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anhaengerkupplung

Das Gogolobil unterwegs Winter in Marokko 1, 2, 3, 4, 5 ... 8


shoe1 am 23 Nov 2015 17:58:38

Hallo Gogolos,
endlich sind "wir" wieder unterwegs - herzlichen Dank für eure Berichte und viel Glück, Spaß und keine weiteren Pannen auf euer Reise.

lg
Rupert

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

pipo am 24 Nov 2015 09:50:08

Gogolo hat geschrieben:

Ein Träumchen das Bild :!:

Ansonsten drücken wir euch die Daumen, dass das Gogolomobil auf der Winterreise heile bleibt :ja:

bernierapido am 24 Nov 2015 10:15:07

Béziers - ein wunderschönes Städtchen. Wir sind dort vor Jahren auch schon gewesen aber ich habe nichts von der 9-Schleusen-Anlage und dem Schiffshebewerk gewusst. Vielen Dank. Wieder ein Grund, dort noch mal hin zu fahren.

Gogolo am 24 Nov 2015 10:27:58

:arrow: Pipo/Peter


Weißt du wie das ist, wenn man morgens das warme Bett verlassen muss um ein solches Bild zu machen? :cry: :cry: :cry:


Habe die Ehre

Gogolo

ToniPETER am 24 Nov 2015 11:17:24

Servus!

Ja, ja, das Leben ist Hart ;D

Lancelot am 24 Nov 2015 11:41:39

Gogolo hat geschrieben: ... wenn man morgens das warme Bett verlassen muss um ein solches Bild zu machen?

:idea:
Auto umdrehen, in der Abendsonne fotografieren ... :D

(setze Lesezeichen für den Bericht :) )

pipo am 24 Nov 2015 11:43:58

Gogolo hat geschrieben:wenn man morgens das warme Bett verlassen

Iss klar.. Ich dachte Du hast mit Deine Sieglinde im Arm und einem Weissbier in griffnähe den Sonnenuntergang fotografiert :lach: :mrgreen:

Gast am 24 Nov 2015 12:22:02

Ja, Gogolo
So viel Opferbereitschaft ist sehr selten,meinen tiefen Respekt!! :mrgreen:

Arno

19grisu63 am 24 Nov 2015 13:50:29

Hallo Gogolo,

auch ich bin wieder eingestiegen und verfolge Deine Reise. Am Anfang stand mir wegen der Ereignisse in Paris erst mal nicht der Sinn danach, aber zum Glück kann man das ja jederzeit nachholen :ja:

Vielen Dank fürs Mitnehmen und weiterhin gute und pannenfreie Fahrt

sponi am 28 Nov 2015 20:29:05

Hallo Gogolo,
Wir verfolgen mit grossem Interesse deinen Bericht! Am 20.12. gehts bei uns endlich los! Am 21.12. legt die Fähre in Genua ab und am 23.12. in Tanger med an. Für uns der 1. Besuch dieses Landes und wir freuen uns riesig. Vlt. sieht man sich dort ja einmal. Allzeit gute und knitterfreie Fahrt und lass uns ein bisschen Sonne und Wärme über.
LG Susanne und Roland aus Tirol
unterwegs mit Carthago Chic e-line 50I

Wespe1a am 08 Dez 2015 20:46:12

Sehr aufmerksam habe ich euren schönen Bericht gelesen. Euer Aufenthalt ist jedoch nicht wegen des Visums auf drei Monate begrenzt, denn ihr könnt dieses Visum auf weitere drei Monate verlängern lassen, was auch in eurem Reiseführer beschrieben steht. Auf einem Womo-Stellplatz, ich glaube bei Agadir, macht diese Verlängerung sogar jemand von der Stellplatzleitung und es kostet nicht einmal viel., ca. 100 €. Dies beschreibt Edith Kohlbach in ihrem Reisehandbuch. Ich wünsche euch noch einen schönen Aufenthalt und nur gute Erfahrungen, so wie wir sie auch gemacht haben.

Klaus52R am 16 Dez 2015 14:20:41

Auch ich wünsche eine tolle Zeit in Marokko. Wir waren im Frühjahr 2013 dort. Kurzum - fantastisch!

Und falls Ihr tatsächtlich zum Fernsehen kommen solltet (große SAT Schüssel !) dann hier - falls nicht schon bekannt - eine sehr hilfreiche Unterstützung - falls keine automatische Antenne auf dem Dach sein sollte.

--> Link

Ein Beispiel für Fes, wenn Astra 19.2 benutzt werden soll:

Azimut-Winkel:
141.27° (wahre geographische Nordrichtung)
Elevationswinkel:
42.72°
LNB-Kippwinkel (Skew):
-31.21°
LNB-Kippwinkel (Skew):
-24.21° (Astra 1KR/L/M/N => Sonderfall!)

ebi1 am 16 Dez 2015 17:46:00

Hallo Gogolo,

dann mal schöne Reise. Sofern wir uns treffen, trinken wir ein Gläschen zusammen.

Unser Mobil steht seit 6 Wochen am Flughafen in Marrakesch. Falls es noch steht, die Meldungen über einen sicheren Abstellplatz entsprechen leider nicht der Realität. Falls es also noch steht, geht es nach Weihnachten wieder los, es geht gen Wüste.

Mal sehen, vielleicht kreuzen sich ja die Pfade.

Gogolo am 16 Dez 2015 17:58:25

ebi1 hat geschrieben:Sofern wir uns treffen, trinken wir ein Gläschen zusammen.

...

Mal sehen, vielleicht kreuzen sich ja die Pfade.



Das können gern auch mehrere Gläschen (Minze-Tee :lol: :lol: :lol: ) sein.

Wir werden auch kurz nach Weihnachten mit der Fähre übersetzen und dann relativ zügig - so die Planung - in Richtung Erg Chebbi fahren


:arrow: Klaus52R

ich habe eine manuelle SAT-Schüssel mit 85cm dabei und damit und einem Schwaiger-SAT-Finder auch auf den Kanaren besten Empfang gehabt. Vielen Dank für die Info.


Habe die Ehre

Gogolo

Klaus52R am 16 Dez 2015 18:39:30

:arrow: Gogolo: Wie wir in der Wüste waren, machten wir die Erfahrung, dass die Antenne erst nach Drehen des Skew funktionierte. Hierfür ist der 'Rechner' gut brauchbar! LG Klaus

polen am 21 Dez 2015 22:02:42

Hallo Gogolo, auch wir haben zwei schöne Tage in Corneilhan verbracht. Der Stellplatz ist sehr schön. Uns wurde von deinem Leberkäse vorgeschwärmt :lol:
Dir weiterhin eine schöne Reise. Liebe Grüße aus Palamo

Gogolo am 22 Dez 2015 15:31:56

Liebes Forum,


stürmischer Wind, Wolken und leichter Regen wecken uns am nächsten Morgen als wir von Bon Repos losfahren. Der Wind wird den ganzen Tag über nicht leichter – im Gegenteil. Auf der Autobahn muss man ganz schön aufpassen, die Geschwindigkeit reduzieren und immer bereit sein, den Seitenwindböen entgegen zu steuern. Das macht sich auch im Spritverbrauch bemerkbar, habe ich sonst so um die 14 Liter/100 sind es bei diesen Seiten-/Gegenwind gleich an die 18 Liter. Beruhigend ist aber, dass der Diesel in Spanien abseits der Autobahn nur 1,01€/Liter kostet. Da kann dann schon etwas Wind dabei sein.

Je weiter wir südwärts kommen, desto mehr reißen die Wolken auf, der Regen endet und allmählich kommt wieder die Sonne zum Vorschein. Ab dem Ebro-Delta sind links und rechts der Autobahn die ersten großen Orangenplantagen zu sehen. Alles hängt noch voller orangener, reifer Früchte, die darauf warten, geerntet zu werden. Als wir am Nachmittag auf dem Stellplatz „La Volta“ bei Peniscola eintreffen, ist wolkenloser Himmel. Der Sturm bläst immer noch recht heftig. Der Platz kostet nur 10€/Nacht incl. Strom, Duschen, Ent- und Versorgung sowie WLAN. Die Parzellen sind relativ groß. Auch hat der Platz ein ganz ordentliches Restaurant – nach der Speisekarte, besucht haben wir es aber nicht.

Bei unseren Anreisen nach Südspanien (und auch weiter) haben wir fast immer die gleichen Tages-Etappen und oftmals auch immer die gleichen Stellplätze. Meistens sind es so rund 350km, dann reicht es uns und wir sind rechtzeitig zum Nachmittagskaffee am neuen Übernachtungsplatz. Außerdem stehen dann auch noch regelmäßig gute Stellplätze zur Auswahl. Dieses mal probieren wir einen neuen Stellplatz aus. So ist unser nächstes Tagesziel der neue Stellplatz „El Campello“, ca. 30km südlich von Benidorm. Der Platz feierte gerade sein einjähriges Bestehen als wir eintreffen. Der Platz hat schöne gekieste, absolut waagrechte Parzellen, Duschen, WC, Strom sowie E/V für 15€/Tag. WLAN gibt es am Platz auch. Wir bleiben zwei Tage und erkunden die Gegend und den nahegelegenen Strand zu Fuß.







Eine uns gut bekannte Etappe findet am nächsten Tag statt und zwar bis zum Stellplatz von Vera. Dazu geht es zunächst durch die hässlichste aller spanischen Gegenden, wir nennen sie die „Plastik-Gegend“. Fast jeder Quadratmeter der Landschaft ist durch absolut hässliche Plastiktreibhäuser verschandelt. Dagegen sind die Hotelhochhäuser in den Touristenhochburgen wahrlich schöne Gegenden... Meine Kamera hat gestreikt als ich diese hässlichen Objekte aufnehmen wollte.

Die letzte Etappe bis zu unserem ersten großen Zwischenziel führt uns nach Torre del Mar und dem dortigen Campingplatz. Nicht dass der CP so besonders schön wäre – nein, das ist er wahrlich nicht, da haben wir schon schönere Plätze gesehen. Aber zum einen sind dort jedes Jahr ganz nette und liebe Bekannte von uns zur Überwinterung, die wir unbedingt besuchen müssen. Zum anderen ist Torre del Mar noch ein Ort, der von den Touristen nicht so sehr überschwemmt ist. Es gibt weder Hotelhochhäuser noch trifft man auf Schritt und Tritt einen Touristen. Am Wochenende ist die Uferpromenade von Einheimischen bevölkert und auch sonst ist das Leben eher spanisch als touristisch geprägt. Kurz gesagt: wir fühlen uns in diesem Ort recht wohl und werden auch ein paar Wochen bleiben bis wir nach Marokko übersetzen.







Der Roller kommt wieder vom Anhänger herunter und wir machen damit in der Gegend einige Ausflüge.

Für die Zeit des Aufenthalts in Torre wollte ich mir eigentlich vom Handy-Anbieter Yoigo eine Prepaid-SIM-Karte nur fürs Internet besorgen, da ich damit vor einigen Jahren gute Erfahrung gemacht habe. Aber leider gibt es diesen Tarif nicht mehr und ich hätte für 1,5GB satte 25€ bezahlen müssen. Da ist die Europa-SIM der italienischen Vodafone, die ich bereits habe, im Auslandseinsatz wesentlich günstiger (0,5GB für 3€) und außerdem gibt es am Campingplatz freies WLAN.

In Torre gibt es auch viele gute und günstige Restaurants. Wir nutzen das vielfältige Angebot insbesondere bei den tollen Fischgerichten.

Da gibt es u.a. diese ganz kleinen Fischchen, genannt „Boquerones“, sie werden mit „Haut und Haaren“, d.h. mit Kopf, Innereien und Schwanz am Stand gebraten, im Ganzen gegessen und schmecken wirklich köstlich! Hier in Torre in den Fischgeschäften einzukaufen ist aufgrund der Vielfalt der Auswahl und der Frische der Ware etwas ganz anderes als bei uns in Deutschland. Da macht das Einkaufen noch Spaß!








Wir gehen sehr viel zum Essen. Das durchschnittliche Tagesmenü, „Menue del Dia“ kostet rund 8-10€ incl. Wein zum Essen. Da wäre „selbst kochen“ unrentabel und zu aufwendig. Mittags ist es in Spanien üblich, Tapas zu essen. Tapas sind kleine Gerichte unterschiedlichster Art. Lt. Wikipedia werden Tapas wie folgt definiert: Eine Tapa ist ein kleines Appetithäppchen, das in Tapas-Bars üblicherweise zu Wein, jedoch auch zu Bier gereicht wird. Tapas werden in Spanien üblicherweise in Tapas-Bars und Bodegas serviert und dort im Stehen verzehrt. Jede Tapas-Bar besitzt dabei eine individuelle Auswahl an verschiedenen Tapas. Zu den Tapas wird meist Bier, Wein, Sherry, Wermut oder Portwein getrunken. Tapas im engeren Sinne sind kostenlose Beilagen zum Getränk. Müssen sie zusätzlich bestellt werden, sind die Übergänge von einer Tapa zu einer Ración (größere Menge) fließend. Daher kostet eine Tapa incl. Getränk nur zwischen 1,50 bis 2,00€ und man isst schon ein paar davon – Tapa ohne Getränk kostet so zwischen 0,50€ und 1,00€.





Was das Wetter betrifft, so schaue ich ab und zu im Internet auch nach dem Wetter, das zuhause herrscht und sehe mir auch die Aufnahmen der heimatlichen Webcams an. Wenn dann in Deutschland Schneefall herrscht und die Temperaturen unter 0°C liegen, dann freue ich mich immer, wenn hier rund 20°C und strahlender Sonnenschein herrscht. Ich sitze dann mit kurzer Hose und im T-Shirt vor dem Gogolobil im Liegestuhl und genieße das Leben. Oder wir machen einen Spaziergang oder einen Ausflug in die nähere Umgebung. Oder ich plane unsere Weiterreise nach Marokko weiter ins Detail und lese mich in die Reiseliteratur ein. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, dann hat es zwischendurch auch mal ein paar Tage ohne Sonnenschein gegeben, da war der Himmel bewölkt. Aber es war nicht kalt.


Jetzt in der Vorweihnachtszeit wird Torre del Mar“ wieder weihnachtlich hergerichtet. Die Gärtner der Gemeinde graben fast in jedes Rondell der Verkehrskreisel tausende von schönen Weihnachtssternen ein und verzieren diese Kreisel recht nett. Torre del Mar hat eine wirklich unzählige Anzahl von Verkehrskreiseln und die Leute haben daher sehr viel zu tun. Aber es schaut tatsächlich sehr schön und festlich aus. Auch der Weihnachtsschmuck mit den Lampengirlanden in den Straßen ist nicht mehr so kitschig wie noch vor ein paar Jahren.







Auf dem Campingplatz dagegen sieht man alle möglichen Dekorationsvariationen der überwinternden Dauercamper. Das geht von überlebensgroßen Weihnachtsmännern (wo haben die Leute diesen wohl auf der Anfahrt gelagert???) über ausgefallenen Lampenschmuck, Lichterketten und Lasershows bis hin zu „Garnix“ (wie beim Gogolobil).











Ja, allmählich wird es überall weihnachtlich und so ist es auch an der Zeit, ein paar weihnachtliche Gedanken nieder zu schreiben.


Liebes Forum,

wieder ist ein für uns schönes Jahr fast vergangen, Weihnachten steht vor der Türe und wir sind dankbar, dass es uns so gut geht. Was ja nicht selbstverständlich ist! Und so hoffen wir, dass das vergangene Jahr auch für euch viele schöne und gute Momente hatte und die Zufriedenheit obsiegte.

Weihnachten werden wir noch in Spanien feiern, aber zum Jahreswechsel sind wir schon in Marokko, in Afrika. Die beiden Feste im Gogolobil zu feiern sind gekennzeichnet durch Besinnlichkeit, Spaziergänge und gutes Essen.

Was in keinem Jahr fehlen darf, ist der Weihnachtspunsch nach dem Rezept von meiner Oma. Anstatt einem weihnachtlichen Bild hier das Rezept zum nachmachen:

1 Liter Rotwein
½ Liter kräftiger schwarzer Tee
Saft von 10 Orangen und 2 Zitronen
1 Stange Zimtrinde
10-15 Nelken
1 kräftiger Schuss Rum
Zucker nach Belieben

Tee aufbrühen und Rotwein erhitzen. Tee und Rotwein mischen und den Orangen-/Zitronensaft (durch ein Sieb gießen, damit die festen Bestandteile nicht mit hineinkommen) dazufügen. Die Gewürze in einen Teesieb oder Tee-Ei geben und für ca. ½ Stunde im Getränk ziehen lassen. Dann mit dem Rum und dem Zucker abschmecken und heiß genießen. Prost!

Euch zu Hause gebliebenen wünschen wir von Herzen ein recht friedliches, ruhiges Weihnachtsfest. Möge euch das Christkind mit Geschenken überhäufen oder wie bei uns: sich selbst dem Partner schenken.

Das Jahr 2016 soll euch viel Freude und keinen Kummer bereiten. Gesundheit im Überfluss sowie Wohlergehen und Zufriedenheit wünschen wir euch im neuen Jahr. Die Reisefreunde sollen auch 2016 mit schönen und unfallfreien Reisetouren belohnt werden.



In diesem Sinne viele Grüße in die Heimat bis zum nächsten Bericht – dann aus Afrika.


Habe die Ehre

Gogolo

Spooky am 22 Dez 2015 15:55:17

Hallo Gogolo,
danke für den schönen Bericht, das Punschrezept (werde ich ausprobieren!) und die guten Wünsche!!!
Auch Euch ein Frohes Fest und eine genussreiche Zeit in Spanien und Marokko!
Spooky

sidec am 22 Dez 2015 18:24:03

Auch ich danke für den neuen Bericht und die schönen Bilder. Bin derzeit in Alsfeld/Oberhessen und es ist nirgendwo Schnee - nicht hier, nicht im Bayerwald.
Aber deine Beschreibung hat mir Lust gemacht, zumindest mal bis Südspanien zu fahren. Marokko traue ich mich nicht als Alleinfahrerin.

Damit wünsche ich auch Euch beiden ein gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr und hinüber nach Marokko!

19grisu63 am 22 Dez 2015 18:37:55

Auch ich wünsche Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf dass wir noch viele, schöne Reiseberichte von Euch lesen dürfen.

pipo am 22 Dez 2015 19:28:25

Nanu, Bericht ohne Mail? :gruebel:

Achja so schöne Bilder mit blauem Himmel.. Herrlich.. Ihr lasst es euch wirklich gut gehen :mrgreen:
Toll :ja: :lach:

So wollen wir Dir und Sieglinde ein sonniges aber auch besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest wünschen.
Genießt die Zeit :!:

Viele Grüße von uns Eschwegern

frankjasper8 am 22 Dez 2015 23:12:59

Hallo, Ihr zwei Weltenbummler! :)

Auch ich möchte Euch im fernen Spanien ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest wünschen und dann einen "guten Rutsch" hinüber nach Marokko und ins Jahr 2016. :)

Ja, die letzten Tage im "alten Jahr" sind hier in der Heimat auch eher mit sommerlichen Temperaturen einher gegangen, auch jetzt um kurz nach 22 Uhr sind´s noch 11,8 Grad. :) Weiße Weihnacht wird es wohl wieder mal nicht geben! :)

Euch wünsche ich eine angenehme Zeit in südlichen Gefilden, lasst es Euch gutgehen! :) Und immer fleißig von Euren Abenteuern berichten, daß ist für uns das schönste "Winter-Erlebnis". :)
Also, Pfiat Eich!

ToniPETER am 23 Dez 2015 00:41:29

Servus!

Vielen Dank für Deinen Reisebericht.

Möchte mich auch auf diesen Wege ein geruhsames und ein gesundes neues Jahr wünschen.

silo am 24 Dez 2015 02:01:02

Gogolo hat geschrieben:Was das Wetter betrifft, so schaue ich ab und zu im Internet auch nach dem Wetter, das zuhause herrscht und sehe mir auch die Aufnahmen der heimatlichen Webcams an. Wenn dann in Deutschland Schneefall herrscht und die Temperaturen unter 0°C liegen, dann freue ich mich immer, wenn hier rund 20°C und strahlender Sonnenschein herrscht.


Ich vermute, dass Du schon lange nicht mehr nachgeschaut hast, wie das Wetter in der Heimat ist.
Der Text ist wohl aus der Retorte, denn WIR HABEN KEINEN WINTER mehr!

sommermaerchen am 24 Dez 2015 18:16:01

Hallo Gogolo,

vielen Dank Text und die Bilder. Wir sind auf Eure weiteren Berichte gespannt. Leider haben wir noch etwas an Arbeit vor uns, bis wir dann auch solche Reisen unternehmen dürfen - aber träumen kann man ja schon mal.
Jetzt möchten wir Euch geruhsame Weihnachtstage und für das nächste Jahr und Eurer weiteren Reise alles, alles erdenklich Gute wünschen.

Gruß
Rüdiger

Citrone am 28 Dez 2015 17:32:11

Hallo Gogolo,
Vielen Dank für deine tollen Reiseberichte die "Appetit " auf Womoreisen machen. Einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Gesundheit damit ich noch viel Reiseberichte von dir lesen kann.
Jürgen

Reimobil am 29 Dez 2015 14:35:54

Hallo Gogolo,

auch wenn Marokko aktuell noch nicht auf meinem Reiseplan steht, werde ich Deinen Reisebericht weiter mit Interesse verfolgen. Ansonsten wünsche ich Dir und Deiner Frau einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen angenehmen und pannenfreien Aufenthalt in Marokko !

ebi1 am 31 Dez 2015 20:44:51

Hallo Gogolo,

schon an den Dünen? Wenn ja, wo? Wir feiern an der Kasbah Erg Chebbi den Jahreswechsel. Fahren morgen gen Merzouga.

Guten Rutsch, wo immer Ihr gerade seid.

Gogolo am 31 Dez 2015 23:28:19

Kaum ist Weihnachten und die Feiertage vorbei beginnt schon wieder der „Reisestress“. Nein, es ist nicht wirklich Stress, den wir da haben. Aber die geruhsamen und gemütlichen Tage von Torre del Mar sind vorbei. Jetzt muss alles wieder zusammengepackt werden und dann fahren wir wieder los. Einerseits war es ganz schön, alle Viere von sich strecken zu können, andererseits juckt uns nach einiger Zeit schon wieder das Reisefieber. Wir verabschieden uns noch von unseren lieben Bekannten und dann sind wir wieder auf der Straße...

Vorher füllen wir noch im Supermarkt unsere Vorräte auf und kaufen beim deutschen Bäcker (gleich in der Nähe des Campingplatzes) nochmals schönes, frisches dunkles Brot auf das wir wahrscheinlich in nächster Zeit in Marokko verzichten müssen. Für Notfälle (wenn uns die Lust auf dunkles Brot übermannt) habe ich aber noch ein paar Dosen Vollkornbrot und Pumpernickel in meiner Vorratskiste. Der Tank wird nochmals mit Diesel für 92,8ct/Liter aufgefüllt und los geht’s.

Über Malaga führt uns der Weg direkt nach Algeciras zu Carlos. Carlos, das ist der in vielen Reiseführern beschriebene Fähragent, der sich auf die Verschiffung von Wohnmobilen nach Afrika spezialisiert hat und auch ein wenig deutsch spricht. GPS N36°10.750 W005°26.521). Carlos ist selbst anwesend (meist ist er erst ab Mittag da) und nimmt sich unseres Problems an, da wir nur ein Hinfahrt brauchen und keine gleichzeitige Rückfahrt buchen möchten. Die Hinfahrt kostet uns pauschal 200€ (Hin- und Retour bei gleichzeitiger Buchung kostet dagegen nur 285€). Der Grund dafür, dass wir nur eine Fahrt gebucht haben liegt darin, dass wir die Rückfahrt von Tanger nach Genua oder Livorno in Italien haben wollen, weil wir keine doppelte Straßenstrecke fahren möchten. Carlos gibt uns noch die fertigen Papiere für das Gogolobil und den Anhänger mit dem Roller, damit es beim marokkanischen Zoll keine Probleme gibt. Auch die Formulare für den persönlichen Grenzübertritt werden uns gegeben. Aber damit ist nicht genug: wir bekommen noch eine bebilderte Anfahrtsbeschreibung für den Fährhafen (GPS N36°07.789 W005°26.521) und eine Anfahrtskizze für den nahegelegenen Parkplatz beim Lidl/Mercadona, wo man kostenlos übernachten kann. Eine Flasche Rotwein und ein Kuchen runden das Geschenkpaket von Carlos ab.

Wir fahren zu dem genannten Parkplatz und übernachten dort. Am Abend kommt ein belgisches „Dickschiff“ Marke Vario mit schillernder Speziallackierung und rammt doch tatsächlich auf dem fast leeren Parkplatz beim Rückfahren einen Womo-Kastenwagen aus England. Beim Kastenwagen ist der Heckfahrradträger schwer beschädigt und beim Vario hat es die hintere Klappe in Mitleidenschaft gezogen, was bei der Speziallackierung sehr teuer werden dürfte. Da ich vom Gogolobil aus den ganzen Vorfall beobachtete, habe ich dem Engländer meine Visitenkarte gegeben sofern er Zeugen des Vorfalls benötigt.

In der Nacht fängt es leicht zu regnen an. Hoffentlich ist das in Afrika nicht auch so.

Täglich gehen mehrere Fähren von Algeciras nach Tanger Med. Wir nehmen die Schnellfähre, die um 10 Uhr abfahren soll. Es sind nicht allzuviele Fahrzeuge, die mitfahren wollen, aber das Chaos bei der Einschiffung entspricht den afrikanischen Gegebenheiten – und so fahren wir erst eine Stunde später ab nachdem wir in den Bauch der Fähre „eingeschichtet“ wurden. Gibraltar kann man in den tiefliegenden Wolken nur erahnen.





Die Überfahrt dauert über eine Stunde und der Regen hat nun aufgehört. Der Hafen von Tanger Med ist nicht wirklich schön, dafür unübersichtlich und das Einreiseprozedere hochkompliziert. Es ist fast so wie bei unserer Einreise nach Russland. Schon in der Fähre werden die Pässe und das Einreisedokument gecheckt und gestempelt, damit es angeblich am Land schneller gehen soll. Das war aber Wunschdenken!

Das rausfahren aus der Fähre war noch sehr einfach. Dann kommen aber die unerklärlichen „Rundwege“ im Hafen bis man endlich bei Polizei und Zoll gelandet ist. Dort dauert es und dauert es bis mal wieder ein Fahrzeug vorrücken darf. Vom Zoll wurde ich wieder zur Polizei zurückgeschickt, damit ich mich als Fahrzeughalter nochmals registrieren lasse. Dann wieder zum Zoll. Dort wieder die Pässe und das dreiteilige Einreisepapier für die Fahrzeuge abgeben. Wieder Kontrolle, aber keine „Fahrzeugbesichtigung“. Lediglich für den Roller musste ich noch eine Haftpflichtversicherung für Marokko abschliessen – 3 Monate kosten rd. 180€!!! Nach zwei Stunden Einreiseformalitäten konnten wir dann endlich Marokko betreten.






Wir fahren über Ceuta nach Tetouan. Dort will ich versuchen beim Kaufhaus Marjane (GPS N35°36.197 W005°20.103) eine SIM-Karte für meinen WLAN-Router zu erhalten und nach eine SIM-Karte zum telefonieren zu kaufen. Telefonieren nach Deutschland kostet mit meinem deutschen Anbieter (Vodafone) 2,55€/Minute, ankommende Anrufe kosten 0,61€/Minute und ein SMS 0,46€. Das ist mir entschieden zu teuer! Leider hat sich der Angestellte im Shop von Telekom Marok im Kaufhaus Marjane ausserstande gesehen mir solche SIM-Karten zu geben. Lag es am Verständigungsproblem oder am Willen? Ich weiss es nicht.

Ansonsten ist die Kaufhauskette Marjan vom Angebot her sehr gut sortiert und es gibt alles, was das Herz begehrt. Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Frischwurst, Käse und Getränke. Nur Alkohol sucht man im Sortiment vergebens.

Nachdem die Zahlung mit Kreditkarten in Marokko noch nicht so sehr verbreitet ist, haben wir uns am Geldautomaten (ebenfalls im Kaufhaus) noch kräftig mit Bargeld eingedeckt. Auch eine Tankstelle ist gleich bei der Einfahrt zur Marjane. Der Diesel kostet in Marokko sagenhafte 76ct/Liter. Da tankt man dann wirklich gerne.

Tetouan hat auch einen Campingplatz „Al Boustane“ mit Ent- und Versorgung (GPS N35°37.750 W005°16.575) rd. 13€/Nacht incl. WIFI und Strom. Nachdem es mittlerweile schon nach 17 Uhr ist bleiben wir für eine Nacht dort.

Ich erkundige mich bei der Rezeption des Campingplatzes und am nächsten Morgen ein paar Hundert Meter vom Campingplatz entfernt in einem kleinen Laden fündig. Ich erstehe eine Carte Jawal der Maroc Telecom für Internet (3G und 4G) und Telefonie für 30 Dirham (3€). Der Ladeninhaber war aber leider nicht in xer Lage, mir diese Karte mit Guthaben aufzuladen. Dies werde ich im nächsten Ort (Chefchaouen) nachholen müssen.





Chefchaouen liegt im Rif-Gebirge und ist auch deren Hauptort. Landschaftlich sehr reizvoll liegt die Stadt in einer wunderbaren Umgebung. Die Häuser in der Stadt sind malerisch in überwiegend weißer und blauer Farbe gehalten. Das Navi lotst mich fälschlicher weise durch sehr enge und steile Gassen (geschätzt 40-50% Steigung) durch die Stadt bis zum 750m hochgelegenen Campingplatz (GPS 35°10.524 W005°15.982). Dabei hätte es eine wesentlich einfachere Anfahrt gegeben! Merke: nicht immer der „Navi-Tante“ alles glauben!

Zum Rif-Gebirge sagt das Auswärtige Amt: Im Rif-Gebirge wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen von Reisenden durch Rauschgifthändler kommen. Es wird empfohlen, das Rif-Gebirge nicht allein zu bereisen. Von dem Kauf von Drogen wird dringend abgeraten! Der Besitz von Drogen wird in Marokko strafrechtlich verfolgt und führt zu empfindlichen Freiheitsstrafen! Frühere strengere Sicherheitshinweise sind nicht mehr gültig – also keine Bedenken, dorthin zu fahren.

Der Campingplatz ist nicht sehr riesig aber es sind auch nur wenige Fahrzeuge da. Also kein Problem unterzukommen. Der CP-Besitzer ist sehr hilfreich und er hilft mir, meine neue SIM-Karte lauffähig zu machen und lädt auch gleich diese mit 100 Dirham auf. Jetzt funktioniert Telefonie und Internet – was bin ich erleichtert. Am CP ist auch eine Gaststätte in der Tajine und Cuscus frisch zubereitet werden. Die Speisen kann man zu einer vereinbarten Zeit dann abholen und praktischerweise auch im Wohnmobil verspeisen. So kamen wir zu unserer ersten marokkanischen Tachine mit Hühnerfleisch und Gemüse. Im Bild seht ihr die typische Zubereitung im Tongefäß mit Spitzdeckel = eine Portion, Preis 4€, sehr schmackhaft und sättigend! Wikipedia: Das Gefäß schützt das Essen mit seiner relativ dicken Wand vor dem Verbrennen und leitet die Hitze gleichmäßig weiter, so dass der Inhalt schonend gegart wird. Im Topf werden die Zutaten übereinander gelegt; der spitze (arabische) oder gewölbte (berberische) Deckel sorgt dafür, dass die Hitze lange Zeit gleichmäßig hält.






Der Ort mit den malerischen und gut restaurierten Häuser ist eine der großen Touristenattraktionen von Nordmarokko und dem Rif-Gebirge. Gottseidank ist aber der CP von den Touristen verschont geblieben – es stehen am Sylvesterabend nur vier Fahrzeuge da. Außerdem steht der Jahreswechsel vor der Türe, das Wetter ist sehr gut und mit 22°C auch in der Höhe sehr angenehm warm und so beschließen wir, bis zum Neujahr in der Stadt zu bleiben und die Gegend mit der Roller zu erkunden.


Wir befinden uns hier:





Am letzten Tag des Jahres machen wir Chefchaouen unsicher. Zu Fuß in die Stadt zu gehen dauert rund eine halbe Stunde – zurück den steilen Berg hinauf braucht man die doppelte Zeit. Gut dass wir den Roller mit dabei haben... Wir bummeln durch die Stadt und den Souk und lassen die ersten Eindrücke von Marokko hautnah auf uns einwirken. Im Souk setzen wir uns in ein Straßencafe und trinken der herrlich frisch gebrühten Pfefferminztee, den es so in dieser Art nur in Nordafrika gibt.

Die nachfolgenden Bilder können nur einen kleinen Eindruck von den Schönheiten dieser Stadt vermitteln. Gut ist, dass zu dieser Jahreszeit nur ganz, ganz wenige Touristen in der Stadt sind. Und die Eingeborenen lassen sich außerhalb der Saison gerne und bereitwillig fotografieren.






























Den Jahreswechsel verbringen wir ganz entspannt im Gogolobil uns lassen gemeinsam die Eindrücke und Reisen des vergangenen Jahres an unserem geistigen Auge vorbei ziehen. Ich bin auch froh, dass ich nun seit über 10 Monaten Rauchfrei und trotzdem kein militanter Nichtraucher geworden bin. Ich hoffe und wünsche mir u.a. fürs neue Jahr, dass das auch in Zukunft so anhält.

Euch, liebe Leser meiner Reiseberichte, wünsche ich für 2016 nur das Allerallerbeste: Glück, Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit sowie viele schöne Reisen.

Bleibt auch im neuen Jahr als virtuelle Beifahrer bei unseren Reisen mit dabei. Der nächste Bericht folgt bestimmt, denn Afrika hat bei uns gerade erst begonnen.


Bis dahin viele Grüße in die Heimat

Habe die Ehre

Gogolo

Mover am 01 Jan 2016 02:06:46

Ihr Zwei,

wir wünschen Euch das Allerbeste und uns weitere interessante Reiseberichte.

Viel Glück und viel Segen

Frederic

PS. Wir hörten von Marokko-Überfahrern mehrfach von Carlos. Das muss ein bekannter Tausendsassa sein.
Vielleicht hat er seinen Ticketkauf-Kollegen geraten, sich auch einfach Carlos zu nennen - des Geschäftes wegen. :mrgreen:

reisetanteuta am 01 Jan 2016 10:41:22

Prosit Neujahr, Gogolo!

Dir und deiner Frau wünsche ich ein gutes neues Jahr bei allerbester Gesundheit.

Habt eine gute Zeit in Marokko mit vielen bereichernden Eindruecken.

Vielen Dank, dass ich mitreisen darf, ich freue mich schon auf interessante Reiseberichte mit tollen Bilden.

Gruß

Uta

blümchen am 01 Jan 2016 11:58:50

Lieber Gogolo, liebe Gogoline,
auch ich wünsche Euch ein gesundes und glückliches Neues Jahr weiterhin voller Tatendrang und Abenteuerlust und voller wunderbarer Reiseerlebnisse!
Ich bin schon seit geraumer Zeit mit Euch unterwegs und kann es kaum erwarten, endlich selbst losfahren zu können - nur noch ein Jahr arbeiten und dann gehts los :P
Marokko habe ich 1978 mit dem VW-Bus bereist - damals waren nur einige Bullis und Landrover dort unterwegs. Es sollen ja jetzt Tausende von Wohnmobilisten dort fest stehend überwintern, was mich so gar nicht reizen würde. Umso mehr bin ich auf Euren Reisebericht gespannt, da Ihr ja Land und Leute erfahren wollt. Ich fand damals die Straße der Kasbahs toll und die Source bleue de Meski, war alles wunderschön und sehr ursprünglich - ich weiß aber nicht, wie es dort heute ausssieht.
Habt noch ganz viel Freude und tolle Eindrücke!
Liebe Grüße
Eva

ToniPETER am 01 Jan 2016 12:09:17

Servus!

Vielen Dank für Deinen Reisebericht.
Auch ich wünsche Dir und Deiner Frau alles Gute und vor allem Gesundheit für das neue Jahr.
Ich, als leidenschaftlicher Nichtraucher, freue mich, dass, Du es noch immer ohne Rauchen aushältst. Ich hoffe für Dich, dass es weiterhin so bleibt.
Also, liebe Grüße und freue mich schon auf den nächsten Bericht.

markgraefin am 01 Jan 2016 12:35:06

Hallo, lieber Gogolo und liebe Gogoline,

Gabi und ich wünschen euch ein gesundes und fröhliches Neues Jahr mit schönen Reisen,
gutem Wetter und tollen Eindrücken, die er mit uns bitte teilen mögt.

Ich, als inzwischen (leider) militante Nichtraucherin (liegt aber an meiner höchst empfindlichen Nase),
wünsche dir, dass du es immer leicht hast, durchzuhalten.

Grüße auch an deine Frau
sendet Markgräfin aus dem sonnigen aber sehr kalten Meck.Pom.

pipo am 01 Jan 2016 18:03:00

Gogolo hat geschrieben:

Hall ihr Lieben,
falls ihr noch Platz habt bringt uns doch zwei Tajine mit :wink:
Ansonsten freuen wir uns auf weitere kulinarische Tipps :lach:

Liebe Grüße
peter

sidec am 01 Jan 2016 19:36:19

An dieser Stelle wünsche ich nicht nur Gogolo und Gogoline, sondern auch allen anderen Foris ein gutes Neues Jahr!

Günter, das sind wirklich wunderbare Bilder, danke dafür!

deedee am 01 Jan 2016 22:44:54

Hi, Ihr lieben Gogolos ...
auch ich möchte nicht versäumen, Euch auf diesem Wege ein ganz tolles neues Jahr zu wünschen, und vor allem ... bleibt gesund ... (nicht ohen Hintergedanken ... wir möchten noch viel und lange von Euch lesen und Euch begleiten ... :lol: )

Streichel bitte Deine Frau Gogoline, damit sie Dir noch lange zur Seite stehe, und auch Deinen "GogoLiner", damit er Euch nicht im Stich lässt ....

Habt richtig viel Spaß ....
DeeDee

herbstfrau am 01 Jan 2016 23:07:03

Hallo Gogolo und Gogoline,

Ihr seid hoffentlich gesund und munter im neuen Jahr gelandet.
Wir wünschen Euch Gesundheit und noch viele spannende Eindrücke in Marokko.

Lieben Dank, dass Du uns mit Deinen ausführlichen Reiseberichten an der Fahrt teilhaben lässt.
Wir sehen so Orte, die wir selber nie bereisen werden.

Weiterhin gute Fahrt und eine gelungene Überwinterung!

Gast am 01 Jan 2016 23:17:00

Hallo, Gogolo

Dir und Deiner Frau ein gutes 2016 und immer gute Fahrt.Dein Tip mit den Vakuumbeuteln ist super,noch mal Dank dafür!


Gruß Arno

basste315 am 02 Jan 2016 02:12:45

Ich steige auch mal ein und reise virtuell mit. Gute Fahrt und alles Gute im Neuen Jahr!

Beduin am 02 Jan 2016 11:04:26

Auch ich will euch beide ein super gutes neues Jahr wünschen, mit ein Haufen schöner Erlebnisse die ihr natürlich gerne mit uns teilen dürft :)

Beim Frisör, der Triumph Fussteil, von einer alten Nähmaschine?

norbertgruenen am 02 Jan 2016 15:04:41

Auch von uns alles erdenklich Gute an Euch für das Neue Jahr.
Vor allem Gesundheit, der Grundstein, auf dem alles weitere aufbaut.
Vielen Dank für den wieder mal tollen Reisebericht, den wir mit Spannung verfolgen. Interessant - das Foto mit dem älteren Mann. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, wäre da nicht das Handy, welches den Zeitsprung verhindert. :)
Schön finde ich auch die Orte und die Namen der Übernachtungsplätze. Ich gehe diese oft googeln. Vielleicht ist der ein oder andere dabei, den wir auf Touren besuchen, wenn uns die Rente mal erreicht hat, und wir somit die Zeit dazu haben.
Weiterhin viele schöne Reisetage mit all ihren schönen Erlebnissen, die wir in Form von deinen tollen Berichten hoffentlich noch lange mit verfolgen dürfen.

Liebe Grüße Norbert und Beate.

Gogolo am 15 Jan 2016 20:37:25

Zunächst der Weg, der in diesem Bericht beschrieben ist:





Am Morgen des 1. Januars 2016 verlassen wir Chefchaouen, setzen unsere Reise fort und fahren quer durchs Rif-Gebirge, das sich südlich der Mittelmeerküste im Landesinneren von Marokko ca. 150 km entlang zieht. Die Straßen sind zwar recht gut, aber schmal und seeehhhr kurvenreich und führen meisten in einer Höhe von 1700 über dem Meer von Bergrücken zu Bergrücken. Für 170km Wegstecke benötigten wir rd. 4 Stunden, denn schneller als 40kmh ließen die Straßenverhältnisse nicht zu.

Wie schon geschrieben, wird lt. Warnung des Auswärtigen Amts im Rif-Gebirge Cannabis angebaut. Dies war auch jetzt sehr offensichtlich, denn fast an jeder Straßenbiegung versuchten junge Männer uns aufzuhalten - sie winkten und pfiffen fast ständig um uns zum anhalten zu überreden und um Cannabis zu verkaufen. Es waren garantiert eintausend Dealer, die wir so gesehen haben. Angehalten haben wir natürlich nicht, denn wir wollen nicht in einem marokkanischen Gefängnis überwintern sondern im Gogolobil. Auffallend waren auch die vielen Autowäscher am Straßenrand, die mit abenteuerlichen Gerätschaften die Fahrzeuge ihrer Kunden waschen. Zum damaligen Zeitpunkt war das Gogolobil noch sauber und brauchte keine Wäsche – das sollte sich aber bald ändern.

Landschaftlich ist das Rif-Gebirge sehr schön und abwechslungsreich. Die notwendige langsame Fahrweise machte es auch für den Fahrer möglich, ab und zu einen Blick auf diese schöne Landschaft zu werfen.






Bei Isaguen machten beide Navis unterschiedliche Vorschläge über den weiteren Weg. Ich entschied mich über Souk-Tenin d'Uxgan wieder Richtung Küste zu fahren, da die Strecke auf der Landkarte als landschaftlich schön ausgewiesen ist. Diese Angabe stimmte, aber die Straße selbst war nur anfangs geteert, dann kamen immer größere Schlaglöcher und schließlich war nur noch rudimentär Teer auf dem Staubbelag. Zu allem Überfluss bin ich an einer Straßengabelung noch falsch abgezweigt, merkte es aber relativ bald und musste wieder umdrehen, was mit dem Anhänger gar nicht zu einfach war. Der Anhänger samt Roller wurde letztlich abgekuppelt und händisch umgedreht. Freundliche Marokkaner, die in der Nähe waren halfen uns bereitwillig. Bisher haben übrigens wir nur nette und hilfsbereite Menschen getroffen – es gab nie eine Situation, in der wir uns unsicher fühlten.

Langsam ging es wieder auf steilen Wegen und Straßen tiefer und tiefer. Und die Landschaft wurde noch abwechslungsreicher und schöner. Verschiedene Braun- und Ockertöne gemischt mit den Bäumen und Mandelblüten gaben ein wunderbares Bild ab. Die ersten blühenden Mandelbäume des Jahres wurden von uns also schon am 01. Januar gesichtet.







Wir fuhren zum CP Amis de Cala Iris. Dieser Platz wurde in verschiedenen Reiseführern als sehr schön gelegen beschrieben. Diese Angaben stimmen, wie das Bild – aufgenommen von unserem Stellplatz zeigt. So einen schöngelegenen Stellplatz zu finden ist sehr selten. Die Anreise führte vom letzten Ort auf einer ca. 1km langen Piste. Von irgendwo her kam Wasser den Berg herunter und die Straße wurde äußerst schlammig und „baatzig“. Trotz langsamer Fahrweise wurde jetzt das Gogolobil, der Anhänger und der Roller noch richtig eingesaut. Die erste Patina ist da.







Wir bleiben drei Nächte. Auf dem CP sind wir die einzigen Gäste. Der Besitzer ist sehr freundlich und lässt uns bei den Übernachtungskosten einige Dirham nach, denn das warme Wasser funktioniert in den Duschen nicht (3 Nächte kosten letztlich 200Dirham = 20€). Da wir aber aber alles selbst im Fahrzeug haben und unser Wasser mit Strom vom CP erhitzt wird, stört uns das überhaupt nicht. Auch können wir unsere Fahrzeuge wieder mit viel Wasser sauber machen. An einem Abend aßen wir eine vom CP-Besitzer zubereitete Fisch-Tajine – wirklich recht gut.

Wir machen auch einen Rollerausflug nach Torre, das ist ein kleiner Ort in der Nähe, wo man auch mit dem Womo übernacht am Strand stehen könnte. Hier ist von Tourismus nichts zu spüren, alles ist recht ärmlich.

Die Weiterreise bringt uns zum Cap des Trois Fourches (Kap der Drei Gabeln) im Nordosten von Marokko. Die Route führte uns über Al Hoceima (dort kauften wir bei Marjane ein) immer dem Nordrand von Afrika dem Mittelmeer entlang nach Osten bis zur spanischen Enklave Melilla. Schöne Leuchttürme stehen dort an der Küste:






Von dort aber noch 43km weiter nach Norden bis zum Leuchtturm vom Cap des Trois Fourches. Das unmittelbare Leuchtturmgebiet ist militärisches Gebiet, trotzdem wurde uns erlaubt ein paar Bilder zu machen. Etwas unterhalb des Leutturms konnten wir auf einer ebenen Fläche übernachten. Das Militär kam ein paar mal um uns zu kotrollieren, bei der letzten Kontrolle wollte der Soldat unsere Pässe mitnehmen – ich habe sie aber einfach nicht aus der Hand gegeben!










In der Nacht stürmte und regnete es ziemlich fest und das Gogolobil schwankte etwas im Wind. Wir fahren wieder zurück über Melilla hinaus nach Nador. Dort tanken wir und das zwischenzeitlich ziemlich eingesaute Gogolobil nebst Anhänger und Roller wurde an der Tankstelle mit Hochdruck abgespritzt. Das sollte gar nichts kosten, aber ich gab dem freundlichen Tankwart 20DH. Dann ging es auf die Autobahn bis Taza. Diese Provinzhauptstadt hat ca. 140.000 Einwohner. Unterwegs erlebten wir die ersten leichten Sandstürme. Von Taza aus fuhren wir zur Grotte de Friouato. Der Parkplatz liegt auf 1400m Höhe und es hat ca. 12°, es ist windig und regnerisch. Kein Wetter, die Grotte zu besuchen, da er Abstieg in die Grotte nicht so einfach sein soll. Auch die Nacht ist hier in der Höhe sehr windig und es wird spürbar kälter. Die Heizung fängt nicht ohne Grund an zu laufen, denn in der Nacht hat es etwas geschneit. Die Rückfahrt nach Taza zeigt uns heute erst die Schönheit dieses Gebiets, denn der Himmel reißt auf und es kommen immer mehr „blaue Wolken“ zum Vorschein. Waren bei Chefchauouen die Häuser alle in den Farben weiß und blau gehalten, sind hier neben der weißen Farbe auch die Braun- und Rottöne vorherrschend.







An einer Tankstelle habe ich nochmals das Fahrzeug für billiges Geld waschen lassen, da die Straßen, wenn sie feucht sind trotzdem das Fahrzeug sehr schmutzig machen, da der Saharasand dann hochgewirbelt wird, sich auf die Fahrzeuge niederlegt und dort eine graubraune Patina bildet. Für 60DH (rd. 6 €) haben zwei Männer wirklich sehr gründlich das Gogolobil, den Anhänger und den Roller gereinigt, mit Schaum gewaschen und anschließend poliert.

Fez ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Marokkos. Sie ist die älteste der vier Königsstädte des Landes (außerdem Marrakesch, Meknès und Rabat). Im Süden der Stadt ist ein großer Campingplatz, dieser liegt gleich in der Nähe der Autobahnausfahrt und ist sehr gut erreichbar.

Am nächsten Tag haben wir mit einem Stadtführer (Wafi Hanaf) die Stadt unsicher gemacht. Wafi spricht recht gut deutsch und hat uns zu Stellen geführt, an denen wir – wenn wir Fez auf eigene Faust besucht hätten – nie gekommen wären. Mit einem Minibus wurden wir um 09:30Uhr vom CP abgeholt und um 17 Uhr auch wieder bis vor Auto zurück gebracht. Es wurden viele Sehenswürdigkeiten besichtigt, u.a. der Königspalast (leider nur von außen erlaubt). Von einem Aussichtsplateau hatten wir einen grandiosen Blick auf die Altstadt und auf einen Friedhof mit 11.000 Gräber. Aber am interessantesten war für uns ein Bummel durch die Souks der Medina. Mittagessen gab es natürlich auch in einem kleinen typisch marokkanischen Lokal mit total einheimischen Gerichten. Wir aßen Pastilla, das ist Hackfleisch und Gemüse in einer großen Blätterteigtasche – sehr gut. Leider, wie in Marokko oftmals der Fall, fast oder nur wenig gewürzt. Dann besuchten wir auch eine Töpferei, eine Keramikschule und eine Teppichknüpferei (sogar ohne etwas zu kaufen...!) sowie das Gerberviertel. In einer Gewürzhandlung hatte ich die Gelegenheit, sehr guten Safran zu kaufen, da mein iranischer Vorrat dieses Gewürzes bald zu Neige geht. Ich habe die beiden Safran-Qualitäten des Iran/Marokko verglichen und kann sagen, dass der marokkanische Safran dem iranischen nicht nachsteht.





























Der Ausflug hat für uns beide 370DH gekostet und war sein Geld absolut wert.

In der Nacht hat es heftig geregnet und es stehen große Wasserpfützen am Platz unter den Platanen. Am nächsten Tag war kein Fahrtag, sondern ein Service-Tag angesagt: Wäsche waschen, Roller überprüfen, die Fähre für die Rückreise von Tanger nach Livorno übers Internet buchen, usw.

Als dann am nächsten Tag wieder die Sonne scheint und die Regenpfützen abgetrocknet waren ging es 63km weiter nach Volubilis. Die antike Stätte von Volubilis liegt etwa 27 km (Fahrtstrecke) nördlich von Meknès an einem Südhang des Jbel Zerhoun-Massivs in einer Höhe von etwa 380mü.d.M. Volubilis ist eine archäologische Stätte im Gebiet der Präfektur von Meknès. Die in der Zeit um Christi Geburt gegründete Stadt zeigt die am besten erhaltenen Monumente aus der römischen Antike in diesem Teil Nordafrikas. Im Jahr 1997 wurde sie als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Die Ausgrabungsstätte war nur cvon wenigen Touristen besucht, so dass gute Fotoaufnahmen recht einfach waren. Beeindruckend waren vor allem die gut erhaltenen Mosaiken und die Architektur.















Wir können gleich in der Nähe der Ausgrabungsstätte bei einer kleinen Gaststätte „A l'ombre des oliviers“ am Parkplatz unbehelligt stehen und essen aus Ausgleich und Dank für die Übernachtung in dem Lokal. Allerdings war die Tajine mit Huhn nicht besonders gut, dafür waren die Wirtsleute Hasane und Khadija recht freundlich.


Unser nächster Stopp ist in Meknès, einer weiteren Königsstadt und dann geht es immer südwärts in den Mittleren Atlas zu Besuch bei den Berberaffen. Aber darüber mehr im nächsten Bericht. Bleibt dran!


Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Spooky am 15 Jan 2016 20:53:43

Danke für den - wie immer - herrlichen Bericht! :top:
Weiterhin tolle Erlebnisse und eine gute Zeit wünscht
Spooky

herbstfrau am 15 Jan 2016 20:57:25

Guten Abend, Ihr beiden!

Was für ein spannender Bericht. Ich finde es so hoch interessant, die Bilder zu sehen...
Ich selber hätte viel zu viel Angst ein solches Land zu bereisen. Alleine die Situation mit dem Soldaten und den Pässen... :eek:

Der Gemüsestand sieht europäischen ja durchaus ähnlich....
Bei dem Kamelkopf musste ich etwas schlucken (ok...wir haben Säugetiere und Vögel von unserer Speisenkarte gestrichen...vielleicht deshalb)

In der Gerberei zu arbeiten ist ganz gewiss kein Zuckerschlecken...

Wie verständigt ihr euch dort? Einige sprechen deutsch, wie ich gelesen habe. Englisch? Französisch? Oder sprecht ihr gar die Landessprache?

Wir waren übrigens schon etwas beunruhigt, weil wir länger nichts gehört hatten von Euch.

Ich weiß nicht viel über Marokko. Quasi gar nichts. Aber dass es dort auch schneit, hätte ich nicht gedacht.
Was ist eigentlich mit "merkwürdigen" Tieren? Begegnen Euch solche?


Weiterhin gute Fahrt und eine inspirierende Reise! Freue mich auf den nächsten Bericht.... :ja:

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