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Clever - Drive 600 1, 2, 3, 4


Jupptravolta am 26 Jul 2015 19:04:17

Hersteller: Clever
Modellbezeichnung: Drive 600
Modelljahr: 2015

[youtube]leider noch kein Video verfügbar[/youtube]

Fahrzeugdaten:

Motorleistung109
Hubraum2,2 L HDI
MotorartDiesel
AntriebFront
AufbauartKastenwagen
Länge5,99 m
Breite2,05 m
Höhe2,64 m
Leergewicht2960 kg
Zuladung540 kg
Tankinhalt Kraftstoff120 L
Tankinhalt Frischwasser100 L
Schlafplätze2
Sitzplätze mit Gurt4
Grundpreis34,490 €

Basisfahrzeug:

Wir haben uns für den Citroen Jumper 2,2 L HDI mit 150 PS und auf 3,5t Aufgelastet entschieden. Für mich war entscheidend, dass der Motor mit einer Steuerkette arbeitet, 6-Ganggetriebe serienmäßig, 1500 € Preisvorteil zum Fiat Ducato und die tolle Optik von vorne mit der Chromblende in Verbindung mit dem LED Tagfahrlicht.

Die Leistung von 150 PS ist mehr wie ausreichend und reicht auch zum stressfreien überholen. Die Laufkultur der Dieselmaschine würde ich im kalten Zustand als rau und ruppig bezeichnen, was sich dann aber gibt, sobald die Maschine auf Temperatur kommt. Das muss nicht von Nachteil sein, denn so wird man bei jedem Kaltstart daran erinnert, dass es sich nun mal um einen Diesel handelt, der erst richtig gefordert werden sollte, wenn er auf Betriebstemperatur ist.

Den Spurhalteassistenten hätte ich mir sparen können. Das funktioniert zwar perfekt, nervt aber im Normalfall und macht eigentlich nur Sinn wenn man kurz vor dem Einschlafen ist… und dann ist es besser eine Rast einzulegen.
Die Einparkhilfe funktioniert zuverlässig ersetzt aber keine Rückfahrkamera, die ich später nachgerüstet habe.
Als Zusatzausstattung verfügt das Fahrzeug über eine manuelle Klimaanlage, Beifahrerairbag, Spiegel elektr./ beheizt, Tempomat, ESP/ASR, Berganfahrhilfe, Fahrer/Beifahrersitz höhenverstellbar, Sitz Armlehnen, 120l Dieseltank, Zuziehhilfe für die Schiebetür.
Die Ausstattung ist ausreichend aber beim nächsten würde ich auf jeden Fall die Klimaautomatik (+300€) mitbestellen.

Unterhalskosten:
Seit Februar sind wir gut 10 000 Km gefahren und haben einen Durchschnittsverbrauch von 8,5l/100Km bei moderater Fahrweise (90 – 110 kmh je nach Verkehr). Der Motor hat Emissionsschlüssel/-klasse 35MO / Euro 5 und die Steuer beläuft sich auf 240€ im Jahr. Bei meiner Versicherung zahle ich 428,70 mit Vollkasko und einer Selbstbeteiligung von 1000/150€ bei SF20.

Mit dem Fahrzeug an sich gab es bis jetzt kaum Probleme. Nur der Türkontakt der Schiebetür hatte zu viel Luft und ich hatte immer Probleme das die „Tür hinten“ als offen angezeigt wurden. Dadurch ließ sich der Wagen dann nicht mehr über die Zentralverriegelung abschließen. Das Problem war durch eine zusätzliche Dichtung aus schwarzen Moosgummi einfach in den Griff kriegen und scheint ein Citroen Krankheit zu sein.

Aufbau:

Die seitliche Schiebetür verfügt über eine elektrische Zuziehhilfe und eine Fliegenschutztür die zwar etwas schwergängig, aber sehr praktisch ist und zuverlässig Insekten abhält.
Die elektrische Trittstufe fährt auf Knopfdruck aus und wird automatisch beim betätigen der Zündung eingefahren. Die Bodenfreiheit nimmt dadurch aber stark ab (Den ersten Aufsetzer hatten wir schon in Spanien).

Über der Tür befindet sich eine LED Leiste die mit warmweißen Licht für die Außenbeleuchtung sorgt und sich auch mit der Zündung automatisch abschaltet. Die Leiste übernimmt auch die Funktion einer Regenrinne.

Als Markise wurde eine Thule Omnistor 6200 mit einer Länge von 4 Metern verbaut. Diese ist komplett zum Fahrzeug abgedichtet und bietet einen optimalen Regenschutz.

Die Verdunkelung im Cockpit besteht aus einem Rollo für die Windschutzscheibe und Seitenverdunkelung von Remis. Die Seitz Rahmenfenster sind mit Rollos und Fliegenschutzgittern ausgestattet.

Die Bordelektronik wird über ein PC150 Panel von cbe (Italien) gesteuert und arbeitet bis jetzt zuverlässig. Unter den Vordersitzen sind zwei 100A Varta Batterien für den Bordstrom verbaut.

Über der Spüle befindet sich eine 220 Volt Steckdose was sehr praktisch ist. Im Wohnraum findet sich auf der rechten Seite unter der Sitzbank je eine 220 und 12 Volt Steckdose die sich nur mit Mühe erreichen lassen.

Die Küche hat einen 2-flammigen Herd mit einem sehr großen Brennerabstand, so dass man auch eine große Pfanne benutzen kann. Die runde Spüle ist etwas klein geraten. Auf der ersten Fahrt haben wir dann festgestellt dass der Mischer und der Abfluss in der Küche undicht waren. Zu Glück haben wir das noch rechtzeitig gemerkt, so dass es zu keinem größeren Wasserschaden kam. Kurz darauf wurde der Schlauch am Frostwächter undicht (Schelle nicht richtig angezogen). Daraufhin habe ich alle sichtbaren Schlauchschellen nachgezogen, aber das Vertrauen in die handwerklichen Fähigkeiten der Monteure war dahin. Um weiteren Schäden vorzubeugen habe ich unter der Küchenzeile und dem Bad je einen Brennstuhl Wassermelder BW 1201 gelegt um frühzeitig gewarnt zu werden, falls wieder irgendwo Wasser austreten sollte.

Der 90l Kompressor Kühlschrank ist in Hüfthöhe optimal eingebaut. Nicht optimal ist die Belüftung des Kompressors der unter dem Kühlschrank am Unterboden angebracht wurde. Bei unserer ersten Reise im März haben wir uns über die super Leistung des Kühlschranks gefreut mit dem man sogar etwas einfrieren konnte. Das änderte sich aber schnell im Sommer bei höheren Temperaturen. Der Kompressor hörte überhaupt nicht mehr auf zu arbeiten und fraß dementsprechend Strom und die Kühlleistung war auch nicht zufriedenstellend. Das Problem ist die schlechte Belüftung in dem geschlossenen Kasten, der nur zwei 100mm Löcher im Unterboden hat aber keine richtige Öffnung für die warme Abluft (was soll das 30mm Loch das von der Tür verschlossen wird?). Somit läuft der Ventilator im eigenen Saft und es wird immer wärmer und die Kühlleistung ist nicht mehr gegeben.

Um für eine bessere Belüftung zu sorgen habe ich einen Kasten eingebaut, der dafür sorgt das der Ventilator des Wärmetauschers Frischluft direkt vom Unterboden ansaugt. Zusätzlich wurden zwei 100er langsamlaufende Ventilatoren in den Kompressorkasten verbaut, die dafür sorgen das die warme Luft in den Innrenraum geblasen wird. Dazu musste noch ein Lüftungsgitter in die Tür eingesetzt werden.

Die Verarbeitung der Möbel ist soweit in Ordnung, aber alle Schnittkanten die nicht direkt sichtbar sind wurden auch nicht nachgearbeitet. Sehr positiv ist, dass während der Fahrt keine Rappel oder Klappergeräusche aus der Innenausstattung zu hören sind.

Die Beleuchtung besteht aus insgesamt 6 LED Strahlern von denen 2 als Deckenbeleuchtung über einen Schalter betätigt werden. Die anderen (je einer in Küche, Sitzgruppe und zwei im Schlafzimmer) schalten bei Berührung. Das ist ganz nett, hat aber den Nachteil dass beim Einschalten der Stromversorgung alle Lampen eingeschaltet werden und dann erstmal angetippt werden müssen um sie wieder aus zu machen. Das ist in der Küche und der Sitzgruppe auch kein Problem aber im Schlafzimmer muss man auf das Bett krabbeln um die Lampe hinten zu erreichen.
Der Schalter der Deckenbeleuchtung befindet sich neben dem Schalter der Trittstufe und ist von innen umständlich zu betätigen. Dagegen ist der Schalter für die Außenbeleuchtung oben im Schaltpanel und von außen nicht zu betätigen. Umgekehrt wäre es sinnvoller. Die Beleuchtung ist insgesamt auch sehr hell und alles andere als gemütlich.

Als Heizung kommt eine Truma Combi mit der Bedieneinheit CP zu Einsatz. Diese ist unter dem Bett verbaut und arbeitet so flüsterleise das es uns nicht stört. Ich bin sehr begeistert was den Verbrauch und den Komfort angeht. Die Steuereinheit ist mit einem Temperaturfühler ausgestattet und arbeitet vollautomatisch.

Raumaufteilung:

Der Drive 600 ist optimal nur für zwei Personen, denn die Sitzgruppe kann nicht zum Notbett umgebaut werden. Die profilierte Rückbank ist recht bequem und die Lehnenneigung lässt sich einfach in drei Stufen verstellen. Eine zusätzliche Tischplatte kann bei Bedarf herausgedreht werden und an der Küchenzeile ist ein zusätzlicher Klapptisch vorhanden.

Das Heckbett ist 1,40 Meter breit und 1,84 Meter lang. Der Matratze ist sehr hart für meinen Geschmack, aber meine Frau kommt da gut mit klar. Gut gelöst ist die leicht geschrägte Öffnung des Ganges zu Bett hin, das erleichtert den Ein- und Ausstieg zum Bett hin.

Das Bad ist relativ groß und einer der Hauptgründe warum wir uns für den Clever Drive 600 entschieden haben. Die anderen Kastenwagenausbauer setzen immer mehr auf Raumbäder bei dem der Flurbereich mitbenutzt wird, was uns überhaupt nicht gefällt. Auffällig ist das die Nasszelle aus zwei großen Kunststoffteilen besteht die komplett mit Silikon verschmiert sind. Dadurch werden Reparaturen an den Armaturen zu einem aufwendigen Abenteuer.

Als Toilette kommt eine Thetford C-200 zum Einsatz. Die Spülung wird über die Hauptwasserpumpe versorgt und eine rote LED zeigt zuverlässig an, wann der Fäkaltank gewechselt werden muss. Dieser ist mit 17 L relativ klein und nach 2 Tagen voll. Leute die auch mal länger autark unterwegs sind, sollten sich einen Ersatztank zulegen da die rote Lampe erfahrungsgemäß immer mitten in der Nacht anspringt.
Die Toilette wurde nachträglich mit einem SOG System ausgestattet was ich wirklich empfehlen kann. Es gibt keinerlei Gerüche im WoMo und umweltverträglicher geht es nicht. Dadurch ist es auch möglich in Kleinkläranlagen seine Tanks zu entleeren ohne dass die Biologie Schaden nimmt.

Sonstiges:

Kein Highlight ist für mich die Ausführung der Lüftungs- bzw. Entlüftungsöffnungen und Abwasserschläuche am Unterboden. Hier zum Beispiel der Abwasserschlauch aus der Küche. Schlampig mit transparentem Silkon verschmierte Löcher, die nach drei Monaten schon fast erledigt sind, wie man auf dem Foto gut sehen kann.

Noch besser die Belüftungslöcher für den Kühlkompressor, die aus einer Kombination aus Silikon und Butyl- Dichtungsmasse verschmiert wurden, inklusive Insektenschutznetz. Da scheint sich nicht besonders gut zu vertragen und befindet sich in einem Zustand, bei dem man nicht glaubt, dass dieses von einem Fachmann eingebaut wurde.
Das alles versteckt sich unter einem Spritzschutz aus Kunststoff der mit zwei selbstschneidenden Spaxschrauben stumpf in den Unterboden getrieben wurden. (geht’s noch?)

Silkon hat nichts am Unterboden eines Fahrzeuges zu suchen, da es nicht dauerhaft Wetterbeständig ist. Das sollte in meinen Augen jedem WoMo Hersteller klar sein. Auch die am Unterboden verschraubten Spritzschutzblenden sind Pfusch. Das hält wohl locker die 2 Jahre Gewährleistung aus und dann purzeln die Dinger über die Autobahn.
Das geht natürlich gar nicht und ich habe das ganze Schmodderzeug entfernt und Edelstahl Wetterschutzhauben verbaut.

Jetzt wird sich natürlich jeder der das liest fragen, warum wir das nicht reklamieren? Die Bearbeitung der ersten Reklamation bei meinem Händler hat gut drei Monate gedauert und wurde dann noch bei einer anderen Firma im Auftrag ausgeführt. Also kann man davon ausgehen das ich in diesem und wahrscheinlich im nächsten Jahr keinen Meter mit dem WoMo unterwegs sein werde, wenn sich mein Händler der Mängel annimmt. Und mal ganz ehrlich, ich glaube nicht dass die Mängel so abgestellt werden, dass ich damit dauerhaft leben könnte. Ich habe geplant das Fahrzeug die nächsten 10 Jahre zu fahren. Von daher mache ich es lieber selbst, weiß dass es vernünftig gemacht wurde und schone so meine Nerven.

Fazit:
Insgesamt sind wir mit dem Fahrzeug sehr zufrieden. Das bei einem Gesamtpreis von 39.500 € für ein Neufahrzeug mit allen Extras, irgendwo was eingespart wird und im Detail etwas nachgebessert werden muss, war mir von vornherein klar.
Dieses ist unser erstes WoMo und mir fehlt der Vergleich zu anderen Herstellern was die Qualität und Ausführung des Ausbaus angeht. Mich würde interessieren ob ich bei anderen Herstellern mit höherem Preis auch eine entsprechend bessere Verarbeitung erwarten kann.

Die Fahrzeugklasse an sich war für uns die richtige Wahl. Durch die Fahrzeugbreite von 2,05m und die Länge von 6m hat man ausreichend Platz für zwei Personen auf Reisen. Außerdem hat man ein alltagstaugliches Fahrzeug mit dem man auch eine Waschmaschine oder Bierkästen transportieren kann. Durch die Lackierung in Eisengrau Metallic fällt man auch nicht direkt als WoMo auf, wenn man mal in einem Industriegebiet oder auf einem Parkplatz in der Stadt übernachtet.

Jupptravolta am 26 Jul 2015 21:30:37

Hallo Forum,

es tut mir leid, aber ich konnte die Bilder zu meinem Bericht nicht einsetzen, da ich zuerst keine Möglichkeit gefunden habe Bilder einzufügen und später den Beitrag zu editieren. Alle Bilder zu meinem Testbericht habe ich jetzt auf mein Album hochgeladen unter:

--> Link

LG Jupp

kucik am 16 Apr 2016 18:03:14

Hallo CLEVER-Kollegen,
weil ich auch CLEVER kaufen möchte, ich interesiere mich um "Lebenerfahrungen" mit CLEVER. Es wäre sehr schön, wenn "Jupptravolta" (oder auch andere CLEVER-Kollege) die weiteren Erfahrungen mit CLEVER, fast nach weiteren zehn Monate schreiben könnte. :-o

Jupptravolta am 16 Mai 2016 19:42:44

Nach über einem Jahr mit dem Clever Drive 600 und gut 21000 Kilometern möchte ich kurz über unsere Langzeiterfahrungen berichten.

Basisfahrzeug:
Keinerlei Defekte. Mit ca. 17000 Km wurde ein kleiner Service durchgeführt: Ölwechsel mit Filter, Luftfilter und Innenraumfilter. Der Luftfilter hatte es dabei auf jeden Fall nötig (40000km Inspektionsintervall lt. Citroen empfinde ich als zu lang)
Spritverbrauch jetzt im Schnitt bei 9,5 L/100 bedingt auch durch viele Kurzstreckenfahrten im Winter. Aber für den fast immer ausgelasteten Transporter voll in Ordnung.
Ich meine manchmal minimale Quietschgeräusche von den Scheibenbremsen vorne zu hören, wenn sich das Bewahrheiten sollte, müsste man hier mal nach dem Rechten schauen.
Ab und an hört man beim Starten merkwürdige metallische Geräusche aus dem Motor, was zarte Seelen direkt in die Werkstatt treiben könnte. Das kommt aber von dem hydraulischen Kettenspanner der erstmal Öldruck aufbauen muss um die Kette passend zu spannen. Also alles in Ordnung.

Ausbau:
Keinerlei Defekte. Alles funktioniert Tadellos. Ein kleines (selbstverursachtes) Problem hatten wir mit dem Staufach über dem Tisch, hier hatten wir ziemlich viel Gewicht reingepackt. Dadurch hatte sich die Grundplatte ein wenig durchgebogen und die Klappe ließ sich nicht mehr verschließen. Das war aber schnell zu richten.
Nach dem Umbau der Kühlschrankbelüftung funktioniert dieser auch bei hohen Temperaturen, absolut Problemlos und Energiesparend.

Fazit:
Nach 14 Monaten mit dem Clever bereuen wir keine Minute unsere Entscheidung. Der Clever ist zwar nicht Perfekt bis in das kleinste Detail, aber bis jetzt stressfrei und für uns eine solide Basis für unbeschwerte Reisen. Wir haben noch ein paar kleine Änderungen und Umbauten vorgenommen. Aber das wird es bei jedem Fahrzeug geben und hängt auch vom persönlichen Empfinden ab. Daher das ohne jegliche Wertung:

Durchgeführte Änderungen/Verbesserungen seit dem ersten Test:

Am Fahrzeug:
- Hohlraumversiegelung/ Unterbodenschutz
- Fahrrad Heckträger SAWIKO Futuro
- Anhängerkupplung
- Rückfahrkamera / Videorückspiegel
- Abwasserventil versetzt

Am Innenraum:
- Zusätzlicher 5 cm Topper für die Matratze
- Zusätzliche 80A Batterie mit 2000/4000 Watt Sinus Gleichrichter
- 220V Steckdose im Bad über Gleichrichter oder Netz
- 220V / 12V Steckdose in der Ablage über dem Führerhaus
- DAB+ Radio und Aktive DBA/UKW Antenne
- Zusätzliches Fach im Schrank über dem Kühlschrank
- Tür im Trennbrett zum Stauraum
- Verschiedene Lagerboxen für Dauerausrüstung wie Tische und Stühle im Heck
- Zusätzliche LED Beleuchtung im Schlafzimmer und Wohnraum

henrileconte am 25 Jun 2016 12:50:09

Wir haben seit zwei Monaten einen Clever Celebration, der ein Sondermodell des Drive 600 ist und sich nahezu mit dem Fahrzeug von Jupptravolter deckt, da die Pakete 1 und 2 halt serienmäßig sind.
Daher kann ich auch fast alle bestätigen, mit zwei Ausnahmen, die scheinbar in das Modelljahr 2016 einzug genommen haben. Die Kühlschranklösung von Jupp ist in ähnlicherweise in die Serie eingeflossen und beim Einschalten der Elektronik gehen nicht alle Lichter an, so dass man diese auch nicht mehr einzelnd ausschalten muss.

Zwei Dinge die mich beschäftigen sind der zum Einen der schwergängige und schwer zugängliche Abwasserablasshahn (Jupp, Fotos dazu wären super) und zum Zweiten die Trennwand zum Laderaum. Dort würde ich einerseit gerne eine Tür einbauen und andererseit einen klappbaren Tritt fürs Bett integrieren. Mal schauen was mir dazu noch einfällt.

Ansonsten läßt sich zu Jupps perfekter Analyse derzeit noch nicht viel hinzufügen (bin auch erst 1500km gefahren). Unser Verbrauch liegt der zeit bei ca.10 Liter bei 120km/h und Landstrasse bei 9 Litern.

Extras zum eh schon nahezu vollständigen Celebration:

- Thule Markise 4m
- starre Ahk
. Navi AlCar mit RFK
- drittes Bett mit dem Esstisch nachgerüstet
- viertes Bett (1,6m lang im Fahrerhaus von Campsleep)

Gruss henri

Jupptravolta am 25 Jun 2016 20:15:48

Hallo Henri,

Vielen Dank für Dein Feedback... Schön zu hören das sich Clever der Probleme angenommen hat und für die 2016er Modelle Verbesserungen umsetzen konnte. Vielleicht kann ich Dir noch ein paar Anregungen geben mit einem kurzen Bericht und ein paar Fotos die ich in meinen Album hochgeladen habe.

Abwasserablassventil
Das Ventil ist sehr schwergänig und liegt sehr weit unter dem Wagen, so das man zwangsläufig auf die Knie gehen muß um es zu bedienen. Ich habe das Recht rustikal gelöst mit mit bewährter Sanitärtechnik: 300mm verzinktes 1 Zoll Stahlrohr beidseitig mit Gewinde, Verbindungsmuffe und einem Schraubventil (Hebel funktioniert natürlich auch). Das ganze hat natürlich ein höheres Gewicht als Kunststoffteile, dafür ist es aber auch sehr stabil, wodurch ich auf eine zusätzliche Befestigung an der Seite verzichten kann. Mit einem zusätzlichen Winkel und einer Rohrschelle hält das Bombenfest an der bestehenden Befestigung.


Trennwandtür
Man braucht doch immer wieder etwas aus dem Kofferraum, haben wir bei unseren ersten Fahrten festgestellt und eine Tür in der Trennwand wäre da eine Sinnvolle Sache. Hierbei war mir aber wichtig das die eigentliche Funktion der Trennwand erhalten bleibt und auch bei einer Gefahrenbremsung alles an seinem Platz bleibt. Ebenso wichtig war mir das die originalen Befestigungspunkte so bleiben wie sie sind, damit sich bei Transportarbeiten alles wie gehabt einfach herausnehmen und wiedereinsetzen lässt. Und ganz wichtig... die Optik sollte nicht leiden.

Die Lösung sah dann wie folgt aus:

- Auf die Ober und Unterseite über die komplette Länge Aluwinkel aufschrauben. (Flachkopfschrauben benutzen und Köpfe versenken, keine Verschraubung natürlich im Bereich der Tür)
- Auf der Formatsäge die Trennwand in drei Teile sägen (4mm Sägeblatt)
- Rechte und linke Seite wieder auf die Aluleisten schrauben.
- Zwei passende Scharniere auf die Innenseite Schrauben und die Tür anbringen. Durch die insgesamt 8mm die beim sägen verloren gehen hat die Tür genug Luft und läuft sehr sauber.
- Druckkopfverschluß anbringen und Tür wie gehabt einhängen.

Wir haben das jetzt schon im Urlaub getestet und die Tür funktioniert ohne Probleme.

Treppenstufe zum Bett
Durch die große Tür hat man jetzt natürlich keine Möglichkeit mehr eine Treppenstuffe anzubringen. Wobei ich auch nicht glaube das eine ausklappbare Treppenstufe die richtige Lösung darstellt, wenn man sich mal überlegt was für Kräfte da wirken, wenn sich da jemand mit sagen wir 80 kg hochstemmt.
Ich wollte einen kleinen Kasten bauen der rechts in die Nische beim Bad gesetzt wird und auf dem Boden steht. Dieser kann dann auch noch als z.B. Werkzeugkasten benutzt werden. Das habe ich bei einem anderen Clever Kollegen gesehen, der mit dieser Lösung gut zufrieden war.

Ich hoffe das hilft Dir ein wenig weiter Henri und es würde mich freuen wieder von Dir und Deinen weiteren Clever Drive 600 Erfahrungen zu hören.

Mit besten Grüßen aus dem Sonnigen Spanien.

Jupp

henrileconte am 28 Jun 2016 20:12:19

Hallo Jupp,

wieder großes Kompliment, sowohl zu der eigentlichen Arbeit der Umrüstungen, als auch zu der Beschreibung und den zahlreichen Bildern.
Die Variante mit der "Gepäckraumtür" gefällt mir sehr gut. Auch die Umsetzung der Abwasserlösung macht absolut Sinn, wobei die Ventillösung natürlich leichter zu bedienen ist, aber evtl. sich Feststoffe/ Haare oder ähnliches leichter verfangen können, als bei einem Kugelhahn mit vollem Durchgang.
Unsere erste große Tour steht in drei Wochen an und unsere Citrone muss zusätzlich noch einen 1700Kg Wohnwagen über die Alpen wuchten. Wir sind gespannt und werden dann im Ende August berichten wie sich das Fahrzeug geschlagen hat.

Henri

ViperX am 05 Sep 2016 10:59:36

Hallo zusammen,

wir haben gestern auf der Messe den Celebration gekauft. Natürlich das 2017er Modell mit Euro6 und 163 PS.
Mittlerweile gibt es bei Clever für 90€ einen Klapptritt, der den Einstieg ins Bett erleichtert. Dieser kann hochgeklappt werden und liegt dann an der Trennwand an. Haben wir mitbestellt, fühlte sich ganz ordentlich an.
Die Abwassertankentleerung wurde bisher leider nicht überarbeitet. Der Händler will sich vor der Auslieferung eine Lösung überlegen. Ich denke es wird auf die hier genannte Lösung hinauslaufen.
Auf die Situation unter dem Kühlschrank habe ich nicht geachtet. Hier hoffe ich einfach, dass das Problem mit der Abluft seit den 2016er Modellen gelöst ist.
Eine weitere Neuheit in 2017 ist die Truma CP+. Ich denke der einzige Unterschied dabei ist das digitale Bedienpanel mit diversen Einstellmöglichkeiten fürs Heizung und Warmwasser.
Praxiserfahrung sind aber erst ab März 2017 möglich, wenn das Fahrzeug ausgeliefert wurde.

Viele Grüße aus Köln

henrileconte am 13 Sep 2016 18:33:07

Dann mal herzlichen Glückwunsch zum Celebration.

Wir sind mit unserem immer noch sehr zufrieden und er hat auch die Tour in den Süden mit dem Wohnwagen super gemeistert. Er konnt das 5to-Gespann locker im sechsten Gang bei Tacho 110 halten und musste nur bei Bergen in die unteren Gänge bemüht werden. Das allerdings ist als bisheriger PKW fahrer nicht so locker. Die Position des Ganghebels ist zwar perfekt, aber mit zwei Fingern den "Rührhebel" führen geht nicht, er verlangt schon eine feste Hand. Aber das ist klagen auf hohem level und natürlich dem Kastenwagen-Grundkonzept geschuldet.

Gruß Henri

Collardente am 14 Sep 2016 21:29:47

Hallo Cleverfreunde!
Habe in april ein clever drive 600 gekauft.
Citroen,150ps.
Bis jetzt 35000km gefahren.
Ohne probleme.
Wir sind sehr zufrieden.
Fur 2 personen sensationell.
Portugal,Spanien,Frankreich,
dann Norwegen,Schweden,Finnland.
Kroatien,Ungarn.
Verbrauch ist ok,9-10l.
Mit motorboot 11l.
In Norwegen schon mal ab und zu unter 9l.
Bequem,fehlt nichts.
Habe untern sitzbank ein 60l gastank einbauen lassen,
bin sehr glucklich damit.
Wir haben noch keine wintererfahrung,aber ich hoffe das wir in winter damit zufrieden sind.

welland am 25 Sep 2016 17:59:30

Liebe Clever-Freunde,
ich möchte mich eurem offenbar rasch wachsenden Kreis anschließen. Seit ca. 7 Wochen habe wir einen neuen Clever Celebration (die technischen Details für dieses Sondermodell setze ich in diesem Forum als bekannt voraus). Bestellt und abgeholt habe ich ihn in Freiburg bei dem dort ansässigen Clever Händler. Er war der einzige in Süddeutschland, der einen Celebration noch im Juli liefern konnte. Diese Lieferung gestaltete sich erst etwas schwierig, weil der Wagen, wie zugesagt, Ende Juli in Freiburg stand, die Papiere aber noch in Ungarn waren. Doch dann lief alles wie am Schnürchen: die Fa. Sutter aus Freiburg schickte mir den Brief und die Zulassungsunterlagen, ich bin mit der Bahn nach Freiburg gefahren und habe mir "den Neuen" ausführlich erklären lassen. Die von mir gewünschten Zusätze (Markise, Solarpanel 210 W und TV mit Sat-Finder) waren alle sauber eingebaut. Nicht eingebaut war aber ein Radio, das laut Angebot der Firma bei mobile.de aber im Lieferumfang war. Kein Problem: es wurde nachträglich eingebaut. Ein Ärgernis ist lediglich, dass - wie auch hier schon angesprochen wurde - die Fa. Clever es nicht für nötig hält, eine Beschreibung des ausgelieferten Fahrzeugs beizulegen, geschweige denn einen elektrischen Schaltplan.

Bei unserem ersten Kurzurlaub (10 Tage Prag und böhmische Schweiz) haben wir keine bösen Überraschungen erlebt: der Kastenwagen ist wirklich durchdacht aufgebaut und mit guten Materialien ausgestattet. Sehr viel geholfen haben mir die Beiträge von jupptravolta in diesem Forum: ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche Beschreibung der Veränderungen, die Du vorgenommen hast. Deine Erfahrungen und Bewertungen sind deckungsgleich mit unseren. Was wir gleich auf die erste Tour mitgenommen haben war ein Schemel, um leichter ins Bett klettern zu können - wir sind 160 und 170 cm groß, da wird's ohne Einstiegshilfe schwierig.

Jetzt habe ich ein paar Fragen an Dich, jupptravolta alias Jupp:
zur Trennwandtür: Du schreibst:
- Auf die Ober und Unterseite über die komplette Länge Aluwinkel aufschrauben. (Flachkopfschrauben benutzen und Köpfe versenken, keine Verschraubung natürlich im Bereich der Tür)
- Auf der Formatsäge die Trennwand in drei Teile sägen (4mm Sägeblatt)
- Rechte und linke Seite wieder auf die Aluleisten schrauben.
Da bin ich wohl zu begriffsstutzig, das kapier' ich auch mit den Bildern nicht: erst die AluWINKEL aufgeschraubt, dann gesägt? Und dann auf die AluLEISTEN geschraubt?
Ich finde das Ergebnis genial. und würde es auch gerne so machen, aber: sorry, kapier's halt nicht, wie.
zum Topper: wo hast Du einen Topper mit diesem Maßen gefunden?
zur zusätzlichen Batterie: wo hast Du die eingebaut?

Nochmal herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung, für die viele Arbeit, Die Du Dir gemacht hast. Vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwo in Spanien oder hier in Bayern oder anderswo - dann würde ich Dich / Euch gerne mal zu einem schönen Essen einladen.

Mit sonnigen Grüßen aus Oberbayern
Ralf.

Peterunterwegs am 28 Sep 2016 00:17:41

Auch ich schließe mich dem Lob für Jupp an.
nun eine technische Frage:
ich habe bei meinem Drive 600 2 AGM 95Ah im Wohnbereich, welche mit einem Ladegerät von CBE (CB 516) gelanden werden. Leider läuft das Laden nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. könntet ihr mal nachsehen, was ihr für ein Ladegerät habt?
Ach und noch etwas. Hat der Ducato 260 Bj 2015 130 eigentlich eine aktive Radioantenne. bei mir ist der Radioemfang bescheiden.

Peterunterwegs am 28 Sep 2016 22:15:35

noch ein Nachtrag.
Welcher Typ von Batterie ist eigentlich standardmäßig im Drive 600 oder Celebration verbaut? Säure, Gel oder AGM? Könnte mal einer nachsehen?

henrileconte am 29 Sep 2016 17:49:55

Hallo Ralf,

zu dem Türumbau von Jupp:
Die Aluwinkel schraubt er am Anfang auf, um den späteren Abstand der beiden Einzelteile, recht und links, später nach dem Sägen wieder erreichen kann ohne aufwendiges messen. D.h. Aluleisten aufschrauben, die Platte einhängen, die beiden Schnitte anzeichnen, so dass die Tür sauber 90Grad aufgeht, dann Platte wieder rausnehmen, Aluleisten abschrauben und anschliessen sägen. Nun hast du drei Einzelteile. Die beiden Äußeren schraubst du nun wieder in die schon vorhanden Löcher deiner Aluwinkel und erhälts schon einmal deine Wand zurück mit den richtigem Abstand und einem Loch in der Mitte :razz: . Dann noch Scharniere und Öffnungsknauf ran und schon ist deine Wand mit Tür fertig.
Hab ich auch bei meinem Celebration gemacht und funktioniert perfekt, auch wenn wir "nur" zwei Löcher in der Tür haben (ich meine die Handgroßen Werksmäßigen Ausschnitte), anstatt wie Jupp drei. Die vorhandenen Ausschnitte nutze ich übrigens als "Wäscheklappe", indem ich im Laderaum einen Wäschekorb direkt dahinter stehen habe und so die Schmutzwäsche immer gleich dorthin "entsorge".

Viel Spass beim Basteln

Gruß Henri

Jupptravolta am 30 Sep 2016 22:54:45

Hallo an alle,

es freut mich das unsere „Clever Gemeinde“ immer größer wird und sich ein reger Gedankenaustausch entwickelt.

Vielen Dank an Henri.. besser hätte ich das mit den Aluleisten zum Umbau der Trennwand auch nicht erklären können. Ralf, wenn dazu noch Fragen offen sind, stehe ich gerne zur Verfügung.

Den passenden Topper habe ich bei Obelink gekauft. Goldcamp MemoVita 140x200x5 cm für 129 €. Das hat meinen Schlafkomfort um 300% gesteigert, da die Originalmatratze sehr hart war. Da musste ich dreimal die Nacht meine Knochen neu sortieren. Der einzige Wermutstropfen sind die beiden Abschrägungen seitlich zur Tür. Da habe ich die Ecken des Toppers nach unten Umgeschlagen… das stört aber überhaupt nicht, wenn man ein Spannbetttuch benutzt.

Die dritte Wohnraumbatterie (85 AH) habe ich in einer Kiste unter der Sitzbank untergebracht. (Fotos dazu in meiner Galerie). Diese versorgt nur den 2000/4000 Watt Wechselrichter den ich wiederum auf die Kiste geschraubt habe. (Kurze Kabelwege) In der Kiste befindet sich ein kleines Ladegerät, Voltmeter und ganz wichtig, ein Hauptschalter der die Batterie vom Ladegerät trennt.
Befestigt habe ich das ganze Konstrukt mit dem Wagenheber der sich mit ein wenig hochdrehen unter die Stahlkonstruktion drückt. Das ist zwar alles in allem ein wenig primitiv, klappt aber hervorragend. Vorteil ist das man überhaupt nicht in die original Verbaute Elektronik eingreift, was bei eventuellen Garantiefällen von Vorteil ist. Im Winter kann man das ganze Ruckzuck ausbauen und im Keller überwintern lassen.
Ich hatte mich lange mit der Thematik beschäftigt und mich daher für einen Sinus Wechselrichter mit hoher Leistung entschieden. Da gibt es keine Probleme mit hoher Temperaturentwicklung und selbst eine Senseo läuft damit problemlos (habe ich zuhause getestet).

Zur Frage von Peter zu den von Werk aus verbauten Batterien. Bei mir sind zwei 100AH Varta Säurebatterien verbaut. Eine unter jedem Sitz. Das Ladegerät ist bei mir auch von CBE. Den genauen Typ muss ich aber noch überprüfen.

Aber die Idee von Ralf sich mal zu treffen, finde ich gut. Vielleicht können wir im nächsten Jahr mal ein kleines „Clever Owners Event“ organisieren?

Viele Grüße aus dem Münsterland

Jupp

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