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Versicherungsschutz bei Wintereinlagerung WOMO 1, 2


Buchheim am 08 Mär 2016 19:49:28

Hallo zusammen, meine Frage: Wie ist das Womo mit Saisonkennzeichen bei Wintereinlagerung (11-3) z.B. in einer Scheune im Schadensfall von Brand oder Einbruch o.ä. versichert? Wie ist das bei Euch geregelt. Gibt es spezielle Versicherungen? Freue mich von Euren Erfahrungen zu hören...Gruß Ralph

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

FWB Group am 08 Mär 2016 20:02:02

Frage bei deiner Versicherung nach einer Ruhestandversicherung.
Bei unserer Versicherung gibt es die auf Anfrage kostenlos.
Damit dürfte Brand und Co. im Winterlager abgesichert sein.

wohnmobilbenutzer am 08 Mär 2016 21:15:38

Hallo,

es empfiehlt sich, bei der Ruheversicherung auch auf die Bedingungen schauen. Bei meiner Versicherung war es für die Diebstahlversicherung z. B. Voraussetzung, daß das Womo in einem "umfriedeten" Bereich steht. Wenn man solche Bedingungen nicht erfüllen kann, wird es im Schadensfall schwierig. Ich habe dann mit der Versicherung in einer kurzen E-Mail-Korrespondenz mit Bildern abgeklärt, ob die "Umfriedung" bei mir ausreicht.

War jetzt nur ein Beispiel - aber ich will damit sagen, daß es heutzutage manchmal kompliziert ist.


Grüße

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eaglesandhorses am 08 Mär 2016 23:18:03

Vielleicht auch mal prüfen, ob der Hallenvermieter auch versichert ist.....

Gast am 09 Mär 2016 09:36:31

eaglesandhorses hat geschrieben:Vielleicht auch mal prüfen, ob der Hallenvermieter auch versichert ist.....


Ja, das ist wirklich wichtig. Sonst kann billig im schlimmsten Fall richtig teuer werden.

Kai

rolf51 am 09 Mär 2016 10:09:58

wohnmobilbenutzer hat geschrieben: Bei meiner Versicherung war es für die Diebstahlversicherung z. B. Voraussetzung, daß das Womo in einem "umfriedeten" Bereich steht. Wenn man solche Bedingungen nicht erfüllen kann, wird es im Schadensfall schwierig.
Grüße


Hallo was heißt Umfriedung? So steht es auch in meinen Bedingungen, nur steht meines hinter dem Haus auf meinem Grundstück (Einfahrt). Kein Tor oder Zaun und wenn jetzt ein Einbruch oder Brand auftritt? Denke die Versicherung kann sich nur rausreden, wenn durch dieser Umstand der Schaden verhindert werden könnte, oder? Arbeit für den Anwalt.

rudi-m am 09 Mär 2016 11:28:54

rolf51 hat geschrieben:Hallo was heißt Umfriedung? So steht es auch in meinen Bedingungen, nur steht meines hinter dem Haus auf meinem Grundstück (Einfahrt). Kein Tor oder Zaun und wenn jetzt ein Einbruch oder Brand auftritt? Denke die Versicherung kann sich nur rausreden, wenn durch dieser Umstand der Schaden verhindert werden könnte, oder? Arbeit für den Anwalt.


Hallo, vieleicht die Arbeit für den Anwalt sparen, bei der Kravag heißt dies wörtlich so:

"Während der Dauer der Ruheversicherung sind Sie verpflichtet, das Fahrzeug in einem
Einstellraum (z. B. einer Einzel- oder Sammelgarage) oder auf einem umfriedeten Abstellplatz
(z. B. einen geschlossenen Hofraum) nicht nur vorübergehend abzustellen und das Fahrzeug
außerhalb dieser Räumlichkeiten nicht zu gebrauchen. Verletzen Sie diese Pflicht, sind wir unter
den Voraussetzungen nach D.2 leistungsfrei."

Das würde ich so interpretieren, wenn man die kostenlose Ruheversicherung in Anspruch nehmen will,
muss das Fahrzeug im abschließbaren Gebäude / Hof aber zumindest abschließbar - eingezäunt sein.

Also zu deiner Frage: "Kein Zaun bedeutet keine Einfriedung, heißt im Umkehrschluss, keine Ruheversicherungsleistungen".

Wohnmobile Grüße

kurt2 am 09 Mär 2016 11:47:35

FWB Group hat geschrieben:Frage bei deiner Versicherung nach einer Ruhestandversicherung.
Bei unserer Versicherung gibt es die auf Anfrage kostenlos.
Damit dürfte Brand und Co. im Winterlager abgesichert sein.


HAllo Frank,
eine "Ruhestandversicherung" habe ich auch. Diese zahlt aber von Januar bis Dezember. Gott sei Dank und wunderbar. :D :D

Aber Du hast grundsätzlich schon recht. Normalerweise tritt bei einem Saisonkennzeichen außerhalb der Saisonzeiten die "Ruheversicherung" in Kraft.
Die Bedingungen hierbei sind der Police zu entnehmen.

kurt2 am 09 Mär 2016 12:04:00

rudi-m hat geschrieben:...bei der Kravag heißt dies wörtlich so:
"Während der Dauer der Ruheversicherung sind Sie verpflichtet, das Fahrzeug in einem
Einstellraum (z. B. einer Einzel- oder Sammelgarage) oder auf einem umfriedeten Abstellplatz
(z. B. einen geschlossenen Hofraum) nicht nur vorübergehend abzustellen .......
Wohnmobile Grüße


Hallo Rudi,

bei mir steht das WoMo unter einem Carport auf meinem Grundstück, längs/parallel der Strasse und von dieser durch eine Zaun und (bei der Einfahrt) nur durch eine Kette getrennt.

In meiner Versicherungspolice steht ziemlich der gleiche Text wie bei Dir.
Die Frage stellt sich nun, was die Versicherung unter einem „einem umfriedeten Abstellplatz (z. B. einen geschlossenen Hofraum)“ versteht.
Was ist ein „Umfriedeter Abstellplatz? Muß es ein Tor sein, oder genügt eine Kette?
Was ist ein geschlossener Hofraum?

Alles Auslegungssache, die im Zweifel Spielraum zulässt.

Deshalb habe ich die Stellsituation fotografiert und der Versicherung zugesandt. Die positive Antwort (im meinem Fall genügt ein Stellplatz unter dem Carport mit vorgehängter Kette) habe ich selbstverständlich zu den Akten genommen.

Diese Vorgehensweise würde ich Die und jedem Versicherungsnehmer empfehlen.

andwein am 09 Mär 2016 12:25:29

Dann schreibe die Versicherung an, schildere die Umzäunung/Abgrenzung/Zugang und stelle deine Frage mit Bitte um schriftliche Antwort. Alles andere ist nicht zielführend!
Meine Meinung, Gruß Andreas

wohnmobilbenutzer am 09 Mär 2016 17:16:24

rolf51 hat geschrieben:Hallo was heißt Umfriedung? So steht es auch in meinen Bedingungen, nur steht meines hinter dem Haus auf meinem Grundstück (Einfahrt). Kein Tor oder Zaun und wenn jetzt ein Einbruch oder Brand auftritt? Denke die Versicherung kann sich nur rausreden, wenn durch dieser Umstand der Schaden verhindert werden könnte, oder? Arbeit für den Anwalt.



Hallo,

wie die Kollegen auch schon geschrieben haben - was eine ausreichende Umfriedung ist, muß man jeweils (natürlich vor einem Schadensfall) mit seiner Versicherung abklären.

In meinem Fall war der Heimatstellplatz an zwei Seiten mit einer Stützmauer und an einer Seite mit einem Zaun umgeben. Zur Einfahrt hin war er offen. Ich habe mich dann mit meiner Versicherung schriftlich darauf geeinigt, daß es ausreicht, wenn ich zusätzlich eine abschließbare Kette zur Einfahrt hin anbringe.


Grüße

rolf51 am 09 Mär 2016 17:19:06

Hallo Andreas,
habe schon Bilder gemacht und die Versicherung angeschrieben.
Danke, an alle anderen die geantwortet haben

rolf51 am 11 Mär 2016 10:51:34

Hallo,
habe Nachricht von der Versicherung. Kein Versicherungsschutz hinter dem Haus. Welche Möglichkeit habe ich, bzw. gibt es eine Versicherung die ein Abgemeldetes Fzg. versichert?

andwein am 11 Mär 2016 13:10:29

Kaufe dir einen Hundezaun wie sie auf CPs verwendet werden. Ziehe ihn vollständig um das Womo herum und du hast eine Einfriedung. Wenn die Hunde zurückhält hält sie auch Diebe fern.
Ist aber nur meine nichtfachliche Meinung, Gruß Andreas

kurt2 am 11 Mär 2016 16:51:08

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
habe Nachricht von der Versicherung. Kein Versicherungsschutz hinter dem Haus. Welche Möglichkeit habe ich, ...................


Hallo Rolf,
das wird Dir hier keiner abschließend verbindlich sagen können.

Tipp:
Kontaktiere doch noch einmal Deine Versicherung und frage nach den Mindestvoraussetzungen zum Aufleben/Inkrafttreten der Ruheversicherung während der abgemeldeten Monate.
Ich würde das schriftlich machen, evtl mit ein paar Fotos der aktuellen Situation/Umgebung.

Nach der Antwort bist Du auf der sicheren Seite und kannst immer noch Alternativen suchen.

rolf51 am 11 Mär 2016 17:40:29

Hallo Kurt,
danke!
So wie Du es vorgeschlagen hast hab ich es gemacht. Bis jetzt Telefonisch eine Absage, aber sie werden es in der Fachabteilung nochmal Prüfen.
Wenn abschlägig, versuch mit einer Kette, sieht nicht schön aus und hilft bei Diebstahl überhaupt nicht. Werde auch den Vorschlag von Andreas anfragen (Hundezaun).
Bleibe am Ball uns werde berichten.

autark am 11 Mär 2016 17:56:46

Hallo zusammen
Wollte bei mir mein Womo in die Einfahrt stellen und mit Pfosten und Ketten "umfrieden". Habe Fotos von der Einfahrt und dem Material der geplanten Umfriedung der Versicherung geschickt.Die Antwort war negativ.Hätte an meiner Einfahrt ein abschließbares Tor anbringen müssen. Die Kosten für die Toranlage reichen für mindestens 10 Jahre Miete für einen Stellplatz in einer Scheune in der das Womo noch wettergeschützt ist.
Gruß
Autark

kurt2 am 11 Mär 2016 19:59:30

Hallo,
wenn ich das alles so lese, bin ich doch froh, dass meine Versicherung (DEVK) dies nicht soooo restriktiv sieht --> Link

Vielleicht hilft so manchem Mobilisten in diesen Fällen (nach Nachfrage) auch ein Versicherungswechsel. :D

Habe gerade einen Vergleich mit der HUK-Cob. gemacht. Der Beitrag wäre hier um 3 Euro günstiger. Also führt eine großzügige Auslegung nicht unbedingt zu einer höheren Prämie.

Rockerbox am 11 Mär 2016 20:32:18

Die Hallenversicherung des Vermieters kann man sich meistens schenken,
das wir kein Vermieter versichern, dieVersicherungskosten für z.B. 6 - 8 Wohnmobile
in seiner Halle wird der Vermieter nicht tragen wollen.

Wie groß ist denn der Unterschied zum ganzjährig angemeldeten WoMo inkl. Teil- oder Vollkasko?
Lohnt sich das tatsächlich? Ich hab meines das ganze Jahr angemeldet und somit versichert,
gibt - neben der Möglichkeit, jederzeit losfahren zu können - auch ein "sicheres" Gefühl.

wohnmobilbenutzer am 11 Mär 2016 21:12:05

Rockerbox hat geschrieben:Wie groß ist denn der Unterschied zum ganzjährig angemeldeten WoMo inkl. Teil- oder Vollkasko?
Lohnt sich das tatsächlich? Ich hab meines das ganze Jahr angemeldet und somit versichert,
gibt - neben der Möglichkeit, jederzeit losfahren zu können - auch ein "sicheres" Gefühl.


Hallo,

bei meiner Versicherung wird das direkt proportional zum Versicherungszeitraum gerechnet. Mein Womo ist 3/4 des Jahres saisonzugelassen - also Versicherungsprämie nur 75% des normalen Jahresbeitrages. Da kommt je nach Womo mit Vollkasko schon was zusammen, zumal noch die Steuerersparnis dazukommt.

Macht einen zwar nicht reich - aber wenn man im Winter sowieso nicht fährt ...


Grüße

rolf51 am 08 Apr 2016 19:05:17

Hallo,
die Rückmeldung von Kravag. Keine Ruheversicherung, da kein umfriedeten Abstellplatz. Werde nach einer anderen Versicherung umschauen.

bensberg am 07 Nov 2016 19:17:03

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Hallo,

.. Ich habe dann mit der Versicherung in einer kurzen E-Mail-Korrespondenz mit Bildern abgeklärt, ob die "Umfriedung" bei mir ausreicht.

Grüße


Wie wurde die "Umfriedung" vorgenommen?

wohnmobilbenutzer am 07 Nov 2016 19:45:44

bensberg hat geschrieben:
Wie wurde die "Umfriedung" vorgenommen?



Hallo,

das habe ich in meinem zweiten Beitrag auf der vorhergehenden Seite beschrieben.



Grüße

FWB Group am 07 Nov 2016 21:32:50

HI
Kurzer Spruch.......
Traue keiner Versicherung!

Denkt nach, ihr würdet der Inhaber einer Versicherung sein. Wie würdet ihr euch verhalten, wenn es Schäden gibt.
Mit der Frage bin ich immer gut gefahren.

Unser Winterlager von den Campern hab ich komplett fotografiert und zur Versicherung geschickt.
Danach gab es das Ok!

Meine Antwort drauf war kurz und knapp.
Danke, wir werden sehen.

schnecke0815 am 08 Nov 2016 07:28:59

Rockerbox hat geschrieben:Die Hallenversicherung des Vermieters kann man sich meistens schenken,
das wir kein Vermieter versichern, dieVersicherungskosten für z.B. 6 - 8 Wohnmobile
in seiner Halle wird der Vermieter nicht tragen wollen.


Genau dies sehe ich anders. Wenn die Scheune abfackelt oder das Dach runterkommt sollte dies seitens des Vermieters versichert sein.
Solche Schäden werden sicher nicht durch die Ruhevers. gedeckt wobei der Vermieter die Wohnmobile nicht versichern muß/soll.

pipo am 08 Nov 2016 10:07:47

schnecke0815 hat geschrieben:Solche Schäden werden sicher nicht durch die Ruhevers. gedeckt wobei der Vermieter die Wohnmobile nicht versichern muß/soll.

Grundsätzlich tritt erst einmal die Ruheversicherung ein, wenn eine Kaskoversicherung abgeschlossen war.
Diese klärt dann im nachhinein, wer letztendlich für den Schaden aufkommt.

Besteht keine Kaskoversicherung muss erst einmal die Haftungsfrage geklärt werden. Man wartet also etwas oder viel länger auf sein Geld.

siemueller am 08 Nov 2016 12:01:06

Hallo !
Mein Womo steht in einer alten Holzscheune, welche nicht mir gehört. Lt. Vermieter ist diese versichert. In Rhnld.-Pfalz gilt eine Gebäude-Haftpflichtvers.D.h., jedes Gebäude ist pflichtversichert. Die KRAVAG teilte mir (tel.) mit, das mein Fz dort ruheversichert ist. Strom und Wasseranschl. ist in der Scheune vorhanden. Im Brandfall sind nicht nur mein "Fuhrpark" sondern auch etliche Oldtimer usw. zerstört. Auch mehrere Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft werden im Falle eines Falles betroffen sein. Leider habe ich vom Vermieter keine schrift. Versicherungsbestätigung. Da mein Womo permanent an Landstrom hängt, sowie ein elektr. Weidezaun drumherum Marderangriffe abhalten soll, habe ich dennoch ein ungutes Gefühl. Was ist, wenn der Vermieter doch keine Versicherung hat und die ganze Hütte abfackelt? Sollte ich, w.o. beschrieben, Fotos der Abstellsituation an die KRAVAG schicken und um schrift. Bestätigung bitten ?
Für Antworten derjenigen in gleicher o.ä. Situation wäre ich dankbar !

Gruss

pipo am 08 Nov 2016 13:37:45

siemueller hat geschrieben:Hallo !
Mein Womo steht in einer alten Holzscheune, welche nicht mir gehört. Lt. Vermieter ist diese versichert.

I.d.R. ist das Gebäude versichert, aber nicht der "Inhalt". Es sei denn, der Besitzer hat auch hier versicherungsmässig vorgesorgt.
Wer seine eigene Situation prüfen lassen will, sollte sich an die Versicherung wenden und um eine Einschätzung anhand von Fotos bitten.

avm75 am 08 Nov 2016 14:19:17

siemueller hat geschrieben:Mein Womo steht in einer alten Holzscheune, welche nicht mir gehört. Lt. Vermieter ist diese versichert. In Rhnld.-Pfalz gilt eine Gebäude-Haftpflichtvers.D.h., jedes Gebäude ist pflichtversichert.


Hier werden m.E. viele Begriffe vermischt: Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland keine unfreiwillige Pflicht vom Gesetzgeber, ein Gebäude irgendwie zu versichern.
Gleichwohl regelt der Gesetzgeber in §823 BGB die sog. Schadenersatzpflicht. Weiter spricht man auch von einer sog. Gefährdungshaftung, also der Haftung für Schäden, die sich aus einer erlaubten Gefahr ergeben, wie z.B. der Betrieb eines Kfz. oder das Halten eines Hundes.

Die Gebäudeversicherung versichert das durch den Versicherungsort genannte Gebäude gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und Einbruchdiebstahl und, sofern eingeschlossen gegen sog. Elementargefahren.

Die Private Haftpflichtversicherung versichert den Versicherungsnehmer und ggf. weitere Personen in häuslicher Gemeinschaft gegen o.g. Schadenersatzpflicht, also Schäden, welche dritten zugefügt wurden.

In die Private Haftpflichtversicherung kann die sog. Gebäudehaftpflichtversicherung eingeschlossen werden oder ist oft standardmäßig bereits enthalten. Bei der richtigen Absicherung spielt die vor allem die abzusichernde Immobilie eine Rolle. Die in der Privaten Haftpflichtversicherung enthaltene Gebäudehaftpflichtversicherung greift insofern z.B. bei selbstgenutzten Einfamilienhäusern.

Bei vermieteten Mehrfamilienhäusern oder besser: Gebäuden greift die sog. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, welche sich inhaltlich nicht, oder nur kaum, von der Gebäudehaftpflichtversicherung unterscheidet.

Meiner Auffassung nach ist es kaum möglich, eine allgemeingültige Auflistung von Fällen zu erstellen, in welchen die Gebäudehaftpflichtversicherung Kosten und Folgekosten trägt. In der Regel wird jeder Versicherungsfall individuell von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft überprüft. Darüber hinaus hängt der Anspruch auf Versicherungsschutz auch von den vertraglich festgehaltenen Versicherungsbedingungen ab.

Weiterhin übernimmt die Gebäudehaftpflichtversicherung die Schadensregulierung häufig nur dann, wenn bewiesen werden kann, dass der Schaden durch einen Fehler des Eigentümers der Immobilie verursacht wurde – der Schaden an einem Dritten also durch dessen Verschuldung zu Stande kam. Kann dies ausgeschlossen werden, muss der Immobilienbesitzer üblicherweise für keine anfallenden Kosten aufkommen, die im Bezug zu diesem Schadensfall stehen.

Sofern der Vollkaskoschutz in die Kfz.-Versicherung eingeschlossen wurde, wird diese den Schaden, welcher durch das beispielhaft genannte Feuer entstand, regulieren.
Wenn keine Neuwerterstattung vereinbart ist, bzw. der Zeitraum dieser Vereinbarung abgelaufen, wird der Wiederbeschaffungswert beglichen, also der Preis eines gleichwertigen Fahrzeugs auf dem Gebrauchtmarkt. Sollte im Versicherungsvertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart sein, muss diese natürlich der Versicherungsnehmer zahlen. Wer nur eine Haftpflichtversicherung hat, der bleibt auf dem Schaden sitzen.
(Bei Brandstiftung wäre das ja ähnlich gelagert, der Schuldige ist klar, aber mitunter nicht greifbar, also zahlt die Kasko. Für den Fahrzeughalter ist das meist unbefriedigend.)
Meist prüft die Kfz.-Versicherung dann aber auch, wie von pipo bereits angemerkt, ob ggf. der Besitzer der Immobilie, bzw. dessen Haftpflichtversicherung, in Regress genommen werden kann.
Sollte dieser keine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben, oder auch schlicht nicht über die finanziellen Mittel für die Begleichung des Schadens verfügen, kann u.U. auch noch eine sog. Forderungsausfallversicherung (eingeschlossen in die eigene Haftpflichtversicherung) den Schaden übernehmen, das ist aber eher selten.

Die ebenfalls angedeutete Inhaltsversicherung ist ähnlich einer Hausratversicherung zu sehen. Diese versichert also den Inhalt eines Gebäudes gegen Feuer, Sturm/Hagel, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl, je nachdem, was abgeschlossen wurde. Versicherungsnehmer ist i.d.R. aber der Eigentümer des Inhalts. Findet man häufig bei Gewerbetreibenden um die Besitztümer der Firma abzusichern, Hausrat geht ja in dem Fall nicht.

Ich hoffe, dass ich damit ein wenig Klarheit in die Sache bringen konnte, möchte aber abschließend bemerken, dass meine kleine Zusammenfassung hier eine fachkompetente Beratung zu den Versicherungen und auch in rechtlichen Fragen nicht ersetzen kann oder soll. Weiterhin kann auch ich mich irren oder vertippen und erhebe auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nur um die Haftungsfrage diesbezüglich im Vorfeld zu klären ;-)

schnecke0815 am 08 Nov 2016 20:45:25

avm75 hat geschrieben:Kann dies ausgeschlossen werden, muss der Immobilienbesitzer üblicherweise für keine anfallenden Kosten aufkommen, die im Bezug zu diesem Schadensfall stehen.


Auch dies sehe ich anders. Wenn der Immobilienbesitzer gewerbsmäßig seine Immobilie vermietet und der Schadenfall tritt ein steht er m.M. in der Haftung.

Rockerbox am 08 Nov 2016 20:51:16

Annahme:
In einer Scheune / Halle stehen 10 Mobile. Eines davon fängt aufgrund eines technischen Defektes Feuer
und die anderern 9 brennen darauf leider auch ab.

Wer glaubt, dass dann die Haftpflichtversicherung (oder irgend eine andere) des VERMIETERS dafür einspringt ist am Holzweg .....

Man sollte sich alle Eventualitäten von seiner Versicherung bestätigen lassen, alles andere ist Kaffeesatzleserei.

schnecke0815 am 08 Nov 2016 21:06:50

Warum sollte dafür der Vermieter haften?
Hier wäre der Fahrzeughalter bzw. seine Ruhevers. in der Pflicht.

avm75 am 08 Nov 2016 21:10:04

Es wird zunächst immer die Versicherung des beschädigten Gegenstandes in Anspruch genommen. Hier also die Kfz.-Versicherung der einzelnen Mobile. Diese prüft im Zweifel, ob ein anderer, im Beispiel der Besitzer des Wohnmobils, welches den Brand verursacht hat in Regress genommen werden kann. Sofern dies überhaupt nachgewiesen kann, ist eine andere Frage. Und ob die Versicherung dann leisten muss, eine weitere.
An dem Beispiel von Rockerbox kann man sehr gut erkennen, dass auch die Brandursache eine Rolle spielt und die Haftungsfrage nicht pauschal beantwortet werden kann.
Festhalten kann man: wer in einem solchen Fall ohne Kaskoversicherung da steht, steht, zumindest zunächst, im sprichwörtlichen Regen...

schnecke0815 hat geschrieben:Auch dies sehe ich anders. Wenn der Immobilienbesitzer gewerbsmäßig seine Immobilie vermietet und der Schadenfall tritt ein steht er m.M. in der Haftung.


Warum? Wenn er den Brand nicht verursacht hat und ihn keine Schuld an der Ursache des Brandes hat, woein begründet sich dann die HaftPFLICHT?
Selbst, wenn es so wäre: Was, wenn er nicht entsprechend versichert ist und nicht über die finanziellen Mittel verfügt?
Und wo liegt die Schwelle zur gewerblichen Vermietung?

avm75 am 08 Nov 2016 21:21:15

Jetzt kann ich meine eigene Aussage so nicht stehen lassen. Nicht immer wird die Versicherung des beschädigten Gegenstanders als erstes in Anspruch genommen. Im Beispiel von Adi wäre es so. Erst wenn die Beschädigung zweifelsohne durch einen Dritten erfolgt ist, spielt das bei der Leistungspflicht der Versicherung eine Rolle, insofern, das dann u.U. die gesetzliche Haftpflicht in Kraft tritt.

Ich denke mir mal was aus, womit man das vielleicht pauschal veranschaulichen kann, so eine Art Prüfschema...

Solofahrer am 08 Nov 2016 21:39:47

Rockerbox hat geschrieben:Die Hallenversicherung des Vermieters kann man sich meistens schenken,
das wird kein Vermieter versichern, die Versicherungskosten für z.B. 6 - 8 Wohnmobile
in seiner Halle wird der Vermieter nicht tragen wollen.

schnecke0815 hat geschrieben:Genau dies sehe ich anders. Wenn die Scheune abfackelt oder das Dach runterkommt sollte dies seitens des Vermieters versichert sein.
Solche Schäden werden sicher nicht durch die Ruhevers. gedeckt wobei der Vermieter die Wohnmobile nicht versichern muß/soll.

… dass der Brandschaden der Scheune durch die Gebäudeversicherung gedeckt ist, ist hier wohl weniger die Frage Schnecke. Aber dass der Inhalt der Scheune, die sich im Eigentum der Mieter befindlichen Reisemobile, durch den Vermieter schadenversichert sein könnte, ist sehr blauäugig und leider falsch. Rockerbox schrieb, dass ein Vermieter so eine Versicherung nicht abschießen "muss/soll" - er kann es gar nicht, weil es nicht zulässig ist. Man kann ja verstehen, dass die Mieter es sich so wünschen; aber jeder Eigentümer muss sein Eigentum selber versichern! Eine eigene Versicherung gegen Elementarschäden usw. ist also unbedingt erforderlich.

schnecke0815 am 09 Nov 2016 05:47:16

Das habe ich auch nicht gemeint.
Der Vermieter dürfte aber sehr wohl für Schäden haften welche durch sein Gebäude entstehen, z.B. Brand durch fehlerhafte Elektrikinstallation oder Wasserrohrbruch.
Dies wäre für mich jedenfalls logisch aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

tjoe am 09 Nov 2016 07:48:13

Jetzt bitte nochmal einfach für den Laien:

Wenn ein Wohnmobil mit Saisonkennzeichen während des Abmeldezeitraums (Ruheversicherung gegeben) in einer Scheune abbrennt bzw. anderweitig untergeht. Kann es dann die Situation geben, dass die eigene Versicherung oder irgendeine andere nicht haftet? Man also nicht entschädigt wird?
Natürlich vorausgesetzt, dass in der Saison eine VK und TK Versicherung vorhanden ist.

Das würde mich wirklich beunruhigen.

Mann am 09 Nov 2016 08:19:07

tjoe hat geschrieben:
Wenn ein Wohnmobil mit Saisonkennzeichen während des Abmeldezeitraums (Ruheversicherung gegeben) in einer Scheune abbrennt bzw. anderweitig untergeht. Kann es dann die Situation geben, dass die eigene Versicherung oder irgendeine andere nicht haftet? Man also nicht entschädigt wird?


das wird dir hier keiner beantworten können da sicher keiner die Versicherungsbedingungen aller Versicherungen parat hat.
Du wirst also ein Telefonat investieren müssen.

schaetzelein am 09 Nov 2016 08:42:49

tjoe hat geschrieben:Wenn ein Wohnmobil mit Saisonkennzeichen während des Abmeldezeitraums (Ruheversicherung gegeben) in einer Scheune abbrennt bzw. anderweitig untergeht. Kann es dann die Situation geben, dass die eigene Versicherung oder irgendeine andere nicht haftet?


Ich mussste leider das Zitat leider ziemlich kürzen.

Die Kaskoversicherung deines Wohnmobils ist in diesem Fall immer vorleistungspflichtig. Wer dann im Enddefekt haftbar gemacht werden kann, ist für dich unerheblich. Das klärt dein Versicherungsunternehmen. Du kannst dann den Verursacher für Dinge, die die Kasko nicht abdecken in Regress nehmen.

Wie Pipo richtig gesagt hat, ist das "Gebäude" gegen Feuer versichert. Der Inhalt muss gegen Feuer separat versichert werden, und zwar nach Wert. Ich glaube nicht, dass ein Vermieter z.B. 10 Wohnmobile im Wert von ca. 800.000-1 Mio. (mal grob geschätzt) versichert, die Prämie übersteigt bestimmt die Mieteinnahmen, falls eine Versicherung das Risiko überhaupt übernimmt.

pipo am 09 Nov 2016 09:15:02

Ein kluger Kopf hat hier mal geschrieben: Nimm das Gebäude, dreh es auf den Kopf und schütte es aus. Alles was drin bleibt ist über die Wohngebäudeversicherung versichert :mrgreen:

Erst gestern habe ich auf BR einen Bericht gesehen, dass immer mehr Versicherungen dazu übergehen, selbst eindeutige Schäden nicht oder nur mit erheblich Abzügen/Vergleichen bezahlen. Sie lassen den Kunden im Regen stehen und wissen genau, dass Sie bei einem Schaden am längeren Hebel sitzen. Ich möchte jetzt keine Diskussion zu Versicherungen starten :!: Ich wollte nur mal aufzeigen, was alles passieren kann.
Prost Mahlzeit.

Fazit: Wer eine Ruheversicherung hat, die auf einer Teil-/Vollkasko Versicherung beruht, hat das nötigste getan um sein Hab und Gut zu schützen.

kurt2 am 09 Nov 2016 11:20:16

pipo hat geschrieben:Ein kluger Kopf hat hier mal geschrieben: Nimm das Gebäude, dreh es auf den Kopf und schütte es aus. Alles was drin bleibt ist über die Wohngebäudeversicherung versichert :mrgreen:


Hallo pipo,
das stimmt nicht ganz.

Hatte vor ca 8 Jahren einen Überspannungsschaden am Steuerungsteil meiner Warmwassersolaranlage, Fax, Fernseher und Telefon nach Blitzeinschlag in die Strassenlaterne.

Schaden an Fax, Fernseher, Telefon wurde von der Hausrat beglichen.
Schaden am Steuerungsteil meiner Warmwassersolaranlage hat die Brandversicherung bezahlt (nicht die auch vorhandene Wohngebäudeversicherung).

PittiC am 09 Nov 2016 14:10:21

Kurt dann hat Pipo aber doch recht.
Du schreibst ja deinen Schaden haben Hausrat-und Brand (Feuer) versicherung gezahlt und nicht die Gebäudeversicherung

schaetzelein am 09 Nov 2016 15:16:09

kurt2 hat geschrieben:Schaden am Steuerungsteil meiner Warmwassersolaranlage hat die Brandversicherung bezahlt (nicht die auch vorhandene Wohngebäudeversicherung).


genau richtig so...alles was fest mit dem Haus verbunden ist, wird von der Gebäude(brand)versicherung bezahlt, der Inhalt betrifft die Hausratversicherung.

Aber wir schweifen ab....es geht ja hier um die Ruheversicherung des Wohnmobils. Ich glaube darüber wurde alles gesagt.
Besteht eine Kaskoversicherung und bestand die Versicherung schon 5 Monate vor der Stilllegung, ist das Wohnmobil ruheversichert.

rolf51 am 08 Sep 2017 11:25:02

Hallo,
mir wurde ein Stellplatz in einer Halle (vormals Stall) angeboten. Es werden dort 20 Mobile untergestellt ohne Versicherungsschutz des Vermieters. Gasflaschen müssen draußen bleiben, es gibt kein Strom. Seht ihr da ein Problem wenn es zu einem Schaden kommen sollte, oder wie schon auf anderer Seite erwähnt kommt meine Versicherung für meinen Schaden auf. Wenn mein Womo, z.B. Kurzschluss, einen Schaden (Hallenbrand) verursachen würde, auch?

pipo am 08 Sep 2017 11:39:01

rolf51 hat geschrieben:Seht ihr da ein Problem wenn es zu einem Schaden kommen sollte, oder wie schon auf anderer Seite erwähnt kommt meine Versicherung für meinen Schaden auf. Wenn mein Womo, z.B. Kurzschluss, einen Schaden (Hallenbrand) verursachen würde, auch?

Ist das Womo angemeldet oder hast Du eine Ruheversicherung?
Falls ja brauchst Du dir keine Gedanken machen. Ein Restrisiko für ganz ungünstige Fälle ist sicherlich gegeben, aber wenn Du eine Teil- oder Vollkaskoversicherung hast bzw. diese Deckung in der Ruheversicherung nutzen kannst, hast Du das machbar mögliche getan..




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