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Autarkie: Sind meine Vorstellungen realistisch? 1, 2


lupor am 31 Jan 2016 15:48:34

Moin,

Ich habe folgendes Gedankenspiel:

1.) Ein WoMo bis ca. 15.000 € kaufen
2.) Eine Meldeadresse bei einem Campingplatz, wo ich dann offiziell "fest" wohne
3.) Häufig in der Nähe von Feldern und/oder Wäldern übernachten (bin jedoch gern alleine, also nach Möglichkeit ohne andere Camper in der Nähe, sondern stattdessen Naturidylle).
4.) Monatlich ca. 500 Euro in das Wohnmobil investieren, mit Zielen: Allg. Reperaturen, 700-800 Watt Solarmodule, Regenwasser- und Abwasser-Aufbereitungsanlage.
5.) Internet über LTE oder Satellit
6.) Im Winter heizen via Holzofen oder Gasheizung

Ich möchte möglichst autark sein und vllt. alle 1-2 Wochen dann mal Notwendiges erledigen müssen (Einkaufen, Tanken, Fäkalientank leeren etc.).

Die größten Sorgen machen mir dabei die Punkte 2.) und 3.), von daher sind meine Fragen:

- Ist das mit der Meldeadresse ein größerer Aufwand, oder reicht es, einen passenden Campingplatz zu finden? Kontrollieren die dann, wie oft ich da stehe oder ist denen das egal, solange ich pünktlich die Gebühren zahle?
- Wird man in D intensiv "belästigt", wenn man mit dem WoMo in die Natur fährt, um da mal für eine Nacht zu stehen? Wären jetzt keine Touri-Hotspots, sondern eher abgelegene Gegenden...
- Soweit ich weiß darf man eine Übernachtung auf einem öffenentlichen Parkplatz machen. Wie ist das z. B., wenn ich mir jede Nacht einen anderen Parkplatz suche oder jeden zweiten Tag auf dem gleichen stehe? :D

Was mich auch interessieren würde: Kann man es bei Regen vom Lärmpegel her gut in einem WoMo aushalten, oder muss man ggf. mit Schlafproblemen rechnen?

Falls ich noch irgendetwas anderes übersehen haben sollte, wäre ein Hinweis nett.

Danke.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Flatus am 31 Jan 2016 16:03:47

lupor hat geschrieben:3.) Häufig in der Nähe von Feldern und/oder Wäldern übernachten (bin jedoch gern alleine, also nach Möglichkeit ohne andere Camper in der Nähe, sondern stattdessen Naturidylle).

- Wird man in D intensiv "belästigt", wenn man mit dem WoMo in die Natur fährt, um da mal für eine Nacht zu stehen? ...

Das machen wir seit vielen Jahren und hatten noch nie Probleme mit dem freien Übernachten.

Gruss Flatus
.

pipo am 31 Jan 2016 16:07:27

Hallo Lupor,
herzlich willkommen im Forum :!:

Grundsätzliche sehe ich bei dem was Du machen willst kein Problem.
Einen Punkt hast Du aber vergessen: Was willst Du im Winter machen?

Ansonsten schaue doch mal bei Rolf --> Link vorbei. Der führt ein ähnliches Leben wie Du es vor hast.

topolino666 am 31 Jan 2016 16:49:50

Hallo!

Gegenfrage:

gibt es wirklich CP die eine "Meldeadresse" erlauben ohne dass da jemand (zahlend!!!) da ist??? :?:

- womit verdient der CP an der Sache Geld?
- was passiert z.B. mit dem Knöllchen / Fahrzeugsteuer, ..... die als Post zum CP kommt?

=> ICH glaube dass dieser Punkt so einfach nicht funktionieren wird! :idea:

Mover am 31 Jan 2016 16:51:29

Wegen des Holzofens spricht Du am besten mit einem aufgeschlossenen Schornsteinfeger und Du gurgelst nach dem Thema.

Ich war schon in Womos mit Holzheizung, einem umgebauten Reisebus und einem Kasten. Eine wunderbare Wärme mit Duft und Knackgeräuschen.
Dann fährt noch einer mit einem Wowa mit Holzofen rum. Geht doch!
Den Link hat Dir pipo gegeben.

Und noch ein Link:
--> Link
Die Frage bleibt: wo lagerst Du Dein schweres Brennholz?

kurt2 am 31 Jan 2016 16:53:22

Hallo Lupor,
willkommen im Forum.

Meine Ansicht zu
1)
Da Du offenbar ganzjährigen Aufenthalt im WoMo wünscht, darauf achten, dass es „winterfest“ ist, d.h. möglichst mit beheiztem Doppelboden, damit Frisch- und Abwasser im geheizten Bereich liegen. Hinsichtlich Deiner primären Verwendung des Womo`s als 1)Alleinreisender und 2)Wohnung 3) parken auf öffentlichen Strassen/Parkplätzen würde ich ein WoMo <3,5t wählen.

2)
Warum willst Du das machen? Hast Du keinen Verwandten bei dem Du dich anmelden kannst. Wäre viel einfacher und kostet i.d.R. auch nichts.

3)
Grundsätzlich ist „Campen“ in „D“ außerhalb von zugelassenen Stellplätzen und CP-`s auf öffentlichem Grund verboten. Wenn also campingähnliches Leben stattfindet, also das Aufstellen von Tischen, Stühlen, das Herausdrehen der Markise oder das Aufbauen eines Vorzeltes ist das Sondernutzung, die ohne Genehmigung nicht erlaubt ist.
Das heißt aber in der Praxis nicht unbedingt, dass gleich furchtbar viel passiert, wenn man mal irgendwo stehst und Du keinen Dreck etc. hinterlässt.

Zum parken und Campen hier ein kleiner Einblick --> Link

Das einmalige Übernachten zum Zwecke der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ ist jedenfalls auf öff. Grund erlaubt, wo es nicht explizit verboten ist.

4)
Finde ich etwas hoch angesetzt aber es kommt ja letztlich darauf an, was Du alles einbauen willst.

5) ja
6) eher mit Gas oder Diesel da i.d.R. eine Heizung bereits verbaut ist.

Weiterhin denke ich mal, dass Du abseits von „Touri- Hotspots“ eher nicht so furchtbar belästigt wirst. Könnte höchstens mal sein, dass ein Reh zum Fenster hineinschaut oder eine Wildschweinrotte grunzend Dein Mobil umlagert. :D

Regen höre ich jedenfalls schon, die dicken schweren Tropfen natürlich mehr als Niesel. Ich denke mal wenn Du nicht schwerhörig bist, wirst Du den regen schon auf das Dach prasseln hören. Andererseits gewöhnt man sich sicher auch daran, wenn man es öfter hat. Wenn nicht, gibt es „Oropax“.

Viel Glück bei Deinem Projekt!

Tipsel am 31 Jan 2016 16:54:04

Ich denke, wenn pünktlich die Gebühren für den gemieteten Platz gezahlt werden und der Platz gepflegt wird, ists dem Platzbetreiber egal, wie oft der Mieter anwesend ist.
Allerdings dürfen die normalen Campingplätze keinen Erstwohnsitz bestätigen. Und die Gemeinde verlangt ja diese Bestätigung vom Vermieter, soviel ich weiß.

Gast am 31 Jan 2016 17:51:15

Tipsel hat geschrieben: Allerdings dürfen die normalen Campingplätze keinen Erstwohnsitz bestätigen. Und die Gemeinde verlangt ja diese Bestätigung vom Vermieter, soviel ich weiß.


Die Bestätigung durch den Vermieter ist i.d.R. nicht mehr erforderlich. Es wird aber geprüft wenn sich jemand anmeldet ob dies dort zulässig ist. Für den Hauptwohnsitz auf Campingplätzen ist dies noch nicht klar geregelt, es läuft aber auf eine Stichtaglösung hinaus, d.h. neue Anmeldungen werden nicht mehr akzeptiert, alte haben Bestandschutz.
Gibt aber auch Kommunen die es grundsätzlich nicht zulassen.

Kai

topolino666 am 31 Jan 2016 17:52:42

.... wenn ich aber Gebühren für einen CP bezahle brauche ich nicht
- im Wald schlafen
- Regenwasser trinken
- ......

:?:

wolfherm am 31 Jan 2016 17:53:51

Das Meldegesetz hat sich geändert. Bescheinigungen werden wohl wieder erforderlich. Also, bitte informieren beim Meldeamt. Spart Ärger.....

Gast am 31 Jan 2016 18:12:54

Hallo angehender Aussteiger,
es gibt etliche Anderslebende so wie zum Beispiel "kasteninblau" oder "14qm". Besonders der Blog "14qm" beschreibt die Problematiken recht deutlich. Bei jedweder Anmeldung findet nun offenbar zur Erhebung der "Fernsehsteuer" ein Datenaustausch statt. Jedes menschliche Lebewesen, egal ob blind, taub oder im Koma wird zur Zahlung herangezogen. Solange die behördlichen Schreiben zugestellt werden, ergeben sich kein Probleme. Bislang wird noch nicht überprüft, ob der Mensch jede Nacht an seiner Meldeadresse verbringt.
Weitaus wichtiger sind die winterlichen Probleme und die Entsorgung des Abwassers sowie des Fäkalientanks. Das wird nur auf Stellplätzen oder Campingplätzen oder bei Klärwerken funktionieren. Wie schon erwähnt, ist für dieses Vorhaben nur ein winterhartes Wohnmobil geeignet, das aber spätestens nach einigen Tagen Strom benötigt.
Mit viel Interesse verfolge ich "14qm", die den Schritt von der Wohnung zum Wohnmobil vollzogen haben. Auf Dauer oder für eine begrenzte Zeit? Für mich wäre es nur möglich, wenn Mutti mich zur Not wieder aufnimmt.
Ein Campingplatz als Meldeadresse ist bereits bei uns am Dorfrand vorhanden. Dort sind fast ausnahmslos Dauercamper.
Ich staune aber immer wieder über die "Aussteiger", die das Hamsterrad verlassen.

lupor am 31 Jan 2016 20:19:15

Zunächst vielen Dank an alle für die zahlreichen Antworten und freundlichen Begrüßungen!

pipo hat geschrieben:Grundsätzliche sehe ich bei dem was Du machen willst kein Problem.
Einen Punkt hast Du aber vergessen: Was willst Du im Winter machen?


Auch im Wohnmobil leben, dachte ich. Heizen mit Gas oder Holz.

topolino666 hat geschrieben:gibt es wirklich CP die eine "Meldeadresse" erlauben ohne dass da jemand (zahlend!!!) da ist??? :?:


Aber ich würde doch ganz normal meine Gebühren dort bezahlen, wäre nur (u. U. sehr) häufig nicht vorort!

Mover hat geschrieben:Die Frage bleibt: wo lagerst Du Dein schweres Brennholz?


Ich möchte mir ein WoMo <=7,5t zulegen, ich denke (hoffe) da ist etwas Platz. Ansonsten würde ich in der Natur sammeln, was so auf dem Boden rumliegt.

kurt2 hat geschrieben:Deiner primären Verwendung des Womo`s als 1)Alleinreisender und 2)Wohnung 3) parken auf öffentlichen Strassen/Parkplätzen würde ich ein WoMo <3,5t wählen.


Wieso unter 3,5t? Ist das nicht etwas klein für eine Wohnung?

kurt2 hat geschrieben:2)
Warum willst Du das machen? Hast Du keinen Verwandten bei dem Du dich anmelden kannst. Wäre viel einfacher und kostet i.d.R. auch nichts.


Verwandten sind meist in Mietwohnungen, da kann ich mich leider nicht so einfach melden. Meine Motivation ist, dass ich ein abenteuerliches, möglichst unabhängiges Leben suche. Wenn Ich irgendwo wohne und der Nachbar laut ist, kann ich nicht einfach so weg. Mit einem WoMo hingegen schon - das war auch eine Überlegung. Ich weiß natürlich, dass das nicht gerade einfach wird und viel Arbeit bedeutet!

kurt2 hat geschrieben:3)
Grundsätzlich ist „Campen“ in „D“ außerhalb von zugelassenen Stellplätzen und CP-`s auf öffentlichem Grund verboten. Wenn also campingähnliches Leben stattfindet, also das Aufstellen von Tischen, Stühlen, das Herausdrehen der Markise oder das Aufbauen eines Vorzeltes ist das Sondernutzung, die ohne Genehmigung nicht erlaubt ist.


Das ist interessant, dazu habe ich folgende Frage: Trifft dies auch zu, wenn man nur im WoMo bleibt und keine Stühle usw. rausstellt?

kurt2 hat geschrieben:Weiterhin denke ich mal, dass Du abseits von „Touri- Hotspots“ eher nicht so furchtbar belästigt wirst. Könnte höchstens mal sein, dass ein Reh zum Fenster hineinschaut oder eine Wildschweinrotte grunzend Dein Mobil umlagert. :D


Hehe. Ich hatte eher die Befürchtung, dass es vielleicht übersensible Spaziergänger o. ä. gibt, die mich dann bei der Polizei oder sonstwo melden könnten, sobald sie mich ein paar Tage irgendwo stehen sehen.

Frage in die Runde: Wie ist das eigentlich rechtlich mit Campingplätzen als Hauptwohnsitz? Ich hätte nämlich bei meinem Plan keinen anderen Wohnsitz...

thomas56 am 31 Jan 2016 20:34:54

dich brauch keiner bei der Polizei melden, wenn aus dem grünen Wald schwarze Rauchschwaden von deinem nassen Kaminholz aufsteigen, sehen die das auch so! :D

mafrige am 31 Jan 2016 20:39:00

lupor hat geschrieben:...
Frage in die Runde: Wie ist das eigentlich rechtlich mit Campingplätzen als Hauptwohnsitz? Ich hätte nämlich bei meinem Plan keinen anderen Wohnsitz...


Hallo lupor,

was du brauchst ist eine Melde- und Postadresse (Steuerbescheid, Amtsschreiben wie Polizei, ...)
Wenn du bei einem Verwanden gemeldet bist und der dir auch wichtige Briefe vorlesen kann, dann wäre das ein Optimum.
In der Regel wird sich keiner darum kümmern, ob du dort wohnst (biete ein Taschengeld).
Dann kannst du im Winter in Spanien oder ... überwintern.
3,5 t sind wichtig, damit man auf Parkplätzen auch wirklich richtig stehen kann, auch die Maut ist einfacher (in Österreich, ... dann keine GoBox)
Ein 6 m Alkoven hat das gleiche Raumgefühl wie ein 6,5 - 7,0 m Teilintegrierter, weil das Bett über der Fahrerkabine ausgelagert ist.
Ein Stromgenerator (im Winter bringt Solar nicht viel), hier auch Moppel genannt, ist ebenfalls notwendig. :lol:

felix52 am 31 Jan 2016 22:17:54

lupor hat geschrieben:Das ist interessant, dazu habe ich folgende Frage: Trifft dies auch zu, wenn man nur im WoMo bleibt und keine Stühle usw. rausstellt?
Frage in die Runde: Wie ist das eigentlich rechtlich mit Campingplätzen als Hauptwohnsitz? Ich hätte nämlich bei meinem Plan keinen anderen Wohnsitz...


Zu Satz 1 des Zitats:
Gesetzestechnisch ist es so, dass "zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" max 8 Std Parken mit Schlafen zulässig sind im erlaubten öffentlichen Verkehrsraum.
Da wären z.B. 2 Fläschchen Bier zum Abendbrot nicht angesagt. :mrgreen:
Aber: Wo kein Kläger.......
Feingefühl ist da angesagt.

Zu Satz 2 des Zitats:
Z.B. in Köln oder überhaupt am Rhein gibt es solche Campings. Aber die sind teurer als ein möbliertes Zimmer!

Ansonsten:
Wo willst Du eigentlich 700 - 800 Wp Solarpanele hinnageln bei einem parkplatztauglichen Womo? :?
Ein Holzofen im Womo zusammen mit ner Gasanlage geht mit dem TÜV garnicht in Deutschland!
Jedenfalls nicht offiziell.

Ich wünsche Dir viel Erfolg. Wenn man etwas will, kann man es auch erreichen. :ja:
Dazu wirst Du wohl einige Kompromisse machen müssen.

Grüsse
Felix52 :)

Airedale am 31 Jan 2016 23:12:55

Das ist echt ein interessantes Thema.

Da ist auch die Frage mit der Zulassung von dem WoMo.
Ich habe mal einen Oldtimer auf einen eingetragenen Verein zulassen lassen.
Der Verein hat ja keinen Ausweis sonder nur den Auszug aus dem Vereinsregister und da gibt es keine Straße. Und ohne genaue Anschrift konnten die wieder kein Fahrzeug zulassen.

Bei der Meldung bei einem Freund oder Verwanden, kommt je nach Gemeinde dann eine Müllgebühr auf den Hausbesitzer zu. Da ja eine Person mehr dort gemeldet ist.
Es reicht ja nicht der Name am Briefkasten, man braucht ja auch nen Ausweis und ne Krankenkasse und und und .....

Wenn man Jung ist, kommt man vom Job nicht weg und im Alter von der Nähe des Hausarztes. ;-)

Ich glaube in Deutschland ist das eine echte Herausforderung.

Gruß Horst

xbmcg am 01 Feb 2016 11:12:45

Hallo,

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Umsetzung deiner Träume!

Ich kenne einige "Dauercamper", die vielleicht 3-4 Wochen im Jahr auf dem Platz sind, meist
zum Frühjahrsputz und dann im Herbst zur Einwinterung - sonst steht der Wohnwagen meist leer.

Sie zahlen ihre Jahresgebühr und nutzen den Bootssteg zum Festmachen.

Inwieweit der CP als Meldeadresse durchgeht, hängt wohl von der Gemeinde und dem Betreiber ab.
Besser ist wirklich bei einem Verwandten / Freund meldetechnisch unterzukommen.

Die Müllgebühren werden nicht überall pro Person im Haushalt fällig, manche Gemeinden erheben
Gebühren nach Mülltonnengröße, egal wieviele Personen im Haushalt sind.

Für die GEZ und Steuer / Versicherung für das Fahrzeug / KV usw ist natürlich der Wohnort relevant.

6.000€ / Jahr (500€ monatlich) für das Fahrzeug ist schwer zu beurteilen, weil Du nicht schreibst,
was Du genau damit meinst. Haftpflichtverscherung, Steuern, Kraftstoff, Gas, Wasser, Strom, Entsorgung
und Wartung könnten den Betrag leicht auffressen. Viele V/E Stationen verlangen Geld, manchmal muss
man auch kostenpflichtig übernachten, um sie zu nutzen. Schon beim Gas kannst Du im Schnitt 2 Flaschen
im Monat rechnen (Gastank wäre hier wahrscheinlich angebracht), im Sommer weniger, im Winter mehr.
Um der Heizerei zu entgehen, wäre vielleich auch ein Überwintern in wärmeren Gegenden besser.

Gerade Wasser und Toilette wirst Du öfter als alle 2 Wochen bunkern / leeren müssen - ich tippe mal auf alle 4-6
Tage, wenn Du alleine unterwegs bist - außer du hast Tanks wie in einem Ami-WoMo oder du erledigst einige
Geschäfte im Freien. Eine Thetford Kassette ist schnell voll.

Da Du viel herumfahren willst, statt auf Deinen Dauerstellplatz zu überwintern (Mit Stromanschluss, Gasflaschentausch,
Wasseranschluss, Entsorgung, Toiletten / Duschen und andere Annehmlichkeiten, für die Du sowieso zahlst...),
mußt Du auch die erheblichen Kosten für den Sprit dazurechnen.

Also, wenn Dauercamping, dann 3-4 Monate dort wohnen, damit sich das rechnet - oder ganz lassen.

In USA gibt es ja auch Camping-Abo's, wo man für eine Jahresgebühr in einer Region von mehreren Bundesstaaten
die Campingplätze kostenlos nutzen kann , inklusive Strom. Man muss dann allerdings alle 5-10 Tage oder so zum
nächsten fahren - damit das nicht als Dauerwohnsitz mißbraucht wird. Funktioniert ähnlich Time-Sharing und lohnt
sich schon wegen V/E und Strom (50A) - da ist das Thema Heizen sozusagen mit drin. Irgend wann wird es auch
nach Europa schwappen.

Ich frage mich, wie das "fahrende Volk" die Sache mit der Meldung macht, die haben doch auch keinen festen Wohnsitz.

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie Du das Thema am Ende löst.

kurt2 am 01 Feb 2016 12:56:44

Hallo Lupor,

< 3,5t deshalb, weil Du dann im Sinne der StVO als PKW zählst und problemlos (wie jeder andere PKW auch) am Straßenrand parken /Parkplätze für PKW anfahren oder z.B auch der Vignettenpflicht in Österreich entkommst.
Als Alleinreisender dürfte das Platzangebot schon passen. Schau Dich mal bei Händlern um. Wenn sie Dir zu klein sind, dann musst du halt größer. Kannst ja auch mal für 2-3- Wochen ein WoMo mieten um Deinen Platzbedarf zu erfahren.

„kurt2 hat geschrieben:
3)
Grundsätzlich ist „Campen“ in „D“ außerhalb von zugelassenen Stellplätzen und CP-`s auf öffentlichem Grund verboten. Wenn also campingähnliches Leben stattfindet, also das Aufstellen von Tischen, Stühlen, das Herausdrehen der Markise oder das Aufbauen eines Vorzeltes ist das Sondernutzung, die ohne Genehmigung nicht erlaubt ist."

Das ist interessant, dazu habe ich folgende Frage: Trifft dies auch zu, wenn man nur im WoMo bleibt und keine Stühle usw. rausstellt?

Antwort:
Campen bedeutet „campingähnliches Verhalten zeigen“, also das o.g. Herausstellen von Stühlen usw.
Wenn Du kein v.g. campingähnliches Verhalten zeigst, campierst Du auch nicht sondern benutzt nur die Strasse/Parkplatz im Rahmen des Gemeingebrauchs und mit einem WoMo < 3,5t bist Du i.S.d. StVO ein Pkw, darfst also auf öffentlichen Strassen parken wie ein Pkw.
Problematisch könnte es nur werden, wenn Du mehrere Tage im parkenden WoMo wohnst. Dann könnte eine „Sondernutzung“ (des öffentl. Verkehrsraums) vorliegen.

kurt2 hat geschrieben:
Weiterhin denke ich mal, dass Du abseits von „Touri- Hotspots“ eher nicht so furchtbar belästigt wirst. Könnte höchstens mal sein, dass ein Reh zum Fenster hineinschaut oder eine Wildschweinrotte grunzend Dein Mobil umlagert.

Hehe. Ich hatte eher die Befürchtung, dass es vielleicht übersensible Spaziergänger o. ä. gibt, die mich dann bei der Polizei oder sonstwo melden könnten, sobald sie mich ein paar Tage irgendwo stehen sehen.

Antwort:
Hier kommst Du vom Gemeingebrauch schon in die Sondernutzung. Aber lese Dir doch mal den Link durch. Der beantwortet die meisten Fragen hinsichtlich des „Stehens“. --> Link

Allgemein gesehen ist es schon richtig sich Gedanken zu machen. In der Praxis aber ist das Ganze viel entspannter.

kampino am 01 Feb 2016 16:18:16

Servus,

mal kurz vorweg: Ein Wohnmobil ist kein Pkw im Sinne der StVO. Es ist ein "Fahrzeug zur Personenbeförderung bis 8 Sitzplätze Wohnmobil". Sobald dieser Eintrag in der Zulassungsbescheinigung steht ist z.B. das Parken auf reinen Pkw - Parkplätzen erledigt. Dafür gibt´s dann aber eine andere Behandlung bei Versicherung und Steuer...
Jetzt mal zum Eingangspost und meinen Gedanken dazu:

1.) Ein WoMo bis ca. 15.000 € kaufen
Gute Idee, dafür geht jetzt aber nicht so rasend viel her. Schau mal was der Markt so Wintertaugliches bietet für den Preis und was dann von Holzofen etc. noch übrig bleibt. Ich tät den Holzofen eher weg lassen und das Mobil eine Nummer kleiner wählen. Ob man als Dauerbewohner mit weniger als 3,5t auskommt wage ich allerdings auch wieder zu bezweifeln. Das hängt von Deinen Wünschen und von Deiner "Bewegungswut" ab.
2.) Eine Meldeadresse bei einem Campingplatz, wo ich dann offiziell "fest" wohne
Hmmm, da ist tatsächlich die Frage, ob es nicht eine kleine Wohnung im Osten der Republik besser tut. Die sind da sehr günstig und vielleicht kann man sie sogar teilen oder untervermieten ?
3.) Häufig in der Nähe von Feldern und/oder Wäldern übernachten (bin jedoch gern alleine, also nach Möglichkeit ohne andere Camper in der Nähe, sondern stattdessen Naturidylle).
Kannst schon machen, musst dann aber tatsächlich öfter mal den Ort wechseln. Jäger und Förster sind sehr aufmerksam....
4.) Monatlich ca. 500 Euro in das Wohnmobil investieren, mit Zielen: Allg. Reperaturen, 700-800 Watt Solarmodule, Regenwasser- und Abwasser-Aufbereitungsanlage.
Warum braucht man Wasseraufbereitungsanlagen ?
5.) Internet über LTE oder Satellit
Hab ich über (Vodafone) LTE mit Zusatzantenne. Funktioniert in Deutschland super.
6.) Im Winter heizen via Holzofen oder Gasheizung
Siehe oben, den Holzofen würde ich streichen, so lange du keinen LKW fahren willst.

-.) Ich möchte möglichst autark sein und vllt. alle 1-2 Wochen dann mal Notwendiges erledigen müssen (Einkaufen, Tanken, Fäkalientank leeren etc.).
Dazu brauchts ein großes Gerät womit wir wieder beim Budget wären....

14qm wurde schon genannt, Hermann unterwegs kannst auch mal googeln ...

Bis dahin auf der Straße....

Michael

kurt2 am 02 Feb 2016 12:24:59

kampino hat geschrieben:Servus,
Ein Wohnmobil ist kein Pkw im Sinne der StVO.
Michael


Hallo,
ist schon richtig, genau genommen ein „sonstiges Kfz“. --> Link

Mir ging es auch nicht darum, eine juristisch einwandfreie Einordnung einer Fahrzeugklasse etc. zu finden, sondern darum, einem offenbar komplett unerfahrenen Wohnmobilisten in spe aufzuzeigen, dass er mit einem WoMo < 3,5t gewisse (z.T. für ihn sehr wichtige) grundsätzliche Vorteile genießt. Z.B.:
- auf einen Parkplatz (Z 314) mit Zusatzschild Z 253 fahren zu dürfen,
- eine Strasse befahren zu dürfen, die für Kfz > 3,5t gesperrt ist (Z 253),
- auf BAB`` s schneller als 80 km/h fahren,
- Go-Box in "A"
usw.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Wohnmobile inzwischen immer öfter explizit benannt werden.
Z.B.:
- StVZO § 47
- StVo § 18
-StVO § 3
usw.

Aber ich glaube, der TE hat meinen Hinweis schon verstanden.

Nun muß er nur noch herausfinden ob ihm das, hinsichtlich seiner Platzbedürfnisse, genügt.

kampino am 02 Feb 2016 13:03:06

Hi Kurt,

wir zwei sind uns da vermutlich schon einig. Nur viele gehen davon aus, dass ein <3,5t ja ein Pkw ist und man zum Beispiel auch auf nur für Pkw zugelassene (Z 1048-10) Parkplätze darf. Wider besseren Wissens habe ich das in Lindau (zwangsweise) mal ausprobiert und ein entsprechendes Lehrgeld gezahlt. Das wollte ich dem TE ersparen.

Viele Grüße aus Schongau

Michael

Tinduck am 02 Feb 2016 14:00:10

Ja, das ist halt einer der Nachteile der 3,5 Tonner.

Auf einigen Autobahnraststätten ist die Beschilderung so blöd, dass man da mit dem 3,5-Tonner nirgendwo parken darf.
Mit über 3,5 Tonnen darf man ja zu den LKW, was an Wochenenden aber auch nicht der Knaller ist wegen der Belegung und der wildpinkelnden LKW-Fahrer...

bis denn,

Uwe

kurt2 am 02 Feb 2016 14:07:37

kampino hat geschrieben:..............und ein entsprechendes Lehrgeld gezahlt. Das wollte ich dem TE ersparen.

Michael


Ja,

:bia: :bia:

pipo am 02 Feb 2016 20:49:48

lupor hat geschrieben:Auch im Wohnmobil leben, dachte ich. Heizen mit Gas oder Holz.

Der Winter 2014/2015 war bekanntlich relativ mild und trotzendem war es vielen Freeliving Peoples zu kalt/zu feucht.
Fast alle sind diesen Winter in den Süden abgehauen.

Ansonsten halte ich Dein Vorhaben für realistisch. Was die Stellplatze betrifft bekommst Du mit der Zeit ein Gefühl was geht oder was nicht geht. Zudem wird in der Freeliving Community gerne mit Tipps geholfen.

Am wichtigsten wird sein, dass richtige Wohnmobil für Dein Budget und eine Meldeadresse zu finden.

mmknipser am 02 Feb 2016 21:06:46

Zu Deiner Eingangsfrage:

Ich persönlich würde die Frage eindeutig mit "nein" beantworten. Nicht, weil Du es nicht gebacken bekommst, sondern weil wir im überreglementierten und bürokratisierten Deutschland sind. Irgendein Hilfssheriff wird Dir schon in die Suppe spucken. So zumindest meine eigenen Erfahrungen (allerdings nicht mit autarkem Leben, sondern mit viel weniger aufregenden Themen des Andersseins in unserem Beamtenstaat).

Sonst könnte ja schließlich jeder kommen und leben wie er will und dabei womöglich sogar noch glücklich sein ... :eek:

Ich wünsche Dir natürlich genau das Gegenteil, weiss aber leider, wieviele Neider und Blockwarte es in D gibt ....

lupor am 02 Feb 2016 23:24:46

Nochmals vielen Dank an alle Poster hier, eure Beiträge helfen wirklich sehr!

felix52 hat geschrieben:Wo willst Du eigentlich 700 - 800 Wp Solarpanele hinnageln bei einem parkplatztauglichen Womo? :?
Ein Holzofen im Womo zusammen mit ner Gasanlage geht mit dem TÜV garnicht in Deutschland!
Jedenfalls nicht offiziell.


Ich dachte an's Dach eines >3,5t. Aber durch die Berichte hier tendiere ich inzwischen doch eher zum 3,5t mit flachen Panelen (und dafür ggf. weniger Watt).
Die Art der Heizung ist mir eigentlich egal. Ich dachte nur, dass ein Holzofen in Naturnähe praktischer und autarker wäre, aber vermutlich ist Gas bequemer/platzsparender.

kampino hat geschrieben:2.) Eine Meldeadresse bei einem Campingplatz, wo ich dann offiziell "fest" wohne
Hmmm, da ist tatsächlich die Frage, ob es nicht eine kleine Wohnung im Osten der Republik besser tut. Die sind da sehr günstig und vielleicht kann man sie sogar teilen oder untervermieten ?


Gute Idee, auch wenn das wieder Extrakosten nur der Bürokratie wegen wären. Aber da werde ich drüber nachdenken.

kampino hat geschrieben:Warum braucht man Wasseraufbereitungsanlagen ?


So könnte ich mir Regen- oder Flusswasser nehmen, wenn Regen fällt/es sich anbietet.

mmknipser hat geschrieben:weil wir im überreglementierten und bürokratisierten Deutschland sind. Irgendein Hilfssheriff wird Dir schon in die Suppe spucken.


Das ist inzwischen auch eine meiner großen letzten Sorgen. Der Rest scheint ja durchaus möglich zu sein. :?

nuvamic am 02 Feb 2016 23:59:16

Grundsätzlich würd ich den Satz mit der Bürokratie unterschreiben - mir geht es auch oft auf den Keks. Aber dass wir in D da Spitze sind, glaub ich schon lang nicht mehr. Die meisten Staatsgebilde sind da enorm produktiv. Meine Erfahrungen in Italien waren noch heftiger. Und ich vermute, viele andere Staaten sind da auch nicht gerade Waisenknaben.

Dennoch könnte es vielleicht sinnvoll sein, die Meldegesetze verschiedener EU-Länder zu vergleichen. Vielleicht gibt es ja welche, die bezüglich Meldeadressen etwas (genügend) liberaler sind. Da wir ja generell in der EU Freizügigkeit haben, könnte sich doch ein (offizieller) Umzug ins EU-Ausland lohnen?

pipo am 03 Feb 2016 09:31:09

mmknipser hat geschrieben:Ich persönlich würde die Frage eindeutig mit "nein" beantworten.

Wieso so negativ? Wieso gibt es denn so viele Freeliving People?
Die haben auch Lösungen für ihre Probleme gefunden.

lupor hat geschrieben:So könnte ich mir Regen- oder Flusswasser nehmen, wenn Regen fällt/es sich anbietet.

Es gibt Unmengen an Trinkwasserquellen bzw. Stellplätzen mit Trinkwasseranschluß. Jede Tankstelle gibt Dir ebenso Trinkwasser wie Sprit :wink:

andwein am 03 Feb 2016 15:21:40

nuvamic hat geschrieben:Grundsätzlich würd ich den Satz mit der Bürokratie unterschreiben - mir geht es auch oft auf den Keks. Aber dass wir in D da Spitze sind, glaub ich schon lang nicht mehr. Die meisten Staatsgebilde sind da enorm produktiv. Meine Erfahrungen in Italien waren noch heftiger. Und ich vermute, viele andere Staaten sind da auch nicht gerade Waisenknaben.

Dieser Aussage kann ich mich anschließen
Da musst du erst mal in das "Land der Freiheit". Da wirst du nach Sonnenuntergang von der Polizei vom Strand gejagt (ok erst höflich aufgefordert, dann sanft gezwungen und nach der dritten Aufforderung zur Aufnahme der Personalien in die Polizeidienststelle mitgenommen). Wild campen ist da nicht, bitte Camp-Ground!
Gruß Andreas

ernstarnooskar am 11 Feb 2016 22:28:25

Hatten bei der Bundeswehr eine Zentrale Dienstvorschrift (ZDV) " Das Leben im Felde". Vielleicht hilft die zum Überleben weiter? Viel Spaß beim Zurück in die oder zur Natur !

xbmcg am 12 Feb 2016 18:03:52

andwein hat geschrieben:...
Da musst du erst mal in das "Land der Freiheit". Da wirst du nach Sonnenuntergang von der Polizei vom Strand gejagt (ok erst höflich aufgefordert, dann sanft gezwungen und nach der dritten Aufforderung zur Aufnahme der Personalien in die Polizeidienststelle mitgenommen). Wild campen ist da nicht, bitte Camp-Ground!


So ganz stimmt das nicht, man muss nur die Gesetze kennen und respektieren (BLM ground, Boondocking, Free Camping):

--> Link
--> Link
--> Link

Außerdem darf man auf fast jedem WalMart Parkplatz eine Nacht kostenlos übernachten.

--> Link

Hier eine Website der Stellplatzdatenbank free camping USA:

--> Link
--> Link

ernstarnooskar am 12 Feb 2016 23:38:53

das mit dem "Land der Freiheit" konnte ich mit meiner Familie über 5 Jahre lang erfahren. Meinen Damen drückte die Blase. Weit und breit keine Toilette, weit und breit in den Dünen niemand zu sehen. Na den mal los. Denkste, war doch einer da! Wildpinkeln Ticket vom Sherif 300 US$.

kampino am 13 Feb 2016 17:21:54

:thema:

Liest der TE noch mit ? Wie weit sind denn die Überlegungen inzwischen gediehen ?

Jonah am 13 Feb 2016 21:45:30

lupor hat geschrieben: Ansonsten würde ich in der Natur sammeln, was so auf dem Boden rumliegt.


Das wäre Holzdiebstahl. Das Holz gehört ja jemandem. Du brauchst dafür einen Holzsammelschein. Den kannst du bei der Gemeinde beantragen. Wenn du aber öfter rumfährst und andere Gemeinden ansteuerst, müsstest du jedes Mal einen neuen Sammelschein beantragen. Aber die Menge wird auch da begrenzt und die Gebiete, wo du dann sammeln darfst, sind auch festgelegt. Soweit ich weiß, ist auch während der Brut- und Setzzeit das Sammeln ganz verboten, auch wenn du einen gültigen Sammelschein hast.

Gast am 13 Feb 2016 23:57:08

Hallo, wenn ich mir das alles noch einmal durchlese, dann bin ich der Überzeugung, dass wir einem
"Faker" aufgesessen sind.
Definition "Fake" nach Wikipedia:
--> Link
Als Fake (engl. Fälschung) bezeichnet man ein Imitat, einen Schwindel oder eine Vortäuschung falscher Tatsachen. Im weiteren Sinne ist der Fake auch ein Begriff für den damit verbundenen Betrug.
Könnte hier einer der Moderatoren eingreifen? Alle Forumsteilnehmer bemühen sich und der Initiator ist wieder in seinem Krankenhaus?

Tinduck am 14 Feb 2016 07:46:45

In Foren ist eher der Begriff Troll gängig :D

bis denn,

Uwe

lupor am 21 Feb 2016 13:05:58

kampino hat geschrieben::thema:

Liest der TE noch mit ? Wie weit sind denn die Überlegungen inzwischen gediehen ?


Ich bin nach der Lektüre dessen, was hierzulande erlaubt/verboten ist eher zwiegespalten und werde mir wohl vorerst eine neue Wohnung suchen. Der Traum wäre natürlich Autarkie, aber anscheinend ist es durch die Begrenzungen beim Wildcampen tatsächlich sehr schwer (an dieser Stelle vielen Dank für die ganzen Links).

123daswars hat geschrieben:Hallo, wenn ich mir das alles noch einmal durchlese, dann bin ich der Überzeugung, dass wir einem
"Faker" aufgesessen sind.


Bitte?? Was hätte ich davon? Diese Unterstellung finde ich doch sehr dreist.

Gast am 10 Sep 2018 01:50:20

Auch wenn der Thread schon seit zwei Jahren verwaist ist, möchte ich dennoch dazu etwas schreiben, weil ja auch andere Interessenten über solche Ideen nachdenken.

Nein, unter den beschriebenen Voraussetzungen halte ich das Vorhaben nicht für realistisch. Das geht schon mit der Idee los, für 15 tausend Euro ein Wohnmobil zu kaufen. An späterer Stelle war sogar die Rede von > 3,5 to. Für dieses Geld bekommt man nur ein sehr gebrauchtes und zumeist schwer reparaturbedürftiges Mobil. Mit ziemlicher Sicherheit aber alles andere als wintertauglich, und wahrscheinlich kaum mit ner städtetauglichen Schadstoffklasse. Ein solches Mobil ganzjahresbewohnbar zu machen dürfte noch ein Vielfaches dieser Investitionssumme kosten, fraglich ob es überhaupt geht. Bei den Standzeiten in Werkstätten stellt sich zudem die Frage, wo der Besitzer in der Zwischenzeit wohnt, da ja das Mobil seine einzige Wohnung ist.

Monatlich 500 Euro in das Mobil zu stecken ist zu gering. Die technischen Betriebskosten sowie Steuern und Versicherungen fressen schon einen Großteil davon auf. Damit sind noch nicht die notwendigen und ständigen Reparaturen umfasst, von Nachrüst-Investitionen kann dann gar keine Rede mehr sein.

Den Hauptwohnsitz auf einem Campingplatz anzumelden halte ich für ebenso unrealistisch. Erstens kostet das ständige Campingplatzgebühren - wozu, wenn ich doch gar nicht auf dem Campingplatz stehen will, sondern auf Feld, Wald, Wiese und Acker. Desweiteren schränken vermutlich sogar die meisten Kommunen genau das ein, weil man keine Campingplatz-Meldeadressen zum Normalfall machen will. Es ist in vielen Städten sogar Usus, dass auf Dauercamping-Meldungen Zweitwohnungssteuer erhoben wird, und ne zweite GEZ-Gebühr. All dass frisst vielleicht alleine schon die 500 Euro Budget pro Monat auf. Und das nur für nen Papiertiger...?

Dann die Heizungsidee mit nassem Holz, frisch aufgesammelt und im Mobil gelagert. Hmm, schon mal diesbezüglich Erfahrungen mit ner Holzheizung zuhause gesammelt? Und bei "Wohnen" im Camper braucht es doch nicht nur Heizung, sondern auch Heißwasser. Und Kochen. Klar geht das alles mit entsprechend ausgebauten Holzheizsystemen mit integriertem Wassererwärmer. Aber wenn dann nicht auch noch nen Boiler dabei ist, geht Duschen nur während gerade der Holzofen befeuert wird. Wohin all platzmässig? Und was ist mit der glutheißen Asche?

Freistehen an Waldesrand, Feldwegen und Acker... ja, Idylle pur. Dann muss in den 15.000 Euro auch noch nen Allrad drin sitzen. Oder ein gutes Budget für häufiges Rausgezogen werden aus Schlamm und Weichboden. Zumal der Theraderöffner plant, jeden Tag woanders zu stehen, aber eben nicht auf dafür vorgesehenen Plätzen.

Ganz ehrlich? Spinnerte Idee! Teile davon sind sicher realisierbar. Aber nicht so. Das war die Anfrage, nach einem ehrlichen Feedback. Das habe ich hiermit abgegeben, bitte sehr.

Tinduck am 10 Sep 2018 06:14:05

Na ja, ganz so eng würde ich das nicht sehen. Es gibt ja Leute, die hart im Nehmen und gut im Verzichten sind, die so leben. Aber man braucht eben:

- eine gültige Meldeadresse (Freunde, Verwandte) incl. Postservice (da gibts inzwischen allerdings Dienste für, die die Post digitalisieren und dann nachsenden)

- Ein winterfestes Womo, und da fallen wegen fehlendem Doppelboden oder zu geringer Zuladung die allermeisten 3,5-Tonner raus. Wenn man immer in Südeuropa überwintert, mags ohne Winterfestigkeit gehen.

- Geld! Wer meint, im Womo könnte er günstiger Leben als in einer kleinen Mietwohnung (die 500% mehr Komfort bietet als ein Womo), der kann nicht rechnen. Die laufenden Kosten im Womo sind wesentlich höher als in einer Wohnung (Steuern, Versicherung, Wartung, Reparaturen, Diesel, Gas, Gebühren für V&E, ab und an mal SP oder CP). Insbesondere das Gas zum Heizen haut rein, im Winter bei Frost gehen bei gut isolierten Mobilen (Alkoven Doppelboden, abgetrenntes Fahrerhaus) ca. 1,5 Flaschen Gas in der Woche durch, ohne Duschen und Kochen! Im TI können da auch schon mal 3 draus werden. Bei Tausch im Baumarkt sind das locker 25 bis 50 Euro die Woche an Heizkosten, mit Gastank nur noch ca. die Hälfte, aber dann muss man aufpassen, dass man nur Propan tankt, sonst ist irgendwann die Heizung aus.
Auch hier ist das Überwintern im Süden wohl billiger.

bis denn,

Uwe

DigiMik am 20 Sep 2018 23:16:38

Ich geb Dir soweit recht, Uwe, nur beim Geld nicht unbedingt.
Sicherlich ist mein Womo sehr gut Isoliert, ich trenne auch den Alkoven ab, fahre mit dem höchsten Schadenfreiheitsrabatt. Da sieht das so aus:

SP: ca. 150,-
Der Gastank mit 44kg hält auch im Winter mit kochen, backen, duschen und heizen ca. 2 Monate.
Das sind um 20 - 25€/Monat
Rücklagen fürs Auto 200,-€
Steuer und Versicherung 90,-€/Monat
Sprit hat jeder selber in der Hand, bei mir sind es um 150,-€

Für das Geld bekommst Du zwar ne Mini-Wohnung, musst aber in einem Steinhaus ortsgebunden leben.
Ich hätte sogar noch Sparpotential, keine Vollkasko, weniger fahren, mehr freistehen.
Je nach Mobil ist das Leben in jenem durchaus günstiger, selbt wenn manch einer mehr fürs Gas ausgeben muss.

LG vom Mikesch

Tinduck am 21 Sep 2018 07:18:39

Na ja, für 610 Euro im Monat dürfte man auf dem Land schon eine sehr nette Wohnung anmieten können.

Ausserdem sollte man nicht ausser acht lassen, dass Dein Womo NICHT 15.000 Euro gekostet hat :D und auch nicht das dementsprechende Alter aufweist.

Insofern dürfte der TE mit wesentlich höheren Erhaltungskosten rechnen müssen. Ein (L)LKW mit Womo-Ausbau und womöglich Allrad in dieser Preisklasse ist eine Dauerbaustelle.

bis denn,

Uwe

thomas56 am 21 Sep 2018 08:56:07

Tinduck hat geschrieben:- Geld! Wer meint, im Womo könnte er günstiger Leben als in einer kleinen Mietwohnung (die 500% mehr Komfort bietet als ein Womo), der kann nicht rechnen.


Da ich das Womo eh habe, rechne ich anders! Ich rechne die Kosten vom Womo gar nicht, da eh vorhanden. Der grosse Brocken ist der komplette Wegfall der Kosten der Wohnung.

Meine Wohnung ist bezahlt , kostet also nichts. Von den Nebenkosten wie Grundsteuern, Versicherungen, Müllgebühren, Internet, Telefon, Strom, Heizöl, Reparaturen, Rücklagen alleine, könnte ich schon jeden Tag in Urlaub fahren. :ja:

thomas56 am 21 Sep 2018 08:57:57

doppelt.

andwein am 03 Okt 2018 16:23:24

thomas56 hat geschrieben:...Da ich das Womo eh habe, rechne ich anders! Ich rechne die Kosten vom Womo gar nicht, da eh vorhanden.

Das sind dann sogenannte "Ehda-Kosten"
Trotzdem, die Kosten waren da, der Wert ist da, der Wertverlust ist auch da. Die Funktion "Wohnung" muss ja irgendwann einmal ersetzt/renoviert etc werden.
Grinsend, Andreas

Gast am 21 Okt 2018 12:38:12

Das wichtigste wird wohl erst mal sein, im Ausweis die Eintragung "Keine Hauptwohnung in Deutschland" um den lästigen Rundfunkgebühren zu entgehen

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