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Tipps vom Großbritannien-Einsteiger für GB-Einsteiger


traveller69 am 08 Okt 2015 11:44:48

Hier nun meine gesammelten Tipps (Stand 2015), die hoffentlich helfen, den Einstieg zur Insel zu erleichtern. Da doch einiges etwas anders ist als in „Europa“, ist der Text etwas umfangreicher geworden. Am Ende des Textes findet Ihr mein Fazit unserer fast 3-montigen Rundreise durch Großbritannien. Eine bebilderte Zusammenfassung der Highlights habe ich (--> Link) zusammengestellt.

Anreise
Um erst einmal auf die Insel zu kommen, braucht es eine Fähre oder einen Zug durch den Euro-Tunnel. Einen Preisvergleich der Möglichkeiten gibt es --> Link
Insgesamt scheint die Fähre gegenüber dem Zug immer noch preislich deutlich im Vorteil zu sein, und man sieht bei der Ankunft die berühmten weißen Klippen von Dover, wenn man vor hat das Land im Süden von England zu betreten.

Geld
Englische bzw. schottische Pfund (die Bank of Scotland druckt eigene Scheine) habe ich mit der Visa-Kreditkarte direkt aus dem Geldautomat vor Ort geholt. Direkt-Banken, wie die comdirect, bieten solche Karten nicht nur kostenlos an, sondern auch das Geldabheben im Ausland ist damit kostenfrei zum festgesetzten Wechselkurs. In GB konnte ich überall mit Bargeld bezahlen. Die Kredit-Karte habe ich lediglich noch für Online-Transaktionen benötigt (Mitgliedschaft English Heritage, Caravan Club, Aufladung Internet Prepaid-Karte).

Land & Leute
Ungewohnt und unschön sind in England die vielen "Private Property"-Schilder, die dafür sorgen, dass man die ohnehin knappen Feldwege nicht zum Spaziergang nutzen darf. Zum Glück gibt es aber einige "Public Footpath", die dann aber teilweise wirklich mitten durch die Vorgärten führen ...
In Schottland verändert sich dann die Situation. Hier hat der Spaziergänger das Recht, auch Privatland zu betreten, ähnlich dem Jedermannsrecht aus Skandinavien. Nur der Sumpf schränkt hier die Freiheit des Wanderers ein ;-)
Die Menschen selber sind reizend, nett und aufgeschlossen. Überall wird man zu einem kurzen Plausch "eingeladen". Der Brite entschuldigt sich wirklich für alles und jedes, sodass ich oft gar nicht recht wusste, was ich darauf erwidern sollte. Rüpel gibt es natürlich überall, aber insgesamt ist es ein sehr angenehmer Umgang, sodass ich die Inselbewohner in mein Herz geschlossen habe.
Etwas reservierter, aber nicht unfreundlich sind hingegen die Schotten - auch hier erinnern sie mich sehr an die Skandinavier.

Straßen & Verkehr
An das Linksfahren gewöhnt man sich bereits nach der ersten Ausfahrt. Es kommt zwar mal wieder vor, dass man für den Bruchteil einer Sekunde einen "Rechtsdrall" bekommt, aber spätestens das nächste entgegenkommende Fahrzeug erinnert einen.

Ungewohnt sind zunächst die allgegenwärtigen Kreisel, die teilweise recht komplexe Formen annehmen können. Die Straßenführung erinnert dann an keltische Knotenmuster ;-). Ein sehr schönes Beispiel für vollendete Kreiselkunst ist der „Magic Roundabout in Swindon“:


Eine "Gebrauchsanweisung" zum Kreisverkehr von Swindon, untermalt mit britischen Humor, findet man --> Link :lach:

Für die einfacher strukturierte Kreisel habe ich folgende allgemeine Tipps: Führen mehrere Spuren auf den Kreisel und diese tragen keine Beschriftung, hält man sich generell auf der linken Spur, wenn man bei der nächsten Gelegenheit wieder ausfahren will, ansonsten die rechte Spur (bei der Einfahrt darf dann auch rechts geblinkert werden, aber vor der Abfahrt dann wieder links blinkern!). Allerdings bitte nur dann auf den Kreisel auffahren, wenn dieser komplett frei ist, auch wenn man nur die äußere Spur nutzen will, denn Blinken tun nur die wenigsten auf dem Kreisel.

Die Kreisel funktionieren insgesamt sehr gut, sodass man in GB verhältnismäßig wenigen Ampeln begegnet. Bei stark befahrenen Kreiseln kommen Ampeln zusätzlich zum Einsatz und vor allem in größeren Städten geht es nicht mehr ohne. Dabei ist ungewohnt, dass Ampeln doppelt aufgestellt werden: jeweils vor und hinter der Kreuzung. Für Alkovenfahrer sehr angenehm, wenn man direkt vor einer roten Ampel steht und den Kopf nicht verdrehen muss, da man auf die Ampel hinter der Kreuzung schauen kann. Komisch wird es aber dann beim Abbiegen, wenn man dann direkt mit einer roten Ampel konfrontiert wird, aber dieses Signal gilt ja dem Verkehr von der Seite. Noch unbehaglicher wurde es mir, wenn ich eine Ampel bei Gelb genommen habe, denn die zweite Ampel ist dann beim Passieren bereits knallrot. Was tun? Auf der Kreuzung vor der Ampel stehen bleiben? Eher nicht, also bei Rot über die Ampel?! Einen "guten Deutschen" kostet das schon Überwindung :wink:

Und ja, die Straßen sind eng! Und ja, viele Briten sind rücksichtsvoll, aber es gibt immer wieder genug, die ungebremst auf die Engstelle zuhalten, wie das Kasten-Womo, das mir auch den Spiegel abrasiert hat (und ungerührt weitergefahren ist). Das Fahren auf den engen Straßen ist deshalb sehr anstrengend: Die linken Reifen müssen stets auf dem Seitenstreifen fahren, damit der rechte Außenspiegel nicht auf die andere Fahrbahn ragt. Befinden sich dann meterlange Schlaglöcher am Fahrbahnrand können LKWs und Busse im Gegenverkehr ganz schön nervenzerrend werden.
Nachdem ich mir den Spiegel angeschlagen hatte, besitze ich nun auch diese Protector-Schalen für die Außenspiegel. In England gehören sie bereits quasi zur Standardausstattung, vor allem bei Miet-Womos habe ich sie oft gesehen.

Die englische Antwort auf die engen Straßen ist das Bedford Bambi Womo:

Aber es geht noch kleiner, ich habe auch Womo’s auf PKW-Basis in England gesehen.

Entspannter sind die sog. Single-Track-Roads mit Ausweichbuchten. Hier ist klar, dass keine zwei Fahrzeuge ohne weiteres aneinander vorbei passen und man begegnet sich weit umsichtiger.
In England hatte ich mit dem Womo fast täglichen Kontakt mit der Vegetation am Straßenrand. Obwohl das Grünzeug oft dornenbesetzt war, habe ich aber verhältnismäßig wenig Kratzer davon getragen. Die Mauern sind da wohl weniger nachgiebig. In Schottland sind die Straßenränder freier, aber Schlaglöcher oder Sumpf verhindern oft ein Befahren. Doch durch die freie Sicht ist das Fahren auf schottischen Straßen weit entspannter.

Navigationsgeräte
Es gibt zwei Besonderheiten, auf die ich eingehen möchte: Oft hat man als Navigationsziel nur die Postleitzahl, die aus einer sieben bis achtstelligen Folge von Ziffern und Buchstaben und in der Mitte aus einem Leerzeichen besteht, z.B. "IP28 6LR". Manche Navis bestehen auf dieses Leerzeichen, bei anderen kann man es gar nicht erst eingeben. Mit der PLZ kommt man jedenfalls bereits ziemlich genau ans Ziel, aber nicht so punktgenau wie mit Koordinaten. Hausnummern gibt es äußerst selten, die Häuser tragen stattdessen Namen, die das Navi aber nicht kennt ;-)
Ein anderer Punkt betrifft die Routenwahl der Navis, der man nicht blind folgen sollte, sondern man sollte die berechnete Route mit der Straßenkarte abgleichen und während der Fahrt eher der Beschilderung, als dem Navi folgen. Wir taten das auf der Fahrt nach Penmon (Anglesey/Wales) nicht und das Navi hat uns durch die grüne Hölle geschickt: Ein Tunnel aus Dornen und abgebrochenen Ästen, die gleichzeitig von links, rechts und oben über das Womo geschrappt sind...
Auch hätte ich mir die Fahrt durch die Innenstadt von Aberdeen zum Feierabend-Verkehr lieber erspart.

Tanken
Das Tankstellennetz ist sehr dicht, auch LPG findet man regelmäßig, wenn dann der Adapter passt. Diesel kostet auf der Insel etwa genauso viel wie Benzin. Der Preis in Pfund entspricht etwa dem in Deutschland in Euro. Diesel heißt auch in England Diesel, in Frankreich Gazole.

Übernachtung & Parkplätze

Stellplätze gibt es in UK sehr wenige, eine schmale Sammlung findet sich --> Link

Das Freistehen ist in England nicht ohne Hürden, aber vereinzelt durchaus möglich. Dieses Forum befasst sich u.a. mit diesem Thema: --> Link
Eine Kartenübersicht mit möglichen Freistehmöglichkeiten gibt es --> Link

Mit obigen Links habe ich allerdings keine praktische Erfahrung, erste Quelle für Übernachtungsplätze waren für mich die beiden Bände des Womo-Verlangs "England" und "Schottland", wobei man gerade beim England-Band im hauseigenen Forum nach Kommentaren schauen sollte, denn sehr viele angegebene Plätze lassen kein Übernachten zu.

Insgesamt stellt sich die Situation in England, Wales und Schottland sehr unterschiedlich dar. Während es in England und vor allem in Wales sehr oft heißt: "No Overnight Parking", hat man in Schottland sehr viele Möglichkeiten frei zu stehen.

Dann gibt es noch die Möglichkeit von Britstops: --> Link
Gegen eine Jahresgebühr (ca. 50 Euro) erhält man ein Verzeichnis von über 500 Gastgebern, die Übernachtungen für Womos gestatten, Farmen oder Pubs, wobei letztere deutlich überwiegen. Das Übernachten ist kostenlos, aber die Gastgeber freuen sich natürlich über Kundschaft. Unabhängig davon werden die meisten Pub-Besitzer nach einer Einkehr einer Übernachtung auf dem eigenen Parkplatz zustimmen, aber mit Britstops hat man zumindest schon mal einen Anlaufpunkt.

Auf öffentlichen Parkplätzen werden gelegentlich verschiedene Maßnahmen getroffen, die eine Übernachtung oder gar nur ein Parken mit dem Womo verhindern:
- Absperren der Parklätze über Nacht
- Hinweis, dass "Overnight stay" im geparkten Fahrzeug verboten ist
- ein generelles Verbot von Overnight Parking
- oder gleich ein Höhenbeschränkungsbalken (zum Glück eher sehr selten)
Insgesamt wird für das Parken in England recht oft eine Gebühr erhoben, meist in der Form von Park&Display, d.h. man zieht sich am Automaten ein Ticket und legt es hinter die Windschutzscheibe. Dabei sollten so viele Tickets gezogen werden, wie das Womo an Parkplätzen einnimmt. Daher ist es besser den Hecküberhang über dem Rasenseitenstreifen zu parken.

Eine geniale Seite zur Parkplatzsuche mit den jeweiligen Regulatorien für die entsprechenden Parkplätze ist --> Link

Campingplätze gibt es in UK flächendeckend. Ein umfassendes Verzeichnis gibt es --> Link
Eine Nacht im Womo mit zwei Erwachsenen kostet um die £20.

Darüber hinaus bietet der Camping & Caravan Club (--> Link) bzw. der Caravan Club (--> Link) sog. Certificated Sites/Locations. Kleine Plätze mit einfacher Infrastruktur zu einem relativ geringen Preis (um die £10). Für mich die perfekte Option zum Campingstuhl auspacken und zum Ver- und Entsorgen. Offiziell dürfen nur Mitglieder des jeweiligen Clubs diese Plätze anfahren (Jahresmitgliedschaft ca. 80€).

Zusammengefasst haben wir 10 Nächte auf einem Bezahl-Parkplatz/Stellplatz übernachtet, 11 Nächte bei Britstop, 10 Nächte auf Campingplätzen (CP) bzw. Certificated Locations (CL) und 51 mal frei gestanden.

Ver- und Entsorgung
Frischwasser: haben wir immer an CP/CL getankt. Meist konnten wir den Schlauch anschließen, aber gelegentlich musste auch unsere Gießkanne zum Einsatz kommen. Freie Wasserhähne gibt es kaum. Generell ist das Wasser von Nord bis Süd stark gechlort. Zum Kochen habe ich es verwendet, zum Trinken mussten wir leider auf Plastik-Flaschen aus dem Supermarkt zurückgreifen.
Abwasser: Entsorgung ist auch nur an CP/CL möglich. Unbedingt Eimer zum Ablassen mitnehmen, da es im Boden eingelassene Ausgüsse eher selten gibt. Der Engländer ist eher im Wohnwagen als mit dem Wohnmobil unterwegs, entsprechend ist die Infrastruktur ausgerichtet. Davon unabhängig findet man eigentlich fast überall (meist sehr saubere) öffentliche Toiletten. Bezieht man diese regelmäßig mit ein, kann die eigene Toiletten-Kassette stark entlastet werden.
Müll-Recycling: Das Recycling-System ist landesweit nicht einheitlich geregelt. Meist gibt es an Supermärkten lediglich Altglas-Container. Papier, Metall und Plastik wird meist in privaten Tonnen gesammelt. Daher ist deren ordnungsgemäße Entsorgung oft nur auf CPs möglich, wenn öffentliche Container fehlen.
Lebensmittel: Es gibt verschiedene Ketten und uns macht es immer besonderen Spaß zu entdecken, was im jeweiligen Land so gegessen wird. Besonders gut haben uns die großen Niederlassungen von Sainsburys, Tesco oder COOP gefallen, weil man hier auch etwas Bio bekommt und die eigene "Bäckerei" ziemlich leckere Sachen anbietet. Unsere Favoriten: Sauerteigbrot, Doughnuts mit Marmeladenfüllung, Rhabarber-Pie, Scones und aus der Kühltheke Lemon-Cheesecake. Dann gibt es noch die üblichen Aldi und Lidl, aber die besuche ich auch in Deutschland selten.
Supermärkte werden nicht wie beispielsweise in Frankreich offensiv angekündigt und liegen auch nicht immer an den Hauptverkehrswegen.
Eine große Hilfe war der Navigator Free von mapFactor der Karten von OpenStreetMaps verwendet. Hier sind auch alle möglichen Points Of Interests (POIs) verzeichnet: Supermärkte, aber auch Parkplätze. Auch nehme ich das Programm sehr gerne auf dem Pocket-PC zum Wandern mit.
Bäcker und Metzger gibt es relativ wenige, dafür gibt es entlang der Landstraßen etliche Farm-Shops, die regionale Produkte anbieten. Es lohnt sich auch, sich nach den Wochenmärkten zu erkundigen.

Nützliches und unnützes im Gepäck

Aufgrund des unbeständigen Wetters sind das Kanu und der Grill gar nicht zum Einsatz gekommen, Fahrräder und Campingstühle sehr selten. Bewährt hat sich eine Anfahrhilfe, da bei den CL/CP oft auf nasser Wiese gestanden werden muss. Am besten das Womo so abstellen, dass zum Verlassen nur bergab gerollt werden muss. Bewährt hat sich auch das Panzertape, um meinen Außenspiegel wieder zusammenzuhalten.
Gefehlt haben uns Gummi-Stiefel und eine regendichte Hose, vor allem in Schottland, das sehr sumpfig und feucht ist.

Hund
Inzwischen ist die Einreise mit Hund dank EU ziemlich einfach: --> Link. Der Hund braucht den int. Impfpass, einen Chip, eine gültige Tollwutimpfung und eine eingetragene Bandwurmkur (zwischen 1 und 5 Tage alt). Bei der Einreise musste ich den Chip bei meinem Hund eigenhändig einlesen - wenn möglich am besten schon mal beim Tierarzt üben.
Während der kurzen Überfahrt nach Dover kann und muss der Hund im Fahrzeug bleiben. Bei den längeren Fährfahrten in den Norden muss in der Regel ein Transportkäfig gemietet werden.
Die Engländer sind selber große Hundefreunde und herrlich entspannt im Umgang. Die Hunde laufen meist ohne Leine und dürfen sich begrüßen. Auch wird meist eher an den gesunden Menschenverstand appelliert, als Leinenzwang vorgeschrieben.
In Schottland wiederum ist es üblich, den Hund an der Leine zu führen, und entsprechend häufiger begegnet man auch verhaltensauffälligen Kläffern, obwohl Halter nur im Frühjahr/Frühsommer angehalten sind, die Hunde auf Weiden an der Leine zu führen.
Beim Thema Hundekot sind die Engländer sehr strikt. Überall findet man Aufforderungen, die Hinterlassenschaften einzusammeln. Das erstreckt sich sogar auf Felder und Wälder fernab von allem. Bei Unterlassung wird mit einer Geldstrafe von bis zu £1000 gedroht. Beutelspender findet man allerdings äußerst selten, also besser von zu Hause aus gut eindecken.
Zecken gibt es erfreulicherweise recht wenige, eher in Schottland, vor allem im Osten.

Besichtigung
Es gibt so viel zu sehen in GB, das meiste kostet allerdings Eintritt und das nicht zu knapp. Für unseren längeren Aufenthalt hat sich daher eine Jahresmitgliedschaft bewährt, wobei man im Wesentlichen die Wahl zwischen English Heritage (EH) oder National Trust (NT) hat. Als Mitglied hat man kostenlosen Zugang zu den verwalteten Einrichtungen. EH legt seinen Schwerpunkt auf prähistorisches und historisches, wie Kammergräber und Burgen, hingegen NT vorwiegend Schlösser, Gärten und Natur im Programm hat. Da wir an früher Geschichte interessiert sind, haben wir uns für EH entschieden, zudem die Natur-Spots des NT, wie die Weißen Klippen von Dover, ohnehin frei zugänglich sind. Die Jahresmitgliedschaft des EH kostet für die gesamte Familie £88. Man bekommt noch ein Buch aller Einrichtungen, das bereits als Reiseführer dienen kann, und erhält ermäßigten Eintritt zu Historic Scottland und Cadw, die entsprechende Organisation in Wales (Irland und Neuseeland sind wiederum frei ;-). Unterm Strich hat uns die Mitgliedschaft mehr als £100 Ersparnis gebracht.

Internet & Kommunikation
Fürs Internet hatte ich mich für eine Karte von drei.at entschieden, ich hatte bereits berichtet: --> Link. Insgesamt wohl die günstigste Prepaid-Karte und von den Highlands abgesehen, hatte ich meist sehr gute (UMTS) Verbindung. Das Paket verlängert sich immer automatisch, wenn Guthaben aufgebucht ist. Das Geld fehlt allerdings bereits zwei Tage vor Ablauf.

Fazit
Insgesamt haben wir knapp 12 Wochen in Großbritannien verbracht, davon fünf Wochen in England, sechs in Schottland und eine in Wales. Von den Menschen her hat uns England am besten gefallen. Kaum irgendwo findet man nettere oder angenehmere Menschen. Die Leute in Wales und Schottland wirkten auf uns etwas verschlossener. Das mag zum einen in der Geschichte begründet liegen und zum anderen darin, dass beide Länder sehr stark touristisch frequentiert sind. Vor allem Wales ist sehr beliebt, was es uns paradoxer Weise erschwert, es zu lieben: Es wird noch viel enger, es gibt mehr Menschen und Gedränge. Allerorts findet man Reglementierungen, um die Massen zu lenken. Parkplätze kosten Geld und das "No Overnight Parking"-Schild gehört zur Standardausstattung. Mir hat es einfach zu sehr an Freiheit gefehlt, um mich wirklich wohl zu fühlen (so haben wir es Anfang September erlebt). Ja, Wales ist unbestritten schön, aber es hat nicht unbedingt mehr zu bieten, was man nicht auch auf dem Rest der Insel finden könnte. Daher wird für uns ein Wiedersehen mit Wales eher unwahrscheinlich sein.
Wie in Wales geht es auch auf Englands Straßen eng zu, was das Fahren sehr anstrengend macht und wenn mal wieder die Hecke am Womo entlangkratzt, frage ich mich schon verärgert, warum die Engländer es nicht schaffen, ihre Hecken wenigstens etwas zurückzuschneiden. Der Engländer als solcher scheint offenbar sehr unter Angst zu leiden. Es gibt kaum ein Haus ohne Alarmanlage, überall findet man Schilder "Neighbourhood Watch", "Farm Watch" oder "You are watched!". Und in der Tat findet man auch überall Überwachungskameras, und das Nummernschild wird an „jeder Ecke“ aufgenommen und elektronisch ausgewertet, selbst wenn man nur auf den Supermarktparkplatz fährt. Neben dieser Überwachung nerven auch die Schilder "Private Property" oder "Keep Out!". Da kann man schon Beklemmungen bekommen. Trotz aller Paranoia sind die Engländer aber wie gesagt ganz reizend. Fernab der stark frequentierten Touristenziele hat man auch mehr Raum, und es gibt so viele kulturelle Schätze zu entdecken, dass wir in England sicherlich wieder verweilen werden.
In Schottland weichen die Hecken von den Straßenrändern, der Blick weitet sich und bleibt an den Hügeln und Bergen der Highlands haften. Schottlands Landschaft ist unglaublich schön. Egal ob Dünen und Strände, Klippen und Berge - das ist eine Landschaft, die man erleben muss, kein Foto kann das Gefühl vermitteln. Nach dem fast schon bedrückenden England weht hier oben der Wind der Freiheit - aber leider auch des Regens - Sonne haben wir nicht viel gesehen. Aber es gab auch nie lang andauernden Regen, sodass wir schon bald Frieden mit dem Wetter schließen konnten. In Schottland haben wir uns verliebt und wir wollen unbedingt zurückkehren. Vielleicht dann etwas früher im Jahr, wenn die Papageientaucher noch an der Küste sind ;-)

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

diper am 08 Okt 2015 12:38:06

Danke Torsten für diese Zusammenfassung. Sowas ist immer hilfreich.

Wie habt Ihr die Gas-Vorräte wieder aufgefüllt? Gastank? Adapterstück?

traveller69 am 08 Okt 2015 13:36:28

Hallo Dirk,
da wir nur drei Mal heizen mussten, haben zwei Gasflaschen für 12 Wochen vollkommen gereicht (sonstige Verbraucher: Kühlschrank und täglich kochen). Meine Mutter hat eine Gastankflasche, aber leider hatte keiner ihrer Adapter zum Tanken von LPG an der Tankstelle gepasst. Wir wissen immer noch nicht welche Variante passt, aber letztendlich hat auch ihr Gas gereicht.

Aretousa am 08 Okt 2015 13:41:08

Eine wirklich sehr gute Zusammenfassung deiner Eindrücke, Torsten. Und für viele Ersturlauber auf britischem Boden ein hervoragender Einstieg.
Sowohl deine positiven als auch negativen Punkte haben wir in früheren Jahen genauso gesehen, wobei dieses "Beklemmungen bekommen" wegen des Gefühls, überall überwacht und bevormundet zu werden, oft schon sehr stark war.
Schlimm fand ich Schilder wie: "You have to wash your hands" beim Verlassen der Toilette. Nix mit please oder wie jede französische Bitte mit s.v.p. Da vermisse ich die oft so laut gepriesene englische Höflichkeit.
Letztendlich waren solche Erlebnisse und das Gefühl, an manchen Stellen absolut nicht willkommen zu sein, Ausschlag gebend dafür, dass wir uns gegen den schon länger geplanten, diesjährigen Englandurlaub entschieden haben.
Vor 3 Jahren trafen wir im Dartmoor einen englischen Wohnmobilfahrer, mit dem wir uns ausgiebig übers wohnmobile Reisen unterhielten. Er antwortete auf unsere Frage, wohin er denn so führe, wenn er ein paar Tage verreisen wolle: "Zur nächsten Fähre nach Frankreich". Wir konnten ihn gut verstehen.

rkopka am 08 Okt 2015 14:28:04

traveller69 hat geschrieben:Anreise
Um erst einmal auf die Insel zu kommen, braucht es eine Fähre oder einen Zug durch den Euro-Tunnel.

Für (nur) Schottland empfehlen sich die Fähren, wie z.B. Ijmuiden-Newcastle. Man spart so eine Menge km und Fahrerei, wenn auch nicht Geld.

Tanken
Das Tankstellennetz ist sehr dicht, auch LPG findet man regelmäßig, wenn dann der Adapter passt. Diesel kostet auf der Insel etwa genauso viel wie Benzin. Der Preis in Pfund entspricht etwa dem in Deutschland in Euro.

Wie inzwischen fast überall empfiehlt es sich nach Supermarkt Tankstellen zu schauen (z.B. Tesco). Merkbar billiger.

Eine Nacht im Womo mit zwei Erwachsenen kostet um die £20.

Haben wir auch so gesehen. Die besseren oder an interessanten Punkten gelegenen CP (Edinburgh) können auch bis 28GBP hoch gehen. Strom meist ~3GBP, kann man oft weglassen, wenn man Selbstversorger ist.

Abwasser: Entsorgung ist auch nur an CP/CL möglich. Unbedingt Eimer zum Ablassen mitnehmen, da es im Boden eingelassene Ausgüsse eher selten gibt.

Das habe ich nur einmal gefunden (da brauchte ich es allerdings nicht), sonst immer in den Bodenablass (CP).

Dann gibt es noch die üblichen Aldi und Lidl, aber die besuche ich auch in Deutschland selten.

Da ich oft bei Lidl oder Hofer bin, finde ich gerade den Vergleich interessant, inwieweit sie sich an die Länder anpassen.

Supermärkte werden nicht wie beispielsweise in Frankreich offensiv angekündigt und liegen auch nicht immer an den Hauptverkehrswegen.

Zumindest in Schottland haben wir viele Supermärkte direkt an der Straße gefunden. Vielleicht haben wir auch welche übersehen, aber der Rest hat gereicht.

RK

dylan08 am 08 Okt 2015 14:42:42

Danke Torsten,

super Zusammenfassung und Information. Da wir Schottland (eventuell auch England) mittelfristig auf der Liste habe, machen deine Informationen die Planung wesentlich einfacher. :top: :top:

Tilly1963 am 08 Okt 2015 15:56:34

Super Bericht, der sich voll mit unseren Erfahrungen deckt! Wir haben nur Südengland bereist, aber hier auffallen, teilweise sogar beschämend freundlich und abgeschlossene Menschen getroffen. Absolut hilfsbereit, und immer für einen " smaltalk " zu haben. Da hat sich in den letzten Jahren Bedeutendes getan im Vergleich zu meiner Zeit, als ich auf Schüleraustausch dort war( fast vierzig Jahre her ).
Mit den Kreisverkehren ist das so eine Sache. Ich habe mir angewöhnt, bei unübersichtlicher Lage der Herde zu folgen, was uns immer sicher durch diese Engstellen geführt hat.

Danke für den Bericht

Karsten

Guenni2 am 08 Okt 2015 16:07:17

Auch von mir danke für den hervorragenden Bericht. Wir wollen nächstes Jahr auf die Insel und werden uns daran orientieren.
Günter

Alter Hans am 08 Okt 2015 17:03:39

Dieser hervorragende Bericht hat mir sehr gut gefallen.
Auch wir hatten von April bis Juli 2015 unsere erste GB Reise: fast an allen Inselrändern und viel auf kleineren Strassen. Nur 2m Breite unseres Mobils war sehr nützlich.
Deine Eindrücke können wir bestätigen.
Da ich schon 73 bin hatte ich durch den Linksverkehr schon ein wenig Dauerstress. Die Rechtsfahrreflexe von 54 Jahren mussten zum Schweigen gebracht werden. Spontan fiel die Umstellung allerdings relativ leicht. An den Kreiseln war die Sicht nach schräg rechts hinten oft nicht gut genug um die vorfahrtsberechtigten und flott fahrenden Kreiselfahrer zuverlässig zu orten.
--> Link
Da wir fast ausschliesslich auf Campingplätzen waren (61 Übernachtungen) noch ein paar Worte dazu:
In der Vorsaison gab es öfters Rabatte, auch wegen ACSI, so dass der Durchschnittspreis bei ca 18,50 Pfund lag.
Die Plätze waren fast immer sehr sauber, wenig belegt, mit großzügigen Parzellen und schöner Lage. Oft parkähnlich. Das Einchecken war mitunter abends ab 6 Uhr -manchmal vorher schon - nicht mehr möglich. Es war viel vorgeschrieben (das hat uns weiter nicht berührt sofern das Mobil korrekt abgestellt war). Formalitäten beim Einchecken waren gering. Keine Ausweisabgabe. Höchstens manchmal vorzeigen. Das Personal war fast immer liebenswürdig.

Roman am 08 Okt 2015 17:10:20

traveller69 hat geschrieben:...Vor allem Wales ist sehr beliebt, was es uns paradoxer Weise erschwert, es zu lieben: Es wird noch viel enger, es gibt mehr Menschen und Gedränge.....Daher wird für uns ein Wiedersehen mit Wales eher unwahrscheinlich sein.....


Das ist der einzige Punkt, Deiner ansonsten sehr guten Gebrauchsanleitung für GB bei dem ich Dir widersprechen möchte. Objektiv betrachtet, habt Ihr Wales bei Eurer Tour gerade mal gestreift und seid dann auch noch in die Ecke gefahren, die von den meisten GB Urlaubern "mit genommen" wird (Snowdonia). Und das alles dann auch noch in der Hauptsaison. Schlimmer gehts nimmer.

Die m.E. schönsten Ecken habt ihr dabei weiträumig umfahren den Süden, den Westen und das Inland.

Ach ja und für die britischen Straßen, habt Ihr nun wirklich alles andere als DAS ideale Womo.....es soll Leute hier im Forum geben, die weil sie ausgewiesene Insel Fans sind sich u.a. deshalb einen ausgebauten Kawa zugelegt haben..... :wink:


Roman

Gast am 08 Okt 2015 20:05:40

Roman, Du hast recht, wir haben uns wg. unserer Sympathie für die Insel für einen Kastenwagen entschieden und haben es nicht bereut. So ist für uns z.B. das Dartmoor immer einen Abstecher wert, was früher eher stressig bis fast unmöglich war.

Ansonsten ein wirklich guter Bericht, der Einsteigern ein wenig die Ängste nimmt.

Gerd

ottomar am 08 Okt 2015 23:55:07

Roman hat geschrieben:...es soll Leute hier im Forum geben, die weil sie ausgewiesene Insel Fans sind sich u.a. deshalb einen ausgebauten Kawa zugelegt haben.....



Alles Angsthasen ... oder Schwaben, die um ihr heilix Blechle fürchten.


Hallo Torsten,

ein guter Anfang für einen "GB-Einsteiger", wie Du Dich selbst nennst. Respekt!

An einem Punkt möchte ich Dir aber widersprechen. Wenn Du schreibst, in England gäbe es nur wenige Möglichkeiten, frei zu stehen, darf ich Dir und allen anderen Interessierten einen Tipp geben.
Schaut Euch mal auf dieser Seite um:

--> Link

Deine Statistik Eurer Übernachtungen weckt übrigens auch nicht den Eindruck, dass Ihr übermäßig viele Pfund bei CP-Betreibern lassen musstet.

Wer jedes "No overnight parking"- Schild befolgt, selbst weit draußen im Grünen, ist auf einem CP tatsächlich besser aufgehoben. Der Stress, man könnte nachts geweckt werden, wird dadurch problemlos umgangen.

Und natürlich ist es so, dass sehr subjektive Darstellungen auf andere immer überspitzt wirken können. Ich bin überzeugt, dass die hohe Kameradichte auf manch anderen eher beruhigend wirkt, gerade auf solche, die sich ständig bedroht fühlen (Siehe etwa die Threads zu Sicherheitsmaßnahmen, Gaswarnern, Alarmanlagen und dicken Riegeln).

Und so ergibt sich für mich nach Lesen Deiner Gebrauchsanweisung für die Insel - und mancher Kommentare dazu - wie immer, dass eben jeder anders tickt, andere Prämissen hat, andere Kriterien anlegt, um ein fremdes Land zu beurteilen. Fahrt ein zweites, drittes, viertes Mal rüber, Ihr werdet sehen, dass sich so manches etwas negative Urteil relativiert.

traveller69 am 09 Okt 2015 11:44:51

Vielen Dank für Euer Lob und zahlreichen Anmerkungen. :)
Ich finde es sehr spannend, wie unterschiedlich die Gewichtung liegen kann, siehe auch Ottomars Beitrag unten. Selbstverständlich ist daher mein Fazit ein ganz persönliches, geprägt durch meine subjektive Wahrnehmung und Erwartung.

Bevor ich weiter kommentiere möchte ich noch zwei Punkte loswerden, die mir nachträglich noch eingefallen sind:
1) Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in Meilen pro Stunde angegen. Es ist gut am Anfang eine kleine Umrechnungstabelle zur Hand zu haben. Noch wichtiger ist die Maße (Höhe,Breite) des eigenen Womo in Feet und Inches umzurechnen, denn das metrische System hat noch nicht vollends in GB Einzug gehalten.
2) Vor der Abfahrt habe ich mich gefragt, ob es eine "rechts-vor-links"-Vorfahrtsregelung in GB gibt. Soweit ich feststellen konnte, gibt es die nicht. Vorfahrt wird immer durch Markierungen auf der Fahrbahn oder ergänzend durch Beschilderung geregelt, selbst auf den entlegensten Straßen.

Aretousa hat geschrieben:... Schlimm fand ich Schilder wie: "You have to wash your hands" beim Verlassen der Toilette... Nix mit please oder wie jede französische Bitte mit s.v.p. Da vermisse ich die oft so laut gepriesene englische Höflichkeit. .

Diese Aufforderungen haben scheinbar bislang nicht viel gefruchtet, denn ca. die Hälfte der Besucher des Männer-WC haben sich ihre Hände nicht gewaschen - die andere Hälfte waren wahrscheinlich Ausländer :wink:
Aber es stimmt schon, es gibt auffallend viele Hinweisschilder wie man sich zu verhalten und was alles nicht erlaubt ist. Das habe ich dann irgendwann ausgeblendet...

Aretousa hat geschrieben:... Vor 3 Jahren trafen wir im Dartmoor einen englischen Wohnmobilfahrer, mit dem wir uns ausgiebig übers wohnmobile Reisen unterhielten. Er antwortete auf unsere Frage, wohin er denn so führe, wenn er ein paar Tage verreisen wolle: "Zur nächsten Fähre nach Frankreich". Wir konnten ihn gut verstehen.

Legt man die Fakten auf den Tisch, dann spricht sicherlich einges mehr für einen Womo-Urlaub in Frankreich. Daher haben wir 2012 unsere erste Womo-Reise auch dort verbracht und einen fantastischen Urlaub erlebt. Leider kenne ich nur eine handvoll französische Vokabeln, hingegen ich es in England sehr genossen habe, mit den Einheimischen eine Unterhaltungen führen zu können.
Ein anderer Pluspunkt für GB ist tatsächlich das Gefühl der Sicherheit für das geparkte Womo. In Frankreich haben wir mehrmals den Parkplatz gewechselt, weil ich Scherben von zerbrochenen Fensterscheiben vorgefunden hatte. Gut, vielleicht waren wir auch nur hypersensibel, weil das Womo damals noch nagelneu war. In GB jedenfalls hatte ich nie Sorge, dass Womo in einem anderen Zustand vorzufinden, als wir es zurückgelassen haben. Ich glaube aber nicht, dass das an den Überwachungskameras lag, denn in Deutschland oder Schweden außerhalb der Großstädte habe ich ein ähnlich hohes Sicherheitsgefühl. Natürlich sind diese Empfindungen alle rein subjektiv, aber sie spielen eben auch zu einem gelungen Urlaub mit rein.
Beide Länder sind unterschiedlich und ich werde beide wieder bereisen, wobei Frankreich jetzt wieder vor GB liegt :wink:

rkopka hat geschrieben:... sonst immer in den Bodenablass (CP).

Stimmt, wir waren nur auf zwei "echten" Campingplätzen und die hatten einen Bodenablass für Grauwasser. Die eher einfach eingerichteten Certificated Locations, die wir besucht hatten, hatten alle keinen Bodenablass zum Drüberfahren. Danke für die Ergänzung!

Tilly1963 hat geschrieben:...Mit den Kreisverkehren ist das so eine Sache. Ich habe mir angewöhnt, bei unübersichtlicher Lage der Herde zu folgen, was uns immer sicher durch diese Engstellen geführt hat...

Das ist auch in etwas die Empfehlung, die der Herr im Video zum Swindon-Roundabout gibt (link siehe oben) - da kann man nur hoffen, dass die Herde auch genau in meine Richtung will :wink:
Das Gute an Kreiseln ist, dass man ja auch eine Ehrenrunde drehen kann und falls man doch die falsche Ausfahrt erwischt hat, kommt der nächste Kreisel bestimmt, auf dem man entspannt wenden kann.

Alter Hans hat geschrieben:... An den Kreiseln war die Sicht nach schräg rechts hinten oft nicht gut genug um die vorfahrtsberechtigten und flott fahrenden Kreiselfahrer zuverlässig zu orten...

Ohne Beifahrer hätte ich auch oft ernsthafte Probleme gehabt, den Verkehr von rechts zu überblicken. Dazu fällt mir noch ein, dass ja auch für den Beifahrer das Linksfahren sehr ungewohnt ist, da er ja nun direkt am Gegenverkehr sitzt. Auf den engen Straßen kann das für ihn zu einem echten Stressfaktor werden.
Vielen Dank auch für Deine Erfahrungsberichte zum Thema Campingplatz!

Roman hat geschrieben:...Objektiv betrachtet, habt Ihr Wales bei Eurer Tour gerade mal gestreift und seid dann auch noch in die Ecke gefahren, die von den meisten GB Urlaubern "mit genommen" wird (Snowdonia). Und das alles dann auch noch in der Hauptsaison...

Ich gebe Dir recht Roman, dass unser Wales-Erlebnis nicht gerade repräsentativ ist: wir waren nur sehr kurz dort und haben auch nur den Norden gesehen. Auch waren wir bereits auf der Rückfahrt und sehr satt bis übersättigt mit Eindrücken der Reise. Da wir wussten, dass Wales sehr beliebt ist, haben wir es aber bewusst ans Ende der Reise gepackt, da wir Anfang September für Nebensaison gehalten haben - wann beginnt diese denn in Wales? Aber Du hast mich fast schon soweit, Wales ein zweite Chance zu geben :wink:

Roman hat geschrieben:...Ach ja und für die britischen Straßen, habt Ihr nun wirklich alles andere als DAS ideale Womo.....es soll Leute hier im Forum geben, die weil sie ausgewiesene Insel Fans sind sich u.a. deshalb einen ausgebauten Kawa zugelegt haben..... :wink:

Nein, soweit ist es noch nicht, dass wir ins Bedford Bambi umsteigen :wink: Wir haben jetzt unser Womo 3,5 Jahre und haben davon knapp drei Jahre darin verbracht. Da brauche ich einfach das etwas mehr an Platz und gerade bei britischem Wetter ist es schön, sich auf der Rundsitzgruppe lang machen zu können :) - nein unser Womo tauschen wir nicht ein, da machen die Briten vorher ihre Straßen breiter :wink:
Dank des Forums sind wir ja nicht unvorbereitet und ahnungslos auf die Insel gekommen. Einen Außenspiegel und Kratzer auf den Scheiben hatte ich bereits vor der Abfahrt einkalkuliert. Von daher lief alles "nach Plan", halb so wild. ;D

gerd243 hat geschrieben:...Ansonsten ein wirklich guter Bericht, der Einsteigern ein wenig die Ängste nimmt.

Vielen Dank, gut dass das so rüber kommt, denn Angst braucht man wirklich nicht zu haben.

ottomar hat geschrieben:...An einem Punkt möchte ich Dir aber widersprechen. Wenn Du schreibst, in England gäbe es nur wenige Möglichkeiten, frei zu stehen, darf ich Dir und allen anderen Interessierten einen Tipp geben.

Hallo Ottomar, "wenig" in England ist natürlich relativ, meine Bezugsgröße ist Schottland. Es gab in England deutlich mehr "No Overnight Parking"-Schilder, als in Schottland. Die Interpretation solcher Schilder wird jeder für sich individuell handhaben. Wir haben uns jedenfalls daran orientiert. Insgesamt haben wir in England 14 mal frei gestanden.

ottomar hat geschrieben:...Fahrt ein zweites, drittes, viertes Mal rüber, Ihr werdet sehen, dass sich so manches etwas negative Urteil relativiert

In der Tat wird je nach Gewichtung der ein oder andere mein Urteil als negativ empfinden. Ich persönlich habe für mich allerdings in Summe ein positives Resumé gezogen und daher wollen wir ja auch wieder auf die Insel kommen!

rkopka am 09 Okt 2015 12:19:47

traveller69 hat geschrieben:1) Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in Meilen pro Stunde angegen. Es ist gut am Anfang eine kleine Umrechnungstabelle zur Hand zu haben. Noch wichtiger ist die Maße (Höhe,Breite) des eigenen Womo in Feet und Inches umzurechnen, denn das metrische System hat noch nicht vollends in GB Einzug gehalten.

IMHO fast gar nicht. Höhen-, Breitenangaben und Entfernungen immer in feet/miles. Yard ist ja zum Glück recht nah an 1m. Ich hatte so einen Linksfahrzettel aus dem Netz ausgedruckt und in den Sichtbereich geklemmt, da waren einige Geschwindigkeitswerte drauf, leider eher ausgefallene, die nur selten vorkommen.
Das mit der Geschwindigkeit ist weniger problematisch, wenn man mit Navi fährt und dort auf die angezeigten (umgerechneten) Geschwindigkeiten achtet, solange sie mit der Realität übereinstimmen. Interessanterweise waren auf der britischen Karte die Höhenangaben(Berge) in Meter !

RK

Aretousa am 09 Okt 2015 16:58:49

Was Höhe und Breite des eigenen Wohnmobils betrifft so hatte ich beim letzten GB-Urlaub einen gut sichtbaren Aufkleber ans Armaturenbrett geklebt, auf dem unsere Maße schnell zu lesen waren.
Sehr hilfreich, wenn das Navi meint, man solle nach links abbiegen und erst während des Abbiegevorgangs ein Verkehsschild mit eben diesen Höhen- oder Breiteneinschränkungen sichtbar wird.

Und was die Verständigungsmöglichkeiten betrifft, auch ich spreche, wie wohl die meisten unter uns, besser Englisch als Französich. Daraus ergibt sich die Möglichkeit längere und intensivere Gespräche zu führen, woraus man dann ableiten kann, dass der Gesprächspartner freundlicher und aufgeschlossener ist als ein Gegenüber dessen Sprache man selbst nicht wirklich gut spricht.

Gast am 09 Okt 2015 17:35:26

Bei unseren letzten Fahrten habe ich festgestellt, dass inzwischen doch sehr häufig metrische Angaben an Brücken und Unterführungen gemacht werden. Möglicherweise trifft dies mehr auf den Süden zu, da sich dort doch die meisten Kontinentalen rumtreiben.

Gerd

mwdd am 10 Okt 2015 15:45:10

Erst einmal danke für die hilfreiche Zusammenfassung. Mir wäre das schwer gefallen, da ich nach viel Jahren, in denen ich immer mal wieder in GB war, auf Dinge wie Geschwindkeitsbegrenzungen in Meilen nicht mehr gekommen wäre...

Einzig Deine Einkaufstipps möchte ich ergänzen; meine Lieblingsläden waren und sind die Supermärkte von Morrisons (grünes M auf gelbem Grund). Ein riesiges Angebot an verschiedensten Lebensmitteln, teilweise auch international und viele Frischetheken, wo man z.B. vorbereitete Brathähnchen oder Salate bekommen kann. Außerdem brauchbares Brot.
Und wer in DE Backwaren bei Lidl kauft, kann das auch in GB probieren; das Angebot ist in Teilen gleich zu dem bei uns.

ottomar am 10 Okt 2015 16:07:03

Torsten,

zu dem offenen Punkt Deiner "Gebrauchsanleitung", nämlich der Vorfahrtsregel:

An Kreuzungen, die nicht per Ampel, Fahrbahnmarkierung oder Beschilderung geregelt werden, nun, da gibt es auf der Insel keine!

Kein Witz, die Fahrer sind gehalten, sich entsprechend zu verständigen.

Zumindest an diesem Punkt herrschen somit - vielleicht zum Ausgleich zu manch merkwürdigen Schildern - Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.



Sollten noch weitere Fragen offen sein, empfehle ich unseren GB-Plauderthread, in dem die letzten Geheimnisse der Insel geklärt werden (sollen).

gabriele55 am 10 Okt 2015 17:54:29

Der Bericht war wirklich sehr informativ aber ich muß jetzt einfach eine Lanze für Wales brechen. Wir waren im Juni/Juli 2011 dort und hatten nie Probleme einen Stellplatz zu bekommen. Geschweige denn mit massenhaft Touristen. Leider hast Du Wales nur sehr am Rande gestreift und die wirklich schönen Ecken wie z.B. die Küste in der Nähe von St. Davids, Rhossilibay und den Brecon Beacons NP nicht besucht. Es ist wirklich traumhaft in Wales.
Schöne
Gabriele

traveller69 am 11 Okt 2015 11:25:02

Vielen Dank für Eure weiteren Anregungen!

rkopka hat geschrieben:...Das mit der Geschwindigkeit ist weniger problematisch, wenn man mit Navi fährt und dort auf die angezeigten (umgerechneten) Geschwindigkeiten achtet, solange sie mit der Realität übereinstimmen. Interessanterweise waren auf der britischen Karte die Höhenangaben(Berge) in Meter !


Darauf bin ich gar nicht gekommen, das Navi auf Meilen umzustellen - ein prima Tipp, den ich das nächste Mal beherzigen werde!
Höhenangaben in Meter setzen sich tatsächlich wohl immer mehr durch, hier am Beinn Eighe / Highlands:

rkopka am 11 Okt 2015 11:46:13

rkopka hat geschrieben:...Das mit der Geschwindigkeit ist weniger problematisch, wenn man mit Navi fährt und dort auf die angezeigten (umgerechneten) Geschwindigkeiten achtet, solange sie mit der Realität übereinstimmen.
traveller69 hat geschrieben:Darauf bin ich gar nicht gekommen, das Navi auf Meilen umzustellen - ein prima Tipp, den ich das nächste Mal beherzigen werde!

Ich habs eigentlich umgekehrt gemeint. Das Navi hat mir immer die erlaubte Geschwindigkeit in km/h angezeigt.
Andersherum wäre auch eine Möglichkeit. Dann würden auch die Entfernungsangaben an der Straße mit dem Navi übereinstimmen. Außerdem müßte man sich nicht auf die Begrenzungen, die das Navi kennt, verlassen.

RK

traveller69 am 11 Okt 2015 11:55:07

rkopka hat geschrieben:...Ich habs eigentlich umgekehrt gemeint. Das Navi hat mir immer die erlaubte Geschwindigkeit in km/h angezeigt.
Andersherum wäre auch eine Möglichkeit. Dann würden auch die Entfernungsangaben an der Straße mit dem Navi übereinstimmen. Außerdem müßte man sich nicht auf die Begrenzungen, die das Navi kennt, verlassen.


Was mein Navi so an Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigt hatte leider mit der Realität selten Deckung. Ich lasse mir aber auch immer meine aktuelle Geschwindigkeit von Navi mit anzeigen. In der Regel schaue ich eher auf mein Navi als auf meinen Tacho, da der teilweise, bedingt durch meine Sitzposition, durchs Lenkrad verdeckt wird. Der Vorteil ist nun, dass ich meine aktuelle Geschwindigkeit gleich in Meilen habe und ich kann mir die Umrechnungstabelle für Geschwindigkeitsbegrenzungen sparen.

Satelis am 19 Mai 2016 09:58:22

Guten Morgen an die Grossbritanienexperten hier!
Wir sind jetzt seid gut 2 Jahren mit unserem ersten Wohnmobil unterwegs und haben seitdem über 30000 Kilometer gereist in Deutschland und Skandinavien. Wir sind Biggi und Michael und bedingt durch eine starke Sehbehindeung kann Biggi leider nicht Autofahren. Jetzt hatten wir für den September vor, nach Grossbritanien zu reisen und uns England und Wales anzuschauen. Mittlerweile habe ich einiges in diversen Foren gelesen und bin aufgrund des Linksverkehrs doch skeptisch, ob ich die Reise nicht besser storniere, da Biggi als Beifahrerin die Verkehrssituation aufgrund der Sehbehinderung nicht einschätzen kann. Ich hatte bisher nur die Fähre gebucht von Hoek van Holland nach Harwich und zurück.
Bin derzeit echt verunsichert und gespannt auf mögliche Antworten.
Gruß Michael
PS.: unser Felix ist ein Bürstner FiftyFive 726g mit 7,40m Länge, 2,30m Breite und 2,75m Höhe

nuvamic am 19 Mai 2016 10:49:43

Also wenn du hier und auch im Plauderthread liest --> Link
UND auch glaubst, was du liest, dann sollte das eigentlich kein Problem sein. Mach es den anderen Fahrern um dich rum nach und du kommst mit Linksverkehr genau so gut klar wie mit Rechtsverkehr.

Ich persönlich bin größtenteils allein unterwegs und in GB bisher nur mit deutschen Fahrzeugen (Irland hab ich mal mit Mietwagen gemacht, das fand ich als Umstellung stressiger)... klar, hat Vor- und Nachteile. Aber ein wirkliches Problem war das nie. Man muss sich halt drauf einstellen - aber das ist im Leben oft so ;)

Gut ist z.B., dass man als Fahrer leichter in "Kontakt" kommt - man kann leichter nach dem Weg fragen, weil man am Gehweg oder gar am Fahrkollegen (an der Ampel) dran sitzt ;)

Am schwierigsten ist das Überblicken einer Situation nach hinten z.B. beim Einfahren auf ne Schnellstraße - also Vorsicht und Umsicht, dann klappt das auch. Defensives Fahren tut auch immer gut, aber das kann man in GB auch leicht lernen, die Fahrkultur ist größtenteils wesentlich entspannter als bei uns.

Wer eher auf "Augen zu und durch" fährt und gern überall es so haben möchte wie "daheim", für den ist es allerdings doch besser, "daheim" zu bleiben...

Solofahrer am 19 Mai 2016 11:13:31

Ich fahre auch seit Jahren regelmäßig und überwiegend alleine nach GB und kann Nuvamic 100%ig zustimmen. Er (oder sie?) hat in allen Absätzen vollkommen Recht.
Montier Dir noch einen weiteren Rückspiegel für die rechte Seite mit deutlich größerem Blickwinkel und genieße GB.

Satelis am 19 Mai 2016 13:35:30

Na da sage ich doch ersteinmal vielen Dank für die Antworten und lese weiter mit hier!
Gruss
Michael

Energiemacher am 19 Mai 2016 13:47:15

Solofahrer hat geschrieben:Montier Dir noch einen weiteren Rückspiegel für die rechte Seite mit deutlich größerem Blickwinkel und genieße GB.


Hast du dazu einen Kauftipp?

Grüße
Thorsten

celso am 26 Mai 2016 10:22:27

Schade, dass Solofahrer keinen Kauftipp gibt.
In dieser Situation sieht man ohne ein Fenster hinter dem Beifahrersitz nichts:

Der Bürstner von Satelis hat dort ein Fenster, das müsste eigentlich gehen.
Was flachfällt ist Überholen auf 2spuriger Strasse mit Gegenverkehr. Da viele Straßen sowieso eng, kurven- und hügelreich sind, habe ich darauf immer verzichtet.
Celso

rkopka am 26 Mai 2016 10:35:38

celso hat geschrieben:In dieser Situation sieht man ohne ein Fenster hinter dem Beifahrersitz nichts:

Wenn genug Platz ist, kann man sich mehr im rechten Winkel hinstellen oder noch flacher (Außenspiegel). Ansonsten helfen zusätzliche Weitwinkelspiegel (schon mal hier beschrieben). Ich habe einen innen an der Windschutzscheibe und kann damit praktisch den ganzen Bereich zwischen den Spiegeln und dem Außenfenster übersehen. Mit Linskabbiegen hat man das gleiche Problem ja auch bei uns.

Rechts habe ich nur das Fenster im Küchenbereich, hinter der Tür. Das ist aber leider recht hoch. Damit sieht man höchstens LKW.

Was flachfällt ist Überholen auf 2spuriger Strasse mit Gegenverkehr. Da viele Straßen sowieso eng, kurven- und hügelreich sind, habe ich darauf immer verzichtet.

Meistens ist man auch eher der langsame, daher stellt sich die Frage selten. Ansonsten ist doch das normale Überholen nicht anders als bei uns. Da braucht man ja nur die Außenspiegel.

RK

celso am 26 Mai 2016 10:48:31

rkopka hat geschrieben:Mit Linskabbiegen hat man das gleiche Problem ja auch bei uns.

Das Problem ist deutlich verschärft.

rkopka am 26 Mai 2016 11:11:00

rkopka hat geschrieben:Mit Linskabbiegen hat man das gleiche Problem ja auch bei uns.
celso hat geschrieben:Das Problem ist deutlich verschärft.

Warum ? Die Winkel sind identlisch, ob ich nun links oder rechts auf der Straße stehe. Eigentlich ist es doch sogar einfacher, da man nicht auch noch nach derm Gegenverkehr schauen muß ?

RK

celso am 26 Mai 2016 12:21:22

Mach´dir mal ´ne Zeichnung.

nuvamic am 26 Mai 2016 12:33:42

celso hat geschrieben:Was flachfällt ist Überholen auf 2spuriger Strasse mit Gegenverkehr. Da viele Straßen sowieso eng, kurven- und hügelreich sind, habe ich darauf immer verzichtet.

Was grundsätzlich heißt - wo ich unsicher bin, folge ich der defensiven Fahrweise. Das nimmt Druck raus und reduziert die Gefahren. Damit kommt man auch als Alleinfahrer gut weiter. Hitzköpfe wollte ich dann nicht am Steuer sehen - ehrlich gesagt, egal ob mit oder ohne Beifahrer...

rkopka am 26 Mai 2016 18:33:53

celso hat geschrieben:Mach´dir mal ´ne Zeichnung.

Bild

RK

elinor am 26 Mai 2016 18:46:01

celso hat geschrieben:Schade, dass Solofahrer keinen Kauftipp gibt.
.
Celso


Na dann will ich mal...

Gleich für die 1. GB -Fahrt haben wir uns den SafetyView --> Link angeschafft.
Hat sich gut bewährt, vor allem bei Auffahren auf die Autobahn. Im Gegensatz zu D, wo der von hinten kommende blinkt um anzuzeigen, daß man sich aus dem Weg machen soll, heißt das in GB: Nu mach schon, daß Du rauf fährst.

Der Zusatzspiegel hat übrigens einen Zweitnutzen: Uns wurde 2x in SCO der/die rechte(n) Spiegel jeweils von einem Transporter abgefetzt.
Das 1 x konnten wir uns mit dem Zusatzspiegel behelfen, das 2.x hats beide erwischt. Da der Zusatz ein gewöhnlicher LKW-Spiegel ist, war
der Ersatz bei einem Teilehändler in Fort William kein Problem.

celso am 26 Mai 2016 19:52:26

elinor hat geschrieben:Na dann will ich mal...

Du bist ein Schatz!

rkopka hat geschrieben:RK
=Reichlich Komisch

Raider84 am 30 Mai 2016 10:22:35

Hallo,
hat hier jemand eine Empfehlung für einen solchen Spiegel neben dem von oben? Evtl. für Montage innen? Ich würde gerne solo nach England und habe schon etwas Bedenken wegen der Sicht auch bei vorhandenem Fenster hinter dem Beifahrersitz, wobei er oben erwähnte Spiegel schon gut aussieht. Danke

celso am 30 Mai 2016 10:32:09

Raider84 hat geschrieben:Hallo,
hat hier jemand eine Empfehlung für einen solchen Spiegel neben dem von oben? Evtl. für Montage innen? Ich würde gerne solo nach England und habe schon etwas Bedenken wegen der Sicht auch bei vorhandenem Fenster hinter dem Beifahrersitz, wobei er oben erwähnte Spiegel schon gut aussieht. Danke

Frage es nochmal im Technikbereich des Forums. Da sind mehr Experten unterwegs.

mwdd am 30 Mai 2016 10:46:49

celso hat geschrieben:...
In dieser Situation sieht man ohne ein Fenster hinter dem Beifahrersitz nichts:
...


Diese Situation ist allerdings recht selten, da selbst kleinste Kreuzungen und Einmündungen oft Kreisverkehre sind.
Unangenehm war mir nur das Einfahren in größere Kreisverkehre, da dann (sofern man nicht zügig einfahren kann) genau die oben skizzierte Situation entsteht.

Raider84 am 30 Mai 2016 10:54:32

Hallo, wer nutzt denn hier einen Weitwinkelspiegel? Hat er sich wirklich bewährt - vom Preis und Montage ist es ja gut machbar und schnell am Beifahrerspiegel montiert.

rkopka am 30 Mai 2016 11:16:16

Raider84 hat geschrieben:Hallo, wer nutzt denn hier einen Weitwinkelspiegel? Hat er sich wirklich bewährt - vom Preis und Montage ist es ja gut machbar und schnell am Beifahrerspiegel montiert.

Ich hab einen innen mit Saugnapf befestigten.

RK

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