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Fön von 2200 W an 200 AH Lithium über Wechselrichter


DonRWetter am 20 Feb 2016 12:39:45

Guten Morgen.

Wir sind dabei, unseren Westfalia Columbus zusammenzustellen und haben die Anforderung, 1 Tag und 1 Nacht autark zu stehen. Ansonsten Landstrom oder mehrere Stunden Fahrtstrecke, sodaß der Aufbau-Akku wieder geladen wird.

An Verbrauchern betreiben wir:

1. natürlich die serienmäßige Dieselheizung mit Umwälzpumpe für die Fussbodenheizung und Ventilatoren in den Konvektoren.

2. einen Kompressorkühlschrank

3. täglich rund 5 Stunden Laptop mit LTE-Modem mit WLAN

Ich denke daran, den serienmäßigen Gel-Aufbauakku mit der Kapazität von 85 AH gegen einen Lithium-Akku mit einer Kapazität von 200 AH auszuwechseln. Gegenüber einer Lösung mit einem 2. Aufbauakku gleicher Bauart wie Serie hat das auch Gewichtsvorteile, die man unter Berücksichtigung der 3.5 t Grenze gut gebrauchen kann.

Ohne jetzt die exakten Anschlusswerte der einzelnen Verbraucher zu kennen und zu berücksichtigen (ich könnte ggfs. der Kapazität durch einen Moppel oder eine Brennstoffzelle auf die Sprünge helfen), gehe ich mal davon aus, dass diese 200 AH für 1 Tag reichen.

Die Frage bzw. das Problem, welches ich klären möchte ist, daß Madame, die natürlich immer dabei ist, auf keinen fall darauf verzichtet, morgens für 5 Minuten ihre Haare zu föhnen. Und zwar mit einem Gerät mit 220 V / 2200 W Anschlussleistung.

Ich denke daran, einen Wechselrichter mit entsprechender Leistung anzuschliessen. Der Akku hat einen maximalen Entladestrom von 100 A. Reicht das bzw. passen 2200 W und 100 A zusammen?

Ich habe elektrotechnisch keine Ahnung und will auch keine Bastellösung zusammenfrickeln.

Vielen Dank im voraus.

Donald

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mv4 am 20 Feb 2016 12:53:57

reiche doch bitte mal die technischen Daten von den Accu rein. bei 200AH Li Accu müssten es mehr wie nur 100A Entladestrom sein.

Acki am 20 Feb 2016 12:57:29

Dein Fön zieht auf der 12 Volt Seite 125 A (2'200 W : 230 V x 13 Volt = 125 A).
Mit WR und Verlust rechne mal mit 140 A.
Dies ist für eine 200 Ah Winston Zelle kein Problem - Hier sind 600 A Belastung über einige Minuten problemlos möglich.
Ich verstehe allerdings nicht, von was für einem Akku Du schreibst, der 100 A Entladestrom habe - Dies würde dann nicht reichen!

Gast am 20 Feb 2016 13:16:57

Eigentlich

2200W : 230V = 9,5A
2200W : 13V = 170A + Wandlungsverluste von um die 10% je nach Qualität des WR

Variophoenix am 20 Feb 2016 13:24:08

Er meint wohl 100Ah entname. Und nicht 100A

Helmchen am 20 Feb 2016 13:28:06

Hat zwar nicht direkt mit Deiner Frage zu, aber ich würde erst einmal den Fön tauschen: --> Link Dann kannst Du Dir nämlich einen kleinen WR besorgen.
Den Fön haben wir uns auch gekauft und gute Erfahrungen damit gemacht. Bringt übrigens mit seinen 1500 Watt gefüllt mehr Power, als die 2200 Watt-Teile vom Discounter.

elwoko am 20 Feb 2016 13:47:27

Hallo,

bei einer Laufzeit des Föns von 5 Minuten zieht dieser ca. 15 Ah aus der Batterie. Der Verbrauch der anderen genannten Geräte lässt sich ja ebenfalls errechnen. Beim Kühlschrank dürften es abhängig von der Größe und der Umgebungstemperatur 35-50 Ah sein (leistungsaufnahme ca. 45 W).

Meiner Meinung nach sollten 200 Ah Lithium gut reichen, um den täglichen Bedarf zu decken, wenn keine anderen Großverbraucher mehr im Spiel sind.
LiFePO4 verkraften (wie Acki schon schrieb) im Gegensatz zu Bleibattereien auch einen hohen momentanen Verbrauch gut. Außerdem ist es kein Problem, unter 50%-Entladetiefe zu gehen (wenn es nicht dauernd bis in die Nähe von DOD 10 geht).

Natürlich muss der Verbrauch aber auch wieder aufgeladen werden können.

DonRWetter am 20 Feb 2016 14:17:53

Super.

Vielen Dank für die Antworten. Bezüglich des möglichen Entladestroms des Akkus (das Fabrikat steht noch nicht fest, aber ich nehme etwas mit direkt eingebautem Batterie-Management-System) hatte ich etwas verwechselt. Der mögliche Entladestrom reicht demnach dicke aus. Die Kapazität auch.

Hört sich gut an.

Als Wechselrichter werde ich ein Gerät mit einer Dauerleistung von 3000 W und einer Spitzenleistung von 4000 W nehmen. Da ist dann genug Luft.

Der Tipp, den Föhn zu tauschen, ist zwar gut, aber da müsste ich mit dem Föhn zusammen auch die Madame tauschen :D .
......................was mir im Moment unvorteilhaft erscheint.

Außerdem hab ich zuhause z.Zt. genug Diskussionen, ob angebaute Markise oder nicht, ob Maxi-Chassis oder nicht. Das muss gelöst werden. Der Fön stellt, wie ich nun durch Eure Antworten weiss, das geringste Problem dar.

Übrigens: Es soll ein "Büromobil" werden. Lt. Händler kein Problem. Ich werde berichten, denn Aussagen über Anforderungen etc. sind ja wohl relativ rar. Ich habe jedenfalls, außer einem Merkblatt des TÜV Nord, nicht viel gefunden.

Vielen Dank noch einmal.

Donald

DonRWetter am 20 Feb 2016 20:41:40

Diese Teile hier:

--> Link
Set--Lithium--Li-Ion-Akku-inkl--BMS-u--Sicherheits-Trenn-Relais-250A.html

--> Link

Will ich einbauen (lassen). Vielleicht kann mir der Händler eine bessere Alternative nennen. Mal sehen.

uli644 am 20 Feb 2016 21:19:40

DonRWetter hat geschrieben:Diese Teile hier:

...

--> Link

Will ich einbauen (lassen). Vielleicht kann mir der Händler eine bessere Alternative nennen. Mal sehen.


Der Wechselrichter hat keinen echten Sinus, mit ihm werden nicht alle 230V Geräte funktionieren. Ich würd da einen mit echtem Sinus nehmen...

murksmax am 20 Feb 2016 21:37:52

DonRWetter hat geschrieben:Diese Teile hier:

--> Link

Will ich einbauen (lassen).


Moin auch,

der Wechselrichter ist geeignet, um einen Fön, Wasserkocher, etc. zu betreiben. Für Elektronik (Notebook, ggf. Drucker, Senseo) ist der nicht geeignet, da er eine modifizierte Sinuswelle macht. Die elektron. Geräte wüschen sich aber einen reinen Sinus, ansonsten verweigern die ihre Mitarbeit. :(

Für das Notebook empfehle ich außerdem einen guten Spannungswandler von 12V-> 19V (oder was das Notebook gerade benötigt). Weshalb erst die Spannung von 12V auf 230V und dabei Wärme erzeugen, hinterher wieder unter Gewinnung von viel Wärme wieder auf die Kleinspannung runtertransformieren? Wichtig ist dabei, dass Wärme immer gleich Verlust bedeutet :twisted:

Wenn Du wirklich nur den Fön betreiben willst, halte ich den Vorschlag mit dem Gerät geringer Leistung für weitaus sinnvoller. Dann reicht auch ein WR einer oder zwei Leistungsklassen kleiner aus!

Vielleicht ließe sich das in der folgenden Richtung diskutieren: Kleinerer Fön, dafür elektrische und fest angebaute Markise und eine Senseo :lol:

DonRWetter am 21 Feb 2016 00:14:24

murksmax hat geschrieben:...
Wenn Du wirklich nur den Fön betreiben willst, halte ich den Vorschlag mit dem Gerät geringer Leistung für weitaus sinnvoller. Dann reicht auch ein WR einer oder zwei Leistungsklassen kleiner aus!

Vielleicht ließe sich das in der folgenden Richtung diskutieren: Kleinerer Fön, dafür elektrische und fest angebaute Markise und eine Senseo :lol:


Markise ist gestrichen (in unseren 2 Wohnmobilurlauben mit dem Mietmobil haben wir sie nicht genutzt) und Senseo kommt nicht in Frage, da wir den Kaffee nur per Stempelkanne machen. :D

Das mit den elektronischen Geräten sehe ich genau so. Die werden einen eigenen Spannungswandler von 12 auf 19 Volt bekommen. Es geht rein um den Fön.................. und, bei einer Reifenpanne - die der Gott der selbstfahrenden Reisenden verhüten möge - um den Betrieb eines Kompressors.

Vielen Dank für die kompetenten Anregungen.

Donald

Jonah am 21 Feb 2016 03:54:26

vorneweg, also Ahnung habe ich Null, aber da mich das Thema interessiert, habe ich mal rumgelesen und im Kastenwagenforum wird drauf hingewiesen, dass man aus Sicherheitsgründen unbedingt nur einen potentialgetrennten Wechselrichter einbauen sollte, da wurde die Firma ivt genannt, die solche mit RCD anbieten

DonRWetter am 21 Feb 2016 10:20:13

Jonah hat geschrieben:............................... und im Kastenwagenforum wird drauf hingewiesen, dass man aus Sicherheitsgründen unbedingt nur einen potentialgetrennten Wechselrichter einbauen sollte, da wurde die Firma ivt genannt, die solche mit RCD anbieten


Vielen Dank für den Hinweis. Ich werde diese Ein- und Umbauten auf jeden Fall Fachleute machen lassen, denn verbasteln geht schnell. Mit RCD meinst Du einen FI-Schutzschalter, oder?

Jonah am 21 Feb 2016 12:37:58

DonRWetter hat geschrieben:Mit RCD meinst Du einen FI-Schutzschalter, oder?
ja, wobei der Begriff im Zusammenhang mit der Potentialtrennung fiel, habe auf der ivt Seite gelesen, dass die das galvanische Trennung nennen.

murksmax am 21 Feb 2016 17:38:19

Jonah hat geschrieben:ja, wobei der Begriff im Zusammenhang mit der Potentialtrennung fiel, habe auf der ivt Seite gelesen, dass die das galvanische Trennung nennen.


Moin,

die galvanische Trennung ist eigentlich nur erforderlich, wenn man den Wechselrichter (WR) einbaut und "fest verdrahtet", er also eine leitende Verbindung zum Fahrzeug erhält (sowohl Gehäuse als auch Schutzleiter). Wenn man den so einbaut, dass er vom Fahrzeug elektrisch getrennt ist (Gerät im Fahrzeuginneren z. B. an Holz verschraubt und Verbraucher direkt in die Gerätesteckdose gesteckt) ist die eigentlich nicht erforderlich.

Die galvanische Trennung ist eine "Schutztrennung" zwischen dem 12V-Netz und dem 230V-Netz des WRs. Die wird im Bereich der Schifffahrt gerne gemacht, weil man dann keine Potentialdifferenz erzeugt und damit eine Schädigung des Rumpfes durch Elektrolyse vermeidet. Dort geht man sogar soweit, dass der Landanschluss mittels Trenntrafo galvanisch vom Landstromnetz getrennt wird.
Die Eigentliche "Schutzerdung" erfolgt dann über den PE-Anschluss auf den Rumpf bzw. auf das Metall des Fahrzeugs. Bei einem WR mit Festeinbau im Fahrzeuginneren und Nutzung eines Gerätes mit Schutzisolierung (i. d. R. der Fön) und einem vom Fahrzeug isolierten Boden kann (meiner Meinung nach, VDE-ler dürfen mich gerne korrigieren!) diese Montageweise und die Nutzung eines WR mit galvanischer Trennung eigentlich unterbleiben -

meint der Hobby-Elektriker :wolke:

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