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Biodiesel bei Ducato möglich ??


Alonso am 10 Nov 2003 21:16:14

Wer weiß, ob die aktuelle Generation der Fiat Ducato JTD´s mit Biodiesel betrieben werden kann??


Georg

Zegu am 10 Nov 2003 21:44:06

Hallo,

ich weiß es nicht direkt, aber Dein freundlicher FIAT - Händler mit seinen versierten Techniker kann Dir bestimmt Auskunft gebn, ob Dein DUCATO eine Freigabe für Bio-Diesel hat. Da müssen die Dcihtungen und die Schläucke der ESP und die Zu- / Rücklaufleitungen des Tanks etc. BIODIESELBESTÄNDIG sein. Viele Kunststoffe sind da nämlich nicht. Am wenigsten die Gummisorten mit viel Weichmachern. Die werden als erste durch den Biodiesel aufgelöst.

Also, nix wie hin zur freundlichen FIAT Werkstatt

Ach: bei mir war das von Anfang an kein Problem. Die Kiste säuft alles und ist noch lange nicht hinüber.

cu

Frank

laichy am 11 Nov 2003 10:50:36

Hallo Frank,

wenn Fiat Dir das "OK" signalisiert, solltest Du noch beachten, dass Bio-Diesel bei längeren Verweilzeiten im Tank ein Eigenleben entwickeln kann - der Kraftstoff kann "umkippen".
Dann bilden sich noch andere Leckereien, die nicht nur Gummischläuche sondern auch die Einspritztechnik negativ beienflussen (können).

Wenn's unbedingt sein muss, dann die Bio-Diesel-Tankfüllung schnell leerfahren und nicht lange rumstehen lassen.

Übrigens: Bosch überlässt die Friegabe für Bio-Diesel aus diesem Grund lieber den Fahrzeugherstellern und gibt selbst für die Bosch-Komponenten keine Bio-Diesel-Freigabe.

Umweltschutz klar, aber das "Risiko" muss jeder selbst einschätzen.

Viele - Laichy

Zegu am 11 Nov 2003 18:12:43

@ Laichy

ich weiß, ich weiß..................nur............

.......ich fahre Biodiesel und Co. schon seit ca. 5 Jahren.
Da is nix mit Schwierigkeiten.
Hat IVECO da evtl. mal ein Auto gebaut, welches man ohne Probs auch mit jedem erdenklichen Salatöl fahren kann????????
Ist wohl purer Zufall!?
Ich habe jedenfalls nüscht verändert.......Und läuft....und läuft......und......



Frank

Alonso am 11 Nov 2003 20:35:55

habe heute eine Antwort von meinem freundlichen Fiat Händler bekommen: Leider gibt es vom Hersteller keine Freigabe für die Verwendung von Biodiesel.
Schade eigentlich

Georg

mikel am 11 Nov 2003 20:54:56

Nabend.

Laichy hat recht, 30 km von hier werden die Common Rail Systeme bei Bosch gefertigt (Homburg im Saarland), und selbst Kunden von mir, die bei der Entwicklung dieser Hochdrucksysteme mitarbeiten, raten von der Verwendung ab! Ich würde es auf keinen Fall Tanken!!!


Also besser Finger weg.

Mikel

Gast am 11 Nov 2003 21:19:50

Hallo Mikel,

die aktuelle Generation der Dieselmotoren basieren doch eigentlich alle auf der Cammon Rail Technik. Für wen ist den dann der Biodiesel eigentlich gedacht? :?:

Liebe von

Ana und Volker

mikel am 11 Nov 2003 22:37:09

Hallo ihr zwei,

nicht ganz, zur Zeit gibt es einmal Dieselmotoren mit Common Rail = eine Leitung, wobei auf dieser Leitung ein ständiger Druck von 1350 bis 1850 bar anliegt. Dieser Druck wird von einer einzigen Pumpe erzeugt. Dieses System wird in von der Firma Bosch Produziert, und hauptsächlich von BMW Und Mercedes verwendet.

Das 2. System wird Pumpe-Düse genannt, welches zur Zeit als Favorit der Firma VW / Audi verwendet wird. Der große Unterschied zur Common Rail (eine Pumpe und nur eine Leitung) ist, das praktisch an jedem Zylinder eine eigene Pumpe mit integrierter Düse Verwendung findet. Neben dem doch deutlich höheren Geräuschpegel, ist auch die Leistung dieser Motoren nicht ganz so hoch wie der der Common Rails. Grund des deutlich höheren Geräuschpegels ist die fehlenede Piloteinspritzung.

Als zur Zeit dritthäufigstets Dieselsystem auf dem Markt ist das System mit Verteilereinspritzpumpe, auf das ich nicht näher eingehe, da es wahrscheinlich bald komplett vom Markt verschwunden sein wird.

......und last but not least, es gibt immer noch Fahrzeughersteller mit klassischem Saugdiesel und klassischen Turboladern.

Bei Verwendung von Biodiesel bei einem Common Rail System sollte man daran denken, das dieser Diesel biologisch ist, und durch unsachgemäße Lagerung z. B. im eigenen Tank einfach wie Bier umkippt. Es bilden sich Trübstoffe die die Pumpe, die diesen wahnsinnigen Druck von weit über 1000 Bar (mein Womoreifen hat 5,5 Bar, und knallt wie der Teufel wenn er platzt) erzeugt in millisekunden schrottet, sie läuft fest; damit nicht genug, es bilden sich in der Pumpe Metallspäne die sich in den Brennraum treiben lassen. Folge wird der kapitale Motorschaden sein. Kosten:Emens!

Ganz zu schweigen von der Aggresivität dieses Biodiesels. Lass mal einen Tropfen auf denLack des Womo kommen, es frißt sich durch!

Allen Nutzern von modernen Hochleistungsdieselmotoren sei von der Nutzung abgeraten. Nutzern von Saugdieseln und oder Turbo, sei bei Herstellerfreigabe alles gute gewünscht. Übrigens: es gibt keine Norm bei Biodiesel....................


Mikel

MichaelW am 11 Nov 2003 23:13:33

zum Thema Norm bei Biodiesel folgender Ausschnitt aus dem Manuscript einer Sendung des Deutschlandfunks vom 05.08.2003, Umwelt und Landwirtschaft von Arndt Reuning:

Zitat:
"Die DIN-Norm E 51606 legt fest, wie viele Verunreinigungen in dem Biodiesel aus Rapsöl enthalten sein dürfen. Aber genau jene Norm verhindert im Moment noch eine Bewegung auf dem Biodieselmarkt. Denn eigentlich handelt es sich dabei nur um einen Norm-Entwurf, der von einer EU-Norm abgelöst werden soll. Der Entwurf ist zwar privatrechtlich bindend. Wer an der Zapfsäule Biodiesel nach dieser Norm tankt, der hat einen Anspruch auf eine entsprechende Qualität. Staatliche Kontrollen gibt es aber keine. Die sind erst dann möglich, wenn die europäische Norm in deutsches Recht umgesetzt ist."

Zitat Ende.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen verstehe ich den Rückzug von immer mehr Herstellern nicht, was Biodiesel angeht.

Volkswagen gibt für die neuen TDIs auch keine Freigaben mehr. Wir haben erfolgreich ein Golf Cabrio TDI über 80TKM mit Biodiesel (allerdings an einer Normtankstelle) gefahren und bis auf den regelmässigen Kraftstofffilter Wechsel nichts weiter zu beachten gehabt. Dabei wurden hohe Autobahnanteile ebenso problemlos absolviert wie Anhängerverkehr mit hoher Last.

DaimlerChrysler bietet für bestimmte 4 Zyl. Ausführungen PME-Ausführungen an, nur ist es im Schadenfall natürlich schwierig lückenlos zu belegen, wo man getankt hat (wegen der Norm).

Bei VW sind tatsächlich aufgrund des hohen Anteils an Biodiesel fähigen PKW anscheinend zu viele Einspritzpumpen zerstört worden. Aber das Problem müsste doch zu lösen sein, oder ??? :cry:

Ein weiteres Problem stellen die bei Diesel PKW die Zuheizer oder Standheizungen dar, die anscheinend nicht Biodiesel tauglich sind.........

so long :wink:

MichaelW

Zegu am 11 Nov 2003 23:25:39

Au Mann......

abertausende von Kilometern und abertausende von Verweilstunden und immer noch BIO - Diesel besessen, mein Dicker.

Für mich sieht das Fazit so aus: Nimm die neuen Supermotoren und lass sie mit dem teuren Diesel ein wenig weniger verbrauchen, oder nimm die alten Direkteinspritzer mit der Verteilerpumpe und du kannst sie bedingt BIO - Diesel saufen lassen.

Schwefel- oder Pommesgeruch? 10 Cent mehr oder weniger/Liter!?

Hmm, it`s your turn

cu
Frank

mikel am 11 Nov 2003 23:31:21

.............tja die Zuheizer. Die Common Rail Diesel arbeiten so effektiv, das die erzeugte Wärme der Verbrennung nicht zum heizen des Fahrerraums reicht, aus diesem Grunde ist diesen Fahrzeugen ein Zuheizer serienmäßig eingebaut, simple gesagt eine serienmäßige Standheizung, die auch ein netter Meister von der Werkstatt leicht über den Tester im Steuergerät als solche anmelden kann.

MichaelW, Du hast recht, Volkswagen hat die Rapsmethylester Freigabe zurückgezogen, aber alle anderen Hersteller die Common Rail nutzen, haben auch ohne die Freigabe riesengroße Pumpenprobleme. Die Toleranzwerte bei der Herstellung sind einfach zu anspruchsvoll. Pumpenfresser kosten den Hersteller ein imenses Geld, da das gesamte Treibstoffsystem gewechselt werden muß zzgl. Ölwanne und Ölkreislauf und wenn nach Pumpenfresser der Motor noch ein wenig länger lief ist das komplette Aggregat zu tauschen.

Und wie MichaelW schrieb (GANZ WICHTIG!!!!!!):

Wenn jemand einen Motorschaden erleidet, und die Werkstatt ihm Nutzung von Biodiesel nachweisen kann (geht ganz einfach), muß der Kunde lückenlos nachweisen wo er getankt hat

Mikel

Gast am 14 Nov 2003 15:40:12

mikel hat geschrieben:.............tja die Zuheizer. Die Common Rail Diesel arbeiten so effektiv, das die erzeugte Wärme der Verbrennung nicht zum heizen des Fahrerraums reicht, aus diesem Grunde ist diesen Fahrzeugen ein Zuheizer serienmäßig eingebaut.

Mikel

Nun Mikel, so ganz entspricht der obige Satz der Wahrheit nicht.
Mein DUCI JTD (Jg.2002) hat ein Commonrail-System eingebaut.
Was die Heizung des Fahrgastraumes anbelangt spüre ich zum alten Duc keinen Unterschied. Der Fahrgastraum wird auch hier im neuen Modell wohlig warm, dies allerdings nach einer ca 15 minütigen Warmlaufzeit.

Aber - und das ist jetzt für alle Ducatofahrer wichtig !!!!!! seitlich an den Türen sind Luftschlitze angebracht. Diese sind gedacht um beim Transporter die Führerkabine auch bei geschlossenen Fenstern mit Frischluft zu versorgen. Für den Betrieb als Wohnmobil sind sie überflüssig.
Seit ich diese Schlitze mit einem Klebeband abgedichtet habe, wirds auch im Fussraum wohlig warm.
Der Ursprung dieser Geschicht war ja wohl ein anderer------
Unsere Kinder sind nur bis zu ihrem 16.ten Altersjahr mit uns mitgefahren. Schon aus diesem Grund würde ich nur ein WOMO für meine Belange ausgestattet anschaffen.
Meines bietet 6 Schlafplätze ( 2 Alkoven , 2 Dinette seitlich und 2 im Spannerstübchen hinten )
Aber zu zweit ist das ja überhaupt kein problem . Die Dinette wird von meiner GG als Schlafplatz benutzt und ich verzieh mich in den Alkoven.
Das Spannerstübchen mit Rundsitzgruppe bleibt der Allgemeinheit erhalten.
Herzlich grüsst aus dem warmen Duc
Markus

monnemer am 24 Nov 2003 22:09:03

Hallo,

ich hatte einen defekt in der Leitung und habe mir die Standheizung kaputt gemacht.

fuzzy am 27 Nov 2003 18:30:16

mir wäre das thema biodiesel momentan noch generell zu link,denn wenn was kaputt geht, schiebt es der eine auf den anderen und ich gucke in die röhre,war dann wohl nix mit der ersparnis und der verwertung von frittenöl.
und schon garnicht bei produkten aus dem hause fiat.

frank wenn dein alter iveco das frisst glückwunsch !

fuzzy

trebla am 21 Dez 2003 16:53:03

jemand einen Motorschaden erleidet, und die Werkstatt ihm Nutzung von Biodiesel nachweisen kann (geht ganz einfach), muß der Kunde lückenlos nachweisen wo er getankt hat

Mikel[/quote]

Hallo Mikel,

wie kann man das feststellen, ich meine, wenn jemand mal Biodiesel getankt hat?


trebla

MichaelW am 21 Dez 2003 19:39:09

Hallo,

aufgrund der "Angriffslustigkeit" bzw. der reinigenden Wirkung des Biodiesels wird der Experte selbst einmaliges Tanken von BioD im Kraftsofffilter nachweisen können. Ich weiss es zwar nicht, aber wenn ein älteres Fahrzeug damit gefahren wird, hört man auch öfter von verstopften Krfatstofffiltern, da der ganze Schmutz regelrecht weggeputzt wird und dann wohl im Filter landet..............ist nur eine Vermutung :oops: ....und in der Einspritzpumpe wird man es sicherlich auch feststellen können. :(

MichaelW

Gast am 21 Dez 2003 19:45:48

hy,
wir hatten in unserem alten duc mal 20lt bio drin, hat geraucht wie eine abfallverbrennung.... nie wieder!

dani

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