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Durch den Süden Portugals


lucky2408 am 06 Okt 2015 15:14:40

Durch den Süden Portugals

22.03.2015
Wir haben uns vorgenommen ohne große Umschweife nach Portugal zu kommen.
Es ist Sonntag und auf den Autobahnen ist wenig Verkehr. Das ist ein entspanntes Fahren
Bei Mühlhausen fahren wir nach Frankreich. In Baume les Dames, in der Nähe von Besancon, ist unsere erste Übernachtung am Hafen eines kleinen Flusses. Ein schöner Platz für 9,70 € inkl. Strom. Trotz der

frühen Jahreszeit ist er gut gefüllt Die Umgebung ist schön. Die Stadt ist auch sehr schön und hat eine 900 jährige Geschichte. Es lohnt sich bestimmt, die Gegend näher zu erkunden, aber es zieht uns nach Süden.
Strecke 600 Km
Fahrzeit 6,0 Std.

23.03.2015
Kurzer Einkauf im Super U. Bei der Fahrt dorthin stelle ich fest, dass die Ladekontrollleuchte blinkt. Sofort macht sich bei mir Panik breit. Nach dem Einkauf Entwarnung, nichts leuchtet und es geht weiter über Lyon Richtung Clairmont Ferrant. Es soll der Stellplatz in Les Sauvages sein. Der Platz ist aber derart schräg, dass man nicht vernünftig steht. Mit dem neuen Navi suchen wir einen Platz in der Nähe. Schnell haben wir einen gefunden. Leider vertippt sich Volker bei der Eingabe. Das Ergebnis ist, wir fahren 50 Km auf den wahrscheinlich kleinsten Straßen Frankreichs. Kommen zu einem Platz in La Palisse der kostenlos ist. Halt nur nicht dem den wir wollten, aber was solls.
Das Wetter ist durchwachsen und wir wollen am nächsten Tag weiterfahren.

Strecke 460 Km
Fahrzeit 5,4 Std.

24.03.2015
Weiter Richtung Süden. Ziel ist Mimizan Plage direkt am Atlantik, ca. 80 km südl. von Bordeaux. Das Wetter ist bescheiden. Einzig die Fahrt durch die Berge der Auvergne mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel ist sehr schön.
Der Platz in Mimizan Plage ist sehr schön. 8€ all inklusive, sogar mit Dusche und hinter einer Düne direkt am Meer. Abends sind wir zum Essen in ein einheimisches Restaurant (Baracuda). 5 Gänge Menü für 20 € in einer Top Qualität. Nach dem 4. Gang streiken wir. Es geht nichts mehr.


Strecke 570 Km
Fahrzeit 5,5 Std.


25.03.2015
Wir wachen bei strahlendem Sonnenschein auf. Mit den Rädern grasen wir die Umgebung ab. Nachmittags noch einen Spaziergang an dem endlosen menschenleeren Strand. Dazu die Wellen des Atlantiks, das ist grandios. So ist es zum Aushalten und man kann die Seele baumeln lassen. Morgen geht es weiter.

Strecke 0
Fahrzeit 0

26.03.2015
Das Tags zuvor wunderbare Wetter wandelt sich. Bei strömendem Regen verlassen wir Frankreich. Die Fahrt ist einigermaßen langweilig. Am Abend landen wir in Valladolid. Der Platz liegt mitten in der Innenstadt und ist für eine Zwischenübernachtung ideal. Ca 10 Plätze, kostenlos mit VE.

Strecke 500 Km
Fahrzeit 7 Std.

27.03.2015
Unser heutiges Ziel ist Lissabon. Je weiter wir nach Süden kommen umso besser wird das Wetter. Die Fahrt nördlich der Cordillieren ist toll. Unendliche Hochebenen, saftige Weiden und riesige Rinderherden begleiten unseren Weg. Außer dass wir eine Radkappe verlieren, passiert nichts Außergewöhnliches. Nachmittags durch Lissabon während der rush hour zu fahren ist spannend. Man muss schon sehr aufmerksam sein. Da wir ein paar Tage hier bleiben wollen, entscheiden wir uns für den städtischen Campingplatz im Nordwesten der Stadt für 19 € pro Nacht. Der Platz liegt in einem Waldstück und ist vernünftig ausgestattet. Die Reinigung für die neue Saison ist aber anscheinend noch nicht erfolgt. Eine Bushaltestelle in die Altstadt (Linie 714) ist
200 m entfernt.
Strecke 620 Km
Fahrzeit 6,5 Std.

28.03.2015
Heute geht es mit dem Bus nach Lissabon bis zum Parca de Figuera. Hier auf einzelne Sehenswürdigkeiten einzugehen macht keinen Sinn. Das können die einschlägigen Reiseführer viel besser.

Mosteiro dos Jeronimus

Arco Triunfal de Sao Augusto

Elevador da Santa Justa

Torre de Belem
Die Stadt ist echt beeindruckend und unheimlich vielfältig. Eine quirlige Metropole mit vielen Gesichtern. Um einen umfassenden Eindruck zu haben nutzen wir die Stadtrundfahrten von Yellow Bus (hop on hop off). Hier sieht man alle relevanten Punkte und kann die für die man sich besonders interessiert, eingehend erkunden. Neben dem Bus natürlich auch die Fahrt mit der Oldtimer Straßenbahn und der Standseilbahn. Ein absolutes Muss für jeden Touris

Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.


29.03.2015
Da das Yellow Bus Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel gilt, kommen wir kostenlos in die Stadt.
Heute wollen wir uns das Hafengebiet und das Gelände der Expo 98 ansehen. Was hier an modernen Gebäuden hingestellt wurde ist wirklich sehenswert. Jedem Architekten würde hier das Herz aufgehen. Im Gegensatz zu der historischen Altstadt, hier ein supermodernes Stadtbild.


Torre Vasco da Gama
Wenn man die „goldenGate Bridge“ der Stadt oder die Christusstatue sieht, kann man schon kurz denken man wäre in San Francisco oder Rio. Die Stadt in 2 Tagen kennen zu lernen ist schon sehr vermessen. In dieser Zeit kratzt man nur an der Oberfläche.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

30.03.2015
Relaxen ist angesagt. Man braucht einfach etwas Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und außerdem sind die Füße platt und qualmen.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

31.03.2015
Heute haben wir unsere Feuertaufe in Portugal bestanden. Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir nach Sintra auf. Ziel ist der Palacio nacional da Pena. Die Straße zum Palast ist schon eine Herausforderung. Eng, steil und von Mauern umsäumt. Man muss schon sehr umsichtig fahren. Oben am Palast hat uns ein Parkwächter einen Platz direkt am Eingang zugewiesen. Wir haben uns mit ein paar Euro bedankt. Ein Kollege von der Securitas meinte aber wir könnten dort nicht stehenbleiben. Der Parkwächter ist sofort los und hat für uns einen anderen Platz gefunden. Dazu mussten wir auf der Einbahnstraße ein Stück zurück auf einen Parkplatz. Der Verkehr wurde angehalten bis wir das durchgezogen haben. Wer schon mal das Verkehrschaos dort oben erlebt hat, kann sich vorstellen was da los war. Der Palast als Solches ist absolut sehenswert. Das Neuschwanstein Portugals.


Verschiedene Baustile finden sich hier wieder. Ein wirkliches Märchenschloss und dazu noch ein wunderschöner riesiger Park. Von hier oben hat man eine grandiose Aussicht weit über Lissabon hinaus. Übernachten wollen wir in Setubal. Das Navi hat dort einen Stellplatz gefunden. Tatsächlich hätten wir durch eine schmale Gasse (2,5 m) der Fußgängerzone gemusst. Die anderen Gassen für den Rückweg waren derart schmal, dass wir schon wieder falsch durch die Einbahnstraße mussten. Ein großes Hallo bei den Anwohnern, die an der Straße saßen. Wir haben dann versucht einen anderen Zufahrtsweg zu finden. Nachdem wir zweimal wieder an der gleichen Zufahrt gelandet sind und das Navi uns noch auf die Fähre nach Troja lotsen wollte, haben wir entnervt aufgegeben. Neues Ziel war ein kleiner hübscher Campingplatz in Pinhal. Der Weg dorthin über Nebenstraßen hat sich mehr als gelohnt. Überall wechseln sich riesige Korkeichenwälder mit Weinfeldern ab. Es ist Frühling und die Kamelien blühen. Eine wunderbar grüne Landschaft.
Strecke 140 Km
Fahrzeit 2,5 Std.

01.04.2015
Der Atlantik ruft. Wir wollen nach Porto Covo, direkt an der Küste. Der Platz ca. 40 Mobile ist zwar nicht der Brüller, hat aber außer Strom alles. Sogar ein kleiner Berg mit Bauschutt auf dem Stellplatz wird geboten. Bis zum Strand sind es ca. 300m. Wir sehen das erste Mal die beeindruckende portugiesische Küstenlandschaft.


Wie sich die hohen Wellen an den Felsen brechen, man könnte stundenlang zuschauen. Abends sind wir nochmal zur Küste um den Sonnenuntergang anzusehen. Der fällt aber wegen den Wolken am Horizont so gut wie ins Wasser.
Strecke 140 Km
Fahrzeit 3 Std.

02.04.2015
Unser Freund Werner hat sich hier in Portugal ein Haus gebaut. Den werden wir heute besuchen. Sein Anwesen ist nördlich des Monchique Gebirges mitten in der Pampa. Wir waren noch nie hier und fahren nach Koordinaten. Ohne Navi hätten wir das nie gefunden. Schön ihn nach vielen Monaten wieder zu sehen. Was er sich hier geschaffen hat, ist schon toll mit einem unbeschreiblich schönen Blick auf das Gebirge.

Ein entspannter Tag mit schönen Gesprächen bis tief in die Nacht. Danke Werner für die Gastfreunschaft.
Strecke 120 Km
Fahrzeit 2,5 Std.

03.04.2015
Auf der N120 weiter nach Süden. Von der Straße sehen wir die riesige Düne von Carrapateira und biegen ab zur Praia do Bordeira. Eine Straße führt auf den Berg und wird dort zur Geröllpiste die weiter die Steilküste entlang führt. Man hat von hier oben einen tollen Blick. An sich hatten wir vor, hier oben die Nacht zu verbringen. Wir entschließen uns aber wegen des starken Windes unten an der Bucht zu stehen. 20 Mobile können hier locker stehen. Der Strand ist ein Wahres Surferparadies. Über eine kleine Lagune kommt man zum Strand. Der Wind bläst einem ins Gesicht und man schmeckt das Meer.


Einfach nur schön.
Strecke 120 Km
Fahrzeit 2 Std.

04.04.2015
Heute geht es weiter zum Cabo de Sao Vicente. Der südwestlichste Punkt Europas. Es ist eine beeindruckende Gegend hier. Schon auf den Parkplatz 3 Km vorher hat man einen tollen Ausblick.


Aber dann am Leuchtturm die totale Enttäuschung. Alles in dichtem Nebel. Man kann kaum die Klippen sehen. Wenigstens der Wurststand "Letzte Bratwurst vor Amerika" ist zu sehen.


Wir erreichen am späten Nachmittag Armacao de Pela und quartieren uns auf dem dortigen Campingplatz ein.
Strecke 135 Km
Fahrzeit 3,5 Std.

05.04.2015
Mit den Rädern erkunden wir den Ort. Da wir tolles Wetter haben tummeln sich schon viele an dem riesigen Strand. Was mag hier nur im Sommer los sein. Es ist Ostern und wir haben das Glück, dass an diesem Tag ein Folklore Fest stattfindet. Das schaut man sich natürlich gern an.

Es ist ein stark touristisch geprägter Ort mit vielen Appartementhäusern. Die Altstadt ist aber sehr sehenswert.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

06.04.2015
Heute ist Waschtag (muss auch mal sein) mit anschließender Tiefenentspannung.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

07.04.2015
Unser heutiges Ziel ist Portimao. Wir sind daran vorbei gefahren, wollen aber unbedingt noch an den Praia de Rocha. Auf dem Stellplatz haben bestimmt 200 Mobile platz und er ist gut besucht. Bei traumhaftem Wetter auf zum Strand. Das ist Algarve pur. Hohe Wellen, die sich an den Sandsteinfelsen brechen. Einfach traumhaft. Da ein ziemlich starker Wind weht, ist der endlose Strand fast menschenleer.


Vereinzelte Schwimmer wagen sich in den Atlantik. Da kann man sich nur in ein Strandkaffee setzen und bei einem Glas Sangria (oder zwei) den traumhaften Blick genießen. Der Ort, zu dem es vom Stellplatz nur ein paar Gehminuten sind, ist als solcher eine totale Touri-Metropole. Es macht aber einfach Spaß durch die Geschäfte zu schlendern. Sehenswert ist auf jeden Fall das Kastell oberhalb des Hafens. Wir genießen den Tag total.
Strecke 40 Km
Fahrzeit 1 Std.

08.04.2015
Am nächsten Morgen wachen wir bei Regen auf. Wir entschließen uns weiter Richtung Osten zu fahren. Ziel ist der Stellplatz Campino Algarve nördlich von Olhao mitten in der Pampa. Laut Beschreibung liegt er umgeben von Orangenplantagen. Hört sich gut an. Um es kurz zu machen, die Fahrt wurde für uns zum absoluten Katastrophenerlebnis. Der Weg nach Karte, Koordinaten und Hinweisschildern endet nach 600m auf einem engen Feldweg vor einem verschlossenen Eisentor. Keine Wendemöglichkeit! Beim Versuch in einer Ausbuchtung trotzdem zu wenden, bleiben wir zwischen Steinen stecken. Nach knapp 2 Stunden Maulwurfsarbeit, bekommen wir das Auto frei.

Es hat uns zwar die Auffahrkeile und den Klappspaten gekostet, aber unser WOMO hat den Horrortrip ohne Blessuren überstanden. Wir sind fix und fertig. Überflüssig zu erwähnen, dass wir während der ganzen Zeit keine Menschenseele gesehen haben. Wir verschwinden schnell von hier mit der Erkenntnis unbefestigte Feldwege zu meiden, denn nicht überall wo Stellplatz draufsteht, ist auch Stellplatz drin. Die Nacht verbringen wir auf den Campingplatz in Olhao und entspannen nach einer ausgiebigen Dusche.
Strecke 110 Km
Fahrzeit 3 Std.




09.04.2015
Am nächsten Morgen gehts mit den Rädern in die Stadt. Olhao ist ein quirlige Stadt mit einem sehr schönen Altstadtkern. Es macht Spaß durch die engen Gassen zu schlendern und durch die Geschäfte zu bummeln. Die weißen Häuser sind im maurischen Stil und es gibt einen Hauch von Afrika.


Sehr schön sind auch die beiden gegenüber liegenden Markthallen mit den Zwiebeltürmen. Die Stadt hat zwar keinen eigenen Strand, aber regelmäßige Wassertaxis zu den vorgelagerten Inseln. Die schöne Strandpromenade lädt zum spazieren gehen ein. Abends gehen wir noch in dem Restaurant des Campingplatzes essen. Wir hatten zwar keine großen Erwartungen, aber das Essen war (um es vorsichtig zu formulieren) nicht zu empfehlen. Der Platz als solches ist aber sehr zu empfehlen.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

10.04.2015
Es hat sich schon über Tage angekündigt. Magen-Darm Probleme. Ich muss zum Arzt. In der "Clinica Etienne" gibt es deutschsprachige Ärzte. Die Diagnose ist Lebensmittelvergiftung. Ohne Antibiotika geht nichts. Die Betreuung dort ist wirklich toll. Man fühlt sich gut aufgehoben. Die Mittel wirken schnell. Schon am Abend spüre ich Besserung.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

11.04.2015
Der Tag muss einfach toll werden. Schon am Morgen hat mir ein Vogel auf den Sattel meines Fahrrades gesch...... Wir fahren in die Altstadt denn heute ist Markt. Wirklich riesig. Das schöne ist, dass hier in erster Linie die heimischen Bauern ihre Waren anbieten. Man bekommt alles was das Herz begehrt.


Später wollen wir mit dem Wassertaxi auf eine der vorgelagerten Inseln. Kurz vor dem Bootsanleger stoßen wir auf einen kleinen Stand für Bootstouren. Spontan entscheiden wir, eine Tour durch die Inselwelt zu machen. Wir sind auf dem kleinen Motorboot die einzigen Teilnehmer. Mit Miguel unserem Skipper können wir uns leidlich auf englisch verständigen. Er erzählt uns von seinem Leben und seiner Arbeit als Fischer. Jeder der die Möglichkeit hat eine solche Tour zu machen sollte sie sich nicht entgehen lassen. Es war einfach nur Spitze. Vorbei an Muschelfarmen und Arbeitern die diese kleine Tiere ernten.


Auf der Ilha da Culatra gibt es Lunch (ist in Preis enthalten) in einer landestypischen Kneipe. Absolut urig. Calutra ist das Zentrum des Fischfangs hier. Den Fischern bei der Arbeit zuzusehen gibt einen Eindruck wie hart die Arbeit ist.
Es geht weiter zur Ilha da Armona einem touristischen Mittelpunkt. Überall begleiten uns phantastische fast weiße und endlose menschenleere Stände.
Die Tour ist ein absoluter Knaller. Über 4 1/2 Stunden diese Landschaft zu genießen ist überwältigend. Und das Ganze für 35 € das inkl. einem tollem Lunch.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

12.04.2015
Weiter Richtung Osten nach Tavira. Die Stadt ist ganz nett, aber durch die vorgelagerten Inseln, fehlt uns so etwas das Atlantik-Flair. Wir übernachten auf dem örtlichen Campingplatz.
Strecke 90 Km
Fahrzeit 2 Std.

13.04.2015
Das heutige Ziel ist Manta Rota. Ein kleiner Ort direkt am Meer. Der Stellplatz hier liegt nur ca. 100 m vom Atlantik entfernt.


Ein endloser kilometerlanger Stand ohne große touristische Infrastruktur.
Strecke 85 Km
Fahrzeit 2 Std.

14.04.2015
Manta Rota ist wirklich ein Plätzchen wo man die Seele baumeln lassen kann. Gut geeignet für lange Strandwanderungen, oder einfach nur im Sand liegen und auf die Brandung schauen.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

15.04.2015
Wir haben unterwegs schon öfter Plakate gesehen, wo auf das diesjährige Fiesa Sand-Skulpturen Festival hingewiesen wird. Wir wollen dahin. Nach mehrmaligem Nachfragen wissen wir, es ist in der Nähe von Armacao de Pera. Also zurück nach Westen. Macht nichts, man kann ja eine etwas andere Strecke fahren. Die Skulpturen sind wirklich beeindruckend. Unter dem Hauptthema Musik ist hier alles von Beethoven bis Biber aus Sand als überlebensgroße Figur abgebildet.


Ein Besuch lohnt sich wirklich. Die Nacht verbringen wir auf dem Stellplatz "KM64" direkt an der N125. Als Zwischenübernachtung gut geeignet für 5€ mit Strom und WC. Auch eine Dusche ist vorhanden.
Strecke 110 Km
Fahrzeit 3 Std.

16.04.2015
Wir verlassen da Meer und fahren über die IC1 ins Landesinnere. Die Landschaft hier ist unheimlich vielfältig. Ackerbau, Orangenplantagen, Olivenhaine und Eukalyptusbäume, hier gibt es Alles. Den Rest des Tages verbringen wir einem See, dem Barragem de la Rocha in der Nähe von Ourique. Ein kleines Restaurant mit frisch vom Holzkohlegrill gebratenem Hähnchen ist direkt am See.


Nach deutschen Maßstäben hatte das Ordnungsamt das Lokal längst geschlossen, das Essen ist aber wirklich klasse und nur zu empfehlen.
Strecke 90 Km
Fahrzeit 2 Std.

17.04.2015
Unser nächstes Ziel ist Evora. Unterwegs kommen wir an Postel vorbei. Das Kastell ist schon von Weitem sichtbar. Man kommt nicht umhin, hier einen Zwischenstopp einzulegen.

Der Ort als solches gibt nicht viel her. Deshalb geht es weiter. Evora ist eine der bedeutensten Kunst- und Kulturmetropolen in Portugal. Wir stellen uns auf den Großparkplatz direkt an der Stadtmauer. Evora wird auch die weiße Stadt genannt und das zu recht. Durch die Altstadt zu schlendern und die Vielzahl von historischen Bauwerken zu bewundern macht unheimlich Spaß. Alles ist sehr schön restauriert.


Besonders um den Praca do Giraldo mit den vielen Arkaden merkt man, dass Evora eine quirlige Universitätsstadt ist.
Strecke 106 Km
Fahrzeit 2 Std.



18.4.2015
Für Evora sollte man sich Zeit nehmen. Wir bleiben den Tag noch hier um uns ein paar Dinge genauer anzusehen. Sehenswert ist auf alle fälle die Kathedrale Se. Etwas makaber ist eine Kapelle in der Igreja de Sao Francisco, die aus den Gebeinen von 5000 Toten gebaut wurde.


Am Abend entschließen wir uns zur Weiterfahrt zum Campingplatz von Evora, denn Morgen ist Ruhetag.
Strecke 4 Km
Fahrzeit 0 Std.

19.04.2015
Der Campingplatz ist sehr gut ausgestattet. Tiefenentspannung mit Abkühlung im Pool erweckt die Lebensgeister.
Strecke 0 Km
Fahrzeit 0 Std.

20.04.2015
Genug gefaulenzt. Es geht weiter. Unser erstes ziel ist Evora Monte. Ein kleiner Ort mit einem gewaltigen Kastell und einer atemberaubenden Aussicht. Hier lohnt sich ein Zwischenstopp.


weiter geht es nach Marvao. Marvao ist ein kleines Bergdorf aus dem Mittelalter mit einem beeindruckenden Kastell, das auch Adlerhorst genannt wird. Die Straße ist steil und Kurvenreich. Wir finden einen Parkplatz wieder direkt vor der riesigen Stadtmauer. Ein Spaziergang durch die engen Gassen mit ihren weißen Häusern ist sehr zu empfehlen. Genauso kann man die Stadtmauer entlang gehen und hat einen Wahnsinnsblick über das Alentejo. Obwohl hier 1000 Menschen leben, hat man den Eindruck hier ist den ganzen Tag Siesta.


Unsere Tour geht weiter. Auf der Suche nach einem Schlafplatz landen wir an einem See, den Barragem da Povao. Obwohl es hier sehr einsam ist und die Zufahrt über recht enge Straßen führt, haben noch ein paar WOMOS den Ort gefunden. Im letzten Jahr hat man hier auch eine Service Station errichtet. Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Sogar die Störche, die uns über weite Strecken begleitet haben, treffen wir hier wieder.



Strecke 165 Km
Fahrzeit 4 Std.

21.04.2015
So es ist soweit, unsere Zeit in Portugal ist leider vorbei. Die Küstenregion im Süden ist zwar wunderschön, aber unsere Fahrt durch das Landesinnere hat uns weit mehr beeindruckt. Wir fahren jetzt noch mal kreuz und quer durch dir Ausläufer des Alentejo. Durch eine wunderbare Landschaft mit unendliche Wiesen. Einzelne Olivenbäumen wechseln sich mit Olivenwäldern ab, die umsäumt sind mit gelbem Ginster und weißen Kamelien. Immer wieder gibt es Punkte, wo man einfach anhalten muss, um das Ganze genießen zu können.

Unsere Fahrt endet heute in der wunderbare Stadt Salamanca. Hier allein lohnt es sich ein paar Tage zu bleiben. Denn die Stadt hat echt was zu bieten. Leider ist unser Aufenthalt nur kurz und wir finden einen Stellplatz etwas außerhalb auf einem Wiesengelände.
Strecke 345 Km
Fahrzeit 5 Std.
22.04.2015 + 23.04.2015
Wir verlassen Spanien und landen in Südfrankreich an der Atlantikküste in Leon. Ein schöner CP Le Saint Martin liegt direkt am Strand. Wir entspannen hier 2 Tage mit wunderbaren Spaziergängen an dem endlosen menschenleeren Strand.


Das Wetter ist dermaßen klasse, dass wir hier den schönsten Sonnenuntergang der ganzen Fahrt erleben (leider gibt’s davon keine Bilder).
Strecke 675 Km
Fahrzeit 7 Std.

24.04.2015
Weiter geht unsere Heimfahrt. Die französische Landschaft ist immer wieder schön. Man bekommt gleich wieder Lust längere Zeit im Loiretal oder der Auvernge zu verbringen. Aber wir müssen weiter. Die Nacht verbringen wir in Le Cheix am Sportplatz. Zum Glück können wir den letzten Platz ergattern und müssen nicht weiter suchen. Ein guter Platz für eine Zwischenübernachtung mit schönem Blick auf die Berge.


Strecke 550 Km
Fahrzeit 6 Std.

25.04.2015
Am nächsten Tag verlassen wir auch Frankreich und sind auf heimischem Boden. Obwohl wir keine größeren Verständigungsprobleme hatten, ist es einfach ein schönes Gefühl wieder daheim zu sein. Nach einem tollen Essen in Löfflers Parkrestaurant übernachten wir auf dem Stellplatz am Müllersee. Ein neuer Platz vor einem CP, der sehr zu empfehlen ist.

Hier ist genau der richtige Platz, um alles noch mal sacken zu lassen, bevor es wieder nach Hause geht.
Obwohl die Anreise nach Portugal schon nicht ohne ist, ist es ein Land, das es sich lohnt anzusehen. Wir haben nur den südlichen Teil ab Lissabon gesehen. Da wir in anderen Ländern immer den Kontakt zu den Menschen dort suchen ist unsere Erfahrung, dass die Menschen dort, insbesondere die ältere Generation, zwar nicht sonderlich aufgeschlossen aber doch sehr freundlich sind. Unsere Vermutung ist, dass einige Portugiesen noch von der Diktatur die bis in die 70er Jahre herrschte geprägt sind. Im Gegensatz dazu die jungen Generation, die sehr weltoffen und aufgeschlossen ist. Durchweg haben wir nur positive Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht.
Strecke 580 Km
Fahrzeit 6,5 Std.

Antarena am 06 Okt 2015 16:39:48

Danke für den Bericht, er gibt einen guten Eindruck von dem Land, in das wir auch noch wollen :-)


Anke

Guenni2 am 06 Okt 2015 17:01:53

Von mir auch Danke!
Magen Darm Probleme hatte meine Frau vor fast 40Jahren auch schon in Portugal.
Jetzt fahren wir wieder hin. Werden wohl darauf achten, was wir essen oder einen Tinto mehr trinken.
Günter

1976Winnebago am 07 Okt 2015 08:31:04

Vielen Dank für den Ausführlichen Bericht.
Ich würde am liebsten sofort losfahren.

, Matthias

HorstSOG am 07 Okt 2015 19:36:38

Vielen Dank für den schönen Bericht. :top:
Ich glaube, das müssen wir auch mal hin.


Horst

hantomsteini am 07 Okt 2015 20:30:08

Herzlichen Dank für den schönen und inspirierenden Reisebericht.
Wir planen gerade unsere erste Überwinterungsreise in den Süden Portugals und jetzt können wir es kaum noch erwarten.

Liebe : Hanne

Jeerd am 23 Jan 2016 00:18:09

Vielen Dank. Es war ein sehr guter und bei der Fülle Eurer Erlebnisse , kurz gehaltener Bericht , mit vielen interessanten Infos . Lg Gerd Schauff

kleibeeke am 11 Feb 2016 15:57:23

Danke für den schönen Bericht. Ich denke da fahre ich auch noch mal hin.

jojo62 am 13 Feb 2016 11:34:08

Hallo
Ein toller Bericht. Nun möchte meine bessere Hälfte auch gerne nach Portugal. Wir haben aber nur 2 Wochen über Ostern. Ich würde gerne wissen was für Mautkosten da auf mich zu kommen? Wir haben einen Flair 1 mit 4t und 3,20 Höhe.
Gruß aus Köln
Jo

hantomsteini am 14 Feb 2016 22:30:11

Hallo Johannes, also zwei Wochen Portugal das vergessen mal schnell wieder. Von Köln aus sind es bis in den Süden Portugals ca. 2500 km und wenn du nicht nur Urlaub hinterm Steuer machen willst dann bleibt keine Zeit mehr dieses wunderschöne Land zu erleben. Da würde ich dann lieber mit dem Flieger hin z.B. nach Faro und vor Ort per Leihwagen die Westalgarve und Atlantikküste abgrasen. Wir waren gerade 6 Wochen mit dem WoMo und dort ich weiß also wovon ich rede.

womopark
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