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Einmal um den Bodensee mit Womo und Fahrrad


RolfRieber am 27 Dez 2015 19:04:10

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Nahe liegt der Bodensee, und den einmal zu umrunden mit dem Womo und mit dem Fahrrad ist doch eine gute Idee, oder? Die Bodenseeregion hat herrliche Landschaften und interessante Städte zu bieten, wobei uns die Reise auch durch Österreich und die Schweiz führt. Also nichts wie los.

Der Bodensee liegt im Alpenvorland im südöstlichen Teil von Baden-Württemberg und im südwestlichsten von Bayern. Seine Uferlänge beträgt 273 km. Davon liegen 173 km in Deutschland, 28 km in Österreich und 72 km in der Schweiz. Der Bodensee ist mit 536 km² nach dem Plattensee (594 km²) und dem Genfer See (580 km²) flächenmäßig der drittgrößte See Mitteleuropas, der sich zwischen Bregenz und Stein am Rhein über 69,2 km erstreckt. Er ist bis zu 252 m tief.
Dagegen nehmen sich flächenmäßig der Chiemsee (79,90 km²), der Starnberger See (58,36 km²) und der Ammersee (46,60 km²) bescheiden aus.

Anrainerstaaten des Bodensees sind die Schweiz mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen, Österreich mit dem Bundesland Vorarlberg sowie Deutschland mit den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Und das Fürstentum Liechtenstein ist nicht weit.

Unter der Bezeichnung Bodensee fasst man die Gewässereinheiten Obersee, Überlinger See, Untersee, Zeller See und Gnadensee zusammen.

Die drei größten Inseln im Bodensee sind die Insel Reichenau, die Mainau und die Insel Lindau.

Der Hauptzufluss des Bodensees ist der Alpen-Rhein, der bei Konstanz in den Untersee fließt, und den er als Hochrhein wieder verlässt.

Daneben gibt es zahlreiche kleinere Zuflüsse.

Soviel Info musste sein, bevor ich mit der Berichterstattung beginne.

Endlich geht es los. Über die B30, an der sich im Abstand von ca. 20 km eine sehenswerte Stadt an die andere reiht, fuhr ich über Laupheim, Biberach, Bad Waldsee, Ravensburg und Friedrichshafen nach Langenargen.

Obwohl jede dieser Städte einen Besuch wert ist, reichte es nur zu einem Streifschuss, zumal mir diese Städte genauestens bekannt sind. Sie verfügen übrigens alle über einen WoMo-Stellplatz.

In Eriskirch legte ich einen längeren Aufenthalt im Einkaufszentrum ein, wo ich mir einen neuen Haarschnitt verpassen ließ und wo ich mich bei einem Metzger mit einer Roulade mit Rotkohl und Spätzle stärkte. Dann steuerte ich den ins Auge gefassten Übernachtungsplatz in Langenargen an, der 100 m vom Wasser gelegen ist.
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GPS-Daten vom ÜPl Langenargen: N 47°36.496‘ E 9°31.788‘
Der Übernachtungsplatz ist eigentlich ein Parkplatz für PKW (PKW-Schild) und für WoMos über 6 m Länge nicht geeignet. Eine Toilette befindet sich im Gebäude der DLRG.

Mein erstes Ziel nach der Ankunft auf dem Übernachtungsplatz in Langenargen war das Eriskircher Ried, wo um diese Zeit die Irisblüte in vollem Gange sein müsste.

Zwischen der Schussenmündung bei Langenargen und der Mündung der Rotach am östlichen Stadtrand von Friedrichshafen erstreckt sich das Eriskircher Ried auf rund 5,5 km² zwischen der B31, der Eisenbahnlinie und dem Bodensee.

Durch das Eriskircher Ried gibt es einen geschotterten Fuß- bzw. Fahrradweg. Über die nach den Regenfällen der letzten Tage viel braunes Wasser führende Schussen gelangte ich ins Ried.
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Von Mitte Mai bis Anfang Juni entfaltet das Eriskircher Ried eine üppige Farbenpracht. Tausende Sibirische Schwertlilien färben die Riedwiesen blauviolett, in das einige gelber Tupfer der Wasser-Schwertlilie eingestreut sind. Die Sibirische Schwertlilie, von den Einheimischen Iris genannt, ist eine stark im Bestand gefährdete Art. Das Ausmaß der Blütenpracht am Bodensee ist europaweit einmalig. Der Name Sibirische Schwertlilie leitet sich von der Verbreitung der Art ab, die bis Westsibirien reicht. Es handelt sich aber um eine ursprünglich heimische Wildpflanze.
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Die Sibirische Schwertlinie benötigt sumpfigen Boden, den sie hier in idealer Weise vorfindet.

Ich sehe die Irisblüte im Ried nicht zum ersten Mal, und ich habe den Eindruck, dass sie im Vergleich zu sonst in diesem Jahr etwas mickrig ausgefallen ist, was nach meiner laienhaften Einschätzung womöglich auf den viel zu kühlen Monat Mai zurückzuführen ist.
Wasserlilie und Sibirische Schwertlilie
Das Knabenkraut ist eine heimische Orchidee.
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Ich radelte nun weiter nach Friedrichshafen.

Friedrichshafen ist eine Stadt mit ca. 59.000 Einwohnern am nördlichen Ufer des Bodensees. Sie ist die Kreisstadt des Bodenseekreises. Sie ist nach Konstanz die zweitgrößte Stadt am Bodensee. Mit ZF Friedrichshafen, MTU und Dornier sind hier namhafte Industrieunternehmen angesiedelt. Auch mit der Messe und dem Flughafen hat sich die Stadt einen Namen gemacht.

Im Hafen bestieg ich den 22 m hohen Moleturm, auf den 117 Stufen hinauf führen. Ein Muss.
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Das Dornier Museum und das Zeppelin Museum lohnen einen Besuch.
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Aus alter Tradition hat Friedrichshafen noch mehr zu bieten, nämlich den Zeppelin.

Seit den 1990 er Jahren wird in Friedrichshafen der Zeppelin NT (Zeppelin Neuer Technologie) gefertigt. Er wird überwiegend für den Tourismus (Rundflüge) eingesetzt, aber auch für Forschungs- und Überwachungsaufgaben sowie für Werbung.
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Der NT-Typ gehört zu den größten aktiven Luftschiffen. Der NT-Typ wird von der Zeppelin Luftfahrttechnik GmbH in Friedrichshafen als halbstarres Luftschiff mit einem starren inneren Gerüst konstruiert.

Nun ging es zurück nach Langenargen, wo ich noch vor dem Abendessen mit dem Flyer ISY zum Schloss Monfort flitzte.

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Das Schloss Monfort ragt auf einer Halbinsel in den See. Es wurde 1866 im maurischen Stil auf den Trümmern einer Burg errichtet. Es gehörte den Grafen von Monfort. Im Schloss befinden sich Tagungsräume und ein Restaurant. Langenargen zählt rund 7.500 Einwohner.
Vom Schloss aus schaut man ostwärts auf die Promenade.
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Nach einem letzten Blick auf Langenargen fuhr ich zurück zum Übernachtungsplatz.


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Gast am 27 Dez 2015 19:56:15

Super Bericht und super Tour.Es ist wirklich sehr schön rund um den Bodensee und auch geschichtlich sehr interessant,siehe die Pfahlbauten in Unteruhldingen.Schade ist nur das die Mitflüge im Zeppelin NT so teuer sind,wären sonst ein Highlight jeder Tour in dieser Gegend.

Gruß Arno

reisemobil.online.cx am 27 Dez 2015 20:41:10

Hallo Rolf,
danke für den Bericht. Ganz begeistert bin ich von Deinen Fotos! Wir sind auch schon oft am Bodensee gewesen. Diesen Herbst aber nur einen Tag (--> Link). Der offizielle Bodensee Radweg ist, meiner Meinung nach nicht immer toll, weil es oft neben der Straße her geht. Aber ansonsten ein schönes Ziel für uns Reisemobilisten und auf Deinen Fotos wirkt alles noch viel, viel schöner!

Gruß Michael

jazzfriend am 27 Dez 2015 21:01:47

Ich bin schon zwei mal mit dem Fahrrad um den Bodensee,
am schönsten fand ich den Sonnenuntergang von Bregenz aus.
Allerdings ist der See, egal an welcher Stelle, auch sehr gut besucht.

Klaus

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