will man mehr? :)
Gern hätte ich mehr von Absberg und Umgebung hier gezeigt, aber es war einfach zu heiß um etwas zu unternehmen.
Bei den kleinen Spaziergängen auf der Badehalbinsel sah ich allerorts nur Menschen, die sich am Badestrand tummelten. Ich tat es ihnen gleich und drehte mehrmals am Tag meine Runden im kleinen Brombachsee. An den zwei Tagen hier benötigte ich außer der Badehose kaum Kleidung. Ein kleiner Baum am Stellplatz spendete mir etwas Schatten. Gespräche mit den Nachbarn, die vom Rückweg aus Kroatien noch ein paar Tage am Brombachsee Halt machten gaben Unterhaltung.

Tagesstrecke: 100 Kilometer
Gesammtstrecke: 580 Kilometer

-> Stellplatz Absberg, Badehalbinsel
GPS-Koordinaten: N 49°08´17 O 10°52´21
Kosten: 12,- €/Nacht (wird an der Einfahrt kassiert), Strom: 0,50 €/kwh, Dusche u. WC in einem Sanitärhaus vorhanden,
V+E-Anlage am Platz.


5. Tag: Sonnabend, der 04. Juli 2015 - Badehalbinsel Absberg

Ja, es war einfach nur schön hier und mit Rekordtemperaturen von fast 40 Grad war das Wasser der beste Ort zum Verweilen. Eine Pizza zum Mittag mit Schinken und Salami gönnte ich mir. Ansonsten verkroch ich mich in schattiges Gebiet.
Noch am Abend um 22:00 Uhr waren es 30 °C und es wurde auch nicht viel kühler über Nacht


6. Tag: Sonntag, der 05. Juli 2015 - Von der Badehalbinsel nach Ramsberg

Die Sonne strahlt schon wieder aus allen Poren, wieder waren es schon 24 Grad, es war Zeit für einen Ortswechsel und ich brach von der Badehalbinsel bei Absberg am Vormittag auf und fuhr einmal über den Berg durch Absberg nach Spalt. Den Ort hatte ich vor 2 Tagen schon durchfahren und wollte jetzt dort einen Ortsbummel machen. ein sehenswertes Ortsbild mit Fachwerkhäusern und bunten Fassaden. Hier ein paar Fotos von vielen:


Das Wohnmobil ließ ich hier am Parkplatz vor der Speicherscheune zurück. Zwar bietet der Ort auch neben diesem Parkplatz einen kleinen Stellplatz --> Link , aber ich wollte hier nicht übernachten.


^die Kirche des Ortes


^bunte Hausfassaden






^das kleine Fachwerkhaus ist das ehemalige Zollhaus, heute konnte man allerdings das Haus passieren, ohne Zollgelder zu zahlen. :)

Spalt liegt an der Fränkischen Rezat



^man könnte denken, man hat eine Zeitreise ins Mittelalter gemacht, wenn man durch diese uralten Häuserreihen bummelt.



und dann war da noch dieses halbe Häuschen...






Ach, ich könnte hier noch viele Fotos zeigen, aber es geht ja noch weiter. Ich kehrte zum Wohnmobil zurück und fuhr ein paar Kilometer weiter auf den Berg hinauf in den Ort Großweingarten. Hier war im ganzen Örtchen Kirchenfest, auf einigen Bauernhöfen wurden Kirschen und anderes verkauft, sogar die Musi hat aufgespielt...







Natürlich gab es auch Speis und Trank und für mich fiel ein fränkisches Bratwurschtweckle und ein Puddingkuchen ab und auch den leckeren Kirschen konnte ich nicht widerstehen und kaufte davon ein Kilo. :)

Dann ging die Fahrt weiter an den Staudam des großen Brombachsees bei Pleinfeld. Das Wohnmobil parkte ich unterhalb der Staumauer und kraxelte hinauf zum Damm. Ein schöner Blick über den großen Brombachsee war der Lohn



^in der rechten Bildhälfte erstreckt sich die Staudammmauer

Mit einem futuristisch anmutenden Schiff, einem sogenannten Trimaran,

kann man eine 90-minütige Rundfahrt über den See machen. Das machte ich dann auch und auf dem Schiff gab es eine reichhaltige Speisen- und Getränkeauswahl . Die Inneneinrichtung des Schiffes war auch enorm...



Auch draußen konnte man rings um das Schiff auf kleinen Sitzgarnituren sitzen, das Essen, die Getränke und die Aussicht genießen...



^unzählige Menschen waren an diesem schönen Sommertag am Strand und natürlich auch im Wasser und suchten Abkühlung.



Nach 90 Minuten war die Rundfahrt beendet, ich verließ den Trimaran

... und das Schiff legte wenig später zur nächsten Runde über den See ab...



Das Schiff ist eine einmalige Anfertigung. es schwimmt auf drei Schwimmkörpern, deshalb der Name "Trimaran" und kann Dank eines Minimalen Tiefganges von nur knapp einem Meter im flachen Wasser der Talsperrenufer anlegen.


^Malle-Feeling am Brombachsee

Den heutigen Reisetag beendete ich dann im Ort Ramsberg

auf einem Womo Stellplatz unweit des örtlichen Badestrandes und oberhalb eines kleinen Seglerhafens.





Noch um 21:00 Uhr badete ich an diesem Abend im warmen Brombachsee. :)

Damit ging dieser Urlaubstag zuende.

Fortsetzung folgt! :D

frankjasper8 am 26 Jul 2015 15:25:40

Nachtrag:
Tagesstrecke Absberg -> Ramsberg: 40 Kilometer
Gesammtstrecke bisher: 620 Kilometer

-> Stellplatz Ramsberg am Brombachsee
GPS-Koordinaten: N 49°07´19 O 10°55´40
Kosten: Kombi-Ticket (Tag und Nacht) 12,- €, Strom: 0,50 €/kwh
WC und Dusche am Strandkiosk 8etwa 200 m entfernt, bzw. an der Schiffsanlegestelle ( 300 m entfernt)
Kaltwasserdusche am Badestrand
Ver- und Entsorgen beim Hafenmeister im Seglerhafen


7. Tag: Montag, der 06. Juli 2015 - Radeln um den Stausee

Der Tag begann, wie sollte es anders sein, wieder sonnig und warm. In der Nacht hatte es mal geregnet, aber als ich aufgestanden war und hatte die Dachluken und Fenster geschlossen, da war der Regen auch schon wieder vorbei. :D
Es wehte heute mal ein leichter Wind. Das ideale Wetter zum Radfahren. Und so radelte ich gegen 09:30 Uhr vom SP los und fuhr im Uhrzeigersinn um die Seen. Von Ramsberg ging es zunächst am Ufer des "Großen Brombachsee" entlang bis zur Staumauer zwischen dem kleinen und dem großen Brombachsee.

Im Hintergrund, oben am Hang, ist der Ort Absberg zu erkennen.
Zuerst hatte ich ein etwas komisches Gefühl, ob denn mein Rad fit für die Runde war. Am Rothsee hatte ich ja die Luft auf dem Hinterrad verloren, aber scheinbar war da nur das Ventil nicht richtig zu, jedenfalls war bis jetzt alles okay.
Am kleinen Brombachsee entlang


kam ich dann per Rad zur Badehalbinsel und fuhr weiter unterhalb von Absberg entlang zur Staumauer am Igelsbachsee, dem dritten See dieses Talsperrenverbundes. Der Höhenunterschied der Wasseroberfläche von kleinem zum Großen Brombachsee und vom Igelsbachsee zum großen Brombachsee beträgt jeweils etwa einen Meter.
Hier richte ich meinen Blick auf die Anlegestelle des Ortes Endersdorf



Gerade nähert sich der Trimaran auf seiner Seerundfahrt der Anlegestelle.
Ich umrunde auch noch den Igelsbachsee...





per Fahrrad und mache dann im Ort Endersdorf im Kiosk am Staudamm Halt um etwas zu essen und zu trinken. Mit meinem Radl war alles okay ( dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest noch! :roll: ) und ich ließ mir eine Salami-Pizza schmecken und ein Radler. Dann ging ich noch etwas im Ort spazieren. Tags zuvor war übrigens hier eine Live-Veranstaltung mit Hansi Hinterseer --> Link
Letzte Reste von Verkaufswagen und Bühnenausstattung lagen und standen noch herum. Als ich dann zum Rad zurückkehrte, bekam ich erst mal einen Schreck. Es ließ sich so komisch fahren :oops: und ein Blick zum Hinterreifen zeigte mir, daß da die Luft raus war. :cry:
Diesmal half auch kein Pumpen, der war platt! Was nun? Es gab hier am Damm einen Radverleih. Den netten Verleihbetreiber fragte ich, ob er auch Werkstattdienst anbietet. Leider war die Antwort ein klares "Nein". Er würde alle Defekte von einer Werkstatt reparieren lassen. Immerhin bot er an, in Absberg bei einer Reparatur-Werkstatt anzurufen, was ich dann auch dankend annahm. Natürlich wäre es auch möglich gewesen mit dem Schiff rüber nach Ramsberg zu fahren, nur davon wäre mein Rad nicht heile gewesen und selber reparieren wollte ich es schon wegen der komplizierten Schaltungseinstellerei nicht. :eek:
Also blieb nur die Werkstatt in Absberg. Ich schob das Rad über den Igelsbach-Staudamm und am Igelsbachsee entlang - die Strecke, die ich zuvor schon mit noch intaktem Rad gefahren war. :evil:
Nach etwa 30 Minuten und wohl so etwa 3 Kilometern erreichte ich die Werkstatt von "Charly´s Radlstadl" --> Link
und bekam einen neuen Schlauch im Hinterrad eingesetzt. Ruck-zuck war das Rad wieder flottgemacht und ich konnte weiter - diesmal wieder auf, statt neben dem Rad. :)
In einer einsamen Badebucht hüpfte ich dann erst einmal ins kühle Nass des Igelsbachsees, bevor ich mich in Endersdorf beim Radverleih noch einmal bedankte. Dann zog ich weiter am großen Brombachsee entlang...


^hier der Blick in Richtung Staumauer


^drüben am Ufer der Ort Ramsberg, dort stand das Wohnmobil, da mußte ich noch hin. :D

Am späten Nachmittag erreichte ich dann nach einer schönen Radtour - wenn man die Panne mal übersieht - wieder den Stellplatz in Ramsberg


und hatte 30 Kilometer auf dem Zähler des Rades ( ohne die geschobene Strecke!) Eine ausgiebige Pause in der Sonne hatte ich mir da wohl verdient. :ja:
Am Abend gegen 19:00 Uhr ging ich noch im See baden und radelte mich anschließend trocken.

Dann war auch dieser Urlaubstag vorbei.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 26 Jul 2015 21:34:20

8. Tag: Dienstag, der 07. Juli 2015 - Vom Brombachsee nach Berching

Dieser Dienstag wurde ein weiterer Schwitztag, mit saunaartigen Temperaturen bis in den Abend hinein. Der Stellplatz in Ramsberg hatte sich jetzt merklich geleert



und jetzt würde er gleich noch leerer werden, denn ich brach an diesem Morgen mein Lager dort ab und fuhr über Pleinfeld nach Hilpoltstein, wo zunächst in einem Discounter die Vorräte ergänzt werden mußten. Wegen der tagelangen Hitze schaffte mein Kühlschrank es nicht, die Lebensmittel einigermaßen gut zu kühlen und ich mußte einige Dinge entsorgen. Jetzt wurden nur noch Dinge gekauft, die nicht so empfindlich sind. Ein Getränkemarkt war die nächste Anlaufstelle. 12 Stück 1-Liter-Flaschen und 4 Stück 1,5-Liter-Flaschen Mineralwasser hatte ich in der vergangenen Woche verbraucht, dazu noch 5 Stück 1-Liter-Flaschen Spezi. So viel hatte ich im Urlaub noch nie getrunken. Jetzt brauchte ich auch da Ersatz und kaufte eine Kiste Literflaschen Wasser und ein paar Cola-Flaschen.
Das sollte jetzt bis zum Urlaubsende reichen.
Den nächsten Stop legte ich zur Mittagszeit in Freystadt ein und machte nach der Mittagspause mit Leberkäs und Kartoffelpürree dort noch einen Ortsbummel. Hier ein paar unkommentierte Eindrücke aus Freystadt:















Ein schöner Ort mit bunten Häusern. Nachdem ich bei den mittäglichen Rekordtemperaturen noch ein Eis in einer Eisdiele löffelte, setzte ich die Fahrt in Richtung Berching fort. In einem Ort etwas abseits des direkten Weges traf ich dann durch ein Hinweisschild am Strassenrand auf einige komische Vögel...

Fortsetzung folgt! :wink:

frankjasper8 am 27 Jul 2015 21:27:15

An der Strasse von Freystadt nach Berching entdeckte ich ein Hinweisschild, welches mich neugierig machte. Also hin!









Ja, das sind schon komische Vögel, diese Strauße. Das Größenverhältnis vom Körper zum Kopf ist schon eigenartig, oder?
Auch der Nachwuchs konnte in einem Straußenkindergarten betrachtet werden... :)





Schaut Euch doch auch diesen --> Link einmal an... oder besucht die Homepage im Netz: --> Link

An den Wochenenden gibt es dort auch Kaffee und Kuchen oder kleine Imbisse.
Von hier war es dann nicht mehr weit nach Berching, meinem Tagesziel an jenem Dienstag. Dort kam ich gegen 15:00 Uhr an und meldete mich am Kiosk an der Schiffsanlegestelle am Main-Donau-Kanal an.
Nach kurzer Erholungspause kam dann wieder das Fahrrad zum Einsatz und ich fuhr damit am Kanal entlang bis zur Schleuse bei Bachhausen. Dort ist auch ein künstlich angelegter See, der Dürrloh-Speicher --> Link , der allerdings rundum eingezäunt und nicht begehbar ist.


Die Schaltzentrale der Schleuse Bachhausen: links ist das Oberwasser in Richtung Freystadt - Hilpoltstein, links das Unterwasser in Richtung Berching - Beilngrieß - Kelheim. Gerade wurde ein Schiff von oben nach unten geschleust, jetzt wird das untere Tor gerade geöffnet und die Schleusenkammer entleert...



Wenn dann der Wasserstand in der Schleusenkammer die gleiche Höhe hat, wie der Unterlauf, dann wird das Tor ganz geöffnet und das geschleuste Schiff setzt seine Fahrt fort...









Nach einer Pause in der schönen Sonne radelte ich dann wieder am Kanal entlang nach Berching




Hier die Schiffsanlegestelle mit angeschlossenem Kiosk. Dort ist auch die Anlaufstelle für den Womo-Stellplatz. Hinter den Bäumen links befindet sich direkt der Stellplatz.

Am späteren Abend machte ich dann zum Ausrollen noch ein paar Radl-Kilometer Richtung Beilngries in der Abendsonne.











Bis in Höhe des des Ortes Biberbach nahe Beilngries radelte ich an diesem Abend noch. Die Blinden Fliegen waren wie verrückt und ich musste während der Fahrt immer um mich schlagen und das Viehzeugs vertreiben. Ein paar Biester hatten mich aber dennoch erwischt. :(
Dann, als ich kurz vor Berching war, wußte ich auch, warum die Viehcher so wild waren. Es zog ein Gewitter auf.



Nun, ich schaffte es noch vor dem Gewitter zurück zum Wohnmobil. Es begann gegen 22:00 Uhr zu blitzen und zu donnern, ein paar Regentropfen fielen vom Himmel und ein Wind machte sich auf.
Dann war aber auch schon wieder alles vorbei - vorerst jedenfalls. Eine zweite Gewitterfront zog dann gegen Mitternacht an Berching vorbei, aber die war nicht der Rede wert. Am nächsten Tag gab es im Radio die Meldung, das bei Gunzenhausen, also ganz in der Nähe, ein Zeltlager wegen dieser Gewitter aufgegeben werden mußte.

Tagesstrecke Ramsberg - Berching: 58 Kilometer
Gesammtstrecke: 708 Kilometer
-> Stellplatz Berching
Koordinaten: N 49°06´35 O 11°26´18
Kosten: 5,- €/Nacht ( amKiosk zu bezahlen ), Strom 1,- E/8 Std. V+E am Parkplatz beim Schwimmbad "Berle" ezwa 200
m entfernt. WC tagsüber am Kiosk geöffnet ca. 08:00 - 17:00 Uhr.


Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 28 Jul 2015 21:26:11

9. Tag: Mittwoch, der 08. Juli 2015 - Von Berching nach Riedenburg

Das Gewitter der Nacht hatte die Luft etwas abgekühlt und so hatte ich an diesem Morgen seit Tagen erstmals wieder lange Hosen und auch eine Regenjacke angezogen. Zunächst wollte ich mich mal in

umschauen.
Auf dem Weg vom Stellplatz in die Stadt - rechts durch die Bäume erkennt man noch die Wohnmobile -



ging ich auf einer mit Kopfsteinpflaster gepflasterten Straße Richtung Ortsmitte.



Schon bei diesen Bildern kann man erahnen, daß Berching ein ziemlich alter Ort sein muß. An der Stadtmauer ging ich entlang



und durch dieses Stadttor



verschaffte ich mir Zugang zur Altstadt. Der erste Blick.




^der Marktplatz mit dem Maibaum


^ein Teil der schönen Altstadt





Die Stadtmauer um Berching ist zum größten Teil noch erhalten







Ein Bereich der Stadtmauer ist soweit restauriert und instandgesetzt, daß man auf dem Wehrgang sogar wieder entlang gehen kann...







Aber Vorsicht! Kopf einziehen, sonst gibt es Aua!



Der Main-Donau-Kanal ist nicht das einzige Gewässer in Berching. Schon viele, viele Jahre zuvor gab es den Ludwig-Donau-Main-Kanal --> Link
und von diesem sind gerade hier bei Berching und Beilngries noch viele Reste sichtbar.



Auf den Wegen neben dem Kanal gingen früher die Pferde und zogen die Kähne durch das Wasser. Man nannte das damals "treideln". Auch damals hatte Berching einen Hafen...



Na, nennen wir es mal lieber Ladeplatz! :D Damals wurden die gelieferten oder zu transportierenden Güter in solchen Holzschuppen gelagert



Und hier noch für die Interessierten eine Tafel zur Erklärung





Das dritte Gewässer ist das Flüßchen Sulz, die sich durch den Ort schlängelt




Und hier noch ein Foto vom Wohnmobil-Stellplatz:



Durch die Bäume schimmert der Kiosk und dahinter ist der Main-Donau-Kanal. Mit diesem Schiff



kann man mehrmals täglich nach Beilngries und zurück fahren.

Nach diesem sehenswerten Rundgang durch Berching machte ich mich dann auf den weg ins Altmühltal. Mehr dann im nächsten Teilbericht. :D

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 29 Jul 2015 21:42:52

Nachdem ich dann etwa 2,5 Stunden so durch Berching gegangen war, machte ich mich am Nachmittag auf den Weg ins Altmühltal nach Riedenburg. Eine kurze Unterbrechung gab es noch in



Fast nichts besonderes, der kleine Ort. Aber man hat hier von der Aussichtsterrasse einen tollen Blick nach Beilngries und ins Umland...



...sowie ins Tal der Altmühl in Richtung Kinding und Autobahn A 9...



und auch ein Stück des Main-Donau-Kanals, der an Beilgries vorbei verläuft, kann man sehen.



Sehenswert im Ort ist noch das Schloß Hirschberg --> Link


Besichtigen kann man das Gebäude nicht, oder nur von außen durch den Hof. Das Haus wird heute als Bildungsstätte genutzt. Während meiner Anwesenheit dort war Orchestermusik klassischer Art dort zu hören. Wahrscheinlich probte dort ein Orchester.

Dann ging es aber Non-Stop weiter nach Riedenburg auf den Stellplatz neben dem Main-Donau-Kanal

^Blick von der Kanalbrücke auf Riedenburg


^der Wohnmobilplatz in Riedenburg neben dem Main-Donau-Kanal. Obwohl der Platz direkt am Kaanal liegt, hat man kaum Möglichkeit, auf den Kanal zu schauen: Büsche und Bäume versperren den Blick. :cry:

Tagesstrecke Berching - Riedenburg: 68 Kilometer
Gesammtstrecke: 776 Kilometer

-> Stellplatz Riedenburg am Main-Donau-Kanal
GPS-Koordinaten: N 48°57´56 O 11°40´41
Kosten: 6,- €/24 Std (Parkscheinautomat), Strom 1,- €/8 Std
V+E-Anlage auf dem Platz vorhanden, WC etwa 200 m entfernt bei der Kanalbrücke


10. Tag: Donnerstag, der 09. Juli 2015 Von Riedenburg nach Kelheim

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist... dann ändert sich das Wetter - oder ´s bleibt wie´s ist! :ja:
Diesen Spruch muss man in Riedenburg umdichten:
Wenn die Hähne krähen auf der Miste... fällt jeder Wohnmobilist aus seiner Kiste! :lach:

Nee, im Ernst: Direkt am Stellplatz ist so ein Nebenerwerbsbauer mit ettlichen Hühnern, Hähnen, Gänsen und sonstigem Federgetier






Durch diese gefiederte Weckmannschaft war ich schon gaaanz früh wach :x ( es war etwa 05:30 Uhr :( ).
Da nutzt auch der Hinweis am Zaun zum Stellplatz nix, daß es da täglich frische Eier gibt. :lach:

Am Vormittag schaute ich mich dann mal in Riedenburg etwas um. Hier dazu ein paar Fotos: :eek:


^dieses Restaurant befindet sich an der Kanalbrücke und liegt direkt an der Zufahrt zum Stellplatz


^im Ortszentrum mit Blick auf das Rathaus/Touri-Info


^das Rathaus noch einmal aus der Nähe betrachtet


^das Gasthaus "Zur Post"


^Häuser am Marktplatz




^die Skyline von Riedenburg am Main-Donau-Kanal

Ja, man sieht es schon auf den Fotos: Mir ist nicht die blaue Farbe in der Digitalkamera ausgegangen ;D , sondern dasWetter war an diesem Tag sehr wechselhaft. Nach einem Rundgang durch Riedenburg setzte ich meine Tour am Main-Donau-Kanal fort und der nächste Halt war



im kleinen Ort Essing. Dieser Ort "klebte" förmlich an den Hängen.




^oben am Berg thronte noch ein Burgruine


^das Gewässer ist ein "Rest" der Altmühl, das hier als schöner Teich angelegt ist. Die Altmühl ist hier zum Main-Donau-Kanal ausgebaut und nur noch stellenweise als kleine Teiche erhalten.

Eine Attraktion ist diese Holzbrücke, der Tatzelwurm.


Sie ist die längste freitragende Holzbrücke Europas.





Von Essing war es dann nicht mehr weit zu meinem nächsten Übernachtungsort Kelheim. Doch davon erzähle ich dann im nächsten Posting. :D

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 30 Jul 2015 21:25:36

Ja, und dann war es soweit; ich hatte Kelheim erreicht. Kelheim sollte der südlichste Ort auf dieser Reise sein.
Das Wohnmobil stellte ich auf den Stellplatz "Am Pflegerspitz" --> Link direkt am Donaudamm. Hier ein paar Bilder, die ich 2 Tage später schoß, als das Wetter dann wieder sommerlich gestimmt war: :D


^Blick über den SP, oben auf dem Berg die Befreiungshalle


^der Stellplatz vom Donaudamm gesehen

Ausweichplätze findet man direkt auf der anderen Seite des Dammes direkt an der Donau...



... hier gibt`s zwar mehr grün am Boden und man hat auch Platz für`s Anhängsel ...



... aber wenn man Pech hat, kann man hier sogar am Tage so wie dieser Kollege Schäfchen zählen. ;D



Na, wenn der nachts nicht schlafen kann! :D

Ich machte mich, nachdem das Wohnmobil einen Platz hatte und auch am Landstrom hing, zunächst mal mit der Umgebung vertraut und schaute mir die Kelheimer Innenstadt an. Zuerst ging ich zum Schiffsanleger an der Donau...



Die Schiffe hier fahren im Pendelverkehr zum Donaudurchbruch und zum Kloster Weltenburg. Davon aber erzähle ich Euch später noch mehr in diesem Reisebericht. :)
Das blaue Bähnchen --> Link pendelt fahrplanmäßig zwischen Anlegestelle und Befreiungshalle --> Link und erspart den Besuchern den mühsamen steilen Aufstieg.


^die "schöne blaue" Donau

An dieser Stelle endete damals auch der Ludwig-Donau-Main-Kanal in die Donau...



Kurz vor der Kanalmündung befindet sich der "Alte Hafen" von Kelheim...



Gleich nebenan die Kelheimer Altstadt...











Die Altstadt liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal und der Donau. Schöne bunte Hausfassaden, wie ich sie in den letzten Tagen in den verschiedenen Orten ja mehrfach betrachten konnte, machten auch in Kelheim das Stadtbild aus. Viele Geschäfte luden zum Shoppen ein.
Zurück am Stellplatz wollte ich dann noch eine Radtour machen, doch ich kam nur 300 Meter weit, dann war die Schraubverbindung vom Sattel zur Sattelstange gebrochen und ich konnte das auf die Schnelle am Abend nicht reparieren. Also fiel die Radtour aus und ich ließ den Abend gemütlich ausklingen.

Tagesetappe Riedenburg - Kelheim: 17 Kilometer
Gesammtstrecke: 793 Kilometer

-> Stellplatz Kelheim/Donau
GPS-Koordinaten: N 48°54´48 O 11°52´33
Adresse: Am Pflegerspitz, Kelheim
Kosten: 6,- €/Nacht (Parkscheinautomat), Strom: 1,- €/ 2kwh (3 Kästen mit etwa 15 Anschlüssen auf dem Platz verteilt)
V+E incl., WC-Häuschen direkt am Platz


Im nächsten Teil meines Berichtes geht es dann auf der Donau per Schiff zum Donaudurchbruch und zum Kloster Weltenburg.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 31 Jul 2015 23:33:56

11. Tag: Freitag, der 10. Juli 2015 - Schifffahrt Donaudurchbruch, Kloster Weltenburg

Die Sonne lachte ins Fenster, die Temperatur lag morgens schon bei 17 °C Grad. es schien so, als daß es ein schöner Tag werden würde. Ich ging an diesem Tag ins Kloster :D . Nee, keine Angst, nicht für immer! :nein:
Ich ging die paar hundert Meter zum Schiffsanleger an der Donau und kaufte eine Hin- und Rückfahrt-Karte für 10,50 €.
Um 10:00 Uhr legte das Motorschiff "Weltenburg" vom Anleger ab...



Mit einem Blick auf die Befreiungshalle ging die Flußreise los...



Vorbei an z.T. skurilen Felsformationen bahnte sich das Passagierschiff seinen Weg donauaufwärts...

Dieser Felsen wird von den Einheimischen beispielsweise als "Koffer Napoleons" betitelt. Man sagt, Napoleon hätte auf seinem Rückzug hier ein Gepäckstück verloren...


... den "kleinen" Stein auf dem großen Felsen nennen die Einheimischen "Napoleons Koffer"

Da es noch früh am Morgen war, war das Schiff noch relativ leer. Der Kapitän erklärte einige Details und die Passagiere lauschten noch interessiert. Inzwischen hatten wir die Einsiedelei "Klösterl" erreicht --> Link



Zurückblickend konnte man einen schönen Blick auf die Befreiungshalle werfen...



Rechts und links am Fluß wechselt die Landschaft auf jedem Meter...




^An diesem Felsen, der über den Rad- und Wanderweg Richtung Kloster Weltenburg ragt, kann man z.B. die einzelnen Wasserstände in den vergangenen Jahrhunderten sehr gut erkennen.



Langsam wird das Donautal enger, wir nähern uns dem Donaudurchbruch...



Gegenverkehr: Von vorne kommt das erste Schiff des Tages. Es ist übrigens wohl vorgeschrieben, wieviel Fahrten täglich hier am Donaudurchbruch stattfinden dürfen, hier ist Naturschutzgebiet.

Und dann erreichten wir die engste Stelle des Durchbruchs. Der am Ufer verlaufende Rad- und Wanderweg ist hier plötzlich zuende.


Steil ragt die Felswand aus dem Wasser heraus in die Höhe...



Die Donau ist hier etwa 80 Meter breit und bis zu 35 Meter tief (natürlich je nach Wasserstand :D ) An der Felswand sind übrigens alle paar Meter Eisenringe eingeschlagen. An diesen Ringen haben sich früher die Flussschiffer oder Flößer Meter um Meter mit Haken die Strömung hochgezogen.

Da hat es unser Motorschiff heute viel einfacher...



In die sog. "lange Wand" eingearbeitet: Der Schutzpatron St. Nepumuk



Ich blickte noch einmal zurück über das Schiff...



... und dann nach vorn: Das Kloster Weltenburg drängte sich ins Blickfeld.



Nach etwa 45 Minuten legte die "Weltenburg" in Weltenburg an und wir konnten an Land gehen...



Die letzten Meter ging es nur zufuß weiter...





Hier kann man mal gucken, wie hoch die Donau springen kann: die Hochwassermarken an der Klostermauer...



Beim Kloster gibt es einen breiten Kiesstrand...



und von dort aus kann man mit solchen Motorbooten...



... entweder nur zum anderen Ufer übersetzen...



oder aber man läßt sich flußabwärts durch den Donaudurchbruch bis zum Wanderweg oder zur Einsiedelei "Klösterl" oder gleich bis Kelheim fahren. Die Bootsführer erklären auch so einiges zur Gegend.

So, dann schauen wir uns mal im Kloster um:


^im Innenhof vom Kloster Weltenburg


^Blick zum Eingang, dahinter fließt die Donau nur etwa 50 Meter entfernt.



Und hier zeige ich Euch jetzt das wichtigste Gebäude im Kloster: die Klosterbrauerei :bia:



url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Ich schaute mich auf dem Gelände um. Die ganzen Fotos kann ich hier gar nicht einstellen, aber evtl. begegnen sie Euch ja noch an anderen Stellen hier im Forum :D . Zeigen möchte ich Euch noch ein Bild von meinem Mittagessen:

[url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url

G´schmeggt hat´s guat! :D und der Betrieb hier war ein Zeichen dafür, daß das Essen gut sein muss. :)

So, es ist spät geworden heute. Die Rückfahrt nach Kelheim und wie es weiter geht mit meiner Reise schildere ich Euch demnächst hier...

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 01 Aug 2015 13:10:56

Nachdem das Mittagessen im vollen Biergarten des Klosterrestaurants eingenommen war, es war ein Schweinsbraten mit Knödel und Krautsalat. Hier --> Link kann man noch einiges zur Klosterschänke und den Bieren nachlesen. Dazu trank ich ein dunkles Bier, ein Weltenburger Barock dunkel.

Nach dem Essen machte ich mich dann bald auf den Rückweg nach Kelheim. Am Anleger machte das Motorschiff "Ludwig der Kelheimer" fest...



Die Rückfahrt ging denn auch etwas schneller, da es ja jetzt mit und nicht mehr gegen die Strömung ging. Der Käpt´n mußte das Schiff schon bremsen, sonst wäre es wohl bis ins Schwarze Meer geschwommen. :D

Unterwegs waren die Felsen am Ufer zum Greifen nah... :)




^diese Felsen (dazu gehört noch ein dritter, der nicht im Bild ist) werden im Volksmund "Die drei verfeindeten Brüder" genannt, weil sie wohl nie wieder zusammen finden werden.


^und hier steht die "steinerne Jungfrau", die wohl auch niemals einen Partner finden wird. :D

Unterwegs trafen wir dann noch andere Pilger zum Kloster. Ja, die Einen reisen so...



... und die Anderen so...



Während die dortigen Passagiere noch das Erlebnis Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg vor sich hatten, waren wir
schon etwas erschöpft, wie man hier bei der Vorbeifahrt am Klösterl sehen kann...



Dann legte unser Ausflugsdampfer wieder am Anleger Kelheim an...



... während die MS "Weltenburg" mit neuen Ausflüglern zu nächsten Tour nach Weltenburg aufbrach...





Ich machte mich dann an diesem sonnigen und heißen Nachmittag zunächst einmal zu Fuß auf den Weg und suchte eine Fahrrad-Werkstatt jenseits des Main-Donau-Kanal auf. Auf der Brücke schaute ich auf den Kanal...



In der Werkstatt konnt mir der Monteur aber so nicht weiterhelfen, weil Sattelstangen in verschiedenen Stärken und Ausführungen vorhanden sind. So ging ich zurück zum Stellplatz und holte das Rad. Jetzt war es leicht, das Fahrrad zu reparieren, bzw. reparieren zu lassen :D und den Rückweg zum Stellplatz konnte ich wieder radeln. :fahrrad2:

Mit dem Rad fuhr ich dann noch einmal an der Donau entlang bis zum Durchbruch, wo der Weg zuende ist...



Hier machte ich eine Rast und schaute dem Schiffsverkehr zu...





Zurück in Kelheim, radelte ich dann noch zu der Stelle, wo sich der Main-Donau-Kanal und die Donau vereinen...


^rechts die Donau, links der Kanal.

Damit ging dann auch dieser Tag zuende. Das Wetter war wieder sommerlich geworden. Leider ging mein Urlaub so langsam zuende. Am nächsten Tag wollte ich Kelheim verlassen und langsam Heimatkurs einschlagen.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 01 Aug 2015 22:28:22

12. Tag: Sonnabend, der 11. Juli 2015 - Von der Donau an den Main

Langsam hieß es Abschied nehmen. Ich mußte am Montag wieder zur Arbeit und es wurde Zeit, mal wieder ein paar Kilometer Richtung Heimat zu fahren. Gegen 10:00 Uhr startete ich vom Stellplatz "Pflegerspitz" am Kelheimer Donauufer. Durch das Altmühltal fuhr ich noch einmal über Riedenburg und Dietfurt nach Beilngries und dann Richtung Kinding zur Autobahn A 9. Auf der Autobahn gelangte ich nach Nürnberg und wechselte am Kreuz Nürnberg auf die A 3 in Richtung Würzburg. Über Erlangen und durch den Steigerwald kam ich am frühen Nachmittag zur Ausfahrt "Kitzingen/Schwarzach".
Hier fuhr ich noch einmal runter von der Autobahn, um noch ein letztes Mal zu übernachten. Auf der Suche nach einem Platz fuhr ich über Schwarzach und Dettelbach nach Kitzingen am Main. Diese Gegend kannte ich, denn hier war ich im Vorjahr bei meiner Herbstreise auch schon gewesen. Damals hatte ich in Kitzingen nur zum übernachten gestoppt und mir die Stadt nicht so angeschaut. Das holte ich nun nach. Zuvor aber wurde an einer Selbstwasch-Anlage noch das Wohnmobil außen gewaschen, was nach nunmehr 1000 gefahrenen Kilometern ein Dankeschön an das treue Fahrzeug war. Auch der Dieseltank wurde noch gefüllt, damit morgen für die letzte Teiletappe bis in die Heimat genügend Kraftstoff im Tank war.

Mit vollem Tank und (fast) sauberem Womo bezog ich dann Quartier auf dem SP in Kitzingen am Sportpark an der Nordbrücke im Ortsteil Etwashausen.



Es war warm und sonnig und der Stellplatz war gut gefüllt. Ich fand noch einen der wenigen freien Plätze im hinteren Platzteil hinter der Brücke. Leider konnte ich hier nicht auf den am Platz fließenden Main schauen.



Nachdem ich das Wohnmobil am Landstrom angeschlossen hatte, machte ich einen Ortsspaziergang in Kitzingen. Auf der Mainbrücke überquerte ich den Fluß...



... und platzte mitten in die Vorbereitungen für eine festliche Gesellschaft auf der alten Mainbrücke.





Ja, da könnte man sich doch direkt an den gedeckten Tisch setzen. :D
Nun zeige ich Euch noch ein paar schöne Fotos aus Kitzingen, wie beispielsweise dieses Fachwerkhaus an der Strasse nach Dettelbach.




^einer der Stadttürme in Kitzingen


das Rathaus


^die evangelische Stadtkirche oder Petrinikirche


^das Fastnacht-Museum


^der Falterturm



Es war wieder sehr warm und so ein Stadtspaziergang ist bei diesen Temperaturen kein Vergnügen. Viel lieber wäre ich jetzt irgendwo an einem Badesee und würde eine Abkühlung suchen. Nun, den Badesee gab es hier nicht, aber die Abkühlung war in greifbarer Nähe... :ja:



Ein leckerer Eisbecher mit Eierlikör. Hmmmmhhhh, leeecker! :)


^das Kitzinger Rathaus





So, das war ein kleiner Streifzug durch Kitzingen. Es war eigentlich unvorstellbar, das der Main einmal solch hohe Wasserstände gehabt haben soll...



... wenn man jetzt den Fluß so sieht:



Damit war der Rundgang beendet und ich kehrte zum Stellplatz zurück. Den Abend verbrachte ich noch mit einer Radtour am Main entlang bis nach Mainsondheim und zurück. Dann ruhte ich mich für die Rückfahrt in die Heimat am nächsten Tag aus.


Tagesstrecke: 228 Kilometer
Gesammtstrecke: 1021 Kilometer

-> Stellplatz Kitzingen/Main
GPS-Koordinaten: N 49°44´44 O 10°09´41
Kosten: 9,- €/Nacht, Strom 0,50 €/kwh
Ein WC-Container steht auf dem Platz zur Verfügung, V+E am SP möglich, Neue V+E-Anlage an der Zufahrt.


13. Tag: Sonntag, der 12. Juli 2015 - Von Kitzingen zurück in die Heimat

Die letzte Nacht in Kitzingen endete. Der letzte Urlaubstag lag noch vor mir. Aber da ich noch einige Kilometer zu Fahren hatte, machte ich mich gegen 9:30 Uhr auf den Weg nach Hause. Kitzingen liegt ja nahe des Autobahnkreuzes "Biebelried" und so brauchte ich nur auf der Autobahn A 7 nordwärts fahren. Ich kam gut voran und erreichte nach rund einer Stunde bereits Fulda. Hier fuhr ich - ihr könnt es vielleicht schon ahnen - von der Autobahn ab und auf der B 27 über Bad Hersfeld und Eschwege in Richtung Göttingen. Noch einmal hielt ich nahe Eschwege an, genehmigte mir eine leckere Thüringer Bratwurst und nahm dann die letzten Kilometer unter die Reifen. Am Dreieck "Drammetal" erreichte ich wieder die A 7 und nun war es nur noch ein Katzensprung über Göttingen und Northeim zurück ins heimatliche Leinetal. Gegen 15:00 Uhr erreichte ich mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck die Heimat.
Ein schöner Urlaub ging damit zuende. Ich räumte noch das Wohnmobil aus, denn am nächsten Tag begann der Alltag wieder.

Tagesstrecke: 294 Kilometer
Gesammtstrecke: 1315 Kilometer

****E N D E****

Lancelot am 02 Aug 2015 11:12:02

Uff -- ein grandioser RB .. vielen Dank fürs mitnehmen, steige ungern wieder aus, aus Deinem Auto .. :ja:

:dankeschoen:

Schöne Bilder, wecken Erinnerungen an unsere nähere Heimat :)

kampfzwerg am 02 Aug 2015 11:42:17

Oh schade, schon zu Ende, aber: schön war's ;D . Danke für's Mitnehmen und die schönen Bilder!

womopark
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Einmal um den Bodensee mit Womo und Fahrrad
79256 Buchenbach Stellplatz Wanglerhof
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt