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Schnellste Strecke von Süddeutschland nach Portugal


Innaj am 26 Okt 2015 00:16:42

Hallo ihr lieben Wohnmobolisten,

wir sind neu hier und auch halbwegs neu im Wohnmobil. Mein Freund kann vom Laptop aus arbeiten und ich habe meine Abschlussarbeit auch dort geschrieben und wir haben immer von der Womo Geschichte geträumt, dann spontan eine sehr alte aber geliebte Pegeout J5 Euramobil Dame erstanden und so sind wir ein Jahr über den Balkan gefahren.
Jetzt geht es für uns von Deutschland und Portugal und leider, leider muss es einfach schnell gehen. Wir werden uns dort wieder gebührend dem Wohnmobilieren widmen aber gerade müssen wir ganz fix dort hin da ich ab 16.11. einen Job anfange. Ich weiss, das wird einem Wohnmobilisten nicht gerecht aber gerade ist es eben leider so.
Und jetzt die Frage:
Wir haben leider gar keine Ahnung von der Strecke, werden die Schnellste fahren sind aber generell recht langsam (wie gesagt, sie ist schon älter).. lohnt sich dann trotzdem Maut und Autobahn? Ist es sehr bergig?
Mit Stellplätzen haben wir uns hier schon etwas durchgewurstelt da gibt es ja tolle Beiträge :)

Wir würden uns riesig über Streckentipps freuen!
Beste ,

Janni und Hugo

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Roman am 26 Okt 2015 09:13:43

Hallo Janni und Hugo,

zunächst mal willkommen im Forum.

Zur Frage. Gebt einfach mal im Routenplaner des ADAC die gewünschte Strecke ein mit der Bedingung "Schnellste Route". Da ich nicht weiß aus welcher Ecke Süddeutschlandes Ihr genau kommt, hab ich mal Stuttgart angenommen und bis Bilbao rechnen lassen. Die dort vorgeschlagene Route würde ich auch empfehlen. Ab Bilbao hängt die weitere Route dann davon ab, ob ihr im Norden Portugals beginnen, oder gleich bis zur Algarve durchfahren wollt.
Es wäre allerdings schon wichtig, zu wissen, wo die Reise wirklich beginnen soll, da sich z.B. von Freiburg aus eine andere Strecke anbieten würde (über Clermont Ferrand)...

Sicher kommen noch Empfehlungen in Richtung N-Straßen um die Maut zu sparen. Da ich jedoch davon ausgehe, dass Euer "Dynamikwunder" max. die 100 km/h packt und an den Bergen auf 60-70 abfällt, fahrt ihr wenn es dumm läuft auf den Nationalstraßen kilometerweit hinter Traktoren oder anderen lahmen Enten her, ohne überholen zu können. Ich weiß wovon ich rede. War selbst 10 Jahre so unterwegs. Das kann nerven......


Roman

Scout am 26 Okt 2015 10:59:54

Wir fahren nach dem Navi mautfreie Strecken und pflegen eine Reisegeschwindigkeit von ca. 100 km/h.
Wir fahren öfters die Strecke nach Clermont-Ferrand. Weite Strecken sind sehr gut ausgebaut. Wochentags reihe ich mich in die Lkw Reihe ein. Die fahren mit meiner Reisegeschwindigkeit. Da kommt sehr gut voran, die kennen auch jeden Blitzer. Und dann nach Bordeaux, die Strecke ist auch zügig zu fahren.
Ab Bordeaux die dann die E5 nach Süden. Ich habe allerdings auch schon mal gelesen, dass für diese Strecke ebenfalls Maut verlangt werden soll. Das müsste man prüfen.

Die Strecke Bayonne San Sebastian fahren wir die mautpflichtige Autobahn. Die mautfreie Strecke zwängt sich durch Städte und ist nervend.

In Spanien gibt es zwei Autobahntypen. Autopista kostet Geld und die Autovia kostet nichts.

Je nach dem was euer Ziel in Portugal ist.
Man kann auf der spanischen Seite die Autovia (mautfrei) Ruta de la Plata in den Süden fahren und von da aus nach Portugal wechseln. Oder eben in Portugal.
Portugal hat ein etwas sonderbares Mautsystem. Wir waren vor zwei Jahren dort. Ich habe mich vorher nicht schlau gemacht und war einige Male unbeabsichtigt Mautpreller. Unbedingt vor der Abfahrt erkundigen.

Unterwegs suchen wir unsere Plätze mit dem System --> Link


Scout

bernierapido am 26 Okt 2015 11:04:12

Von Süddeutschland aus bietet sich auf jeden Fall eine gut ausgebaute Nationalstraße an. Wir dürfen selbst nur 80/90kmh fahren.
Metz, Nancy (Autobahn ist kostenlos) weiter bis Châlon sur Saone und dann die Nationalstraße über Montlucon, La Souterraine, Angouleme, Bordeaux. Alles sehr gut ausgebaut teilweise 2 Richtungsfahrspuren (Durchschnittsgeschwindigkeit hier ca. 65kmh wochentags, 75kmh sonntags). Um Bordeaux die Roccarde und die Autobahn weiter Richtung Arcachon.
Vor Arcachon Richtung Süden auf der A 63. Von dort aus geht es weiter Richtung Bayonne/Biaritz. Da war vor zwei Jahren der Ausbau der Autobahn im Gange, um Mautstationen zu errichten. Könnte jetzt mautpflichtig sein.
Wir sind weiter über Burgos, Valadolid, und Salamanca nach Coimbra gefahren. Man kann aber auch gleich bei Guarda nach Lissabon abzweigen.
Wir haben von Dortmund bis Coimbra 30 Stunden reine Fahrzeit gehabt sind drei Tage unterwegs gewesen, auf dem Rückweg über die Dordogne 4 Tage. Ich hatte gern noch weiter gespreizt aber 10 Stunden pro Tag mit Tempomat und nicht allzuviel Verkehr waren machbar. Wir konnten dann immer abends noch ein wenig spazieren gehen.
Wir sind in Portugal drei Wochen umhergezogen (Viseu, Aveiro, Coimbra( Campingplatz), Figuera da Foz, Leiria, Caldas da Rainha, Sintra), davon eine Woche in Lissabon auf dem Campingplatz geblieben. Innerhalb von Lissabon sind wir auf Nationalstraßen gefahren, da Autobahnen für uns sehr teuer sind (LKW-Gebühr).
Ab dem nächsten Jahr würde ich für die Strecke mindestens 3-4 Wochen einplanen, an der französischen Atlantikküste entlang. Aber bei 3 bis 4 Wochen Urlaub ist Portugal mit Wohntrailer schon weit. Also haben wir uns die Algarve fürs nächste Mal aufgehoben.

Innaj am 26 Okt 2015 14:45:01

Vielen, vielen Dank schon mal für die netten und ausführlichen Antworten!

Wir fahren voraussichtlich von Würzburg oder Heidelberg aus los und hatten uns überlegt in etwa Freiburg- Dijon - Bordeaux- Pamplona/ Bilbao - Salamanca - Lissabon zu fahren. Mir wird angezeigt, dass es über Nationalstraßen kilometermäßig ähnlich ist aber ich hab halt keine Ahnung vom Bergverlauf.. und da kann man sich ja ziemlich reinreiten mit so einer gemütlichen Kutsche.
Es ist natürlich wahr, dass man manchmal richtig lange hinter einem Langsamstfahrzeug fährt, im Kosovo haben wir gefühlt das ganze Land hinter einem Traktor durchgequert, aber ehrlich gesagt- meist sind wir eher der Grund für die Schlange der Mercedes und BMWs. 100 km/h schaffen wir, bei 80 fühlen wir uns aber erst richtig wohl, bei sehr steilen Bergen waren wir schon bei 30-40 km/h :(
Wir sind bereit Maut zu zahlen, wenn wir dem WOhnmobil damit die Berge ersparen ansonsten hat es für uns aber wenig Mehrwert.
Also falls ihr noch ein paar Erfahrung zu dieser Strecke habt und ob es noch mehr Stellen gibt für die man lieber auf die Autobahnen fährt- sehr gerne!

bernierapido am 26 Okt 2015 15:25:54

Auf der von mir gezeigten Strecke gibt es kurz nach Chalon/Saone eine längere Steigung aber zweispurig, dann noch mal aus dem Tal von Montlucon rauf (Autobahn) und zwischen La Souterraine und Angouleme auch einige kürzere Steigungen aber auch zweispurig. Ich fahre die Strecke mit 5,8t, aber 175ps ganz locker. Außerdem sieht man mehr und findet schon mal einen schönen Picknick oder Übernachtungplatz. Den gibt es übrigens in Frankreich in vielen Dörfern.
Ach ja, die LKW sind da durchweg mit 80 bis 90 unterwegs. Aber Achtung! es gibt viele Speedcams, auch in Ortschaften und schon mit 56 innerorts kostet es 90€ wenn du sofort zahlst (sobald du das Ticket zugeschickt bekommst).

Roman am 26 Okt 2015 15:32:59

Natürlich lassen sich viele RN Straßen in Frankreich recht gut fahren, auch und vor allem wenn sie 4-spurig ausgebaut sind. Ansonsten führen sie aber oft durch Ortschaften und/oder ein Kreisel jagt den nächsten....

Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch mit einem "gemütlichen" Womo über die RN Straßen auf einem Weg einen Fahrtag zusätzlich rechnen muss.

Spielt das bei Euch keine Rolle....dann RN. Wenn doch AB.


Roman

Scout am 26 Okt 2015 17:27:02

Wir wohnen in der Nähe von Heidelberg.
Auf der A5 nach Süden gibt es Baustellen und Staus.
Wir fahren aus Richtung Heidelberg nach Speyer dort auf die B9 Richtung Germersheim Wörth (vierspuriger Ausbau) Bei Wörth auf die A 65 Richtung Strasbourg. In Frankreich geht die A 35 bis Mühlhouse mautfrei. Lediglich vor dem Grenzübergang Lauterbourg sind ca. 10 km zweispurig.
Ab da könnt ihr mautpflichtig oder mautfrei fahren.
Bei eurer Reisegeschwindigkeit bringt die Autobahn keinen wesentlichen Zeitvorteil.

Falls ihr in Frankreich einkaufen wollt/müsst. 10 km nach dem Grenzübergang Lauterbourg kommt die Ausfahrt Selz. Direkt an der Ausfahrt ist ein Supermarkt mit Tankstelle.


Scout

NoKa416 am 26 Okt 2015 19:38:47

Die kürzte Strecke ist meist nicht die Schnellste, aber bestimmt die Schönste.
Ich würde es halten wie die Musik von der Gruppe Kraftwerk:" Wir fahren auf der Autobahn."
Vor der spanieschen Grenze gib es gute Möglichkeiten zum nächtigen, um dann die restlichen
km zu fahren.(Spanien ist größer als man denkt, aber schön)

Roman am 26 Okt 2015 20:20:53

Scout hat geschrieben:...Bei eurer Reisegeschwindigkeit bringt die Autobahn keinen wesentlichen Zeitvorteil....


Das kann ich so nicht bestätigen und ich spreche aus 10 jähriger Erfahrung. Mit unserem 71 PS Alkoven, war es uns auf der AB wenigstens möglich einen 80er Schnitt zu fahren. Auf den Landstraßen Frankreich´s war nicht mehr drin als 50-60 km/h. Wenn man nun 2500 km bewältigen muss, ist es eine recht simple Rechnung wieviel länger man braucht, wenn man am Tag 10 Stunden fährt.

Im ersten Fall ist man nach drei Tagen am Ziel im zweiten braucht man einen ganzen Tag mehr.

Getestet wurden diese Angaben auf den Strecken Saarbrücken - Avignon, Saarbrücken - Sisteron und Saarbrücken - St. Malo......

Dazu kommt, dass ich mit unserem Schleicher auf der AB einigermaßen ausgeruht am Ziel ankam, während ich auf den RN Straßen genervt war ohne Ende.....Die machen durchaus Laune, wenn man etwas Feuer unter der Haube hat.... :wink:


Roman

Scout am 26 Okt 2015 20:38:10

Hallo Roman!
Die Kollegin wollte nach Portugal und die Route über Bordeaux ist nun mal eine sinnvolle Route. Für diese Route sind meine Aussagen und im Prinzip ja auch von Bernhard.
Sisteron oder Avignon liegen in einer ganz anderen Richtung. Das sind andere Routen die nicht vergleichbar sind.
Ich bezweifle nicht, dass deine Einschätzungen für diese Routen stimmen.


Scout

ottomar am 26 Okt 2015 21:24:18

Wir sind diesen Sommer auf der Rückfahrt von Nordspanien mal wieder die von Bernhard bezeichnete Strecke gefahren, ab Chalon dann allerdings die Strecke über Bourg, Lons, Besancon, Belfort, Mulhouse.

Es ist definitiv die günstigste Strecke. Hinzu kommt, dass durch den über weite Strecken vierspurigen Ausbau auch Durchschnittsgeschwindigkeiten gefahren werden können, die denen auf Autobahnen kaum nachstehen.

Innaj am 27 Okt 2015 22:02:18

Perfekt, vielen Dank!

Wir werden uns das durch den Kopf gehen lassen und auch mal unser Budget überdenken und dann sehen wir weiter.
Im Prinzip hatten wir insgesamt 7 Tage angedacht, das müsste ja dann so oder so drin sein. Können uns vorstellen, dass gerade französische und spanische Dörfer toll sind aber auch die Übernachtungsmöglichkeiten werden bei uns dann wohl eher praktisch als schön werden.
Wenn jemand da noch etwas Gelegenes kennt wäre das natürlich toll, ansonsten vielen Dank für die Antworten, jetzt haben wir schon mal ein bisschen mehr Ahnung.
Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir dann die Strecke irgendwann zurück mal mit schön viel Zeit fahren können!

Roman am 27 Okt 2015 23:29:06

Innaj hat geschrieben:....Im Prinzip hatten wir insgesamt 7 Tage angedacht, das müsste ja dann so oder so drin sein....


Bei mir ist jetzt gerade einiges durcheinander gekommen, von dem ich glaubte, dass ich es verstanden hätte. Was heißt insgesamt 7 Tage ?
7 Tage für die Fahrt nach Portugal ?

Daraufhin hab ich mir Euer Eingangspost nochmal durchgelesen. Dort bin ich bisher davon ausgegangen, dass Ihr am 16.11. wieder hier sein müsst, wegen des Job´s. Nun kam mir der Gedanke, dass Ihr spätestens am 16.11. in Portugal sein müsst, da der Job dort angetreten werden soll....????

Verwirrte
Roman

Innaj am 31 Okt 2015 10:52:19

Hallo Roman,

genau, genau! Der Job ist in Lissabon- Hugo kommt von den Azoren, wir haben zusammen viele Jahre in Deutschland gelebt und haben uns jetzt dazu entschieden das mal gegen Portugal einzutauschen :)
Heisst also insgesamt 7 Tage für die Fahrt! Wenn ich alles richtig verstanden habe, sollte das dann ja reichen..

!

AtegoLaster am 23 Dez 2015 15:41:34

Um hier mich in die Streckenführung einzureihen. Ich fahre immer von HH die A1 runter, Trier Lux. dann an Metz vorbei, bis es ans bezahlen geht. Dann weiter Troyes , Auxere, Bourges, dann bald auf die A20 ( ist noch Mautfrei) dann bin ich Abfahrt Bellac und dann Richtung Anguleme , Bordeaux und weiter runter Richtung SP. Da aber nun seit3 Jahren dort auch abkassiert wird, wollte ich hier mal fragen,

ob jemand die Strecke von der A20, weiter Richtung Süden bis zur Abfahrt 53 bei Nespouls/Reyjades kennt, denn da fängt wieder die Mautstrecke an. Von dort dachte ich so quer rüber Richtung Fumel, Argen, Mont Marsan, Dax ??
Klar, das die RN etwas langsamer ist, aber die Landschaft ist doch auch was wert.

so nun seid Ihr dran.

harrymobil am 23 Dez 2015 15:54:53

AtegoLaster hat geschrieben:Um hier mich in die Streckenführung einzureihen. ....
so nun seid Ihr dran.


Ich hoffe, der TE hat inzwischen sein Ziel erreicht. Er wollte spätestens am 16.11. dort sein :gruebel:

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