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Reisebericht Baltikum 1, 2, 3, 4


alzu am 11 Okt 2015 09:52:38

Hallo, liebe "Foris",
wir waren von 13. Mai bis 7. Juni unterwegs in Litauen, Lettland und Estland.
Den Reisebericht anhand unseres Tagebuches will ich Euch nicht vorenthalten. Ja, ich weiß dass es lange gedauert hat, aber die Zeit verfliegt und besser spät, als gar nicht!

Tagebuch Baltikumreise



Mi. 13. Mai. 2015
Ich komme um 15:30 Uhr von der Arbeit heim, um 16:30 Uhr fahren wir um neue Speichenreflektoren für die Räder. Dann geht es los. Den 50 min. Stau bei Regensburg umfahren wir, da gewinnen wir über eine halbe Stunde. Gegen 20:15 kommen wir zum schönen SP nach Schwandorf, direkt am Ufer der Naab gelegen. Wir gehen noch zu einem griechischen Restaurant essen, Renate einen Salat und ich gegrillte Schweineleber. Mit dem SP Nachbarn, der aus Braunau kommt quatsche ich noch bis 23:00 Uhr, dann falle ich ins Bett.
Abfahrt bei km. 12 514, Ankunft: 12 805, gef. 291

Donnerstag, 14. Mai. 2015 Christi Himmelfahrt und Vatertag
Frühstück um 06:30 Uhr, Abfahrt um 07:30 Uhr. Einige kurze Staus auf den deutschen Autobahnen nehmen wir gelassen hin, Wir bleiben alle Stunden stehen, Renate soll ihre Beine bewegen, um einer weiteren Thrombose vorzubeugen. So dauert es bis 17:30 Uhr, als wir beim Parkplatz des Freilichtmuseum Molfsee in Blumenthal, nur wenige km. südlich von Kiel ankommen. Wir gehen noch ein Stündchen im Wald spazieren und fallen dann in einer Pizzaria über einige Gläser Valpolicella und eine Pizza Calzone. Die teilen wir uns, für das extra Gedeck verrechnet der Wirt nichts, super Service! Gegen 21:00 Uhr kommen wir zurück zum Auto, noch ein Spielchen und dann ab ins Bett.
Abf. 12 805, Ankunft 13 575, gef. 870 km

Freitag, 15. Mai. 2015
Gegen 07:00 Uhr hole ich beim Bäcker gleich gegenüber frische Sonnenblumenweckerl und einen kleinen Laib Brot. Nach dem Frühstück gehen wir ins Freilichtmuseum,



wir sehen alte Bauernhäuser, Bürgerhäuser und auch das Haus eines Kapitäns von einem Walfangschiff.



Alles in allem erfahren wir viel über das Leben vergangener Zeiten in Norddeutschland.



Es gibt auch einen Erfrischungsstand, daneben eine alte Schiffsschaukel, einen Haut den Lukas und ein altes Karussell, mit dem Renate eine Runde fahren darf.



Einige Windmühlen stehen für Besucher offen. Einem Schmied können wir zusehen, wie er für ein Auto ein Ersatzteil anfertigt





und in der Meierei gibt es belegte Brötchen und einen guten Kaffee. Mit dem von einem Traktor gezogenen Zug geht es wieder zum Ausgang.
Nach einer kurzen Jause holen wir die Räder vom Auto und fahren nach Kiel. In der Nähe des Osthafens ist ein Bierfest, alle möglichen Klosterbiere, sowie Erdbeerbier und Himbeerbier stehen zur Verkostung bereit. Wir gehen ein Stück in die Altstadt, schauen bei einer Kirche rein und bummeln in den belebten Gassen.



Im Hafen macht sich das neue riesige Schiff von TUI, das größte je gebaute Kreuzfahrtschiff bereit, um die Passagiere zur Jungfernfahrt und zur Schiffstaufe an Bord zu nehmen. Ein ungeheuerlicher Pott, 300m lang und für 3500 Passagiere.



Wir radeln noch ein Stück am Hafen entlang, bis wir der Abfahrtsstelle unserer Fähre gegenüberstehen. Dort drehen wir um und kehren noch in einem der vielen Strandcafes ein. Eine dunkle Wolke schiebt sich heran, wir schwingen uns wieder auf die Räder. Mit dem Regenschauer ist es nichts geworden, wir kommen bei Sonnenschein trocken zurück zum Auto. Um 19:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Fähre. Einchecken ist einfach, nur brauche ich auch die Reisepässe und die Fahrzeugpapiere. Dann ziehe ich eine Nummer aus dem Automaten und 5 min. später ist der Papierkram erledigt. Wir fahren zur nächsten Wartezeile und stehen inmitten von Autos ohne Zulassung, vermutlich zum Import nach Litauen bestimmt. Der Zoll kontrolliert peinlichst, aber bei uns gar nicht. Um 21:40, 20 min. überpünktlich verlassen wir den Kieler Hafen.







Die Kabine ist ok. Zwei Einzelbetten und ein Fenster, wie gebucht. Die Dusche ist kleiner, als die im Wohnmobil. Aber hier brauchen wir nicht mit dem Wasser zu sparen. In einer der Bars trinkt Renate noch eine kleines Bierchen und ich einen irischen Whiskey, zusammen zahle ich € 4,- Gegen 23:30 Uhr fallen wir in unsere Betten.

Samstag, 16. 5. 2015
Guten Morgen, Ostsee! Gegen 08:00 Uhr gehen wir frühstücken. Das fällt üppiger aus, als gedacht. 2 Spiegeleier, jede Menge Schinken, Butter und ein wirklich gutes Sonnenblumenbrot, dazu Kaffee und Tomaten, Gurken usw. Wir schlagen uns den Wanst voll, auf das Mittagessen können wir leicht verzichten. Die Uhren werden auf litauische Zeit um eine Stunde vorgestellt, dann verbringen wir den Vormittag mit Lesen und Triominospiel. Nachmittag kommt dann die Sonne aufs Aussendeck, da genießen wir die warmen Strahlen.





Gegen 17 Uhr gibt es Abendessen, wir zahlen zu Zweit € 13,-. Um 20:00 Uhr legt die Fähre in Klaipeda an,



eine Viertelstunde später sind wir aus dem Schiffsbauch draußen und unterwegs zum Campingplatz. Einchecken geht rasch, auf einen 50 € Schein kann mir der Platzwart nicht herausgeben. Er ist sichtlich erleichtert, wie ich ihm anbiete, mit der Kreditkarte zu bezahlen: € 17,30 incl. Strom. Die Wiedersehensfreude mit Brigitte und Franky ist groß, nach einem ersten Quatscher sitzen wir dann bei uns im Auto und erzählen von den verschiedenen Anreisen.



Gegen 23:00 Uhr fallen wir in die Betten.
Km 13 610, gef. 35 km

Fortsetzung folgt, wenn es gewünscht wird :wink:

Lancelot am 11 Okt 2015 10:15:23

... und ob :!:
Habe Lesezeichen gesetzt ... :ja:

wolfherm am 11 Okt 2015 10:21:27

Ja, bitte weiter......

alzu am 11 Okt 2015 10:32:54

Dann geht es weiter.

Sonntag, 17. Mai 2015
Frühstück um 08:00 Uhr, wie vereinbart. Nach dem Zusammenräumen fahren wir alle mit unserem Auto Richtung Nida auf der Kurischen Nehrung. Wir zahlen bei der Fähre gute € 32,- für 4 Personen und ein Auto.



Das Ticket gilt auch für die Rückfahrt. Gegen 11:30 Uhr kommen wir nach Nida und finden fast auf Anhieb einen Parkplatz. Wir gehen ins nächste Gasthaus und essen eine Kleinigkeit. Wir bestellen eine Kaiserliche Fischsuppe, Frankie und Brigitte essen geräucherten Aal. Das ist aber eigentlich nur ein Snack, satt wird davon keiner.







Endlich finden wir für Renate auch einen Spielplatz.



Dann gehen wir südlich von Nida auf die Düne, dort oben steht die größte Sonnenuhr der Welt, oder auch nur die Größte von Nida.





Zurück durch den Ort und dann nördlich vom Zentrum zur Kirche und zum alten Friedhof. Viele Gräber sind noch deutsch beschriftet, gehörte dieses schöne Land doch einst zu Ostpreußen.







Wir wandern zurück zum Auto und fahren Richtung Norden. Einmal zweigen wir von der Hauptstraße ab und kommen direkt an die Dünen an der Ostsee. Die Reiherkolonie finden wir nicht und so geht es wieder zurück zur Hauptstraße. Wir kommen nach Joudkrante, wo wir ausgezeichneten Räucherfisch erstehen. Dann gehen wir noch auf dem Hexenweg eine Runde. Viele grob geschnitzte Holzfiguren säumen den Weg durch den Wald.





Aber es gibt noch viel schlimmere Figuren in diesem Wald.



Zurück beim Auto sehen wir, dass es schon höchste Zeit wird, zurück zu fahren. Beim Abfahren von der Fähre ruiniere ich mir die elektrische Einstiegsstufe, eine Reparatur vor Ort ist nicht möglich. Morgen müssen wir schauen, dass wir ein Stockerl kriegen. Nach ein paar Fischbrötchen gibt es zum Abendessen einen Würsteleintopf.
Km Stand 13 738, gef. 128 km

Fortsetzung folgt....

alzu am 11 Okt 2015 10:54:33

Montag, 18. Mai 2015
Heute gibt es zum Frühstück weichgekochte Eier, dazu natürlich Wurst, Käse, Butter und Marmelade. Dann fahren wir in die Altstadt von Klaipeda. Wir finden einen gebührenpflichtigen Parkplatz und investieren € 0,60 für 4 Stunden Parkzeit. Am Alten Hafen entlang marschieren wir zu einer Brücke, hinter der ein altes Segelschiff liegt.









Durch die eigentlich nicht sehr sehenswerte Altstadt gehen wir zu einem großen Platz, hier finden wir endlich den berühmten Brunnen, den das "Ännchen von Tharau" ziert.







Zurück zum Auto und Richtung Campingplatz. Unterwegs finden wir einen großen Supermarkt, Lebensmittel für die nächsten 2 Tage bunkern wir hier. Weil ich mir den elektrischen Einstieg bei der Abfahrt von der Fähre von der Kurischen Nehrung stark beschädigt habe (Aufgesessen, alles nach hinten verbogen und verklemmt) kaufe ich eine 2-stufige Leiter. Dann fahren wir endgültig zurück zum Campingplatz. Dort steht das Womo von Brigitte und Franky. Wir räumen um und die Fahrt nach Lettland kann beginnen. Kurz vor der Stadt Liepaja (ca. 34 km südlich) fahren wir 5 km Schotterstraße Richtung Meer. Dort finden wir einen erstklassigen Rastplatz, Zeit für die Mittagsjause.







Dann fahren wir weiter zum Campingplatz Verbelnieki. Nachdem wir einen schönen Standplatz haben, fahren wir mit Brigitte in die Stadt Liepaja. Franky hat gesundheitliche Probleme und Brigitte versucht nun in einer Apotheke geeignete Medikamente zu kaufen. Das ist kein Problem, dank Navi finden wir eine Apotheke, davor ist sogar ein freier Parkplatz. Dann fahren wir weiter ins Russenviertel, viele Häuser sind ziemlich heruntergekommen, manche sind leer und verfallen zusehends. Bei der Russisch Orthodoxen Kirche halten wir.





Wir gehen hinein und schon nach dem 2. Foto kommt schimpfend eine ältere Frau auf uns zu. Fotografieren ist verboten, wir haben glatt die vielen Schilder übersehen.





Wir entschuldigen uns und verstauen die Kameras in den Taschen. Damit ist die Frau beruhigt, wir verziehen uns. Mit dem Auto geht es zur 500m langen Betonbrücke, einem selten hässlichem Bauwerk. Wir spazieren ein wenig raus und bewundern die starke Brandung.





Nächste Station ist das alte Gefängnis, in dem sowohl Übernachtungen in einer Zelle, wie auch Führungen angeboten werden. Wir sehen noch den Gefängnishof, einer der freundlichen Wärter in russischer Uniform sagt uns, dass es 2 min. vor 6 Uhr ist, und das Gefängnis um 18:00 Uhr schließt.



Wir bedanken uns für die Auskunft und fahren wieder zurück zum Campingplatz. Nach einer erfrischenden Dusche gehe ich mit Brigitte noch an den Strand. Sandig, einsam, naturbelassen und im eisigen Wind zieht er sich ziemlich weit dahin.





Renate kocht in der Zwischenzeit, es gibt Fisch mit Kartoffelstampf, verfeinert mit weißem Trüffelöl.
Km. Stand: 13 904, gef. 166 km

Fortsetzung folgt...

alzu am 11 Okt 2015 16:12:27

Dienstag, 19. Mai 2015

Frühstück um 07:30 Uhr. Dann Abfahrt nach Liepaja, wo Brigitte noch einmal in die Apotheke will, um weitere Lasix für Franky zu kaufen. Wir finden auf Anhieb einen Parkplatz für unsere beiden Autos. Renate geht inzwischen um Brot in den danebenliegenden Supermarkt. Dann fahren wir ca. 1.5 km Richtung Altstadt, wo wir wieder mit den Parkplätzen Glück haben. Wir werfen einen Teuro in die Parkuhr und können 2 Stunden stehen bleiben. Zuerst suchen wir die Dreifaltigkeitskirche, aber auf den Turm können wir erst in einer Stunde. Das ist uns zu spät.





Wir schauen uns das Petershäuschen von außen an, ein wirklich einfaches Holzhaus, das auch schon einmal bessere Zeiten gesehen hat. Der Vergleich mit den Zarenpalästen in Moskau und St. Petersburg drängt sich auf. Dann schlendern wir zu einer weiteren Kirche, ganz aus Ziegeln.



Gleich daneben ist Grünmarkt, passt, wir brauchen noch frischen Salat für den Abend. In der Markthalle finden wir noch geräucherte Hühnchen, hoffentlich schmecken die besser, als sie aussehen.





Nach einem weiteren Kirchenbesuch gehen wir zurück zu den Autos. Gerade rechtzeitig, bevor die Parkzeit abläuft. Wir fahren ein paar km nach Norden, nach Kapsede. Dort soll der größte Felsblock von Lettland sein. Die Abfahrt von der Hauptstraße ist gut beschildert, dann finden wir am Ende der Straße ein Kieswerk. Wir fahren ein Stück zurück und zweigen auf eine Schotterstraße ab, die führt uns zu einem wunderbaren Picknickplatz an einem kleinen See.



Wir genießen den restlichen Räucherfisch von der Kurischen Nehrung, dazu das frische Schwarzbrot. Dann finden wir den Stein doch noch, eine Schautafel steht daneben und eine Gravur ziert den Steinbrocken.





Wenn in einer Gegend nichts ist, muss man die Attraktionen eben selbst kreieren, aber wie das Ding im Reiseführer zu einem Stern kommt, bleibt schleierhaft. In Pavilosta suchen wir noch nach dem 2.größten Stein Lettlands, der soll angeblich im Wasser zu sehen sein, aber leider nicht von uns.

Bei Jurkalne fahren wir noch einmal von der Hauptstraße ab Richtung Küste. Uns erwartet eine sandige Steilküste.







Über Skrunda fahren wir nach Kuldiga. Gleich am Ortsbeginn sehen wir ein Womo stehen, mit einem UU Kennzeichen. Wir finden ca. 300 m vor dem Alten Rathaus einen Parkplatz, da erscheint der Landsmann. Er hat anscheinend großen Plauderbedarf. Er kommt aus Lichtenberg und will über Helsinki und Schweden weiter zum Nordkap. Dafür hat er 5einhalb Monate veranschlagt, das wird wohl reichen. Wir müssen aber in 3 Wochen schon wieder arbeiten, darum würgen wir seine Redefreude ab. Wir gehen über die Fuzo zum Alten Rathaus,



dann weiter zum kleinen Wasserfall.



Der größte Wasserfall Lettlands, nein was schreibe ich, der größte Wasserfall Europas!!! Ist dort zu bewundern. Na ja, der Höchste ist er nicht, ca. 2,5 m stürzen sich die Wassermassen in die Tiefe, dafür ist er aber breit, sehr breit sogar, nämlich fast 270m.



Es beginnt zu regnen und wir schauen, dass wir zu Auto zurückkommen.

Noch ca. 60 km sind es nach Ventspils, gegen 18:00 Uhr kommen wir auf den sehr schönen Campingplatz. Zum Abendessen gibt es faschierte Laibchen mit Kartoffeln.
Km Stand: 14 106, gef. 202 km

Fortsetzung folgt...

alzu am 11 Okt 2015 16:31:28

Mittwoch, 20. Mai 2015

Heute gibt es wieder einmal Frühstück mit Ei, diesmal besonders schmackhaft mit Trüffelsalz. Gegen 09:30 Uhr verlassen wir den Campingplatz, bleiben aber gleich davor auf dem Parkplatz stehen. Wir nehmen die Räder vom Auto, Franky fühlt sich nicht gut genug, um uns bei der Stadtbesichtigung zu begleiten. Mit den Rädern fahren Brigitte, Renate und ich in die Innenstadt von Ventspils. Zuerst auf Anraten eines deutschen Camperkollegen durch den Park, vorbei an riesigen Ankern, Fischen und Kühen.



Überhaupt sind Kühe in Ventspils gerade sehr modern. Man sieht sie als Riesenkuh, Blumenkuh, Ölkuh usw.







Wir kommen an den Blumenmarienkäfern vorbei und dann auf den alten Markt. Dort steht ein Turm mit einem Glockenspiel und einer schönen Uhr.



Nächster Programmpunkt ist die Nikolaikirche, eine nette Russisch – Orthodoxe Kirche. Drinnen ist fotografieren erlaubt, eine Seltenheit in Lettland.





Wir fahren weiter zum Rathausplatz,



der Bibliothek und einem riesigen Tintenfass mit 3 Schreibfedern darin.



Nächster Punkt ist der Mühlenpark, nette Skulpturen schmücken ihn.





Der nächste Park hat einen schönen modernen Brunnen und Blumenskulpturen von der lettischen Bobmannschaft.





Gleich dahinter ist die Blumenuhr mit 5 m Durchmesser zu sehen.



Wir radeln noch zum Schloss, den Eintritt ersparen wir uns.



Auf direktem Weg radeln wir zurück zu den Autos. Wir verladen die Räder und verlassen Ventspils Richtung Riga. Nach ca. 40 km kommt ein See, dort halten wir Mittagsrast. Wir finden 5km nach der Abzweigung von der Hauptstraße einen wunderschönen Rastplatz, direkt am See.





Wir genießen das geräucherte Huhn, das wir vorgestern am Markt erstanden haben, es schmeckt „zum Niederknien“.



Dann gibt es noch einen Espresso und dann geht es weiter nach Riga. Wir kommen bei einem riesigen Einkaufszentrum vorbei, das nützen wir, um die Vorräte zu ergänzen. Den City Camp in Riga finden wir gleich, schön ist er nicht, aber zentrumsnah. Ich bastle noch eine Aufhängung für unsere Einstiegsleiter, das gelingt ganz gut. Zum Abendessen gibt es geschnetzeltes mit Reis, heute kocht Renate, weil sich Franky so schlecht fühlt. Er bleibt auch zum Abendessen auf seinem Beifahrersitz, Brigitte bringt ihm das Abendessen hinüber und isst dann bei uns. Geschirrwaschen erledigen wir dann im Auto, die Spülbecken des CP haben nur kaltes Wasser.
Km.Stand;14 310, gef. 204 km

Fortsetzung folgt...

alzu am 11 Okt 2015 17:07:38

Donnerstag, 21. Mai 2015

Der Tag beginnt mit Nieselregen. Nach dem Frühstück (Franky bleibt wieder im Auto sitzen, die letzte Nacht hat er im Sessel geschlafen) fahren wir zu einem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Wir, Brigitte, Renate und ich machen uns wetterfest und marschieren los zur Stadtbesichtigung von Riga. Von der Halbinsel Kipsala, wo auch der Cp ist, gehen wir über die Brücke Vansu tilts in die Altstadt. Der Wind pfeift uns um die Ohren und es ist nicht nur nass, sondern auch bitterkalt.





Vorbei am leider eingerüsteten Schloss, das noch dazu von Baucontainern umgeben ist gehen wir zur 1. Katholischen Kirche.





Beim Weiterweg zum Domplatz fällt uns das starke Polizeiaufgebot auf, für uns dürfte es nicht sein, wahrscheinlich für einen oder mehrere hochrangige Politiker. Wir gehen um € 3,- pro Person in den Dom, noch schöner finde ich den Kreuzgang.





Allerlei alte Steine, Denkmäler und alte Kanonen und Mörser sind zu sehen.





Weiter zum Rathausplatz, wo ich Renate und Brigitte fast verliere. Wieder vereint gehen wir in die Peterskirche, aber nur bis zum gläsernen Eingang, € 5,- pro Person erscheinen uns zu viel.





Nach der Besichtigung des Schwarzhäupterhauses (ein riesiges Festzelt wird gerade genau davor aufgebaut) suchen wir uns die 2 Brüder, die ältesten Häuser der Stadt.



Auf dem Domplatz gehen wir in ein sehr schönes Restaurant, wir trinken aber nur einen Kaffee. Dann suchen wir uns den Weg zum Pulverturm, von da ist es nicht weit in den Brivibas-Park.



Dort steht das Befreiungsdenkmal, Lettlands größtes Nationalheiligtum.



Weiter geht es in die Rigaer Christi-Geburts-Kathedrale, eine orthodoxe Kirche mit reicher Ausstattung, in der Fotografierverbot herrscht. Einige Bilder schieße ich unbemerkt aus der Hüfte, mal sehen, ob sie was werden.







Nächster Programmpunkt ist das Jugendstilviertel, prächtige Häuser sehen wir. Riga war ursprünglich zu einem Drittel im Jugendstil erbaut worden.







Über den Kronwalda Park gehen wir zurück zur Brücke. Wieder pfeift uns der kalte Wind um die Ohren, aber seit der Kaffeepause hat es wenigstens zu regnen aufgehört.



Im Rimi-Markt kaufen wir noch Bananen und Paprikapulver, dann halten wir im Auto von Franky und Brigitte Mittagsrast. Der weiße Paprikaspeck, den wir gestern um € 1,- für 150 Gramm gekauft haben schmeckt herrlich, süßes Gift für mich. Wir fahren ab, mitten durch die Stadt lotst uns die Tante Garmin, aber plötzlich verliert sie komplett die Übersicht. Wir machen extra für Franky eine kleine Stadtrundfahrt, dann fahre ich entgegen den Anweisungen einfach auf einer Ausfallstraße aus der Stadt. Siehe da, es war die Richtige. Nördlich von Tuja finden wir noch ein Museum, das dem großartigen Baron von Münchhausen gewidmet ist. Ins Museum dürfen aber keine Hunde, wir gehen durch den Park, der mit verschiedenen Skulpturen geschmückt ist.









Dann geht es noch ca. 30 km weiter Richtung Norden, Wir zweigen von der Hauptstraße ab und fahren auf unbefestigten Wegen zu einem traumhaften Parkplatz an der Steineküste. Kurz darauf erscheint der Angestellte des daneben liegenden Campingplatzes und erklärt uns, dass der Platz auf dem wir stehen auch zum CP gehört. Wir bleiben aber da, weil es uns einfach wirklich gut gefällt. Dafür kommt er kurz danach wieder, um uns die Rechnungen zu bringen und das Toilettenhäuschen aufzusperren.







Wir erwarten heute noch einen tollen Sonnenuntergang. Der kommt auch, erstmals verwende ich das neue Graufilter, so komme ich auf Belichtungszeiten von bis zu 30 Sekunden.





Um 23:00 Uhr gehe ich noch einmal mit der Kamera hinaus in die Kälte, die Lichtstimmung ist einzigartig.





Km. Stand: 14 411, gef. 101 km.

Fortsetzung folgt....

kampfzwerg am 11 Okt 2015 17:17:18

Super Bericht und schöne Bilder :top: . Danke für's Mitnehmen. Weiter so!

Julia10 am 11 Okt 2015 17:40:08

Bin gespannt, wie es weitergeht, interessant geschrieben und bebildert :!: Gefällt mir sehr :!:

Ich würde gern noch ein Stück weiter mitfahren :)

Julia

haroba am 11 Okt 2015 18:25:32

Moin!

Danke für den Bericht!
Super!
Die Tour haben wir fast genauso 2014 gemacht. Den entsprechenden Bericht kannst Du auf meine HP finden.
Toll, dass Ihr ein anderes "Fotoauge" habt.
So kann ich vieles noch einmal anders sehen.

Munterholln!
Hartmut

leoline am 11 Okt 2015 21:04:02

Danke für diesen tollen Bericht! :top:

frankjasper8 am 11 Okt 2015 21:23:35

Ich bedanke mich ebenfalls bei Dir für diesen netten Reisebericht und die wunderschönen Fotos.

:daumen2:

Da macht das Lesen und Bilderschauen richtig Spaß, bitte weiter so! Ich bleibe am Ball! :)

alzu am 12 Okt 2015 07:10:53

Freitag, 22. Mai 2015

Das Wetter ist traumhaft. Auch Franky ist wieder auf den Beinen und kann heute mit uns frühstücken. Nach dem Frühstück entsorgen wir die Toilette und das Grauwasser. Leider gibt es kein Trinkwasser, weil unsere Anschlüsse nicht passen. Wir fahren auf der Küstenstraße Richtung Norden, aber schon bald machen wir eine kurze Rast bei einem Parkplatz direkt an einem weitläufigen Sandstrand.



Wir wechseln wieder einmal das Land, wir sind in Estland angekommen. Der Grenzübergang ist abgebaut, der Verkehr kann unbeeinträchtigt weiterfließen. In Pärnu finden wir einen riesigen Supermarkt, wir können einkaufen für die nächsten 3 Tage. Dann fahren wir in die City, ein großer Parkplatz ist fast leer. Am Hafenbecken vorbei gehen wir zum Talliner Tor.



Wir gehen weiter zur Elisabeth-Kirche, einem typisch evangelisch nüchternem Gotteshaus.





Die apostolisch orthodoxe Kirche ist leider geschlossen. Durch die Fuzo kommen wir am Rathaus vorbei und am Sportbootshafen vorbei wieder zu den Autos.







Dann geht es weiter zur Fähre auf die Insel Muhu. 16 Teuronen zahlen wir für die halbstündige Überfahrt.





Wir suchen den auf der Straßenkarte eingezeichneten CP bei Koguva, leider vergeblich. Also zurück, bei Liiva steht die Katherinenkirche, daneben ist ein CP.





Die Hinweisschilder fehlen, wir drehen eine Ehrenrunde, bis wir ihn finden. Eine sehr nette Dame empfängt uns, wir sind für heute die einzigen Gäste. Es ist relativ warm, so beschließen wir heute zu grillen.



Schopfbraten und Gemüsepackerl, dazu Erdäpfel, das klingt vielversprechend. Klingt nicht nur vielversprechend, schmeckt auch so! Zum Dessert serviert Renate dann noch eine Käseplatte. Um 21:30 Uhr gehen wir noch auf ein Schlückchen zu Brigitte und Franky, aber schon um 22:30 Uhr schlüpfen wir unter die Bettdecken. Inzwischen ist es wieder ziemlich kalt geworden, wir müssen die Heizung wieder durchlaufen lassen. Schön langsam mache ich mir Sorgen, ob das Gas reichen wird, ich sehe auch nicht wirklich, ob die Duomatic schon auf die 2. Flasche umgeschaltet hat.
Km. Stand: 14 626, gef. 215km

Fortsetzung folgt....

alzu am 12 Okt 2015 10:43:49

Samstag, 23. Mai 2015

Nach dem Frühstück kontrolliere ich den Gasvorrat, die 2. Flasche ist voll, wir beziehen noch aus Flasche 1. Sehr beruhigend! Wir fahren nach Koguva ins Freilichtmuseum. Sehr interessant, über die Geschichte der Insel Muhu mehr zu erfahren.







Wir sehen ein Bauerngehöft, ein kleines Museum, das die Trachten zeigt und ein Schulgebäude. Der Klassenraum für 20 Schüler ist genauso groß, wie der Wohnraum und die Küche der Lehrerin.





Dann gehen wir noch in den kleinen Fischerhafen, dort herrscht aber tote Hose.





Wir fahren über einen Damm auf die Insel Saaremaa. Erstes Ziel ist die Karja Kirik, eine gotische Kirche in der alte Fresken zu sehen sind.







Eher schwach, die Kirchenschätze, aber man ist bemüht, das zu ändern. So wird von Besuchern 1 € Eintritt verlangt, eventuelles Wechselgeld gibt es nicht, weil man das Geld in einen Schlitz im Tisch werfen muss. Weiter geht es zu den Windmühlen von Angla. Die € 3,- pro Person zahlen wir gerne, in einige der Mühlen kann man hineingehen und sich die Getriebewerke ansehen.





Dann kehren wir noch in der Gastwirtschaft ein, ein Kaffe und vermeintliche Süßspeisen finden den Weg auf unsere Teller. Renates Gebäck ist mit Speck gefüllt, der süße Knödel von Brigitte entpuppt sich als gebackener Käse. Weiter fahren wir ein paar km. Zum Kaali Krater, einem von mehreren Kratern, die nach Meteoriteneinschlägen entstanden sind. Der Größte hat einen Durchmesser von 110m, der Einschlag ist ca. 3 – 4000 Jahre her. Das Ereignis wurde von Menschen beobachtet, diese Wahrnehmungen flossen in die nordischen Sagen ein. Just zum Zeitpunkt unseres Erscheinens gibt es einen Rekordversuch: Ein junger Mann versucht, auf einer Slackline die 110m über den Krater zu balancieren. Nach 2 Stürzen in die Sicherungsleine und wiederholtem Hinaufklettern auf den gespannten Gurt schafft er die Überquerung und wird von den vielen Zuschauern beklatscht und bejubelt.





Wir fahren weiter nach Kuressaare, der Hauptstadt der Insel. Nach der Parkplatzsuche sehen wie eine Windmühle, die zu einem Restaurant umgebaut wurde.







Dann gehen wir durch die Stadt und den Park zur Bischofsfestung. Eine wehrhafte Burg, von einem Wassergraben umgeben ist das Wahrzeichen von der Stadt.







Wir umrunden die Festung und gehen zurück zum Auto. Dann fahren wir noch einmal zum Hafen, dort suchen wir die Figurengruppe des Riesen mit seiner Frau.



Bei der Rückfahrt gibt es noch einen kleinen Abstecher zur Kirche von Pöide. Leider ist dort eine einzige Baustelle, ist aber höchste Zeit, der Kirchturm ist schon der Höhe nach in 2 Teile gespalten.





Zurück beim 2. Auto auf dem CP finden wir weder eine Krenwurzel, noch die Platzbetreiberin vor. Egal, wir essen die Reste von den letzten Tagen, Szegediner Gulasch und Würsteleintopf. Dann sehe ich noch einmal nach dem Gas, die Duomatic zeigt eindeutig Rot, kein so gutes Zeichen. Wir werden in den nächsten Tagen schauen, ob wir eine Möglichkeit finden, die Flasche füllen zu lassen. Gegen 23:00 Uhr steigen wir in die Betten.
Km. Stand: 14 821, gef. 195 km

Fortsetzung folgt....

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