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Reisebericht Südengland - Ostern an der Jurassic Coast - 1, 2


gnarz18 am 08 Apr 2016 19:24:33


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Wohin über Ostern? Wir haben 10 Tage Zeit. Die Entscheidung ob Nord – und Ostsee oder doch wieder GB fällt natürlich wieder mal zugunsten GBs aus. Ist irgendwie klar - und ich verstehe eigentlich auch nicht, warum wir überhaupt eine solche Diskussion führen. Der Familienrat ist sich eigentlich immer sofort einig, wieder auf die Insel zu fahren. Den Süden Englands haben wir uns diesmal als Ziel ausgesucht. Genaugenommen die Jurassic Coast, die sich von Studland in Dorset bis Exmouth in Devon hinzieht. Ein wenig Sorge haben wir vor der Abfahrt wegen der Anschläge in Brüssel und den damit zu erwartenden Sicherheitsmaßnahmen. Der zeitliche Rahmen ist wie immer eng gesteckt, so planen wir für Strecke Aachen Calais immer 3 ½ Stunden plus eine Stunde Reserve ein. Das hat bisher auch immer gut funktioniert, aber nun ???
Unsere Route:

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Gründonnerstag machen wir früh Schluss und gegen zwei Uhr geht es in Aachen los. Wir kommen erstaunlich gut durch Belgien durch, selbst in Brüssel gibt es kaum Verzögerung. Auch am französischen Zoll und beim Check-In an der Fähre erwarten uns keine Schlangen und so sind wir viel zu früh am Anleger.

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wir sind viel zu früh am Anleger

Trotz Ostern ist die Fähre ziemlich leer und kurz nach sieben OZ Dover erreichen wir Dover. Hier auf englischer Seite werden wir dann so richtig mit Drogen- / Sprengstoffspürhund, Ausräumen usw. gefilzt, also in Dover das volle Programm.

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Kontrolle in Dover

Gut eine Stunde verlieren wir durch diese Aktion. Der Zöllner entschuldigt sich zwar artig für die Verzögerung, kennt aber kein Pardon wenn es um die Gründlichkeit seiner Durchsuchung geht. Auf jeden Fall war der Spürhund total begeistert von unserer Toilettenkassette - warum auch immer.
Gespannt sind wir natürlich was mit „unserem“ Pub, dem Coastguard ist und unserer Möglichkeit dort zu übernachten. Bei unserem letzen Aufenthalt kurz nach Neujahr hat uns der Wirt die traurige Mitteilung gemacht, dass er den Pub verkauft hätte und nun eine Brauerei den Pub weiterführen würde. So fahren wir zuerst zur Bay von St. Margaret’s at Cliffe und müssen betrübt feststellen, dass der Pub noch geschlossen ist und wohl noch immer renoviert wird. Schade. Wir fahren zurück in den Ort und gehen erst mal in einen der anderen Pubs im Ort lecker Essen und trinken uns wegen der Frustbewältigung erst mal ein Half-Pint Lager. Für die Nacht stellen wir uns dann an das Patrol Monument. Die Aussicht am Morgen mit Sonnenaufgang über dem Kanal ist auch von hier aus schön und der Blick von den Klippen ist einmalig.

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SP am Patrol Monument

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Nach einer halbwegs ruhigen Nacht, neben uns schläft noch ein englisches Pärchen in einem Ford Focus - und die lassen leider die halbe Nacht den Motor laufen - stellen wir uns am nächsten Morgen auf Englands größten kostenlosen Parkplatz, der M25, in den Stau. Es ist echt der Horror, was hier am Karfreitag los ist. Und auch auf der M3 gibt es kein richtiges Vorrankommen. Nach 5 Stunden und rund 200 gefahrenen Kilometern geben wir in der Höhe von Basingstoke entnervt auf und entscheiden uns, den CP in Salisbury an zu fahren. Salisbury kennen wir von unserem ersten Irland Urlaub. Damals haben wir mit unserem zweiten „Wohnmobil“ – einer Nissan Vanette – in einer Tiefgarage 8 Neonröhren von der Decke rasiert. Wenn auf dem Schild 6‘-6“ steht, gehe ich davon aus, dass man 1,9812 Meter nach oben Platz hat und ich mit meinem 1,98m hohen Auto ohne Schaden da durch komme. Kann ich wissen, dass man auf der Insel die Humps in ihrer Tiefgarage nicht mit einrechnet?

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Salisbury

Bei strahlendem Sonnenschein machen wir uns sofort auf den Fußweg in das nahe Städtchen Salisbury. Vorher müssen wir allerdings noch unsere Garage trockenlegen, eine 1,5 Liter PET Wasserflasche hat es irgendwie zerlegt. Vielleicht die Rache für die Neonröhren…

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Salisbury ist wirklich nett und mit Englands höchstem Kirchturm ist die Kathedrale schon ein echter Hingucker. Um die Kathedrale herum gibt es passend zu Ostern eine Ausstellung von Skulpturen der Künstlerin Sophie Ryder. In dem großen Drahtgeflecht-Kunstwerk hat sich eine Krähe verirrt und findet leider keinen Ausweg mehr. Paula verlangt, dass wir das Kunstwerk aufschneiden und so die arme Krähe retten sollen. Wir lassen das dann aber mal. Krähen sind ja schlau, vielleicht findet das Tier doch noch den Notausgang.

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Skulptur der Künstlerin Sophie Ryder

Wir stöbern ein wenig durch die Geschäfte und besorgen uns eine Sim-Karte von EE. Die Vodafone-Karte aus dem Schottland Winterurlaub ist einfach nicht mehr zu aktivieren. Kurz vor zehn sind wir wieder beim Auto. Der Weg zum CP kreuzt wohl einen Frosch- und Krötenwanderweg und so helfen wir ein paar Amphibien über den Weg.

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schlechte Laune

Am nächsten Morgen regnet es in Strömen und wir haben Mühe vom durchgeweichten Rasen des CPs zu kommen. Heute soll es nun endlich an die Küste gehen. Über Dorchester, wo wir kurz Pause machen, und Bridport fahren wir nach Charmouth. Dort finden wir auch sofort einen CP, der noch einen Platz für uns frei hat. Wir haben die CPs nicht vorgebucht und sind auf mehreren CPs abgewiesen worden, weil sie „voll“ waren. Wobei „voll“ so zu verstehen ist, dass nur die „hard standings“ belegt waren; die gräsernen "Touring"-Plätze waren den CP Betreibern einfach zu nass um Womos dort stehen zu lassen. Die meisten Campingplätze hier an der Küste sind große Holiday-Parks, die aber auch über Stellplätze für Womos und Wohnwagen verfügen. Das Hauptgeschäft machen sie aber wohl mit den fest installierten Wohncontainern.

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Seadown Holiday Park

Nachdem wir uns eingerichtet haben machen wir uns sofort auf zum nahen Strand, um Ammoniten suchen.

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Strandhütten in Charmouth

Die Jurassic Coast ist berühmt für ihre Fossilien, die man hier in allen Größen und Variationen finden kann. Irgendwo muss der Name ja auch herkommen. :D

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die Jurassic Coast in Charmouth

Die Klippen bei Charmouth sind beeindruckend! Sie bestehen aus tonartigem schwarz grauem Lehm. Der Aufenthalt direkt unter ihnen ist nicht ganz ungefährlich, dauernd bröckelt es und Steine fallen herunter. Es dauert nicht lange und wir finden ein paar kleine versteinerte Kopffüßler.

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Überall wird wild rumgehämmert und im Dreck nach Versteinerungen gesucht, aber den so richtig großen Fund macht heute Nachmittag anscheinend keiner. Für Kinder ist es auf jeden Fall ein riesiger Spaß und auch Paula ist trotz nasser Füße und Hose kaum wieder vom Strand wegzukriegen. Den Abend verbringen wir im Georg Inn, einem von zwei Pubs in Charmouth. Das Pie schmeckt hervorragend und beim Fußballspiel England - Deutschland kommt so richtig Stimmung auf…
Am nächsten Morgen geht es natürlich wieder an den Strand und man merkt langsam, dass sich das Sturmtief Katie nähert. Der Wind hat deutlich zugenommen und die Wolken werden immer dunkler.

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Katie kommt...

Wir laufen ein Stück des Küstenwanderweges ( South West Coastal Path ), der von Poole bis ins Exmoor führt - 630 Meilen ist dieser Wanderweg lang! Wir gehen, sehr zum Unmut von Paula, die lieber Ammoniten suchen würde, die Strecke von Charmouth bis nach Seaton. Der Weg ist nicht besonders lang, aber man hat eine grandiose Aussicht auf die Landschaft.

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der Weg ist nicht lang, bietet aber tolle Aussichten

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der South West Coastal Path führt hier immer oben auf den Klippen entlang

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Fossiliensuche

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Nachmittags, es herrscht Ebbe, gehen wir dann natürlich wieder an den Strand. So langsam stellen sich auch Erfolge beim "Fossilie Hunting" ein. Man weiß halt nach einiger Zeit, wonach man suchen muss.

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ein paar unserer Funde

Das Wetter hat sich drastisch verschlechtert und am Abend kommt zu dem Wind noch Hagel und Regen.

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da kommt was auf uns zu...

In der folgenden Nacht ist an Schlaf nicht zu denken. Mit bis zu 120km/h fegt der Sturm Katie über den Platz und es wackelt ganz schön im Wohnmobil. Wir stehen nicht leider nicht gut im WInd. Gegen Morgen wird es dann wieder deutlich ruhiger und als wir am Vormittag Paula zum Ammonitenpolieren im Heritage Centre bringen, sieht man die Schäden, die der Sturm angerichtet hat. Diverse Vorzelte, Strandhäuschen und Bäume haben dem Sturm nicht standhalten können. Und noch immer krachen gewaltige Wellen gegen die Küste.

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ein Teil der Hütten haben Katie nicht überstanden

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der Sturm schleudert faustgroße Steine an Land

Der Sturm ruft natürlich die professionellen Fossilienjäger auf den Plan. Diese haben auf so eine Gelegenheit anscheinend nur gewartet und die Möglichkeiten große Versteinerungen zu finden, ist nun sehr groß, da die Wellen mächtig an der Küste genagt haben.

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es ist immer noch stürmisch

Ich folge einem dieser Fossiliensucher. Und wirklich in fast jedem Stein, den er aus dem Dreck buddelt, befindet sich eine Versteinerung.

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ein Profi bei der Arbeit

Wir kommen kurz ins Gespräch, aber so richtig verraten will er mir nicht wonach man genau Ausschau halten muss. Er überlässt mir dann aber dann doch ein paar Bruchstücke, die ihm wohl nicht gut genug sind.

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Der Weg am Strand ist noch nicht ganz frei, immer noch krachen gewaltige Wellen an die Küste. Und so warten der Fossiliensucher und ich auf einer Lehmzunge auf das Zurückweichen des Wassers.

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Manchmal muss man schon mal die Beine in die Hand nehmen, um nicht nass zu werden.

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das Wasser kommt noch bis zu den Klippen

Nach und nach gesellen sich auch andere Fossiliensucher, ein offizieller Fossilien Warden, - was es nicht alles gibt - und andere Touris zu uns. Der offizielle Warden hat seine liebe Mühe, die Touris mit der Spitzhacke von den Klippen fernzuhalten und am Weitermarsch zu hindern. Der Weg ist einfach noch zu gefährlich. Inzwischen sind auch Uschi und Paula auf der Lehmzunge eingetroffen und so warten wir gemeinsam auf das abfließende Wasser. Uns hat immer schon die Anzahl der herrenlosen Stiefel gewundert, die hier rumliegen bzw. im Lehm stecken. Am Zugang zum Strand warnt eine Tafel vor gefährlichem Matsch.

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gefährlicher Steinschlag und Matsch

Ein Junge, der mit seinen Eltern mit uns auf der Lehmzunge wartet, tritt in eins dieser Matschlöcher, und steckt alsbald mit beiden Füssen fest. Erst finden alle es noch sehr lustig, wie der Junge strampelt und die Eltern noch Witze darüber machen. Als der Junge dann aber bis zum Oberschenkel im Matsch steckt und verständlicher Weise auch langsam Panik bekommt, sieht die Lage schon anders aus. Auf Anraten des Wardens und der Unterstützung einiger anderer Wartenden wird der Junge aus seiner misslichen Lage befreit und aus den Schuhen gezogen. Seine Stiefel sind allerdings verloren.

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der Vater versucht noch die Stiefel zu retten, vergebens

Später rutscht der arme Junge beim Spielen noch aus und landet komplett im Wasser. Was für ein sch.. Tag für ihn! Verständlicherweise verlässt die Familie danach erst einmal den Strand. Nachdem das Meer den Weg endlich freigibt, finden wir eine Menge Versteinerungen und schleppen unsere Funde am Nachmittag zurück zum Auto.

Am nächsten Morgen geht es nach Lyme Regis, einer Kleinstadt, die auch die „Perle von Dorset“ genannt wird. Man kommt sich ein wenig vor wie in einer Rosamunde Pilcher Roman Verfilmung. Hier ist alles typisch englisch. Wir schlendern etwas durch das Städtchen, gehen Kaffee trinken und genießen die Sonne am Strand.

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Hier ist es schon viel betriebsamer als in Charmouth und der Strand ist gut gefüllt.

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Strandhütten in Lyme Regis

Wir gehen auf „ The Cobb“, der gewaltigen Hafenmauer, spazieren und werden mal wieder mächtig nass.

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„ The Cobb“

Auch hier in Lyme Regis besteht Paula darauf, Ammoniten suchen zu gehen und nachdem wir uns im Womo umgezogen und ausgerüstet haben, gehen wir zu den Klippen. Das Gestein in Lyme Regis ist ganz anders als in Charmouth. Man stolpert quasi über die Versteinerungen. Die großen Bodenplatten mit ihren hunderten von Versteinerungen sind allerdings geschützt und dürfen nicht „bearbeitet" werden, da die Jurassic Coast seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Und das ist definitiv auch gut so!

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Bodenplatte übersät mit Versteinerungen
Es ist schon echt beeindruckend, wie riesig die Kopffüßler zum Teil waren.

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versteinerter Kopffüßler

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Auch hier treffen wir einen professionellen Fossiliensucher. Er erzählt uns, nicht ganz ohne Stolz, dass er vorgestern seinen ersten versteinerten Lobster gefunden hat – und immerhin sucht er schon seit dreißig Jahren Fossilien. Einen hilfreichen Tipp möchte auch er nicht geben, man muss halt einfach suchen.
Am späten Nachmittag fängt es erneut an zu regnen und wir machen uns zügig vom Acker und fahren in Richtung Portland. Zwei CPs weisen uns ab, weil sie voll, bzw. die Stellplätze zu nass sind. Ein dritter verlangt für eine Übernachtung stolze 34 Pfund! Das finden wir unverschämt und man merkt der Aushilfe an der Rezeption auch an, wie unangenehm ihr das ist, uns diesen Preis nennen zu müssen. Wir fahren trotz spätem Nachmittag weiter durch die südenglische Landschaft.

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wir kommen durch malerische Dörfer

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und schöne englische Landschaften

Fündig werden wir schließlich in Chickerell nahe Weymouth, auch wieder ein Holiday Park, aber mit 20 Pfund inkl. Strom deutlich preiswerter.
Der nächste Morgen startet wieder sonnig und wir fahren auf die Isle of Portland. Unseren ersten Stopp legen wir am Beginn des Chesil Beach ein. Der Chesil Beach ist mit 29 km Englands längster Strand und erstreckt sich von der Isle of Portland bis zur West Bay bei Bridport. Der Strand ist schon toll, soweit das Auge reicht nur Kiesel.

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Kiesel soweit das Auge reicht

Per Zufall sehen wir das Hinweisschild zum Portland Castle, welches wir uns dann natürlich auch anschauen. Besonders spektakulär ist der Bau aus der Zeit Heinrichs VIII nicht, aber da der Eintritt für uns – dank langjähriger Mitgliedschaft bei Historic Scotland – frei ist, drehen wir eine kurze Runde durch die guterhaltene Festung.
Anschließend geht’s zum Leuchtturm "Portland Bill". Portland ist berühmt für seinen Stein und wenn man über die Insel fährt, sieht man deutlich die riesigen Löcher der Steinbrüche.

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alter Friedhof auf der Isle of Portland

Der Leuchtturm liegt wunderschön auf einer Felsspitze, hier wäre es bei Katie auch bestimmt interessant gewesen. Im Sommer möchte ich hier nicht abgemalt sein. Wenn man die Größe des Parkplatzes sieht, muss hier im Sommer die Hölle los sein.

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Portland Bill

Obwohl Katie schon durch ist, kann man auch hier tolle Wellen bestaunen.

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Gegen Mittag machen wir uns dann wieder auf den Weg zurück in Richtung Bridport - West Bay. Auch hier gibt es eindrucksvolle Klippen zu bestaunen.

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West Bay

Passend dazu startete am Sonntag unserer Heimkehr die zweite Staffel der englischen Krimiserie „Broadchurch“. Diese Krimiserie spielt genau hier an der Jurassic Coast und man erkennt viele der Drehorte wieder.

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Auch hier im gelben Sandstein sind wieder jede Menge Versteinerungen zu finden. Wobei der Aufenthalt direkt unterhalb der Klippen uns nicht ganz ungefährlich erscheint, wenn man die frischen Abbrüche betrachtet.

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Paula beim Fossiliensuchen

Paula findet wie so oft einen Spielkameraden, der begeistert versucht, ins Meer geworfene Steine zu apportieren.

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Paula's neuer Freund

Wir laufen im sicheren Abstand an den Klippen den Strand entlang und über die Klippen zurück. Tolle Aussicht! Das schöne hier an der Gegend ist ja, dass der Coastal Path hier überall vorbeiführt und man sich keine Gedanken über den Weg machen muss.

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oben auf den Klippen geht es zurück

Die Nacht verbringen wir auf einem CP, der wohl am berühmtesten Wahrzeichen der Jurassic Coast liegt - dem Durdle Door. Die Stellplätze für die Womos liegen direkt oberhalb des offiziellen Parkplatzes für den Steinbogen und sie sind mächtig schief. Die Aussicht aber absolut spitze.

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schief aber mit schöner Aussicht

Abends gehen wir im CP eigenem Pub etwas Essen und genießen anschließend den Sonnenuntergang am Durdle Door.

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Abendspaziergang am Durdle Door

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Durdle Door

Lange schlafen können wir am nächsten Morgen leider nicht, keine 50 Meter vom Auto entfernt stehen zwei Nistbäume von Raben. Und dieses Gekrächzte kennt ja jeder.
Dank der Raben kommen wir wenigstens früh los und fahren nach Corfe Castle mit dem gleichnamigen Castle.
Vorher machen wir noch einen kurzen Stopp in Bridport. Es hat bei der Durchfahrt so nett ausgeschaut und so gehen wir erst mal Kaffee trinken und stöbern durch die Geschäfte.

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britischer Humor in Bridport

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Bridport, ein geruhsames Städtchen

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Corfe Castle

Obwohl wir eigentlich recht früh unterwegs sind, bekommen wir keinen Parkplatz mehr auf dem Castle eigenen Parkplatz und müssen auf den etwas außerhalb gelegenen P&R Parkplatz ausweichen. Das "&R" steht zwar auf allen Schildern, gilt aber - zumindest bei unserem Aufenthalt - nicht. Es handelt sich um einen ganz normalen Bezahlparkplatz, allerdings sind wir nach zehnminütigen Fußmarsch durch schöne Landschaft auch schon beim Castle. Es ist viel los und ambitionierte 9 Pfund/Erwachsener kostet der Eintritt ins Schloss bzw. die Besichtigung der Ruine. So toll die Lage des Castles auch ist, 9 Pfund ist es meiner Meinung nach nicht wert. Vom Castle selber stehen nachdem Cromwell's Leute es von innen mit Sprengstoff zerlegt haben nur noch Ruinen und auf den Infotafeln wird erklärt, wie es früher wohl einmal ausgesehen hat. Muss zur damaligen Zeit schon ein imposanter Bau gewesen sein. Paula löst das obligatorische Castle-Rätsel und bekommt dafür ein Gummiarmband.

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Das Örtchen ist sehr pittoresk und nett anzuschauen, aber leider auch ziemlich überlaufen.

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Da am nächsten Tag wieder T-Shirt-Wetter ist, beschließen wir eine kurze Wanderung von Swanage zu den Old Harry Rocks zu machen, natürlich auch ein Abschnitt des South Coastal Path.

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Swanage

In Swanage finden wir sofort einen Parkplatz bei der nahen Railway-Station und so geht es erst mal gemütlich durch den Ort zu den nahen Klippen. Dann geht’s kurz steil bergauf und schließlich eben zu den Felsen.

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Old Harry Rocks

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Die Wanderung ist knapp 7 km lang und am Ende wartet in Studland ein schöner Dorf-Pub auf uns.

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am Ende der Wanderung ein Pub

Bei dem Wetter ist das ein schöner Ausflug durch eine typisch englische Landschaft. Von Studland aus nehmen wir den Bus zurück nach Swanage.

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Kirche von Studland

Wir laufen noch etwas durch Swangage, aber so richtig überzeugen tut uns das Städtchen nicht. Über Shaftesbury, wo wir kurz Pause machen um uns Englands steilste Kurve anschauen, fahren wir - nach einiger Sucherei - zum Brook's House Inn, einem Pub mit angeschlossenem CP.

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Gold Hill, Shaftesbury

Wir sind die einzigen Gäste und stolz zeigt uns der Chef seine neuen, sich noch im Rohbau befindlichen Sanitäranlagen, immerhin geliefert aus Deutschland. Erst am Ende seiner Ausführungen zeigt er uns die temporär installierten Dixi-Einheiten. Auch im Pub ist für einen Freitag Abend wenig los, das Essen ist aber ok.

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CP beim Brook's House Inn

Unseren letzen Tag verbringen wir in Guildford, einer kleinen aber geschäftigen Stadt, die süd-westlich von London liegt. Wir gehen ein wenig shoppen und besichtigen die Kathedrale. Selten haben wir etwas so Hässliches von Kirche gesehen, aber es kann ja nicht nur schöne Kirchen geben.

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Guildford Cathedral

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nicht schön aber beeindruckend

Am frühen Nachmittag fahren wir dann nach Dover, wir müssen uns ja einen neuen Schlafplatz suchen. Da wir recht zeitig unterwegs sind, machen wir noch kurz in Ashford beim Outlet-Center Halt. Im Nachhinein betrachtet wissen wir nun, warum uns die Innenstadt von Ashford bei unserem letzten Besuch im Herbst 2014 wie ausgestorben vorkam.

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Outlet in Ashford

Mehr aus Neugierde fahren wir nochmals nach St. Margaret’s at Cliffe hinunter zur Bay, um uns die Coastguard-Pub-Baustelle auch einmal bei Tage anzuschauen. Und was müssen wir feststellen: der Pub hat am Tag zuvor wieder eröffnet! Die Bedienung sagt, wir könnten auf dem Parkplatz wieder schlafen, der neue Chef hätte bestimmt nichts dagegen. Fragen können wir ihn leider nicht, da er abwesend sei. Wir bleiben trotzdem. Das Essen ist wie gewohnt gut und ab 11 Uhr sind wir alleine auf dem Parkplatz.
Unsere Fähre geht am nächsten Morgen früh, schon um 8:30 ist Last Check In. Also ist frühes Aufstehen angesagt, sehr zu Paulas Verdruss, die an ihrem letzten Ferientag schon gerne noch was länger geschlafen hätte.

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Abschied von den White Cliffs

Es ist nebelig, aber die Sonne kämpft sich ihren Weg frei und so verabschieden wir uns von der Insel mit schönstem Wetter.


Tipsel am 08 Apr 2016 19:32:42

Toller Bericht und Wahnsinnsbilder :daumen2:

Stefan-Claudia am 08 Apr 2016 19:41:09

Ich habe vor langer Zeit einmal vorgeschlagen,
herrausragende Reiseberichte mit einem goldenen Stern zu versehen....

Deiner hätte ihn vielfach verdient :yau:
Für diese Leistung und die tollen Fotos meinen :respekt: und ein herzliches :dankeschoen:

Solofahrer am 08 Apr 2016 19:54:24

not bad 8)
Was ja für einen Briten schon ein großes Kompliment darstellt.

Wirklich, sehr stilvolle und zutreffende Beschreibungen, tolle Bilder! Danke für diesen Bericht!

frankjasper8 am 08 Apr 2016 20:43:28

Ich kann mich meinen "Vorschreibern" nur anschließen. Sehr schöne Aufnahmen hast Du da von der Landschaft gemacht und die Wetterbilder sind allererste Sahne. Man meint fast, die Wellen schlagen beim Lesen aus dem Monitor. :)

Wieder ein sehr, sehr guter und informativer Reisebericht von Dir, dafür ein dickes :daumen2:


:dankeschoen:

Ganzalleinunterhalter am 08 Apr 2016 20:59:29

Großartig beschrieben, traumhafte Bilder, Danke für's mitnehmen ! :top: :top: :top: :daumen2:

diper am 08 Apr 2016 22:25:02

Super, Dein Bericht. Danke dafür!

Wir standen in der Sturmnacht auf dem CP am Durdle Door, aber glücklicherweise nicht oben bei den Klippen , sondern beim Pub.
Ich dachte dennoch die halbe Nacht, dass gleich eine der Dachluken wegfliegt.

Anne42 am 08 Apr 2016 22:53:50

ein ganz großes Dankeschön, so unglaublich gute Bilder!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

tztz2000 am 08 Apr 2016 22:54:48

Schöner Bericht, erstklassige Fotos! :top:

Danke! :)

AndreasS am 08 Apr 2016 23:55:56

Sehr sehr schön und wirklich tolle Bilder.
Danke :)

nuvamic am 09 Apr 2016 00:02:18

Haaaach.... seufz........... DANKE :mrgreen:

Jonah am 09 Apr 2016 00:17:52

Hat mal wieder viel Spaß gemacht deinen Bericht zu lesen. Die Bilder sind super geworden, vielen Dank.

reisetanteuta am 09 Apr 2016 10:29:00

Super Reisebericht mit tollen Bildern!

Herzlichen Dank dafuer.

Gruß

Uta

Piaza am 09 Apr 2016 17:12:42

Soooo schöööön!
Ein Wunschziel von mir, das ich hoffentlich bald einmal bereisen kann.
Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder :)

bert am 10 Apr 2016 11:18:46

Wir fahren im August nach Südengland.
Danke für die traumhaften Fotos.
Macht das Warten noch unerträglicher.

bert

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