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Biologische Toilette im WoMO


Herbert am 19 Nov 2003 15:00:03

Hallo zusammen
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Bio-Toiletten wie sie unter
--> Link
zu finden sind gemacht. Ich finde es irgendwie faszinierend die Toilette nur
einmal im Jahr leeren zu müssen. Da ich eine solche Anlage aber noch nie in einem WoMo gesehen habe, frage ich mich wo der Haken liegt.

Herbert

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Wolfgang am 19 Nov 2003 16:16:54

Herbert hat geschrieben:Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Bio-Toiletten ...

Hallo Herbert,
ja, habe ich! Vor langer Zeit mal in einem Ferienhaus in Jütland - war gut - hatte aber seine Probleme, den "Drang" einer Partygesellschaft zu verarbeiten - es roch :-) - ein feiernder Biologe riet zur Zugabe von Milch - getan und alles war ok :-)!! War ein Vorgängermodell!! Und im Womo feiern selten 20 oder mehr Personen :D . Der Gedanke, das Teil ins Womo zu bringen ist überragend!!!
Haben die Techniker unter uns `ne Idee einer alternativen Entlüftung??

Wolfgang

dokabastler am 19 Nov 2003 16:28:23

Hallo,
als quasi studierter Ökologe (Landschaftsarchitekt) bin ich solchen Sachen gegenüber im Prinzip durchaus aufgeschlossen - dennoch:
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es funktioniert - v.a. nicht im Womo.

Nach meinem Empfinden ist die (geringe) Menge an Starthumus, der da quasi die menschlichen Ausscheidungsprodukte "absorbieren" soll, bei Dauerbenützung im Womo mit mehreren Personen einfach überfordert.

Ich kann mir vorstellen, daß es - wie im Link beschrieben - im Wochenendhäuschen, wo man 2 x in der Woche "geschäftlich" zu tun hat noch geht.
Außerdem kann ich mir echt nicht vorstellen, wie das mit dem "kleinen Geschäft" so läuft. Das "Überflutet" doch alles, zumindest wenn man zu mehreren im Womo haust.

Ganz abgesehen davon: Die Schüttelei bei der Fahrt dürfte dem angestrebten "sanften" Umsetzprozeß nicht gerade förderlich sein.
Außerdem ist die Toilette ziemlich groß - wenn ich die in meinen Waschraum stelle, passe ich selber nicht mehr rein.

Über Gerüche will ich hier nicht spekulieren.

Ich bin aber gespannt, obs jemanden gibt, das damit tatsächlich Erfahrung hat.

Schöne
dokabastler

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Mickie am 19 Nov 2003 16:57:05

Hallo zusammen,

hab die Seite nur überflogen, aber 220 Volt hab ich halt nicht immer. Besonders wenn ich ein paar Tage frei stehe.

Ich hab das Gefühl, fürs WoMo ist das nicht das Rechte. Beim WE-Haus sieht das schon anders aus.

Beste

Mickie

womifreedom am 19 Nov 2003 17:21:38

Also irgendwie ist dieses Forum schon interessant......

Der Strom wird wohl für eine Heizung gebraucht damit die Flüssigkeit verdampfen kann.

mikel am 19 Nov 2003 18:23:32

Hi,

schon komisch was es alles gibt.
Aber, so wie ich das verstehe, ist kein Wasseranschluß vorhanden, aber wie mache ich dann die Schüssel sauber? Und: In dem "Lokus" ist ein Rührwerk eingebaut; was passiert wenn sich das Klopapier darum wickelt, stelle mir gerade vor, das papier dann von Hand aus dem Rührwerk zu holen, na dann guten Appetit.

Aber die Idee ist nicht schlecht! Einmal im Jahr zu entsorgen wäre schon ne tolle Sache!


Mikel

dokabastler am 19 Nov 2003 19:48:15

Hi,

ich bins nochmal.
Gerade heute war ich zu Gast/Besuch bei einem Kunden, der sich in seinem neuen, ziemlich ökologischen Haus (Solar, Wärmerückgewinnung, Fast-Passivstandart...) eine Kompost-Toilette einbauen lässt.
Ist ähnlich im Aufbau aber vom "Vorratsraum" her viel größer.

Angeblich muß man da immer wieder mal "Kompost" nachwerfen, der das frisch aufgebrachte Material abdeckt und quasi einbindet.
Praxistest nicht möglich, da noch im Bau.
Das mit der Flüssigkeit des "kleinen Geschäfts" lasse ich mir bei diesem großen "Kompostraum" eingehen.
Bei der "Schmetterbox" hier im Forum hab ich da meine Zweifel.

Ich bleib da aber drann, interessiert mich

dokabastler

Zegu am 19 Nov 2003 22:44:05

Gerade heute war ich zu Gast/Besuch bei einem Kunden, der sich in seinem neuen, ziemlich ökologischen Haus (Solar, Wärmerückgewinnung, Fast-Passivstandart...) eine Kompost-Toilette einbauen lässt.
Ist ähnlich im Aufbau aber vom "Vorratsraum" her viel größer.


Richtig.
Die Komposttoiletten funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.
Wobei die Frichluftdurchströmung durch einen schornsteinähnlichen Abluftkanal gewährleistet ist. Dieser erzeugt einen, durch den Höhen- und Temperaturunterschied hervorgerufenen Auftrieb und somit eine Frischluftversorgung des Zersetzungsgutes.


Bei Biolet wird Frischluft, oder sogar künstlich erwärmte Frischluft auf die Fäkalien aufgebracht. Diese werden ständig/Intervallartig durchgrührt. um eine gleichmäsige Sauerstoffverteilung und Belüftung des Zersetzgutes zu gewährleisten und die Mikroorgasismen auf "Betriebstemperatur" zu halten.
Die Mikroorganismen, die für die Zersetzung erforderlich sind benötigen den Luftsauerstoff um ordentlich arbeiten zu können. Es kann jedoch sein, dass diese bei Nährstoffmangel absterben. Hier ist dann eine Zugabe von frischem Kompostmaterial erforderlich um die Zersetzung wieder in Gang zu bringen.

Die Flüssigkeitsentsorgung wird bei normalen Komposttoiletten über eine schiefe Ebene realisiert. Dabei fällt das Fakaliengut auf eine gelochte schiefe Ebene, wird dort langsam zersetzt und entfeuchtet und fällt/rollt schließlich weiter nach unten um in nunmehr kompostartiger Konsistenz durch eine Entnahmeklappe manuell im Garten untergebracht zu werden. Die Flüssigkeit die durch die Lochung der schiefen Ebene hindurch in eine Auffangwanne fließt, muss, wenn sie nicht über die Entlüftung verdunstet und entweicht, bei Mehranfall von Zeit zu Zeit abgeschöpft werden.

Bei der BIOLET geschieht die Feuchtigkeitsaufnahme/Auffang auch in einer Auffangwanne, jedoch hat diese im Verhältnis zu Frequentierung ein viel zu geringes Volumen. Die geringe Verdunstungoberfläche der Flüssigkeit bereitet noch einige Schwierigkeiten bei der Entsorgung. Deshalb ist auch hier eine Art Schublade eingearbeit, die das bequeme Entsorgen/ Abschöpfen der Restflüssigkeit erforderlich macht, aber auch bequemer gestaltet.

Fazit:
Ich denke, dass bei einem hohen Anfall von Urin, die Biolett hoffnungslos überfordert ist und deshalb nur für die Entsorgung von Abwasserkanalisation unerschlossenen Gebieten im schwach frequentem Bereich einsetzbar ist.
NIX FÜR UNS, aber eine Klasse Idee!

Ich hoffe meine Darstellung der Funktionsweisen es hilft allen weiter.


Frank

Herbert am 20 Nov 2003 10:12:55

Hallo Frank
Danke für Deine ausführliche Darstellung der Funktion. Ich habe mir das in etwa so vorgestellt. Schade ist, dass das ganze nicht für WoMo's optimiert wrd, zB. Gasbeheizung, anpassen der Grösse usw.
Bezüglich der Reinigung der Schüssel muss man wirklich keine Bedenken
haben da diese PTFE (Teflon) beschichtet sind und auf so einem Belag nun wirklich nichts haftet.

Vielleicht findet doch noch wer irgendwo eine WoMo - taugliche Lösung.
Ich jedenfalls suche weiter.

Herbert

Zegu am 20 Nov 2003 20:34:24

Soll ich eine Konstruktion machen und mir patentieren lassen? Bin gerade so im Fluß. Wäre für mich kein Problem (nur ein zeitliches). Ideen habe ich genug (auch für diese Geschichte).

hehe



Frank

[Admin] am 20 Nov 2003 21:14:06

Teflon im Lokus? Ich sehe schwere Zeiten für die Toilettenbürstenindustrie.............. :D

Gast am 21 Nov 2003 08:09:59

Frank Zegula hat geschrieben:Soll ich eine Konstruktion machen und mir patentieren lassen? Bin gerade so im Fluß. Wäre für mich kein Problem (nur ein zeitliches). Ideen habe ich genug (auch für diese Geschichte).

hehe



Frank

Ja, mach mal was für die Eisenbahnen -die lassen auch heute noch den ganzen Sch... auf Geleise und die umgebende Landschaft fallen.
Stell Dir vor du stehst zufällig unter einer Eisenbahnunterführung .........

Stinkt doch zum Himmel ----- oder ??????

Wolfgang am 19 Dez 2003 22:47:35

Frank Zegula hat geschrieben:Soll ich eine Konstruktion machen und mir patentieren lassen?

Frank, mach !! Ich diskutiere das Thema gerade an anderer Stelle. Es soll in Schweden ein Modell geben, daß übers Fahrzeug durch Wärmetauscher während der Fahrt für eine Verdampfung der Flüssigkeit sorgt (übers Dach). Es gibt US-Fabrikate, die dafür 220V-Heizung einsetzen. Auch mit 12V-Hzg schon im Netz gesehen - fällt aber aus, klar. Frage an den fachmann: Wenn man selbst an das Problem heranmuss und eine der üblichen Trockentoiletten einsetzt: Schafft der Laie das und was müsste er heizungstechnisch auf jeden fall bedenken??

wolfgang

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