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Hallo zusammen, wer von Euch hat denn schon Erfahrungen mit dem Carnet de Passage, welches man ja für viele Länder Asiens, Afrikas und Südamerikas benötigt. Mich würde das genaue Procedere interessieren. Vom Antrag, über die Hinterlegung der Kaution, der Vorgang bei Einreise/Ausreise und/oder Grenzübertritt, bis hin zur Endabwicklung. Wird diese ja nicht unerhebliche Kautionssumme eigentlich verzinst (na ja, ich weiß schon - im Moment 0,00% :evil: )? Gibt es Unterschiede zu den bereisten Ländern? Sicher ist Gogolo hier einer der Spezialisten :wink: Aber sicher haben auch noch andere ihre Erfahrungen gemacht. Würde mich über Eure Antworten freuen. Richy ist zwar schon lange her aber soviel wird sich nicht geändert haben: alle fahrzeugdaten werden eingetragen, bei der einreise in ein carnet-land stempelt der zoll die einreise für dein Fahrzeug mit Datum ein. meistens wird zusätzlich die vorlage einer in diesem land gültigen Kfz-Haftpflicht verlangt, also an der grenze abschliessen. manche wiederholen dieses Procedere auch im reisepass des Fahrzeughalters! somit MUSS bei der ausreise ein ausreisestempel (auch im Reisepass) rein - und wenn du 48h wartest, bis der stempelverwalter greifbar ist! sollte ein carnet-land "vergessen" die einreise abzustempeln, könntest du die karre "schwarz", d.h. unverzollt verscheuern.... 8) Verzinsung (wie bei einem mietkautionssparbuch...) - meines wissens nicht, es wird aber auch eine bankbürgschaft akzeptiert (aber die kostet auch...). wenn du wieder zuhause bist, geht das carnet zurück an den Aussteller (hauptzollamt) und nach etlichen Wochen wird die Kaution bzw. Bürgschaft freigegeben. solltest du lange in ländern, die deine Versicherung NICHT abdeckt, bleiben, lohnt sich natürlich eine fahrzeugabmeldung: farbkopie von Brief/schein + zweiter satz kennzeichen mitnehmen, im abmeldeland die originale per post zurück - kumpel meldet ab. der kumpel lässt auch wieder zu und schickt die originale ins geplante "wiedereintrittsland", entweder "poste restante" oder an eine vorher abgeklärte Adresse! früher gut - heute besser! hartmut früher gut - heute besser! hartmut
Hallo Richy Die Kaution musst du nicht unbedingt hinterlegen, sondern du kannst sie über eine Art Versicherung garantieren. Das Carnet de Passage funktioniert in allen Ländern gleich, einzig die Garantiesumme kann unterschiedlich sein. Unterwegs muss es jeweils bei der Ein- und Ausreise abgestempelt werden. Wobei wichtig ist einzig der allerletzte Stempel bei der Einreise ins Heimatland. Damit ist sichergestellt dass das Fahrzeug immer noch da ist und nirgends Einfuhrzölle geschuldet werden. Damit kannst du das Carnet zurückgeben und die Sache ist für dich und den Aussteller des Carnets erledigt. Aber: Das Carnet ist keine Versicherung! :!: Gruss Flatus . Danke schon mal an Euch für die Infos. Das mit der Versicherung ist eh klar. Da werde ich mich getrennt darum kümmern. Wer bestimmt eigentlich die Höhe der Kaution/Bürgschaft? Die Höhe der Selben hängt doch mit dem Zeitwert des Fahrzeuges zusammen wenn ich recht informiert hin? Richy Danke Peter, sehr interessanter Link. Nach diesen Infos müßte ich beim ADAC 15.000€ für ein Jahr hinterlegen. Na mal schauen was da noch so kommt :eek: Richy Wie aus den ADAC-Unterlagen ersichtlich, ist die Höhe der Kautikon auch abhängig in welches Land man fährt. Wir haben für das Gogolobil 2011 für den Iran eine Kaution von 50.000€ gezahlt (abhängig vom Wert des Fahrzeugs - wir haben aber ohnehin viel weniger angegeben!). Die Kaution wurde von uns in bar beim ADAC hinterlegt, da eine Bankbürgschaft in dieser Höhe für 7 Monate über 800€ gekostet hätte. Man stelle sich vor: mein Geld wird von meinem Konto intern auf ein Sperrkonto gebucht, bekomme dafür keine Zinsen und ich müsste noch Gebühren bezahlen!!! Frechheit der Bank, habe daraufhin diese Bank gekündigt und mein Geld komplett abgezogen. Habe die Ehre Gogolo Hallo Gogolo, ich wußte doch, dass Du hier Erfahrung haben müsstest und habe Deine Meinung schon vermisst :) Na, da werden wir den Wert unseres Fahrzeugs dann auch kräftig nach unten drücken wenn es soweit ist. Wird ja wahrscheinlich nur mal grob über den Daumen geschätzt werden (hoffe ich). Ich danke auch Dir für Deinen Beitrag. Richy
Wir waren jetzt drei Tage auf der Fähre und ohne Internetempfang! Du brauchst das nicht schätzen "lassen" - du gibst einen Wert einfach an, der aber schon irgendwie im Verhältnis zum Fahrzeug liegen soll :lol: :lol: :lol: . Lediglich die Österreicher müssen ihr Fahrzeug beim ÖAMTC "vorführen" und dort wird es dann geschätzt. Aber auch die Österreicher könnten ein Carnet beim deutschen ADAC beantragen.... Habe die Ehre Gogolo
Wir waren jetzt drei Tage auf der Fähre und ohne Internetempfang! Zum eigentlichen Thema: Du brauchst das nicht schätzen "lassen" - du gibst einen Wert einfach an, der aber schon irgendwie im Verhältnis zum Fahrzeug liegen soll :lol: :lol: :lol: . Lediglich die Österreicher müssen ihr Fahrzeug beim ÖAMTC "vorführen" und dort wird es dann geschätzt. Aber auch die Österreicher könnten ein Carnet beim deutschen ADAC beantragen.... Habe die Ehre Gogolo Habe verstanden Gogolo. Auch beim ersten Mal schon :mrgreen: Danke nochmals für Deine Unterstützung! Schönes Woende und noch gute Weiterreise! Vielleicht sieht man sich irgendwo in Irland. Ich werde Dich erkennen :wink: Richy Hallo Richy, war verhindert, weil in Marokko... Noch ein paar Infos von mir: Wenn Du das Fahrzeug länger als 1 Jahr in SA oder anderen Ländern lassen willst, musst Du nach einem Jahr ein neues Carnet vom ADAC austellen lassen. Ausreise mit dem alten Carnet, stempeln lassen, Einreise mit dem neuen Carnet. Dann hast Du wieder ein Jahr. Was in den Staaten SA, Namibia und Botswana nicht recht funktioniert hat, war das stempeln innerhalb der Zollunion. Einer sagt, man muss stempeln. Einer sagt es genau andersherum. Bis zum Ende konnte ich nicht erfahren, was stimmt. Bei der Ausreise hat der Zöllner in SA den Stempel vermisst, den man mir in Botswana wegen Überflüssigkeit verweigert hat. Hallo Ebi, danke e Deine Info! Servus, ich schalte mich einfach mal so dazwischen. Das CdP ist wirklich unkompliziert. Man überweist den entsprechenden Betrag plus 200,- Gebühr plus 3,50 Versandkosten auf das ADAC-Konto (wird nicht verzinst) und schickt den 4-seitigen Antrag plus Reisepass- und Fzg-scheinkopie per Post hinterher. Das carnet kommt dann per Einschreiben. Wenn man mit seabridge verschiff, sollte es zwei Wochen vor Verschiffung vorliegen, muss aber erst ab Einreise in PE gültig sein. Ist ja auch nicht unwichtig, schließlich gilt es nur ein Jahr, da darf man vorne raus nicht gleich vier Wochen verschenken. Interessanter finde ich die Versicherung. Wir haben nach langer Suche eine gefunden (Nürnberger) die weltweit gültig ist, ALLE Schäden abdeckt (also z.B. Auch Schäden an deinem Auto bei Unfällen, die der andere verschuldet hat, normale Haftpflicht und Vollkasko sowieso. Kostet ungefähr doppelt soviel, wie sie hier in Deutschland gekostet hätte. Uns selbst versichern wir bei STATravel, die kosten bei gleicher Leistung für zwei Personen Ü50 für zwei Jahre ca. 700,- weniger als der ADAC und zahlen nicht genutzte Monate (falls man die Reise doch früher als geplant abbrechen muss) wieder retour. Hat einer von euch noch eine bessere Idee? Salut, Kerstin Nicht ganz OT: Der Auslandsschutzbrief der Versicherer wickelt ja in Europa Unfälle ab. Zuerst gibt es Geld, dann holt sich die Assekuranz das Geld aus dem Ausland wieder. Ist man bei Fahrten ins europäische Ausland auch so versichert?
Hallo Mover, Du hast Dir Deine Frage schon selbst beantwortet. Oder aber Du meinst das außereuropäische Ausland. Da gibt es keine allgemeingültige Regelung. Jede Versicherung handhabt das anders oder ggf. auch gar nicht. Kontakt mit der Versicherung aufnehmen und abklären! Hm, so wie uns die Nürnberger sagte, sind wir weltweit (das schließt Europa ja wohl mit ein) mit den gleichen Leistungen versichert wie hier, plus aller Schäden, die der schuldige, aber leider nicht versicherte unfallgegner unserem WoMo zugefügt hat. Kosten tut diese Versicherung genau 50% mehr, als sie hier in Deutschland kosten würde. Mein Mann hatte das dort so erfragt, ich kann jetzt gar nicht so genau sagen, wie die Schäden dann abgewickelt werden, aber das werde ich nächste Woche nochmal genau erfragen und dann hier posten. Wie habt Ihr anderen denn euer Auto bei einer Reise durch mehrere Länder versichert? Wenn man da bei jedem Grenzübertritt eine neue Versicherung abschließt, wird das ja ein ziemlich teures Vergnügen. Seabridge bietet wohl nur für Amerika eine Versicherung an und die ist wirklich sündhaft teuer. Aber wir haben diesbezüglich noch nichts unterschrieben und sind noch immer offen für andere gute Ideen! Salut, Kerstin Salut, ist die Versichrrung tatsächlich weltweit gültig? Weitere Frage: wird diese Versicherung auch von allen Ländern anerkannt? 2004 mussten wir in Australien eine Versicherung Vorort abschließen, da dort keine ausländischen Versicherungen anerkannt wurden. So, jetzt bin ich etwas schlauer und muss meine Aussage von oben relativieren. Ansprechpartner ist das versicherungsbüro Jahn und Partner, 08233 38090, nach deren Angaben eines der ganz wenigen Büros, die überhaupt Afrika und Asien versichern. Sie arbeiten mit der Nürnberger zusammen und versichern Europa, Asien und Afrika. Amerika und Australien sind leider nicht mit dabei. Wir sind sowieso schon dort versichert, das heißt, wir müssen einfach nur eine Liste mit den Ländern erstellen, die wir bereisen wollen, das würde in unserem Fall ungefähr so aussehen: Wir wollen im Zeitraum Juli 2017 - Juli 2019 folgende Länder bereisen: Südafrika, Botsuana, Namibia, (den Rest erspare ich mir hier) Also ganz formlos. Kosten tut uns diese Erweiterung auf Afrika und Asien 50% Aufpreis auf unsere bisherige Versicherungsprämie. Dann bekommen wir eine Bescheinigung, dass unser Auto in eben diesen Ländern vollumfänglich versichert ist. Allerdings bekommen wir diese Bescheinigung nur auf deutsch, man sollte sie also notariell übersetzen lassen (auf englisch) vielleicht sogar mit Apostille, damit der Grenzer sie auch lesen kann. Trotzdem käme es vereinzelt doch mal vor, dass man an der Grenze zum Abschluss einer landeseigenen Versicherung "genötigt" würde, wurde mir auf Nachfrage gesagt, davon bliebe der Versicherungsschutz jedoch unberührt. Zur abwicklung: im Schadensfall meldet man sich bei Jahn und Partner, holt sich die Kostenübernahmezusage und lässt den Schaden reparieren, wird aber wohl erstmal in Vorleistung treten müssen, nicht wegen Jahn und Partner, sondern eher, weil das wohl die ausländischen Werkstätten so wollen. Dieser Extraschutz (wenn dir ein unversicherter Verkehrsteilnehmer einen Schaden verursacht) ist in Afrika und Asien leider nicht möglich, aber diese Schäden könnte man ja über die Vollkaskoversicherung abwickeln. So, das war's und jetzt würde ich von euch gerne wissen, wie und wo Ihr euern Karren versichert habt. Zusatz: Seabridge versichert ja nicht selbst, sondern verweist an tourinsure.de Deren Prämien bewegen sich ja in überirdischen Sphären und auch tourinsure schreibt: Versicherungsschutz gilt in allen Ländern Afrikas. Einige Länder verlangen jedoch den Abschluss lokaler Haftpflichtversicherungen. Die Deckungsumfang sind unter Umständen gering und unzureichend. In diesem Fall gilt unsere Deckung als zusatzdeckung zur lokalen Police. Die Haftung beginnt, wenn die lokale Police erschöpft ist. Mit dieser sündhaft teuren Versicherung kann man an der Grenze also unter Umständen die gleichen Probleme bekommen, wie mit der deutlich günstigeren Nürnberger. Bei tourinsure würde unser Auto bei einem Zeitwert von 50.000,- Vollkasko inclusive Haftpflicht lässige 9499,- Euro im Jahr kosten. Bei der Nürnberger zahlen wir bei besserer Leistung (viel weniger SB) rund 1000,- im Jahr. Aber wie gesagt, noch ist nichts unterschrieben, wenn Ihr was besseres habt..... Sorry, natürlich wollte ich außereuropäisches Ausland schreiben. Viele Versicherer kneifen bei Marokko. Meine RMV macht es, wenn ich mich vorher anmelde. Wegen des Schutzbriefs frage ich nach. ![]() Sind doch recht hohe kosten. Besonders Iran ist nicht billig. Wenn ich die Kosten für Aserbaidschan mit Rechne, ADAC Gebühren, Versicherung, Visa und Gebühren dann komme ich ganz schnell auf 500€ für Iran. Für 1 Woche zu viel für mich. Für Iran lohnt sich wohl nur eine spezial Reise mit min 3-5 Wochen Inland. Vielleicht sollte man ein eigenes Office für CdG aufmachen. Rein online. ;-) Lg,
Servus Richy, für Südamerika brauchst Du KEIN Carnet de Passage! Liebe Grüße Hubert
Hallo Hubert, da hast Du natürlich absolut recht :daumen2: Kleines „Obacht“ aus der Ferne... Wenn man das Mobil ohne Carnet nach Südamerika bringt, und es da lange lässt, rate ich dennoch zum Carnet. Ab 3 Jahre und einen Tag muss man ansonsten bei Wiedereinfuhr Zoll und deutsche MwSt. abdrücken. Hatte ich schon mal irgendwo geschrieben, da wiederhole ich mich aber gerne. Hab ich vom deutschen Zoll schriftlich zuhause, bin aber nicht zuhause. Grüße aus Malawi Ebi Herzliche Grüße nach Malawi! |
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