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Gesamtgewicht/fahrbereite Masse/Leergewicht


Liemar123 am 16 Dez 2015 20:41:15

Hallo zusammen-
bin neu hier und möchte gleich eure Hilfe in Anspruch nehmen
Ich will mir nämlich einen Kastenwagen zulegen und habe diverse Meinungen zu Gesamtgewicht/fahrbereite Masse/Leergewicht eingeholt.
Jetzt bin ich aber so schlau wie vorher!
Kann mir jemand aus diesem Forum mal die Unterschiede leicht vertständlich erklären-wäre mir eine große Hilfe!
Vielen Dank und Gruß an alle Forenmitglieder
Manne

rolf51 am 16 Dez 2015 20:48:28

Hallo,
wenn ich mir auch wieder keine Freunde mache. Warum fragst Du hier und nicht unter, --> Link, sowie auch dort 'unter' das Gesamtgewicht beschrieben wird.
Oder hat es einen anderen Hintergrund?

Moderation:Er hat aber hier gefragt. Wenn du damit nicht einverstanden bist, halte dich doch einfach mal zurück. Oder bist du hier neuerdings für die Entscheidungen über die Zulässigkeit von Fragen zuständig? Wolfherm.


Torsti5 am 16 Dez 2015 22:11:40

Es wäre hilfreich wenn Du mitteilst welche Art von Kasten (z.B. VW Bus, Ducato etc.) es werden soll. In den meisten Fällen werden ausgebaute Fiat Ducato gekauft.

Hier würde ich darauf achten, dass es einer mit 3,5 to. zulässigen Gesamtgewicht ist.

- Leergewicht = das nackte Auto ohne Betriebsflüssigkeiten, Ausbauteile etc.

- Masse im fahrbereiten Zustand = Auto inkl. An-/Ausbauteile, 90 % gefüllte Tanks (Wasser u. Sprit, Gas), Fahrer mit 75 Kg. P.S. ich bitte andere User um Verbesserung
sofern dies so nicht stimmen sollte, da ich mir nicht ganz sicher bin

Zulässiges Gesamtgewicht abzgl. Masse in fahrbereiten Zustand = mögliche Zuladung.

diper am 16 Dez 2015 22:18:44

Wie Torsti5 schon geschrieben hat, werben die Hersteller mit der „Masse in fahrbereitem Zustand“ mit einer speziellen Zusammensetzung. DAS ist aber nicht Deine individuelle Masse, mit Deinen Extras, Deiner Ausrüstung usw.
Bitte rechne immer genau alle Gewichte die auch bei Dir eingebaut, eingeladen sind zusammen. Dann weist Du, wie nah Du den 3,5 to kommst.

tztz2000 am 16 Dez 2015 22:56:06

Moin Manne,

willkommen im Forum!

Ich kann den Link hier nicht posten, aber google mal nach "Masse in fahrbereitem Zustand".
Der erste Treffer bei Google ist sehr informativ, da steht alles drin, was Du wissen musst!

Noch was: hier sind nicht alle pampig zu "Neuen". :)

brainless am 17 Dez 2015 01:26:03

Hallo Manne,

was Du wissen mußt, sind
- das Fahrzeugleergewicht in fahrbereitem Zustand, d.h. Mobil + 90% gefüllter Treibstofftank + volle Gasflasche(n) + definierte Frischwassermenge in Tank, Boiler und Leitungen + Werkzeug + Leitungen zum Anschluß an das Versorgungsnetz 230 V + (statistische) 75 kg Fahrergewicht.
- die höchstzulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs, der Vorder- und Hinterachse, der jeweiligen Räder

Die zGM ( zulässige Gesamt Masse ) ersiehst Du aus der Zulassungsbescheinigung Teil II - [ebenso wie die zul. Massen für VA / HA und die zGM für den Zug (Mobil plus Anhänger)].
Davon ziehst Du, für eine erste Einschätzung, das Fahrzeugleergewicht ab. Dieses Fahrzeugleergewicht müßte aus Prospekt, COC, Datenblatt etc. etc. ersichtlich sein.
Diese Differenz ist die mögliche Zuladung................................falls das "Prospektgewicht" denn stimmen sollte.
Hierüber läßt sich trefflich philosophieren - nur sind Polizisten an der Fahrzeugwaage nicht unbedingt die geeigneten Gesprächspartner für einen Philosophen-Stammtisch.
Also gilt nur das, was DU ermittelst auf einer Waage deines Vertrauens: TÜV, DEKRA, Mülldeponie, Landwarenhandel, Spedition, Kiesgrube, Schrotthandel, etc. etc.
Fahre zuerst mit der VA auf die Waage und laß Dir den Skalenwert geben, dann mit allen Achsen drauf und zum Schluß bleibt nur die HA auf dem Waagenkörper. Jetzt hast Du die relevanten Werte für VA und HA getrennt und weißt, wo Du was zupacken kannst oder abpacken mußt.
Die detaillierten Radwerte sind nur dann wichtig, wenn die Reifen grenzwertig an ihrem Tragfähigkeitslimit sind.
Bei einer Fahrzeugwägung unterwegs (durch die Rennleitung) wird immer achsweise gewogen.
Du könntest ordnungswidrig handeln, wenn VA oder HA überladen ist bei gleichzeitiger Einhaltung der zGM!

Viel Spaß,



Volker ;-)

jazzfriend am 17 Dez 2015 08:29:05

Hallo,
was Volker mit dem Wiegen sagt, ist wohl die einzige klare Aussage über die Gewichte eines Freizeitfahrzeuges.
Denn die Hersteller verschleiern gerne das tatsächliche Gesamt Gewicht indem sie Tankinhalte halbieren und ErsatzRad weglassen oder von Produktionstoleranzen sprechen usw.
Das meiner Meinung zuverlässigste ist, die Erfahrungsberichte in diesem Forum zu nutzen, wenn
Du, Modell, Anbauten so wie Extras hier nennen kannst .
Zudem solltest Du das was Du dazu lädst genau wiegen.
Prospekte und Werbung für Freizeitfahrzeuge sind m.M.eher wischiwaschi.

Klaus

hrzcamper am 17 Dez 2015 08:42:45

Guten Morgen,

Die Gewichtsangaben in den Prospekten sind - vorsichtig ausgedrückt - meist etwas "geschönt". Damit es auch rechtlich passt, schreibt zum Beispiel Pössl in seinen Prospekten:

"Die „Masse in fahrbereitem Zustand“ umfasst nach den EG-Richtlinien 97 / 27 EG und EN 1645-2 das Leergewicht des Fahrzeugs – inkl. Fahrer (75 kg) und gefüllten Kraftstofftanks sowie folgender Grundausstattung: Wassertank mit reduziertem Volumen (20 kg), eine gefüllte Alugas Flasche (11 kg) und eine Kabeltrommel (4 kg). Die technisch zulässige Gesamtmasse darf durch die persönliche Ausrüstung, mitfahrende Personen und eine evtl. Sonderausstattung nicht überschritten werden. Mit dem Einbau von Sonderzubehör verringert sich die Zuladung und kann sich die zulässige Personenanzahl ggf. reduzieren.
Die Angaben über Lieferumfang, Aussehen, Leistung, Maße und Gewichte der Fahrzeuge entsprechen den zum Zeitpunkt der Drucklegung vorhandenen Kenntnissen und den europäischen Homologationsbestimmungen. Bis zum Fahrzeugkauf bzw.bis zur Lieferung können diese sich ändern.
Abweichungen im Rahmen der Werkstoleranzen (+ / - 5 % max.) sind möglich und zulässig."

Grüsse

Urs

frajop am 17 Dez 2015 09:29:32

Hallo,
was viele noch nicht wissen: Mit Umsetzung einer EU Richtlinie (seit Anfang 2015) muss ein Hersteller JEDES Fahrzeug wiegen und das tatsächliche Gewicht in den COC Papieren angeben. D.h. man bekommst mit den Papieren das tatsächliche Gewicht ab Werk mitgeteilt.

Die Richtlinie ist hier zu finden
--> Link
siehe Anlage 2 Pos 2 Seite 26

In dieser Richtlinie sind auch ausnahmslos alle Begriffe zum Gewicht ausführlich beschrieben.

Gruß
Frank

Liemar123 am 17 Dez 2015 09:35:29

Danke erstmal-ihr seid toll!!!
So machen Probleme Freude bei solcher Hilfestellung!
Gruß
Manne

jazzfriend am 17 Dez 2015 12:54:03

frajop hat geschrieben:Hallo,
was viele noch nicht wissen: Mit Umsetzung einer EU Richtlinie (seit Anfang 2015) muss ein Hersteller JEDES Fahrzeug wiegen und das tatsächliche Gewicht in den COC Papieren an



Aber hast Du die COC Papiere in der Hand ist das Fahrzeug auch schon Deins.

Klaus

frajop am 17 Dez 2015 13:04:49

jazzfriend hat geschrieben:Aber hast Du die COC Papiere in der Hand ist das Fahrzeug auch schon Deins.

Schon klar, aber um den Istzustand zu erfahren musst du das Fahrzeug auch haben.

Die Typwiegung zwingt den Hersteller im Toleranzbereich zu bleiben. Der Zustand des Fahrzeugs (was wird mitgewogen) ist klar definiert, so dass eine Gewichtsberechnung anhand der Prospekte und Datenblätter schon einigermaßen passt. D.h. man kann sich vor einem Kauf schon sinnhaft Gedanken machen.

Gruß
Frank

jazzfriend am 17 Dez 2015 13:31:04

Der " Toleranzbereich" wäre dann bei Beispielweise bei 3000KG +/- 150KG und entscheidet dann darüber ob ich meine Familie mit der Bahn kommen lasse, wenn ich mal von einem Einzelbetten
Modell ausgehe und mein Führerschein auf B ausgestellt ist.

Klaus

MrNobby am 10 Jan 2019 20:48:41

Hallo zusammen,

ich buddel den Beitrag mal aus, da er am ehesten zu meiner Frage passt....

Erst mal zu meiner Person - Bin der Nobby, 40 Jahre jung und wohne in der Nähe von Berlin. Bisher sind wir Gelegenheits-Wohnmobil-Reisende mit Mietmobilen (bisher zwei Touren - einmal Schweden und einmal Italien) und in diesem Sommer soll es für zwei Wochen nach Dänemark gehen. Wenn wir unseren Kleingarten abgegeben haben, ist die Anschaffung eines eigenen Wohnmobils geplant.

Und nun zum Thema. :-)

Wir haben für dieses Jahr nach einigem Hin und Her ein Eura Mobil 685 VB aus 2009 gemietet. In meiner Euphorie über die Begeisterung, ein schönes Modell gefunden zu haben, folgte eine etwaige Ernüchterung, als ich mich mit dem Thema Gewicht und Zuladung beschäftigt habe. Es ist mit 3,5 to zugelassen und mehr darf ich auch nicht fahren. Auch bei der Anschaffung eines eigenen Wohnmobils wird es bei einem 3,5 to-Modell bleiben. Online habe ich die Broschüre von diesem Modell gefunden, ist allerdings von 2011. Dort ist das PA 685 VB mit "Masse im fahrbereiten Zustand" mit 3.100 kg angegeben. Also theoretisch 400 kg Zuladung. Fassungsvermögen Wassertank ist in dem Prospekt mit 50 Liter angegeben. Fußnote dazu: *** während der Fahrt kann bei Bedarf, bzw. bei ausreichend vorhandener Rest-Zuladung, der mit 50l Fasssungsvermögen angegebene Wassertank auf sein tatsächliches Fassungsvermögen von 150l gefüllt werden.
Ich habe mich selbstverständlich schon durch so einige Foren gewühlt und bei den 400 kg muss ich noch die Sonderausstattung abziehen (bin ich auf 120 kg gekommen) und den Rest kann ich auf mein Mehrgewicht zu den 75 kg, die anderen beiden Mitfahrer, unser Gepäck, die lose Ausstattung und unsere Fahrräder verteilen. Irgendwelches Equipment zum Tauchen, Surfen oder ähnliches kommt nicht mit.

Hat jemand zufällig eine Broschüre von 2009 und kann mir sagen, welche Werte dort beim Profila 685 VB angegeben sind?

Gruß Nobby

sonnenscheinfahrer am 11 Jan 2019 00:33:39

frajop hat geschrieben:Hallo,
was viele noch nicht wissen: Mit Umsetzung einer EU Richtlinie (seit Anfang 2015) muss ein Hersteller JEDES Fahrzeug wiegen und das tatsächliche Gewicht in den COC Papieren angeben. D.h. man bekommst mit den Papieren das tatsächliche Gewicht ab Werk mitgeteilt.

Gruß
Frank


Sollte so sein - ist aber nicht so, weil es anders (auch) geht!

Das tatsächliche Gewicht kann und wird somit auch meist BERECHNET/ERRECHNET - aus den jeweils vom Hersteller hinterlegten Gewichte des "nackten" Fahrzeugs aus der EG-Typengenehmigung + der verbauten Zusatzausrüstung.

SOMIT wird in den COC-Papieren / EU-Übereinstimmungserklärung nie die Forum so oft genannte und auch gesetzlich abgesicherte Fertigungstoleranz von +- 5 % auftauchen!

Auf diese wird sich der Hersteller erst berufen, wenn durch eine Wägung, dieser Abweichungen von Soll und Ist erklären soll :?

Wem wirklich ein Wägeprotokoll ausgehändigt wird, kann sich glücklich schätzen - ob es auch stimmt, sollte auch zeitnah überprüft werden.


Aus aktuell eigener Erfahrung kann ich hier berichten, dass meine EU-Übereinstimmungserklärung NICHT die tatsächlich Masse unter Punkt 13.2. widerspiegelte - der Wert wurde so "angepasst", dass das Fahrzeug mit max. 3,5 to zugelassen werden konnte.
Tatsächlich wurde der Wert um fast 300 kg überschritten - das WoMo ist nicht mit 2 Personen a 75 kg fahrbar ohne überladen zu sein und das OHNE Ausrüstung, Gepäck, Essen und Getränke an Bord.

Das WoMo wäre tatsächlich nicht zulassungsfähig - mit den entsprechenden Herstellerpapieren schon!

Was lernen wir daraus - ZAHLE NIE EIN WOHNMOBIL bevor du es gewogen hast - wenn das Gewicht für dich relevant ist und du mit KG rechnen/sparen musst.

Wer es genauer wissen möchte - alles beschrieben hier im Forum - einfach meine Beiträge suchen.


Nobby, zu deiner Beruhigung, mein WoMo ist (noch) ein KNAUS - kein Eura.

Nobby, mit den bei dir verbleibenden 280 kg für zwei weitere Personen + Ausrüstung + Gepäck + Essen + Trinken - wird es verdammt eng - meiner Meinung nach.

MrNobby am 11 Jan 2019 10:49:17

Hallo zusammen,
kleiner Nachtrag aus gegebenem Anlass. :-)

Ich habe gestern Abend den Hersteller angeschrieben und postwendend heute Morgen eine PDF mit der 2009er Broschüre bekommen. Klasse Service - Daumen hoch.
Und siehe da, dort sind in der Masse im fahrbereiten Zustand 100 Liter Wasser eingerechnet und nicht nur 50 Liter. Da wir eh nur auf Campingplätzen stehen, nehme ich erst mal nur 20 Liter Wasser mit. Zusammen mit dem zuhause bleibenden Reserverad und dem nur halb gefüllten Dieseltank kann ich ca. 130 kg sparen. Und schon werden aus 280 kg respektable 410 kg.
Und damit können wir denke ich gut leben.

Gruß Nobby

sonnenscheinfahrer am 11 Jan 2019 12:36:29

Hallo Nobby,
das ist eine gute Nachricht
- trotzdem verpflichte den Veräufer das WoMo zu wiegen und das Wägeergebnis mit in den Kaufvertrag aufzunehmen
- dann bist du auf der sicheren Seite und hast entspannte Reisen vor dir.

:daumen2:

Tinduck am 11 Jan 2019 13:44:11

MrNobby hat geschrieben:...nehme ich erst mal nur 20 Liter Wasser mit. Zusammen mit dem zuhause bleibenden Reserverad und dem nur halb gefüllten Dieseltank...


Solange es Leute gibt, die zu solchen Verrenkungen bereit sind, werden uns die Hersteller weiterhin bei den Gewichtsangaben bescheixxen und übergewichtige Modelle mit mangelnder Zuladung verkaufen.

Eigentlich ist es ganz klar: Auslieferung nur mit Wiegekarte. Ist nicht mehr genug Zuladung für die in den Papieren eingetragene Personenzahl (mit Normgewicht 75 Kg) - 1 (Fahrer) plus 10 Kg Gepäck pro Person plus 10 Kg Gepäck pro Meter Fahrzeuglänge vorhanden, das alles zuzüglich zum fahrbereiten Leergewicht, kann der Händler das Fahrzeug gleich behalten und den Kaufpreis rückerstatten, weil es eigentlich nicht zulassungsfähig ist. Gilt auch für Gebrauchtfahrzeuge!

Soweit die Gesetzes/Verordnungslage. Leider muss jeder Einzelfall juristisch ausgefochten werden, deshalb läufts weiter so, wie es ist. Zumal wahrscheinlich 90% aller Womo-Eigentümer eh noch nie auf der Waage waren und gar nicht wissen, wie überladen sie sind.

Einzige Abhilfe: Gebrauchtfahrzeuge vor dem Kauf wiegen, bei Neubestellungen die Zuladung (evtl mit Toleranz) im Kaufvertrag zusichern lassen. Macht der Händler das nicht mit, ist klar, wohin die Reise geht.

bis denn,

Uwe

wolfherm am 11 Jan 2019 13:53:31

Wenn ich das richtig verstanden habe, will der Kollege mit einem Mietfahrzeug los.

trecke am 11 Jan 2019 15:56:59

Solange es Leute gibt, die zu solchen Verrenkungen bereit sind, werden uns die Hersteller weiterhin bei den Gewichtsangaben bescheixxen und übergewichtige Modelle mit mangelnder Zuladung verkaufen.


Nun habe ich vor kurzem ein neues Wohnmobil gekauft. Für mich war klar, 4,5 t.
Nun kam ich in einem Verkaufsgespräch auch auf die 3,5 t Freunde. Ja - sagte der Verkäufer - es gibt nicht wenige Leute die ein 7m Mobil für die Familie haben wollen, jedoch soll das Fahrzeug ein 3,5 Tonnen Fahrzeug sein. Und wenn man denn auf die Problematik eingeht wollen sie das nicht hören. Daher wird es jetzt nur kurz erwähnt - und gut ist.

Man sieht die Interessenten sonst nie wieder.

Allerdings lässt er beim Kaufvertrag einen Hinweis auf das Gewicht unterschreiben.

Gruß

Jürgen

MrNobby am 11 Jan 2019 17:05:21

Richtig, es geht hier um ein Mietmobil. Ich nutze die Zeit, in der wir verschiedene Modelle ausprobieren, um zu sehen, was für eins wir uns tatsächlich anschaffen werden.
Die bisherigen Touren waren mit 6-Meter-Mobilen, mit denen wir mehr oder weniger gut zurecht gekommen sind. Je nach Grundriss und Platzangebot innen. Das Hymer 544 war klasse, das Roller Tea, Sirio 599 Na ja so so la la. Da fehlte der Stauraum und der Alkoven war zu niedrig.
Das 685 VB ist, und das eigentlich auch nur rein zufällig, weil kaum was anderes frei war, unser erster Versuch in der 7-Meter-Klasse. Ob ich mir das Gerechne mit einem eigenen Mobil antun möchte, kann ich aktuell noch nicht sagen. Wir werden sehen, sagte der Blinde. ;-)

Ich habe vorhin mal ausgerechnet, wieviel wir einpacken dürfen an Klamotten, Essen und so und bin gespannt ob es klappt.

Gruß Nobby

DonCarlos1962 am 11 Jan 2019 18:27:06

Ich habe es schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben. Es geht auch unter 3,5 To bei einem 7,45m WoMo!

Das Wiegeprotokoll, bei verlassen des Werkes unseres RollerTeam 284TL Bj 2018 (6 Gang-Getriebe): 2826Kg
Für Flüssigkeiten (Gas 15Kg/Wasser 20L/Diesel 59L (50Kg)/AdBlue 7L) rechnen die 92Kg.
Der Fahrer wird nach Norm mit 75kg angenommen.

Damit sind wir bei einem tatsächlichen Gewicht von 2.993Kg, dass sind 77Kg weniger als im Prospekt angegeben und erklärt, warum wir mit dem Gewicht so gut hinkommen!


Hier noch einmal ein Bild der Waage bei der Müllumladestation, bevor wir erstmals beladen haben. Diesel und AdBlue-Tank waren aber randvoll und die 4m Markiese war auch montiert, Solar sowieso.




Vielleicht etwas schlecht zu erkennen: 3010Kg GesGew. inkusive mir, auf dem Fahrersitz, ansonsten aber noch leer.
10Kg können wir nach Tausch der AGM-Batterie auf LiFePo4 Akku, mit doppelter Leistung, auch noch abziehen.

Wenn man jetzt mit etwas Fingerspitzengefühl an das beladen geht, kann man auch mit 3,5 To zufrieden reisen.

Nobby,
wenn ich richtig sehe hast Du immer ältere Wohnmobile gemietet? Vielleicht waren die auch etwas schwerer?
Auch habe ich nicht gelesen, wieviele Personen bei euch reisen.
Ich kann nur sagen, dass wir uns mit zwei Personen an Bord wirklich nicht gewichtstechnisch verbiegen müssen.

Trotzdem finde ich den Ratschlag, kein WoMo ohne vorheriges wiegen zu kaufen, als sehr angezeigt. Alles andere ist Glaskugellesen. Eigentlich gilt das auch für ein Mietmobil. Die Rennleitung interessiert es nämlich in keiner Weise, was man Dir vom Vermieter oder in den Prospekten zugesichert hat.
In Deutschland, mit der 5% Regelung, mag das vielleicht noch funktionieren. Im Ausland kann das dann schnell teuer werden.

LG Carsten

MrNobby am 11 Jan 2019 19:28:17

Die bisherigen waren BJ 1999 - 2000 - da hatte ich mich auch noch nicht wirklich mit diesem Thema befasst, muss ich zugeben.
Womo gemietet, das eingepackt, was wir mitnehmen wollten, Frischwasser und Diesel voll und los gings. Ob wir da auch überladen waren? Keine Ahnung - hab unterwegs keine Waage getroffen, die mir das verraten wollte.
Wenn ich richtig informiert bin, bringt zum Beispiel das Sirio 599 2,5 to leer auf die Waage und das Eura knapp 3 to. Das Hymer aber wohl auch 2,8 to nach Google-Kurzrecherche.
Ich habe bisher auch nur nach Prospekt gerechnet - da ist das Eura im fahrbereiten Zustand mit 3.100 kg angegeben. Das habe ich als Grundwert genommen.
Wir sind zu dritt unterwegs - zwei Erwachsene und ein Kind von fast neun Jahren. Kein Sportzubehör wir Schlauchboot, Tauchausrüstung oder irgendwas, "nur" drei Fahrräder (die zusammen auch 56 kg wiegen :-D )

Ich will mit dem Eura, wenn wir es abholen, auch auf jeden Fall einmal auf die Waage. Die beste Rechnung nützt nichts, wenn der Grundwert nicht passt.

Denn wenn es mit drei Leuten und den Sachen, die wir so üblicherweise mitnehmen, kann es durchaus für eine Anschaffung in Frage kommen. Der Grundriss und die Verarbeitung hat uns dreien sehr gut gefallen.

Gruß Nobby

tweiner am 12 Jan 2019 15:18:13

Moinsen,
auch wir haben unser Womo (3,5 to) recht "Blauäugig" bzgl. Leergewicht gekauft, dann aber gewogen - und machen das immer wieder vor großen Touren.
Aber als Resümee kann man Neulingen nur eines an die Hand geben: Bei Neubestellung das Fahrzeuggewicht und Gewicht der bestellten Zusatzausstattung in den Vertrag aufnehmen lassen. Dann kann man nachher über die 5% Toleranz streiten aber nicht mehr über 100 kg Zusatzausstattung die dann auf einmal auftauchen.
Am besten mit Leergewichten des Fahrzeuges da sich Füllmengen (Diesel, Gas, Fahrer, Mitreisende, Bettzeug usw.) relativ einfach ermitteln lassen.
Vergisst der Händler zusätzliche Gewichte zu kalkulieren (z.B. die Solaranlage die er selber installieren will) ist das sein Problem, aber er ist ja Fachmann und sollte das berechnen können. Wenn es in die 5% Toleranz passt, hat er Glück gehabt, wird diese Überschritten muss man sich was einfallen lassen (bis hin zur Nichtabnahme).
Eine Probefahrt mit Wägung kann man auch mit dem eigenen Fahrzeug vor Abnahme und Bezahlung machen.
Ich denke ein guter Händler sollte auch wissen das das in beiderseitigem Interesse ist.

Ein Womo das beim Händler auf dem Hof steht, ist einfacher. Da fährt man bei der Probefahrt auf die Waage und gut ist. Meist reichen dort 5 - 10 Euro als Dankeschön.
Gleiches gilt bei Privatkauf, bei der Probefahrt auf die Waage.
Sollten wir unser Fahrzeug verkaufen wollen, mache ich den Diesel - Tank voll, Wasser raus, nehme alles Zubehör raus und lasse es wiegen. Dann weiss der Käufer was er bekommt und kann mit den Daten kalkulieren. Jedenfalls habe ich dann keinen Stress wegen aussagen zum Gewicht. Und das ist mir das Geld für eine Wiegekarte wert!

Gerade bei so einer Anschaffung ist Vorbereitung eine gute Idee. Ich kann losfahren und mir ein Wohnmobil kaufen (toll!) oder ich fahre los und kaufe ein Wohnmobil und achte auf: Zuladung, Bereifung, Ausstattung, Feuchtigkeit, Zahnriemenwechsel (bei Gebrauchtkauf), Wartungsverlauf.

Vielleicht sollten wir den Neulingen mal eine Checkliste zur Verfügung stellen ;-) - gibt es sicherlich aber schon irgendwo im großen weiten WWW.

Das leben kann so einfach sein ;-)

Gruß Thomas

sonnenscheinfahrer am 12 Jan 2019 20:49:02

Auch wenn das zul. Gesamtgewicht stimmt, oder auch nur geringfügig überschritten wird, kann die Hinterachse so stark überladen sein, dass es zu einer Geldbusse und einem Weiterfahrverbot kommen kann.

Für was haben denn die WoMos eine so große Heckgarage - zum be(über)laden :evil: - evtl. mit AHK und sogar Anhänger dran :evil: :evil: :evil: :eek:

Habe gerade eben einen Händler für ein Neufahrzeug angeschrieben und Ihn gebeten, er möge mir doch bitte die noch mögliche Belastung der Hinterachse bei dem Grundmodell nennen. Das geht eigentlich einfach, denn für jedes Fahrzeug muss eine EG-Typengenehmigung erstellt werden, in der die tatsächlichen Achsbelastungen ausgewiesen sind (beim gaaaaanz leeren Modell!). Zieht man diesen Wert von zul. Belastung ab, bekommt man die noch freie Belastung.

5 Minuten später die Antwort: "Kann ich Ihnen leider nicht sagen, nur das was im Katalog steht!"

Also, achsweise wiegen - aber viele Wägestationen verweigern eine achsweise Wägung - sogar meine in unmittelbarer Nähe befindliche Autobahnpolizeistation - nur das ganze Fahrzeug! O-Ton:"Aber wenn es nicht gerichtlich verwertbar sein muss, dann lesen Sie den Wert ab - auf die Waage können Sie jederzeit fahren!"

Also, auch die Achsgewichte berücksichtigen und nicht überschreiten! Und den Hebelarm der beladenen Heckgarage berücksichtigen! :idea: :roll: (auch wenn das zul. GG stimmt)

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