Gerade heute war ich zu Gast/Besuch bei einem Kunden, der sich in seinem neuen, ziemlich ökologischen Haus (Solar, Wärmerückgewinnung, Fast-Passivstandart...) eine Kompost-Toilette einbauen lässt.
Ist ähnlich im Aufbau aber vom "Vorratsraum" her viel größer.
Richtig.
Die Komposttoiletten funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.
Wobei die Frichluftdurchströmung durch einen schornsteinähnlichen Abluftkanal gewährleistet ist. Dieser erzeugt einen, durch den Höhen- und Temperaturunterschied hervorgerufenen Auftrieb und somit eine Frischluftversorgung des Zersetzungsgutes.
Bei Biolet wird Frischluft, oder sogar künstlich erwärmte Frischluft auf die Fäkalien aufgebracht. Diese werden ständig/Intervallartig durchgrührt. um eine gleichmäsige Sauerstoffverteilung und Belüftung des Zersetzgutes zu gewährleisten und die Mikroorgasismen auf "Betriebstemperatur" zu halten.
Die Mikroorganismen, die für die Zersetzung erforderlich sind benötigen den Luftsauerstoff um ordentlich arbeiten zu können. Es kann jedoch sein, dass diese bei Nährstoffmangel absterben. Hier ist dann eine Zugabe von frischem Kompostmaterial erforderlich um die Zersetzung wieder in Gang zu bringen.
Die Flüssigkeitsentsorgung wird bei normalen Komposttoiletten über eine schiefe Ebene realisiert. Dabei fällt das Fakaliengut auf eine gelochte schiefe Ebene, wird dort langsam zersetzt und entfeuchtet und fällt/rollt schließlich weiter nach unten um in nunmehr kompostartiger Konsistenz durch eine Entnahmeklappe manuell im Garten untergebracht zu werden. Die Flüssigkeit die durch die Lochung der schiefen Ebene hindurch in eine Auffangwanne fließt, muss, wenn sie nicht über die Entlüftung verdunstet und entweicht, bei Mehranfall von Zeit zu Zeit abgeschöpft werden.
Bei der BIOLET geschieht die Feuchtigkeitsaufnahme/Auffang auch in einer Auffangwanne, jedoch hat diese im Verhältnis zu Frequentierung ein viel zu geringes Volumen. Die geringe Verdunstungoberfläche der Flüssigkeit bereitet noch einige Schwierigkeiten bei der Entsorgung. Deshalb ist auch hier eine Art Schublade eingearbeit, die das bequeme Entsorgen/ Abschöpfen der Restflüssigkeit erforderlich macht, aber auch bequemer gestaltet.
Fazit:
Ich denke, dass bei einem hohen Anfall von Urin, die Biolett hoffnungslos überfordert ist und deshalb nur für die Entsorgung von Abwasserkanalisation unerschlossenen Gebieten im schwach frequentem Bereich einsetzbar ist.
NIX FÜR UNS, aber eine Klasse Idee!
Ich hoffe meine Darstellung der Funktionsweisen es hilft allen weiter.
Frank