Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Spannungswandler --> Fön


fridolin365 am 18 Dez 2015 12:30:32

liebe wohnmobilfreunde,

ich bitte euch wieder einmal um eure unterstützung, diesmal bezüglich spannungswandler/gleichrichter 12V --> 220V.

wir stehen - auch im winter - gerne außerhalb von landstrom-möglichkeiten. trotzdem ist ein korrekter frisursitz wichtig. thema fön...

wir fahren mit einer 120Ah gelbatterie, solar auf dem dach. für die üblichen verbraucher (heizungsgebläse und licht) reicht das gut aus.

ein fön (mindestens 1000-1500W) über einen gleichrichter würde die batterie über gebühr belasten.

nun meine idee (aber da technischer laie vielleicht nicht zielführend).

das fönen ist ja ein kurzfristiger intensiver stronverbrauch. ist das nicht dem anlassen eines motors sehr ähnlich?

ergo--> ich stelle eine (extern geladene) starterbatterie ins Womo und schließe daran den gleichrichter an.

falls meine gedanken nicht ganz abwegig, wie groß sollte diese batterie sein?

danke für eure hilfe
fridolin

underdog am 18 Dez 2015 12:41:11

Ist eigentlich bereits überall beschrieben, beachte den Unterschied Gleichrichter/Wechselrichter bzw. Spannungswandler.

fridolin365 am 18 Dez 2015 12:46:30

hallo underdog,

wie du siehst, tue ich mir schon mit den begrifflichkeiten schwer. daher die verzweiflung über die suchfunktionen zu einem für mich nachvollziehbaren ergebnis zu kommen.

ich bitte also um nachsicht....

für mich wohl der spannungswandler das richtige gerät?

ist mein ansatz richtig?

wäre sehr dankbar, wenn du mir weiterhelfen könntest.....

thomas56 am 18 Dez 2015 13:07:59

1500W-Fön +20% Wechselrichterverluste = 1800W. Da braucht man schon einen grossen Wechselrichter und eine Batterie würde ich mit 180Ah wählen.
Meine Frau hat ihre Kurzhaarfrisur in 2,5Min. fertig gefönt. Verbrauch wären hierfür ca. 75W, also ca. 6,5Ah.
Also 10 Tage sollte die Batterie das locker unbeschadet vor der nächsten Ladung durchhalten.

JackSchmidt am 18 Dez 2015 13:22:29

Hallo Fridolin,
deine Batterie ist etwas knapp. Ich hatte 200A und im Winter war mit der Heizung usw. schon nach 1,5 Tagen Schluss. Ein Beispiel für den Einbau ist hier : --> Link

Wenn du es wirklich angehen willst, würde ich Dir gleich eine richtige Batterie empfehlen. --> Link 200A reichen bei dieser Batterie aus.

fridolin365 am 18 Dez 2015 14:25:46

vielen dank für eure schnellen antworten!

hallo thomas: wir stehen in der regel übers wochenende zum skifahren. also sollte 2-3x fönen ausreichend sein bis zur nächsten ladung zu hause.
wenn ich deine rechnung zugrunde lege: 6,5A x 3 = ca.20A ==> da könnte eine starterbatterie mit 60Ah doch ausreichen. zuhause wird sie weider an einem externen ladegerät geladen...
meinst du eine normale starterbatterie ist für diese lade/entladezyklen geeignet?

hallo JackSchmidt: unsere 120Ah gelbatterie (Exide) hat keinerlei probleme die notwendige energie für ein langes wochenende vorzuhalten. selbst wenn es schneit und die pv-anlage nicht arbeitet. allerdings muss nur licht und heizungsgebläse versorgt werden (kein sat-tv...).

bei meiner idee soll die batterie zusätzlich und unabhängig von der aufbaubatterie NUR den wechselrichter für den fön versorgen.

viele grüße
fridolin

xbmcg am 18 Dez 2015 14:54:56

Hallo Fridolin und Willkommen im Forum!

Dieser Tröt tut bis her richtig weh in den Augen...

Ich versuche erst mal etwas Ordnung reinzubringen, bevor ich genauer auf Deine Frage eingehe.

Ein Gleichrichter macht aus Wechselstrom Gleichstrom (z.B. eine Diode oder ein Brückengleichrichter)
Ein Wechselrichter macht genau das Gegenteil, er zerhackt / wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom und ermöglich so das Hochtransformieren
der Spannung und den Betrieb von Haushaltsgeräten mit 220V Wechselstrom an der 12V Gleichstrom Anlage des Fahrzeugs.

Die Leistung eines Gerätes P (in Watt) berechnet sich aus Spannung (in Volt) * Strom (in A)
Das heißt, in einem Fön mit 1500W und 220V fließt ein Strom von ca. 6.8A. Würde man die gleiche Leistung bei 12V abrufen,
würde ein Strom von 125A fließen. Das ist für eine Batterie / Kabel eine recht hohe Belastung.

Hinzu kommt, dass "normale" Nass / GEL / AGM Batterien nicht tiefer als 30-50% entladen werden sollten, da sie sonst zu schnell altern / ausfallen.
Deine volle GEL Batterie mit 120Ah würde bei der Belastung also bereits nach 25 Minuten die Abschaltgrenze bei 50% erreichen und damit leer sein.

Die GEL Batterien sind eher für kleinere Ströme über lange Zeiträume konzipiert (z.B. Beleuchtung etc.) und nicht für so starke Belastungen,
da haben AGM Batterien einen Vorteil.

GEL Batterien werden dehalb auch nicht als Starterbatterien verwendet, da kommen her Nassbatterien oder AGM Batterien zum Einsatz.

Zu Deiner Frage: der kurzfristige Stromverbrauch beim Anlassen (bei AGM / Nassbatterien) ist zwar auch in dieser Größenordnung, Du läßt
aber den Anlasser ja nicht 20 Minuten lang am Stück leiern - so wie beim Fönen.

Beim Anlassen sind es nur kurze Belastungen für 5-10 Sekunden, dann läuft der Motor, oder du machst Pause und versuchst es dann erneut.
Beim Fönen hast Du eine Dauerlast und das für 10-15 Minuten oder länger - je nach Frisur.

Was Du tun kannst, ist entweder die Kapazität stark erhöhen bei den GEL Batterien (3 Batterien / 300Ah) oder AGM Batterien parallel schalten
(2 Stück für ca. 200Ah) oder auf LiFeYPO4 Batterien umsteigen. Alternativ wäre auch ein Generator möglich, der gleich die 220V / 2kW liefert.

Starterbatterien (Nassbatterien) können auf Grund ihrer dünnen Gitterplatten mit einer großen Oberfläche hohe Ströme kurzzeitig bereitstellen,
was für Startvorgänge optimal ist. Sie sind wenig / nicht geeignet, um starke Ströme über einen langen Zeitraum bereitzustellen, die Platten lösen
sich auf, es entstehen Plattenschlüsse und die Batterie geht kaputt. Deshalb werden zunehmend in Fahrzeugen mit Start/Stopp Automatik AGM Batterien
mit dickeren Platten oder Spiralzellen-AGM Batterien verbaut, die können das besser ab.

Hallo Thomas,
75W sind eine Leistung und kein Verbrauch, Dein Fön hat eine Leistung von 1500W, der Verbrauch in 2.5 Minuten würde bei 62.5Wh liegen
oder 5.2Ah bei 12V, mit Wandlunsverlusten könnten es 75Wh sein. Für eine Kurzhaarfrisur reicht aber auch ein ein Handtuch. :ja:

Petri40 am 18 Dez 2015 15:13:41

Dieser Tröt tut bis her richtig weh in den Augen...


… und dennoch eine umfassende und tiefgründige Antwort auf eine leicht oberflächlich gestaltete Frage.
Dafür und für Deine stoische Geduld ein großes Lob (+)

VG Petri

fridolin365 am 18 Dez 2015 16:34:16

es tut mir ja wirklich leid, dass meine "oberflächlich gestaltete frage" soviel augenschmerzen bereitet. ich war bislang der meinung, dieses forum ist gerade dazu da, dem nichtkundigen informationen zu geben... und nichtkundige formulieren ihre fragen eben so tiefgründig, wie sie in der lage sind den sachverhalt zu durchsteigen.

trotzdem danke für deine ausführungen xbmcg!

wenn du erlaubst, möchte ich das, was ich aus deinen erläuterungen herauslese zusammenfassen:
um selbst einen relativ schwachen fön 1000-1500W über einen wechselrichter(!) 2-3mal für ca. 5min. laufen zu lassen, benötige ich riesige batteriekapazitäten.

andererseits schreibst du: der fön mit 1500W verbraucht in 2,5min 75Wh (= 6,2Ah). ist der gleiche fön 5min in betrieb, verbraucht er 13Ah; 3x diesen vorgang wiederholt ergibt gerundet 40Ah. folglich müsste doch dann eine AGM-Batterie (die mit den dickeren Platten) mit 80Ah für dieses vorhaben geeignet sein?

und es sei nochmals wiederholt: die verbaute 120Ah-Gelbatterie soll unangetastet bleiben (ohne wechselrichter). die AGM Batterie käme mit dem wechselrichter ZUSÄTZLICH ins auto.

also noch mal entschuldigung für das ungemach und danke für eure antworten!

xbmcg am 18 Dez 2015 17:53:42

Das ist schon alles richtig, es ist nicht die Energiemenge, die Stromstärke ist das Problem.

So hohe Ströme schädigen "kleine" Akkus. Man braucht eine gewisse Akku Kapazität, damit der Strom
den Akku nicht überlastet sonst leidet er dadurch und gibt schneller den Geist auf.

Die GEL Batterien haben einen größeren inneren Widerstand als die AGM oder Nassbatterien, weil
das Elektrolyt weniger beweglich ist (GEL statt Batterie-Säure) bei hohen Strömen bricht die Spannung
dadurch auch stärker ein, auch dauert das Laden einer GEL Batterie wesentlich länger als das Laden einer
AGM Batterie.

Dafür ist die GEL Batterie aber zyklenfester und hat eine geringere Selbstentladung, bei kleinen Strömen
hat man lange Freude daran. Für die Beleuchtung / ein wenig Fernsehen, Lüfter der Heizung ist die GEL
sehr gut geeignet.

Es ist ja nicht nur die Menge an Energie, sondern auch die Zeit in der diese Menge abgerufen wird.

Hier ein Beispiel:

Eine D-Zelle (dicke Duracell Taschenlampenbatterie) hat ca. 17000mAh oder 17Ah bei 1.5V, wenn man
8 Stück in Reihe schaltet, hätte man eine Batterie mit 12V / 17Ah, das heißt aber nicht, dass man mit
8 Taschenlampenbatterien die Haare 5 Minuten lang föhnen kann, denn die Batterien geben keine 125A ab.
Es wird wohl kurz blitzen an den Anschlüssen und die Batterien werden heiß, aber der Fön bleibt kalt,
weil bei dem Strom die Spannung ganz schnell zusammenbricht.

fridolin365 am 18 Dez 2015 18:48:20

dann werden die haare wohl weiterhin handtuchgetrocknet und der naturschönheit zu ihrem recht verholfen....
der finanzielle einsatz für eine phalanx von batterien (3x100Ah...) nur fürs fönen ist doch sehr hoch und von verfügbaren gewichtskapazitäten möchte ich gar nicht sprechen.

nochmals danke für die informationen und
schöne weihnachtstage
wünscht
euer fridolin

teamq am 18 Dez 2015 19:36:02

Hallo Fridolin,
Wir standen irgendwann auch vor dieser Frage.
Unsere Lösung war dann - Haare antrocknen lassen und dann die Frisur mit nem 300W Lockenstab formen. Da reichte sogar der350W Wechselrichter.
Für die wallende Haarpracht wohl nix, deswegen gab's auch noch ne wohnmobiltaugliche Frisur.
Viele Grüße

fridolin365 am 18 Dez 2015 21:33:05

teamq hat geschrieben:deswegen gab's auch noch ne wohnmobiltaugliche Frisur.

ich werde das mal so weitergeben..... ;-)

JackSchmidt am 18 Dez 2015 23:30:33

Hallo Fridolin,

zum Haare föhnen gibt es auch ein Lösung ohne Strom.

Kauf Dir einen Staubsaugerschlauch --> Link

Der hat an dem Ende 40mm außen. Jetzt noch ein Übergang 40 x 50mm HT. --> Link
Der Passt genau in die Gebläsedüse von einem Heizungsauslass. Jetzt Heizung einschalten und föhnen. Die Haare deiner Frau können lang bleiben ;-)

Kosten ca. 15€ und kein Umbau nötig.

womo1972 am 19 Dez 2015 00:34:48

Einen Generator zur verwenden war doch ein guter Vorschlag.

Vg

Headley am 19 Dez 2015 13:42:54

das mit dem Generator haben wir durch. So ein Fön hat nen mächtigen Anlaufstrom und extra nen 2 KG Generator kaufen und auspacken nur weil die Damen in den " Styling Modus " wechseln ?
Ich hab nen Konverter gekauft :
--> Link

und lass den Motor laufen während der Fön brummt.

Läuft

Gruß Andreas

stegi am 19 Dez 2015 14:34:52

Hallole,
meine liebe Gute hatte einen "Babyföhn" (schweizer Hersteller) gekauft, der ist regulierbar bis max 500 W die Wärme produziert. Damit kommt sie bestens klar, und wie gesagt, vor dem Föhnen die Haare etwas antrocknen lassen.
Ich bin nicht ganz sicher, ob es der da --> Link ist.
Stegi

andwein am 19 Dez 2015 15:14:33

fridolin365 hat geschrieben: ich werde das mal so weitergeben..... ;-)

aber sicherlich mit dem zusatz, dass eine naturbelassene Frisur viel besser zum Typ passt und bedeutend sexier aussieht wie eine glatte Fönfrisur!
Gruß Andreas

schaschel am 19 Dez 2015 17:52:23

Meine Petra hat recht lange Haare und wir haben seit vielen Jahren neben einem 240 V- Reisefön auch einen mittlerweile etwa 20 Jahre alten 12 Volt- Fön, ich glaube, der hat so um die 150 Watt, da er die 16 A- Sicherung am Leben läßt. Der hat mal 14,95 DM gekostet und ist nicht kaputtzukriegen.

Immer wieder ist zu lesen, die Dinger taugen nix. Ich behaupte: das ist relativ, habe ihn selbst probiert. Natürlich kann der kleine nicht so gut wie ein großer (wie im richtigen Leben halt), aber Petra kommt wie sie sagt auch mit dem kleinen (Fön) gut klar. Dauert dann eben ein paar Minuten länger, dürfte zugleich haarschonender sein. Außerdem sind wir im Urlaub, nicht auf der Flucht. Wir kämen beide nicht auf die Idee, daß das nicht taugt oder nicht geht. Und die Idee mit dem Luftschlauch an der Heizung kann auch eine Alternative sein.

underdog am 20 Dez 2015 15:12:00

Manchmal denke ich über einen mit Gas beheizten Fön nach...
Ich finde das Vorhalten dicker Batterien um damit um einige Ecken dann Wärme zu produzieren irgendwie schon seltsam. Aber mir soll das egal sein.

fridolin365 am 23 Dez 2015 13:27:41

danke für eure rege beteiligung!

ich muss zugeben, die idee mit dem heizungsauslass gefällt mir und ich werde das mal weiterverfolgen. ich habe überhaupt ein faible für die einfachen lösungen. den 12V-fön haben wir schon durch. der erste versuch führte dazu, dass der stecker im zigarettenanzünder schmolz. habe dann eine widerstandsreduzierte anschlusslösung hergestellt. das ergebnis schien meiner frau aber wenig überzeugend.
an euch alle schöne festtage!

euer fridolin

Lancelot am 23 Dez 2015 16:25:43

fridolin365 hat geschrieben: .. ich muss zugeben, die idee mit dem heizungsauslass gefällt mir und ich werde das mal weiterverfolgen.

Bevor Du weiterverfolgst ... :schlaumeier:
Begib Dich mal auf Bodenniveau und schau - mit einer Taschenlampe - in den Heizungsausströmer rein ... :wink:
Wenn Du/Deine Frau das, was Du siehst, auf die frisch gewaschenen Haaren gepustet haben willst ... dann verfolgt weiter :)

felix52 am 23 Dez 2015 17:02:32

Hast Du es schon einmal probiert, Wolferl? :D
Müsste lustig aussehen....
Aber: Was Du sagst, stimmt natürlich. :ja:

Die Grundidee von Fridolin ist doch garnicht so schlecht. Und sicherlich, genau wie seinerzeit bei mir, den
verständlichen Wünschen seiner Holden geschuldet.
Dennoch wirds teuer und ist mit Arbeitsaufwand verbunden:
Zunächst einmal daran denken, es sollte auf Dauer ein "echter" Sinuswr sein mit Softstart und 2000/4000 Watt.
Es geht auch evtl., aber nach meinen Erfahrungen nicht auf Dauer, mit einem preiswerteren "sinusähnlichen" WR,
wenn man den Föhn auf der höchsten Leistungsstufe belässt und nicht zwischendurch umschaltet auf sowas wie
"halb so viel zum Nachföhnen".
Die Kabel von der Batterie zum WR sollten kurz und dick sein mit fachgerecht gecrimpten Anschlüssen.
Die Batterie selbst? Na ja, unter 100 Ah und in gutem Zustand würde ichs nicht riskieren. Und nicht OHNE
entsprechende Sicherungen!
Nichts ist schlimmer als die traurigen Augen der Holden, wenns "gerade Jetzt" nicht klappt....

Bei dem Aufwand wären dann dann eine zweite 200 Ah Gel und der Daueranschluss sicherer. Und auch über die
nächsten Wochen hinaus wäre "Sie" zufrieden.

Grüsse und schöne Weihnachten
Felix52 :)

Lancelot am 23 Dez 2015 17:07:52

felix52 hat geschrieben:Hast Du es schon einmal probiert, Wolferl? :D

In den TRUMA-Ausströmer gekuckt ... ?
Ja, klar : hat mich immer geärgert, daß dort "der Staub der Jahrhunderte" durchs Auto gepustet wird ... :?

Auf meinen Kopf .. ?
Nö .. außerdem hätte ich das mit einem feuchten Waschlappen problemlos beseitigt ... :lach:

fridolin365 am 24 Dez 2015 01:13:46

Zitat:
"Bevor Du weiterverfolgst ... :schlaumeier:
Begib Dich mal auf Bodenniveau und schau - mit einer Taschenlampe - in den Heizungsausströmer rein ... :wink:
Wenn Du/Deine Frau das, was Du siehst, auf die frisch gewaschenen Haaren gepustet haben willst ... dann verfolgt weiter"


also bitte, wir atmen seit jahren die truma-heizungsluft und leben noch, dann sollte die gleiche warmluft aufs haupt doch kein problem darstellen...
und der blick in den fön ist mindestens so aufschlußreich wie in einen truma-heizkanal.

irgendwo hab ich mal gelesen: camping ist, wenn man die eigene verwahrlosung als erholung empfindet. und doch sind wir bestrebt, dem 5-sterne-luxus auf vier rädern nachzuhecheln. wie gesagt: die einfachen lösungen faszinieren mich...

gruß fridolin

Lancelot am 24 Dez 2015 12:07:17

fridolin365 hat geschrieben: .. wie gesagt: die einfachen lösungen faszinieren mich...

Ja dann - paßt´s doch .. für Dich 8)
ICH würd´s halt nicht leiden mögen :ja:
(war ja nur ein Hinweis - "lebensgefährlich" iss da nix )

DigiMik am 08 Jan 2016 04:17:28

Moin,
fridolin365 hat geschrieben:trotzdem danke für deine ausführungen xbmcg!

das Wort trotzdem finde ich jetzt nicht gut, viel danke für diese Ausführungen und Mühen, das wäre angebracht!

fridolin365 hat geschrieben:und es sei nochmals wiederholt: die verbaute 120Ah-Gelbatterie soll unangetastet bleiben (ohne wechselrichter). die AGM Batterie käme mit dem wechselrichter ZUSÄTZLICH ins auto.

Wie sollen die Batterien wieder geladen werden? So viel ich weiß, man möge mich korrigieren, sind hier unterschiedliche Ladeströme von Nöten, Du müsstest für jede Batterie einen eigenen Regler und (Lade-)Stromkreis haben.
fridolin365 hat geschrieben:diesen vorgang wiederholt ergibt gerundet 40Ah. folglich müsste doch dann eine AGM-Batterie (die mit den dickeren Platten) mit 80Ah für dieses vorhaben geeignet sein?!

Im Gegensatz zu xbmcg bin ich auf Grund des bisher Gelesenen und Infos der Meinung, dass Nass- oder AGM-Batterien um nicht mehr als 20% entladen werden sollten, sollen sie nicht vorzeitig altern. Wichtig ist auch, den Batterien wieder einen vollständigen Ladezyklus zukommen zu lassen, um der Lebenszeit verkürzenden Sulfatbildung entgegen zu wirken.

Ist nur meine Meinung...
Wie Du richtig erkannt hast, erfordern große Verbraucher beim freien Stehen riesige Batteriekapazitäten mit all ihren Nachteilen. Deine Idee ist für mich unterm Strich nur eine Frickelei, teuer dazu.
Entweder himmelt ein Akku auf Grund falscher Ladung und Nutzung schnell dahin, oder Du schaffst die technischen Voraussetzungen.
Freies Stehen und große Verbraucher geht IMHO nur über eine externe Stromvervorgung. Für die Übergangsmonate mit sehr großen Solarpaneelen und entsprechend hohen Batteriekapazitäten machbar, ansonsten gerade im Winter nur über z.B. Brennstoffzelle, Generator i.V.m. LifePo-Akkus.
Sicherlich teure Lösungen, wenn Du aber Deinen erforderlichen Aufwand und die mittelfristig versemmelten Akkus dagegen rechnest, tut sich da IMHO finanziell nicht viel.
Vielleicht denkst Du auch mal darüber nach, was Dir so ein paar trockene Haar wert sind :-)
Egal, ob Deine Ideen, oder die professionelle Lösung, mir wäre es nicht wert, dafür einen vierstelligen Betrag zu zahlen...
Wie gesagt nur meine Meinung und nur ein Denkansatz...

LG vom Mikesch

tztz2000 am 08 Jan 2016 07:34:06

DigiMik hat geschrieben:Im Gegensatz zu xbmcg bin ich auf Grund des bisher Gelesenen und Infos der Meinung, dass Nass- oder AGM-Batterien um nicht mehr als 20% entladen werden sollten, sollen sie nicht vorzeitig altern. Wichtig ist auch, den Batterien wieder einen vollständigen Ladezyklus zukommen zu lassen, um der Lebenszeit verkürzenden Sulfatbildung entgegen zu wirken.

20% Entladung wäre etwas wenig, Du meinst sicher die Entladung bis auf 20% Restkapazität.


xbmcg hat geschrieben:GEL Batterien werden dehalb auch nicht als Starterbatterien verwendet, da kommen her Nassbatterien oder AGM Batterien zum Einsatz.

Das stimmt so nicht, Mercedes verbaut z.B. GEL-Batterien, mein Sprinter hat serienmässig eine GEL-Batterie und die ehemalige A-Klasse der Chefin hatte auch eine GEL-Batterie.

DigiMik am 08 Jan 2016 13:13:35

Moin,
tztz2000 hat geschrieben:20% Entladung wäre etwas wenig, Du meinst sicher die Entladung bis auf 20% Restkapazität.

Ich meinte das schon so wie ich es geschrieben habe, wobei die Zahlen der Fachleute recht schwanken und teils auch 50% nennen.
Der Akku in meinem Kasten war jedenfalls nach nicht all zu langer Zeit nicht mehr so prickelnd, da ich notgedrungen oft um 60 % entnommen hatte.
Tenor scheint aber zu sein, dass je weniger entnommen wird, es sich deutlich auf die Lebenszeit des Akkus auswirkt.

tztz2000 hat geschrieben:Mercedes verbaut z.B. GEL-Batterien, mein Sprinter hat serienmässig eine GEL-Batterie ....

Stimmt, auch in meiner BMW :)
Da bin ich auch irritiert drüber, da man allenthalben liest, dass Gel-Batterien auf Grund des Innenwiderstandes nicht für große Stromentnahmen geeignet sind.
Gibt es es da eine Erklärung zu?

LG vom Mikesch

andwein am 08 Jan 2016 13:42:57

DigiMik hat geschrieben:Da bin ich auch irritiert drüber, da man allenthalben liest, dass Gel-Batterien auf Grund des Innenwiderstandes nicht für große Stromentnahmen geeignet sind. Gibt es es da eine Erklärung zu? LG vom Mikesch

Mach dir die Erklärung einfach:
Das Batteriewasser (als verdünnte Schwefelsäure) ist das Elektrolyt, das die Ionen von einem Pol zum anderen befördert und die Bleiplatten damit in Bleioxyd oder zurück wandelt.
Ist das Elektrolyt als Gel oder Paste verarbeitet, können die chemischen Umwandlungsreaktionen nicht so schnell wie mit flüßigen Elektolyten ablaufen. Die Lade und Entladezeiten (chem. Umwandlung) laufen deshalb langsamer ab und brauchen mehr Zeit.
Und zur Entladetiefe: natürlich ist die Lebensdauer länger, je geringer die Entladetiefe ist. Bei 20% Entladetiefe sind mehr Zyklen mwahrscheinlich als bei 50% Entladetiefe. Ich persönlich finde 50% Entladetiefe bei einem C-Wert von 20 als absolut angemessen, aber das kann jeder halten wie er will.
Gruß Andreas

thomas56 am 08 Jan 2016 13:52:40

die Exide Gel 210Ah hat einen Kälteprüfstrom von > 1.000 A, warum sollte ich die nicht mit hohen Strömen belasten?

tztz2000 am 08 Jan 2016 13:55:04

Moin,

DigiMik hat geschrieben:Da bin ich auch irritiert drüber, da man allenthalben liest, dass Gel-Batterien auf Grund des Innenwiderstandes nicht für große Stromentnahmen geeignet sind.
Gibt es es da eine Erklärung zu?

Ich weiss aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit, dass Gel-Batterien für E-Stapler als Traktionsbatterien verwendet werden. Gerade bei Hubarbeit werden der Batterie sehr hohe Ströme entnommen. Empfindlich sind die Batterien gegen Tiefentladungen, man sollte sie nicht weiter als bis max. 20 % Restkapazität entladen.

Meine Aufbau-Gel-Batterie ist jetzt 5 Jahre alt, ohne dass sie Ermüdungserscheinungen zeigt. Ich bin nicht zimperlich, was die Stromentnahme betrifft, reichlicher Nespresso-Bezug via Wechselrichter ist bei uns üblich. Normalerweise schaue ich, dass die Batterie bei spätestens 30 % Restkapazität an den Landstrom kommt oder über eine längere Fahrstrecke geladen wird.


andwein hat geschrieben:Und zur Entladetiefe: natürlich ist die Lebensdauer länger, je geringer die Entladetiefe ist. Bei 20% Entladetiefe sind mehr Zyklen mwahrscheinlich als bei 50% Entladetiefe. Ich persönlich finde 50% Entladetiefe bei einem C-Wert von 20 als absolut angemessen, aber das kann jeder halten wie er will.

Diese Batterien wären für Stapler absolut ungeeignet, wenn man nur 50 % der Kapazität entnehmen könnte!

andwein am 08 Jan 2016 14:14:53

thomas56 hat geschrieben:die Exide Gel 210Ah hat einen Kälteprüfstrom von > 1.000 A, warum sollte ich die nicht mit hohen Strömen belasten?

Wenn sie einen Kälteprüfstrom hat ist es eine Anlasserbatterie mit dünneren Platten und begrenzter Zyklenzahl.
Versorgerbatterien haben dickere Platten und die Angabe 210Ah C20 oder C100. Ihre angenommene Zyklenzahl ist wesentlich höher.
Ihr sollte euch schon mal einigen über was wir hier reden. Start- bzw. Anlasserbatterie oder Aufbau- bzw. Versorgerbatterien.
Da der Te nach WR und Fönbetrieb gefragt hat bin ich immer von einer Aufbaubatterie ausgegangen.
Sorry, falls ich das Thema verfehlt habe, Gruß Andreas

thomas56 am 08 Jan 2016 14:25:54

Sorry, wenn es mir als Laie nicht aufgefallen ist, dass es sich bei der 210er um eine Starterbatterie handelt. --> Link

andwein am 08 Jan 2016 14:35:29

Danke für den Link, aber egal was die Anzeige behauptet, es ist in meinen Augen keine Versorgerbatterie!
Auch in den erweiterten techn. Daten steht nichts über C-Wert und Zyklenzahl. Auch das Wort "zyklenfest" wird vermieden.
Aber ich gebe dir recht, es ist alles nicht so einfach wie es manchmal aussieht. Das ist auch die Krux bei den ganzen Batteriediskussionen, wenn man es zumindest teilweise verstehen will muss man in Chemie und Physik schon tiefer einsteigen.
Gruß Andreas

Gast am 08 Jan 2016 16:04:37

thomas56 hat geschrieben:die Exide Gel 210Ah hat einen Kälteprüfstrom von > 1.000 A, warum sollte ich die nicht mit hohen Strömen belasten?


Schau dier mal auf Wikipedia an, wie der Kälteprufstrom definiert ist. Das hat überhaupt nichts mit der Belastung zu tun, die für ein langes Batterieleben möglich und empfehlenswert ist.

Dein Alf

kawaudi am 08 Jan 2016 16:28:06

Ob der ganze Aufwand lohnt, nur weil man im Winter 2-3 mal die Haare föhnen will, die beim Skifahren eh durch Mütze und Helm wieder kaputtgeht, müsst ihr selbst entscheiden. Für mich wäre das ein Nogo. :?

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