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Tallinn St Petersburg


Ingo551 am 24 Jan 2016 13:34:30

Hallo,

im Sommer wollen wir durch das Baltikum reisen und dabei auch einen Abstecher von Tallin nach St Petersburg machen. Der Einfachheit halber habe ich verschiedene Reisebüros angefragt, die mir eine Angebot für die Organisation machen sollen. Eigentlich hatte ich natürlich vor, mit dem WoMo nach St Petersburg zu fahren. Jetzt kommt von einem kleineren aber ganz gut bewerteten Anbieter der Hinweis, doch besser mit dem Bus von Tallin nach St Petersburg zu fahren, da die Anreise und der Grenzübertritt mit dem eigenen WoMo mit einer Menge Stress und Ärger verbunden sei. Hat jemand einigermaßen aktuelle Erfahrungen? Wie lange brauche ich von Tallin nach St Petersburg? Wie läuft der Grenzübertritt im Moment so ab?

Danke für Eure Tipps

Ingo

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Flatus am 24 Jan 2016 16:00:10

Weit ist es ja nicht - aber du brauchst halt ein Visum, das du lange vorher organisieren musst. Und das um die 100 Euro pro Person kostet.
Aber von Tallin aus kannst du einen St.Petersburg-Ausflug machen; mit der Fähre, 72 Stunden visumsfrei.

Gruss Flatus
.

fliegenpups am 25 Jan 2016 13:21:58

Flatus hat geschrieben:Weit ist es ja nicht - aber du brauchst halt ein Visum, das du lange vorher organisieren musst. Und das um die 100 Euro pro Person kostet.

Gruss Flatus
.

Wir waren 2010 im Baltikum unterwegs. Ist zwar nicht aktuell, aber direkt am Grenzübergang in Narva konnte man ein 24h Visum bekommen, ohne es vorher zu beantragen. Wir haben es nicht genutzt, weil wir im Baltikum bleiben wollten. Ob 24 Stunden lohnen / reichen, kann ich daher nicht beantworten. Aber ein Foto der Preistafel kann ich anbieten: 16780

Gruß
Henning

TorstenS am 01 Feb 2016 18:53:59

Hallo Ingo,

wir waren 2014 zuerst in Kaliningrad, dann durch die baltischen Länder rüber nach Russland, St. Petersburg und hoch nach Murmansk. Dort Richtung Kirkenes/Norwegen ausgereist.

Hier --> Link und hier --> Link habe ich kurz berichtet. Ich würde für "nur" St. Petersburg mir den zweifachen Grenzübertritt mit Fahrzeug und vorheriger Visumsbeschaffung nicht antun. Das geht per Städtereise oder per Schiff als Tagestour von Tallinn bestimmt besser.

Gruß
Torsten

Siegfried49 am 01 Feb 2016 21:24:02

Hallo Ingo,
wir haben 2012 eine Fahrt mit dem Womo (zwei Fahrzeuge) um die Ostsee gemacht und sind auch durch Kaliningrad und St. Petersburg gefahren.
Das Visum (2 Mal) bekamen wir ohne Probleme in Dresden in einem Reisebüro, welches auf Reisen nach Russland spezialisiert ist.
Die Grenzübergänge waren nicht immer einfach, aber wirkliche Probleme gab es nicht. Die Grenzbeamten waren korrekt und genau. Etwas umständlich war es, die nächste Anlaufstelle zu finden. Aber es gibt viele KLW-Fahrer, die uns geholfen haben. Später hatten wir es immer so gemacht, wenn eine längere Autoschlange vor der Grenze war, ist meine Frau ausgestiegen und hat schon mal die Papiere (Zollerklärung und Migrationskarte) geholt und begannen schon auszufüllen. Wenn man großes Glück hat, bekommt man diese Dokumente auch auf Deutsch. Da wir aber zu Hause das Ausfüllen auf Russisch und Englisch geübt hatten, gab es keine Probleme. Man findet diese Dokumente auch im Internet. Da wir nicht wussten, ob die aus dem Internet noch aktuell sind, haben wir sie uns an der Grenze geholt und ausgefüllt. In Kaliningrad sind wir erst zum „Baltica Hotel, 202 Moskovsky Prospekt, 236001 Kaliningrad“ gefahren und wollten uns anmelden. Der junge Mann an der Rezeption erklärte uns im akzentfeien deutsch, dass man sich erst nach sieben Tagen anmelden muss. In dem Hotel gab es auch einen Geldautomat. Hinter dem Hotel war ein Campingplatz, wir wollten aber an die Ostsee nach „Rauschen“. Trotz intensiver Hilfe von Einheimischen fanden wir keinen Campingplatz und sind deshalb ohne Übernachtung über die Kurische Nehrung nach Nidden (Litauen) gefahren. Die Formalitäten an der Grenze gingen schnell (weniger als eine Stunde), aber wir mussten auf beiden Seiten in den entsprechenden Währungen Eintritt in den Nationalpark zahlen. Zum Glück hatten wir ja schon Rubel aus den Automaten.
Vor Narva übernachteten wir einige Kilometer vorher auf dem „Laagna camping-hotel“, denn wir wollten möglichst früh über die Grenze. Wie schon geschrieben, gibt es am Stadtrand einen großen Parkplatz, auf dem man sich anmelden muss und auch eine Parkgebühr bezahlen muss. Dann wartet man, bis auf der Anzeigetafel die eigene Autonummer angezeigt wird. Jetzt fährt man durch die Stadt zum Grenzkontrollpunkt. An der roten Ampel musste ich nochmals aussteigen und dem Posten meine Papiere zeigen. Nun kamen wir an die eigentliche Grenze. Die Fahrzeuge werden immer genau und korrekt geprüft. In jede Klappe wird geschaut. Unsere persönlichen Sachen und die Verpflegung interessierten nicht.
In St. Petersburg fuhren wir zuerst nach „Zarskoje Selo“! Wenn man das gesehen hat, findet man Potsdam oder Versailles gar nicht mehr so toll!!! Danach auf dem Autobahnring zum „Hotelcampingplatz Olgino, N 59.99659° E 30.10614”. Der „Campingplatz” war ein abgelegener Hotelparkplatz mit einigen Stromkästen, die an Bäume gebunden waren. Hier wollten wir nicht bleiben! Also ging es am Freitagnachmittag durch St. Petersburg zum Haus der Kultur “Progress“, Lesnoy Prospekt 17/2. Hier stand schon eine geführte Gruppe von etwa 20 französischen Reisemobilen. Mit ein wenig gutem Willen passten wir da auch noch hin. Wasser gab es mit eine langen Schlauch aus dem Keller, Strom mit vielen Kabeltrommeln aus dem Haus, Abwasser war ein etwas beiseite geschobener Kanaldeckel, Preis 20,00 Euro pro Nacht. Der Chef sprach sehr gut Englisch und war sehr hilfsbereit. Vor hier waren es nur einige Hundert Meter bis zur Metro und wir konnten die Stadt erkunden (Newski Prospekt, Peter und Pauls Festung, Kreuzer Aurora, Winterpalais…
Unser Bekannter war sehr!!! Leichtsinnig und hatte seine Gürteltasche (mit einer Druckschnalle hinten) offen getragen. Beim Einsteigen in die Metro gab es plötzlich ein Gedränge und die Tasche war weg. Also zur Polizei und dank der Hilfe eines jungen Mannes, der sehr gut englisch sprach und dolmetschte, konnte der Polizist helfen. Nach etlichen Telefonaten bekam er einen Anruf, verschwand und kam nach 15 Minuten mit der Tasche zurück. Alle Papiere, EC-Karte und Schlüssel waren noch da. Es fehlten zwei Kreditkarten und das Bargeld. Den Kreditkartenschaden bekam er zu Hause von der Bank ersetzt, das Bargeld gehörte jetzt einem Anderen.
Wir blieben zwei Tage, besuchten u.a. auch Peterhof und fuhren dann ohne Probleme über Vyborg nach Finnland.
Gruß

Siegfried

Ingo551 am 02 Feb 2016 19:00:49

Liebe Leute,

vielen Dank für Eure Infos. Ich komme auch immer mehr ins Grübeln, ob ich mit dem WoMo rüber fahre. Ich habe zwar schon ein ganz interessantes Komplett-Angebot von einem Reisebüro, das auch bei der Besorgung der Visa hilft. Aber ich ringe noch mit mir..... Falls es dabei bleibt und wir im August rüber fahren, werde ich in jedem Fall berichten.

Nochmals vielen Dank und allzeit gute Fahrt!!!!!

Ingo

trevor2 am 13 Feb 2016 18:41:44

Hallo Ingo,

wir hatten es 2014 ja auch zunächst vor, haben es dann aber nach den ganzen Recherchen und Reiseberichten wieder gestrichen. Leider (St. Petersburg steht immer noch auf meiner Wunschorteliste ganz oben!), aber so war es stressfreier und wir hatten mehr Zeit für das Baltikum, die wir dort auch gut nutzen konnten! Solange sich da nichts ändert an den Reisebedingungen werden wir Russland aussen vor lassen, auch diesen Sommer.

Euch eine tolle Reise mit vielen spannenden Eindrücken und wir freuen uns auf Deinen Bericht hinterher!

Gruß, Trevor

riga-lettland am 05 Sep 2016 12:41:10

Freunde, es ist Tallinn, nich Tallin! Zitiere mal einen bekannten Baltikum-Reiseveranstalter:

"Seit nunmehr 24 Jahren bieten wir Reisen nach Estland, Lettland und Litauen an. Oft mussten wir feststellen, dass Reisende den Namen der estnischen Hauptstadt mit nur einem n schreiben. Dieser häufig begangene Irrtum führt auch zur falschen Aussprache.

Oder führt die irrtümliche Annahme, dass die zweite Silbe betont und das i lang gesprochen wird, zur falschen Schreibweise? Mann kennt Schwerin und Berlin und fährt dann eben auch nach Tallin.

Tallinn ist nicht slawischen Ursprungs. Der Name wird üblicherweise abgeleitet von Taani linn, was Dänenburg bedeutet. Bei der Aussprache wird die erste Silbe betont, aber beide Vokale werden kurz gesprochen.

Willkommen in Tallinn!"

PAPLE am 16 Jan 2017 17:22:10

Moin Ingo, ist jetzt zwar schon etwas her, aber:
wir haben das im letzten Sommer (2016) gemacht, allerdings ein wenig abgewandelt.
Wir sind nicht von Tallinn, sondern von Helsinki nach St. Petersburg gefahren.
Dabei haben wir das Wohnmobil für zwei Nächte auf dem CP in Helsinki gelassen (besser dort das Auto stehen lassen, als am Hafen in Helsinki) und sind entspannt Visa-frei mit St.Peter Line gefahren. Die Tout dauerte zwei Nächte für die Überfahrt, und wir hatten einen Tag in St. Petersburg. Hat uns gut gefallen...
--> Link
Vielleicht ist das ja auch für euch eine Option... ?
LG Peter

Herolf am 16 Okt 2018 17:15:48

Hallo,

meine Frau und ich möchten im nächsten Jahr zeitungebunden noch einmal das Nordkap besuchen und auf dem Weg vom Baltikum über Finnland auch eine Besichtigung St. Petersburgs einplanen.

Nun ist diesem Forum zu entnehmen, dass das Bereisen Russlands umständlich und nicht unbedingt empfehlenswert ist, weshalb ich auf den Gedanken komme, das Wohnmobil möglichst nahe der russischen Grenze entweder in Estland oder Finnland abzustellen, um von dort aus einen (natürlich rechtzeitig gebuchten) Tagesausflug nach St. Petersburg vorzunehmen. Es ist mir klar, dass diese Stadt Sightseeing-Potential für einen längeren Zeitraum hat, aber das wesentliche könnte im Rahmen einer Führung vielleicht doch in einem Tag erlebt und somit eventuell auf eine umständliche Zwischennächtigung verzichtet werden.

Meine Frage: Ist diese Idee absurd oder hat vielleicht doch schon jemand eine diesbezügliche Erfahrung und wenn ja, kann mir eine Reiseorganisation genannt werden, an die ich mich verlässlich wenden kann?

Herzliche Grüße
Hermann Wimmer

pompeus am 19 Okt 2018 20:52:21

Die Idee ist keinesfalls absurt. Auch ich habe vor, mit meiner Frau
Anfang/Mitte Juni 2019 für 4-6 Wochen das Baltikum zu besuchen.
Dabei wollen wir auch nach Sankt Petersburg.
Entweder mit einer Fähre von Tallinn nach S.Petersb. oder mit dem
Bus von Narva (russ. Grenze) aus für einen Tag.

Ich bin überzeugt, daß es genügent Anbieter gibt.

Franz

Puank am 13 Aug 2019 19:04:17

Die Übergänge nach St. Petersburg und Kaliningrad dauern etwa 3 Stunden ( Stand 8/19) und kosten auch keine 100 € mehr. Ein einfach e - Visum via Internet beantragen, 2 Tage später ist das meist genehmigt, ausdrucken (! - weil das an der Grenze vorgezeigt werden muss ) und dann los. Die Neuerungen traten jetzt in Kraft.
Wir sind über Kaliningrad eingereist ( Diesel kostet ca. 0,50 € ) und bummeln zurzeit durch das Baltikum, meist stehen wir irgendwo frei, es gibt keine Problem. Nette freundliche Leute fast überall.

reisemobil.online.cx am 13 Aug 2019 19:11:49

Eventuell von Interesse:
Zum 1. Oktober sollen private und geschäftliche Reisen ins russische St. Petersburg über ein elektronisches Visum möglich sein, das acht Tage gültig ist.

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