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Sprinter 616: Umbau auf 6-Gang-Getriebe, Hinterachse


pm am 26 Dez 2015 19:54:18

Hallo, meine Frage ist, kann man einen 616 mit Fünfgang und kurz übersetzter Hinterachse ein Sechsganggetriebe verpassen? Nach einer Umbaumöglichkeit der Hinterachse, also längere Übersetzung, hatte ich schon an anderer Stelle mal gefragt. Auch da ist die Frage,ob das geht und ob das schon mal einer von euch gemacht hat? Freue mich auf eure Antworten. Weiterhin noch schöne Weihnachten Peter

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wohnmobilbenutzer am 26 Dez 2015 20:42:44

Hallo,

da würde ich einfach mal bei einer Mercedes-Werkstatt nachfragen. Aber ich vermute mal, das sowas, wenn es überhaupt geht, letztlich total unwirtschaftlich sein wird.

Ich könnte mir da höchstens eine längere Hinterachsübersetzung vorstellen. Der ältere 5-Zylinder mit 2,7 l Hubraum hat nur etwa 10% weniger Drehmoment als der aktuelle X16-Motor mit 2,2 l Hubraum (330 zu 360 Nm). Insofern verstehe ich nicht, warum da früher eine so kurze Hinterachsübersetzung verbaut wurde - oder umgekehrt formuliert, warum der 616 nicht mit einer etwas längeren Übersetzung auch mit 5 Gängen zufriedenstellend laufen sollte.


Grüße

teuchmc am 26 Dez 2015 21:20:36

Hallo Peter!Einfacher und preiswerter wird wohl der Umbau auf eine längere Achse sein.Bei einem (wenn überhaupt möglich)Umbau auf 6-Gang muß evtl.die Kardanwelle neu,Kupplungsglocke,Kupplung,Getriebehalter etc.neu.Und dann muß die Hinterachse von der Übersetzung trotzdem erstmal passen.Wat nützt Dir 6-Gang,wenn die Getriebübersetzung im 6. z.B. nicht anders wie beim alten 5-Gang ist.Ist schon richtig Uffriß.....
Schöne Rest-Weihnacht.Uwe

pm am 26 Dez 2015 23:16:03

Danke für eure Tipps. Da werde ich mal in einer Werkstatt horchen. Vielleicht kann mir ja mal einer von euch noch etwas zur Reisegeschwindigkeit im 616 schreiben. Wir beabsichtigen einen zu kaufen. Der Umstieg von Citroen Jumper Hdi 160 ist eben ganz schön krass. Viele Grüße Peter

wolfherm am 26 Dez 2015 23:17:35

Die erlaubten 100 km/h wirst du damit locker schaffen......

shorty am 26 Dez 2015 23:57:43

Ja aber er dreht dann zu hoch. Die Lösung wäre hierfür ein anderes Kegelrad in der Hinterachse. Ist aber nicht ganz billig 8)

pm am 27 Dez 2015 09:32:02

Genau, und vor allem die damit verbundene Geräuschkulisse. Was heisst nicht ganz billig. Hat das schon mal einer machen lassen? Was hat es gekostet und wie war das Ergebnis? Gruß Peter

teuchmc am 27 Dez 2015 12:08:21

Hallo Peter!Rein vom Handwerk könnte ich das,aber man brauch dazu schon eine gewisse Erfahrung in der Getriebe/Achsreparatur und evtl.Spezialwerkzeuge/spezielle Kleinteile.Teilweise haperts schon z.B. an einem Drehmomentschlüssel mit Werten über 250nm.Flankenspieleinstellung ist ein weiteres Thema.Bedarf großer Erfahrung.Eine neue Paarung Kegel/Tellerad schätze ich mal auf deutlich 500 Eu+ +Einbau.Da man da auch viel falsch machen kann und der Einsatz nicht unbedingt Portokasse ist,lassen wir solch Arbeiten bei Firmen machen,welche sowas jeden Tach machen.
Ein neues Diff.kost richtig.Als Anhaltspunkt mal ne Zahl aus dem Geländewagenbereich.Komplette Sperrdiffis kosten da durchschnittlich 1500Eu je nach Anbieter/Kfz.Ahnlich kosten normale Diffis auch.Da Sprinter schon im LKW-Bereich liegt könnte es da noch einen Aufschlag geben.
Genaues sagt Dir dein freundlicher MB-Händler oder der örtliche Getriebereparaturbetrieb.Evtl.bietet sich auch ne aufgearbeitete Tauschachse mit einer längeren Übersetzung an.Könnte die finanziell beste Lösung im Preis/Leistung-Verhältnis sein.
Sonnigen Sonntag.Uwe

schorsche51 am 27 Dez 2015 12:38:21

Wie ich lese hast du das Auto noch nicht,bist also auch noch nicht Voll Beladen mit Auflieger hinten dran gefahren?? Würde ich erst mal Probieren und mich dann entscheiden..Ich sage du brauchst keine Längere Achse und oder 6 Gang , das Ding hat so schon zu Kämpfen.

teuchmc am 27 Dez 2015 13:57:51

schorsche51 hat geschrieben:Wie ich lese hast du das Auto noch nicht,bist also auch noch nicht Voll Beladen mit Auflieger hinten dran gefahren?? Würde ich erst mal Probieren und mich dann entscheiden..Ich sage du brauchst keine Längere Achse und oder 6 Gang , das Ding hat so schon zu Kämpfen.

Durchaus nicht von der Hand zu weisen diese Argumentation.
Schönen Sonntach weiterhin.Uwe

silverdawn am 27 Dez 2015 14:07:10

schorsche51 hat geschrieben:
Ich sage du brauchst keine Längere Achse und oder 6 Gang , das Ding hat so schon zu Kämpfen.



Das sehe ich genau so, zumal Peter auch noch geschrieben hat, das er oft noch mit einem Smart Anhänger unterwegs sein möchte.

Gruß
Harald

flens am 27 Dez 2015 22:13:35

Hallo Peter,
Ich fahre einen 6 to Carthago auf 616- er Basis. Reisegeschwindigkeit liegt bei mir zwischen 90 und 105 km/h. Ich hatte vorher einen 3,85 to Frankia auf Ducato Basis, der Umstieg war schon krass. Aber man kann das nicht miteinander vergleichen, bei dem Frankia war ich viel zügiger unterwegs, war aber auch stressiger. Jetzt bewege ich das massive Gewicht von 6 to recht gemütlich, habe mich schnell daran gewöhnt und bin total zufrieden.Habe jetzt knapp 90.000 km gemacht, alles bestens und ohne Probleme. Der Spritverbrauch ist bei der Drehzahl natürlich nicht ganz gering, nicht unter16 l, aber ich bewege eben auch eine schwere Schrankwand, da schlagen die physikalischen Gesetze nun einmal durch. Ich bin bisher sehr zufrieden und würde ihn wiederkaufen, aber das muss jeder für sich entscheiden.
Und die Geräuschkulisse: natürlich ist die da, aber in akzeptablem Masse. Auch das würde mich nicht vom Kauf abhalten.
Soweit meine Meinung.
Gruß,
Flens

pm am 27 Dez 2015 23:12:16

Danke für eure Antworten. War sehr hilfreich. Ich wünsche noch einen schönen Abend Peter

pm am 27 Dez 2015 23:20:05

[quote="flens"]Hallo Peter,
Ich fahre einen 6 to Carthago auf 616- er Basis. Reisegeschwindigkeit liegt bei mir zwischen 90 und 105 km/h. Hallo Flens , wir liebäugeln mit einem Opus 5.2. Was ist es bei dir für eines? Was hast du an fahrtechnischen Zubehör montiert? Gruß Peter

flens am 27 Dez 2015 23:35:05

Hallo Peter,
ich fahre den Mondial 57, also den Alkoven. Beim Opus könnte aufgrund der Bauform ev. noch ein geringerer Spritverbrauch drin sein.
An Zubehör habe ich diehydraulischen Stützen von E&P montiert, ansonsten das übliche Werkszubehör.
Tolles Fahrzeug, der Innenausbau und auch der Aufbau bei ein bisschen Pflege unverwüstlich. Super Qualität, wird heute von Carthago nicht mehr so verbaut.
Schwachstellen sind die Bremsen, haben einen hohen Verschleiß. Ansonsten Top!
Ich würde einen guten Gebrauchten immer wieder kaufen!
Gruß,
flens

berny2 am 28 Dez 2015 00:12:34

Da würde mich doch mal interessieren, ob diese Getriebe- oder Differenzialumbauten nicht auch die Geschwindigkeitsanzeige beeinflussen bzw. verfälschen könnten.

WolfRamOriginal am 02 Jan 2016 17:48:49

Dann will ich auch noch meinen Senf dazu geben.

Ich bin mit einem 616er unterwegs, der 5,99 t schleppen darf, mit Getriebeautomatik, aktueller Tacho-Stand 120.000 km.
Nachdem ich vergeblich versucht hatte, für die Vorderachse eine Luftfederung nachzurüsten, und von allen Anbietern eine Absage erhielt, weil Mercedes-Benz für diese Baureihe keine Freigabe für eine solche Umrüstung gibt, habe ich über meine DB-Werkstatt mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen.

Dabei wurde mir mitgeteilt, dass im 616 – wegen der höheren Zuladungkapazität - vom Basis-Sprinter abweichende ‚Komponenten’ verbaut sind, für die die erforderlichen internen Prüfungen (zur Freigabe einer Luftferung vorn) nicht vorliegen und auch nicht mehr zu erwarten sind. In diesem Zusammehang erhielt ich auch die Info, dass die Hinterachse des 616 von einem amerikanischen Hersteller zugekauft wird/wurde. – Und nur deshalb schreibe ich hier zu diesem Thema, denn mit den gesammelten Erfahrung wage ich ich die Prognose, dass von DB keine Zustimmung für eine bauliche Veränderung (am Getriebe oder an der Hinterachsübersetzung) zu erwarten ist. Das Thema 616 ist dort ‚abgehakt’. – Bliebe die Prozedur einer Einzelabnahme, mit allem Drum und dran. Ob sich das lohnt?

Was hier die Aussagen zum Fahrverhalten bzw. zur Agilität des Triebwerks betrifft, gebietet allein die bewegte Masse, sich eher an der Fahrstil der Trucker anzupassen. Das heißt aber nicht, dass ich – wenn ich will oder beim Überholen muss – recht flott sein kann. Von lahmer Ente keine Spur. Mein Reisetempo ist angepasst an den schnellsten Lkw vor mir. So rollt es sich völlig entspannt. Und wenn die Straße frei ist, nutze ich auch die zulässigen 100 km/h und beim Spurwechsel auch locker mehr. Tipp von meinem Werkstattmeister, wenn ich auch die nächsten 120 tkm ohne Reparaturen unterwegs sein möchte, sollte ich den Motor auf der Langstrecke nicht über 3.500 U/min drehen. So I do. - Verbrauch (mit Automatik) Stadt / Landstraße 13, 5 – 14,5, Autobahn 14,5 – 16,0 L/100 km. Da sehe ich unter Berücksichtigung der zu schleppenden Masse weder vom Verbrauch noch von der Geräuschkulisse für mich einen Grund, an der Antriebsbasis etwas zu verändern. Ich bin sehr zufrieden, mein Brummi schnurrt. Nur das relativ harte Stupfen der Vorderachse hätte ich gerne minimiert, aber: siehe oben.

Gruß
WolfRamOriginal

pm am 02 Jan 2016 19:13:09

Danke für die sehr hilfreiche Schilderung. Mich würde mal noch interessieren, mit wieviel Umdrehungen da so der Motor dreht. Mir kam es bei ca. 90km/h sehr hoch und laut vor. Ist allerdings ein 5 Gang Schaltgetriebe. Wir wollen am Montag noch eine Probefahrt machen und uns dann entscheiden. Freue mich auf die Antwort. Schöne Grüße Peter

berny2 am 02 Jan 2016 19:57:01

pm hat geschrieben:Mich würde mal noch interessieren, mit wieviel Umdrehungen da so der Motor dreht. Mir kam es bei ca. 90km/h sehr hoch und laut vor. Ist allerdings ein 5 Gang Schaltgetriebe.

Ich spinne jetzt mal ein bisschen: Angenommen, das Fahrzeug hat eine Höchstgeschwindigkeit von 140km/h, und der Motor dreht dabei im 5, Gang 4600U/min. Das wären dann bei 90km/h knapp 3000U/min.
Bei zu lautem Motor könnte evtl. Abhilfe durch Dämmmaterial und/oder Antidröhnmatten geschaffen werden.

Tinduck am 02 Jan 2016 20:58:21

Benz scheint sowieso besser zu wissen, was die Kunden wollen, als die Kunden selber. Anscheinend kann man da seine Womo-Basis (Sprinter) noch nicht mal mit AHK ab Werk bestellen, ohne gleich zu einer kürzeren Übersetzung gezwungen zu werden, wie ich heute aus 'gesicherter Quelle' (Hallo Thomas :D ) erfahren durfte... da fehlen einem doch so ein bisschen die Worte.

Leider gibts zu den Motoren (6-Zylinder) keine vernüftige Konkurrenz am Markt, sonst könnten die sich so ein Gebaren vielleicht nicht leisten. Friss oder stirb ist irgendwie so gestrig... wie sagte einmal Henry Ford: Sie können das T-Modell in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist. Hat sich nicht lange gehalten, das Prinzip, den Nachfolger A-Modell gab es in vielen Farben, weil die Kunden wegliefen. Irgendwann schafft Benz das auch 8)

bis denn,

Uwe

schorsche51 am 02 Jan 2016 22:02:44

Daimler macht das richtig... Morgen kommt der Kunde mit der Langen Hinterachse und will das Auto Wandeln..Beanstandung mit Anhänger beladen, Große Gänge keine

Leistung..Scheiss Auto. Iss aber kein Scheiss Auto nur die Hinterachse ist zu Lang Übersetzt.

Tinduck am 03 Jan 2016 08:23:45

Es soll ja auch Leute geben, die eben nicht die volle Anhängelast nutzen wollen oder die AHK nur für nen Fahrradträger oder als Vorbereitung für ne Heckbühne haben wollen.
Da Daimler hier nur von gewerblichen Kunden ausgeht, die Bagger von Baustelle zu Baustelle ziehen wollen, geht das am Womokäufer total vorbei. Eine Wahlmöglichkeit verbunden mit vernünftiger Beratung wäre da wohl die bessere Lösung. Und wenn der Händler Angst vor Klagen hat, kann er sich ja das Beratungsprotokoll unterschreiben lassen.

In der Konsequenz entgeht Daimler Geld, weil man ohne AHK bestellt und die dann nachträglich irgendwo anders drunterbauen lässt, wenn man sie braucht.
Aber halt, dagegen hat man ja auch schon ein probates Mittel gefunden, man kastriert einfach die Kühlleistung durch einen für Anhängerbetrieb zu kleinen Kühler und baut bei Mitbestellung der AHK einen grösseren ein, das macht Nachrüstungen schön unwirtschaftlich. Ist zumindest bei der E-Klasse so, keine Ahnung, obs beim Sprinter auch so läuft.

Kundenfreundlich ist anders. Aber solange so ein Verhalten auch noch vom potentiellen Kunden verteidigt wird, kommen sie damit wohl weiter durch.

bis denn,

Uwe

silverdawn am 03 Jan 2016 12:21:34

WolfRamOriginal hat geschrieben:
Nur das relativ harte Stupfen der Vorderachse hätte ich gerne minimiert,




Das hatte mich bei meinem 416er auch sehr gestört.

Es wurde, durch den Einbau von Zusatzspiralfedern um die Stoßdämpfer und eine 10cm Spurverbreiterung der Vorderachse, hervorragend gelöst.

Kostet bei Carsten Stäbler mit Einbau und TÜV Abnahme ca. 700,- Euro.

Gruß
Harald

WolfRamOriginal am 03 Jan 2016 14:39:51

silverdawn hat geschrieben: Das hatte mich bei meinem 416er auch sehr gestört.
Es wurde, durch den Einbau von Zusatzspiralfedern um die Stoßdämpfer und eine 10cm Spurverbreiterung der Vorderachse, hervorragend gelöst.


Genau das wird für den 616 leider nicht angeboten, weil von DB der 'Segen' fehlt. Gleiches gilt für Spurverbreiterungen, die gerade beim 616 auf der Vorderachse Sinn machen würden. Auch die Luftfederung ist beim 616 nur für die Hinterachse erhältlich. Goldschmitt bietet für den 616 für die Vorderachse lediglich eine stärkere Blattfeder (gegen die häufige Kopflastigkeit besonders bei VI) und die PU-Schaum-Anschlagdämpfer (im Austausch gegen die Serien-'Gummi'dämpfer).

Gruß
WolfRamOriginal

silverdawn am 03 Jan 2016 16:19:04

WolfRamOriginal hat geschrieben:
Genau das wird für den 616 leider nicht angeboten, weil von DB der 'Segen' fehlt. Gleiches gilt für Spurverbreiterungen, die gerade beim 616 auf der Vorderachse Sinn machen würden.




Ich hätte es auch ohne TÜV Segen machen lassen. Ich glaube nicht das es bei einer Regeluntersuchung aufgefallen wäre.

Gruß
Harald

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