zulu am 04 Apr 2016 14:53:05

Ostern wurden wir auf der Autobahnraststätte an der „Autopista de la Mediterrania“ bestohlen.
Es war der Rastplatz (mit Tankstelle) nach der Abfahrt Figueres-Nord und vor der Abfahrt Figueres-Süd, also der erste große Rastplatz in Nordspanien nach der Grenze von Perpignan, Frankreich kommend.

Die Polizei sagte, wir seien Nummer 20 an dem Tag, die Überfälle hätten stark zugenommen und es kämen deswegen schon deutlich weniger Touristen in diese Gegend.

Leider habe ich wohl alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, obwohl ich schon von solchen Überfallen gehört und gelesen hatte und folglich also eigentlich hätte gewarnt sein müssen ...
Deswegen hier mein Bericht, verbunden mit einer Warnung an alle Spanienfahrer:

Die Polizei sagt:
Am besten gar nicht erst anhalten auf den Autobahnrastplätzen in Spanien.
Es ist sicherer, wenn man die Autobahn verlässt und in kleineren Orten Halt macht zum Tanken, Fahrertausch, Hund rauslassen oder was auch immer. Wenn man aber dennoch an einer Autobahnraststätte anhält, dann sollte man VORHER genau besprechen, wer wann was macht - und niemals, NIEMALS!, einfach so das Fahrzeug verlassen und sich freuen, dass man mal die Gelenke strecken und die Muskeln lockern kann. Es ist sicherer, wenn immer mindestens ein Mensch im verriegelten Fahrzeug bleibt.

In unserem Fall war es genau so, dass ich im Fahrzeug blieb, weil ich zum WC wollte, und mein Freund ging ‚mal eben’ mit dem Hund ein paar Schritte. Ich stand noch in der Aufbautür und sah den beiden nach, da sprach mich ein junger Mann recht freundlich (aber für mich unverständlich an, ich spreche leider kein Spanisch). Dann versuchte er es mit: „Do You speak English?“ oder so ähnlich und zeigte dann auf den rechten Hinterreifen, als ob er mir da etwas zeigen wollte.
Und hier habe ich den großen, großen Fehler gemacht, das Wohnmobil zu verlassen, um zu sehen, was er mir da zeigen will.
Als er sah, dass ich ausstieg, bückte er sich zum Reifen (hinten rechts) und tat so, als ob er am Ventil rumspielte – in dem Moment habe ich zwar sofort geschaltet, doch der Kerl hat mich einen Moment am Handgelenk festgehalten und vehement auf den Reifen gezeigt, so konnte ich nicht gleich wieder zurück ins Wohnmobil – doch ich sah meine Handtasche durch die Luft fliegen und hörte die Fahrertür zuklappen. Ein Komplize war vorn ins Wohnmobil und hat mit einem schnellen Griff meine Handtasche genommen, die vorn zwischen den Sitzen lag.
Die beiden jungen Kerle sprangen dann in ein Auto, was inzwischen neben unser Wohnmobil gefahren war
(darin saßen vorn noch zwei andere Männer) und das Auto brauste davon.

Ich hatte zwar sofort nach meinem Freund gerufen und nach dem Hund gepfiffen, als der Kerl mich festhielt, und es war wirklich knapp und fast eine filmreife Szene, denn mein Hund ist zwar brav mit meinem Freund an der Leine rausgegangen, doch er hat sich gleich losgerissen, als ich gepfiffen habe, und kam angerannt (mein Freund hinterher).
Und komischerweise wusste der Hund sofort, wer „der Bösewicht“ war (vielleicht, weil die zwei wegrannten?
Und die anderen Menschen, die auf mein Rufen reagiert haben, zu uns kamen?
Ich weiß es nicht), jedenfalls hätte er den einen fast noch am Bein erwischt, es war echt knapp.
Das ganze hat kaum ein-zwei Minuten gedauert - es ging einfach alles sehr, sehr schnell.

Doch leider ist diese unschöne Geschichte hier noch nicht zu Ende, denn mein Pfeifen und Rufen hat auch andere Menschen auf dem Rastplatz aufmerksam gemacht, dass irgendetwas los ist, und es kamen einige Menschen zu unserem Wohnmobil, darunter auch einer, der halbwegs Englisch sprach und meinte, er rufe mal gleich die Polizei für uns an.

Und hier nun mein Fehler Nummer zwei: Ich habe ihm das geglaubt, er wirkte so freundlich und hilfsbereit.
Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass dieser „hilfsbereite“ Mensch zu der Bande gehörte und mitnichten die Polizei angerufen hat, sondern mit seinen Komplizen in dem Fluchtauto gesprochen hat (nur eben leider in einer Sprache, die wir nicht verstanden).

Er meinte dann, die Polizei sei in der Nähe und in wenigen Minuten da – als nach ca. zehn Minuten aber immer noch keine Polizei in Sicht war, lief ich über den Rastplatz, um nach der Polizei zu suchen, und traf auf einen Security-Menschen.
Dieser sprach auch etwas Englisch und kam gleich mit zum Wohnmobil und meinte jedoch, die Polizei käme nicht her, wir müssten selbst zur nächsten Polizei-Dienststelle in Figueres fahren, und er gab uns die Adresse. Ich drehte mich fragend nach „unserem hilfsbereiten Menschen“ um, doch der meinte, die Polizei habe ihm gesagt, sie kämen her.
Wir wollten aber nicht länger warten und fuhren los.
An der nächsten Mautstelle stand ein Polizeiwagen, die Polizisten wussten nichts von unserem Überfall, sie haben uns dann freundlicherweise zur Polizeidienststelle in Figueres geleitet, dort war eine nette, recht junge Polizistin, die recht gut Englisch sprach und das Protokoll aufnahm, von ihr hörten wir dann auch: „Sie sind Nr. 20 heute.“

Wenigstens eins hatten wir richtig gemacht:
Es waren nicht alle Wertsachen in meiner Handtasche, nur „das kleine Reiseportemonnaie“, aber mit ec-Karte, der kleine Fotoapparat – aber leider alle Papiere (Kfz-Schein, Führerschein und Personalausweise, weil wir ja gerade über die Grenze gefahren waren und die Papiere für alle Fälle griffbereit haben wollten), aber leider auch der zweite Wohnmobil-Schlüssel und der Wohnungsschlüssel von Zuhause.
Der materielle Verlust hält sich also in Grenzen, aber es wird wohl mit Aufwand und Kosten verbunden sein, alles wieder zu beschaffen.
Es fing schon an mit dem Schlüsseldienst, als ich jetzt wieder zurück in meiner Wohnung in D war. Sehr ärgerlich. Sehr ärgerlich aber auch das Gefühl, dass nun ein fremder Mensch den Kfz-Schein und einen Schlüssel vom Wohnmobil hat (und dazu meine Adresse in D!).

Die Angst fing schon an, als wir das Wohnmobil vor der Polizei in Figueres geparkt haben ...
Die Bande, die so gut organisiert war, kann sich doch denken, das wir jetzt bei der Polizei sind, und ein deutsches Wohnmobil mit bekanntem Kennzeichen ist da doch schnell gefunden, das war meine große Sorge (denn es dauerte doch sehr lang bei der Polizei).
Doch die junge Frau meinte: „Solche Banden klauen keine Wohnmobile, die nehmen nur das Bargeld aus Ihrer Handtasche und werfen den Rest einfach weg. So sind sie für uns auch viel schwerer zu fassen, denn Handtasche, Schlüssel, Papiere usw. sind ja ihrem Besitzer leichter zuzuordnen. Bargeld aber nicht.“

So, ein langer Bericht.
Wer in die Gegend um Barcelona fährt, der liest dies hier hoffentlich vorher und ist auf der Hut. Niemals das Wohnmobil verlassen!
Ich war übrigens sicher, dass ich den Verriegelungsknopf vorn gedrückt hatte, denn das mache ich eigentlich IMMER
(und meist kommt auch gleich die Stange von Fiamma „Duo-Safe“ zwischen die Türen, denn wer möchte schon ungebetenen „Besuch“, wenn er auf der Toilette ist?! ) -iIch verstehe es wirklich nicht, dass ich es dieses eine mal nicht gemacht haben sollte.
Ich, die Schreiberin, bin übrigens w und über 50 – wohl das perfekte Opfer für solche Banden.
Vier junge Kerle gegen eine alte Frau.
Einfach feige.
Nun werde ich mir ein Tränengas-Spray oder ähnliches anschaffen, was ich immer griffbereit am Körper tragen kann.
Ob die Bande dann ohne Ihren „vierten Mann“ auch davongebraust wäre?
Oder was kann man sonst noch tun als "schwaches Weib"?
(Allein wäre ich so einen Rastplatz wohl gar nicht erst angefahren, aber allein fahre ich auch nicht bis nach Spanien ...)

thomas56 am 04 Apr 2016 15:07:12

hoffentlich hast du schon alle Autoschlösser inklusive Zündschloss und Wohnungsschloss nachweislich gewechselt, ansonsten bist du nicht mehr gegen Diebstahl versichert!

Gast am 04 Apr 2016 15:32:09

Hallo, danke für die Warnung. Das Unsicherheitsgefühl kann ich total nachvollziehen. Wir sind nicht das Opfer eines Überfalles gewesen, allerdings ist unser Fahrzeug am hellerlichten Tag auf einem LIDL Parkplatz am Gardasee aufgebrochen worden. Wir waren nur kurz einkaufen, passiert mir auch nicht wieder! Geht nur noch eine/einer einkaufen.
Hausschlüssel, Zweit-Autoschlüssel (ein codierter für 300 Euro), Brille, Handy, usw. waren in einer Handtasche im Fahrzeug.
Seitenscheibe zertrümmert, Tür entriegelt, Handtasche aus dem hinteren Fahrzeugbereich geklaut. Die Tasche war n i c h t
von außen sichtbar, wir müssen also bei Verlassen des Fahrzeuges beobachtet worden sein. Selbst der dümmste Verbrecher
konnte sehen: "Frau ohne Handtasche geht in Supermarkt!"
Wider besseres Wissen, passiert allen Menschen!? Natürlich nicht den Unfehlbaren!
Ich will mich um sicheres Verhalten bemühen, wird mir aber nicht bei allen Gelegenheiten gelingen.
Auch wenn es ein schwacher Trost ist, zumindest ist kein körperlicher Schaden eingetreten. Das könnte beim
Einsatz von Pfefferspray leicht passieren.
Vielen Dank für die Warnung, asoziale Verbrecher (bewußt gewählte Formulierung!) gibt es weltweit.

RichyG am 04 Apr 2016 16:51:40

123daswars hat geschrieben:asoziale Verbrecher (bewußt gewählte Formulierung!) gibt es weltweit.

Stimmt! Ganz davon abgesehen, dass es kaum soziale Verbrecher geben wird :wink:
26. Februar 2016 gegen Mittag. Parkplatz bei Hengersberg auf der Autobahn A 3 Richtung Passau.
Ich war ausgestiegen und auf der Toilette. Meine Frau war im WoMo auf der Toilette. Handtasche lag vor dem Beifahrersitz auf dem Boden und das Mobil war versperrt.
Eine ältere Dame rüttelte vernehmlich an den beiden Vordertüren und mehrmals so kräftig an der Aufbautüre, dass das Fahrzeug schwankte. Meine Frau kam aus der WoMotoilette, öffnete die Türe da sie glaubte ich wäre es. Die Dame schaute verdutzt meine Frau an und sprach einige Worte rumänisch. Ich sah sie dann gerade noch zu einem Mercedes-Pkw mit Planenanhänger laufen und einsteigen. Der Wagen fuhr sofort ab. Wahrscheinlich waren lauter Handtaschen im Hänger geladen ;D .
Ergo: Die Gefahr lauert immer und überall!
Richy

kurt2 am 04 Apr 2016 17:12:54

Hallo Zulu,
schade, dass es Euch erwischt hat. Offenbar beginnt die neue Saison bereits.

Alles falsch gemacht zu haben solltet ihr euch nicht vorwerfen. Urlaubsstimmung tut ein Übriges und die Tatsache, dass einer beim Fz blieb, gibt vermeintliche Sicherheit.

Der „Hilfsbereite“ ist der Kopf der Bande. Er sondiert die Opfer auf den Parkplätzen, weist den "Ablenker", den "Greifer" und den "Fahrer" des Fluchtautos sehr genau ein und verschafft durch den "nicht getätigten" Telefonanruf (I`ll call the Police) Zeit zur Flucht.
Da hat das unbedarfte Opfer kaum eine Chance.
Sollte trotzdem ein polizeilicher Zugriff erfolgen, kennen sich die Herren natürlich nicht!

zulu hat geschrieben:Vier junge Kerle gegen eine alte Frau.
Einfach feige.


Problemloseste Zielgruppe.


Ich hoffe für Euch, dass ihr diesen Schock auch psychisch gut verarbeiten könnt. Leider ist es inzwischen überall so weit gekommen, dass man niemand mehr trauen kann.
Die Entwicklung geht eindeutig in die falsche Richtung.

Svingo am 04 Apr 2016 17:32:26

Hallo Holger,

nachdem es nach Pfingsten an den Gardasee geht. Welcher LIDL war es den? Uns ist so was ähnliches schon mal auf dem Parkplatz beim Einkuafszentrum in Afi passiert. Ist aber schon mehr als 15 Jahre her. Sind damals wohl auch beobachtet worden. Seither bin ich wie meine Frau sagt auch leicht paranoid.

Viele Grüße

Svingo

RichyG am 04 Apr 2016 17:44:40

Svingo,
wirklich wichtig ist: Es kann Dich immer und überall treffen. Siehe meine Geschichte. Einfach ein wenig achtsam sein.
Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass es Dich nicht erwischt. Es sind tausende unterwegs.

thomas56 am 04 Apr 2016 17:57:35

Ende der 70er, hat mir ein Scheibenputzer an der roten Ampel in Barcelona das Geld vom Amaturenbrett ziehen wollen, ich konnte gerade noch seinen Arm packen. Ich wusste einfach nicht, dass es sowas gibt. sonst wäre die Seitenscheibe vom PKW nicht offen gewesen.
In der gleichen Woche haben sie meinem Bruder in Benidorm die Herrenhandtasche in einem Strassenkaffee vom Stuhl geklaut, wir konnten ihn aber einholen. Seit dem war ich immer auf der Hut und es ist auch nichts wieder passiert, aber wenn ich "Fensterputzer" an Kreuzungen sehe verriegel ich alles!

2011 in F, rote Ampel nach einer Autobahnausfahrt war eine ganze Truppe von "Fensterputzern". Als sie in die Nähe meines Fahrzeugs kamen, habe ich eine Polizeisirene eingeschaltet, die haben die Eimer fallen gelassen, die Röcke in die Hand genommen und waren innerhalb Sekunden verschwunden.

Wenn wir im Ausland einkaufen, bleibt immer einer im/am Fahrzeug!!!

teamq am 04 Apr 2016 18:14:14

Affi ist wirklich mit Vorsicht zu genießen, nicht nur Wohnmobile sind das Ziel sondern auch PKW wie bei unseren Bekannten.

harpya am 04 Apr 2016 18:32:14

Da braucht man aber nicht ins Ausland fahren.
Eltern fahren beim Atlantik Hotel Hamburg vor, Handtasche auf dem Schoss zum Aussteigen,
bis der Portier am Auto war um die Tür zu öffnen ,
junger Mann im Sprint mit Hammer ö.ä. Scheibe eingeschlagen
Handtasche entrissen und weg.

Wahrscheinlich aus der Drogenszene um die Ecke auf St. Georg.

Scout am 04 Apr 2016 19:24:27

Bei der Einfahrt nach Barcelona fiel bei einem Ampelstop eine Horde Fensterputzer über die Autos her. Ich lehnte massiv ab, da sie die hohen WoMo-Scheiben mehr verschmieren, als reinigen. Bei der Weiterfahrt machte uns ein jugendlicher Mopedfahrer auf etwas an unserem WoMo aufmerksam. Ich fuhr weiter, aber bei meiner Frau schrillten sämtliche Alarmglocken. Als er ein weiteres Mal vorbeifuhr machte er uns wieder aufmerksam und bedeutete uns, ihm zu folgen. Wir folgten allerdings nicht seinen "freundlichen" Hinweisen, sondern hielten auf der Nebenspur der belebten Avenue Diagonale und sicherten alle Eingänge zum WoMo. Bei dem Ampelstop wurde der rechte Hinterreifen zerstochen. Durch den aufdringlichen Fensterputzer waren wir abgelenkt und dem hinteren Fahrzeug wurde durch eine ähnliche Putzaktion die Sicht versperrt. Man hat praktisch keine Möglichkeit die Situation zu kontrollieren.
Gruß
Scout

thomas56 am 04 Apr 2016 19:46:40

In D hatte ich mal einen am Kragen, der mir mit dem Sand-Wassergemisch die Scheibe zerkratzen wollte. Die Polizei hat angeblich keine Handhabe gegen die "Putzkolonnen".

Mondmann am 04 Apr 2016 19:46:40

zulu hat geschrieben:Ostern wurden wir auf der Autobahnraststätte an der „Autopista de la Mediterrania“ bestohlen.



Hallo zulu,

da bei Dir Gewalt angewendet wurde, würde ich das als Raubüberfall bezeichnen.
Versicherungstechnisch vielleicht entscheidend.

Liebe Grüsse

Mondmann

zulu am 04 Apr 2016 19:47:26

Danke für die Anteilnahme, Eure Erfahrungen und Hinweise.
Warum sagt mir das denn z.B. nicht mein Fiathändler, bei dem ich den neuen Zweitschlüssel bestellt habe?
Danke Dir, thomas56, ich werde ihn gleich morgen früh nochmal anrufen.

Zum Thema "asoziale Verbrecher", 123daswars, gab es da nicht mal einen, Robin Hood genannt?
Das war doch wohl kein Asozialer?

Ja, ich empfinde gerade diese Situation so belastend, dass mich da ein sympathischer junger Mann freundlich angesprochen hat, und mir dann quasi "Auge in Auge" die Handtasche klaut (klauen lässt) - ich könnte seine Mutter sein!
Schaltet er sein Gewissen "nach Bedarf" ein und aus?

an kurt2: Ja, ich bin jetzt auch davon überzeugt, dass der "Hilfsbereite" der Kopf dieser Bande war, er war auch deutlich der Älteste. Er hatte so voll die Kontrolle, was wir tun, hat die anderen Menschen, die auch helfen wollten, beruhigt und weggeschickt (er kümmert sich schon), sieht genau, was wir machen und wie geduldig wir da erstmal auf dem Parkplatz gewartet haben. Seine Jungs brauchten ja noch nicht einmal den Rastplatz zu verlassen! Der war so groß, drei LKWs weiter können sie irgendwo abgebogen sein und direkt das nächste Opfer ins Visier genommen haben.
Ich bin deswegen jetzt so sicher, weil der "Hilfsbereite", als er angeblich mit der Polizei telefonierte, uns recht überrascht gefragt hat, ob wir Waffen dabei hätten? Mein Freund war ganz empört: "Nein, natürlich haben wir keine Waffen!"
Aber ich hatte in meiner Handtasche tatsächlich so eine kleine Tränengaspistole, die jemand, der wenig oder keine Ahnung von richtigen Waffen hat, für eine echte Pistole halten könnte. Es kam mir zwar komisch vor, dass "die Polizei" nach Waffen gefragt hat - aber in diesen Zeiten ... wer weiß?
Doch der Ablauf bei der richtigen Polizei (die mitnichten suggestiv nach Waffen gefragt hat!), hat mir im Nachhinein dann die Augen geöffnet: Der "Hilfsbereite" gehörte dazu! Uns erzählt er, er telefoniere mit der Polizei, tatsächlich läßt er sich direkt am Telefon in unserem Beisein von seinen Jungs über die "Beute" berichten!
Auch der hat seine Portion Pfefferspray direkt in die Augen verdient!!

Aber nochmal zum Thema "asoziale Verbrecher":
Ich glaube, es ist wäre die Aufgabe von Politikern, für annähernd gleichgute Verhältnisse auf der Welt zu sorgen,
denn es ist ja durchaus verständlich, dass Menschen am materiellen Wohlstand partizipieren wollen
(auch meine Vorahren sind nach Amerika ausgewandert, weil sie in Eutopa kein Auskommen mehr hatten,
und sind aus dem Osten ins Ruhrgebiet eingewandert, als dort in den Bergwerken Arbeit gab)
- aber wenn die Politiker nur dafür sorgen, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen (s. Panama-Papers),
dann nehmen die, die die Gelegenheit dazu haben, ihr Schicksal eben selbst in die Hand.
Eigentlich schon irgendwie verständlich.
Auch, wenn es mich jetzt böse getroffen hat.
Man muss sich eben selbst besser schützen und genau hinsehen, wen man vertraut!

Danke nochmal für die Anteilnahme und den Erfahrungsaustausch hier!

rolf51 am 04 Apr 2016 20:04:56

Hallo Zulu,
schade, dass Du hier nicht vorher Berichte gelesen hast die das gleiche Beschreiben und auch gewarnt wird von Diebstählen und Überfällen im Großraum Barcelona. Wichtig ist aber, dass dir nichts passiert ist! Gegenstände aller Art kann man ersetzen.

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