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Meine erste Schwedenreise August 2015 1, 2, 3, 4


Gast am 03 Sep 2015 19:32:10

Hallo,

hab mich jetzt doch entschlossen, die Eindrücke meiner ersten Schwedenreise hier einzustellen. Vielleicht hilft es dem/der ein- oder anderen als Motivationsstütze auch mal dieses Land zu bereisen. Oder Er/Sie liesst wie ich einfach gern Reiseberichte!

Schweden wurde eher zufällig und spontan mein Reiseziel, ich wollte einfach mal nach Norden :) Eine feste Routenplanung hatte ich auch nicht, nur ganz grob wollte ich vom Süden die Westküste hoch starten und dann einfach weitersehen, wie weit nach oben es mich treibt. Als Anfahrtsroute war klar, über Sassnitz nach Trelleborg ist die kürzeste Route für mich. Allerdings immerhin auch schon 850km von Regensburg dorthin. Das wollte ich mir nicht an einem Tag geben und hab deshalb Rathenow als Zwischenziel auserkoren. Hab dort per App einen kostenlosen Stellplatz am Stadtkanal entdeckt und es lag nicht so weit ab von meiner Route gen Norden.

Ich werde auch zwischendurch immer mal wieder nen Link zu maps hier einstellen, dann hat man nen besseren Überblick über die Tagesrouten.

1. Tag (4.8.) Am späteren Vormittag brechen wir (meine Hündin und ich) auf. Bei Regensburg noch schnell auf ne Waage. Die zeigt bei vollem Wasser- und halbvollem Dieseltank und Unmengen an Gerödel 3140kg. Puh! Geht sich also gut aus. (3400zGG) Die Hinterachse ist allerdings mit 1900kg an der Grenze. Aber die wird ja mit jedem getrunkenen Bier aus der Heckgarage leichter 8)

Nach ca.400km gen Norden müssen plötzlich alle Fahrzeuge über 3,5t und 3m Höhe runter von der AB. In bin zwar gewichtsmässig drunter, aber 3,20m hoch :cry:
Es gibt sogar eine richtige Höhenbegrenzung quer über die Autobahn! Na ja, müssen wir halt die letzten ca.80-100km über Landstrassen und -Strässchen.
So kommen wir erst gegen 19.30 in Rathenow an und der Womo-Stellplatz ist komplett voll. Aber gleich daneben (50m) ist noch ein grosser Parkplatz, auf dem ich dann nachts ganz alleine und ruhig stehe. Erst am nächsten Morgen wird er recht schnell voll.


(Regensburg-Rathenow) --> Link

2. Tag (5.8.) Gegen Mittag brechen wir auf Richtung Rügen.
Über die Rügenbrücke verlassen wir das Festland. Auf Sassnitz gehts erstmal zum Fährterminal.



Ich hab ja nicht vorgebucht, was sich jetzt als teurer "Spass" entpuppt! Hätte ich schon vor 2..3 Wochen gebucht, wärens gut 70Euro für die einfache Überfahrt gewesen. Jetzt knöpft man mir dafür über 160.- ab. Na ja! Zurück werde ich jedenfalls von unterwegs vorbuchen. (Die Rückfahrt kostet mich dann auch deutlich weniger, knapp 100 Euronen.)
Zurück im Womo dann der Riesen-Schreck! Ich find den Impfpass für meine Hündin nicht!
Ich stelle das Mobil komplett auf den Kopf - kein Impfpass! Kann eigentlich nicht sein, mit das wichtigste, sollte ich vergessen haben? Er ist jedenfalls nicht auffindbar und ich stelle mir alle möglichen Horror-Szenarien vor. Daß mich die Schweden "drüben" gar nicht ins Land lassen, womöglich gar meinen Hund einkassieren und in Quarantäne stecken :eek:
Ich beschliesse trotzdem "ganz normal" die Fahrt und Einreise fortzusetzen, kann eh nix anderes machen, als es zu probieren!

Dann fahren wir erstmal zum Stadthafen nach Sassnitz, die Fähre geht ja erst um 23.00h.



Am Abend fahren wir die ca.5km zurück zum Fährhafen. Als sich später die ersten Womos in die Trelleborg-Spur einreihen, schliesse ich mich auch langsam an.
Gegen halb elf checke ich am Schalter ein. Danach warten wir in mehreren Reihen, endlich auffahren zu dürfen. Vor mir stehen Schweden, die vom nahen Shop mehrmals mit Einkaufswägen voller Bierdosen-Paletten ihren Anhänger beladen bzw. überladen :mrgreen:

Dann gehts endlich los. Und zwar zack-zack. Rein ins Schiff, Gas abdrehen und raus aus den Fahrzeugen. Ich hab kaum Zeit, mir das Deck zu merken, wo das Womo steht. Wir gehn dann aufs Aussendeck und schauen uns 15 min. später das Ablegen an. Die Überfahrt ist ruhig. Aber eher langweilig. Ist ja Nacht.
Ab und zu sieht man mal in der Ferne ein Positionslicht. Später tauchen langsam die Lichter von Trelleborg auf. Pünktlich treffen wir nach gut 4 Stunden dort ein.

Dann gehts wieder recht flott. Ins Womo und nach kurzem Warten gehts runter von der Fähre. Es ist 3.15h.
Und der schwedische Zoll winkt alle durch. Puh! - Wir sind in Schweden! - :)

Das Navi lotst mich dann ins knapp 20km entfernte Smygehuk und ich bin froh, nach diesem doch anstrengenden Tag endlich abschalten zu können.
Wir stehen dort auf einem grossen Wiesen-Parkplatz fast direkt am Meer. Wie sich am Morgen herausstellt, direkt bei der Tourist-Info. Die gar nicht wie eine Tourist-Info aussieht :razz:

(Rathenow-Sassnitz) --> Link

Fortsetzung folgt...

Gast am 03 Sep 2015 23:49:25

3. Tag (6.8.) Nach der langen Nacht gehn wir mittags erstmal ans Meer. Das Wetter ist perfekt.
Ich geh dann nochmal zur Tourist-Info und frage dort nach der "Rastplatskartan". Die freundliche Dame spricht ausser schwedisch auch englisch und deutsch!
Ich bekomme die Rastplatskartan (kostenlos). Die wird sich im Verlauf der Reise als wahrer Goldschatz erweisen!

Ich will erstmal ein Stück weiter Richtung Norden und unbedingt ans Meer. Also beschliesse ich, rund 200km rauf in die Gegend um Halmstad zu fahren.
Unterwegs machen wir nen Abstecher ans Meer und schliesslich landen wir an einem traumhaft schönen Platz bei Tylösand, auch am Meer!


(Smygehuk-Tylösand) --> Link

4. Tag (7.8.) Am Morgen fahren wir weiter die Westküste hoch Richtung Norden. Tagesetappe soll wieder so etwa 200km werden.
Bei der Suche nach einem schönen Platz sind I-Net und g-maps Gold wert! So landen wir schliesslich mit Zwischenstops in Kyrkesund. Sieht erstmal nicht so aus, als könnte man hier frei stehen. Am Hafen ein Schild, man erahnt, was es bedeutet. Dann ein Parkplatz. Na ja, könnte man stehen. Aber - auf dem Spaziergang von dort entdecke ich (wieder mal) einen Traumplatz direkt am Meer!



Ganz in der Nähe gibts einen Aussichtsweg (St.Olofs Valar). Von dort oben hat man tolle Aussicht auf die Küste. Dann wirds aber Zeit zum Abendessen für Hund und Herrchen :)

(Tylösand-Kyrkesund) --> Link

Fortsetzung folgt...

sini2000 am 04 Sep 2015 05:04:23

Der Anfang gefällt mir schon mal sehr gut. Vielen Dank.

Gast am 08 Sep 2015 01:48:35

Weiter gehts...

5. Tag (8.8.) Wir fahren weiter die Westküste gen Norden. Tagesziel ist die Gegend um Strömstad nahe der NOR-Grenze. Bisher sind wir ca.1500km unterwegs. Am Abend stranden wir auf der Insel Saltö, die über mehrere Brücken zu befahren ist. Saltö ist ein kleines Naturreservat, das an den Nationalpark Kosterhavets grenzt.
Die Gegend ist ziemlich touristisch, trotzdem finden wir ein ruhiges Plätzchen auf dem Parkplatz am Eingang zum Reservat. Von da erstmal ein ca.20 minütiger Spaziergang zum Strand.


Für die Nacht spanne ich erstmals einen Gurt zwischen die Vordertüren, da am nahen Kiosk/Infostand das Sicherheitsglas der Scheibe mit brachialer Gewalt eingeschlagen wurde. Die Nacht bleibt aber erwartungsgemäss total ruhig.
(Kyrkesund-Strömstad) --> Link

6. Tag (9.8.) Am Morgen fahren wir nach einem zweiten Strandbesuch Richtung Osten weiter nach Ed am Stora Le, weg von der Küste ins Landesinnere.
Unterwegs entsorge ich zum 1.Mal an einem der genialen Plätze aus der Rastplatskartan in Parsetjärn an der 164.



So oder ähnlich sehen die Plätze mit Entsorgung (latrin tömning) aus. Es gibt zwar keinen Bodeneinlauf fürs Grauwasser, aber für einen Alleinfahrer wie mich kein Problem, alle paar Tage nach der Kassette das Grauwasser über selbige zu entsorgen. Ich musste zwar bis zu 7 mal in die Kassette ablassen, danach ist sie aber auch gut gespült! Dauert halt manchmal 20min., aber ich hab ja Zeit. Danke Schweden für diesen tollen Service!

(Übrigens hatte ich ins Abwasser und in die Kassette jeweils 2 Kaffeelöffel Ammovit zugegeben und beim Entsorgen keinerlei Geruchsprobleme!)

Über Ed fahren wir das Westufer des Stora Le hoch als ich plötzlich an dem schmalen Strässchen das magische Hinweisschild Nationalpark sehe. Es ist so unauffällig, daß ich erstmal dran vorbeifahre. Natürlich drehe ich bei nächster Gelegenheit um :) und biege in die Schotterstrasse Richtung Tresticklan Nationalpark ein. Ein Glücksgriff! Nach ein paar Kilometern komme ich zu einem recht weitläufigen Parkplatz mitten im Park. 2..3 Womos und ein paar Autos stehen verstreut herum.



Ich erkunde natürlich erstmal mit Hundi die Gegend.


Über die moorigen Stellen führen Holzstege und wir kommen an wunderschönen kleinen Seen und Gesteinsformationen vorbei.


Wir sind nur rund 4km von der norwegischen Grenze entfernt. Auf dem Parkplatz habe ich I-Net und Sat-Empfang.


I-Net hatte ich übrigens immer in den 3 Wochen. Selbst tief im Wald hatte ich teils Highspeed-Internet! Sat-Empfang natürlich nur, wenn Richtung Astra freie Sicht war.

7. Tag (10.8.) Nach dem Frühstück machen wir eine lange Wanderung durch Tresticklan ca. 3Std. Wieder viele wunderschöne Eindrücke. Wasser, leuchtend grüne Moose (können die Fotos leider so nicht wiedergeben). Weils so schön hier ist, bleiben wir noch die nächste Nacht.


(Saltö-Tresticklan) --> Link

8. Tag (11.8.) Weiter Richtung Norden am Stora Le. Wir fahren mit der (kostenlosen!) Fähre von Jaren über nach Sund und weiter Richtung Arjäng.



Beim Versuch am Foxen (Verlängerung des Stora Le Richtung N) ein Plätzchen für die Nacht zu finden, verfranse ich mich total. 20km Schotterpiste und kein Platz zum Stehen.
Mit etwas Glück finde ich doch noch ein Plätzchen, sogar am Wasser. Zwar nah an der Strasse, aber die ist so abgelegen, daß hier nachts keine Autos fahren.
War irgendwo südl. Holmedal. Wo genau, kann ich nicht mehr 100%ig nachvollziehen. Wahrscheinlich die Stelle aus dem maps-link unten.


Da wir bei einem Zwischenstop zum ersten Mal Schwammerl (hochdeutsch: Pilze) gefunden haben, gibts am Abend eine leckere Schwammerl-Soße aus Steinpilzen, Rotkappen und Pfifferlingen!


(Sund-Holmedal) --> Link

Fortsetzung folgt...

P.S. Hatte nicht viel Zeit, den Bericht fortzusetzen. U.a. hatte ich mehrere Hunde in Urlaubsvertretung :razz:
Angenehm in diesem Unterforum finde ich, daß man die Berichte in Ruhe, auch über längere Zeit, zu Ende schreiben kann. Erst nach Fertigstellung wird er dann ins "normale" Schweden-Forum verschoben werden. Dann können natürlich alle User ggfs. Fragen stellen und Kommentare abgeben.

Gast am 08 Sep 2015 17:53:09

9. Tag (12.8.) Ich beschliesse, weiter ins Landesinnere Richtung Vänern zu fahren. Wir fahren die E18 nach Grums. Auf dem weiteren Weg liegt wieder ein Rastplats (Lyängen) mit Entsorgung, welche ich gleich nutze, um wieder ganz leer zu werden. Der Frischwassertank ist fast leer, deshalb bunkere ich wieder Frischwasser an einer Tankstelle. Auch das war während der ganzen Reise überhaupt kein Problem. An den grossen Tankstellen, meist Statoil oder Ingo, bekam ich immer anstands- und kostenlos meinen Tank gefüllt! Natürlich hab ich vorher gefragt. Und dort auch immer getankt. Schlauch und Adapter hatte ich natürlich selber. Meist braucht man einen 3/4" Schraubanschluss, dann kann man mit den üblichen 1/2" Steckverbindern den Schlauch anschliessen. Nur ein Mal brauchte ich den 1/2" Schraubanschluss.

Mit allem versorgt, gehts weiter am Nordufer des Vänern entlang. Leider sieht man ihn von der E18 höchstens Mal in der Ferne aufblitzen. Weiter über Karlstad, bis ich schliesslich bei Väse ein Hinweisschild Naturreservat erblicke. Wir biegen natürlich ab :) So landen wir auf der Halbinsel Arnön an einem einsamen und ruhigen Platz direkt an einem gewaltigen Windrad. Von diesem Tag hab ich leider nicht viele brauchbare Bilder.




Das Naturreservat entpuppt sich als Reservat-chen. Aber für eine ca. 1stündige Gassi-Runde ist es o.k. Leider geht der kleine Rundweg nur durch Wald, man sieht nix vom Vänern, obwohl er ganz nah sein muß! Das wird mir aber erst später klar. Wahrscheinlich hätten wir uns nur mal 100m durch die Büsche schlagen müssen, um ans Ufer zu kommen. Deshalb der Vorsatz für den nächsten Tag: Richtig ran an den Vänern! Bin schon gespannt auf diesen riesigen Binnensee.


(Holmedal-Arnön) --> Link

10. Tag (13.8.) Nach einer ruhigen Nacht fahren wir weiter über Kristinehamn Richtung Süden ans Ostufer des Vänern. Bei Hult/Brattsand zeigt sich uns zum ersten Mal richtig dieses riesige Gewässer! Der Vänern ist immerhin rund 11x so gross wie der Bodensee.


Unser Ziel für diesen Tag ist aber der Tivedens Nationalpark! Also weiter nach Gullspang. Dort kaufe ich im ICA-Supermarkt ein und schreibe auf dem Parkplatz ein paar Postkarten. Natürlich mit Elchen, Wölfen und Bären drauf! Weiter über Hova, Finnerödja und Tived gehts zur nördlichen Einfahrt des Nationalparks.



In Tivedstorp ist ein Infocenter und ein kleiner, feiner Womo-Stellplatz, sogar mit Stromanschlüssen. Wir fahren aber erst mal weiter ins Herz des Parks zum Besucherzentrum. 2 grosse Parkplätze, einer davon für Womos. Leider besteht hier ab 23h Nachtparkverbot. Deshalb beschliesse ich, mir den anderen grossen Parkplatz am Vitsand mal anzuschaun. Also zurück (ca.15km Schotterpiste).

Dann komme ich am Vitsand an - ein Traum! Schöner gehts fast nicht. (Später stellt sich raus, schöner geht immer!)



Der grosse Schotterparkplatz am Stora Trehörningen ist fast leer.



Abends sitze ich mit Hund und einem kalten Bier auf einem Felsen am Strand und geniesse den Sonnenuntergang bis in die Dunkelheit.


Nach dem Abendessen buche ich die Fähre zurück nach D. für Di.25.8. Will ja am 26. zurück sein, da ich am 28. wieder arbeiten muss. :cry:
Na ja, das Vorbuchen spart mir immerhin gut 60Euro.

Fortsetzung folgt...

Gast am 08 Sep 2015 19:35:09

11. Tag (14.8.) Am wunderschönen Morgen erst mal zum See! Mann, was hab ich für ein Glück - bisher nur schönes Wetter, 1 (i.W. -eine- )Mücke in 11 Tagen gesehen bzw. gehört. Auch meine Hündin hat in den 3 Wochen nur 5 oder 6 Zecken "gesammelt". Zuhause hat sie die manchmal an einem Tag gehabt. Die Anti-Brumms gegen Mücken/Zecken brauchte ich nie. (Bekannte von mir hatten weniger Glück. Fast nur Sch..ss-Wetter und Schwärme von Plagegeistern im schwedischen Sommer!)

Wir drehen dann die Tärnekullen(?)-Runde am See...danach ein 2tes Frühstück :)


(Puh! Ich glaub ich muss mich etwas zusammenreissen! Im Überschwang der Gefühle mach ich viel zuviele Fotos. Da fällt jetzt beim Schreiben die Auswahl schwer!
Ich hoffe, ihr werdet nicht erschlagen von sovielen Bildern :oops: )

Später fahren wir nochmal zurück zum zentralen Info-Parkplatz. Von dort gehen viele Wanderwege ab. Ich möchte den Trollkyrka-Rundweg machen. Der ist nicht ohne. Viel auf und ab, ca. 2,5Std. Aber er ist absolut lohnenswert. Tolle Gesteinsformationen und Ausblicke. Unwirklich grüne Moospolster. Der Weg führt an zwei kleinen idyllischen Seen mit Seerosen vorbei. So muss das Paradies aussehen!



Von der Wanderung sind Hundi und ich einigermassen erschlagen. Deshalb beschliesse ich, trotz des Nachtparkverbots auf dem nahezu leeren Platz zu übernachten :idea:

(Arnön-Tiveden) --> Link

Fortsetzung folgt...

Gast am 10 Sep 2015 23:31:31

12. Tag (15.8.) Am Morgen machen wir uns nochmal auf den Weg zu einem der Seen am Trollkyrka-Rundweg, diesmal anders rum. Der Weg führt über Gesteinsformationen, da hat man den Eindruck, über riesige Walbuckel zu laufen.



Gegen 11h sind wir zurück am Parkplatz, der jetzt doch schon ganz schön voll wird. Es ist Samstag und ich ahne, daß es hier am Wochenende so richtig voll werden wird. Ist ja auch traumhaft schön hier am Vitsand, auch zum Baden. Wir machen uns deshalb auf, wollen über Töreboda und Mariestad nach Torsö.
Auf dem Weg aus dem Nationalpark in südlicher Richtung über Osjö lege ich eine ziemliche Irrfahrt hin. Aber endlich entdecke ich die Ursache des nervtötenden Geräuschs, das mich seit 2 Tagen in zunehmende Verzweiflung stürzt! (Ich hab deshalb schon ungefähr 15 mal angehalten und alle möglichen Ursachen mit Taschentüchern, Schwammtüchern, Umräumen usw. versucht auszugrenzen. Das metallische/keramische Klappern blieb! Klar war nur, es muss aus dem Bereich Kühlschrank, Spüle/Besteckkasten oder der Schränke drüber oder drunter kommen. Es war dann das Verbindungsstück des Tischfußes :razz: gegenüber Spüle/Kühlschrank. Panzerband drum und gut wars!)

Auf dem weiteren Weg auf der Waschbrettpiste finde ich dann noch ein schwedisches Nummernschild am Wegesrand. Ich nehms mit um es an der nächsten Polizeistation abzugeben. Wie sich herausstellen wird, ist die erst im rund 60km entfernten Mariestad! Zudem ist diese am WE unbesetzt. Über die Gegensprechanlage spreche ich mit einem Polizisten, der weit entfernt irgendwo ist und meint, ich soll das Schild halt vor der Tür ablegen.
Na, ich hoffe, der Fahrer hat sein Schild dann zurückbekommen und musste sein Fahrzeug nicht neu zulassen, mit anderen Schildern.

Mariestad am Hafen. Rastplats mit Entsorgung an der E20 Sandbäcken(?) Danke nochmal, Schweden, für diese tolle Infrastuktur u.a. für Mobilisten! Da könnten sich andere Länder mal ein Beispiel dran nehmen!


Unterwegs mache ich an einer Statoil den Wassertank wieder voll. Auch dort, wie bisher immer, sehr freundliche Menschen. Die Verständigung ist überhaupt kein Problem, wenn man einigermassen englisch spricht. Manche Schweden sprechen auch ein wenig deutsch. Aber englisch sprechen anscheinend alle, und zwar gut!

Auf Torsö kommen wir schliesslich auf einen grossen Parkplatz am Fährhafen nach Brommö. Die kleineren Parkplätze an den Badeplätzen sind mit dem Womo nicht zu befahren, da 2m-Höhenbegrenzung. Aber der grosse Parkplatz ist ganz o.k. Nachts ist es absolut ruhig.


(Tiveden-Torsö) --> Link

13. Tag (16.8.) Am Morgen nach dem Frühstück erstmal Spaziergang zum Vänern...



Danach der Schreck! Ich bekomme eine sms vom deutschen Mobilfunkanbieter, daß mein Datenkontingent aufgebraucht ist. Ergo keine I-Net Verbindung mehr möglich. (Ich hatte mir in D-Land für 20Euro eine Sim-Karte von Ortel (Cross Europe) mit 300 Freiminuten und 750MB Daten besorgt.)
Theoretisch könnte ich die hier (online) wieder aufladen. Geht aber nicht, da ich mich nicht vorher registriert habe. Das hatte mir die Dame im I-Net Cafe (in D) nicht gesagt.

So fahre ich rund 30km zurück ins kleine Städtchen Töreboda am Götakanal und kaufe erstmal im ICA ein. Und frage nach einer Daten-Sim Karte. Die haben sie dort zwar nicht, man verweist mich auf den nahen Zeitschriften/Tabakladen. Es ist Sonntag! Trotzdem habe ich ein paar Minuten später eine Comviq Daten-Sim mit 1GB für 95 Kronen (ca.10Euro). Also, Daten- und Telefon-Sim Karten bekommt man jederzeit problemlos und günstig in Schweden!

Ich sende den Code des Bons an die angegebene Nummer und hab ne halbe Stunde später wieder Highspeed-Internet! Puh!
Die I-Net Verbindung war mir vor allem wegen g-maps wichtig. Zum Auffinden schöner Plätze waren die (wirklich guten) 250.000er Karten von freytag&berndt zu ungenau.



Wir fahren weiter erstmal mit Ziel Karlsborg am Vättern. Unterwegs blitzt es kurz blau durch die Bäume und ich seh aus dem Augenwinkel einen naja - Pfad in die Richtung abgehen. Also wende ich bei nächster Gelegenheit :) und fahre dann in Schrittgeschwindigkeit rund 200m Rumpelpfad durch den Wald. Links, rechts, oben - streichen die Zweige am Womo entlang. Dann bin ich am Ufer des Viken. Ein Traumplatz!



Als ich in der Abenddämmerung neben dem Womo telefoniere, kommt ein weisser Kleintransporter auf "meinen" einsamen Traumplatz. Aus dem Transporter springen drei Typen, die original wie Russenmafia aussehn :eek: Hektisch laden sie alles mögliche aus, u.a. einen grossen Aussenborder und ein Riesen-Schlauchboot, das sie dann aufpumpen. Ich wage es dennoch sie anzusprechen, ob sie wohl fischen gehen? Und bekomme nur eine knappe Antwort, "Yes!"

Kurz danach fahren sie mit ihrem Boot los und später kommen sie mit einem Boot im Schlepptau zurück, dessen Besitzer wohl mit einem Schaden auf einer der Inseln festgehangen war. Später sitzen sie am Lagerfeuer und ich höre noch bis spät ihr Lachen von dort. Am Morgen fahren sie früh wieder raus mit ner Menge Angeln an Bord, diesmal wohl wirklich zum Fischen! :razz:

Meine "Russenmafia"...

(Torsö-Viken) --> Link

14. Tag (17.8.) Montag. Ich hab mich umentschieden, doch nicht nach Karlsborg zu fahren. Sondern zurück in den Tiveden zum Vitsand. Es war so schön dort! Unter der Woche sollte dort kaum was los sein. Sind ja nicht mal 30km zurück. Auf dem Weg tanke ich in Undenäs und fülle den Wassertank nochmal voll. Die total nette Mitarbeiterin hat wohl mein Kennzeichen gesehen und spricht mich auf deutsch an!
Weiter zum Tiveden - habe ich meine erste Begegnung mit einem Elch! Er (oder sie) trottet in ca.100m Entfernung über die Strasse und verschwindet leider nach ein paar Sekunden schon wieder auf der anderen Seite im Wald. Ein Riesen-Tier! Und ein tolles Erlebnis für mich!

Am Stora Trehörningen/Vitsand ist es dann wie erwartet sehr ruhig. Ein Womo und wenige Pkws. Wir machen eine schöne Wanderung durch die Vitsandsgrottorna (Tärnekullen-Rundweg).


Es soll aber heute noch weitergehen Richtung Motala/Roxen. Adieu schöner Vitsand!

Fortsetzung folgt...

Gast am 11 Sep 2015 12:20:51

Ich schaffe es dann grade mal ein paar Kilometer weit! Schon wird wieder meine Neugier geweckt :razz:
Wieder eines dieser magischen Hinweisschilder mit dem Kleeblatt(?)-Symbol :) Aber ich muss erst mal Proviant besorgen. Also ins 20km entfernte Askersund zum Einkaufen. Wieder mal im ICA. Brot, Semmeln, Smör(Butter), Bio-Eier, Gemüse, vegetarischen Tangkaviar, Postkarten und Briefmarken. Und was ich ganz toll finde, es gibt praktisch in jedem Supermarkt eine Salatbar, wo man sich aus dutzenden Zutaten seinen leckeren Salat zusammenstellen kann!



Dann zurück zur Einfahrt ins Naturreservat Fägertärn. 7km ziemlich üble Schotterpiste, die ich mit 30km/h dahinzuckle. Aber dann die Belohnung: Ein herrlicher einsamer Parkplatz am See.


Wir machen erstmal einen Spaziergang am See, dann gibts für uns beide was zu essen. Ich hab auf dem Platz sogar TV-Empfang. I-Net sowieso :)
(Viken-Tiveden) --> Link (Tiveden-Fägertärn) --> Link

15. Tag (18.8.) Mein Kühli liess in der Leistung die letzten Tage schon etwas nach, jetzt kühlt er bei ca. 23°C draussen nur noch auf rund 17 Grad runter :evil:
Auch meine 3 Lüfter bringen ihn nicht auf Trab. Vielleicht ist durch die Rüttelpisten der letzten Tage Dreck auf den Brenner gefallen? Ich bastle mir ein Blasrohr und puste ihn kräftig durch. Ein paar Stunden später pendelt sich die Temperatur wieder zwischen 4 und 7°C ein! :)

Dazwischen machen wir die Runde um den Fägertärn. Meiner Hündin sind die Stege übers Wasser nicht ganz geheuer!



Dann wollen wir eigentlich, wie ursprünglich geplant, weiter Richtung Motala und Roxen. Auf dem Weg kann ich am Rastplats Stora Hammarsundet entsorgen. Kurz darauf wieder ein Schild zu einem Naturreservat und ich kann nicht widerstehen...



Ein kleiner Parkplatz, sehr unspektakulär. Der Weg ins Reservat führt über Viehweiden Richtung Vättern.



Aber schon nach ca.15 min. Fussmarsch ein ganz anderes Bild. Erst eine kleine Bucht am Vättern mit feinstem Sandstrand! Auf dem weiteren Rundweg dann eine schöne Bucht nach der anderen! Es ist ziemlich warm an diesem Tag und ich tauche dann in einer dieser wunderschönen Lagunen kurz ins doch sehr kühle Wasser ein.




In dieser Bucht spring ich in den See...


Zurück am Womo wird erstmal gekocht. Später gehn wir in der Dämmerung nochmal zum nahen Sandstrand. Die Nacht stehn wir total ruhig und allein.
(Fägertärn-Harge) --> Link

16. Tag (19.8.) Ich beschliesse, doch nicht zum Roxen zu fahren. Ich hab auf der Karte das Hökensas Naturreservat entdeckt, an der Westseite des Vättern. Sind so ca. 120km dahin. Mal sehn, was uns dort erwartet. Langsam müssen wir ja auch wieder Richtung Süden. In 5 Tagen müssen wir wieder bei Trelleborg sein. In 6 Tagen geht von dort früh 8.15 unsere Fähre zurück nach Sassnitz.

Unterwegs kaufe ich in Karlsborg ein und besorge eine Telefon Sim-Karte von Comviq, da die Freiminuten der deutschen Karte aufgebraucht sind. Kostet umgerechnet 10Euro und reicht locker, die nächsten Tage nach D-Land zu telefonieren.

Hökensas sieht dann erstmal nicht so prickelnd aus. Zwei grosse CPs. Womos stehen dicht an dicht, wie beim Händler auf dem Hof! Nix wie weg hier :eek:
Ich biege erst ab auf eine Schotterpiste, dann in einen Waldweg und finde dank maps wenige km entfernt knapp ausserhalb des Reservats (wieder mal) einen absoluten Traumplatz direkt am Wasser!



Später kommt ein tschechischer Angler vorbei, der ein seltsam anmutendes Boot dabei hat. Auf meine Frage erklärt er mir, wie das funktioniert:
Man(bzw. er) sitzt rücklings in seinen Fischerhosen drin und hat Flossen an den Füssen. So paddelt er schliesslich raus auf den See und hat schon nach wenigen Sekunden einen Hecht an der Angel! Dann entschwindet er langsam aus meinem Blickfeld. 2..3 Stunden später, es ist schon fast Nacht, kommt er zurück. Und hat keinen weiteren Fisch gefangen! Schade! Ich hatte gehofft, er macht reichlich Beute und ich könnte ihm vielleicht einen Fisch abschwatzen!



17. Tag (20.8.) Am Morgen machen wir einen Spaziergang zum nahen See Stora Öjasjön.


(Harge-Hökensas) --> Link

Dann fahren wir wieder weiter Richtung Süden. In Mullsjö tanke ich und bunkere Wasser. Wir sind jetzt gut 2.500km unterwegs. Kaufe ein und ziehe ein bischen Geld am Automaten. Gehe zum ersten mal in einen Systembolaget! Diesen verlasse ich mit 7 Sorten schwedischen Dosenbiers. Muss die ja auch mal probieren!



Auf der Suche nach einem Platz für die nächste Nacht verfranse ich mich mal wieder und lande auf teils abenteuerlichen Wegen. Es sind teilweise steile Sackgassen bergab Richtung Wasser und ich bin mir nicht sicher, ob ich hier ohne Schlepperhilfe wieder rauskomme! Zum Glück bin ich mit fast neuen Winterreifen unterwegs :razz: und komme immer wieder zurück auf sicheres Terrain.
Schliesslich lande ich auf einem grossen, einsamen Parkplatz bei einem Gutshof. Dort ist sogar wieder ein Naturreservat. Nyckelas an der Westseite des Nässjön.




Am Abend probiere ich zum ersten Mal schwedisches Bier und es gibt gebratenen Lachs und Salat.


(Hökensas-Nyckelas) --> Link

18. Tag (21.8.) Weiter Richtung Süden. Westlich Burseryd landen wir nach der Fahrt auf immer schmaleren Pfaden wieder ganz nahe eines Sees. Ich beschliesse, die Nacht hier zu verbringen.


Am Abend haben wir beim Spaziergang unsere zweite Begegnung mit einem Elch! Diesmal nicht aus dem Auto heraus, sondern direkt auf dem Weg im Wald. Er/sie kreuzt gemächlich unseren Weg und verschwindet dann mit einem Krachen wieder im Unterholz.

(Nyckelas-Burseryd) --> Link

Fortsetzung folgt...

Gast am 17 Sep 2015 19:38:11

Weiter gehts...(die letzten Tage)

19. Tag (22.8.) Wir fahren weiter Richtung Süden. Ich möchte nochmal an die Nordsee. Also gehts erstmal über die 26 nach Halmstad. Unterwegs bei Hyltebruk gibts wieder einen Rastplats, wo ich entsorgen kann. Wir machen einen Zwischenstop am Jakobs Sjö. In Halmstad kommen wir zu einem riesigen Outlet-Center. Es ist kurz vor 3 am Nachmittag. Es gibt dort auch einen grossen Systembolaget und die Schweden stürmen ihn geradezu, denn er schliesst um 3 und Sonntags haben die Systembolagets anscheinend grundsätzlich geschlossen. Auch ich reihe mich in eine der Schlangen an den Kassen ein und besorge noch ein paar Dosen Bier.
(Burseryd-Halmstad) --> Link



Anschliessend fahren wir ein Stück die Küste hoch. Ein Platz bei Ringenäs sah auf der Karte vielversprechend aus, entpuppt sich jedoch vor Ort als militärisches Sperrgebiet :eek: Schliesslich landen wir etwas weiter nördlich auf einem Parkplatz in der Nähe des Haverdal Golfclubs. Von dort wandern wir erstmal durch den Kiefernwald zu den Dünen und zum Strand. Schön, wieder am Meer zu sein! Feinster weisser Sand auf dem weitläufigen Strand!



Es ist Samstag und die schöne Gegend hier ist doch sehr gut besucht. Einen ruhigen Platz zum Freistehen werd ich hier wohl nicht finden. Also fahren wir weiter nach Süden über die E20 bis Hjärnarp. Von dort Richtung Osten zu den beiden Seen Västersjön und Rossjön. An den Seen findet sich leider auch kein Platz zum Stehen. Deshalb erkunden wir erstmal zu Fuss die Gegend. Ganz oben auf dem Berg ist ein ganz nettes Plätzchen. Allerdings führt dorthin nur ein ziemlich steiler Schotterweg. Ich räume noch einen umgestürzten Baum aus dem Weg und wage es. Nach ungefähr 15 min. Quälerei im 1. und 2.Gang stehen wir ganz oben.



Na ja, leider kein Platz am Wasser. Aber nachts ist es himmlisch ruhig und ich geniesse den wunderbaren Sternenhimmel.
(Halmstad-Rössjön) --> Link

20. Tag (23.8.) Mittags im 1.Gang wieder die Schotterpiste runter. Wir fahren Richtung Süden zum etwa 50km entfernten Söderasen-Nationalpark. Unterwegs kaufe ich im ICA in Klippan ein und an der Ingo-Tankstelle wird nochmal Wasser und Diesel gebunkert. Am Haupteingang zum Söderasen ist wie erwartet einiges los. Ist ja Sonntag. Wir drehn eine kurze Runde zum See und fahren dann weiter zum Parkplatz Röstanga. Auch dort ist es ziemlich voll und mit dem Womo kann man nicht gut parken. So fahren wir ein Stück zurück und ich quetsche mich auf einem kleinen Parkplatz bei Härsnäs zwischen 2 Autos :oops: Dann erkunden wir erstmal den Park.



Wir laufen ca.1,5 Std. und kommen auch am kleinen zentralen Parkplatz bei Liagarden vorbei. Dort könnte man nachts stehen. Der Park ist bisher recht unspektakulär. Buchenwald wie zuhause auch. Abends fahren wir zum kleinen Parkplatz an der Rückseite des Parks. Auch dort kann man offiziell stehen. Der Platz ist etwas abschüssig, aber mit Keilen gehts. Abends gibts mal wieder Lachs! Diesmal in Sahnesoße, dazu Pasta.
Nachts regnet es endlich mal. Es ist so trocken, daß die Buchen ihre vertrockneten Blätter schon grün abwerfen!



21. Tag (24.8.) Der Morgen ist bedeckt und recht kühl. Von unserem kleinen Parkplatz brechen wir zur Kopparhatten-Runde auf und das Wetter wird langsam besser. Es sind teils ganz ordentliche Anstiege zu bewältigen. Oben auf dem Kopparhatten hat man eine schöne Aussicht auf das tief eingeschnittene Tal.


(Rössjön-Söderasen) --> Link

Dann machen wir uns auf den Weg Richtung Süden ins rund 115km entfernte Smygehamn bzw. Smygehuk, unserem letzten Übernachtungsplatz in Schweden für diesmal. Morgen früh müssen wir ja schon früh um 7h los ins dann noch 17km entfernte Trelleborg zum Fährhafen. Gegen Abend sind wir dann wieder in Smygehuk. Das Wetter ist schön! Brandung, Tanggeruch und starker Wind. Die Ostsee zeigt sich von ihrer schönsten Seite!


(Söderasen-Smygehuk) --> Link

22. Tag (25.8.) Ich wache noch vor dem Wecker kurz nach 5h auf! Erstmal Kaffee, dann Zusammenräumen und mit Hundi raus (der das gar nicht geheuer ist zu dieser frühen Stunde :) ) Gegen 7h brechen wir auf Richtung Trelleborg. Um 7.30h checken wir dort am Fährhafen ein. Pünktlich 8.15h legen wir ab. 12.30h sind wir wieder in Sassnitz. Die Überfahrt verbringen wir wieder auf dem Aussendeck.



Im Stadthafen von Sassnitz kaufe ich noch Geschenke für meine Nachbarn, die zuhause meine Pflanzen versorgt haben. Und für mich leckere Räucherfisch-Brötchen. Dann fahren wir weiter Richtung Süden. Ich will die Strecke nicht am Stück zurückfahren und peile als Zwischenziel wieder Rathenow an. Es schüttet mittlerweile teils heftig. Als der Diesel fast alle ist und das Navi die nächste AB-Tankstelle in rund 80km anzeigt, fahre ich die nächste Abfahrt raus und lande in Krakow am See. Nach dem Tanken muss jetzt unbedingt Hundi mal wieder raus. Ich fahre also die Sackgasse neben der Tanke bis ans Ende und wir machen erstmal nen Spaziergang über Feldwege und an Waldrändern entlang.



Nach dem Spaziergang fängt es wieder an stark zu regnen und es ist mittlerweile 18.30h. Deshalb beschliesse ich, die Nacht gleich hier zu verbringen.
(Sassnitz-Krakow) --> Link

23. Tag (26.8.) Nach Frühstück und Hunderunde sind wir um 8h wieder auf der Piste. Noch liegen rund 640km vor uns bis nach Hause. Bei Osterfeld ein kilometerlanger Stau (mal wieder - LKW-Unfall :( ) Zum Glück schaffe ich es grade noch vor dem Stau in die nächste Abfahrt. Wir machen erstmal Pause und einen Spaziergang. Der Stau hält an und ich umfahre ihn grossräumig über Bad Klosterlausnitz (schönes Städtchen!). Bei Hermsdorf fahren wir wieder auf die AB. Ohne weitere Unterbrechung kommen wir gegen 16.30h zuhause an. Der Tacho zeigt knapp 4.000km mehr als bei der Abfahrt.
(Krakow-Regensburg) --> Link


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(M)ein kleines Fazit zum Schluss:

Es war wunderschön! Manche Schwedenkenner mögen mich belächeln, hab ich doch grade mal das untere Viertel bereist! Und sie haben vielleicht recht, - und ich habe das wahre Schweden noch gar nicht kennengelernt! Umso neugieriger bin ich jetzt auf das nördlichere Schweden!
Meine Fahrt war ja ziemlich ungeplant. Wenn ich hoffentlich bald (nächstes Jahr), wieder dorthin fahre, werde ich sicher besser vorplanen und wesentlich weiter gen Norden fahren! Wenn möglich, werde ich mir dann auch mehr Zeit nehmen. Vielleicht fahre ich dann hoch bis Haparanda an die finnische Grenze.

Ich hab natürlich auch hier im Forum Reiseberichte gelesen, z.B. diesen mit den wunderschönen Bildern von traveller69 --> Link oder diesen von den moensters in ihrem Blog. --> Link
Super auch dieser sehr hilfreiche Beitrag ebenfalls vom "Schwedeneinsteiger"traveller69. --> Link

Für die Statistiker: Ich bin in den 3 Wochen knapp 4.000km gefahren.
Gekostet hat mich die Reise rund 1.000Euro (Essen und Trinken nicht gerechnet, das hätte ich ja zu Hause auch gebraucht)
Davon Sprit 560.-Euro bei durchschnittlich 11,8l Verbrauch. + 2l 2-Takt-Öl 20.-Euro (bin Panscher!)
265.-Euro für die Fähren (wäre deutlich günstiger möglich gewesen).
Für diverse SIM-Karten 40.-Euro (wäre auch günstiger gegangen).
Karten von freytag&berndt 20.-Euro
Postkarten/Mitbringsel 85.-Euro
V/E/Stellplatz 0.-Euro :)

Jonah am 19 Sep 2015 12:09:41

Hallo, was für ein schöner Reisebericht. Toll. Gerade die vielen Fotos verführen zum Mitreisen, vielen Dank.

pipo am 22 Sep 2015 12:04:34

Danke fürs mitnehmen :ja: Toll geschrieben und bebildert :daumen2:

Hundefreund02 hat geschrieben:

Aber wie ist die Bierprobe ausgegangen? ;D

Gast am 22 Sep 2015 12:42:12

Danke für den schönen Bericht!

Liebe , Alf

Gast am 22 Sep 2015 18:31:33

pipo hat geschrieben:Aber wie ist die Bierprobe ausgegangen? ;D

Das Stark-Öl mit 7,5% (Bier in Schweden=Öl) hab ich zuhause einem Freund u.a. zum Geburtstag geschenkt. Kann ich also nix zu sagen.

Und von den anderen Sorten hat mir eigentlich das Staropramen (Czech Import) am Besten geschmeckt :oops:

schnecke0815 am 22 Sep 2015 18:57:35

Toller Bericht, vielen Dank.
Bilder sagen mehr als Worte, sind nicht zuviele.

Hoffentlich habt ihr beide noch viele schöne gemeinsame Urlaube.

Anne42 am 22 Sep 2015 19:11:36

eine wunderbare Reise und gerade die vielen Bilder machen den Bericht so interessant, ganz herzlichen Dank.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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